Felix Flaucher
S. Bollmann, 18 Summers Nocturnal Culture Night 9 2014 01, CC BY-SA 3.0

On the Other Side: Felix Flaucher (Silke Bischoff/18 Summers) verstorben

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Felix Flaucher
S. Bollmann, 18 Summers Nocturnal Culture Night 9 2014 01, CC BY-SA 3.0

Felix Flaucher, Sänger der Band 18 Summers (Silke Bischoff), ist vergangene Nacht verstorben. Wie sein Mitstreiter Frank Schwer auf der offiziellen Facebook-Seite der Band mitteilte, ist der Musiker und Fotograf in seiner Wohnung in Ludwigsburg, umgeben von Freunden und Familienangehörigen, an den Folgen einer schweren Krankheit gestorben. 

Felix ist heute Nacht nach langer Krankheit leider verstorben. Er war ein besonderer mensch und einmaliger Musiker. Danke, für die gemeinsame Zeit. Hoffe es geht dir jetzt gut wo du bist… viel kraft für die Familie und die Menschen, die um ihn trauern.

Der Sänger mit der einprägsamen Stimme gründete zusammen mit Axel Kretschmann im Frühjahr 1990 die Band Silke Bischoff, die sich mit Hits wie „Under Your Skin“ (1995) und „On the Other Side“ (1991) ins kollektive Szene-Gedächtnis gebrannt haben. Der Name der Band war eine Hommage an Silke Bischoff, die bei dem Gladbecker Geiseldramas (1988) erschossen wurde. Für ihn ein Zeichen sich an die Opfer schrecklicher Verbrechen zu erinnern und nicht an die Täter. Flaucher machte sich parallel dazu auch früh einen Namen als Fotografen und arbeitete mit den Magazinen Gothic, Orkus, Sonic Seducer und dem Zillo zusammen. Viele seiner Aufnahmen erschienen in dem von ihm veröffentlichten Fotobuch „Under your Skin“.

2002 trennten sich die Wege von Flaucher und Kretschmann und aus Silke Bischoff wurde 18 Summers, das Nachfolgeprojekt, das er zusammen mit Frank Schwer bestritt. Auch dieser Bandname soll an Silke Bischoff erinnern, den die starb am 18. August 1988 im Alter von 18 Jahren. 2012 erschien ihr letztes Album „The Magic Circus“, ob das auf der Homepage angekündigte neue Album noch erscheint, ist bislang unklar.

Die Szene verliert eine der einprägsamsten Stimmen, die die Dark-Wave-Szene der 90er Jahre entscheidend formte. Vielleicht sieht man sich auf der anderen Seite. Solange werden wir uns an Dich erinnern.

 

 

 

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Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

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Ronny Rabe
Ronny Rabe

Mich hat die Nachricht sehr erschüttert , obwohl ich sagen muss. Die letzten Fotos von Felix bei FB -In den letzten Monaten – haben mir schon zu denken gegeben und ich vermutete auch , das Felix leider nicht mehr lang unter uns weilen würde sad

Songs wie “ Hold me “ , I don´t love you anymore “ , No Paradise , The Letter und viele andere , sind DarkWave / Synti Perlen für die Ewigkeit.

Noch zu erwähnen ist auch das Album von Crystal Lake “ Violent Vision Blue “ .

Schwarzer Bogenschütze
Schwarzer Bogenschütze

Wie gebannt und völlig fassungslos sitze ich vorm Rechner.

Ein grandioser Künstler ist von uns gegangen.

Mit seiner Musik und vor allem seinen Bildern hat er mich fasziniert und geprägt.
Lieder wie „Blue Eys“, „To Protect And To Serve“, „The Man On The Wooden Cross“ oder „Hold Me“ haben mich tief berührt.

Wir sehen uns auf der anderen Seite.

ColdAsLife
ColdAsLife

Mir ist es eben kalt den Rücken runtergelaufen, als ich die Nachricht vorhin hier las. Silke Bischoffs Debut sowie To protect and to serve gehören ganz allgemein zu meinen favourite albums of all time, diesen einen bestimmten, einfühlsamen, schwelgerischen Stil und Klang kannte ich ausschließlich von ihnen. Da ist so viel Gefühl gewesen, dass es für viele schon am Rande des Kitsches war – für mich jedoch einfach nur perfekt. Kein schöner Tag heute.

Le_lys_noire
Le_lys_noire

Soeben saß ich gemütlich in meiner Kuschelecke, höre under your skin in Endlosschleife und Frage Google was dieser feine Musiker wohl so macht und dann so eine furchtbare Antwort! Mir ist, als hätte mir jemand etwas sehr Kostbares entrissen. Wie Robert schon sagt, identitätsstiftend und unsagbar gefühlvoll.