Wicca: Moderne Hexen und Hexer des 21. Jahrhunderts

Spontis ist nicht gerade der Quell neureligiöser Bewegungen oder neu ins Leben gerufener Natur- und Mysterienreligion, da liegt es nahe, sich professionelle Hilfe zu holen. Daher habe ich Rosa Chalybeia gebeten, einen passenden Beitrag für die Reihe „Subkulturen“ zu verfassen und war mehr als glücklich, dass Sie zustimmte. Rosa beschäftigt sich schon seit gefühlten Ewigkeiten mit allem was mysteriös, religiös oder heidnisch ist und im Laufe ihrer Karriere in der schwarzen Szene viele Erfahrungen dazu gesammelt.

Magische Kreise, Pentagramme und heidnische Feste im fahlen Licht des Mondes? Schrullige Hexen die Barfuß um den Schein des knisternden Feuers tanzen oder doch etwa eine murmelnde Gemeinde Bedeutungsschwangerer Menschen? Und was zum Teufel hat das alles überhaupt mit Gothic zu tun? An dieser Stelle möchte ich ein paar Worte über Wicca verlieren, auch wenn diese „Bewegung“ mit Gothic erst mal nichts zu tun hat, heute verschränken sich an diesem Punkt die Szenegrenzen oftmals. Mag es am natürlichen Interesse des gemeinen Gothics für okkulte Dinge liegen – oder an der Suche nach anderen Wegen als die ausgetretenen Pfade etablierter Religionen, wenn es darum geht die Welt auf spirituellem Wege zu erfahren.

Was ist Wicca?

Dabei handelt es sich um eine neopagane Religionsform die sich auf uralte vorchristliche Traditionen berufen soll. Zumindest ist das das was manch naiver Wicca gerne glauben mag und stellenweise so auch als unverrückbare Wahrheit dargestellt wird. Als „Beweis“ werden dafür häufig primitive Kunstgegenstände herangezogen, welche Frauenfiguren mit überzogen weiblichen Rundungen und schwangerem Bauch zeigen. Diese sollen die große Göttin – die Erdmutter darstellen, doch das ist nicht wissenschaftlich einwandfrei bewiesen und lediglich Spekulation. Nicht zuletzt sorgte die Bezeichnung als Venusfigurinen die auf die Entdecker dieser Skulpturen im 19. Jahrhundert zurückgeht für Falschauslegung, diese beruht lediglich auf optische Assoziationen mit der römischen Liebesgöttin, keineswegs aber auf eine belegbare Göttinnendarstellung.

Tatsache aber ist, dass Wicca in der Mitte des 20. Jahrhunderts von Gerald Brousseau Gardner ins Leben gerufen wurde. Gardner wurde am 13. Juni 1884 in England geboren. Zunächst als Betreiber einer Tee-Plantage in Ceylon tätig, zog er dann nach Malaysien, wo er sich für die alten magischen Kulte der Eingeborenen interessierte und später ein Buch über die magische Verwendung von Waffen in diesen Kulten verfasste.

Wieder in England lebte er in New Forest und schloss sich dort einem Geheimbund sogenannter Erbhexen 1 an – dem New Forest Coven, in den er 1939 initiiert wurde.

1946 lernte er Aleister Crowley kennen, und wurde in den Ordo Templi Orientis initiiert, der zu dem Zeitpunkt unter Crowleys Leitung stand – ein zeremonialmagisch orientierter Orden von westlichen Mystikern.

1949 veröffentlichte er mit Zustimmung des Covens seinen zweiten Roman High Magic’s Aid, in dem in fiktionaler Form die Grundzüge der späteren gardnerianischen Tradition bereits beschrieben werden. Die Rituale sind hier noch sehr durch Crowley und die westliche Zeremonialmagie beeinflusst. Ein weiteres Gerücht besagt, dass Crowley das „Buch der Schatten“2 mit allen Ritualen sogar komplett für Gardner schrieb.

Heute noch geht das viel zitierte Oberste Hexengebot: „Do what ye wilt, an it harm none – Tue was Du willst aber schade niemandem!“ streng genommen auf Aleister Crowley zurück, der in seinem „Liber Al Vel Legis“ – das Buch des Gesetzes 1904 bereits auftaucht:

AL I:40: Do what thou wilt shall be the whole of the Law.
„Tue was du willst, soll sein das ganze des Gesetzes.“
AL I:57: Love is the Law, love under will.
„Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen.“ 3

Man sagt auch, dass High Magic’s Aid ausschlaggebend dafür war, dass 1951 der „Witchcraft Act“, der das Verbot der Ausübung von Hexerei regelte, abgeschafft wurde – aber vielleicht fand der moderne Mensch es auch nur langsam lächerlich, an mißmutige alte Schrullen zu glauben, die auf Besen durch die Gegend fliegen.

1953 wird Doreen Valiente in Gardners Coven initiiert, sie überschreibt viele der von Crowley beeinflussten Passagen in Gardners Buch der Schatten mit Texten die vom Göttinnenkult geprägt sind.

1954 legt er mit der Zeitschrift „Witchcraft Today“ den Grundstein für das, was im Folgenden „Gardnerian Wicca“ genannt wird. Gardner war bekennender Nudist und entsprechend Verfechter der Ritualausübung „im Himmelskleid“ (englisch: skyclad) – also nackt, und scheute offenbar auch nicht vor Vorführungen sexualmagischer Praktiken zurück, weswegen Doreen Valiente und andere Schüler den Coven verließen und eigene Traditionen ins Leben riefen.

Gerald Gardner verstarb am 12. Februar 1964 auf einer Schiffsreise auf dem Weg Richtung Libanon.

Heute gibt es nahezu unzählige Traditionen die eben auf Gardners Wicca basieren und sich wahlweise beim keltischen, germanischen römischen oder griechischen Götterkanon bedienen, sowie schamanistische Einflüsse mit aufnehmen. Eine davon ist „Seax-Wica„ – die sich auf angelsächsische Mythologie beruft und von Gardners Schüler Raymond Buckland formiert wurde.

Buckland trug auch dazu bei, Wicca in den USA zu verbreiten –  sein Buch „Bucklands Complete Book of Witchcraft“ findet sich auch in meinem Bücherregal.  Zugegeben – für einen Lacher ist es immer wieder gut, was aber an der Art liegt wie es geschrieben ist.

Der Begriff „Wicca“ stammt aus dem Angelsächsischen, mit der Bedeutung „Zauberer“ oder „Hexe“, das englische Wort für „Hexe“ – „witch“ kommt ebenfalls daher. Gardner verwandte zunächst die Form „Wica“ in seinen Büchern für die Anhänger seiner neuheidnischen Religion, später wurde das Wort als „Wicca“ auch generell für den Kult gebräuchlich.

In den USA wurde Wicca auch von Protagonisten wie Zsuzsanna Budapest und Miriam Simos (unter dem Pseudonym Starhawk) weiter verbreitet. Budapest war Begründerin des sogenannten „Dianic Wicca“, einer sehr feministisch geprägten Tradition. Beide Damen haben selbst Bücher verfasst, von Budapest sind ebenfalls einige in meinem Regal zu finden die an sich sehr gut geschrieben sind, nur steht „Z“ für meinen persönlichen Geschmack zu stark auf der radikal-feministischen Seite.

Einen Boom erfuhr die Hexerei Ende der 80er bis Anfang der 90er. Maßgeblich auch durch Veröffentlichungen von Autoren die sich an das breite Publikum richteten – namentlich Silver Ravenwolf, von der es eine Buchreihe über die Hexenkunst gibt, sowie Scott Cunningham.

In Deutschland gibt Sandra, die Hexe aus München, ihr Wissen in verschiedenen Büchern preis – die mit 13 Jahren auch meine erste Berührung mit Magie darstellen, obwohl Sandra keine Anhängerin des Wicca ist.  Ich muss auch zugeben, dass mich die Frau optisch, mit ihren schwarzen langen Samtkleidern und zigtausend Silberketten, immens fasziniert hat.

Immer mehr Autoren tauchen auf die lustige Zaubersprüche in Buchform veröffentlichen, Mutter Beimer von Nebenan nennt sich eine Hexe, weil sie ein paar fadenscheinige Zaubersprüche in der Küche absolviert hat, die Wicca die in den alten Coven sitzen stöhnen entsetzt auf.  Esoterik-Läden schießen wie Pilze aus dem Boden, in denen man sich rundum eindecken kann, von Kerzen über allerlei Ritualzubehör wie Kelch und Athame4

Die wachsende Popularität der Neuen Hexen hatte aber auch ihre Schattenseiten. So traten mit den Autoren auch vermehrt findige Geschäftemacher auf, die auf den Trend aufsprangen um leichtgläubigen Menschen das Geld aus der Tasche zu ziehen und auch etliche der bereits bekannten Autoren entwickelten eine gewisse Geschäftstätigkeit. Die späten Bücher von Sandra sind beispielsweise nahezu nichtssagend.

„Hexe Thea“ setzt dem Ganzen die Krone auf und gibt Bücher mit Ritualen heraus, für die man – angeblich – unbedingt Zutaten und Requisiten aus ihrem eigenen Laden benötigt. Für gutes Geld bietet sie „Hexenausbildungen“ an und verbreitet Lehren die mit Wicca nur recht verdreht noch etwas gemein haben – und so zieht sie sich den Unmut von Wiccas und Neuheiden zu.

Auch das Fernsehen wurde auf die Hexen aufmerksam, die Serie „Charmed“ führte 1998 zu einer Explosion von Junghexen, Pro7 gab ebenfalls ein Buch mit kleinen Zauberrituälchen heraus das als „Buch der Schatten“ tituliert wurde – und in den Foren der Neuheiden rollte man genervt die Augen wegen tausender elfjähriger „Pipers“ und „Phoebes“ die lernen wollten, wie ihre Serienvorbilder zu zaubern und Dämonen zu vermöbeln.

Wicca Steinkreise
Wicca Steinkreise | Photo by Dyana Wing So on Unsplash

Doch woran glauben Wicca eigentlich wirklich?

Wicca ist eindeutig eine Religion 5, die Anhänger glauben an eine Große Göttin die sich in der Natur in verschiedenen Erscheinungsformen zeigt. Sie ist einmal die „Große Mutter“ – die Erde aus der wir alle geschaffen sind und zu der wir wieder gehen, aber auch die Mondgöttin die durch den Lauf des Mondes verkörpert wird – der zunehmende Mond ist das junge Mädchen, der Vollmond die schwangere reife Frau, der abnehmende Mond die alternde Weise, und bei Neumond wird sie wiedergeboren. Auch beim Mythos der Nornen findet sich ein ganz ähnlicher Symbolismus.

Gegenpart der Göttin ist der gehörnte Gott – Pan oder Cernunnos (für den es ebenso mehrere Namen aus unterschiedlichen Pantheons gibt) . Er wird mit dem Lauf der Sonne in Verbindung gebracht.

So bringt die große Göttin ihn zur Winter-Tagundnachtgleiche am 21. Dezember zur Welt, an Lichtmess, zum 1. Februar wird er quasi volljährig, als Symbol dafür werden die Tage nun länger als die Nächte und im Hochsommer zum 31. Juli stirbt er, symbolisch wenn das Korn geerntet wird als „Korngott“ – denn er opfert sich dafür, dass die Menschen den Winter überleben und genug Nahrung haben.

Einige Wurzeln des Wicca liegen also durchaus im bürgerlichen Aberglauben vergangener Jahrhunderte, als man mangels Wissen jeden Winter dafür betete, dass die Tage im Frühjahr wirklich wieder länger wurden, und nicht solange immer kürzer durch göttlichen Unmut, dass die Welt in ewiger Nacht versank. Viele Rituale und Zaubereien die heute unter „Hexentum“ verbreitet werden sind solche Volks-Zaubereien die man auch als „niedere Magie“ bezeichnet – oftmals kleine Rezeptchen die dem Liebesleben förderlich sein sollen, Geldsegen anziehen oder für die Gesundheit .

Jahreslauf

Wicca ist daher eine sehr naturverbundene Religion die sich an den Veränderungen der Natur im Jahreslauf orientiert. Aber auch am Mondlauf – zu Vollmond feiert man den sogenannten Esbat und bedankt sich bei der Großen Göttin für alles was im vergangenen Monat geschehen ist und spricht Wünsche für den nächsten Monat aus.

Man feiert acht Jahresfeste, und das Hexenjahr beginnt an Samhain, dem 31. Oktober. Der Mainstream kennt diesen Termin als „Halloween“. Lustigerweise finden sich unabhängig vom Wicca Beweise dafür, dass dieser Tag in vielen Kulturen der Tag zum Gedenken der Toten ist.

Am 21. Dezember ist Yule – die längste Nacht des Jahres in der die Göttin ihren Sohn, den gehörnten Gott zur Welt bringt. Brigid ist am 1. Februar, man spürt, dass die Tage wieder länger werden und feiert das Sonnenlicht das langsam über die Dunkelheit des Winters Oberhand gewinnt. Tagundnachtgleiche ist dann am 21 März, hier halten sich Licht und Finsternis die Waage, die Natur erwacht -Ostara

Besonders bekannt ist die Walpurgisnacht, an der in meinem Heimatkaff auch g’standene Christen riesige Holzhaufen abfackeln. Man bittet in dieser Nacht um Fruchtbarkeit fürs Land und Vieh – oder auch im eigenen Haus … Wicca nennen dieses fest Beltane. Zur Sommersonnenwende – Litha – am 21. Juli ist der längste Tag des Jahres. Man feiert den Überfluss der Natur der hier auf seinem Höhepunkt ist, lässt es sich gut gehen.

Der 31. Juli ist Lughnasadh – Erntedank. Das Korn wurde eingeholt, der Korngott opferte sich für die Menschen und man dankt ihm und der Natur für deren Gaben. Die Herbst-Tagundnachtgleiche – Mabon – markiert den Abschnitt des Jahres wo es in die ungewisse, finstere Jahreszeit hinab geht.

Klingt alles doch ein bisschen christlich, oder? Ja, definitiv, Wiccas und Neuheiden pochen nicht selten darauf, dass die Christen die alten Feste der Bauern in vorchristlicher Zeit vereinnahmt haben um die Bevölkerung leichter von neuen Glauben zu überzeugen.

Tatsächlich finden sich in vielen frühen Kirchen auch noch sehr heidnische Symboliken, auch ein Fall von Pentagrammen in einer englischen Kirche ist mir bekannt, oder Fratzen vom „grünen Mann“.

Wicca ist trotzdem keine „Ur-Religion“, wie romantisierend oft gesagt wird. Versatzstücke aus altem Volksglauben und diversen vorchristlichen Götterkanons sind zwar vorhanden, aber nichts an Wicca ist wirklich eine Rekonstruktion eines vorchristlichen Glaubens, eher eine Neuinterpretation. Das macht die Sache nicht schlechter oder besser als andere Religionen. Und meiner Erfahrung nach können auch Neuheiden extrem verbohrt und fundamentalistisch sein. Religion ist eine persönliche Sache, auch wenn ich heute am Wicca – eben wegen der religiösen Komponente – für mich persönlich nichts mehr finden kann, so sei es jedem selbst überlassen, welchen spirituellen Pfad er gehen möchte.

Wer sich aber ernsthaft für dieses Thema interessiert, aber nicht vor hat sich einem Coven anzuschließen – was auch ich nie getan habe – dem empfehle ich dieses Buch:

Marian Green – Das geheime Wissen der Hexen, da es abseits von lustigen kleinen Liebeshexereien wertfrei und sogar relativ undogmatisch den Kern des Neuheidentums wiedergibt. Zum Abschluss gibt es aus meinem Büchlein noch eine kleine Hexerei – freilich mit Augenzwinkern:

Wicca zum Selbermachen: „Das Geschenk“

Nimm eine Kordel – am besten aus Naturfasern – in einer Farbe die zu Deinem Wunsch passt (z.B. rot für Liebesdinge, gelb fürs Geld, grün für die Gesundheit … ). Die Kordel sollte lang genug sein, dass Du sie um den Bauch oder das Handgelenk binden kannst.

Entzünde Kerzen und Räucherwerk, nimm die Kordel und knüpfe 9 Knoten hinein, beginne in der Mitte und setze die restlichen Knoten abwechseln auf jeder Seite. Bei jedem Knoten stellst Du Dir vor, wie Dein Wunsch in Erfüllung geht und sprichst:

Binde Dir die Kordel um und nimm sie nicht ab bis zum nächsten Abend.“

Entzünde dann wiederum Kerzen und Räucherwerk, öffne den ersten Knoten – vom Kordelende beginnend. Stelle Dir wieder vor wie Dein Wunsch in Erfüllung geht und sprich:

Mein Wunsch wird in Erfüllung gehen

Binde Dir die Kordel wieder um und wiederhole das Ganze bis Du beim letzten Knoten in der Mitte angekommen bist. Löse ihn wie oben beschrieben, danach pustest Du einmal kräftig auf die Kordel und sprich:

Mit der Kraft der Luft entlasse ich diesen Zauber an das Universum!“

Die Kordel wird nun bis zum nächsten Tag sicher verstaut – nicht mehr umgebunden, dann vergräbst Du sie an einem Ort wo sie ungestört in der Natur verrotten kann. Viel Spaß damit!

Weiterführende Links:

Einzelnachweise
  1. Erbhexen haben ihr Wissen und ihre Fähigkeiten durch Familientradition bekommen. Nicht selten nur von weiblichen Familienmitgliedern weitergegeben. Sagen sie. Bei etlichen selbsternannten Erbhexen dürfte das aber wohl eher Show sein.[]
  2. Ein Buch in dem alle Rituale eines Covens gesammelt werden, heute auch Bezeichnung für das private Notizbuch in dem jede Hexe ihre Zaubersprüche und Rituale einträgt.[]
  3. http://tguild.oto.de/libri/Liber_Al.htm[]
  4. Dolch der rituell verwendet wird um Energien zu dirigieren – keineswegs aber um Lebewesen danieder zu meucheln. Im Wicca ist der Griff oft schwarz und die Schneide beidseitig geschliffen.[]
  5. 1994 in USA offiziell als Religion anerkannt[]
Aristides Steelehttps://das-zeitreisende-naehkaestchen.de/
Kalkleiste und Reifrockonkel mit viel zu vielen Interessen: geschreiben wird über alles was mich irgendwie fasziniert, interessiert oder nicht aus dem Kopf gehen will. Das geht von Nerdkram über Okkultismus über Technik über Musik über Geschichte über ... und zwischendrin nähe ich auch ganz gerne :D

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Schatten
Schatten (@guest_15065)
Vor 9 Jahre

Den Artikel heute zu veröffentlichen war doch Absicht! :P
Hoch interessant :)

In dem Sinne ein frohes Beltane! :)

shan_dark
shan_dark (@guest_15068)
Vor 9 Jahre

Ja, wirklich interessant – ein gelungener Gastbeitrag. Auch ich habe bislang Wicca nicht verstanden, bzw. was genau dahintersteckt. Gut aufgeschlaut, Rosa!

Ich wusste z.B. bisher den gehörnten Pan nicht einzuordnen und auch nicht, dass er in dieser Religion der männliche „Haupt-Gott“ ist. Ebenso neu war mir, dass Wicca überhaupt eine Religion ist. Dennoch, auch mit Hexerei und Zauberei kann ich nichts anfangen, und für jegliche Form von ‚Gottheit‘ fehlt mir der Glaube. Das einzige, woran ich glaube, ist dass die Natur alles geschaffen hat und unser Schicksal und Leben beeinflusst – in dem Maße wie wir die Natur beeinflussen.

shan_dark
shan_dark (@guest_15075)
Vor 9 Jahre

Ja, ’sympathisch‘ ist die naturverbundene Seite durchaus – auch die Götter sind es irgendwie. Aber mir geht es da wie Dir: Religionen sind nichts für mich. Das kam im Beitrag auch schon gut rüber und Du hast auch gut deutlich gemacht, wie viel ich nenne es mal „Scharlatanerie“ oder „Hausfrauen-Hexerei“ da unterwegs ist… aber ich muss auch ehrlich sagen: es ist nicht mein Feld, in dem ich mich auskenne. Durch Deinen Beitrag aber immerhin mal bisschen reingeschnuppert.

Robert Forst
Robert Forst (@robert-forst)
Admin
Vor 9 Jahre

Auch ich bin nun endlich schlauer geworden. Es war schon fatal von mir überhaupt anzunehmen ich könnte das Thema selbsttätig angreifen. Als Rosa Chalybeia im Artikel zu 10.000 Hexen in Deutschland davon begann über Wicca zu schreiben, war mir klar, dass es niemand anderen geben würde, der besser geeignet wäre. Vor allem im Hexenmonat April.

Madame Mel
Madame Mel (@guest_15757)
Vor 9 Jahre

Ein interessanter Bericht, der mich ein wenig in die Materie der Wiccas transportiert hat. Diese üppige Frau in Ton (zumindest so eine ähnliche) hab ich doch schon mal irgendwo im Museum gesehen, die gab´s wohl schon in „Massenproduktion“?

Dazu fällt mir dieser skurrile selbsternannte Hohepriester in London ein – David Farrant – der sich nicht nur Ende der 70er einen Namen als Vampirjäger auf dem Highgate Cemetery gemacht hat, sondern der auch jährlich in der Halloween-Nacht – nunja – eigentümliche Initiationsrituale für „Virgin-Wiccas“ organisiert…

So kann man tatsächlich jeden Glauben – an was auch immer- auf seine eigene Art und Weise interpretieren und ausleben ;-) Und es soll tatsächlich Leute geben, die das auch noch mitmachen…

Baja
Baja (@guest_15760)
Vor 9 Jahre

Es gibt Menschen die viel mehr sehen, viel mehr spüren,viel mehr hören, viel mehr füllen und viel mehr empflinden als die durschnittliche Masse. Erst wenn man bereit ist dies zu akzeptieren könnte man Kommentaren geben und sich über Hexerei in welche Form auch immer äußern. Das rationales Denken, die Logik oder welche Interpretation auch immer versucht wird solche Phenomene zu erklären, ist genau so verlogen wie die viel zu viele möchte gern Hexen sein.

Guldhan
Guldhan (@guldhan)
Vor 9 Jahre

Wenn das Wesen der Hexerei wirklich vorhanden ist, dann muss es wie alles andere auch den Naturgesetzen gehorchen. Da nichts existieren kann, was sich über diese fundamentale Gesetzmäßigkeit stellt.
Und nichts auf diesem Planeten ist logischer als das Zusammenspiel innerhalb der Natur. Ergo: Hexerei muss einer Logik folgen und kann somit mit Logik ergründet werden.

Auch würde ich rationales Denken bei der Erklärungsfindung und Hobbyhexen nicht in gleicher Weise verlogen schimpfen.
Natürlich halte ich auch sehr viel von Möchtegerns. Und jede, die mal kurz »Charmed« sah, einen Fluch aussprechen kann oder ein Buch besitzt, mit dem sie Liebeszauber bei Vollmond brauen kann, braucht mir gegenüber nicht mit ihrem selbsternannten Hexenwesen zu prahlen.

Doch rationales Denken ist nicht verlogen. Es ist eine ehrliche Art um Dingen auf den Grund zu gehen. Zumal diese Art ihrerseits emotionslos und uneigennützig agiert. Ohne dieses Denken gäbe es kaum Wissen und sämtliches würde noch immer als Glaubensfrage dahinvegetieren.
Und ohne Wissen wäre das Hexenwesen vor dem Heute längst ausgestorben. Denn auf Glauben kann kaum etwas aufbauen…abgesehen von der Kirche, aber auch die wussten wie sie es zu machen hatten.

superwiser
superwiser (@guest_20053)
Vor 8 Jahre

„Wie die Landung so der Flug!“ Alte Flieger- Hexen-Weisheit

Pagan
Pagan (@guest_59959)
Vor 1 Monat

Woher kommt eigentlich der Begriff Hexe ?
Zum einen aus dem altdeutschen Wort Hagzissa oder Hagussa. 
Hag ist das Wort für Zaun 
und die Erweiterung steht dann für „sitzen“ oder „reiten“.
Sie waren Naturkundige, Kräuterweiblein, Heilsteinkoryphäen, Heiler, 
Ratgeber im Verborgenen. 
Sie lebten meist zurückgezogen in und mit der Natur.
Moderne Hexen von Instagram. 
Hexerei ist auf dem Vormarsch.
Ob Preen, Alberta Ferretti oder Christian Dior –
alle folgen dem Magischen und Übernatürlichen.
Bei Alexander Mcqueen schickt man die Models
für Herbst/Winter in Fell, Feder und Umhängen 
mit okkulten Motiven auf den Laufsteg 
Witches of Instagram
https://sites.google.com/view/witchesofinstagram/startseite

Magic of Brighid Spells on Tiktok
https://www.tiktok.com/@witchcircle/video/6919604718427770114?lang=de&is_copy_url=1&is_from_webapp=v1

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