31 März

Gothic Friday März – Musik als Heimat und Zuflucht (Satoria)

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depeche-mode-delta-machine-albumSatorias Beitrag ist wohl der letzte und zugleich auch der umfangreichste des Märzthemas. An dieser Stelle jetzt eine Kurzbeschreibung zu geben, wäre ein Paradoxon, dennoch ein kleiner Hinweis: Es gibt eine gewisse Konstante, die sich durch Ihre musikalische Laufbahn zieht. Welche das ist und was ein Flug von Indien über Abu Dhabi damit zu tun hat, erfahrt ihr beim Lesen der folgenden Zeilen.

 

Es ist Ostermontag 2016 und das passende Lied lautet Erschießen von Ideal. Heute, hier, jetzt. Jedoch nicht aus Langeweile. Lief gestern als eines der Highlights im übervollen „Sauna“-Duncker.

Einiges in meinem Text könnte für manchen Leser etwas drastisch klingen und wäre mit einem anderen emotionalen Hintergrundrauschen auch anders. Aber ich will authentisch sein – und so empfinde ich jetzt gerade. Es gibt ein grundlegendes Problem in der Fragestellung des Monats – wie soll man denn nur Emotionales, persönliche Geschichte, Szene(rück)einstieg und Musik separieren? Das ist höchst persönlich und kaum zu trennen. Also, ich lege den Schwerpunkt auf Musik, aber in den persönlichen Kontext gesetzt. Den ganzen Artikel lesen… »


17 März

Gothic Friday März: Elektro vs. Gitarre (Malte)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 4 Kommentare

Marcia Baila - Les Rita Mitsouko

Nachdem sich Malte schon einige Male nur gedacht hat, dem Gothic Friday beizutragen, konnte er nun nicht mehr anders und verfasste den folgenden Beitrag, welcher bereits in Kindestagen beginnt und dann auch doch irgendwie ein bisschen Szene-Einstieg ist. Wieder ein Beispiel, wie eng Musik mit dem Einstieg in die schwarze Szene verknüpft ist. Lest, wie er Malte Mitte der 80er ganz allein nach Westberlin fahren durfte und wie er bei der Bundeswehr von einem Unteroffizier mit schwarzer Musik versorgt wurde.

Vergangenheit

Mein Interesse für Musik begann mit elf oder zwölf Jahren Anfang der 80er. Irgendwo bei uns im Haus lief immer ein Radio, und ich stellte ein wenig verwundert fest, dass mir Musik mit Synthesizern viel besser gefällt als „richtige“ Musik mit Gitarren und Schlagzeug. Irgendwie wollte es mir nicht in den Kopf, dass die vergleichsweise einfache elektronische Musik bei mir besser ankam als solche, für die die Musiker mehrere Jahre investieren müssen, um ihre Instrumente zu beherrschen. Ich beschloss jedoch recht schnell, dass mir das auch egal sein kann und ich nichts mehr gegen meine keimende Vorliebe für diese künstliche, elektronische Musik unternehmen werde. Den ganzen Artikel lesen… »


16 März

Gothic Friday März: Käpt’n Kantholz Reise in die Unvernunft (Mr. Niles)

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Einstuerzende Neubauten - Yue-GungKäpt’n Kantholz alias Mr. Niles fügt zu seiner Überschrift noch hinzu: „We do right – no one remembers / We do wrong – no one forgets“(ASF) und präsentiert und seinen umfangreichen musikalischen Einstieg in die Szene zum März-Thema des Gothic Friday, der dann sogar auch noch bisschen das Februar-Thema „Wie bist du in die Szene gekommen?“ mit abdeckt.

Teil 1 – Vergangenheit (Those were the days)

Der erste Teil des Gothic Friday im März führt wieder zurück in die Vergangenheit. Musik – Musik ist alles für mich, solange ich denken kann. Ohne Musik gäbe es mich nicht mehr. Davon bin ich überzeugt. Wenn die Bands und Musiker(innen) wüssten, wie oft sie mir das Leben gerettet haben. Trotzdem bin ich niemand, der schwelgerisch Texte über diesen Ozean von Gefühlen, Gedanken und Erinnerungen zusammentippt. Ist halt ein leicht autistischer Einschlag, oder sowas ähnliches ;) Irgendwie erinnern mich diese Fragelisten an ein Poesiealbum, in denen es sich um Lieblingsfarben oder den Liebling-Schauspieler dreht. Denken wir uns also in unsere selige Schulzeit zurück, und – aber halt! Meine Schulzeit war alles andere als „selig“. Also: Vergesst bitte den Absatz mit der seligen Schulzeit und Glanzbildchen gibt es auch keine! Den ganzen Artikel lesen… »


13 März

Gothic Friday Februar: Der Tag, an dem meine Vergangenheit starb

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 9 Kommentare

Bjoern - Aliens in der Koelner InnenstadtWie bereits angekündigt, werden auch spätere Einsendungen zum Gothic-Friday berücksichtigt. Björn (Kara) erzählt für das Februar-Thema: Wie seid ihr in die Szene gekommen? von seinem Szeneeinstieg. Ein bisschen Überredung brauchte er, um mit seiner bewegenden Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen, ich bin mir aber sicher, es hat sich gelohnt.

Wie ich wurde, was ich bin oder: Der Tag, an dem meine Vergangenheit starb.

Ich saß auf meinem Koffer und beobachtete meine Mutter, die mich hier abholen wollte. Sie sah mich nicht und ich hatte keine Lust, Ihr entgegen zulaufen. Der Aufenthalt in England hatte mich verändert. Ich war das erste mal in einem fremden Land, so ganz ohne Eltern und ich hatte das Gefühl, das ich tun und lassen konnte, was immer ich wollte. Aus dem kleinen Spießer war ein Revoluzzer geworden. Zumindest fühlte ich mich so. In England begegnete mir eine vollkommen neue Jugendkultur, Leute mit bunten und wilden Haaren und Leute bei denen man nicht wusste, ob sie Junge oder Mädchen waren. Meine Welt stand Kopf.  Den ganzen Artikel lesen… »


28 Februar

Resümee Februar: Wie seid ihr in die Szene gekommen?

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 6 Kommentare

Gothic-Friday-2016-FebruarDer letzte Freitag des Monats ist das gleichzeitige Ende des Monats-Themas für den Gothic Fridays 2016, bei dem wir im aktuellen Februar danach gefragt hatten, wie ihr in die Szene gekommen seid oder warum ihr euch immer noch zugehörig fühlt. Meine Skepsis, ob ein erneutes Projekt wie dieses immer noch auf begeisterte Leser stoßen würde, war unberechtigt. Ich bin schlichtweg begeistert von der Fülle und der Qualität der Beiträge, die rund 30 Teilnehmer im Februar niedergeschrieben haben. Was mich besonders freut ist die Mischung aus treuen und völlig neuen Lesern, die sich bereit erklärt haben, ein bisschen von dem Preiszugeben, was sie nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich ausmacht.

Zusammen mit Svartur Nott vom Gothic-Friday-Team, der den größten Teil dieses Artikels geschrieben hat, möchte wir versuchen auf den Punkt zu bringen, was Menschen in die Szene bringt oder sie darin hält. Bringt ein bisschen Zeit mit, es gibt viel zu lesen.
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27 Februar

Gothic Friday Februar: Vom Szeneeinstieg zum Lebensgefühl mit Hindernissen (Miss Makaber)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 10 Kommentare

Miss Makaber - Avatar

Miss Makaber ist die letzte Teilnehmerin des Gothic-Friday im Februar, für die ihr Szenedasein offensichtlich keine „Phase“ mehr ist, sondern Lebenseinstellung. Mittlerweile ist sie sogar sehr erfolgreich darin, auch das Mutter-Sein mit dem Szene-Dasein zu verbinden. Ich bin sehr froh, das Sie sich durchgerungen hat, ihr spannende und zugleich schmerzvolle Geschichte ihres Szeneeinstiegs niederzuschreiben.

So viele lesenswerte Beiträge gab es schon zum Thema „Wie kamst du zur Szene“ und ich habe lange überlegt, ob ich da noch meinen Senf zu geben möchte, ohne das ich das selbe schreibe, wie die anderen und der Leser wohl möglich noch vor Langeweile schnarchend vor dem PC zusammensackt. Heute habe ich den Entschluss gefasst,das ich es doch wagen möchte! Obwohl. Darf ich als „junges Küken“ eigentlich schon was zur „Szene“ sagen oder gibt es vielleicht ein Mindestalter, das einen erst dann dazu befugt über die wahrhaftige Gruftigkeit zu sinnieren?

Jedenfalls beginnt mein Text so: Es hat alles damals in der Schule angefangen….ja, ich weiß, das hat es wahrscheinlich bei jeden anderen auch, aber ich fahre trotzdem fort. Es hat also in der Schule angefangen, ich war etwa 12 Jahre alt und eher so der Eigenbrödler. Andere alberten mit Klassenkameraden herum, ich hingegen saß lieber alleine, zeichnete den lieben langen Tag und träumte mich ins sonst wo. Schon zu der Zeit hatte meine erdachte Welt mehr Reiz und Sinn, als die Echte. Den ganzen Artikel lesen… »


26 Februar

Gothic Friday Februar: Friday I’m in Love!

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 4 Kommentare

Magister Tinte 2012Der folgende Beitrag von Magister Tinte kommt nicht etwa zu spät, sondern ich brauchte eine Weile, um mich durch die Flut der vielen Beiträge zu wühlen, diese in Form zu bringen und zu veröffentlichen. Außerdem arbeitet das Gothic-Friday Team gerade am ausstehenden Resümee, was tatsächlich sehr arbeitsintensiv ist. Nichts desto trotz freue ich mich sehr über Magister Tinte, der völlig unverhofft in meinem Posteingang landete, nachdem er sich für den Gothic Friday zum mitmachen überredete.

Nachdem ich in letzter Zeit begeistert jeden Artikel zum Gothic Friday las, konnte ich mich endlich dazu Überreden auch etwas zu schreiben. Meinen übrigens ersten Beitrag auf Spontis. Aber wo soll ich anfangen?

Daran scheiterten meine ersten Versuche diesen Text zu verfassen. Beginnen möchte ich weder mit meiner recht frühen Vorliebe für morbide und romantische Texte von Lovecraft und Poe, die mir mein damaliger Geschichtslehrer in Form von Büchern lieh, noch mit dem etwas missglücktem Versuch einer Friseurin zu erklären was ein Sidecut ist und das ich an der Schläfe nun wirklich die einzelne Strähne stehen lassen will. An dieser Stelle möchte ich Bands wie Blutengel oder Nachtmahr eher unerwähnt lassen, womit dann auch mein erstes Konzerterlebnis in der „Szene“ irgendwie wegfällt. Den ganzen Artikel lesen… »


24 Februar

Gothic Friday Februar: Ich benutze die Szene. Ganz egoistisch. (ColdAsLife)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 17 Kommentare

Cold as Life 2001Den Gastautor des folgenden Beitrags lernte ich auf einem für heutige Zeiten sehr ungewöhnlichen Wege kennen. Im echten Leben. Völlig überraschend sprach er mich in der „Alten Schleiferei“ in Duisburg an, während Dr. Creep seine Klangtherapie anwendete. Wir kamen ins Gespräch – sofern das die Musik zuließ – und verblieben mit dem Wunsch, voneinander zu lesen. „Cold as Life“ hielt sein Wort und schickte mir jüngst seinen Beitrag zum Februar-Thema des Gothic-Friday.

Das Folgende ist eher ein Mixtum compositum aus Antworten auf Fragen, die mit der Ausgangsfrage verwandt wären. Ich zumindest fühle mich nicht aufgefordert, eine biographische Chronologie abzuarbeiten, um dann daraus unter eventueller Nennung des ersten gehörten richtungsweisenden Albums den Tag des Einstiegs in die sogenannte Szene zu ermitteln. Es versteht sich eher als eine Aufforderung, Ursprünglichkeit und Kausalität unter das Okular zu legen. Es ist nur eine weitere Aufforderung neben den vielen Anfragen, die ich sonst an mich richte, wenn ich danach frage, wie ich wurde, was ich bin, beziehungsweise ob ich bin, was ich fühle, beziehungsweise ob ich fühle, was ich bin und so weiter und so fort. Ich will mich also nicht verleiten lassen, die Ausgangsfrage aus durchaus verlockender Spontaneität heraus zu beantworten, überdies schon deswegen nicht, weil der Begriff Szene für mich mit Repräsentation assoziiert ist. Ich repräsentiere aber nichts. Den ganzen Artikel lesen… »


23 Februar

Gothic Friday Februar: Meine lange Reise in die Dunkelheit

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Dennis 1982

Dennis hat nicht bemerkt, wie die Szene entstand. 1982 war er vertieft in seine Studien und nahm nicht wahr, was um ihn herum passierte.

Gastautor Dennis hat eine bewegende Zeit hinter sich und bezeichnet sich selber als Späteinsteiger. Für den Gothic Friday im Februar 2016 hat er seinen Archiven gewühlt und erzählt von Seinem langen Weg ins Schwarz. Ich freue mich sehr über seinen Artikel und natürlich auch über die Beschreitung dieses anstrengenden Pfades.

Mein Weg ins Schwarz war lang, voller Umwege, und er hat überhaupt erst sehr spät begonnen. Die meisten hier haben ihren Weg in die Dunkelheit schon in jungen Jahren begonnen, aber ich musste erst über dreißig werden, ehe ich ihn überhaupt entdeckt habe.

Kapitel I
Es fehlte schon an der Grundvoraussetzung: Musikalisch war ich immer ein Spätzünder gewesen. In meiner Schulzeit habe ich mich eigentlich fast gar nicht für Musik interessiert, und gar nicht für das, das meine Freunde hörten. Davon hatte ich übrigens nie viele, denn ich hatte auch wenige Interessen mit meinen Klassenkameraden geteilt. Sport und Musik waren mir fremd, meine Themen aus Wissenschaft und Biologie interessierten niemanden. Ich war ein Träumer und Außenseiter und habe so sehr versucht, nicht aufzufallen, dass es wohl ungeheuer auffällig war. Am Ende hatte ich zwar ein oder zwei Mixtapes mit Wunschkonzert-Mitschnitten (was darauf war, kann ich nicht mehr sagen. Rockmusik … ach doch, ich erinnere mich an „In the year 2525“ von Zager & Evans, „Ha ha said the Clown“ von Manfred Man‘s Earth Band, Joan Baez und – es ist zu lange her). Irgendwo um mich herum muss in meinen letzten Schuljahren der Keim der schwarzen Szene entstanden sein, aber ich hatte nichts davon bemerkt. Den ganzen Artikel lesen… »


23 Februar

Gothic Friday Februar: Karottenhose und Strassohrringe

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 5 Kommentare

GM auf der Burg SatzveyEs war ihr eine Freude, ein wenig in ihrem Innern zu wühlen und einiges von dem, was sie dort entdeckte, niederzuschreiben. GM in möchte ihren Namen nicht im Internet wissen und hat mich daher gebeten, ihn abzukürzen. Nichts desto trotz tut das der Sache – in diesem Fall den Beitrag für das Februar-Thema des Gothic Friday – keinen Abbruch.

Das Thema führt mich auf die gleiche Zeitreise, die ich erst vor Kurzem nach dem Tod von Steve Strange, möge er in Frieden ruhen, unternahm.

Vorgeschichte

Als Kinder waren wir oft auf einem der zwei Friedhöfe unweit unseres Hauses, es besteht also eine gewisse Grundsympathie dem Morbiden gegenüber. Ich begleitete meine Oma häufig auf ihren Spaziergängen oder zu Einkäufen, die über die Friedhöfe führten. Von ihr erfuhr ich, welche Bäume dort wuchsen, um welche Blumen es sich auf den Gräbern handelte und welche Vögel sangen. Durch sie lernte ich, dass das Leben mehr für mich bereit hielt als das triste Alltagsgrau, wie es damals in den Mietskasernen üblich war. Den ganzen Artikel lesen… »


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