6 Juni

Die Historischen Friedhöfe in Görlitz

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Nikolaifriedhof - Alter TeilAnfang Mai verbrachte ich ein paar Tage in Görlitz und war sehr beeindruckt von der Pracht aus mehreren Jahrhunderten Baugeschichte. Rund 4.000 Baudenkmäler bieten eine eindrucksvolle Kulisse für historische Filme, daher wird die Stadt auch häufig als Drehort – auch für internationale Produktionen – genutzt. Görlitz war früher eine sehr reiche Stadt, vor allem durch Tuchhandel, was repräsentativ nach außen getragen wurde. Während der DDR-Periode verfielen die alten Gebäude wie vielerorts jedoch zusehend und es war bereits beschlossen, noch im Jahr 1989 die marode Altstadt komplett zu sprengen und mit sozialistischen Neubauten zu überbauen. Zum Glück kam es dank der Wende nicht mehr dazu und seit ein anonymer Spender zur Rettung der Stadt seit 1995 alljährlich eine Million DM/50.0000 Euro überweist, konnte eine Menge saniert werden. Es sollen mittlerweile ca. 80% saniert sein, aber ich fand trotzdem jede Menge alte, schöne und total marode Gebäude vor, oft sogar große prunkvolle Eckhäuser mit Erkern, Statuen und jeder Menge Fassadenschmuck. Ich habe nicht nur die Altstadt abgelaufen, in der es vor allem Renaissance- und Barockgebäude gibt, sondern auch die Gründerzeit- und Jugendstilviertel rings herum und den seit 1945 polnischen Teil der Stadt, Zgorzelec, auf der anderen Seite der Neiße. Den ganzen Artikel lesen… »


26 April

30 Jahre Tschernobyl – Konrads bedrückende Reise in die Sperrzone

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Tschernobyl 2016 - Kraftwerk mit DenkmalHeute wird die nukleare Katastrophe von Tschernobyl 30 Jahre alt. Erinnert Ihr euch? Damals war ich 12 Jahre alt und hatte allenfalls Angst vor dem Spinnen im Keller, dem Lauchgemüse meiner Mutter und vor Dirk von gegenüber, der mich damals immer verprügelt hat. Was jedoch im April 1986 in der einstigen Sowjetunion geschah, sollte nicht nur die Welt, sondern auch die Jugendkulturen und natürlich mich nachhaltig beeinflussen. Mit der jugendlichen Unbeschwertheit war es irgendwie vorbei.

Als der ambitionierte Fotograf und Spontis-Leser Konrad mir Anfang des Jahres von seiner bevorstehenden Reise in die Sperrzone um den Reaktor Tschernobyl erzählte, war für mich klar, dass ich die den Eindrücken und Bildern des 26-jährigen Friedbergers eine Plattform bieten wollte. Nicht nur, um eindrucksvolle Aufnahmen und einen interessanten Artikel zu präsentieren, sondern auch, weil diese Katastrophe für mich unmittelbar mit der Szene zu tun hat. Vielleicht geht es dem ein oder anderen genauso. Den ganzen Artikel lesen… »


7 Dezember

Letzte Ruhe in der goldenen Stadt der 100 Türme – Vyšehrader Friedhof

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Friedhöfe haben mich schon immer fasziniert. Ganz besonders jene, auf welchen Gräber aus lang vergangener Zeit zu finden sind. Die Grabsteine von der Witterung umschmeichelt und von der Zeit gezeichnet, von Pflanzen umrankt und im Schatten uralter Bäume. Wer waren die Menschen, die dort begraben liegen? Wie haben sie gelebt? Was hätten sie zu erzählen? Wen haben sie geliebt und wer hat sie geliebt? Was von dem was auf den Grabsteinen geschrieben steht wurde wirklich so empfunden und was gliederte sich nur ein in eine gesellschaftliche Begräbnispraxis? Was erfahren wir über den Umgang mit dem Tod zur früheren, wenn wir vor diesen alten Steinen stehen? Ein Friedhof strahlen für mich eine sanfte Ruhe aus die eine unendliche Spanne von Gefühlen beinhaltet und werfen mich zurück auf die einzige Wahrheit, die das Leben zu bieten hat: Wir werden alle sterben. Das ist die einzige Sicherheit, die in uns angelegt ist. Den ganzen Artikel lesen… »


27 Juli

Cementiri de Montjuïc – Prunkvoller Friedhof in Barcelona

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Cementiri de Montjuïc - Schmiedekunst im Verfall der ZeitMan hat mir erzählt, dass die Einheimischen den Friedhof auf Barcelonas Berg, dem Montjuïc, nicht mögen. Die Vorstellung, dass ein Friedhof eine Sehenswürdigkeit sein könnte, ist ihnen fremd. So ist es, nicht ganz unerwartet, menschenleer als ich den Eingangsbereich des Friedhofs erreiche, nur ein gelangweilter Wärter im klimatisierten Häuschen spielt mit seinem Smartphone. Ich freue mich auf einen ungestörten Tag auf dem Friedhof, der 150 Jahre spanische Gräberkultur präsentiert und den man anhand eines Tourplans auf drei unterschiedliche Routen erkunden kann. Auf der Suche nach den Plänen betrete ich das Gebäude der Friedhofsverwaltung. Der Infostand ist ebenfalls leer, nur eine lächelnde Putzfrau zeigt mir – sie ahnte wohl mein Begehren – die entsprechenden Ständer. Mit meinem Plan für die historische Route und meinem Fotoapparat bewaffnet, meistere ich die ersten Treppen, die den Eingang des Friedhofs markieren. Den ganzen Artikel lesen… »


1 Juli

Friedhof Ohlsdorf – Eine beruhigende Lebendigkeit

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Engelskind ruht in Frieden - OhlsdorfEin Friedhof, auf dem Autos und Fahrräder herumfahren? Eine Unmöglichkeit, dachte ich bisher. Leserin Kerstin, die einige schon von ihren Bildern vom Frankfurter Hauptfriedhof kennen, empfindet jedoch genau diese Lebendigkeit auf dem Ohlsdorfer Friedhof als beruhigendes Element. Und schon verliert man sich in Gedanken über Pietät und das Verhältnis zum Tod, ob man will oder nicht. Ein Fernsehbeitrag vom NDR, auf den sie mich auch aufmerksam machte,Ihre Bilder – eine Mischung aus neuem und altem Material – hat sie diesmal mit ihren ganz eigenen Eindrücken versehen, die ein Stück ihre Faszination für diesen Friedhof erklären.

Der Hamburger Friedhof Ohlsdorf ist der größte Parkfriedhof der Welt. Auf einer Fläche von rund 391 Hektar wurden seit dem 1. Juli 1877 – heute feiert er seinen 138. Jahrestag – über 1,4 Millionen Beerdigungen durchgeführt unter anderem die von Gustaf Gründgens, Hans Albers, Inge Meysel und Heinz Erhardt. Doch bevor ich mich über einen Friedhof auslasse, den ich leider noch nicht besucht habe, lasse ich Kerstin zu Wort kommen. Den ganzen Artikel lesen… »


5 April

1999: Eine Bildertour über den Hauptfriedhof Frankfurt

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SehnsuchtLeserin Kerstin – alias Hexenstern von Horn – hat eine besondere Leidenschaft für Friedhöfe, schon seit Jahren ist sie unterwegs, um Eindrücke mit ihrer Kamera festzuhalten. Als die Wahl-Hamburgerin vor rund 15 Jahren in Frankfurt lebte, erforschte sie den Hauptfriedhof, einer der eindrucksvollsten und größten Friedhöfe Deutschlands. Beim stöbern in diesen alten Aufnahmen entschloss sie sich, sie Spontis – und damit einer breiten Menge ästhetisch gleichgesinnter Menschen – zur Verfügung zu stellen. Eine schöne Entscheidung, denn mich haben die Bilder gleich gepackt, sei es wegen der Wahl der Motive oder wegen dieser angenehmen Patina, die auf den alten und rauschigen Bilder ruht und diese Art der Wärme versprühen, die man auch beim knistern alter Schallplatten spüren kann. Den ganzen Artikel lesen… »


18 Dezember

Besuch auf Deutschlands schönstem Friedhof Lauheide

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Verwitterte GrabsteineAnimiert durch den Bericht von „Gruftfrosch“, der seine Eindrücke vom Eliasfriedhof in Dresden schildert, verspürte auch „Irmin“ die unstillbare Lust über seinen Besuch auf Deutschlands schönstem Friedhof zu schreiben. Ich habe mich wieder einmal sehr darüber gefreut, dass sich Leser hinsetzen um ihren Eindrücke und Gedanken aufzuschreiben um sie hier zu veröffentlichen. Eine wunderschöne Entschleunigung zur Schnelllebigkeit geschriebener Nachrichten in den sozialen Netzwerken. Lange Rede, kurzer Sinn – Hier der Artikel von „Irmin“ über seinen Besuch auf dem Waldfriedhof Lauheide:

Was es nicht alles für Auszeichnungen gibt: Der Waldfriedhof Lauheide wurde zum „Schönsten Friedhof Deutschlands 2014“ gewählt. Und das nicht von irgendwem, nein, sondern vom „Online-Portal bestattungen.de“. Von wem nicht so alles Auszeichnungen vergeben werden. Ich muss zugeben, dass ich vom Friedhof zwar schon gehört, ihm aber nie eine besondere Beachtung geschenkt hatte. Wie jedem Friedhof in Münster, und das, obwohl ich hier schon einige Jahre mein Dasein verbringe.

Wie dem auch sei, ein „Award des Online-Portals bestattungen.de“ (welch’ höhere Weihen könnte es geben?) ist doch zumindest ein Grund, diesen Friedhof einmal zu besuchen. Der Name „Lauheide“ leitet sich aus der ursprünglichen Heidelandschaft her, die dieser Wald einmal war, sowie der Tatsache, dass hier Gerberlohe gesammelt wurde (im Münsteraner Platt „Lau“ genannt). Im 19. Jahrhundert kam dann erstmals die Idee auf, einen naturnahen Waldfriedhof hier, im äußersten Nordosten Münsters, anzulegen. Tatsächlich geschah dies aber erst Mitte des 20. Jahrhunderts. Dennoch ist der Friedhof nicht nur jung: Im Norden befinden sich einige Hügelgräber, die schon Jahrtausende überstanden haben. Den ganzen Artikel lesen… »


29 November

Gräber im Dornröschenschlaf – Eliasfriedhof Dresden

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EliasfriedhofStefan, den einige Leser unter dem Namen „Gruftfrosch“ schon in den Kommentaren lesen konnten, hat eine Leidenschaft für Dresden und seine Friedhöfe. Vor einer Weile war er auf dem Eliasfriedhof unterwegs um Eindrücke zu sammeln und einen kleinen Text über seinen Rundgang zu verfassen. Schön, dass er seine Eindrücke mit Spontis teilt um den Leser den beschaulichen Friedhof in Dresden näherzubringen:

Etwas unscheinbar liegt er da, flankiert von Güntz- und Ziegelstraße unweit des Sachsenplatzes – am Übergang der Johannstadt zur Pirnaischen Vorstadt – einer der schönsten und ältesten erhaltenen Friedhöfe Dresdens: Der Eliasfriedhof. Rauschen draußen noch die Autos hektisch an einem vorbei, wird es schlagartig still, wenn man durch das Tor in der Ziegelstraße tritt. Ganz so, als ob der dichte Baumbestand den Lärm unsrer Zivilisation abschirmen würde. Dann tritt man in eine andere Welt. Alte sandsteinerne Grabmale, von der Patina geschwärzt, teils schief, halb oder ganz kaputt durch jahrzehntelange Vernachlässigung oder Kriegseinwirkung vom 13.Februar 1945, pittoresk von Efeu und Farnen überwuchert, mal mehr mal weniger schmuckvoll, aber ganz einfach wunderbar in der Gesamtheit. Den ganzen Artikel lesen… »


6 November

Liber Occulti: Die Katakomben von Paris

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Katakomben in Paris

Liber Occulti IV/MMXIV: Kennst du das Gefühl, in einem engen Raum festzustecken? Wenn die äußere Beklemmung dem Körper signalisiert: Hier kommst du nicht mehr raus! Adrenalin schießt durch den Körper, die Herzfrequenz steigt, die Pupillen erweitern sich zu schwarzen Löchern. Die Panik übernimmt die Regie, jegliche Rationalität wird ausgeschaltet.  Hektisch flackert die Stirnlampe des jungen Mannes als er spürt, wie der schmale Durchgang, in dem es kaum ein Vorwärtskommen gibt, über ihm zusammenbricht. Panisch schreit er: „Kriecht weiter! Kriecht weiter!“

Diese Szene aus dem Film „Katakomben„, der jüngst in den deutschen Kinos angelaufen ist, spielt nicht in einer fiktiven Unterwelt oder einer verzweigten Höhlenwelt, sondern unter dem heutigen Paris. Noch unter den Tunneln der pulsierenden Metro ist die Stadt durch ein uraltes und unzugängliches Geflecht von Stollen durchzogen, das sich in einer Tiefe von bis zu 35m auf geschätzten 300km unter dem Trottoir der Französischen Metropole ausdehnt. In einem kleinen Teil der Katakomben, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist, liegen die Knochen und Schädel von über 6.000.000 Menschen – fein säuberlich geschichtet, gestapelt und kunstvoll drapiert.

Nachdem man die Stufen hinabgestiegen ist und der Lärm der Großstadt verhallt, ist warnt eine Inschrift am Eingang des einzigartigen Friedhofs: „Bleib stehen! Hier ist das Reich des Todes.“ Das Kunstlicht taucht die schmalen und mannshohen Gänge in ein schummriges Ambiente. Die längeren Knochen sind fein säuberlich aufgeschichtet, einer auf dem anderen bilden sie eine Wand, die bis zur Decke reicht. Alle halbe Meter findet sich eine Reihe Totenschädel, die wie ein Band die Gebeine durchziehen. Gelegentlich kann man einen Blick hinter die Mauer aus Schädeln erhaschen. Dahinter findet sich der Rest der Millionen Toten aufgeschüttet, kleinere Knochen, zerbrochene Schädel. Doch die offiziellen Catacombes markieren nur einen winzigen Teil des Tunnelsystems. Die restlichen Eingänge, die über das ganze Stadtgebiet verteilt sind, wurden größtenteils zugeschüttet oder zugeschweißt um den Zugang in das Labyrinth zu verhindern. Den ganzen Artikel lesen… »


10 Oktober

Liber Occulti: Die Selbstmordbrücke der Hunde

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Overtoun Bridge in Schottland (c) Creepypasta

Overtoun Bridge in Schottland
(c) Creepypasta

Liber Occulti III/MMXIV: In Schottland steht eine Brücke, von der schon 50 Hunde in den Tod sprangen. Wählten die Hunde den Freitod? Spürten die Tiere das Jenseits?

Den sonnigen Tag im August 2005, an dem Familie Cooper mit ihrem Hund Ben durch die schottische Landschaft spaziert, werden alle nicht so schnell vergessen. Als sie die Overtoun Bridge unweit der Ortschaft Dumbarton passieren, reißt sich der Hund unvermittelt los und springt, ohne zu stoppen, über die Brüstung der Brücke 15m in die Tiefe. Ein tragischer Einzelfall? Wie örtliche Zeitungen belegen, sind in den letzten 50 Jahren weit über 50 Hunde auf dieser Brücke an immer der gleichen Stelle über die Brüstung gesprungen, viele von ihnen fanden den Tod. In einzelnen Fällen sollen sogar einige Hunde, die ihre Verletzungen überlebten, ein zweites mal gesprungen sein. Auffällig ist, das es meist Hunde mit langen Schnauzen – wie zum Beispiel Labradore, Collies oder Retriever – von der Brücke springen und das auch nur an sonnigen Tagen. Experte schließen aus, dass es sich um klassischen Selbstmord handelt, sie sind der Ansicht, dass ein Hund nicht die „Hoffnung auf einer bessere Zukunft“ verlieren könne, weil diese überhaupt keinen Sinn für Heute und Morgen haben und deswegen auch nicht auf die Idee des Selbstmords kämen. Auch Menschen können sich offenbar nicht den Legenden der Brücke entziehen, so warf der geistig verwirrte und unter Drogeneinfluss stehende Kevin Moy 1994 sein neu geborenes Baby in den Tod, weil er in ihm den wiedergeborenen Antichristen sah. Als er seinem Sohn hinterherspringen wollte, wurde er von seiner Ehefrau zurückgehalten. Während Moy und die Angehörigen mit dem schwer verletzten Säugling im nahe liegenden Overtoun House auf das Eintreffen der Ambulanz wartete, versuchte er sich die Pulsadern aufzuschneiden. Er scheiterte erneut, sein Sohn starb am nächsten Tag. Ein verfluchter Ort? Den ganzen Artikel lesen… »


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