24 August

Gay-O-Meter

von Robert ForstKategorie: Vernetzt2 Kommentare

Gay-O-Meter

Nicht das ich was gegen Schwule hätte, im Gegen­teil. Der CSD in Köln sollte zu den Pflicht­ver­an­stal­tun­gen gehö­ren und der ein oder andere Mann, der mir an der Super­markt­kasse deut­lich macht, wie wich­tig die rich­tige Anwen­dung eines Deo´s ist, kann sich von einem schwu­len Mann die ein oder andere Scheibe abschnei­den.  Das ein oder andere durch­sich­tige Klei­dungs­stück schmückt auch mei­nen Klei­der­schrank, Kochen kann ich auch ganz gut. So lang­sam bekomm´ ich aber sel­ber ein biss­chen Zwei­fel, des­we­gen nehme ich die­ses Stöck­chen auf und mache den Test doch dann lie­ber mal sel­ber. Scheint zwar in Eng­lisch zu sein, hier kann der Löwe aber helfen.

Mit­ten­drin statt nur dabei, immer­hin. Jetzt ist es an der Zeit her­aus­zu­fin­den, wie es um dich bestellt ist. Aus­re­den gibt es nicht, die­ser Test funk­tio­niert auch für Frauen.

Quel­len: Gayo­me­ter von Chan­nel 4, gese­hen bei MC Win­kel und Schaezle

21 August

Product Placement - GEMA

Sam­ples. Seit es für den C64 ein Steck­mo­dul gab, mit dem man wie in die­sem Bei­spiel Sam­peln konnte, weiß auch ich, wie krea­tiv man damit sein kann und wie ille­gal auch. Das deut­sche Urhe­ber­recht, dass in sei­ner For­mu­lie­rung und Aus­füh­rung den Ein­druck erweckt es stamme noch aus Kai­sers­zei­ten, macht jeder krea­ti­ven Ver­wen­dung einen Strich durch die Rech­nung. Hier­zu­lande ver­wal­tet die GEMA die Ver­wer­tungs­rechte an Musikstücke.

Johan­nes Kreid­ler, Kom­po­nist zeit­ge­nös­si­scher Musik möchte mit sei­nem neuen Werk Pro­duct Pla­ce­ment alles rich­tig machen und hat dazu bei der GEMA die ent­spre­chen­den For­mu­lare zur Erfas­sung der von ihm ver­wen­de­ten Musik­stü­cke bestellt. Ich fürchte aber, dass das ganze mit einer Spe­di­tion ange­lie­fert wird, denn Kreid­ler hat es geschafft 70.200 Musik­stü­cke in sei­nem 33 sekün­di­gen Werk zu Sampeln.

...theoretisch kann man am Computer pro Sekunde schon 44100 Zitate abspielen...

Bei 70.200 hat ihn dann wohl doch die Lust ver­las­sen.  Es geht ihm um Visua­lie­rung und nicht darum, die GEMA zu ärgern, ich find´s trotz­dem gut, die Behörde des Urhe­ber­rechts mit ihren eige­nen Waf­fen ver­traut zu machen, der Bürokratie.

Youtube Video — Hier stellt der Künst­ler seine Aktion vor

Rich­tig so! Seit­dem die Büro­kra­ten die Schlie­ßung von ballz.de zu Ver­ant­wor­ten haben bin ich sowieso stin­kig, denn so wird jeder Funke Krea­ti­vi­tät in unse­rer Gesell­schaft gleich im Keim erstickt. Obwohl, wenn ich mir die unzäh­li­gen Novel­lie­run­gen der Urhe­ber­rechts so anschaue, unkrea­tiv ist das nicht…

Quel­len: Gefun­den bei mcwin­kel via Twit­ter und Gulli

20 August

Zweite Hand

Second Hand in StockholmWarum rie­chen Second Hand Läden eigent­lich alle gleich? Bei mei­nem ers­ten Besuch eines sol­chen Geschäf­tes bei einem Besuch in Lon­don ist mir die­ser Geruch gleich auf­ge­fal­len. Eine Mischung aus Leder­ge­ruch, Mot­ten­ku­geln und Muff. Zeit kann man rie­chen, so kommt es mir jeden­falls vor. Der Ein­druck bestä­tigte sich, als ich wei­tere Second Hand Läden besuchte die, abge­se­hen vom Geruch ihrer Besu­cher, immer auf die gleich Art und Weise gero­chen haben. Wäre doch eine Geschäfts­idee, Duft­bäume mit Second Hand Note.

Second Hand Mode ist gerade schwer im kom­men, gerade die im ame­ri­ka­ni­schen Stil. Was in den USA vor Jah­ren Mode gewe­sen ist, könnte sich bei uns zum Kas­sen­schla­ger ent­wi­ckeln. Soge­nannte Worker­hem­den mit den Logo´s Ame­ri­ka­ni­scher Fir­men, Bow­ling­hem­den, Uni­form­teile, Hosen, Base­ball­ja­cken und Kapu­zens­hirts, Jacken, Taschen und Schuhe, es ist eigent­lich für jeden Anlass etwas dabei.

Second Hand in StockholmWas frü­her nur Mit­tel zum Zweck war, den Geld­beu­tel zu scho­nen, ist heute ein neuer Aus­druck von Indi­vi­dua­lis­mus. Es ist aber auch ein Spaß zu stö­bern, anzu­pro­bie­ren um dann letzt­end­lich auf­zu­fal­len. Die Ent­wick­lung vom Schund zum Kult ist dabei immer gleich. Zunächst als unver­zicht­ba­res Klei­dungs­stück um (damals) aktu­el­len Trends zu fol­gen, dann zum ver­hass­ten Klei­der­schrank­hü­ter degra­diert (»das geht ja mal gar nicht!«), um letzt­end­lich dann doch wie­der ein Trend zu wer­den, wenn das gute Stück bis dahin nicht schon im Müll­ei­mer oder in der Alt­klei­der­samm­lung ver­schwun­den ist.

So kam es dann auch, dass ich in Lon­don zum ers­ten mal auf den Geschmack gekom­men bin, Sachen aus zwei­ter Hand zu ver­su­chen und habe mich dann auch gleich unsterb­lich in eine Leder­ja­cke aus den 70ern ver­liebt, die als ers­tes mei­nen Klei­der­schrank enterte. Lei­der hat Mön­chen­glad­bach nicht viel zu bie­ten, wenn es um getra­gene Klei­dung geht, so müs­sen schon Aus­flüge in die euro­päi­schen Metro­po­len her. Lon­don, Stock­holm und Köln waren da schon erquickender.

Wei­ter­füh­rende Links: Qype-Guide, Tel­ler­rand­reise nach Stock­holm, Lon­don

18 August

Tellerrandreisen - Stockholm

Stockholm - SeenlandschaftSchwe­den ist nicht gerade als Bevöl­ke­rungs­reichs­tes Land Euro­pas bekannt, somit ist auch nicht ver­wun­der­lich dass die Haupt­stadt nur etwa 800.000 Ein­woh­ner zählt. So war ich dann aber auch mehr als ver­wun­dert, was in Stock­holm so los ist, denn die gefühlte Ein­woh­ner­zahl lag auf jeden Fall deut­lich höher und so ziem­lich jeder Schwede den ich mir vor­stel­len kann, hat sich dort aufgehalten.

Auf der Suche neben dem Main­stream gibt es auch in Schwe­dens Haupt­stadt eini­ges zu ent­de­cken, es lohnt sich aber auch durch­aus ein wenig mit dem Strom zu schwim­men und die ein oder andere Sehens­wür­dig­keit in Augen­schein zu nehmen.

Es ist durch­aus mög­lich die ein­zel­nen Inseln der Stadt in The­men­be­rei­che ein­zu­sor­tie­ren. So fin­det man in Gamla Stan, der Alt­stadt von Stock­holm viele alte Gebäude. In Öster­malm wohnt die High Society in IKEA gestähl­ten Alt­bau­ten, Djur­gär­den ist die Ver­gnü­gungs­in­sel, auf dem man neben einem aus­ge­deh­ten Spa­zier­gang auch eine Frei­zeit­park und viele ande­ren Sehens­wür­dig­kei­ten fin­det. Söder­malm ist der junge Stadt­teil, der auf einer Anhöhe gele­gen eine wahre Fund­grube für Kurio­si­tät und Alter­na­ti­ves bie­tet. Lang­hol­men, die alte Gefäng­nis­in­sel beher­bergt ein Hotel im Gefäng­nis, oder bes­ser ein Gefäng­nis im Hotel und bie­tet schwe­di­sche Gar­di­nen für Ein­stei­ger, lei­der war der Schup­pen bereits aus­ge­bucht, so dass wir auf eine andere Behau­sung aus­wei­chen muss­ten. Haga­par­ken ist der Hyde­park der Stock­hol­mer und bie­tet viel Raum für Ent­span­nung. Den gan­zen Arti­kel lesen… »