Wochenschau: Sommer, Palmen, Sonnenschein? Nein Danke!

Sommer, Palmen, Sonnenschein. Vor knapp 40 Jahren sangen die Ärzte von dem, was sich die meisten Jugendlichen damals wünschten. Im März 1984, bei einem Playback-Auftritt in Wipperfürth, war es jedenfalls saukalt und der Sommer in weiter Ferne. Dieser Tage sieht das wohlmöglich anders aus. Winter, Schatten, Regenschauer könnte der Titel lauten, denn allerorts ächzt man unter einer nie dagewesenen Hitzewelle. Klimawandel am eigenen Leib, das Wetter ist total im Eimer! Aber wem erzähle ich das? Für uns Gruftis war die Welt schon vor 40 Jahren dem Untergang geweiht, mittlerweile haben wir Abrüstung und Aufrüstung erlebt, haben Atomkraftunfälle, Atomkraftabschaffung und die neue Atomkraftliebe mitgemacht und sehen auch immer noch schwarz. Wir fanden vor 40 Jahren schon die Sonne doof, den Schatten cool und klirrende Kälte besser gefunden als brütende Hitze. Kümmern wir uns also nicht um die Probleme der Welt, sondern um Triviales. Viel Spaß mit der Wochenschau!

Kat von D macht Schluss mit Grufti | Insider

Die Tattoo-Künstlerin und Stilikone Kat von D macht Schluss mit der Gothic-Ästhetik, mit der sie sich einst definiert hat. Sie verkaufte ihre Anteile an der gleichnamigen Schönheitsmarke, bedeckte bereits einige Tattoos, verkaufte Immobilien und entsorgt jetzt einige Bücher über Hexerei und Tarot aus ihren. Nach ihrer Aussagen decken sich diese Dinge nicht mehr mit dem, „was sie sein möchte.“ Wir wünschen eine gute Reise! „Ich fand Schönheit schon immer im Makaberen, aber an diesem Punkt meines Lebens musste ich mich einfach fragen, in welcher Beziehung ich zu diesem Inhalt stehe. […] Und die Wahrheit ist, ich möchte einfach keines dieser Dinge in das Leben meiner Familie lassen, selbst wenn es in wunderschönen Hüllen verpackt ist und Staub in meinen Regalen ansammelt.

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Dungeons, Boudoirs, and Bondage Wear | Creem

Andi Harriman begibt sich für das Creem-Magazin zusammen mit Stilikone Dave Edmond auf die Suche, warum Fetisch-Accessoires oder Latex-Kleidung in die Gothic-Szene gesickert sind: „Mehrere Gründe. Ich denke Specimen waren so etwas wie die Aushängeschilder der Batcave — sie waren immer in diesem Zeug gekleidet. Keyboarder Jonny Slut von Specimen trug immer Netzstrümpfe und PVC. Und als das Modelabel „Boy“ sich auf die ganze Sache mit Batcave einließ, fingen wir an, einen Batcave-Gothic-Look zu verkaufen. Wir würden immer beides zusammenmischen. Sie waren wie eine natürliche Ehe, ein bisschen wie Spitze. Du hättest zwei Arten von Goths: Du hättest die Art von viktorianischen Goths und die schmuddeligen Fetisch-Goths. Das weibliche Gegenstück war der Goth-Domina-Look – als Patricia Morrison beim Gun Club und den Sisters of Mercy war, trug sie immer solche Sachen.“

Bunter kann Schwarz nicht sein | NDR

Das Mera Luna ist vorbei und hat zahlreichen Besuchern ein tolles Wochenende beschert. Tino Nowitzki fasst das Wochenende für den NDR zusammen: „Ketten-Schlüpfer, Ledermasken, blutverschmierte Unterhemden? Willkommen auf dem M’era Luna 2022 – eines der wichtigsten Treffen der Schwarzen Szene. Und eines der schillerndsten: Denn wer beim Gang über das Festival-Gelände nicht bei offenem Mund ins Staunen gerät, der braucht dringend einen Termin beim Optiker des Vertrauens. Daran hat sich auch nach zwei Jahren Festival-Pause durch Corona-Pandemie nichts geändert.“ Untermalt wird der Text von einem 3-minütigen Video-Beitrag, dessen Tenor wohl „Kostüme“ lauten könnte oder vielleicht auch sollte.

Die prägenden Synthesizer von Front 242 | Gearnews

In einem Beitrag von „Moogulatur“ widmet sich Gearnews intensiv den technischen Aspekten der EBM und geht dabei speziell auf die Band Front 242 ein: „Die ersten Versuche mit „Principles“ erinnern eher noch an Cabaret Voltaire und steigern sich in einen neuen eigenen Sound, der bis zur frühen Mitte der Achtziger von analogen Synthesizern geprägt wurde. Zentral auf dem Geography-Album sind Synthesizer wie Rolands System 100 und 100m, Yamahas CS–Synthesizer (CS-40M, CS-15) zu hören. Auch der „Operating Tracks“-Bass vom Moog Source ist zu hören. Das ist ein speicherbarer Synth mit etwa der Struktur des Prodigy, den auch Depeche Mode sehr früh genutzt haben. „Belgien ist ein Land, in dem Synthesizer teuer sind“, sagte mir ein bekannter EBM-Musiker zu jener Zeit und so waren manche Instrumente auch Leihgaben.“ Obwohl ich jetzt keine Ahnung von der Materie habe, bin ich beeindruckt, wie viel Ahnung man von so einer Materie haben kann.

40 Jahre CD: Musik zum Anfassen | Tagesschau

Das runde Jubiläum der CD mag wohl gleichzeitig auch der finale Abgesang auf die kleine glänzende Scheibe werden, denn Streaming ist das neue Schlagwort, wenn es ums Musikhören geht. Für mich wieder eine Innovation, die ich von der „Geburt“ bis zu seinem theoretischen Ende mitverfolgt habe und dennoch nicht für „tot“ halte, denn wie die Schallplatte oder die Kassette findet auch die CD noch weiter Verwendung. Ein Artikel in der Tagesschau fasst alle Fakten und die heutige Situation zusammen. Hatte ich eigentlich schonmal die Geschichte von meinem ersten CD-Player erzählt? Könnt ihr ja gerne mal in den Kommentare anfordern.

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Leipzig liest kein Buch | FAZ

Die Universität Leipzig schafft die Buchwissenschaften ab. Für die Stadt des Buchs eine Katastrophe oder die zwangsläufige Entwicklung der Digitalisierung? „Abgesänge auf das gedruckte Buch gibt es in etwa so viele wie Bücher selbst. Das Buch hat sie bislang überlebt, und die Leseforschung, ein Zweig der Buchwissenschaft, hat erklärt, warum man auch in Zukunft noch Bücher drucken wird. Etwa weil man sich besser an das erinnert, was man zwischen zwei Buchdeckeln gelesen hat.

Rock im Park 2023 – Kräftiger Preissprung | merkur

Der begonnene Vorverkauf für das „Rock im Park“ Festival für nächstes Jahr wirft dunkle Schatten auf kommende Preissteigerungen voraus. Inflation, Personal, Energie. Statt 199€ kostet das Festival 2023 nun 268€. Ich bin gespannt, was uns noch so erwartet. „„Das Rock-im-Park-Ticket für nächstes Jahr kostet in der Early Bird Phase 268 €. Vor Corona waren es noch 199 €, davor 169 € …“, moniert eine Person die Preise in einem Jodel-Post. Dazu der Hashtag #Wucher. „Richtige Frechheit, zumal die Organisation einfach seit Jahren immer schlechter wird“, antwortet jemand. „Würde denen wirklich gönnen, wenn die mal richtig floppen würden, aber gehen vermutlich immer noch genug hin …“

Druiden und Hippies 1969 in Stonehenge | Kraftfuttermischwerk

Subkulturen gibt es schon eine ganze Weile. Nicht erst in den letzten Jahren versammeln sich einige davon in Stonehenge, um ihren Leidenschaften und Überzeugungen nachzugehen.

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(via KFMW)

Black Friday – Biggest Goth Festival in the World Part 2 | It’s Black Friday

Wer A sagt, muss auch B sagen. Nachdem ich in der letzten Wochenschau den ersten Teil von Black Fridays Besuch des Wave-Gotik-Treffen gezeigt habe, kommt jetzt auch der zweite Teil.

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