Gothic Berlin - Teaser

Gothic Berlin. Teil 3: Eine schwarze Hauptstadt? Caros Berlin heute

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Gothic Berlin erzählt die Geschichte von Caro (41), einem Grufti aus Leidenschaft, mit einer bilderreichen Reise durch die 90er. Im ersten Teil haben wir erfahren, warum Caro Berlin verlassen musste und wie sie auf der Ferieninsel Sylt zum Grufti heranwuchs. Im zweiten Teil, der 1992 beginnt, ist es endlich soweit. Caro zieht zurück nach Berlin und taucht in das pulsierende Szene-Leben der frisch gebackenen Hauptstadt. Doch Zeiten ändern sich und bereits Mitte der 90er Jahre kündigen sich Veränderungen an. Auch das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig, das Caro von 1993 an besucht, verändert sich. Einige Bilder von den ersten Treffen zeigen den stetigen Wandel. Wie ist aber Berlin heute? Und wer ist überhaupt diese Caro? Der dritte und letzte Teil soll diese Fragen beantworten, soll zeigen, wie sich die Berliner Szene entwickelt hat und wie viel Rebellion in der Frau steckt, die mittlerweile seit 25 Jahren in Schwarz herumläuft. Urteilt selbst, ob Berlin auch eine schwarze Hauptstadt ist.

Caro ist ein Grufti voller Erlebnisse, Geschichten und mit Fotoalben voller Erinnerungen, die sie mit Spontis und seinen Lesern teilen möchte. Ich gespannt, ob sich einige Leser in „Gothic Berlin“, den Einblicken in ihr Leben, der Berliner Szene der 90er oder den ersten Besuchen auf den ersten Wave-Gotik-Treffen wiederfinden, und ob Ihr Caros Blick auf die immer neuen Veränderungen der Szene teilen könnt.

Gothic Berlin: Das Wave-Gotik-Treffen 1993-1999

Auf dem WGT war ich jedes Jahr von 1993 bis einschließlich 1999 (außer 1995), danach fuhr ich nur noch zum Flanieren und Fotografieren über Pfingsten nach Leipzig. Irgendwie schade, aber seit die neuen Betreiber das WGT organisieren, also nach dem Desaster im Jahre 2000, hat das WGT für mich viel vom ursprünglichen Flair verloren. Jedes Jahr überlege ich erneut, mal wieder hinzufahren, aber letztlich fehlt doch der letzte Anreiz. Ich fühle mich in der „neuen dunkelbunten“ Masse irgendwie fehl am Platz, das Treffen ist zu groß geworden. Natürlich finden sich dort auch viele ältere Szenegänger und auch Programm für diese, aber ich mag es überschaubarer, familiärer und weniger kommerziell. Schon allein, dass man kein Essen und keine Getränke mehr auf den Zeltplatz mitbringen darf, finde ich unmöglich. Was bleibt, sind Fotos und Erinnerungen an chaotische, lustige, stressige und faszinierende Tage unter Gleichgesinnten.

 

Gothic Berlin: Die Szene heute?

Wenn ich daran denke, was wir früher – trotz Schule, Uni, Hausarbeiten und Familienverpflichtungen alles gemeinsam unternommen haben, werde ich schon sehr wehmütig. Meist war ich es, die die Clique immer wieder zusammengetrommelt hat, um was zu unternehmen. Als ich durch beruflichem Stress dann mal eine Zeitlang pausiert habe mit dem Weggehen, habe ich etwas den Anschluss verloren, da man sich mit den meisten Leuten außerhalb der Diskos kaum noch treffen konnte, weil Partner oder andere Hobbies ihre spärlichen Freizeit dominierten. Mein alter Freundeskreis, in dem sich fast alle untereinander lange und gut kannten, spaltete sich aus diversen Gründen auf und zu einigen brach der Kontakt für längere Zeit oder sogar ganz ab. Das ist schon schade, aber ich war nach der Arbeit oft auch zu erledigt, um noch groß Kontaktpflege zu betreiben. Ich leb(t)e irgendwie neben der Szene her, bleibe ihr aber trotzdem treu. Ich gehe kaum noch tanzen, auch wenn ich das eigentlich sehr gern tue, denn Tanzen ist für mich ein ideales Ventil für Stimmungen aller Art. Im Laufe der Jahre wurde es immer später, bis sich die Berliner Clubs füllen, und ich hab keine Lust und Energie, ewig zu warten, bis es sich lohnt, hinzugehen. Und dann kommt hinzu, dass ich nicht allein herumhocken mag, wenn sonst niemand dort ist, den ich kenne. Mir fehlt dieses Gemeinsamkeits-Gefühl sehr, zumal die Disko einer der wenigen Anlässe blieb, um sich mal wieder zu treffen. Zugegeben, zum richtig Unterhalten und fürs tiefsinnige Gespräche führen ist eine Disko nicht der ideale Ort, außer es gibt ruhigere Bereiche. Facebook & Co. sind für mich kein Ersatz für echte Treffen oder zumindest ausführliche Telefonate!

Neue Leute lernt man im heutigen Berlin nur sehr schwer kennen. Die Anonymität der Großstadt spiegelt den Zeitgeist. Cliquen bleiben meist unter sich und erscheinen mir sehr wählerisch mit der Akzeptanz neuer Menschen. 2014 und 2015 gab es zwar einen neuen Versuch, in Berlin ein Gothic Treffen aufzuziehen, doch es gab wenig Resonanz. Kaum ein Berliner ließ sich blicken und das Ganze wirkte auch etwas sehr bemüht – mit dem Brandenburger Tor als Treffpunkt, bewusst eingeplanten Fotoshootings und einem Picknick an einem Vormittag(!) nach den Abendveranstaltungen. Es gab ein Grüppchen von Berlinern, die unter dem Namen „Trashcave“ in größeren Abständen kreativ tätig waren und unkonventionelle Partys organisierten, meist mit einem Motto wie zum Beispiel „Rocky Horror Picture Show“ oder „Formel Eins“ (gemeint ist die kultige Musiksendung aus den 80ern). Aber es wurde recht still um sie. Die älteren Gründungsmitglieder sind zum Großteil aus Zeitmangel ausgestiegen und dem „Nachwuchs“ fehlt es scheinbar an Biss und Ideen.

Konzerte besuche ich mittlerweile kaum noch, zum einen aus finanziellen Gründen und zum anderen habe ich die mir wichtigsten Bands fast alle schon live erlebt. Inzwischen höre ich außer Metal, Industrial und Hardcore-Krach-Electro (und Grufti-Schlager a la Unheilig) eigentlich alles, was man grob der Schwarzen Szene zuordnen kann. Am liebsten sind mir allerdings klassischer Gothic Rock, Gitarrenwave und Postpunk, meine Lieblingsband sind die Chameleons. An neuen Bands mag ich vor allem IAMX. Ich verschließe mich neuen Strömungen und Einflüssen nicht, muss aber zugeben, dass ich mit sehr vielem, was heutzutage als „Gothic“ gilt, nicht viel anfangen kann. Der Begriff wird immer mehr verwässert und aufgeweicht und gleicht einem Schmelztiegel der Musikstile. Sicher ist Gothic schwer definierbar und es gab schon lange verschiedene Stilrichtungen, die in der Szene unterkamen. Inzwischen wird jedoch alles, was nur entfernt schwarz und anders erscheint, mit „Gothic“ betitelt und als Stilrichtung in die Szene geworfen. Es stimmt, dass die Szene sich gewandelt hat. Das ist keine Nostalgie oder Verklärung der Vergangenheit. Vielleicht ein natürlicher Prozess, doch ich kann mit vielen Veränderungen wenig anfangen.

Ganz furchtbar finde ich persönlich dieses ganze Cyber-Styling, angefangen von den Neonfarben, dem Gepuschel, den Plateauschuhen und vor allem den Mundschutz. Die meisten von ihnen grenzen sich ja ganz bewusst von den „Schwarzen“ ab, daher frage ich mich, warum sie überhaupt mit ihnen in einen Topf geworfen werden und warum das WGT so dermaßen von dieser Strömung „unterwandert“ wurde, dass inzwischen Otto Normalverbraucher denken muss, dass Gothics so aussehen? Überhaupt diese ganzen Verkleidungen, die mehr an S/M-Studio, Karneval oder Fasching erinnern, sind mir suspekt. Auffallen um jeden Preis. Allein dem Steampunk-Style kann ich noch etwas abgewinnen, weil hier sehr viel Kreativität und ein Hang zum Historischen und Romantischen deutlich wird.

Da ich die 80er in der Szene leider nur aus Erzählungen kenne, kann ich hier keine persönlichen Eindrücke oder Vergleiche schildern, aber allein der Umbruch zwischen Anfang und Ende der 90er war schon recht groß, allein durch die Teil-Symbiose mit der Metal-Szene. Viele klassische Gothic-Bands, wie beispielsweise die „Fields“ oder „Love like Blood“ wurden plötzlich metal-lastig. Auch auf dem WGT änderte sich vieles, es wurde kommerzieller, oberflächlicher, viel zu groß und letztlich ein reines Schaulaufen, Wettrüsten der Eitelkeit. Auch früher gab es ein „Wetteifern“ um den originellsten Look, den höchsten Iro oder „Turm“ und natürlich wurde auch gelästert – aber nicht in diesem Maße. Es gab immer noch mehr „dazwischen“, was verband. Die Freude, auf Gleichgesinnte zu stoßen, interessante Leute kennenzulernen oder sich gegenseitig zu inspirieren. Musik wird inzwischen scheinbar immer nebensächlicher, auch die Beschäftigung mit Texten, Inhalten. Das haben wir früher sehr intensiv gemacht. Wir haben auch Gedichte gelesen und eigene geschrieben.

Gothic Berlin: Bewusste Abgrenzung vom Mainstream?

Gothic Berlin - Caros schwarze Hauptstadt - WGT 1993
Caro 1993 – Auf dem Zeltplatz des zweiten Wave-Gothic-Treffens in Leipzig

Ich bin kein Mensch, der es mag, aufzufallen. Ich hasse es, angestarrt zu werden und provozieren wollte ich mit meinem Outfit nie. Ich wollte immer nur das tragen, was ich als ästhetisch und „zu mir passend“ empfand. Schwarz hat für mich etwas Cooles und Edles, gerade in Kombination mit silbernen Assessoires. Ich trage jetzt seit 26 Jahren Schwarz, ab und zu mit etwas Rot, Lila oder Weiß kombiniert, so fühle ich mich einfach am wohlsten. Ich schwanke zwischen dem Gefühl, mich anders als andere und doch zugleich völlig „normal“ zu fühlen – zum einen verträumter, nachdenklicher, bewusster lebend und zum anderen normal in dem Sinne, dass ich mich nicht als gestört empfinde, wie manche sensationsgeilen Medienberichte gerne behaupten. Ich gebe zu, dass ich mich im Alltag oft unwohl fühle, wenn ich erlebe, wie aggressiv, rücksichtslos, gedankenlos, egoistisch, marken-, statussymbol- und komsumgeil sich viele Leute verhalten. Davon grenze ich mich schon bewusst ab, will aber zugleich kein verschrobener Außenseiter sein, suche Akzeptanz und Wertschätzung und will nicht nach meinen Äußerlichkeiten beurteilt und verurteilt werden.

In Berlin war es damals relativ entspannt für mich, zumindest im Alltags-/Schul-Schwarz-Outfit, auch wenn ich früher nie ungeschminkt rausging. Machte ich mich für Veranstaltungen zurecht, stellte mir die Haare hoch, benutzte noch mehr Schminke und trug auch schonmal aufgerollte Schnabelschuhe, war ich immer froh, wenn ich was zum Lesen in Bahn und Bus dabei hatte, um die blöden Blicke ausblenden zu können.

Angst hatte ich nur früher manchmal im ehemaligen Ostteil der Stadt, weil damals öfter Übergriffe von Skins auf Gruftis stattfanden – die waren vorrangig im ehemaligen Ostberlin unterwegs. Zwei heikle Situationen habe ich dennoch erlebt: Einmal wollten mich zwei Typen aus der S-Bahn schubsen, sie taten zumindest so und ließen zum Glück wieder ab, als sich die Tür nicht richtig öffnen ließ. Und einmal wurde meine Clique nach einem Besuch der „Insel“ in Treptow von einer Horde Skinheads durch den nächtlichen Plänterwald gejagt. Wir sind dann den ganzen Weg bis zur S-Bahnstation gerannt, um zu entkommen. Meiner Schwester erging es ähnlich. Sie erlebte mit ihren Freunden rechte Übergriffe an der S-Bahnstation Bornholmer Straße, wo sie von einem Taxifahrer gerettet wurde und in einer Regionalbahn, als Skins im Zug randalierten, gegen das Mobiliar traten und gegen die Fensterscheiben rotzten. Mehr ist zum Glück damals nicht passiert. Aber es soll leider auch ein paar wirklich krasse Vorfälle gegeben haben.

Heutzutage ist es – zumindest in Berlin – zum Glück kaum noch eine Besonderheit, mit bunten Haarsträhnen oder irgendwie alternativ herumzulaufen und rechte Übergriffe sind seltener geworden. Zu Schulzeiten und während meiner Ausbildung zur Dekorateurin hatte ich trotzdem mehr „Narrenfreiheit“, die ich ein wenig vermisse. Im Alltag bin ich häufig ungeschminkt, was nicht zuletzt an meiner neu hinzugekommenen Brille liegt. Ich trage wenig Schmuck und style meine Haare auch weniger auffällig. Ich fühle mich aber am wohlsten, wenn ich mich zumindest ein bisschen “flippig“ zurechtmachen kann. In den meisten Jobs musste ich mich nicht allzu sehr anpassen, „schlichtes Schwarz“ war bisher kein Problem. Als Dekorateurin arbeitete ich nicht lange (kein Job mit Zukunft), danach war ich Verkäuferin in Bioläden, dann 4 Jahre selbständige Ernährungsberaterin und seit 2 Jahren nun Kita-Köchin, was mir viel Spaß macht, da auch Kochen letztlich eine kreative Tätigkeit ist. Durch Kleidung und Deko meiner Wohnung drücke ich mich aber immer noch aus.

 

Auch wenn ich die Szene nur noch am Rande mitverfolge, ist sie immer noch das, womit ich mich am ehesten identifizieren kann und was meinen Musik- und Klamottengeschmack nachhaltig beeinflusst hat. Ich kann mir nach der langen Zeit nicht wirklich vorstellen, wieder ganz stinknormal und „bunt“ herumzulaufen. Es ist einfach so, dass ich meinen Stil gefunden habe und mich darin weder eingeschränkt noch langweilig fühle. Genau wie die Szene-Musik sehr vielfältig ist und für jede Stimmung etwas bietet – von düster, traurig, romantisch, energiegeladen oder aggressiv, mal mehr oder weniger eingängig – ist es doch mit der Kleidung ähnlich. Es gibt nicht „DAS Szene-Outfit“ und keinen Dresscode, man hat viel Spielraum, sich in diesem Rahmen auszutoben und auch im Alltag nicht verstellen zu müssen. In der Szene tummeln sich auch mittlerweile so viele Altersgruppen, dass man nicht auffällt, wenn man auch jenseits der 40 noch auf Veranstaltungen auftaucht.

Inzwischen bin ich mehr mit meiner Kamera in der Stadt, in der Natur und zu Fuß im Berliner Umland unterwegs, als dass ich mir die Nacht in Clubs um die Ohren schlage und den Tag danach verschlafen bin. Aber ich fühle mich innerlich kaum anders als mit 20 oder 30 Jahren und kann mir schwer vorstellen, dass da noch extreme Umbrüche stattfinden werden. Vielleicht schau ich mir 2016 mal wieder das Wave-Gotik-Treffen in Leipzig an und besuche dann das Spontis-Treffen dort: Das wäre zumindest mal wieder ein echter Anreiz, bei so vielen Leuten, die noch ältere Szene-Werte und Stylings schätzen!

2015 - Caro
Caro, die Tanzfledermaus. Seit nunmehr 26 Jahren mit der Szene und Berlin verbunden. Obwohl sie sich äußerlich immer wieder verändert, ist sie sich selbst treu geblieben. Auf einem 3-tägigen Urlaub in Berlin konnte ich sie ein wenig näher kennenlernen, mit ihr ins Nachtleben eintauchen und ihre Sammelleidenschaft bewundern. Ich hoffe, dass wir sie auf dem WGT 2016 auf der Wiese hinter der Moritzbastei begrüßen können – Gothic Berlin Bild #97
Grufti seit 1989. Umkreist in unregelmäßigen Bahnen das Berliner Szeneleben - inzwischen mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Tauscht sich gerne über das Gestern und Heute aus. Stromert liebend gern mit ihrer Kamera in und um Berlin herum.

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Pitje
Gast
Pitje

Ach Caro, das war wirklich total spannend zu lesen. Hier und da konnte ich mich mit Deinem Text gut idfentifizieren.

So richtig gruftig fand ich Berlin eigentlich nie, bin allerdings auch nur hin und wieder mal als Tourist da und hab darum nicht so den Überblick. Aber den Duncker gibt es ja glaube ich bis heute. Und mit der Death Disco, der Ceremonies und der Flowers of Romance habt Ihr ein paar schöne anspruchsvolle Partys dort, die ganz gut die Brücke von den Anfängen in den 80ern bis heute schlagen. Auch die Glow In The Dark habe ich kürzlich besucht und mich gut amüsiert. In Berlin sind selbst die Gruftis etwas hipstermäßig unterwegs, fällt mir dann immer auf. Aber das finde ich besser als die von Dir zurecht kritisierten Neon-Cyper-Kids.

Was das Styling angeht, war früher einfach mehr drin. So meterhohe Iros und Vogelnester sieht man ja heute leider kaum noch, aber mit einem gewissen Alter und im Berufsleben lässt sich das manchmal auch nicht mehr so gut miteinander vereinbaren.

Da fällt mir übrigens ein: Was ist eigentlich aus der Iris mit dem riesigen blonden Iro geworden, die irgendwie auf allen Nostalgiefotos aus den 90ern – auch auf Deinen – auftaucht?

Katrin
Gast
Katrin

Angst hatte ich nur früher manchmal im ehemaligen Ostteil der Stadt, weil damals öfter Übergriffe von Skins auf Gruftis stattfanden – die waren vorrangig im ehemaligen Ostberlin unterwegs.

Mir laufen beim Lesen direkt wieder kalte Schauer über den Rücken… Ich bin in Osterberlin geboren und habe schon zu DDR-Zeiten in Hohenschönhausen Hetzjagden erlebt. „Zecken klatschen“ hieß das damals. Die „Glatzen“ wußten genau, wann „wir“ uns im Rotkamp trafen und warteten vor der Tür bis wir rauskamen. Polzei rufen konnte man sich sparen, die kamen entweder gar nicht erst oder erst dann, wenn Blut geflossen ist.

Sagt Dir eigentlich „Erbenfamilie“ was? (Nur am Rande, weil ich rätsle, ob wir uns vielleicht in diesem Zusammenhang mal direkt über den Weg gelaufen sind.)

In Deinen Zeilen stecken ganz viele kleine Details, die Erinnerungen wecken an mein „Damals“. Und ich kann Deine Wehmut nachfühlen. Berlin ist sehr anders geworden.

Mone vom Rabenhorst
Autor

Vielen Dank für Deinen Bericht, hat Spaß gemacht zu lesen und ich habe wieder sooo viele Parallelen gefunden und mich auch oft „wiedererkannt“.

Witzig zu sehen, daß wieder einmal jemand die Sechs-Schnaller als „erstes“ Paar Pikes hatte. Und meine Lieblinge, die D-Ring-Pikes, habe ich auf Deinen Bildern auch wieder gesehen. :-)

Auf meinem Plan für 2016 steht mein allererster Besuch in Berlin. Mal schauen, wann ich es hinbekomme. Ich melde mich dann rechtzeitig bei Dir und bräuchte dann Abendveranstaltungs-Tips.

Robert
Webmaster

@Mone: Ich kann Caros Begleitung nur ausdrücklich empfehlen! Ich war zusammen mit Ihr an einem Samstag-Abend im „Slaughterhouse“ zu einer schwarzen Party. Eine wirklich tolle Location, sehr sehr düster und stimmungsvoll und musikalisch so richtig „Old-School“. Außerdem ist mach die Tanzfledermaus ihrem Namen alle Ehre ;)

@Tanzfledermaus: Auch von meiner Seite aus nochmal unendlich viele Dankesbekundungen für deinen offenen Umgang mit Deiner Vergangenheit und den unfassbar tollen Einblicken in die Vergangenheit. Es erzählen immer noch viel zu wenig „Gruftis“ von genau diesen Erinnerung, die in irgendeiner Weise mit dem hier und jetzt verbunden sind. Sie machen aus, was die Szene heute ist, erklären warum es manchmal Streitigkeiten gibt und „erden“ die eigene Szenezugehörigkeit auf die wesentlichen Dinge. Bisher habe ich noch nirgens einen so schönen und intimen Einblick in die 90er in Berlin gelesen, obwohl alle davon reden, erzählen, schwärmen oder verbittert zurückblicken. Mit Berichten wie Deinen formt sich ein Bild, man kann sich vorstellen, wie es gewesen sein muss, kann in Deine Geschichte eintauchen und ein wenig mitschwimmen, zusammen mit Deinen Bildern eine wirklich schöne Zeitreise.Ich bin sehr wehmütig, dass ich die Szene verlassen habe und mir und der Sache „untreu“ wurde und vorallem ärgere ich mich darüber, dass ich fotografieren gehasst habe ;)

Mone vom Rabenhorst
Autor

Tanzfledermaus: 10/10 Punkte für Deinen letzten Kommentar. Den beziehe ich gleich mal auf mich mit! :-)

Fledermama
Gast

Ach man, ich lese hier so gerne mit!

Der Bericht ist super geschrieben und jetzt verstehe ich tatsächlich ein wenig besser, was die vielen Stimmen, die über die heutige Szene meckern, eigentlich sagen wollen. Denn sonst ist das wirklich schwer nachzuvollziehen, wenn man eben erst ein Weilchen nach der Jahrtausendwende überhaupt erst zur Szene gestoßen und damit praktisch ausschließlich in diesem schwarzbunten Schmelztiegel „aufgewachsen“ ist.

In der Vergangenheit hatte ich leider schon einige sehr ‚unbefriedigende‘ Diskussionen. Aber wer in den 90ern in der Grundschule war, hat halt die Szene der 80er und 90er nur schwer live mitbekommen…

Einzig die Kritik an den neu aufgenommen „Glühwürmchen“ kann ich aus eigener Beobachtung verstehen (und mich selbiger in weiten Teilen anschließen – es gibt auch Cyber, die sich in dem Stil einfach am besten selbst finden und ausdrücken können, aber genauso offen wie jeder Haus und Wiesen Gruftie sind und deren musikalischer Horizont über „Uzzuzz“ von „Bummbumm“ hinaus geht, aber die sind eher die Ausnahme denn die Regel).

Dank Berichten wie diesem (und den Spontis auch so ganz allgemein) bekommt man auch als Kind der 90er ein Verständnis für die Szene, wie sie früher war. Und kann „old-school“ auch mehr wertschätzen. Beispielsweise das Thema Pikes, wenngleich halt doch wieder schnöde Äußerlichkeiten… Ich gebe zu meiner Schande zu, dass ich, bis ich hier auf Spontis darüber gelesen habe, überhaupt nichts davon wusste – einfach, weil ich niemanden kenne, der je welche besessen hätte. Inzwischen will ich mir selbst welche kaufen (und mein Mann sowieso, aber mit Größe 46/47 ist Schuhe kaufen immer ein wenig schwer…)…

Also: Danke Caro, Danke Robert, danke allen anderen Beteiligten und fleißigen Kommentatoren dafür, hier Generationen zusammen zu bringen.

Der letzte Kommentar mit dem Dorf Beispiel ist übrigens unglaublich passend und sehr schön ausgedrückt. Ich erlebe das Ganze gerade wortwörtlich (aus dem Dorf in die große weite Welt und sehne mich nun doch wieder nach dem Dorf)…

So, viele Worte gemacht, wo ich doch eigentlich einfach nur kurz Danke sagen wollte. :)

Michael
Gast
Michael

Ich gebe zu, dass ich mich im Alltag oft unwohl fühle, wenn ich erlebe, wie aggressiv, rücksichtslos, gedankenlos, egoistisch, marken-, statussymbol- und komsumgeil sich viele Leute verhalten.

In Ermangelung mehrerer- unterschreibe ich mit beiden Hände.

Als völliger Neuling hier, sage ich herzlich Hallo!

Danke möchte ich auch sagen.
Für diesen Beitrag, der mich so angesprochen hat, wie jemanden eine Welt anspricht, die er nie näher kennen gelernt hat (im tiefen Ostblock konnte ich zwar New-Wawe Musik hören, über die damit verbundene Gothik-Bewegung wusste ich aber so gut wie nichts). Ich rede von einer Welt in der ich später unendlich viele vertraute Seelen finden konnte. Es war eine Welt, die, als ich sie kennenlernte, mir einen Namen und den Status der Normalität für das lieferte, was ich zu guter Letzt selbst auch als „Sonderling“ genannt hatte, nachdem mir irgendwann klar geworden war, dass meine Angepaßtheit lediglich als Rolle für das Umfeld funktionierte, dass mein ich ein anderes war…
Da dieser Beitrag einer der wahrhaftigsten ist den ich bisher gelesen habe, möchte ich mich für die tiefen Einblicke und für die Offenheit bedanken.

Schließlich aber nicht zuletzt, bin ich richtig froh, diesen Blog gefunden zu haben.
Heute ist ein guter Tag :)

Anmerkung: Nach bestem Wissen und Gewissen, bin ich zum ersten mal hier, obwohl ich als Autor von 22 Kommentare genannt werde.
Das ist nicht weiter schlimm, ich wollte nur, dass sich diese Zahl und mein vorletzter Satz im Beitrag nicht beissen ;)

Robert
Webmaster

@Michael: Herzlich willkommen ;) Ich freue mich, dass du den Weg hierher gefunden hast und freue mich sehr, dass Dir der Bericht gefällt. Warum du jetzt schon 22 Kommentare haben sollst, wie angezeigt, kann ich jetzt noch nicht lösen. Ich werde den Fehler finden ;) Ich würde mir aber wünschen, dass es irgendwann 22 „echte“ Kommentare sein werden und dieser Seite gewogen bleibst. Sehr sogar.

Michael
Gast
Michael

@Robert:

…und freue mich sehr, dass Dir der Bericht gefällt.

Dieser Bericht hat mich besonders angesprochen. Gefallen hat mir eigentlich alles was ich bisher auf deinem Blog gelesen habe. Nicht nur Deine Schreibe hat es mir angetan, sondern auch zwei Tatsachen, die scheinbar nicht überall selbstverständlich sind: Zum einen, die unaufdringliche Art, die wohltuend frei ist von einem militanten Beigeschmack oder einer mitklingenden Wehmut ob der Opferrolle einer von allen Seiten zum Tode getriebenen Subkultur, die im Grunde keine andere Chance hat, als letztlich durch Unterwanderung zu sterben.
Zum anderen fühle ich, dass Du weißt wovon Du schreibst. Und das ist ebenfalls nicht selbstverständlich. Wenn wir nur den Artikel über den „Düsteren Journalismus“ betrachten, der übrigens nicht nur im Gießener Anzeiger praktiziert wird, wie ich erfahren habe, dann ist der Teil mit den „Schlaghosen-Experten“ ein passendes Beispiel für das was ich meine.
Zu guter Letzt, die Blog-Beschreibung auf der Home-Seite findet sich in den Inhalten wieder. Auch das ist nicht unbedingt alltäglich :) Und damit trifft sie (die Seite) bei mir voll ins Schwarze (wie Tanzfledermaus weiter oben gewortspielt hat.)

Warum du jetzt schon 22 Kommentare haben sollst, wie angezeigt, kann ich jetzt noch nicht lösen. Ich werde den Fehler finden ;)

Ja, unbedingt, und den Schuldigen mit Auftragsentzug bestrafen :)
Alternativ, könntest Du die Zeit besser investieren, da bin ich mir ziemlich sicher :) Mich stört es wirklich nicht und das „innere Leben“ der WP-Engine dürfte auch nicht sonderlich gestört sein dadurch…

Ich würde mir aber wünschen, dass es irgendwann 22 “echte” Kommentare sein werden und dieser Seite gewogen bleibst. Sehr sogar.

Angesichts der Tatsache, dass ich mir nach vielen Jahren wieder ein Account auf einer „schwarzen“ Seite gemacht habe, bin ich da relativ optimistisch. Sowohl was die Zahl angeht, als auch das „Dabeibleiben“.

argentosoma
Gast
argentosoma

schöner bericht, aber sag mal caro….wer hat dir denn erzählt, dass auf dem wgt-zeltplatz kein essen und trinken erlaubt ist? und glühwürmchen sieht man da auch kaum noch

Flederflausch
Editor

Es ist gestattet Getränke und Lebensmittel auf den Zeltplatz mitzubringen, so fern man ein Zeltplatzbändchen hat. So weit ich weiß, darf man mit diesem Zeltplatzbändchen aus Lebensmittel und Getränke aufs Agra-Gelände bringen, allerdings nicht in die Konzerthalle und nicht bei anderen Locations. Besuchern, die nur ein „normales“ Bändchen besitzen wird das alles am Eingang zum Agra-Gelände abgenommen. Zumindest ist das mein letzter Stand.

Rene Meyer
Gast
Rene Meyer

Hallo. Hier meldet sich auch ein Kind der 90s.War früher gern im Kato,Bka,Lime Club,Nontox,Duncker.Kenne noch solch Namen wie Tanzbär.

Nenia
Gast
Nenia

Auch wenn es schon reichlich spät kommt, möchte auch ich dir für diese wunderbaren Berichte und die vielen tollen Fotos danken, liebe Caro. Schön, dass du uns einen Einblick in dein Leben gegeben hast. Ich habe deine Beiträge sehr gern gelesen :)

Lord Raven
Gast
Lord Raven

Wie bitte kann man etwas beurteilen an dem man selber nicht teil genommen hat? Wie kann man etwas schlecht reden, wenn man selber untätig die hände in den Hosentaschen hat? Ich muss dieser Fledermaus widersprechen, vielleicht hatte sie sich ja beim 2. Berliner Gothic Treffen verflogen, allein zum Treffen am Brandenburger Tor kamen über 1200 Teilnehmer zusammen, das schaffte nicht einmal das 2 WGT. Fotos gibt es genug im Netz die das belegen. Lustig finde ich auch das man angeblich nichts von Mainstream hält, aber gleichzeitig ein Stapel teurer Schuhe zeigt und vom mittlerweile teuersten Festival (WGT) der Szene schwärmt. Widersprüchlicher kann man gar nicht sein. Anstatt froh zu sein das sich in Berlin entlich was tut, macht man es sofort klein obwohl man nicht einmal selber dabei war. Vielleicht sollte man weniger urteilen und selber mehr mit anpacken. Im übrigen war die Mehrheit der Teilnehmer aus Berlin und die positive Resonanz im Netz entspricht nicht dem erfundenen Bericht von der tanzenden Fledermaus. Traurig wenn Möchtegerngoths sich ständig selber inzinieren müssen und denken über andere zu stehen. Traurig das sich die eigenen Leute gegenseitig bekämpfen, anstatt zusammen zu arbeiten. Traurig wenn man angeblich gegen Mainstream ist und ein Berliner Festival madig macht, das die kompletten Einnahmen an Berliner Kinder spendet, weil man diesen Mainstreamwahnn nicht mehr mit machen will. Ups hat die Tanzende föedermaus wohl vergessen zu erwähnen, das alles gespendet wird. Wie auch wenn man selber nicht dabei war, aber darüber berichtet als ob man es war.

Max Reinhardt
Gast
Max Reinhardt

Richtig kann ich nur unterschreiben. Das 2 BGT war klasse und es waren viele Teilnehmer da an allen Tagen. Die tanzende Fledermaus sollte in Zukunft nur über das schreiben, wo sie auch zugegen war.

Mone vom Rabenhorst
Autor

Als völlig neutrale Leserin dieser letzten Kommentare möchte ich gerne anmerken, daß folgender Vergleich etwas hinkt:

„allein zum Treffen am Brandenburger Tor kamen über 1200 Teilnehmer zusammen, das schaffte nicht einmal das 2 WGT“

DAS ist ja jetzt nicht wirklich ein Kunststück in der heutigen Zeit, wenn man über das Internet an die ganzen Leute kommt. Ich vermute ganz stark, beim 2. WGT lief die ganze Sache noch über Hand-/Flugzettel und Mundpropaganda. ;-)

Dark Labyrinth
Gast
Dark Labyrinth

@ Lord Raven
»Wie bitte kann man etwas beurteilen an dem man selber nicht teil genommen hat?«
Ich kann es beurteilen, ich war nämlich dabei.

»allein zum Treffen am Brandenburger Tor kamen über 1200 Teilnehmer zusammen«
Das, lieber Lord Raven, halte ich für ein Gerücht. Eher allerdings für reines Wunschdenken. Ich war, wie gesagt, dabei und stand mit den anderen Fotografen der versammelten Grufti-Mannschaft beim Gruppenfoto gegenüber. Ich habe mir grade die Mühe gemacht und die Menschen auf den Fotos gezählt. Dabei bin ich auf ca. 150 Personen gekommen. Natürlich ist mir klar, dass die Leute in mehreren Reihen standen und viele auf den Fotos nicht sichtbar sind. Dass allerdings mindestens 1000 Leute, (also mehr als die sechsfache Menge der fotografierten) NICHT sichtbar waren … nun ja – die muss ich übersehen haben. Und auch beim umkreisen der Menschenmenge und des Brandenburger Tores sind mir diese zusätzlichen 1000 Leute nicht weiter aufgefallen. So gut sind meine Augen dann wohl doch nicht.
Ebenfalls war ich beim Treffen im Lustgarten. Nach über einer Stunde Gewarte war die Anzahl der anwesenden Grufties im sehr, sehr niedrigen zweistelligen Bereich. Aber auch das kannst du auf meine Unaufmerksamkeit und schlechte Augen schieben. Vielleicht kamen die Gruftie-Massen tatsächlich erst als ich weg war. Ich habe allerdings nichts entsprechendes von Bekannten gehört. Eher im Gegenteil.

Dass du/ihr euch die Arbeit macht (oder gemacht habt) diese(s) Treffen zu organisieren finde ich knorke und lobenswert. Wenn die Resonanz nicht euren Erwartungen entsprochen hat, dann tut es mir leid. Ich hätte mich auch gefreut ein »richtiges« BGT in der Stadt zu haben.

Trotzdem gibt es verschiedene Arten mit Kritik umzugehen: man kann zum Beispiel über den Dingen stehen, sachlich und souverän argumentieren. Man kann aber natürlich auch angepisst Leute schlicht am Thema vorbei (was haben die Schuhe der Tanzfledermaus mit ihrer BGT-Kritik zu tun?) mit der wahnsinnig sachlichen und originellen »Möchtegern-Goth«-Keule niederknüppeln. Ist für dich eigentlich jeder der dich oder dieses Treffen kritisiert automatisch ein Möchtegern-Grufti?
Es ist auch interessant, wie persönlich angreifend du bei deiner »Kritik« geworden bist. Da fällt mir die alte Weisheit »getroffene Hunde bellen« ein.

P.S. ich war dabei, wusste aber trotzdem nichts von der Kinder-Spende.

Katrin
Gast
Katrin

Ich kann der Tanzfledermaus nur beipflichten: Berlin war nie eine Gruftihochburg (und wird es auch nie sein). Es gab „damals“ hier und da Begegnungsstätten, die auf der gleichen Leidenschaft für „das Schwarze“ fußten, aber im Grunde war man sich über innerstädtische Bezirksgrenzen hinaus schon fremd und beäugte sich eher argwöhnisch als dass man sich beherzt in die Arme fiel. ;-)

Anti Sponti Spinner
Gast
Anti Sponti Spinner

Es ist schon sehr fragwürdig, wenn Personen wie Tanzfledermaus und Dark Labyrinth nicht einmla genau wissen wie viele Personen wirklich dabei waren. Am unglaubwürdigsten finde ich den angeblichen Fotografen Dark Labyrinth, der seine Aussage mit einem Foto hätte untermauern können. Auf Facebook gibt es eine offene Gruppe für alle ehemaligen und zukünftigen BGT Teilnehmer. Unter BGT Gästebuch, Fotos und Presseartikel, gibt es unzählige Fotogalerien, die die hier negativ getätigten Aussagen widerlegen. Auf den Fotos von 2015 ist für jeden klar zu erkennen, das der komplette Pariser Platz vorm Brandenburger Tor voll mit BGT Teilnehmern war. Im übrigen sollte die gute Frau Tanzendefledermaus noch einmal zur Schule gehen, um das Rechnen zu lernen. Ich habe mir besagte Fotos von 2014 angesehen, aber ich komme nicht nur auf 50 Teilnehmer. Kann ja auch gut sein das Frau Tanzendefledermaus zu spät kam, als die Hälfte der Teilnehmer zirka 150 Personen nach dem Foto zum Alex sind um zu feiern. Auch hier zu gibt es genügend Fotos im Netz. Zum angeblichen Fotografen Dark Labyrinth folgendes. Wie soll man von einer Spende etwas wissen, wenn man gar nicht dabei war. Es gibt Fotos von der Spendenübergabe, Presseartikel und sogar von dem Berliner Kinderverein ein Dankesposting. Das könnte man alles ganz leicht im Netz finden, wenn man das wirklich möchte. Die Aussage von Mone vom Rabenhorst, muss keiner ernst nehmen. Wer so ein Blödsinn schreibt das es nicht weiter schwer ist 1000 Teilnhmer zusammen zu bekommen, sollte sich mal mit Veranstaltern und Clubbesitzern unterhalten. Ich war persönlich beim BGT 2015 bis zum Schluss dabei und kann die Teilnehmerzahlen von über 1200 Teilnehmern bestätigen. Auch die völlig überfüllten Konzertabende, widerlegen die hier übers BGT negativ getätigten Aussagen. Und schaut man für 2016 aufs Line Up und wie viele neue Berliner Lokationen, Sponsoren und Unterstützer dazu gekommen sind, widerspricht auch dies der Aussage von Katrin. Die Berliner sind froh über dieses jährliche Treffen und das sich entlich etwas tut. Sie sind froh darüber, das dadurch die Grüppchen der einzelnen Berlinder Stadtbezirke nun enger zusammen rücken. Falls man hier Fotos braucht die einige Aussagen widerlegen, stelle ich diese gwern zur Verfügung. Mit den Händen in den Hosentaschen lässt es sich leicht kritisieren, aber selbst etwas auf die Beine zu stellen, da fehlt es dann an Willen und Fleiß.

Robert
Webmaster

@Anti Sponti Spinner: Zunächst einmal ist es natürlich sehr löblich, etwas auf die Beine zu stellen um der Szene einen Rückzugsraum zu bieten, ich denke, das ist und bleibt unstrittig. Das haben die Meisten der von Dir kritisierten Kommentatoren auch bekundet. Öffentliche Veranstaltungen sind nun mal auch öffentlicher Kritik ausgesetzt, da geht es dem WGT, dem Mera Luna oder auch dem Amphi nicht wirklich besser. Daher sollte Kritik am BGT auch nie nur negativ gesehen werden, sondern vielleicht als Möglichkeit sich zu verbessern. Kritik an subjektiven Eindrücke festzumachen ist ebenso legitim wie nahezu unausweichlich, da der Geschmack und die entstehende Atmosphäre eines solchen Treffens immer subjektive Wahrnehmung bleiben.

Warum ist überhaupt die Teilnehmerzahl so wichtig? Ist das wichtig für die Relevanz des Treffens? Wie dem auch sein, leider kannst du Deine Aussage von 1.200 Teilnehmern ebenso wenig untermauern wie die, die andere Eindrücke von weniger Teilnehmern hatten. Oder hast du durchgezählt? Vielleicht wäre es interessant zu erfahren, wie viele dieser Bändchen verkauft wurden? Zahlen und Bilder, die hier zu finden sind, halte ich für wenig Aussagekräftig.

Mone vom Rabenhorst meint etwas völlig anderes, Anti Sponti Spinner: Da wird das 2. BGT mit dem 2. WGT verglichen und dazwischen liegen nun mal mehr als 20 Jahre. 20 Jahre, in denen das Internet und seine Möglichkeiten eine viel höhere Reichweite erzeugen können, als Mundpropaganda und Flyer anno dazumal. Daher ist die Aussage von Mone völlig richtig, man kann eben Äpfel nicht mit Birnen vergleichen.

(Lustiger Nick übrigens, doppelte Negierung?)

Dark Labyrinth
Gast
Dark Labyrinth

@ Anti sponti Spinner: Glückwunsch zu deinem Namen. Etwas zu kritisieren und sich dabei selber als »Spinner« zu bezeichnen, das wirkt schon sehr überzeugend. Es hat fast etwas von entwaffnender Ehrlichkeit.
Nun zu deinen Vorwürfen:

»Es ist schon sehr fragwürdig, wenn Personen wie Tanzfledermaus und Dark Labyrinth nicht einmla genau wissen wie viele Personen wirklich dabei waren.«
Wirklich? Es ist FRAGWÜRDIG das nicht zu wissen? Warum? Weil man »sowas einfach weiß«? Weil es zur »Allgemeinbildung« gehört? Ist das Wissen welches man haben MUSS?

Aber mal im Ernst: es geht mir nicht um Wissen. Ich habe nie behauptet, irgendwas zu »wissen«, ich habe meinen subjektiven Eindruck geschildert und genauso hat es die Tanzfledermaus getan.
WISSEN tue ich die Personenzahl tatsächlich nicht, weder genau noch ungefähr. Aber was ich GESEHEN habe, entspricht in keiner Weise dem, was du (und Lord Raven) BEHAUPTEST.

»Am unglaubwürdigsten finde ich den angeblichen Fotografen Dark Labyrinth, der seine Aussage mit einem Foto hätte untermauern können.«
Danke für die Blumen. Warum bin ich nur »angeblich« ein Fotograf?
Warum gehst du nicht mit gutem Beispiel voran und setzt hier einen Link rein, wo jeder (auch Facebook-nicht-User) ganz klar sehen kann, dass deine Aussagen stimmen und meine nicht. Du könntest mich und die Tanzfledermaus mit einem einzigen Bild Lügen strafen und die ganze Diskussion zu deinen Gunsten entscheiden. Natürlich sind mir die Fähigkeiten von Photoshop zur Manipulation bekannt, aber du könntest ja wenigstens VERSUCHEN uns zu überzeugen, statt nur zumzupöbeln auf einem Kindergarten-Niveau von »wer das BGT kritisiert ist doof/hat keine Ahnung/ist ein Möchtegern-Grufti/usw.!«

»Auf Facebook gibt es eine offene Gruppe für alle ehemaligen und zukünftigen BGT Teilnehmer.«
Das mag sein, allerdings bin weder ich noch die Tanzfledermaus bei Facebook gemeldet. Und wir werden es vorrausichtlich auch niemals sein. Das dürfte für dich auch unter »fragwürdig« fallen und uns wiederum zu Spinnern machen.

Ich habe mir die von Robert verlinkte Seite angesehen und keins der dort direkt sichtbaren Bilder scheint mir deine Behauptung zu stützen. Eher im Gegenteil.
Ich habe auch versucht, mir die ganz unten verlinkten Seiten anzusehen. Allerdings konnte ich von den 24 Links grade mal drei Seiten öffnen. Bei allen anderen müsste man sich entweder bei Facebook anmelden, oder es kam gleich die Meldung »Der von dir angeklickte Link ist abgelaufen oder die Seite ist nur für eine Zielgruppe sichtbar, in der du nicht enthalten bist.«
Seiten, die man nur unter bestimmten Voraussetzungen sehen kann (oder die nicht mehr existieren), scheinen mir als Beweismittel ungeeignet.

»Auf den Fotos von 2015 ist für jeden klar zu erkennen, das der komplette Pariser Platz vorm Brandenburger Tor voll mit BGT Teilnehmern war.«
Dann müssen wir erstmal klären, was »für jeden klar zu erkennen« bedeutet. Und deine Definition von »voll mit« fände ich noch interessanter. Der Pariser Platz war tatsächlich voll. Mit Touristen – wie immer.

»… Das könnte man alles ganz leicht im Netz finden, wenn man das wirklich möchte.«
Stimmt. Wenn man danach SUCHT, findet man das vermutlich. Allerdings muss man erstmal von der Existenz einer Spende überhaupt WISSEN, um nach ihr suchen zu können! Oder fällt diese Spende auch in die Kategorie »fragwürdig, es nicht zu wissen«?

»Die Aussage von Mone vom Rabenhorst, muss keiner ernst nehmen.«
Nur als rethorische Frage: deine Aussagen MUSS man ernst nehmen? Wenn ja, warum?

»Auch die völlig überfüllten Konzertabende, widerlegen die hier übers BGT negativ getätigten Aussagen.«
Tun sie das? Zumindest meine Aussagen bezogen sich auf das Treffen vorm Brandenburger Tor und am Lustgarten. Dass volle Konzerte diese Aussage widerlegen, ist ein interessanter neuer Ansatz von Kausalität

Ich bin mir nicht sicher, ob deine und Lord Ravens Kommentare hier die optimale Werbung für das nächste BGT sind.

strangeplant
Gast
strangeplant

Meiner unerheblichen Meinung nach, waren die Schilderungen des BGT im Spontis-Beitrag unmissverständlich Sichtweise des/r Verfasser/in. Wie hier im Blog üblich, kann immer jeder seine eigene Sichtweise (und das schätze ich an dieser Plattform) sachlich darstellen. Letztlich ist es ja auch Sinn der Sache, sich auszutauschen und unterschiedliche Sichtweisen zur Kenntnis zu nehmen und ggf. zu verarbeiten, sich vllt. auch einzubringen.

@Robert… Hut ab für diese sachliche Stellungnahme zu unsachlichen Vorwürfen.

Zum Anderen finde ich es anerkennenswert, dass jmd. etwas auf die Beine stellt, anstatt sich zu beschweren, dass nirgendwo was los ist. Für mich unverständlich ist jedoch, dass es offensichtlich ein Wettstreit ist, wer hat die meisten Besucher, die besten Konzerte und das schwärzeste Konzept hat. Sorry, das macht die ganze Veranstaltung für mich unsympatisch. Diesen Ellenbogengedanken mag ich einfach nicht.

Ich hatte in Erwägung gezogen, das BGT zu besuchen, bin wohl auch in der FB-Gruppe angemeldet, aber was es bisher an Berichten gab, hat mich nicht überzeugt. Die Beiträge von Anti Sponti Spinner und Lord Raven haben ihr übriges getan.

Robert
Webmaster

Ich möchte anmerken, das bei Facebook die Kanäle nicht mehr stillstehen. Ich wurde vom einem der Veranstalter angeschrieben, ob ich nicht mal eine Gegendarstellung bringen möchte, andere warnen mich vor dem einen oder vor dem anderen. Deshalb möchte ich an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen:

a) Dieser Artikel behandelt NICHT das Berliner Gothic Treffen, sondern dreht sich um Caros Lebensgeschichte. Um Erlebnisse eines Menschen, der seit langer Zeit in Berlin lebt und dort Eindrücke und Erfahrungen sammelt. Caros Sichtweisen sind völlig legitim. Das WGT kommt ebenfalls nicht gut weg in Ihrer Sichtweise, wie ich an dieser Stelle nochmal festhalten möchte.

b) Grundsätzlich finde ich es sehr löblich, etwas auf die Beine zu stellen. Sich im Rahmen eines „BGTR20 ; in Berlin zu treffen, ist sicherlich keine schlechte Idee, ich finde es gut, dass sich jemand dahingehend die Arbeit macht. Ob man sich das Ergebnis anschauen möchte oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen.

c) In diesen Zeiten ist das Angebot an Veranstaltungen groß und die Szene recht überschaubar, daher legen immer Besucher Wert auf einen gesunden Rahmen, nicht nur auf Bands. Dazu zählen auch Öffentlichkeitsarbeit, Freundlichkeit und Service. Schuldzuweisungen, Mutmaßungen und sonstige persönliche Angriffe sind daher sehr kontraproduktiv. Sie wirken polarisierend und nicht einladend.

Und nein, ich sehe keine Veranlassung, eine „GegendarstellungR20 ; des BGT zu veröffentlichen, weil ich (oder Caro) das BGT zu keinem Zeitpunkt thematisiert haben oder es in den Fokus einer Kritik gestellt haben. Diese Diskussion wurde ziemlich harsch in Kommentar #20 durch Lord Raven eröffnet. „Traurig das sich die eigenen Leute gegenseitig bekämpfen, anstatt zusammen zu arbeiten.R20 ; Genau. Für mich hat sich dadurch einen Zusammenarbeit in Form eines Interviews oder Gegendarstellung jedenfalls erledigt. Das ist weder mein Stil, noch mein Niveau und schon gar nicht meine Kragenweite. Dennoch – und das meine ich tatsächlich ernst – wünsche ich Euch viel Erfolg bei Eurem Treffen.

Guldhan
Autor

Niedlich… Ich erinnere mich an eine Situation als Siebenjähriger. Ich stand mit anderen gelangweilt auf dem Schulweg und aus irgendeinem Grund zankten wir uns in eine… Debatte -zumindest das, was man in dem Alter dafür hält- und warfen uns schließlich nur noch Dinge an den Kopf, die der eine große Bruder besser konnte als der andere. Völlig sinnlos und von der inhaltlichen Überzeugungskraft her eine einzige Luftnummer. Aber vielleicht sehe auch nur ich die Parallelen.

Doch, so frage ich mich, was bewegt die einen dazu, sich an einem Nebensatz innerhalb einer rein subjektiven Anschauung so derart aufzugeilen, als wäre dieses der oberrichterliche Urteilsspruch gewesen, der unanfechtbar über Gedeih und Verderb urteile. Das war eine Meinung und nicht die Heilige Schrift. Zumindest erachte ich uns als so vernunftbegabt, dass wir unsere Aussagen nicht pauschal zum allgemeingültigen Dogma erklären.

Und was die anderen Verlautbarungen angeht. Leute, wir sind hier nicht mehr im Kinderarten. In dem der Kevin aus der Gruppe »Schnuffelgruft« die Gruppe »Bettkäfer« völlig doof findet. Weil das die anderen aus seiner Gruppe auch sagen, und das die von der Parallelgruppe »Cybermops« sowieso immer schon wussten. Und die Schakkeline(sic), von den Bettkäfern, auch immer lästert dass seine Haare blöd aussehen. Und weil wegen: Mädchen sind ohnehin doof…

Ganz ehrlich. Selbst wenn man einen Kindergeburtstag veranstaltet und zwölf erscheinen werden… Davon werden es wohl auch fünf toll finden, fünf scheiße und zwei überhaupt nicht. Und einer wird vielleicht nur in seinem Zimmer hocken. Und drei finden es davor oder danach schon mal aus Prinzip scheiße; ohne überhaupt dort gewesen sein zu müssen. Und dennoch kommen sie nächstes Jahr wieder. Jetzt einmal völlig wertungsfrei gesprochen. Aber das ist Meinung. Damit muss jede Veranstaltung, jedes Projekt, klarkommen.

Egal wieviel Herzblut und Arbeit man dort reinsteckt, es gilt über den Dingen zu stehen. Meinungen Meinungen sein zu lassen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und egal wie die Resonanz ist, wer es sich anschauen wollte, braucht sich dafür nicht zu interessieren. Da Meinungen einzig das Urteil des Verfassern wiedergeben, aber nie die nüchterne Situation schildern. Somit wird sich auch nicht darum kümmern. Einzig die Unentschlossenen lenkt so etwas. Aber diese zu ködern ist ohnehin die Königsdisziplin.

Ars Berlin
Gast
Ars Berlin

Liebe Spontis… auch wenn man Personen hier Beiträge verfassen lässt.sollte auf den Wahrheitsgehalt geachtet werden. Wer gibt Euch die Sicherheit, das die Dame Tanzfledrmaus nicht bestimmte Dinge erfunden hat? Eigene Recherchen oder mehrere Personen zu bestimmten Themen oder Ereignissen befragen, machen Beiträge solider. Ich weiß nicht welches Berlin die Dame Tanzfledermaus meint, aber das Berlin was ich kenne war es wohl nicht. Allein der Satz, auch wenn ich die Szene nur noch am Rande mitverfolge sagt einiges aus. Am Rande bedeutet nicht vor Ort oder dabei sein. Ich war beim ersten, zweiten und dritten Berliner Gothic Treffen dabei. Deswegen kann ich mir ein Urteil erlauben und kann mit Sicherheit sagen, das die Dame Tanzfledermaus nicht die Wahrheit geschrieben hat. Jetzt kann man sich fragen warum jemand eine Aussage tätigt, die völlig frei erfunden ist? Entweder hat da jemand keine Ahnung von der Berliner Szene und möchte sich nur wichtig machen, oder man macht mit Absicht etwas schlecht. Wer beim ersten Berliner Gothic Treffen dabei war, der konnte feststellen das die Teilnehmer fast ausschließlich nur aus Berlinern bestand. Damit war die erste Aussage der Dame Tanzfledermaus eindeutig erfunden, um nicht zu sagen gelogen. Ich erinnere mich sogar daran, das der aller erste Teilnehmer auf dem Pariser Platz Oliver Senger von Agonoize war. Die Fotos zum ersten Berliner Gothic Treffen stehen heute noch im Internet. Zum zweiten Berliner Gothic Treffen machte die Dame Tanzfledrmaus auch wieder eine frei erfunde Aussage, ohne selbst dabei gewesen zu sein. 2015 gab es zwar einen neuen Versuch, in Berlin ein Gothic Treffen aufzuziehen, doch es gab wenig Resonanz. Auch hier muss ich der Dame Tanzfledermaus widersprechen. 2015 hatten sich die Teilnehmerzahlen zum Vorjahr sogar verzehnfacht und es kamen über 1200 Teilnehmer aus ganz Deutschland. Die Konzerte waren bis spät in die Nacht sehr gut besucht. Und auch beim Pickick vor dem Berliner Dom, kamen mehr Menschen als noch im Jahr davor. In diesem Jahr kamen über 3000 Teilnehmer aus ganz Europa und alle 15 Konzerte waren sehr gut besucht. Beim Picknick sind die Teilnehmerzahlen derart gestiegen, das mittlerweile ganz Berlin darüber redet. Warum eine Person wie Tanzfledermaus über etwas schreibt, an denen sie nicht einmal dabei waren weiß sie nur ganz allein. Dann wenn der Gegenwind kommt das ganze als Kindergarten zu bezeichnen, zeigt einmal mehr wer das wirkliche Kind ist. Ja es ist Kindergarten Dinge frei zu erfinden, oder absichtlich schlecht zu machen. Ja es ist Kindergarten, wenn man schon längst keine Ahnung mehr von der Berliner Gothic Szene hat. Etwas mehr Ehrlickeit und etwas weniger wichtig tun, würde der Dame Tanzflermaus besser stehen. Kritik zu einem Event finde ich völlig in Ordnung, nur sollte man auch da gewesen sein um sich dieses Recht heraus zu nehmen.

Ars Berlin
Gast
Ars Berlin

An Dark Labyrinth… Sie waren 2015 im Pulk der Fotografen, dann müssen Sie ja genügend Fotos haben, um ihre Aussage zu belegen. Also warum zögern Sie diese hier für alle sichtbar zu machen? Kann es sein das Sie das nicht tun, um sich selber nicht bloß zu stelle? Zum Thema Spende 2015 gibt es öffentliche Fotos, die man ganz leicht bei Google finden kann. Man muss nur Berliner Gothic Treffen eingeben und auf Bilder klicken. Dann sieht man Fotos von der Spendenübergabe an das Kinderzentrum Ottokar e. V. Und bevor Sie andere auffordern Beweise zu erbringen, sollten Sie erst einmal ihre eigene Aussage untermauern. Das Sie selber geschrieben haben Fotos im Pulk der ganzen Fotografen gemacht zu haben, sollten Sie hier nicht um den heißen Brei reden. Veröffentlichen Sie hier die Fotos und es wird sich heraustellen wer der wirkliche Lügner ist, bzw. Dinge behauptet die nicht der Wahrheit entsprechen.

Robert
Webmaster

@Ars Berlin: Ich verstehe nicht, was Du mit deinem Kommentar erreichen möchtest. Bitte begreife doch, dass es sich bei diesem Artikel um einen Erfahrungsbericht und eine subjektive Sichtweise der Autorin geht. Und wenn Sie den Eindruck hatte, dass die Resonanz nicht groß war, dann war das so. Kommt vielleicht auf den Blickwinkel an. Wenn du alles super gefunden hast, ist doch alles gut, wenn die Teilnehmerzahlen immer weiter steigen, umso besser. Worum geht es also? Um die zwangsweise Änderung einer Sichtweise? „Ich will aber recht haben!“ Lieber Ars Berlin, lasse anderen Leuten ihre Meinung, ich lasse dir Deine.

Interessant ist übrigens, dass ARS Berlin, Anti Sponti Spinner, Lord Raven und Max Reinhardt offensichtlich den gleichen Internetprovider haben und E-Mail Adresse bei ein und dem selben Anbieter. Besonders spannend, als „Lord Raven“ am 29.4. um 18:59 etwas schreibt und „Max Reinhardt“ nur 5 Minuten später mit der exakt selben IP-Adresse das geschriebene von Lord Raven untermauert. Kommt schon, habt ihr das wirklich nötig? Ihr schadet damit dem Ruf des BGT gefühlte 100x mehr, als die zwei Sätze, die Tanzfledermaus in ihrem ursprünglichen Beitrag dazu geschrieben hat, es jemals tun könnte.

Julius
Gast
Julius

Vielleicht eine Erklärung für die hohe Teilnehmerzahl? ;P

*duckundweg*

Fledermama
Gast

Das ist ja besser als Facebook-Kommentare hier… Ich hole mal Popcorn. ?

Klar, wenn schon ein einziger glühender Verfechter des Treffens mindestens 5 Persönlichkeiten hat, kommen sehr schnell viel, viel mehr tatsächliche Besucher zusammen, als man mit bloßem Auge sehen kann… ?

Mein Fazit zum BGT war nach dem ursprünglichen Text „Naja, extra hinfliegen dann wohl nicht, aber mal anschauen würde ja nicht weh tun“. Nach den Kommentaren dann doch eher „WTF? Also so rechthaberiche Hanseln mögen das? Dann lieber nicht…“

Also, lieber „Wer auch immer“, wenn du willst, dass Leuten allein der Gedanke an das Event schon im Vorfeld vergeht, dann mach ruhig so weiter.

Ich weiß, wie enttäuschend es ist, wenn man versucht, etwas auf die Beine zu stellen und es wird nicht „gewürdigt“. Aber was hier abgeht ist solch ein Kindergartenniveau, dass es nicht mehr feierlich ist…

Robert
Webmaster

Hier können sich alle Leser einen Eindruck vom 3. BGT machen, um sich selbst eine Meinung zu bilden:

Yorick
Gast
Yorick

Am sympathischsten in dem Filmchen ist mir noch die junge Dame, die die obligatorische Klischeefrage „Was fasziniert dich an der Gothic-Szene?“ mit einem offensichtlich von Herzen kommenden „Garnix!“ ins leere laufen lässt. Da verzeihe ich ihr auch das alberne, wenn auch schwarze Kopfgesteck.

Creature
Gast
Creature

Den Organisatoren des Berliner Gothic Treffens gelingt es auf beeindruckende Weise, ihr öffentliches Auftreten stringent einem Gesamtkonzept unterzuordnen. Von der Auswahl der Bands über das Design der Werbematerialien, die Gestaltung der Webpräsenz, die Bühnenmoderationen bis hin zu den Social-Media-Aktivitäten präsentiert sich die Veranstaltung wie aus einem Guss. Das Reportagevideo von der diesjährigen Ausgabe beweist, wie passgenau die Öffentlichkeitsarbeit auf die anvisierte Zielgruppe zugeschneidert ist. Noch keine Marketingmaßnahme der Verantwortlichen hat mich meine Entscheidung bezüglich einer Teilnahme bisher in Frage stellen lassen. Chapeau!

Le_lys_noire
Gast
Le_lys_noire

Vielen Dank für den inspirierenden Einblick in deine dunklen Jahre, Tanzfledermaus! Dein Artikel las sich sehr schön und vor allem gefiel mir deine undramatische schlichte Haltung. Das lässt den Leser in ein authentisches Gruftileben blicken, ohne dabei vordergründig an gängigen Klischeephrasen hängen zu bleiben.
Schade nur, dass der letzte Eindruck dann durch die blöden Kommentare von Ars Berlin in eine ganz andere Richtung gezogen wird.

Blackneon
Gast
Blackneon

Einfach Klasse und interresant wie dein Schwarzes Leben so verlaufen ist.
Ich selbst bin erst 98-99 in die Szene gerutscht. Dennoch konnte ich dir absolut folgen.
Vielen Dank :smile:

Buddy
Gast
Buddy

Caro, vielen lieben Dank für diesen Artikel, vor allem für die vielen schönen Fotos! Oh man gerade die Fotos haben bei mir eine richtige Wehmut nach den Tagen meiner frühen Zwanziger geweckt. Verdammt, wo ist nur die Zeit geblieben? In der Rückschau läßt sich erkennen, wie weit man gekommen ist. Deine Rückschau ist wirklich schön, ich kann darin viele Parallelen entdecken, auch was deine Schilderungen der heutigen Situation in Berlin betrifft. Der Spirit ist verloren gegangen, die Millenials werden alt ^^. Verdammt. Aber ok, ich hatte eine wunderschöne Zeit und du ganz offensichtlich auch. Danke nochmal! Bitte mach weiter so, das ist einfach nur schön.