2 Juni

One Night in DeVille’s – Manchester 1983

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: 1 Kommentar

Manchester ist sicherlich nicht die Stadt, an die Viele denken werden, wenn es um die 1980er in England und die musikalischen Wurzeln und Anfänge der „schwarzen Szene“ geht. Viel mehr ist es London und der Club „The Batcave“ die immer wieder in Verbindung mit dieser Zeit genannt werden und welche als musikalische Wiege gelten. Manchester hingegen haftete lange der Ruf als nicht ganz so schöne Arbeiterstadt an, welcher sich aus dessen Rolle während der industriellen Revolution in England speist. Grau und trist und in den 1980er Jahren auch verbunden mit sozialem Abstieg und Arbeitslosigkeit. Doch die Annahme trügt:

Über die Clubszene im Manchester der 80er Jahre gibt es zahlreiche Artikel und Erfahrungsberichte. Viele, die damals jung waren, schwärmen von einem pulsierendem Nachtleben und erinnern sich an die „gute alte Zeit“.  So schreibt Dusbury Dave im Bluemoons Forum: Den ganzen Artikel lesen… »


4 November

Grufti-Fete 1993: Die unheimliche Kerstin feiert ihren 30. Geburtstag – Und alle kamen

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: 8 Kommentare

geburtstagsfeierWie war das eigentlich mit dem Kennenlernen, als noch keine sozialen Netzwerke gegeben hat? In meiner Jugend und bis in die späten 90er waren das unter anderen die sogenannten „Feten“, falls das Wort noch jemand kennt, die zu allen möglichen Gelegenheiten im elterlichen Party-Keller in angemieteten Jugend-Clubs oder den Sälen irgendwelcher Gaststätten stattfanden. Geburtstagsfeten waren großartigen Gelegenheiten, neue Leute kennen zulernen. Einen Teil der Leute kannte man meistens, während der andere Teil aus Unbekannteren bestand, die aus anderen Orten, Schulen oder sonstigen Cliquen kamen. Da war man einfach viel lockerer, weil man ja meistens ein paar Leute kannte, die wiederum ein paar andere Leute kannten mit denen man dann ins Gespräch gekommen ist, von denen man dann nicht selten ebenfalls eingeladen wurde. Gespräche waren sowieso wichtiger als Musik, die erst im Laufe der Nacht an Bedeutung gewann. Wie das damals so war, auf einer dieser Feten, erzählt uns Malte in seinem neuesten Artikel aus seiner „Dunklen Vergangenheit„.

Wir sind im Jahr 1993. Jeder von uns kannte Kerstin. Obwohl sie im eigentlichen Sinne keine Prominente ist, war sie in unserer Szene überall anzutreffen. Egal, wohin man fuhr, egal, wo etwas los war: Kerstin war schon da. Fast schon ein bisschen unheimlich, aber an Kerstin kam niemand vorbei. Im September (?) 1993 sollte Kerstin 30 Jahre alt werden und hatte zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen. Jeder wusste davon. Es konnte kommen, wer wollte und es war schon irgendwie eine große Ehre, von ihr persönlich eingeladen worden zu sein… Den ganzen Artikel lesen… »


19 August

Grufti-Roadtrip 1991: Ein denkwürdiges Wochenende

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: 13 Kommentare

Grufti-Roadtrip to Berlin - TeaserEs ist noch gar nicht so lange her, da stand ich mit einigen Freunden auf einer Party in Köln und diskutierte ernsthaft darüber, ob es sich noch lohnen würde zu einer Party nach Mülheim zu fahren, denn hier in Köln gefiel es uns nicht so richtig. Nachdem wir tausende von Befindlichkeiten Beiseite geräumt hatten, wagten wir das Abenteuer und kamen uns zu allem Überfluss auch noch 20 Jahre jünger und vor allem ziemlich cool vor. Doch was Malte an einem Wochenende 1991 in seinem silbernen Käfer 1303 erlebte, lässt unseren Stolz im Keim ersticken – ein schwarzer Roadtrip durch Deutschland.

Wir schreiben das Jahr 1991. So richtig sicher bin ich mir nicht, aber wenn ich die Gegenstände auf den verschiedenen Fotos in einen zeitlichen Rahmen stelle, bleibt nur dieser Schluss. Zu der Zeit war ich mit Hannes und Alf, den Weggefährten aus meiner Heimatstadt, praktisch jedes Wochenende unterwegs in Diskotheken, auf Konzerten oder Partys. Mindestens einmal im Monat fuhren wir gemeinsam ins Zwischenfall nach Bochum, trotz der Fahrtdauer von rund zwei Stunden pro Strecke. Auch die Unikum-Partys in Osnabrück waren fester Bestandteil unserer Wochenendplanung. Den ganzen Artikel lesen… »


11 Dezember

Gothic Berlin. Teil 3: Eine schwarze Hauptstadt? Caros Berlin heute

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: 43 Kommentare

Gothic Berlin - TeaserGothic Berlin erzählt die Geschichte von Caro (41), einem Grufti aus Leidenschaft, mit einer bilderreichen Reise durch die 90er. Im ersten Teil haben wir erfahren, warum Caro Berlin verlassen musste und wie sie auf der Ferieninsel Sylt zum Grufti heranwuchs. Im zweiten Teil, der 1992 beginnt, ist es endlich soweit. Caro zieht zurück nach Berlin und taucht in das pulsierende Szene-Leben der frisch gebackenen Hauptstadt. Doch Zeiten ändern sich und bereits Mitte der 90er Jahre kündigen sich Veränderungen an. Auch das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig, das Caro von 1993 an besucht, verändert sich. Einige Bilder von den ersten Treffen zeigen den stetigen Wandel. Wie ist aber Berlin heute? Und wer ist überhaupt diese Caro? Der dritte und letzte Teil soll diese Fragen beantworten, soll zeigen, wie sich die Berliner Szene entwickelt hat und wie viel Rebellion in der Frau steckt, die mittlerweile seit 25 Jahren in Schwarz herumläuft. Urteilt selbst, ob Berlin auch eine schwarze Hauptstadt ist.

Caro ist ein Grufti voller Erlebnisse, Geschichten und mit Fotoalben voller Erinnerungen, die sie mit Spontis und seinen Lesern teilen möchte. Ich gespannt, ob sich einige Leser in „Gothic Berlin“, den Einblicken in ihr Leben, der Berliner Szene der 90er oder den ersten Besuchen auf den ersten Wave-Gotik-Treffen wiederfinden, und ob Ihr Caros Blick auf die immer neuen Veränderungen der Szene teilen könnt. Den ganzen Artikel lesen… »


26 November

Gothic Berlin. Teil 2: Zurück in die Hauptstadt!

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: 14 Kommentare

Gothic Berlin - TeaserGothic Berlin erzählt die Geschichte von Caro (41), einem Grufti aus Leidenschaft, mit einer bilderreichen Reise durch die 90er. Im ersten Teil haben wir erfahren, warum Caro Berlin verlassen musste und wie sie auf der Ferieninsel Sylt zum Grufti heranwuchs. Die Sehnsucht, nach Berlin zurückzukehren, war damals riesengroß. 1992 ist es endlich soweit, sie zieht zu ihrem Vater in die frisch gebackene Hauptstadt des wiedervereinigten Deutschland. Kann sich Caro hier entfalten? Brieffreundinnen erleichtern ihr den Einstieg und sie beginnt damit, einen ganz eigenen Stil zu finden. Sie stürzt sich in das Berliner Nachtleben, erlebt am eigenen Leib, wie sich Mitte der 90er Jahre alles verändert. Die unzähligen Bilder in diesem zweiten Teil Caros dreiteiliger Lebensgeschichte sind wie eine Zeitreise in die Berliner Gothic-Szene der 90er. Sie zeigen nicht nur Caros äußerlichen Veränderungen, sondern auch seltene Einblicke in das Kreuzberger Grufti-Treffen der frühen 90er und die ersten Wave-Gotik-Treffen in Leipzig.

Caro ist ein Grufti voller Erlebnisse, Geschichten und mit Fotoalben voller Erinnerungen, die sie mit Spontis und seinen Lesern teilen möchte. Ich gespannt, ob sich einige Leser in „Gothic Berlin“, den Einblicken in ihr Leben, der Berliner Szene der 90er oder den ersten Besuchen auf den ersten Wave-Gotik-Treffen wiederfinden, und ob Ihr Caros Blick auf die immer neuen Veränderungen der Szene teilen könnt.
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23 November

Gothic Berlin. Teil 1: Sylt ist doch nur eine Ferieninsel

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: 16 Kommentare

Gothic Berlin - TeaserGothic Berlin erzählt die Geschichte von Caro (41), einem Grufti aus Leidenschaft, mit einer bilderreichen Reise durch die 90er. Der erste Teil ihrer 3-teiligen Lebensgeschichte beginnt – wie könnte es anders sein – mit ihrer Kindheit. 1974 wird sie in die damals noch geteilte Stadt Berlin geboren, wächst mit den Büchern und der Serie vom kleinen Vampir auf, ist schüchterne Einzelgängerin und wird in der Schule gemobbt. Als sich ihre Eltern 1987 trennen, zieht sie mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester auf die Insel Sylt. Kann sie hier ein neues Leben ohne Mobbing beginnen? Zunächst ändert sich nur ihr Musikgeschmack, Bands wie Depeche Mode oder The Cure wecken ihr Interesse, dem wavigen Schlabberlook ihrer einzigen Freundin kann sie zunächst wenig abgewinnen. Sie überspielt Caro ihre The Cure Sammlung und die Alben „Disintegration“ und „Faith“ infizieren sie mit dem Virus der Band, obwohl sie an Robert Smith, dem Leadsänger, eigentlich nur die Frisur toll findet. Ist das der berühmte Einstieg in die Szene? 

Caro ist ein Grufti voller Erlebnisse, Geschichten und mit Fotoalben voller Erinnerungen, die sie mit Spontis und seinen Lesern teilen möchte. Ich gespannt, ob sich einige Leser in „Gothic Berlin“, den Einblicken in ihr Leben, der Berliner Szene der 90er oder den ersten Besuchen auf den ersten Wave-Gotik-Treffen wiederfinden, und ob Ihr Caros Blick auf die immer neuen Veränderungen der Szene teilen könnt.

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5 September

1990: Robert Smith, der depressivste Mann der DDR

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: Keine Kommentare

Robert Smith FansAm 21. April 1990 wurde Robert Smith, Leadsänger der englischen Band „The Cure“, stolze 31 Jahre alt. Etwa zur gleichen Zeit sind Dokumentarfilmer auf der Suche nach der Stimmung des Umbruchs im wiedervereinigten Deutschland. Die Grenzen der DDR sind offen, die trennende Mauer ist im November 1989 gefallen. Es ist eine Zeit der Freude, der Unsicherheit, der Verwirrung und der Orientierungslosigkeit – denn wirklich daran geglaubt hatte niemand. Doch über Nacht ändert sich die Geschichte. Die DDR zerbricht, die sogenannte „Allianz für Deutschland“ treibt die Wiedervereinigung voran, Neuwahlen stehen bevor, die alte Währung abgeschafft. Irgendwo in diesem Chaos trifft die besagte Filmcrew unter einer Brücke auf eine Gruppe Jugendlicher, die zu den Klängen ihrer Musik und im Nebel des Alkohols den Geburtstag ihres Idols feiern: „Was feiert ihr hier eigentlich? – Robert Smiths Geburtstag!“  Den ganzen Artikel lesen… »


13 August

Türme, Teller, Iros. Die Grufti-Haarkunst zwischen 1985-1993

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: 28 Kommentare

Simone und Ralf vom RabenhorstWir verlassen heute mal die Spontis-übliche Tiefgründigkeit für eine kurze bebilderte Exkursion in die Grufti-Haarkunst Mitte der 80-er/Anfang der 90-er Jahre. Eine Zeit, in der es noch kein Internet gab, sondern man in der BRAVO mit den ersten Berichten über New Waver und Gruftis konfrontiert wurde. Eine Zeit, in der man sich noch stilecht mit Tinte und Feder geschriebene Briefe inklusive ersten Grufti-Tausch-Fotos oder Musik-Kassetten durch ganz Deutschland schickte und man somit – eher unbewusst – den Anfang einer vorher nie dagewesenen Subkultur mitgestaltete.

Für viele Szeneleute heutzutage mögen Äußerlichkeiten oberflächlich sein, beim Gruftidasein zählt – unabhängig vom Aussehen – nur die innere Einstellung. Ihr kennt das Thema aus unzähligen Endlos-Diskussionen zur Genüge und das soll jetzt auch nicht Bestandteil dieses kleinen Artikels sein.

Dennoch wurde gerade Mitte der 80-er/Anfang der 90-er – zwischen besinnlichem Friedhofsbesuch und Partyleben – besonders viel Wert auf Äußerlichkeiten gelegt. Das gehörte nun einmal mit dazu und wie sonst sollte man sich optisch von der Masse, also der normalen Gesellschaft, abgrenzen? Den ganzen Artikel lesen… »


15 Mai

2000: Schwarze trugen Trauer – WGT-Rückblick #3

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: 10 Kommentare

Schwarze trugen TrauerLeipzig, den 11. Juni 2000 – 13:20: Mit Wirkung des heutigen Tages hat der Veranstalter des 9. Wave-Gotik-Treffens […] seine Zahlungsunfähigkeit erklärt.“ Das als Chaos-WGT bekanntgewordene 9. Treffen hätte wohl eine Reihe von Überschriften verdient, je nach Auslegung der Ereignisse, die negativ als auch positiv gewesen sind. Um die Umstände, die zur Pleite und zum Abbruch der Veranstaltung führten, ranken sich auch heute, 15 Jahre später, noch zahlreiche Geschichten, Gerüchte und widersprüchliche Aussagen.

Rund 10.000 Gothics warten am Samstag vor dem Völkerschlachtdenkmal auf den Konzertbeginn von Phillip Boa und And One. Doch die Bühne bleibt leer. Ein Sprecher betritt die Bühne und verkündet, dass die Auftritte nicht stattfinden werden, da die Gagen der Bands nicht bezahlt werden konnte.  Spätestens jetzt wird allen klar, dass etwas nicht stimmt. Bereits den ganzen Samstag kocht es unter der Oberfläche des Treffens. Künstler und Bands, die ihre Gage fordern, werden vertröstet, Geschäftsführerin Christiane Kuz und „künstlerischer Leiter“ Michael Brunner scheinen vom Erdboden verschluckt. Im Laufe des Sonntag Morgens verschwindet zunächst das Sicherheitspersonal, später beginnt man auch damit, Bühnen und Equipment abzubauen. Man überlässt 20.000 Gruftis ihrem Schicksal. Keine Organisation, keine Einlasskontrollen, keine Konzerte – düstere Aussichten für die schwarze Gemeinde. Den ganzen Artikel lesen… »


13 Mai

1997: Die Schwarzen erobern Leipzig! – WGT Rückblende #2

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: 2 Kommentare

Wave-Gotik-Treffen 1997 Die Tage, an denen Leipzig in eine schwarze Grufti-Hochburg verwandelt wird, stehen unmittelbar bevor. Das Eintrittskartendesign ist hübsch, aber nicht mehr so bedeutungsschwanger wie in den letzten Jahren. Auch die kryptischen Botschaften zu den seit Wochen eingehenden E-Mails mit den teilnehmenden Bands ist ausgeblieben. Eine schöne, wenn auch ungewohnte Erholung für den moralischen Zeigefinger. In den Foren und Communitys streitet man sich über angemessene Stylings, unpassende Bands und meckert über neue Veranstaltungsorte. Selbst die Internetpräsenz des Wave-Gotik-Treffens hat einen neuen und zeitgemäße Anstrich erhalten.

Zeit für ein paar zeitgeschichtliche Fetzen, die vielleicht das Warten auf die dunklen Tage ein wenig düsterer machen. 1997 erwartete man rund 5000 (es sollten übrigens 6.000 Besucher werden) Gruftis zum 6. Wave-Gotik-Treffen. Die Dresdner Morgenpost titelte: „Die Schwarzen erobern Leipzig“, was sich in den folgenden Jahren auch nicht mehr ändern sollte, bis auf stetig steigende Besuchserzahlen. Was sich allerdings geändert hatte, war der Name des Festivals, dass seit 1996 dem neuen Namen „Wave-Gotik-Treffen“ in Erscheinung tritt. „Der Michel“ erklärte dazu im Mai 1997: „Der Wechsel des Treffen-Namens von „Wave-Gothic“ (womit die Musik assoziiert wird) hin zu „Wave-Gotik“ als (Bezugnahme zu Ambiente und Lebenskultur der Szene) macht den inhaltlichen und nicht nur musikalischen Schwerpunkt deutlich.“ Damals hielt Michael Brunner noch die Fäden des Treffens in seiner Hand und residierte mit seinem Unternehmen „Sol et Luna“ im Werk II. Wieviele Dinge sich doch geändert haben. Den ganzen Artikel lesen… »