23 September

London

von Robert ForstKategorie: Finstere Orte2 Kommentare

Seit ich Anfang der 90er Jahre ein­mal in Lon­don gewe­sen bin, geht mir die Stadt nicht mehr aus dem Kopf. Soviel Kul­tur und Leben auf einem Hau­fen hatte ich noch nicht gese­hen und immer wie­der kreis­ten meine Gedan­ken darum, noch ein­mal nach Lon­don zu rei­sen. Anfang 2008 habe ich die Gele­gen­heit dann am Schopfe ergrif­fen und bin mit mei­ner Freun­din nach Lon­don geflogen.

Glück­li­cher­weise hat­ten wir beide die Sehens­wür­dig­kei­ten des Main­stream schon gese­hen und konnte uns so auf die dunk­lere und auf­re­gen­dere Seite Lon­dons stür­zen. Das Netz ist voll mit inter­es­san­tem Inhal­ten über Lon­don und seine Sehens­wür­dig­kei­ten, des­halb möchte ich hier für die unbe­kann­te­ren Ecken Lon­dons Par­tei ergrei­fen oder von Orten erzäh­len, die mir beson­ders ans Herz gewach­sen sind, denn Lon­don besteht nicht nur aus Big Ben und Madame Tus­s­auds. Ich möchte mich in mei­nem Arti­kel auf per­sön­li­che High­lights beschrän­ken, den Fried­hof High­gate Ceme­tery, den Cam­den Mar­ket und dem Nacht­le­ben für dunkle Gestal­ten. Letzt­end­lich gibt es noch ein paar nütz­li­che Infor­ma­tio­nen, damit aus dem Trip keine Horror-Trip wird.

Den gan­zen Arti­kel lesen… »


20 August

Zweite Hand

Second Hand in StockholmWarum rie­chen Second Hand Läden eigent­lich alle gleich? Bei mei­nem ers­ten Besuch eines sol­chen Geschäf­tes bei einem Besuch in Lon­don ist mir die­ser Geruch gleich auf­ge­fal­len. Eine Mischung aus Leder­ge­ruch, Mot­ten­ku­geln und Muff. Zeit kann man rie­chen, so kommt es mir jeden­falls vor. Der Ein­druck bestä­tigte sich, als ich wei­tere Second Hand Läden besuchte die, abge­se­hen vom Geruch ihrer Besu­cher, immer auf die gleich Art und Weise gero­chen haben. Wäre doch eine Geschäfts­idee, Duft­bäume mit Second Hand Note.

Second Hand Mode ist gerade schwer im kom­men, gerade die im ame­ri­ka­ni­schen Stil. Was in den USA vor Jah­ren Mode gewe­sen ist, könnte sich bei uns zum Kas­sen­schla­ger ent­wi­ckeln. Soge­nannte Worker­hem­den mit den Logo´s Ame­ri­ka­ni­scher Fir­men, Bow­ling­hem­den, Uni­form­teile, Hosen, Base­ball­ja­cken und Kapu­zens­hirts, Jacken, Taschen und Schuhe, es ist eigent­lich für jeden Anlass etwas dabei.

Second Hand in StockholmWas frü­her nur Mit­tel zum Zweck war, den Geld­beu­tel zu scho­nen, ist heute ein neuer Aus­druck von Indi­vi­dua­lis­mus. Es ist aber auch ein Spaß zu stö­bern, anzu­pro­bie­ren um dann letzt­end­lich auf­zu­fal­len. Die Ent­wick­lung vom Schund zum Kult ist dabei immer gleich. Zunächst als unver­zicht­ba­res Klei­dungs­stück um (damals) aktu­el­len Trends zu fol­gen, dann zum ver­hass­ten Klei­der­schrank­hü­ter degra­diert (»das geht ja mal gar nicht!«), um letzt­end­lich dann doch wie­der ein Trend zu wer­den, wenn das gute Stück bis dahin nicht schon im Müll­ei­mer oder in der Alt­klei­der­samm­lung ver­schwun­den ist.

So kam es dann auch, dass ich in Lon­don zum ers­ten mal auf den Geschmack gekom­men bin, Sachen aus zwei­ter Hand zu ver­su­chen und habe mich dann auch gleich unsterb­lich in eine Leder­ja­cke aus den 70ern ver­liebt, die als ers­tes mei­nen Klei­der­schrank enterte. Lei­der hat Mön­chen­glad­bach nicht viel zu bie­ten, wenn es um getra­gene Klei­dung geht, so müs­sen schon Aus­flüge in die euro­päi­schen Metro­po­len her. Lon­don, Stock­holm und Köln waren da schon erquickender.

Wei­ter­füh­rende Links: Qype-Guide, Tel­ler­rand­reise nach Stock­holm, Lon­don