„Ich werde zu alt für diesen Scheiß!“ Ein Goth zieht Bilanz

Vielleicht erinnert ihr euch. Ein ganzes Jahr habe ich euch als „Graveyardqueen“ mit vor die Konzertbühnen genommen. Ich versuchte, euch einen Einblick zu geben, was ich sah, fühlte und wahrnahm. Den Beat unter meinen Füßen. Die bunten Lichter, die sanft mein Gesicht küssten. Das Abtauchen in die Musik und das kurze Loslassen aller Gedanken. Aber nie nahm ich euch in das „Danach“ mit. Nie in meine Gedanken „Davor“. Je älter ich werde, desto mehr rückt aber genau das in den Vordergrund. Und vermutlich geht es nicht nur mir so. Ist es also Zeit für die Grufti-Rente?

Für mich war älter werden nie ein großes Thema. Und ich habe mich nie so alt gefühlt wie die Zahl im Ausweis. Bis zum 28. März dieses Jahres. Ein Tag, der nicht nur Erkenntnisse brachte, sondern auch ganze Gedankenschwalle in Gang setzte. Aber was war passiert?!? Ich erzähle es euch!

Ein Konzert rüttelt am Mindset

Es war lange Zeit unsicher, ob das Lebanon-Hanover-Konzert in Leipzig mit mir im Publikum stattfindet. Umso glücklicher war ich, als sich für mich alles zum Positiven wendete. Spielstätte war der Felsenkeller. Ein halbes Jahr vorher genoss ich dort noch das Hell Nights 2025. Die Betonung liegt hier auf „NOCH“!!!

Ich schaffte es an diesem Abend bis in die dritte Reihe vor. Das Publikum um mich herum war bunt gemischt. Von 20 Jahren bis Ü40 war alles vertreten. Bis hierher war noch alles gut. Die anderthalb Stunden Warten sollten allerdings die Wendung bringen.

Und zum ersten Mal in über 25 Jahren Szenezugehörigkeit dachte ich mir „Ich werde zu alt für diesen Scheiß!“

Eigentlich fing es schon damit an, dass ich mich aufraffen musste, überhaupt das Hotelzimmer zu verlassen. Ihr glaubt gar nicht, wie toll es sein kann, einfach im Bett zu gammeln. In der Woche hat man keine Zeit dafür, weil die Arbeit den Tag bestimmt. Und am Wochenende wartet meist Haushalt und dergleichen. Also genießt man, wenn man 100 Kilometer in der Ferne ist. Weit weg von Verpflichtungen.

Der Drang, die Zeit sinnvoll zu nutzen, ist aber immer größer. Und die Tatsache, dass man das Ticket in der Tasche hat, ein guter Antrieb. Also stand ich nun wartend vor der Bühne. Immer wieder auf die Uhr schauend. Langsam genervt und mit Rückenschmerzen vom Rumstehen. Auch die Müdigkeit fing an, sich breit zu machen.

Der Blick auf eine Bühne

Gedanklicher Umbruch

Je voller es wurde, desto mehr fühlte ich mich wie in einer Ölsardinendose. Und auch die Geräuschkulisse nahm auf eine störende Weise zu. Ich sehnte mich nach meinem kleinen Ostpol in Dresden herbei. Fing an, kleinere Locations, wie die Moritzbastei, zu schätzen. Und da fühlte ich es plötzlich! „Ich werde zu alt für diesen Scheiß!“

Ich gönne Bands ihren Erfolg! Dieser Abend zeigte mir aber auch ganz klar: Je erfolgreicher Bands werden, desto größer werden die Locations und desto mehr geht der Flair verloren. Und genau das, spricht mein kleines schwarzes Herz nicht an. Umso mehr bestärkte es mich darin, mein Augenmerk intensiver auf kleine Projekte und Veranstaltungen zu richten. Auch in Hinblick auf mein Wirken bei Spontis. Die „Großen“ haben schon genug Aufmerksamkeit!

Da passe ich nicht dazu!

In dieser langen anderthalben Stunde wurde ich allerdings auch unfreiwillig Zuhörer. Ich finde es interessant, wenn Menschen sich vor der Bühne über Musik und Szene austauschen. Und gerne bin ich auch Teil davon. In diesem Fall unterhielten sich allerdings zwei Mädels um die zwanzig mit einer Frau meines Alters.

Nun was soll ich sagen: In dieser Zeit erfuhr ich gefühlt das komplette Leben der beiden jungen Damen. Von beruflicher Situation, über Krankheiten bis zu alten Teenie-Idolen. Für mich Nonsens über Nonsens. Einzig kurzer interessanter Moment war, als es um deren geplantes Sister Of Mercy Konzert ging. Die beiden freuten sich schon darauf. Anscheinend war der schlechte Ruf der Sisters noch nicht bei ihnen angekommen.

Ich überlegte kurz, ob ich mich reinhängen sollte. Dann hätte ich ihnen vermutlich aber alles vermiest. Also handelte ich entgegen meiner eigentlichen Art und schwieg. Aber auch an dieser Stelle realisierte ich: „Ich werde zu alt für diesen Scheiß!“. Versteht mich nicht falsch, es ist toll, dass die Szene Nachwuchs hat. Den benötigt sie auch. Allerdings stelle ich immer wieder fest, dass ich in einer völlig anderen Bubble lebe, als sie. Und der Gedanke nach Rückzug ist da nicht weit.

Zeit in Grufti-Rente zu gehen!?

Mancher Tage wäre es vermutlich auch angebracht, in Grufti-Rente zu gehen. So sehr ich es liebe, den Konzerten beizuwohnen, so sehr ziehen sie auch Energie. Meist schlafe ich in Konzertnächten schlechter als so schon. Früh quäle ich mich dann bei Zeiten aus dem Bett, damit ich nicht zu spät loskomme. Mein Kopf ist da bereits beim Haushalt, der liegen geblieben ist. Und auch der Arbeitsalltag steht gedanklich schon wieder vor der Tür. So auch an dem Sonntag danach.

Nach fast zwei Stunden Fahrt kam ich zerknirscht in meiner Wohnung an. Wie tot fiel ich erst mal auf mein Sofa und blieb dort für Stunden regungslos liegen. Irgendwann dachte ich mir: „Bisschen was muss noch werden.“ Also erledigte ich das Nötigste. Ehe ich mich versah, war es Abend. Das Wochenende war gelaufen und ich völlig hinüber. Mein einziges Ziel war das Bett.

Und da war sie prompt wieder! Die Erkenntnis: „Ich bin einfach zu alt für diesen Scheiß!“ Statt Erholung hatte ich ein weiteres Mal das Gegenteil erreicht. Das komplette Wochenende auf Achse gewesen und null Energie getankt. Dennoch stand ich 14 Tage später wieder vor einer Konzertbühne. Dieses Mal in kleinerer Location. Am Tag darauf aber genauso platt!

Aber Hand aufs Herz – geht es nur mir so? Bin ich wirklich zu alt für „diesen Scheiß“? Für lange Konzertabende und die Entwicklung der Szene? Oder ist es an mancher Stelle gar ein Umorientieren? Eine neue Verteilung von Prioritäten? Ein „Back to the Roots“? Sich von Dingen distanzieren, die nicht dem eigenen Schwarz entsprechen? Der Lauf der Dinge? Ich denke, es trifft von allem ein bisschen zu.

Kommentare

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Tanzfledermaus
Tanzfledermaus(@caroele74)
Vor 24 Tagen

Hmm… Ich würde da nicht gleich so schwarz sehen. Klingt für mich eher nach ner depressiven Phase bzw. allgemeinen Überlastung statt Alters Frage. Wenn dir die Arbeit bzw. Alltag so wenig Raum zur Erholung lassen, wäre es evtl. sinnvoll, hier zu schauen, was sich ändern ließe (bei Depressionen und Burn-out z.B. passiert es häufig, dass einem selbst das, was wichtig war und Freude gemacht hat, plötzlich zu viel bis bedeutungslos wird) . Ehe du jetzt eine für dich wichtige Ressource aufgibst, die dir eigentlich viel bedeutet (die Frage ist auch, gibt es in deinem Leben und an eigenen Interessen genug, was diese Lücke füllen könnte) und lange auch positiver Ausgleich war.
Vielleicht ist eine Pause gut, in der du schauen kannst, wie es dir damit geht und eine Bestand Aufnahme machen kannst, was dir gut tut, was dir Kraft raubt und wo sich etwas ändern ließe (vielleicht eine zeitlang weniger Stunden arbeiten, hab ich mit meinem Arbeitgeber auch mal vereinbart, dann kannst du wieder mehr auftanken und wenn du in der Zeit eh nicht weggehen magst, trifft die befristete Gehalts Einbuße auch nicht so stark).

Edit: ich denke, viele langjährige Szenegänger kennen solche Phasen und Gedanken. Ich hatte die auch schon, immer wieder mal. Letztlich ist wichtig, welchen Stellenwert du dem, was die Szene für dich ausmacht, noch gibst. Und ob es mehr äußere Einflüsse sind oder innere, die diese Fragen hervorrufen. Was man anders machen würde, wenn man die Szene hinter sich lassen würde und ob es eine schmerzhafte Lücke gäbe oder nicht…

Letzte Bearbeitung Vor 24 Tagen von Tanzfledermaus
Tanzfledermaus
Tanzfledermaus(@caroele74)
Antwort an  graveyardqueen
Vor 24 Tagen

Vielleicht gäbe es ja die Möglichkeit, auf der Arbeit eine vier Tage Woche auszuhandeln? Inzwischen wird sowas ja immer mehr akzeptiert.
Oder täglich eine Stunde länger bleiben und dafür den letzten Tag in der Woche schon früher Feierabend machen können…

Letzte Bearbeitung Vor 23 Tagen von Tanzfledermaus
Durante
Durante(@durante)
Vor 24 Tagen

Hm, möglicherweise hat Tanzfledermaus recht und du beschreibst hier vielleicht(!) auch eher Symptom als Ursache… ich weiß es aber natürlich nicht, kann und will sowas auch gar nicht beurteilen. Aber ich glaube du solltest dir selbst und deiner früheren (aus deinen Texten damals gut herauslesbaren!) Leidenschaft für Konzertbesuche zu liebe zumindest über die Möglichkeit nachdenken dass da theoretisch auch „mehr dahinterstecken könnte“ (und wenn du zu dem Schluss kommst dass dem definitiv nicht so ist, hast du dadurch ja auch nichts verloren :) – Man sollte der eigenen Gesundheit wegen nur alles in Frage kommende mal in Betracht ziehen). Kann aber natürlich sein dass du das schon längst hast, dann bitte ich das vorhergehende einfach zu ignorieren. ;)

Was die Tatsache angeht dass man beim Belauschen einer Diskussion zwischen zwei 20-jährigen als Mensch Ende 30 – Anfang 40 evtl. nur wenig Gemeinsamkeiten erkennt (und irgendwann vielleicht das Bedürfnis verspürt mit den Augen zu rollen ^^ )… ist tatsächlich eine Sache des Alters (oder eher echten „Erwachsenseins“?), und hat mit der Szene an sich wenig zu tun denk ich. In selbiger bewegen sich halt am Ende auch nur Menschen (auch wenn unsereiner sich gerne einredet „wir“ wären „ganz anders“… sind wir am Ende halt (leider?) nicht).

Aber Hand aufs Herz – geht es nur mir so? Bin ich wirklich zu alt für „diesen Scheiß“? Für lange Konzertabende und die Entwicklung der Szene?

Hm… wenn du so direkt fragst: Jein. Das Gefühl sich nicht mehr recht aufraffen zu können oder zu wollen kenn ich schon sehr gut, nur aus anderen Gründen. Ich mache Konzert- und Club-mäßig aktuell nicht mehr viel weil ich irgendwie keine Lust habe absolut immer immer alles allein zu machen (manche stört das nicht aber ich empfinde es als demotivierend, ist halt für mich ein Unterschied ob man die jeweils mindestens 3 stündige Hin- und Rückfahrt (und beim von dir beschriebenen Warten usw. usw.) auch hin und wieder mal jemanden zum Quatschen hat oder nicht). Und da meine Freunde und Bekannten wahlweise entweder halt nicht aus der Szene sind ODER in gänzlich anderen Ecken Deutschlands wohnen unternehme ich wenn dann entsprechend halt primär Dinge die mit der Szene nix zu tun haben (oder nur am Rande). Das ist für mich als Mensch der wenig so sehr schätzt wie ein gutes Gespräch dann einfach verlockender als alleine stundenlang Zugzufahren und später unter Fremden auf (Aftershow-)Parties rumzuhängen bis es dann Zeit wird die Heimreise anzutreten (und sei die Musik auch noch so gut).
Dass es mir „zu anstrengend“ gewesen wäre die letzten male kann ich aber jetzt nicht sagen (und wenn ich z.B. mal weggehe bedeutet das – allein wegen der Zugfahrpläne – automatisch immer die Nacht durchzumachen), deshalb denke ich nicht dass das jetzt generell primär mit „dem Alter“ zu tun hat (sonderlich weit auseinander dürften wir diesbezüglich ja nicht sein soweit ich mich erinnere). Auch deshalb meinte ich vorhin es könnte verschiedenste Gründe geben für diese Erschöpfung die du beschreibst (evtl. auch eine Kombination aus mehreren Gründen). Das MUSS aber natürlich nicht zwingend so sein, Menschen sind ja verschieden (und ich z.B. bin generell auch ein „Nachtmensch“ und bleibe selbst wenn ich Zuhause bin an Wochenenden oft lange wach).

Was die Entwicklung der Szene angeht: Ich kann z.B. mit „aktuellen Trends“ sogar eher mehr anfangen als zu meiner Einstiegszeit damals Anfang der 2000er. Das war ja die Cyber-Knicklicht-Ära, und heute spricht mich vieles das gerade in der Szene populär ist musikalisch und ästhetisch deutlich mehr an als damals.

Aber unabhängig von den Gründen, Tanzfledermaus hat definitiv recht mit „Vielleicht ist eine Pause gut“ – Du wirst dann ja auch irgendwann merken ob dir vielleicht etwas fehlt… oder eben nicht. :)
Am Ende kann wie du sagst ein Um- oder Neuorientieren stehen, oder auch ein Wiederentdecken, so oder so – Es wird denke ich aufschlussreich sein und dir gut tun. Sogar von etwas Schönem kann man irgendwann die Nase voll haben wenn man es nur lange genug und intensiv genug betrieben und viel Energie rein gesteckt hat (das gibts ganz konkret übrigens z.B. auch bei diversen kreativen Hobbys, und meist kehren die Leute nach etwas Pause und Abstand wieder dazu zurück).

Edit: ich denke, viele langjährige Szenegänger kennen solche Phasen und Gedanken. Ich hatte die auch schon, immer wieder mal. Letztlich ist wichtig, welchen Stellenwert du dem, was die Szene für dich ausmacht, noch gibst. Und ob es mehr äußere Einflüsse sind oder innere, die diese Fragen hervorrufen. Was man anders machen würde, wenn man die Szene hinter sich lassen würde und ob es eine Lücke gäbe oder nicht…

Das möchte ich hier ausdrücklich unterschreiben. Zweifel sind normal. Hat jeder der „lange dabei“ ist wohl irgendwann (aus unterschiedlichen Gründen). Irgendwann hat ja auch (fast) jeder auch diesen spezifischen Erkenntnis-Moment „ah, Gruftis sind ja gar nicht pauschal ‚bessere nettere sensiblere Menschen‘, auch in der Szene gibts nun mal rücksichtslose Deppen…“ – Das ist so und gehört wohl einfach alles mit dazu.

Und zu guter Letzt: Wenn du zu dem Schluss kommst dass Konzerte usw. wirklich einfach nichts mehr für dich sind, dann ist das ja auch völlig ok, und vor allem: Es muss auch nicht zwangsläufig einen Verlust der eigenen Identität bedeuten (es sei denn das ist inzwischen genau das was man möchte) – Das „Grufti-sein“ kann man ja auch durchaus anders für sich definieren. Weniger Party, mehr entspannte Friedhofsspaziergänge und Musikgenuss bei Kerzenschein und/oder einem Glas Rotwein – Wenn wir so um die 70 sind wird es dann wsl. sowieso so kommen, naturbedingt. ;)

PS: „Persönlichere“ Konzerte in kleineren Locations SIND auch besser, DAS postuliere ich hier einfach mal als Fakt! ;D

Letzte Bearbeitung Vor 24 Tagen von Durante
Karl Klammer
Karl Klammer(@karlklammer)
Vor 24 Tagen

Kann ich nachvollziehen. Mal ganz technisch ausgedrückt: Der Sollzustand (Tanzen, Feiern) und der Istzustand (auf der Couch chillen) sind immer öfter weit auseinander. Dabei ist es bei uns oft so, dass wir zu den entfernteren Events eher noch fahren, da wir dazu Karten und ggf. Hotelbuchung vorher schon erledigt haben und als Sparfüchse meist auf Storno-Option verzichten (kann natürlich auch mal nach hinten losgehen). Dann rafft man sich auf und wenn man erst mal dort ist, wird es doch meist wieder ein wirklich schönes Erlebnis. Aber bei den Partys und Konzerten vor Ort, bei denen man spontan sein kann, ist es zuerst eine große Vorfreude und wenn der Termin zum Fertigmachen heranrückt, obsiegt die Faulheit immer öfter.

Der Unterschied zu der Beschreibung von Graveyardqueen liegt dann eher darin, dass sie auch dann hadert, wenn sie bereits vor Ort ist. Das ist mir bisher nicht passiert, oder zumindest noch nicht. Selbst wenn ich bis kurz vor Eintreffen an einer Location noch nicht in Partylaune sein sollte; wenn die Musik erklingt und man dann noch ein paar Freunde trifft und man auf der Tanzfläche ist oder das Konzert genießt, bin ich wieder im gewünschten Modus. Aber das ist ja auch nur eine Momentaufnahme. Mal schauen wie man sich hält und welche Wechselwirkung zwischen Wollen und Können in der Zukunft auftreten.

Und Grufti-„Rente“? Neee… für das Gruftisein braucht es nicht zwingend Clubs und Konzerte, da reicht mir die Einstellung zum Leben / Tod und die Liebe für einen bestimmten Stil.

Durante
Durante(@durante)
Antwort an  Karl Klammer
Vor 24 Tagen

Der Unterschied zu der Beschreibung von Graveyardqueen liegt dann eher darin, dass sie auch dann hadert, wenn sie bereits vor Ort ist. Das ist mir bisher nicht passiert, oder zumindest noch nicht.

Dito! Ich war nach Konzerten (und „weggehen“ ist für mich aktuell generell gleichbedeutend mit „Konzertbesuch“) eigentlich immer froh den „inneren Schweinehund“ überwunden und hingefahren zu sein, bereut habe ich es bisher noch nie…

Und Grufti-„Rente“? Neee… für das Gruftisein braucht es nicht zwingend Clubs und Konzerte, da reicht mir die Einstellung zum Leben / Tod und die Liebe für einen bestimmten Stil.

Jup, genau so isses! :)

PS: Herrlicher Nickname – Musste als IT’ler eben schmunzeln, danke dafür ^^

John Doe
John Doe(@arno-siess)
Antwort an  Durante
Vor 24 Tagen

Noch ein ITler hier! 😊
Bastard operator of hell? 😉

Durante
Durante(@durante)
Antwort an  John Doe
Vor 24 Tagen

War es nicht der Bastard Operator From Hell/BOFH? Ah those memories… XD

John Doe
John Doe(@arno-siess)
Antwort an  Durante
Vor 24 Tagen

„From“, korrekt! 😁

Karl Klammer
Karl Klammer(@karlklammer)
Antwort an  Durante
Vor 24 Tagen

Als Technischer Redakteur mit einem Spagat zwischen den sterilen IT-Menschen und den schwitzenden Fleischsäcken auf der Straße war das der perfekte Spitzname, nachdem Fratzenbuch meinen Realnamen nicht glaubte und eine Personalausweiskopie als Beleg wünschte. Da musste ich mich letzten Endes als nervige Cartoonbüroklammer outen, die Dank KI nun vorgeben kann, als Goth durch diese reale Welt zu hampeln.

Durante
Durante(@durante)
Antwort an  Karl Klammer
Vor 23 Tagen

Ich hab mich von Suckerbergs digitalem Hinterhof zwar stets ferngehalten, die Sache mit ihrer „Klarnamenpflicht“ hab ich aber natürlich am Rande mitbekommen… aber dass ihr System deinen Realnamen einfach „nicht glauben“ wollte, den „deutschen Clippy“ dann aber hingegen schon – Köstliche Anekdote, genau mein Humor XD (das muss ja in der Tat ein interessanter ungewöhnlicher Name sein… nach dem ich aber hier natürlich nicht fragen werde).

Karl Klammer
Karl Klammer(@karlklammer)
Antwort an  graveyardqueen
Vor 23 Tagen

Wenn am aktiven Geschehen nicht mehr teilgenommen wird, muss man sich zumindest einmal im Jahr bei Schwarzem Kaffee und Kuchen treffen. Oder zum Häkelnachmittag… ich glaube da gibt es ja schon passendes beim WGT :-)

Karl Klammer
Karl Klammer(@karlklammer)
Antwort an  graveyardqueen
Vor 23 Tagen

Dann präzisiere ich noch: Riesengroße Strecken fahre ich auch nicht zu Konzerten. Vom Nürnberger Raum aus sind es beispielsweise Fahrten nach Regensburg, München, Dresden, Leipzig. Auch Würzburg oder Ulm wären erfahrbar. Strecken also, bei denen man „früher“ auch nachts noch heimfuhr, aber nun lieber ins Hotel geht. Vor Ort sind auch immer recht nette Konzerte, aber wie ich schon schrieb: Vorfreude, Tatendrang und wenn der Termin endlich da ist, zerfließt der harte Wille wie Kräuterbutter auf ’nem Grill.

John Doe
John Doe(@arno-siess)
Vor 24 Tagen

Ich weiss nicht, wie alt du bist, das spielt hier jetzt auch keine Rolle. Aber so wie du dich selbst beschreibst, würde ich dich alterstechnisch so etwa in meinen Bereich einsortieren.
Der Körper und auch der Geist reagieren anders als noch mit Mitte 20, das muss man akzeptieren und braucht sich deshalb eigentlich auch keine großen Gedanken zu machen.
Aber was du schreibst oder besser beschreibst, geht ganz klar darüber hinaus.
Das sind Anzeichen einer klassischen Depression oder zumindest einer depressiven Verstimmung.
Ich weiss das leider aus persönlicher Erfahrung…

Durante
Durante(@durante)
Antwort an  John Doe
Vor 24 Tagen

Ich persönlich würde jetzt zwar nicht „ganz klar“ sagen, aber es könnte sein. Fehlende Motivation und Energie, keine Freude mehr an etwas das einem früher Spaß gemacht hat :-/ … man sollte wenn man selbst eine „Veränderung“ dieser Art feststellt im eigenen Interesse versuchen etwas in Richtung Depresssion einfach auszuschließen.
Und was einfach oft leider übersehen wird: Die Übergänge zwischen „allgemeiner Sinnkrise“, dem was man früher Midlife-Crisis nannte (imho ein ziemlich dämlicher Begriff für eine bestimmte Form depressiver Episode), Burnout, depressiver Verstimmung und Depression… sind halt auch oft fließend (und der Auslöser für etwas davon kann eben auch immer eine Kombination mehrerer Gründe sein)
Darum, ganz allgemein: Horcht in solchen Phasen mal in euch hinein, sprecht im Zweifelsfall mal mit einem „Profi“ darüber sofern möglich… und gebt bitte gut auf euch acht, allesamt.

Letzte Bearbeitung Vor 24 Tagen von Durante
Black Alice
Black Alice(@blackalice)
Vor 24 Tagen

Es ist schwer zu akzeptieren, dass man zwar noch jung im Geiste ist, aber der Körper doch immer älter wird. Irgend wann muss man mehr auf seinen Körper hören. Das bedeutet aber nicht, dass man sich komplett aus dem zurück ziehen sollte was man gerne macht und für das man brennt. Was soll ich als alte Schabracke schon sagen? Ich bin immer noch aktiv, aber nicht mehr so wie früher. Irgend wann geht man nicht mehr jedes WE aus. Irgend wann sind es nur noch alle zwei, dann alle drei usw. Und dann alle viertel Jahre (länger darfs aber nicht mehr sein). Es ist kein Mangel an Lebensqualität, weil man dafür seinem Körper mehr Ruhe gönnt und man durchaus auch andere Dinge machen kann, was auch Lebensqualität ist. Du bist und bleibst ja trotzdem noch Teil dieser Szene (außer Du willst es nicht mehr). Du brennst ja weiterhin für diesen Themenbereich. Das Internet ist ja auch noch da um sich auszutauschen.

Ich habe auch gelernt, dass man bei Konzerten nicht unbedingt ganz vorne sein muss. Der Klang ist in der Nähe vom FOH am besten und bei Hallen von 500 bis 1000 Leute sieht man trotzdem noch alles wunderbar, als wäre man vorn. Das nimmt auch viel Druck und Stress weg und man kann das Konzert besser genießen. Hinten hat man auch mehr Platz um auch mal ausgelassen zu tanzen wenn einem dazu zumute ist. Darum mag ich bis zu 500er oder 1000er Hallen lieber als große Hallen, Stadien oder Festivals. Zu viel Stress, zu wenig Qualität. Bei kleineren Hallen ist man schneller am Getränkenachschub, ohne viel zu verpassen.

Kurz: Höre auf deinen Körper und lass Dir Zeit. Nimm Dir Auszeiten und versuche Dir selbst nicht all zu viel Stress zu machen. So kannst Du auch weiterhin zu dieser oder jenen Veranstaltung gehen. Teil der Szene bleibst Du aber trotzdem. Ich denke, wir lesen alle auch sehr gerne was Du schreibst. Bis zur Rente ist also noch viel Zeit. ;-)

Black Alice
Black Alice(@blackalice)
Antwort an  graveyardqueen
Vor 23 Tagen

Oh ja, das kenne ich. Da kann ich auch nicht anders und will immer viel sehen. Aber dann vor Ort, sagt mir mein Körper, das da ja, aber das dort, nein, ich will lieber Eis essen. Morgen vielleicht. Und dann wird’s morgen statt heute. So langsam aber kapiere ich es und versuche nicht so viel zu wollen. ;-)

Älter werden ist scheiße (aber nicht alles).

Norma Normal
Norma Normal (@guest_68095)
Vor 24 Tagen

Also Leute, das ist doch hier wirklich kein Ort für Ferndiagnosen. Ich finde es ehrlich gesagt, eher normal das man ab ca.40 nicht mehr so die Energie fürs Weggehen hat, wie mit 20. Im Gegenteil bin ich immer erstaunt wenn mir Leute ü50 berichten wie sie ständig auf Achse sind. Da frag ich mich, ist deren Job so easy, macht sich der Haushalt von selbst, werden die nie krank? Es ist nicht immer nur eine Frage der Faulheit, oder eine psychische Geschichte oder ein „Aufraffungspoblem“. Manchmal ist es einfach der Körper der ne Grenze zieht. 
Ich persönlich finde, es ist eher ein systemisches als ein individuelles Problem. Im Grunde sind wir gar nicht dafür geschaffen 9-5 zu arbeiten und dann noch Haushalt, einkaufen, kochen, zum Sport, meditieren und Geschichtsmaske für den frischen Teint bitte nicht vergessen… Ich finds eher krass wenn das jemand easy gewuppt bekommt. Klar, kann das auch alles zu ner Depression führen. Trotzdem ist nicht jede Erschöpfung eine Depression sondern manchmal einfach eine angemesse Reaktion auf einen anstrengenden Alltag oder körperliche Beschwerden. 

Und das nach zig Szenenjahren auch irgendwann ne Szenemüdigkeit kommt, ist auch recht normal würde ich sagen. 
Ich find den Artikel super, weil er mal ne ganz andere Perspektive eröffnet. Was ist, wenn man feststellt, das etwas das man mal geliebt hat, einen mehr Kraft kostet als es gibt? Ich kenne solche Situationen gut, und bei mir hat es definitiv mit körperlichen Veränderungen zu tun. Das ist ne bittere Erkenntnis und harte Pille zu schlucken. Älter werden ist echt nichts für schwache Nerven. 
Von ungefragten Ratschlägen wie: Supplements, Krafttraining oder ‚geh doch mal spazieren‘, möchte ich mich ausdrücklich distanzieren ;D

Black Alice
Black Alice(@blackalice)
Antwort an  graveyardqueen
Vor 23 Tagen

Ich finde es gut, dass Du das Thema ansprichst, weil es sonst immer um die schönen Seiten des Lebens geht. Da will sich jeder von der besten Seite zeigen und alles läuft angeblich gut, alles Super. Das ist es eben nicht. Vor allem wenn man älter wird, sich selbst verändert, die Umgebung sich verändert. Da kann man nicht immer guter Laune sein immer gut drauf, immer volle Energie, alles mitmachen usw.

Ja, jeder wurde in seiner Jugend sozialisiert und das prägt bis in der Kiste 9 feet under. Es ist zu natürlich, dass die heutigen Baby Bats anders ticken als ich, weil sie werden ja in der heutigen Zeit geprägt. Für sie sind andere Themen wichtiger als die meinen. Aber was ich richtig gut finde ist, dass heute Alt und Jung in der gleichen Szene sind und miteinander reden. Das war zu meiner Jugend undenkbar. Ich beobachte gerne was sich neues entwickelt, finde das alles richtig interessant und spannend, muss aber nicht alles selbst mitmachen. Naja und so erzählt Grany Bat den Baby Bats vom Krieg… Äh… von den alten Zeiten, als die Szene anfing die Flügel zu strecken und die Zähne zu wetzen… Jo, ich denke das hat auch was schönes. Du hast so eine schöne persönliche Art zu erzählen. Das finde ich gut und erfrischend. Du greifst Themen auf, die so richtig aus dem Leben sind, wie dieses Thema jetzt. Das hat doch auch was, womit Du mitten drin bist.

Timper
Timper (@guest_68109)
Vor 23 Tagen

Jeder ist irgendwie durch Job, Haushalt, Familie eingespannt und das sich das dann bemerkbar macht in der Motivation zu Partys oder Konzerte zu gehen ist ziemlich normal. Wäre man ausgeschlafener, ausgeruhter wäre das ganz sicher einfacher. Ratschläge möchte ich da nicht geben, das haben andere schon etwas getan.
Für mich aber (wahrscheinlich ähnlich alt wie du, ü50 ) kommt aber ein Wochenende mit Fernsehschlaf auf der Couch überhaupt nicht infrage. Für mich ist das Wochenende Fr-Sa. das Gegengewicht zum Alltag mit dem Job.
Meine Philosophie ist das das Leben nicht aus Job- Essen- Schlafen- Job….. bestehen kann. Dafür ist mir meine kurze Lebenszeit zu kurz und zu schade. Für mich würde das bedeuten das mein Leben irgendwie an mir vorbeizieht.
Gerade in Berlin ist alles vorhanden um ständig irgendwo hinzugehen. Ich hätte immer das Gefühl, das ich Zeit verschenke. Mir macht es auch nichts aus alleine loszugehen. Die Interessen mit dem Bekanntenkreis decken sich da halt nicht. Zb gehts am Samstag zum Dark Spring Festival ins Lido. Alleine. Und sicher werde ich dort den einen oder anderen Bekannten treffen. Da freue ich mich darauf. Es kann nicht sein das man nur zum Job geht und das We verschläft.
Ich werde mir nicht sagen wollen eines Tages hättest du deine Lebenszeit intensiver genutzt…
Das ist zumindest meine Sicht der Dinge.

( Es gibt ja den Spruch je oller, desto doller. Ja vielleicht etwas flach aber letztlich sagt er doch nur, das man je älter man wird, umso mehr die Lebenszeit Restlaufzeit im Auge hat und nutzen will. Ich jedenfalls am Wochenende.)

Letzte Bearbeitung Vor 23 Tagen von Timper
Tanzfledermaus
Tanzfledermaus(@caroele74)
Antwort an  Timper
Vor 23 Tagen

Ich halte es mal so mal so – mal ist mir nach bewusstem Ausgleich und (Szene-)Aktivität, dann wieder nach Ausruhen und ruhige Dinge machen, z.B. Lesen, Fotos bearbeiten oder Freunde treffen. Hängt auch etwas vom Wetter ab, bei angenehmem Wetter zieht es mich auch vor die Tür, da will ich lieber im Grünen sein als drinnen herumschlumpfen. Die Prioritäten haben sich auch verschoben, zu ungunsten des Nachtlebens hin zu v.a. Draußen-Aktivitäten, die mir auch sehr viel Seelenfutter geben.
Da ich noch nie ein Nachtmensch war, schlauchen mich Parties/späte Konzerte auch immer mehr als andere, zumal ich tags darauf auch nicht wirklich lange schlafen kann. Das ging mir mit Anfang 20 nicht anders als jetzt mit Anfang 50… also keine Altersfrage.

Als ich beruflich mal sehr eingespannt und ständig unter Menschen war, bin ich sogar ein Jahr lang nirgends mehr ausgegangen! Mein Bedarf an Kontakten war durch die Arbeit mehr als überfüllt und hinzu kam auch noch Schichtdienst mit häufigen kurzen Wechseln (nicht erlaubt, interessierte aber keinen). Das wollte ich dann aber auch nicht mehr und hab mich deshalb beruflich neu orientiert, weil die Work-Life-Blance echt nicht mehr gegeben war. Kein noch so toller Job kann mir Lebenszeit wett machen, da mach ich lieber Abstriche bei Arbeitsstunden und Gehalt.

Letzte Bearbeitung Vor 23 Tagen von Tanzfledermaus
Timper
Timper (@guest_68120)
Antwort an  Tanzfledermaus
Vor 23 Tagen

Schichtdienst ist natürlich anstrengend und wird sich dann auch am Wochenende bemerkbar machen. Verständlich. Wenn man da was verändern kann ist es sicher positiv.
Schichtdienst habe ich zum Glück nicht.
Eine Stunden Reduzierung wäre vielleicht machbar. Aber das muss dann auch finanziell machbar sein.
Und bei dem was heute so an Ausgaben anfällt hebe ich mir das für das letzte Jahr vor dem Ruhestand auf. Und das dauert noch.
Und da ich schon immer Nachtaktiv war machen mir lange Nächte nicht so viel aus.
Aber da ist auch sicher jeder anders veranlagt. Und wie gesagt gibt es für mich nichts schlimmeres als am Wochenende vor der Röhre gelangweilt einzuschlafen. Da will ich unter Menschen sein und schöne Dinge, in angenehmer Umgebung erleben.
Das kann natürlich auch was anderes als Clubs und Konzerte sein wenn es sich ergibt.
Das wiederum hängt vom Bekanntenkreis ab.
Aber wenn das nicht klappt dann mache mein Ding alleine.
In Abhängigkeiten begebe ich mich nicht. Würde ich das machen würde ich das WGT, Mera Luna und Stella Nomine verpassen. Für mich sehr wichtige Events in diesem Jahr.

Durante
Durante(@durante)
Antwort an  graveyardqueen
Vor 23 Tagen

Und gleichzeitig weiß ich wie es ist, wenn man Lebenszeit verschwendet hat. Einen Teil meines bisherigen Lebens habe ich im wahrsten Sinne des Wortes nicht gelebt. Es war einfach nur ein existieren. Dieses Gefühl will man nicht!

Ein guter Punkt ja, genau so ist es… und derart verlorene Jahre kriegt man halt auch niemals „zurück“. Leider liegt es in der Natur der Sache dass man diesen Zustand auch oft erst im Nachhinein als solchen erkennt – Nicht wenn man gerade „drinsteckt“ in einer solchen Phase. „Zeit“ ist eben stets schrecklich subjektiv.

John Doe
John Doe(@arno-siess)
Antwort an  Timper
Vor 23 Tagen

In jüngeren Jahren dachte ich auch immer, dass ich etwas verpassen werde, wenn ich nicht permanent irgendwo präsent bin.
Für mich ist mittlerweile auch eine Phase, in der ich „nichts“ tue, sehr wertvoll. Also einfach für mich sein, etwas lesen, bewusst Musik hören, einen Film schauen oder einfach nur ein wenig reflektieren.
Wahrscheinlich ist es einfach nur wichtig, daß da jeder für sich eine passende Balance findet.

Timper
Timper (@guest_68124)
Antwort an  John Doe
Vor 23 Tagen

Ich glaube da ist halt jeder verschieden. Ich bin ohnehin ein unruhiger Geist. Stillstand und folglich Langeweile bedeuten für mich Lebenszeit vergeuden.
Dazu kommt das ich täglich im Job indirekt gespiegelt bekomme was einen höchstwahrscheinlich im hohen Alter erwartet. Wenn man täglich in der Klinik Alter und Krankheit vor Augen hat bekommt man ein spezielles Mindset. Wenn einem der beste Kumpel mit Anfang 40 verstirbt und zwei Jahre davor die Eltern mit um die 70 Jahre bekommt man ein Gefühl für die Endlichkeit. Ich sehe oft Leichenwagen, nicht erst beim WGT.!
Deswegen versuche ich die Zeit best möglich zu nutzen.
Lebenszeit ist das was im Leben definitiv begrenzt ist.
Und je älter man wird desto eher merkt man dass.

Tanzfledermaus
Tanzfledermaus(@caroele74)
Antwort an  Timper
Vor 23 Tagen

Ich habe auch meine Eltern mit 68 und 72 Jahren verloren, mehrere Verwandte haben ihre letzten Jahre im schlimmen Siechtum verbracht und ein guter Freund ist mit 49 Jahren tödlich verunglückt… Krass, wie es sich manchmal ähnelt.
Ich versuche auch, aus meinem Leben viel zu machen und es ganz bewusst zu erleben. Es kann so schnell vorbei sein. Es reicht nur schwere Krankheit, ein Unfall… Und dann war es das.

In meinem Umfeld kämpfen viele bereits mit körperlichen Einschränkungen. Ich selbst hatte auch schon eine Knie OP. Leider weiß niemand, ob er im Renten Alter überhaupt noch fit genug ist für Aktivitäten, vom finanziellen Einschnitt gar nicht erst zu reden… Daher versuche ich, solange es gesundheitlich und finanziell geht, noch viel von der Welt zu sehen. Das sind nicht immer Szene Aktivitäten. Das WGT ist z.B. für mich u.a. deshalb kein fester Termin mehr. Da mach ich lieber eine Reise.

Letzte Bearbeitung Vor 23 Tagen von Tanzfledermaus
Timper
Timper (@guest_68126)
Antwort an  Tanzfledermaus
Vor 23 Tagen

Genau das meine ich.
Die Lebenszeit möglichst gut nutzen.
Wenn man irgendwann mal im Pflegeheim ist und sich sagt hättest du mal dann ist es zu spät. Oft wird gesagt im Alter habe ich Zeit für xy aber niemand weiß was da dann ist.
Deswegen jetzt aufraffen und los wenn irgendwie möglich.

Marquis
Marquis(@marquis)
Vor 23 Tagen

Liebe Graveyardqueen,

ich danke Dir sehr für Deinen Artikel. In fast allem hatte ich mich wieder gefunden. Wenn ich wie früher erst am frühen Morgen heim komme, ja…dann brauche ich wirklich zwei Tage um dieses vom Schlaf zu normaliesieren. Erkrankung usw. kommen noch hinzu.
Ich bin mitlerweile froh, wenn ich mich fit genug fühle, Szenesachen zu erleben, wie der geplante WGT-Besuch und ich freue mich euch auf den Spontistreffen zu begegnen. Auch wegen dem neuen Einkaufsbeutel :-))).
Deine Songtips waren für mich immer grandios, zu 99% meine „Wave“(?) und Konzertberichte ebenso, d.h. weder zu alt, noch Scheiß. Hoffe wir sehen uns in Leipzig.

Marquis
Marquis(@marquis)
Antwort an  graveyardqueen
Vor 23 Tagen

Mit „Raubbau am Körper“ war ich Profi, die Quittung kommt ein paar Jahre später.
Als ich Mitte vorletztes Jahr Krebs hatte, wurde mir meine Endlichkeit wieder bewust und seit dem mache ich viele Dinge mit einem Filter.
Das schöne am älter werden finde ich, ist die Weisheit (Erfahrungsschatz) und Gelassenheit bei Dingen, die mich früher ereifert hatten.

Phoenix
Phoenix(@phoenix75)
Vor 23 Tagen

„Ich werde zu alt für diesen Scheiß.“
Jawoll! Geht mir genauso. Konzerte werden immer weniger und neben der anstrengenden Arbeit, will ich eigentlich nur noch meine Ruhe und entspannen, sonst wäre mein Akku ziemlich schnell leer. Prioritäten setzen ist nicht immer leicht, aber wenn du auf deinen Körper hörst, wird dir die Entscheidung sicher einfacher fallen. Letztendlich geht es ja um dich selbst und nicht darum, ob du deine to-do-Liste abarbeitest. Sicher braucht man einen gewissen Ausgleich, was erleben und abschalten vom Alltag… aber ich weiß, dass du da sicher einige Möglichkeiten hast.
Achso… und dem Alter kannst du eh nicht entfliehen… ;)

Phoenix
Phoenix(@phoenix75)
Antwort an  graveyardqueen
Vor 21 Tagen

Na, herzlichen Dank. Garnicht gut, dass du mich erinnert hast. Gleich knarzen die Knochen wieder und erinnern mich an mein Alter. ;D

Graphiel
Graphiel(@graphiel)
Vor 23 Tagen

Von mir gibt es an dieser Stelle erst einmal ein Lob und ein dickes Respekt! dass du den Mut hast dieses Thema offen und ehrlich anzusprechen.

Meinen Erfahrungen nach ist das mit dem scheinbaren Jungbrunnen der Szene eine durchaus zweischneidige Sache. Einerseits bekommen wir überall zu hören wie toll es doch sei, dass wir selbst mit 40/50/60 immer noch die Tanzflächen stürmen und die Abende unsicher machen können, anderseits werden intern dann auch schnell mal die verwunderten Stimmen lauter, oder die Stirn gerunzelt, wenn bei dem ein oder anderen es dann doch nicht mehr so funktioniert wie noch in den frischen 20ern und die Abende lieber in gemütlicher Runde auf dem Sofa anstatt im Club oder dem überfüllten Konzert verbracht werden wollen.

Fakt ist eben: Unser Körper ist ein Werkzeug mit Verfallsdatum. Und auch wenn bei jedem das Uhrwerk auch immer etwas anders tickt und der eine schon mit 40 aus der Puste kommt, während andere selbst mit 60 noch wie ein junges Reh herumspringen kann, so kommen wir doch früher oder später alle mal an den Punkt wo der Geist vielleicht noch willig ist, der Körper aber nicht mehr mitziehen will und dann einfach auf die Bremse tritt, ob uns das jetzt passt oder nicht. „Verschwende deine Jugend. Solange du noch kannst.“ Gaben einst DAF nicht ganz umsonst zum Besten. Oft beginnt es auch nur ganz subtil, manchmal direkt mit knirschenden Gelenken, einer immer kürzeren Lunte gegenüber den äußeren Reizen, oder auch einfach nur der Feststellung dass das heimische Sofa irgendwie attraktiver wirkt als die volle Tanzfläche auf der man sich mit anderen Gothics oder gar buntem Partyvolk um den wenigen Platz rangeln muss. So oder so ist es völlig legitim – man wird schließlich nicht jünger.

Aber Hand aufs Herz – geht es nur mir so? Bin ich wirklich zu alt für „diesen Scheiß“? Für lange Konzertabende und die Entwicklung der Szene? Oder ist es an mancher Stelle gar ein Umorientieren? Eine neue Verteilung von Prioritäten? Ein „Back to the Roots“? Sich von Dingen distanzieren, die nicht dem eigenen Schwarz entsprechen? Der Lauf der Dinge? Ich denke, es trifft von allem ein bisschen zu.

Ich glaube nicht dass du damit alleine bist. Viele aus meinem Umfeld hatten früher oder später eine Phase wo Szeneentwicklung oder auch einfach nur das ganz normale Leben dafür gesorgt haben, dass sie sich von all dem entfremdet oder einfach nur ausgelaugt gefühlt haben. Die meisten von ihnen kamen aber irgendwann wieder und schafften es dann doch wieder ihre Nische in der Szenelandschaft zu besetzen, ungeachtet der sonstigen Entwicklung von Künstlern oder Szene selbst. Mach dir darüber keine all zu großen Sorgen.

Ich persönlich bin momentan jedenfalls sehr froh, dass mir selbst eine volle Tanzfläche oder das längere Warten beim Konzert aktuell noch genügend Energie zurück gibt um selbst die knirschenden Gelenke, den Muskelkater und die leichte Müdigkeit am nächsten Morgen als geringfügiges Übel anzunehmen. Andernfalls würde mir aktuell definitiv ein wichtiges Mittel fehlen um meinen Akku für den ganz normalen Alltagsstress, sowie einem stetig größer werdenden Unbehagen und Frust bezüglich unseres Zeitgeistes wieder aufzuladen. Ich bin halt auch einfach mehr als eine Ressource, deren Hauptlebensinhalt aus Arbeiten, Nahrungsaufnahme und schlafen zu bestehen hat, bis mein Körper irgendwann ins Loch fällt. Und daher bin ich auch froh, dass mir meine Gegend aktuell eine entsprechende Szenelandschaft bietet, welche diese unruhigen Zeiten mit ausreichend alternativ-/punkig-/batcaviger Attitüde zu konterkarieren weiß, sodass die Ladestation hoffentlich auch noch eine Weile erhalten bleibt.

Timper
Timper (@guest_68132)
Antwort an  Graphiel
Vor 23 Tagen

Genau darum gehts doch. Es kann doch nicht sein das das Leben nur aus Arbeit besteht und man am Wochenende dann erschöpft auf der Couch liegt. Dafür ist mir mein Leben zu kurz. Da erwarte ich schon für die 40 Stundenwoche ein Gegengewicht. Das ist kein Vorwurf wenn jemand das nicht schafft aber es ist meine Erwartung an die Restlaufzeit. Klar können wir das altern nicht aufhalten aber wir können Spaß dabei haben und ggf mit einem überprüfen der Lebensgewohnheiten auch mehr herausholen. Sport, Alkohol, Rauchen, Ernährung… Ich weiß wie schwer das sein kann aber irgendwann kommen kleine Erfolge. Man muss ja nicht gleich für einen Marathon trainieren. Aber mal 5km um den Block einmal die Woche gerade in dieser Jahreszeit bringen Schwung für das nächste Event. Wer mal bei einem Marathon zugesehen hat, wird staunen wie fit man im Alter sein kann. Mich bremst leider zu oft Zeitmangel oder mieses Wetter.

Graphiel
Graphiel(@graphiel)
Antwort an  Timper
Vor 22 Tagen

Klar, Bewegung und Lebensstil spielen eine Rolle – aber mir ging es weniger darum, das zu negieren, sondern darum, dass selbst mit optimalem Lebensstil Veränderungen kommen, die man nicht komplett wegoptimieren kann. Manche kommen mit dem Alter von alleine, andere können auch schon vorher durch unglückliche Zufälle entstehen.

Auch finde ich was Norma Normal dazu geschrieben hat sehr gut:

Im Grunde sind wir gar nicht dafür geschaffen 9-5 zu arbeiten und dann noch Haushalt, einkaufen, kochen, zum Sport, meditieren und Geschichtsmaske für den frischen Teint bitte nicht vergessen…

Da ist schon was Wahres dran. Klar kann man die Grenzen seiner Belastbarkeit dehnen und manche schaffen es sogar sie auf ungeahnte Höhen zu bringen. Aber wie immer gilt das eben leider nicht für jeden und hängt stark von den individuellen Lebensumständen ab. Wenn du in deinen 40 Arbeitsstunden beispielsweise schwer tragen musst, dann hast du da komplett andere Startbedingungen als wenn du 40 Stunden die Woche damit verbringst Yoga-Kurse zu geben, oder so. Sowas sollte man nicht einfach so ausblenden..

Graphiel
Graphiel(@graphiel)
Antwort an  graveyardqueen
Vor 22 Tagen

Gern geschehen :-)

Für mich war die Szene immer ein Ort ohne Tabuthemen gewesen. Und Schwäche zeigen bzw. dazu stehen, hat für mich immer von Stärke gezeugt. Man muss sich aber seltsamen Blicken, Spott und dergleichen aussetzen, wenn man sagt „Ich fühl mich zu alt dafür“ ect.

Zum einen ist Party und Konzerte nicht das Non Plus Ultra und zum anderen gibt es noch so viel mehr Aktivitäten, denen man in unserer Szene nachgehen kann.

Für mich ist so ein abwertiges Verhalten nicht nachvollziehbar. Das ist Kindergarten! Wir reden von Freizeitbeschäftigung! Also da läuft gewaltig etwas schief.

Ich glaube, das hängt auch damit zusammen, dass die Szene zwar ein Gegenentwurf sein will, aber nie komplett losgelöst vom Rest der Gesellschaft existiert. Dinge wie Selbstoptimierung, Leistungsdenken oder bestimmte Erwartungen an „wie man zu sein hat“ wirken da eben doch mit rein – oft gar nicht bewusst. Auch Subkulturen reproduzieren unbewusst gesellschaftliche Normen, egal wie sehr sie das auch manchmal abzustreiten versuchen. Dadurch entstehen dann solche Widersprüche: Nach außen offen und tolerant, aber in bestimmten Momenten doch irritiert oder wertend, wenn jemand nicht mehr in dieses Bild passt und sich beispielsweise erstmal aus dem Konzert- und Partyleben zurückziehen möchte.

Von daher bin ich echt froh, dass ich hier vor Ort ein gruftiges Umfeld gefunden habe, mit dem man ab und zu auch andere Sachen machen kann als nur Party und Konzerte zu besuchen. – Auch wenn dort natürlich immer noch der Großteil der subkulturellen Aktivitäten stattfindet. Dennoch gibt es sie, die anderen Aktivitäten. Seien es nun gelegentliche Friedhofspaziergänge, das jährliche Picknick am See, der Geburtstag von lieben Freunden oder einfach nur gemütliches „abhängen“ in der Innenstadt. Sowas zu haben ist schon extrem viel wert.

Tanzfledermaus
Tanzfledermaus(@caroele74)
Vor 22 Tagen

Also für mein Grufti-Umfeld und mich gab es schon immer auch Aktivitäten außerhalb des Nachtlebens. Selbst, als wir noch Teenager oder Twens waren. Da wurden dann zusammen Klamotten bzw. Schmuck gebastelt, Zeichnungen angefertigt, Musik gehört, Spieletreffs gemacht, Picknicks, Spaziergänge und Ausflüge gemacht, diverse kulturelle Veranstaltungen besucht. Und bis auf das gemeinsame kreative Werkeln ist es auch heute noch so. Das war nie auf Konzerte und Parties beschränkt.
Zumal es bei lauten Veranstaltungen auch echt anstrengend ist, sich zu unterhalten. Für echten Austausch sind die eigentlich nur semi-geeignet.

Letzte Bearbeitung Vor 22 Tagen von Tanzfledermaus
Norma Normal
Norma Normal (@guest_68137)
Vor 22 Tagen

Muss nochmal was loswerden: ich gestehe, schon länger hat mich kein Spontisthema so beschäftigt und abholt wie dieses. Da hast mit deinem Artikel echt ins Schwarze getroffen. Ich denke nicht nur bei mir, sondern wie man an den Kommentaren sieht auch bei den anderen. Mich beschäftigt diese Thematik schon länger und es hat mich jetzt auch die letzten Tag intensiv gedanklich beschäftigt und war Anlass zum Austausch mit Freunden.
Ich würde mal behaupten das der Großteil der Szene zur Zeit als Leuten in den 40ern und 50ern besteht, also diejenigen die in den Achtzigern, bzw. Neunzigern dazugestossen sind. Natürlich gibt es auch vereinzelt noch die richtigen Urgesteine und ebenso Babybats, aber der Großteil dürfte in diesen Altersbereich fallen. Und genau das ist eine Zeit in der viele Umbrüche stattfinden, vor allem körperlicher Natur. Gruftis sind halt doch keine ewig jungen Vampire, auch wenn wir geistig immernoch jung geblieben sind (also nicht alle, aber…), und gerne proklamieren das uns die Szene jung hält. Gruftis sind einfach nur Menschen in erster Linie, und das Thema älter werden ist –möchte ich behaupten– nicht weniger tabuisiert als im Rest der Gesellschaft. Wir sind auch ein Teil der Leistungs– und Selbstoptimierungwelt. Man kann aber nicht alle Zeichen der Zeit oder gesundheitlichen Probleme „wegsporteln“. 
Es ist ein Stück Trauerarbeit, anzuerkennen, das ein Teil des Lebens hinter uns liegt, das Menschen um uns herum erkranken, wir selbst nicht mehr so fit sind oder so knackig aussehen wie früher. Und das ist erst der Anfang des Verfalls.
Verfall & Trauer, hmm sind das nicht eigentlich Themen die zur Szene gehören?!? Anscheinend wohl doch nicht so ganz, bzw. wenn dann hauptsächlich für das spooky Ambiente. Also doch nur ein ästhetischer Faktor? 
Auch wir sind dem Jugendwahn verfallen. Dem Selbstoptimierungwahn. Es war halt einfach sich mit all den dunklen Seiten des Lebens zu befassen, ich möchte fast schon sagen sie zu romantisieren, wenn man selbst noch jung und weit weg davon ist. 

Deshalb nochmal ein ganz großes Danke  graveyardqueen , das du das hier auf den Tisch gebracht hast!!!

Letzte Bearbeitung Vor 22 Tagen von Norma Normal
Timper
Timper (@guest_68139)
Antwort an  Norma Normal
Vor 22 Tagen

Ich rede jetzt nur für mich. Wenn man gewisse Nullen zb die 5 oder gar die 6 erreicht hat ist ein ausblenden des Alterns angesichts einer durchschnittlichen Lebenserwartung von Mitte bis Ende 70 kaum mehr möglich. Anderes gesagt das Bewusstsein ist ziemlich geschärft. Die Zeit läuft..! Trauer? Nein . Bedauern eher.
Entscheidend ist doch aber was wir versuchen aus dem Rest herauszuholen.
Ich werde mich nicht mit der Couch und der Sportschau am Wochenende zufrieden geben! (Zugespitzt.)
Wenn es mir möglich wäre würde ich die Arbeitszeit reduzieren und mich mehr schöneren Dingen widmen. Geht aber nicht. Noch nicht.
Letztlich muss jeder selbst wissen was er aus dem Rest herausholt.
Ich kann das altern nicht aufhalten aber ich kann Spaß dabei haben.
Ich meine die Zeit von Rentenbeginn ( 67 Jahre) bis zur Gruft sind durchschnittlich 10 Jahre. Das ist nichts! Und wenn man Pech hat sitzt man davon 5 Jahre im Pflegeheim.
Also ich jedenfalls werde die übrige Zeit so gut es geht gut nutzen.
Ich behaupte das mein Bewusstsein da schon ziemlich ausgeprägt ist. Da wird nichts verdrängt oder beschönigt.

Letzte Bearbeitung Vor 22 Tagen von Timper
Norma Normal
Norma Normal (@guest_68140)
Antwort an  Timper
Vor 22 Tagen

Ich vermute du hast den Kern meiner Aussage nicht ganz erfasst. Das ist nicht schlimm, wir leben alle in anderen Realitäten. Ich bin komplett bei dir, das beste aus dem Leben zu machen, ich bin voll dabei wenn es darum geht Spaß zu haben und zu lachen bis man Bauchschmerzen bekommt.
Aber es gibt Seiten im Leben, die sind nicht spaßig, da kann man sich noch so auf dem Kopf stellen, und Galgenhumor ist halt auch nur ein Coping Mechanismus.
Vermutlich hattest du noch keinen Herzinfarkt oder chronische Rückenschmerzen. Denn dann ist zwischen Wollen und Können ein großer Unterschied.
Und musstest du noch nie Weggefährten oder Angehörige die bereits gegangen sind betrauern? Lässt dich das kalt? Tut es dir nicht weh wenn du deinen liebsten Freund bei ner Chemo begleitest, zusehen musst, wie er immer dürrer wird? Und dabei trotzdem stark bleiben musst, um für ihn da zu sein. Naja.
Antworte lieber nicht darauf, das sind eher rhetorische Fragen.

Timper
Timper (@guest_68141)
Antwort an  Norma Normal
Vor 22 Tagen

Ganz im Gegenteil. Ich habe ein guten Freund mit Anfang 40 ins Krankenhaus gebracht und vier Monate später war ich auf seiner Beerdigung!
Meine Mutter saß jahrelang im Pflegeheim und als mein Vater starb erfuhr ich das als es zu spät war.
Ich sehe täglich alte , kranke Menschen und sehe was einem blüht! Ich sehe auch regelmäßig Leichenwagen. Und das ist dann kein Spektakel und keine Show. Das ist ernst!
Da nutze ich meine Lebenszeit von voraussichtlich 20 Jahren noch maximal! Man kann sich hinsetzen und jammern oder man kann auch das Beste draus machen.

Letzte Bearbeitung Vor 22 Tagen von Timper
Norma Normal
Norma Normal (@guest_68143)
Antwort an  Timper
Vor 22 Tagen

Du, ich gönn dir auch noch 30 oder 40 Jahre, heutzutage ist es ja gar nicht so ungewöhnlich über 90 zu werden. Genieße dein Leben in vollen Zügen!
Es tut mir leid was du durchmachen musstest, es war nicht meine Absicht private Details was dir herrausszukitzeln, deshalb meinte ich ja, meine Fragen sind rhetorisch. Ich wollte nur meine Sichtweise deutlich machen. Aber wir reden nach wie vor aneinander vorbei…

Ich finde  Graphiel hat es mit dem DAF Zitat, ganz wunderbar beschrieben!

Timper
Timper (@guest_68144)
Antwort an  Norma Normal
Vor 22 Tagen

Alles kein Problem.
Was ich einfach nur sagen will ist das wir alle die begrenzte Zeit gut nutzen sollten.
Niemand weiß wann der Vorhang fällt.
Ich glaube nicht das wir alle so alt werden wie im Tv erzähl wird.
Und wenn bleibt noch die Frage wie!
Wer mal über eine Geriatrie gegangen ist wird nachdenklich.

Black Alice
Black Alice(@blackalice)
Antwort an  Timper
Vor 22 Tagen

Ja, man wird nachdenklich. Meine Mutter hat ihre letzten Monate in einem Hospiz verbracht. Wenn man da drin ist weiß man, dass man stirbt. Es ist kein Thema, es ist wie ein rosa Elefant der im Zimmer steht. Meine Hochachtung an die Menschen, die dort arbeiten und zusehen müssen, wie all ihre Pflegefälle binnen Wochen und Monaten weg sterben. Dann kommen schon Gedanken, ob man auch genug Zeit mit seinen Angehörigen verbracht hat, oder seinen Freunden. Als ich jung war, dachte ich nicht, dass ich bei meinem Lebenswandel dieses Alter noch erreichen würde. Ein guter Freund ist damals an AIDS gestorben. Man kannte das nur aus der Zeitung und plötzlich trifft es jemand aus der eigenen Clique. Das hat mich damals schon zum nachdenken gebracht. Es kam doch anders und ich erfreue mich weiterhin an der guten Laune. Ich weiß, dass ich noch x Jahre zum Leben habe, bis ich meine statistische Obsoleszenz erreicht haben werde, außer es kommt noch was vorher. Ich weiß jetzt wie das Ende abläuft. Ich habe genug erlebt in meinem Leben und wenn es soweit sein wird, dann wird es eben soweit sein. Und bis dahin versuche ich auch noch weiterhin meinen Spaß zu haben, ohne mich aber zu überlasten. Ich denke, da wird früher oder später jeder seine Balance finden.

MHKL-PUNCH
MHKL-PUNCH (@guest_68138)
Vor 22 Tagen

JA! Du bist zu alt für diesen Scheiß!
Du bist älter geworden, hast dich entwickelt und bist zu dem Punkt gekommen an welchem du evtl. erkannt hast dass bei dir zu einer Inkongruenz von Lebensaufgaben und IST-Stand gekommen ist. Von Montag bis Freitag gehst du arbeiten und wochenends mobilisierst du dich und deine Ressourcen dafür um dir nen Look zuzulegen und dich auf irgendein nonsense Konzert hinzuschälen. Du hast womöglich erkannt dass all das dich lediglich älter aber nicht klüger werden ließ. Während das Leben immer kürzer wird je länger es ist. Irgendwann bekommst du dann einen Nachruf wie „Ratte“ und das wirds gewesen sein.

MHKL-PUNCH
MHKL-PUNCH (@guest_68148)
Antwort an  graveyardqueen
Vor 22 Tagen

Ist ja schön wenn du dich mit solch niedrigen Ansprüchen zufrieden gibst. In dem Fall verstehe ich aber nicht warum dir dein Selbstmitleid einen ganzen Artikel wert gewesen ist.

MHKL-PUNCH
MHKL-PUNCH (@guest_68150)
Antwort an  graveyardqueen
Vor 21 Tagen

Achso, verstehe. Das Schreiben als Ventil zur Selbsthilfe. Ja gut, möge es dir nützen!

Tanzfledermaus
Tanzfledermaus(@caroele74)
Vor 21 Tagen

Ich nehm jetzt noch mal Bezug zur ursprünglichen Fragestellung bzw. Aussage, ob oder dass du zu alt geworden bist für derlei Veranstaltungen.
Es gibt ja verschiedene Perspektiven:

A) Du fühlst dich zu alt im mentalen Sinne, also einem Lebensabschnitt entwachsen – dann hättest du dich aber entgegen deiner Aussage doch selbst verändert und nicht (nur) die Szene, denn die besteht ja beileibe nicht nur aus jungen Leuten ;-)
  Das ist kein Drama, wenn sich der Blick auf etwas ändert, aber dann stellt sich auch die Frage, ob die Veränderung letztlich neutral, positiv oder negativ empfunden wird.
  Beispiele) neutral: „es ist okay dass diese Zeit vorbei ist“ – positiv wäre: „endlich hab ich mehr Zeit für andere Dinge“, negativ wäre: „schade, ich hatte doch früher viel Freude daran“.
  Je nachdem, welches Gefühl sich zeigt (das kann ja auch wechseln), stellen sich die Weichen von der Vergangenheit weg oder es bleiben Wege offen für ein Zurück, irgendwann.
  Es kann auch einfach nur eine Phase sein, in der so empfunden wird, weil gerade einige Umstände nicht passen oder nur die Stimmung eingefärbt wird durch diverse Dinge.
  Wie ich schon schrieb: Überlastungen und innere Spannungen/Probleme können einem die Freude an eigentlich sehr geschätzen Dingen rauben – und auch die Kraft dazu gleich mit.
   
B) Du fühlst dich zu alt im körperlichen Sinne – auch dann hättest du dich verändert, wenn auch nicht unbedingt mental, aber der Körper gibt den Ton an, auch hier wäre es nicht die Szene!
  (Da ich dein Alter kenne, halte ich es für unrealistisch, dass du tatsächlich körperlich zu alt bist – im Gegenteil, denn du bist sogar noch recht jung wenn man sich die Szene so anschaut!) 
  Wenn der Körper nicht mehr so richtig mitspielt, kann das sehr frustrierend sein, weil man ausgebremst wird. Das setzt aber voraus, dass der Kopf eigentlich immer noch gerne möchte!
  Schafft man es, Einschränkungen zu akzeptieren und mit dem Vorlieb zu nehmen, was immer noch geht, kann man trotzdem weiterhin Spaß haben, nur eben anders, gemäßigter.
  Lässt man sich von den Einschränkungen jedoch herunter ziehen oder sind diese auch wirklich zu stark, um noch erfüllt an etwas teilnehmen zu können, wird es komplizierter.
  Dann kann man nur versuchen, sich mental wieder mehr zu stärken und zumindest innere Akzeptanz zu erreichen. Aber von so einem Tiefpunkt bist du vermutlich noch weit entfernt.

C) Beides zugleich trifft zu, sowohl Kopf als auch Körper sagen „Stop! Es reicht jetzt.“ – das wär dann unter Umständen sogar teilweise(!) leichter, weil es keinen Widerstreit gibt.
  Natürlich ist es nicht schön, wenn man an einen Punkt kommt und merkt, etwas geht einfach nicht mehr oder funktioniert für einen nicht mehr in der gewohnten Form.
  Aber wenn die körperliche Einschränkung aus bewusster Entscheidung gegen etwas nicht so schlimm erscheint, ist es leichter auszuhalten, als wenn man weiterhin gern möchte.
  Liegt die Ursache aber wie oben angerissen in der mentalen Gesundheit und körperlichen Belastung, gibt es noch Hoffnung, dass es sich wieder zum Positiven ändern könnte.
  Dann kommt nach einer Pause, wo man wirklich zur Ruhe kommen und seine Akkus wieder aufladen konnte, womöglich von allein wieder Motivation, Antrieb und Energie.

Letzte Bearbeitung Vor 21 Tagen von Tanzfledermaus
Robert
Robert(@robert-forst)
Vor 21 Tagen

Erstmal möchte ich  graveyardqueen für diesen tollen Artikel danken! Endlich bin ich nicht mehr alleine mit dem Gefühl „zu alt für diesen Scheiß“ zu sein. Das beruhigt, wie ich finde, ungemein das nagende Gefühl der Unzulänglichkeit. Ich kann das meiste, was bereits im Artikel oder in den Kommentaren geäußert wurde, nur bestätigen.

Allerdings sehe auch ich darin eine Gefahr, sich selbst zu isolieren, weil die Liste der Dinge, die einen stören, nerven, schmerzen oder zermürben, ständig länger wird. Das endet meiner Meinung nach darin, dass man sich immer weiter zurückzieht. Ich für meinen Teil versuche mich daher ganz bewusst, aus der vermeintlichen Komfortzone zu ziehen und diese Dinge bewusst zu ignorieren, auch auf die Gefahr, sie zu bestätigen. Manchmal tut es gut, sich darauszuziehen, weil man so neue Erfahrungen macht oder neue Kontakte knüpft.

Zurück zu Musik, von der im Artikel die Rede ist. Für mich sind „kleine“ Konzerte immer wertvoller geworden und ich verstehe es voll und ganz, wenn größere Events einfach nicht mehr das Gefühl vermitteln, das man erwartet. Das hat, wie sich hier auch zeigt, mit vielen Dingen zu tun.

Bestes Beispiel: DAF habe ich mal Live in einem Club mit 250 Gästen gesehen, eines der besten Konzerte für mich. Oder Anne Clark vor 300 Leuten – unvergleichlich. Bei DAF auf dem Mera Luna oder dem Amphi stellte sich das Gefühl definitiv nicht mehr ein.

Und ja: Vieles davon hat mit dem Alter zu tun. Man hat viel erlebt, viel gesehen und viele Erinnerungen. Manche davon kann man einfach nicht mehr toppen, so oft ich es auch wiederhole, manche Dinge bleiben in der Nostalgie einfach besser.

Aber: Trotzdem kann man noch viele neue und tolle Erfahrungen machen, WEIL man älter geworden ist :)

Maren
Maren(@maren)
Antwort an  graveyardqueen
Vor 19 Tagen

Du hast recht. Wenn hier Hohn kommt, ist das schade und völlig unangebracht. Zum einen trifft es uns alle früher oder später. Irgendwann kommt für jeden der Punkt, wo etwas trotz allen Wollens nicht mehr möglich sein wird. Vielleicht ist bei manchen der Hohn auch nur das Verstecken der Angst vor einem an sich urgruftigen Thema: Der Auseinandersetzung mit Verfall und der eigenen Endlichkeit.

Durante
Durante(@durante)
Antwort an  Maren
Vor 10 Tagen

…ich hatte jetzt zuerst „uNgruftigen Thema“ gelesen und war für eine Sekunde sehr verwirrt. XD

Aber eigentlich wollte ich dir hier nur nochmal ausdrücklich zustimmen:
Hohn und Häme sind in dem Kontext generell immer völlig unangebracht (auch unabhängig davon ob jemand damit in Wahrheit eigentlich irgendetwas überspielen will oder nicht, denn selbst wenn dann ist dies ja auch nicht das Problem des jeweiligen Gegenübers).

Letzte Bearbeitung Vor 10 Tagen von Durante
Durante
Durante(@durante)
Antwort an  Robert
Vor 10 Tagen

Allerdings sehe auch ich darin eine Gefahr, sich selbst zu isolieren, weil die Liste der Dinge, die einen stören, nerven, schmerzen oder zermürben, ständig länger wird. Das endet meiner Meinung nach darin, dass man sich immer weiter zurückzieht.

Das ist etwas das glaube ich – gänzlich unabhängig von irgendeiner Szene – extrem vielen Leuten (unbewusst) mit zunehmendem Alter passiert… einerseits ein verständlicher Prozess, andererseits nicht unbedingt immer das was dem Individuum dann langfristig gut tut.
Deine Einstellung auch immer mal wieder bewusst deine „Komfortzone zu verlassen“ halte ich deshalb für genau richtig!

Zurück zu Musik, von der im Artikel die Rede ist. Für mich sind „kleine“ Konzerte immer wertvoller geworden und ich verstehe es voll und ganz, wenn größere Events einfach nicht mehr das Gefühl vermitteln, das man erwartet. Das hat, wie sich hier auch zeigt, mit vielen Dingen zu tun.

Also ich empfand kleinere, „intimere“ Konzerte irgendwie schon immer als viel(!) reizvoller, das hat sich für mich die letzten 20 Jahre tatsächlich nicht geändert. oO

Letzte Bearbeitung Vor 10 Tagen von Durante
Gruftfledermaus
Gruftfledermaus (@guest_68161)
Vor 20 Tagen

Ja ich kenne das vor allem Rücken und Füße die irgendwann weh tun. Ich gehe gern zu Konzerten die kleiner sind oder wo zumindest nicht rumgeschupst wird wie blöd. Goethes Erben oder Diary of Dreams sind solche Beispiele. Tanzen geht weil eben nicht zu eng und das was auf der Bühne passiert läßt mich schmerzende Körperteile vergessen. Ich werde immer zu Konzerten gehen aber nicht die Mega Events lieber klein und fein. Und zu alt werde ich dafür hoffentlich nie auch wenn ich demnächst 58 werde (hust)

Norma Normal
Norma Normal (@guest_68164)
Vor 20 Tagen

Und weil der Humor niemals zu kurz kommen darf:

https://www.youtube.com/watch?v=MqBNSMbEzI0

hat mir ein Freund geschickt, nachdem ich mit ihm über den Artikel gesprochen habe ; )

Maren
Maren(@maren)
Vor 19 Tagen

Hallo Graveyardqueen,
ich musste meine Gedanken zu Deinem interessant geschriebenen Artikel erst mal sortieren. Vieles davon kann ich sofort nachvollziehen: Dass man seine Zeit braucht, das Hotelzimmer zu verlassen. Ja, wenn man dem Ort der Verpflichtungen über 100 oder mehr Kilometer entflohen ist, kann Rumgammeln toll sein. Und ich habe auch bei mir bemerkt, dass ich mich oft 5mal um die eigene Achse drehe, bis ich zur Tür rauskomme. Dass Du mit Rückenschmerzen zu kämpfen hast, tut mir wirklich leid. Wie das ist, in Kombination mit anderen Unannehmlichkeiten kenne ich zu genüge. Schmerzmittel gehörten und gehören für mich unbedingt ins WGT-Gepäck. Auch ich spüre den körperlichen Verfall. Schon lange. Dass die Unterhaltungen anderer Menschen einem auf den Senkel gehen können, habe ich auch schon erlebt, und das in einem Nebensatz auch mal in einem Konzertbericht angedeutet. Aber das hat meiner Meinung und Erfahrung nach nichts mit deren Altersgruppe zu tun. Wenn die dann die Klappe halten, während die Band spielt, ist es mir auch egal, worüber die sich vorher unterhalten haben.
Etwas schwer habe ich mich aber beim Lesen mit diesem radikalen Umschwung bei Dir getan. Denn wie Du gesagt hast, Du hast uns ein ganzes Jahr mit vor die Konzertbühnen genommen, und es kam immer wieder in Deinen Texten zum Ausdruck, was für eine wichtige Rolle diese Erlebnisse für Dich spielten, wieviel Freude Du warst so viel unterwegs, dass man kaum mit dem Lesen Deiner Berichte hinterherkam.  Dass das für Dich jetzt plötzlich zum Sch…geworden sein soll, für den Du zu alt bist mag ich nicht so recht begreifen. Es wurde ja auch schon in anderen Kommentaren angedeutet, dass da andere Dinge eine Rolle spielen könnten. Vielleicht ist gerade insgesamt alles zu viel (kenne ich auch). In diesem Fall wünsche ich Dir, dass sich Alles für Dich so sortieren lässt, dass Du Konzerte irgendwann auch wieder genießen kannst. Ob die Location dann von der Entfernung und der Größe her zu Deinen Bedürfnissen passt, entscheidest dann Du. Aber natürlich ist es auch vollkommen in Ordnung, wenn Du Dich anders orientierst, wenn Konzerte nicht mehr Deinem Schwarz entsprechen. Und auch da denke ich, dass Grufti-Rente nicht Dein Weg ist, denn Du erwähnst Dein „kleines schwarzes Herz“.
P.S: Bei einer schwarzen Kabarett- Veranstaltung muss man zum Beispiel nicht stehen. Daher finde ich gerade die Diskussion hier den passenden Ort, um mich nochmal bei Dir für den Hinweis von Dir zu bedanken, dass ein Kessel Schwarzes in die zweite Runde geht. Du hattest mir den Tipp letzten Sommer gegeben.

Timper
Timper (@guest_68174)
Vor 19 Tagen

Weil es irgendwie zum Thema passt- gestern war in Berlin das Dark Spring Festival. Das ging gegen 17.30 los und Ende war gegen 23 Uhr. Da hatte ich mich schon lange darauf gefreut. Es war gut gefüllt aber nicht überfüllt. Man hatte genügend Platz vor der Bühne. Was natürlich immer zu wenig ist sind Sitzgelegenheiten obwohl es dort im Club ( Lido) mehr als sonst gibt. Natürlich wird das über die vielen Stunden anstrengend für Rücken und Füße. Aber die Freude an den Bands entschädigt letztlich doch. Schön und unterhaltsam ist dann auch wenn man Bekannte trifft.
Eine Überlegung war danach noch weiter zu ziehen. Aber die Müdigkeit und die müdem Knochen sagten fahr nach Hause. Denn zum 1. Mai geht’s weiter.
Was ich sagen will ist auf die schönen Dinge konzentrieren und die Anstrengung als notwendiges Übel zu betrachten.
Am Sonntag brauchten die müden Knochen andere Bewegung. In Form von einer lockeren Joggingrunde von 7 km.
Bisschen fit halten für die nächsten Events auch wenn sie ggf anstrengend sind. Fit for Fun😉 Für den Spaß und die Unterhaltung ist mir die Anstrengung das wert.

Pseudo
Pseudo (@guest_68182)
Vor 13 Tagen

Wahrscheinlich ist das Folgende schon teilweise gesagt worden, ich hab jetzt nicht alles gelesen:
Ist das nicht normal, mit dem Älterwerden kürzer zu treten. ein ganzes WE auf Achse, muß ja nicht sein, warum nicht selektiver auswählen?
Weniger machen, kenne ich als alter Sack nur zu gut, gar nichts mehr ist aber auch langweilig, und natürlich gilt das nicht nur in diesem Bereich.
Die Abneigung gegen bestimmte, meist größere Events hat vielleicht auch mit dem Alter zu tun, aber dann vielleicht einfach mit Lebenserfahrung. Ist doch der (wünschenswerte) Lauf der Dinge, wenn man immer besser lernt was man will und was nicht mehr, und auch das gilt nicht nur in diesem Bereich.
Nicht daß meine Person da das große Vorbild wäre, wie man das hinkriegt, aber negativ würde ich das nicht bewerten.
Schade wäre wenn die Leidenschaft an sich verloren ginge, aber das höre ich hier nicht heraus.

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