Gegen den Weihnachtskitsch auf den Flimmerkästen – Dokumentationen rund um die Szene

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Grelle Lichterketten zerschneiden das trübe Licht des Tages. In einem Vorgarten blinken die Lichter eines rosa Weihnachtsmannes und eines grünes Rentieres hektisch um die Wette und blenden den Betrachter. Ein angeheiterter Weihnachtsmann im schlecht sitzenden Kostüm stampft eilig mit einem Christkind, das gerade im Begriff ist Flügel und Perücke zu verlieren, durch die Gassen. Last Christmas zerreist die seltsame Stille. Hinter den Wohnzimmerfenstern geben sich die ersten Nostalgischen mit „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ oder „Der kleine Lord“ ganz dem visuellen Weihnachtstraditionskitsch hin. Irgendwie so gar nicht gruftig die ganze Angelegenheit. Wer aber auf den dunklen Aspekt des Lebens auch an Weihnachten nicht verzichten und sich visuell etwas Schwärze oder Synthesizerklänge zuführen möchte, dem legen wir hier eine Reihe von durchaus diskussionswürdigen Dokumentationen und Einblicken rund um „die Szene“ ans schwarzschlagende Herz.

Welcome to the 80’s: Gothic, Industrial und Black Metal

Die viel gelobten 80er sind und bleiben ein Dauerbrenner in der schwarzen Szene. Zum Zeitvertreib um die Feiertage haben wir eine zugegebenermaßen schon etwas ältere Dokumentation über diese verheißungsvolle Zeit ausgegraben. In ihr kommen bekannte Figuren der damaligen Zeit zur Sprache und versuchen ihre ganz eigenen Erlebnisse und Ansichten in Worte zu fassen. Alle weiteren Teile finden sich hier: Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6.

Es gibt übrigens aus dieser Reihe noch weitere Dokus, die bereits auf Spontis verewigt wurden: Post-Punk und Neue Deutsche Welle, Synthpop und New-Romantics und für alle die über den Tellerrans schauen wollen: Rap, Breakdance und Graffiti

Synth Britanna

Wir bleiben in den in der Vergangenheit und wenden uns Großbritannien und dem Vormarsch der Synthesizern zu. Elektronische Klänge auf dem Weg in die Zukunft. Auch hier berichten Zeitzeugen von ihrer Wahrnehmung. Gespickt ist das ganze mit einer Reihe von Hintergrundinformationen. Kleines Manko: die Doku ist auf Englisch.

Regensburger Gothic Treffen 2011

Das Wave Gotik Treffen ist wohl allen ein Begriff, aber was ist eigentlich mit dem Regensburger Gothic Treffen, das schon wieder von dern Bildfläche verschwunden ist? Nur Namensklau und Kopie? Warum es das RGT nicht mehr gibt erfahren wir in der Doku nicht, allerdings sollen sowohl Musiker und Vermieter von den Veranstalter geprellt worden sein. Hinterlassen wurden Chaos und ein schlechter Ruf. Im Video sieht man natürlich nur die Veranstaltung garniert mit Eindrücken und Stimmen aus der schwarzen Szene.

A Light in the Darkness

„Gothmom“ Donna Sheehy spricht über ihre Gothic Glaubensgemeinschaft Graverobbery Ministry in der sich christliche Gothics zusammenfinden um ihren Glauben zu teilen und das Treffen, dass sie in Ohio, USA auf die Beine gestellt hat. Was bedeutet Gothic für die Teilnehmenden? Wie integrieren sie Gott in ihre Weltbild? Welche Erfahrungen haben sie in christlichen Stino-Glaubensgemeinschaften gesammelt? Goth und Gott, geht das überhaupt zuammen? Auch hier: leider nur auf English verfügbar.

Gothics in den 1990ern

Zugegeben sehr alt und von sehr schlechter Qualität, aber auch sehr kurzweilig. Hier sind drei Beiträge zusammen geschnitten worden. Zuerst begleiten wir Michael Kämpfer (Inhaber des Art of Dark und Mitautor von Anektötchen und anderen Zwischenfällen). Mit Robert Smith – tönt die Stimme aus dem Off – fing alles an. Na, das Senderlogo am oberen Rand lässt mich doch gleich mal an der gründlichen Recherche zweifeln. Wobei, fing es bei euch mit Robert Smith an?
Im Folgenden sehen wir einen Beitrag der Schwarzkittel in Wien 1996 begleitet. Deutschland ist für die Befragten damals das gelobte Land, in dem für Gruftis alles besser ist. Die „Szenestars Rammstein“ haben sie trotzdem in Österreich besucht…
Der letzte Beitrag befasst sich wohl mit einem der Liebslingsthemen der 90er Jahre: Satanismus. Konnte damals wohl nicht genug beschrien werden. Grabschändung, Tiertötung, Menschenopfer und sicher tragen die Täter auch alle schwarz…Leider endet der Beitrag dann unvermittelt und ist von der Aufnahmequalität sehr schlecht. Aber, ist das Satanistenklischee heute noch so präsent wie damals?

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