Korn feat Amy Lee Freak On A Leash HD YouTube

Top 10 der außergewöhnlichsten Sängerinnen (1)

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Da die Top X von irgendwas zur Zeit schwer im Kommen ist, möchte auch ich eine kurze Strecke mit ins Boot springen und hier die Top 10 der außergewöhnlichsten Sängerinnen präsentieren. Im ersten Teil präsentiere ich euch die Plätze 10 bis 6, den zweiten Teil morgen. Nennt es Kundenbindung, ich finde alle auf einen Streich zu dick. Selbstverständlich ist die Wahl rein Subjektiv, beruht auf meinem persönlichen Geschmack und ist düster romantisch angehaucht. Der ein oder andern wird sich vor seinem Bildschirm aufregen, wenn ich ihm eine verhasste Sängerin näher bringen möchte und meinen das die Betreffende nicht singen kann. Vielleicht sogar zu recht, aber für mich definiert sich das außergewöhnliche eben anders. Die Stimme ist in die Wiege gelegt, der Gesang das Talent aber erst die Darbietung ist für mich die Kunst.

#10 – Alison Moyet (Yazoo)

Als Vince Clarke auf Depeche Mode keine Lust mehr hatte, gründete er im November 1981 mit der damals noch unbekannten britischen Sängerin Alison Moyet die Band Yazoo.  Mit der Single Only You, der eigentlich erst für Depeche Mode geplant war, landeten sie einen Volltreffer. Als ich die Band zum ersten mal im Radio hörte, bin ich witzigerweise von einem Sänger ausgegangen.  Umso überraschter war ich, auf der Single im Plattenladen das Bild eine Frau zu sehen. Die Stimme der 48-jährigen ist tief und sehr soulig und versprüht den Charme einer verrauchten Eckkneipe. Der laszive Unterton wird ihrer natürlichen Figur nicht gerecht, verführte mich aber schnell ins schwärmen. Nie hat sich sich den körperlichen Dogmen der Musikindustrie unterworfen und ist immer sie selbst geblieben. Ihre Soloprojekte waren ähnlich erfolgreich, reichten aber nicht an die Zeiten bei Yazoo heran. 2008 traten Vince Clarke und Alison Moyet nach 25 Jahren anlässlich der Reconnected Tour als Yazoo wieder auf der Bühne auf.

Yazoo and Erasure 'Don't Go / Hideaway' HD @ London, The Roundhouse, 14.05.2011

#9 – Björk

Eigentlich ist das der Vorname der 1965 geborenen Isländerin, aber Björk Guðmundsdóttir sagt eben keiner. Die extrovertierte Sängerin ist bekannt für ihre Experimentierfreude in Sachen Musik und hat schon so ziemlich jedes Genre bedient, das die Branche zu bieten hat. Sie spaltet die musikalisch interessierten ins zwei Lager, es gibt Leute die mögen Björk, die anderen finden sie schrecklich. Erfolg gibt aber bekanntlich recht und so kommt es, das Björk vor allem in den 90ern einige Chartplatzierungen für sich verbuchen kann. Gegenüber der Öffentlichkeit gibt sie sich sehr zurückhaltend und wirkt zuweilen labil und launisch. Irgendwie macht das die abgedrehte Isländerin sympathisch und ist für mich die nordische Nina Hagen. So richtig einschätzen kann man sie nicht und vielleicht ist auch das der Grund, warum sie sich nie richtig musikalisch durchsetzen konnte. Die 44jährige ist Mutter zweier Kinder und mit dem US-Amerikaner Matthew Barney liiert.

Björk – Big Time Sensuality [rare version]

#8 – Annie Lennox (Eurythmics)

Als die damalige Kellnerin Annie Lennox 1976 von Dave Stewart gefragt wurde “Willst du mich heiraten?” konnte sie nicht ahnen, das das der Beginn einer sehr erfolgreichen Zusammenarbeit werden würde. 1981 veröffentlichten die Eurythmics ihre erste Platte. Unzählige Chartplatzierungen, Filmmusiken machten ihre Musik unsterblich. Sweet Dreams ist auch heute noch Pflichtprogramm jeder Wave- und Synthiediscothek. Ihre Wandlungsfähigkeit und die Unterschiedlichkeit ihrer Haarpracht verhalf ihr in den 80ern den Sprung auf die Titelseiten vieler Modemagazine. Legendär sind ihre Karottenfarbenen Haare im Video zu Sweet Dreams. 1992 brachte Lennox mit Diva ihre erste Soloplatte heraus und konnte an der Erfolg den sie mit Stewart hatte, anknüpfen. Sie wurde zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen der 90er. Ihre Stimme ist prägend und wandlungsfähig und hat dennoch einen hohen Wiedererkennungswert.

#7 – Nina Hagen

Ich sehe schon die virtuellen Steine fliegen, denn einige werden (vielleicht nicht ganz zu unrecht) behaupten, das die Frau gar nicht singen kann. Aber es heißt ja auch nicht die besten Sängerinnen, sondern die außergewöhnlichsten und dazu gehört einfach Nina Hagen. Ganz nebenbei erwähnt, kann sie sogar ganz ausgezeichnet singen, wenn sie denn nur will. Die mehr als Gesamtkunstwerk bekannte Nina Hagen wurde 1955 in Ostberlin geboren und wurde schon als Teenager mit “Du hast den Farbfilm vergessen” in der DDR bekannt, emigrierte aber bereits 1976 in den Westen.  Von diesem Zeitpunkt an ist ihr Leben und ihre musikalische Karriere wie ein Flipper mit unendlichen Freispielen, jeder Versuch sie stilistisch oder persönlich zu beschreiben ist schon im Ansatz zum scheitern verurteilt. Am besten beschreibt sie wirklich die Bezeichnung Mutter des Punk. Sie macht immer das, was man von ihr erwartet, nämlich das unerwartete. So war ich mehr als verwundert, sie als Jurymitglied bei einer Staffel Popstars zu sehen. Manche Menschen glauben, sie würde ihr Verhalten nur spielen, ich glaube, sie ist einfach so wie sie ist und daran ist nichts auszusetzen. Hier zu sehen mit ihrem schön düsteren Der Wind.

Nina Hagen – Der Wind Hat Mir Ein Lied Erzahlt

#6 – Amy Lee (Evanescence)

Die 28jährige amerikanische Sängerin der Band Evanescence ist nicht nur in der Metal und Alternative Ecke ein Begriff. Ihre Stimme ist ein Vergnügen für das Ohr des geneigten Hörers und unterstreicht nicht nur die Lieder der Band mit der richtigen Note, sondern ist auch Stilprägend für ein ganzes Genre. Ihre Mittelalterlich und Romantisch angehauchten Outfits machten sie zur Stilikone, nicht nur in der schwarzen Szene.  Aber macht euch keine Hoffnungen, Amy Lee ist mittlerweile vergeben und trägt den Namen Amy Hartzler. Gerne hätte ich sie in Korn’s “Freak on a Leash” bei ihrem gemeinsamen Auftritt in MTV Unplugged präsentiert, was aber leider wegen YouTube unmöglich erscheint. Daher ein Klassiker.

amy lee lithium acoustic version live

Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

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Konna
Gast
Konna

Deine Auswahl bis hierher finde ich in jedem Fall gerechtfertigt, alle diese Sängerinnen sind in gewisser Weise außergewöhnlich, mal ungeachtet dessen, ob man die Musik nun gut findet oder nicht. Danke auf jeden Fall für das Teilen von “Freak on a Leash”, die Version war mir bisher gänzich unbekannt!

Ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil und ob da eine oder zwei der Damen vorkommen, die mir mit als erstes eingefallen wären. wink

Atanua
Gast

Auswahl kann man auch für mich gerne so stehen lassen, vor allem Björk^^ Bin gespannt auf die morgigen Sängerinnen, und natürlich ob einige meiner Vermutungen vielleicht bestätigt werden.

LG

Susanne
Gast

Die Auswahl ist wirklich so sehr gut. Auch wenn ich mir da bei Nina Hagen nicht 100%ig sicher bin.

julia seeliger
Gast
julia seeliger

Wie wäre es noch mit Juliette Lewis?

Kitty Khaos
Gast
Kitty Khaos

Ich finde die Auswahl ganz nett, hätte aber auch eine andere Reihenfolge gewählt, aber das hatten wir ja schon smile
Juliette Lewis? Scheiß Scientologin…

SchwarzeWitweXL
Gast
SchwarzeWitweXL

-> Zum Thema Nina Hagen: Warum sollten hier virtuelle Steine fliegen?! DIESE FRAU KANN SINGEN! SIE IST SOGAR AUSGEBILDETE OPERNSÄNGERIN!… Nur zur Info an die Ungläubigen… smile PS: die Chartliste ist ok.