22 Juni

Gothic Friday Juni - Hexennächte in Duisburg

Kategorie: Gothic Friday5 Kommentare

Gabi Delgado während seiner Peformance im Pulp Duisburg 2010Als ich für den Gothic Fri­day im Juni nach mei­nem schöns­ten Live-Erlebnis in den Erin­ne­run­gen suchte, wurde mir schnell klar, dass es sich dabei nicht um ein gro­ßes Kon­zert oder Fes­ti­val han­deln würde. Kon­zerte in gro­ßen Sta­dien sind mir unsym­pa­thisch, zum einen finde ich es teil­weise bedrü­ckend zwi­schen tau­sen­den von Men­schen ein­ge­engt zu wer­den und zum ande­ren kann man mei­ner Erfah­rung nach nicht wirk­lich von einem Erleb­nis spre­chen. Der Sound ist meis­tens schlecht, die Per­for­mance und die Band je nach Kar­ten­preis kaum zu sehen. Dabei sein ist alles? Nicht mit mir.

Für Club­kon­zerte konnte ich mich dage­gen immer begeis­tern, die kleine, ja fast intime Atmo­sphäre, der gute Klang und der fast schon haut­nahe Kon­takt zur Band reiz­ten mich beson­ders. So möchte ich von 2 musi­ka­lisch sehr gegen­sätz­li­chen Kon­zer­ten spre­chen, die mir in Erin­ne­rung geblie­ben sind. Faun und DAF im direk­ten Ver­gleich zu sehen ist viel­leicht kon­trast­reich, doch ver­gleich­bar sind sie alle­mal, denn Lei­den­schaft und Ener­gie, in zwei unter­schied­li­chen For­men, haben mich dabei gefan­gen­ge­nom­men. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


21 Juni

Der längste Tag des Jahres: Mittsommer

Kategorie: Ansichtssache5 Kommentare

MittsommerWenn man aus dem Fens­ter schaut, glaubt man nicht an den Ein­zug des Som­mers. Dabei sind wir — rein astro­no­misch gese­hen — schon auf sei­nem Höhe­punkt. Der 21. Juni ist der längste Tag und folg­lich die kür­zeste Nacht des Jah­res. Obwohl nun alles blüht und in grü­ner Pracht erstrahlt, wer­den die Tage fortan kür­zer. Frü­her glaubte man, dass die Natur in der Mitt­som­mer­nacht magisch sei. Elfen tanz­ten zur Musik und grum­me­lige Trolle stan­den hin­ter den Bäu­men. Es hieß, dass der Mor­gen­tau kranke Tiere und Men­schen hei­len konnte. Drui­den sam­mel­ten den Tau des Mitt­som­mer­mor­gens in klei­nen Fla­schen und Gefä­ßen. Die­ser wurde dann auch zum Backen benutzt. Das Brot wurde beson­ders lecker und die Bröt­chen beson­ders groß, so der Glaube.

Gerade in skan­di­na­vi­schen Län­dern zele­briert man die­sen Tag ganz beson­ders. Nach Weih­nach­ten ist es in Schwe­den bei­spiels­weise das größte Fest. Eine über­be­wer­tete Möbel­haus­kette aus Schwe­den macht damit ja auch bei uns Wer­bung, was eigent­lich para­dox ist, denn die meis­ten Sachen kom­men ja sowieso aus China und da ist der 21. Juni kein Grund zum Feiern.

Mitt­som­mer ist übri­gens Gruftie-Trauertag, denn die Nacht ist - wie ein­gangs erwähnt - beson­ders kurz und damit ist die Zeit des geschütz­ten Rück­zugs beson­ders kurz. Wenn Gruf­ties Trauer tra­gen, lau­fen sie aus­nahms­weise ganz in Schwarz herum, denn die Welt um sie herum ist schreck­lich bunt an die­sem Tag. Selbst Google sollte man heute mei­den, denn das »Doodle« des heu­ti­gen Tages birgt Gefah­ren sofor­ti­ger Ver­blen­dung der emp­find­li­chen Augen der Nacht. Idea­ler­weise bleibt man zu Hause, legt sich in sei­nen Sarg und schließt den Deckel. Längs­ter Som­mer­tag. Wie  schrecklich.

Wenn schon, dann bitte nach Sto­ne­henge. Da tref­fen sich auch heute wie­der selbst­er­nannte Drui­den, Hei­den, Hexen, Wicca-Anhänger und New Age Lieb­ha­ber, um dar­auf zu war­ten, ob etwas pas­siert und um merk­wür­dige Rituale zu fei­ern. Denn die wirk­lich Ver­rück­ten sind ganz woan­ders: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 Juni

Schementhemen mit Myk Jung und Klaus Märkert

Kategorie: Veranstaltungen4 Kommentare

Schementheme BannerWie konnte ich das nur ver­pas­sen? Die­ses Gefühl beschlich mich unzäh­lige Male, seit ich Leip­zig nach dem Wave-Gotik-Treffen den Rücken gekehrt habe, vor allem gute Lesun­gen sind mei­nem Gefühl nach viel zu kurz gekom­men. So ärgerte ich mich bei­spiels­weise, dass ich die Lese­reihe »Sche­men­t­he­men« ver­säumt habe, in der die bei­den »Ruhrpott-Urgesteine« Klaus Mär­kert und Myk Jung eigene Texte zum Bes­ten geben um sich von zusätz­li­chen Gäs­ten dabei hel­fen zu las­sen. Glück­li­cher­weise fand ges­tern, am 19. Juni eine der regel­mä­ßi­gen Lesun­gen in Vel­bert statt, das sich als gut erreich­bar ent­puppte und sich dar­über hin­aus als will­kom­me­nes Ende des Sonn­tags anbot. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


18 Juni

Rückblick: Spontis Family Treffen 2011

Kategorie: Schwarze Szene18 Kommentare

Spontis Family (5)Zunächst stritt ich jeg­li­che Betei­li­gung an der Idee ab. Es erschien mir fremd, den Men­schen die sich hier im Blog mehr als regel­mä­ßig her­um­trie­ben, einen Stem­pel auf­zu­drü­cken. »Spontis-Family«, klingt komisch, ist ja auch nicht von mir, Madame Mel ist schuld . Glück­li­cher­weise ent­schlos­sen sich viele der Ein­gangs erwähn­ten Men­schen nun auch dazu, ihre Zustim­mungs­be­kun­dung zu ertei­len und dem gan­zen zu einem Selbst­läu­fer­sta­tus zu ver­hel­fen. Auf Face­book gesell­ten sich spä­ter Fus­sel­rol­len dazu, die spä­ter durch eine schö­nere Button-Idee ersetzt wurden.

Ein biss­chen wider­wil­lig erklärte ich mich bereit, ein Tref­fen im Rah­men des bevor­ste­hen­den WGT zu orga­ni­sie­ren. In einer per­sön­li­chen Nach­richt an mich packte mich Shan Dark, schüt­telte mich und rief mich zur Besin­nung, ich solle doch end­lich damit auf­hö­ren zu behaup­ten, ich wolle das alles gar nicht. Sie hatte Recht.

Und so ent­wi­ckelte sich Vor­freude auf das Tref­fen, das nun am Pfingst­sonn­tag um 16:00 auf einer Wiese hin­ter der Moritz­bas­tei statt­fand. Sabrina Kir­napci erklärte sich bereit, die But­tons für das Spontis-Family Tref­fen zu ent­wer­fen und anzu­fer­ti­gen. Rück­bli­ckend waren meine Sor­gen unbe­grün­det, ich fand es groß­ar­tig end­lich ein­mal einige der Leser, Kom­men­ta­to­ren und Besu­cher des Blogs per­sön­lich zu begrü­ßen. Doch eins nach dem ande­ren: Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 Juni

Ohne Worte: Zwiegespräch

Kategorie: Dunkelkunst5 Kommentare

Szenegespräch

»Die Jugend liebt heut­zu­tage den Luxus. Sie hat schlechte Manie­ren, ver­ach­tet die Auto­ri­tät, hat kei­nen Respekt vor den älte­ren Leu­ten und schwatzt, wo sie arbei­ten sollte. Die jun­gen Leute ste­hen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zim­mer betre­ten. Sie wider­spre­chen ihren Eltern, schwa­dro­nie­ren in der Gesell­schaft, ver­schlin­gen bei Tisch die Süß­spei­sen, legen die Beine überein­an­der und tyran­ni­sie­ren ihre Leh­rer.« (Sokra­tes, grie­chi­scher Phi­lo­soph ca. 469 vChr — 399 vChr)

(Bild­quelle: Acid Ally | CC by-nc-sa)


16 Juni

Wave-Gotik-Treffen 2011 - Pressespiegel (Update)

Kategorie: Schwarze Szene18 Kommentare

vor dem wgt Das Wave-Gotik-Treffen 2011 ist vor­bei, nach­dem die meis­ten end­lich ein­mal aus­ge­schla­fen haben, beginnt man damit das Gepäck aus­zu­räu­men, die mit­ge­brach­ten Dinge zu bewun­dern und beim sor­tie­ren der zahl­rei­chen Bil­der in Erin­ne­run­gen zu schwel­gen. Nach dem WGT ist vor der WGT, denn obwohl der Festival-Sommer 2011 erst begon­nen hat, ist für viele Besu­cher der Höhe­punkt des Jah­res bereits erreicht.

Eine gute Gele­gen­heit, der Presse über die Schul­ter zu gucken um zu sehen, wie sie das 20. Wave-Gotik-Treffen in Leip­zig wahr­ge­nom­men hat, gute Dinge haben eben Tra­di­tion. Die Leip­zi­ger Volks­zei­tung bei­spiels­weise, wid­met dem WGT eine Son­der­ru­brik ihrer Online-Präsenz und ver­sam­melt hier zahl­rei­che infor­ma­tive und durch­aus neu­trale bis wohl­wol­lende Arti­kel. So wie Armin Kober, der in einem Arti­kel von sei­nem ers­ten WGT 1992 berich­tet und dazu einige Bil­der auf sei­ner Seite (Link­tipp!) ver­öf­fent­licht hat. Die Stadt Leip­zig zeigt sich begeis­tert, City­ho­tels waren aus­ge­bucht, das gleich­zei­tig statt­fin­dende Bach­fest eben­falls ein Erfolg. Die BILD-Zeitung schreibt von unglaub­li­chen Ein­nah­men und mein Geld­beu­tel ist leer. Das passt irgend­wie. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


15 Juni

Ohne Worte: Nach dem WGT ist vor dem WGT

Kategorie: Dunkelkunst1 Kommentar

WGT 2011 - Agra Messehalle

Das WGT 2011 ist vor­bei. Vor­bei ist die Zeit der Ein­drü­cke und der ästhe­ti­schen Reize, nun liegt es an uns, damit umzu­ge­hen. Rund 20000 Besu­cher wur­den gezählt, man­che defi­nie­ren dar­über die Größe der Szene. Doch die Anzahl derer, die das ver­kör­pern, was sie sind, liegt weit dar­un­ter. Lernt von denen, die eigent­lich nicht leh­ren wollen.


9 Juni

Heute im Deutschlandfunk: Das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig

Kategorie: Schwarze Szene5 Kommentare

Eine Ankün­di­gung in eige­ner Sache. Heute Nach­mit­tag zwi­schen 15:00 und 15:30 wird im Deutsch­land­funk im Rah­men der Sen­dung Corso ein kur­zer Bericht über das Wave-Gotik-Treffen 2011 gesen­det, an dem einige mir bekannte Men­schen als Inter­view­part­ner aktiv mit­ge­wirkt habe, meine Wenig­keit ein­ge­schlos­sen. Ganz beson­ders zu erwäh­nen wären hier­bei Tobi­kult vom Blog Wert­ur­teils­frei, Mar­cus Rietszch vom Pfingst­ge­flüs­ter und Karn­stein von den Otranto-Archiven. Für die letzt­end­li­che Sen­dung zeich­net sich Sabrina Kir­napci aus, die als freie Mit­ar­bei­te­rin und gelernte Hörfunk-Redakteurin nicht nur qua­li­fi­ziert ist, son­dern auch durch die eigene Zuge­hö­rig­keit zur »Szene« mehr als prä­des­ti­niert erscheint.

Deutsch­land­funk? WGT? In der Tat, das WGT ist als kul­tu­rel­les Ereig­nis aner­kannt und sicher nicht nur ein blo­ßes Fes­ti­val, dass durch Head­li­ner das Publi­kum anzie­hen möchte. In der Sen­der­be­schrei­bung heißt es: »Das Köl­ner Pro­gramm trägt den Namen Deutsch­land­funk. Er steht seit mehr als 40 Jah­ren für schnör­kel­lose Infor­ma­tion aus Poli­tik, Wirt­schaft und Kul­tur. Der hohe Wort­an­teil von rund 80 Pro­zent prägt sein unver­wech­sel­ba­res Pro­fil. Deutsch­land­funk, das ist die hör­bare Alter­na­tive für alle, die gründ­li­cher und umfas­sen­der infor­miert wer­den wol­len. Eine gut sor­tierte Hör­bi­blio­thek zum Ein­schal­ten und Hin­hö­ren: Aktu­ell — Infor­ma­tiv — Ana­ly­tisch — Kul­tu­rell.« Wer auch gespannt ist, schal­tet das Radio ein, oder stre­amt die Sen­dung für die Inter­net­seite, die auch die Mög­lich­keit zum auf­zeich­nen bietet.


8 Juni

WGT 2011: Weblinks, Ohne Bändchen, Smartphone als Helfer

Kategorie: Schwarze Szene4 Kommentare

WGT Banner 2011Kaum bin ich von mei­ner Reise in die USA zurück, steht auch schon das nächste Ereig­nis in den Start­lö­chern, das Wave-Gotik-Treffen 2011 in Leip­zig. Ich ste­cke mit­ten in der Vor­be­rei­tun­gen und möchte abseits der gän­gi­gen Infor­ma­tio­nen über das wohl größte schwarze Fes­ti­val Euro­pas einige zusätz­lich Quel­len bie­ten, die ich für beson­ders erwäh­nens­wert halte. Die Home­page des Tref­fens bil­det wie immer den ers­ten Anlauf­punkt für begeis­terte der Ver­an­stal­tung und bie­tet alle not­wen­di­gen Infor­ma­tio­nen, die nicht immer leicht zu fin­den, aber vor­han­den sind. Dar­über hin­aus gibt es bei Necro­web den belieb­ten Taschen­ka­len­der auch für das WGT 2011 als PDF oder Excel-Liste zum Down­load. Wer gerne Twit­tert, dem sei das Hash­tag #wgt an Herz gelegt.

Übri­gens: Mit dem Auto kommt man nur noch zu den (meis­ten) Ver­an­stal­tungs­or­ten, wenn man eine grüne Umwelt­pla­kette an sei­nem Auto vor­wei­sen kann. Nehmt lie­ber die öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­tel, die man ja im Rah­men des WGT und als Bänd­chen­in­ha­ber sowieso kos­ten­los nut­zen kann.

Aber wem erzähle ich das? Ich wün­sche allen ein wun­der­schö­nes WGT 2011. Genießt die Tage der Unbe­schwert­heit und gleich­ge­sinn­ten, trefft eure Freunde und Bekannte und gebt euch den Kon­zer­ten und dem Rah­men­pro­gramm hin. Spon­tis mel­det sich wie­der. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


8 Juni

New York: On the other Side

Kategorie: Ansichtssache3 Kommentare

TimesquareEs gibt Orte, die muss man mal gese­hen haben, auch wenn man rück­bli­ckend gerne auf die­ses Erfah­rung ver­zich­tet hätte. Nach mei­ner Reise in die USA bin ich um eine wei­tere Erfah­rung rei­cher, denn New York ist ein sol­cher Ort. Als schein­bar mys­ti­scher Dreh­ort, der immer wie­der in Fil­men zum Mit­tel­punkt gemacht wird, als Zen­trum des ame­ri­ka­ni­schen Lebens­traums ent­puppt sich die Metro­pole als rie­sige Sei­fen­blase aus geplatz­ten Träu­men und zer­tre­te­nen Hoff­nun­gen. Ob man nun sel­ber diese Erfah­rung machen muss oder nicht, über­lasse ich jedem selbst.

Ich möchte meine Ein­drü­cke von New York schil­dern und viel­leicht die ein oder andere Illu­sion neh­men, denn wie ich einem kur­zen Face­book Lebens­zei­chen ent­nahm, wollte die meis­ten mir tau­schen und hät­ten den Schmerz, der durch das stän­dige »nach Oben gucken« ver­stärkt wurde, gerne in Kauf genommen.

Ganz objek­tiv betrach­tet halte ich die Stadt auch für kein Schnäppchen-Paradies, ein paar 8-Loch Mar­tens für 230 Dol­lar eine hüb­sche Hose mit Rie­men­schnü­rung an der Seite für 189 Dol­lar? Nein, keine Schnäpp­chen, viel­leicht war ich auch nur in den fal­schen Läden, Sze­ne­ty­pi­sches erscheint mir jeden­falls deut­lich zu teuer. Elek­tro­ni­sches wie Fern­se­her, MP3 Player und Mobil­te­le­fone ist in der Tat güns­ti­ger und die Aus­wahl der Läden ist unglaub­lich. Die Stadt ist rie­sig, laut,bunt, ein­drucks­voll bis atem­be­rau­bend und kommt nie­mals zu Ruhe. Wer dass erwar­tet, wird sich dort gut auf­ge­ho­ben füh­len. Aber hier sind es meine Ein­drü­cke: Den gan­zen Arti­kel lesen… »