Cold as Life 2001

Gothic Friday Februar: Ich benutze die Szene. Ganz egoistisch. (ColdAsLife)

17

Cold as Life 2001Den Gastautor des folgenden Beitrags lernte ich auf einem für heutige Zeiten sehr ungewöhnlichen Wege kennen. Im echten Leben. Völlig überraschend sprach er mich in der „Alten Schleiferei“ in Duisburg an, während Dr. Creep seine Klangtherapie anwendete. Wir kamen ins Gespräch – sofern das die Musik zuließ – und verblieben mit dem Wunsch, voneinander zu lesen. „Cold as Life“ hielt sein Wort und schickte mir jüngst seinen Beitrag zum Februar-Thema des Gothic-Friday.

Das Folgende ist eher ein Mixtum compositum aus Antworten auf Fragen, die mit der Ausgangsfrage verwandt wären. Ich zumindest fühle mich nicht aufgefordert, eine biographische Chronologie abzuarbeiten, um dann daraus unter eventueller Nennung des ersten gehörten richtungsweisenden Albums den Tag des Einstiegs in die sogenannte Szene zu ermitteln. Es versteht sich eher als eine Aufforderung, Ursprünglichkeit und Kausalität unter das Okular zu legen. Es ist nur eine weitere Aufforderung neben den vielen Anfragen, die ich sonst an mich richte, wenn ich danach frage, wie ich wurde, was ich bin, beziehungsweise ob ich bin, was ich fühle, beziehungsweise ob ich fühle, was ich bin und so weiter und so fort. Ich will mich also nicht verleiten lassen, die Ausgangsfrage aus durchaus verlockender Spontaneität heraus zu beantworten, überdies schon deswegen nicht, weil der Begriff Szene für mich mit Repräsentation assoziiert ist. Ich repräsentiere aber nichts.

Es geht auch nicht um eine gemeinsame Identität, obschon in diesem Satz ein bisschen Bedauern mitschwingt, das will ich keineswegs abstreiten. Nun geht es jedoch auch nicht darum, ein Psychogramm der sogenannten Szene zu entwerfen und gleichsam einen selbstmitleidigen Beschwerdebrief zu verfassen. Das würde eher passen zu einer Frage wie „Wie würdest du die Szene beschreiben?“. Die Szene und ich, wir beide repräsentieren uns nicht über die Farbgebung hinaus – und beide Seiten stören sich nicht weiter daran.

Dass es um Schwarzes in auditiver und visueller Ausprägung geht, ist eines der offenkundigen, rein deskriptiven Merkmale. Eine Farbe, ein Kontrast, vermag jedoch per se nichts über Beweggründe auszusagen. Ebenso wenig wie die vielgenannten und eher belanglosen, einer jedweden Szene überstülpbaren Dynamiken à la Gemeinschaftsgefühl fühlen und anders sein wollen. Sie könnten höchstens Hinweise denn Beweise sein. Dass es hingegen um Depressionen, Traumata, Sehnsüchte, Hass, Ablehnung, Selbsterhaltung und Sinnsuche gehen kann, um Stressreduktion und Panikvermeidung, um die Suche nach einem Vakuum, in dem es keiner Rechtfertigung vor niemandem bedarf, um Bekenntnis zur eigenen Vulnerabilität und viele weitere komplexe innere Konflikte, ist nicht an der Oberfläche und ihrer Farbe abzulesen.

Cold as Life 2016Es geht nicht einmal um gegenseitiges Verständnis. Es geht eher um ein Theater, um Eskapismus. Die Frage ist: Will ich nicht sein, wie der gelangweilte Durchschnitt, oder kann ich es nicht? In welcher Beziehung stehen Wollen und Können zueinander, betrachtet man es ausdifferenziert? Schwierig genug zu beantworten, gefolgt von der nagenden Skepsis, wie viel von mir auf der Tanzfläche im Club Affektiertheit ist, und wie viel das, was sich Identität nennen möchte. Werde ich dadurch ruhiger und klarer in meinen Empfindungen, oder verwirrt es nur noch mehr? Einfach nicht weiter darüber nachdenken. Außer, eine Plattform stellt eine Frage wie: „Wie bist du in die Szene gekommen?“ Ist das Düstere (ersetzbar durch Synonym X) in mir, oder bin ich im Düsteren? Und was ist dieses Düstere überhaupt?

Manchmal sage ich mir, um mich selbst von allen Zweifeln abzulenken, es ginge lediglich um musikalische Präferenz. Das gute alte Totschlagargument. Jedoch könnte ich behaupten, jeder Präferenz läge eine Ursache zugrunde. Worauf werde ich bei weiterer
Betrachtung dann schon stoßen, wenn nicht auf gewisse, eindeutige Parallelen zwischen Szene-Sujets und dem eigenen, inneren Gefühlsleben? Erfahren die Klischees mal wieder ihre existenzielle Bestätigung? Woran kann es schon liegen, dass ich hier, und nicht in einer anderen Szene unterwegs bin? Ich hätte ja die freie Wahl. Oder vielleicht doch nicht? Und was ist mit der Hoffnung, diesen einen, besonderen Menschen kennenzulernen, den man sein Leben lang schon sucht? Rechne ich mir etwa höhere Chancen aus, einen solchen in der Szene kennenzulernen, als anderswo? Bin ich auf der Suche nach verbitterten Seelen? Und glaube ich, diese in der Szene kennenzulernen? Bewässere ich damit mein Selbstmitleid? Ist die Szene vielleicht hochgefährlich für mich, wenn ich ehrlichen Willen zeige, die Depressionen loszuwerden?

Abbruch. Ich lebe nur einmal. Ob es Realitätsflucht ist oder nicht, soll mich nicht weiter tangieren. Ich brauche also am besten noch ein weiteres Totschlagargument, zur Sicherheit, um die Paranoia weiter temporär zu unterdrücken. Und da ist sie, völlig unzweifelbar, die omnipotente, letzte Begründung: Alles ist Katharsis. Jetzt bloß nicht weiter darüber nachdenken, ob Anderes besser als Katharsis geeignet wäre. Sonst suche ich vielleicht ewig und finde nie die goldene Mitte oder gar das Erlösende. Bleibe ich also lieber da, wo ich das Gefühl habe, nicht gänzlich falsch zu sein: in der Szene. Ist sie auch nicht mein Optimum, so wäre ich in anderen Szenen womöglich noch viel unpassender untergebracht. Aber wonach soll dies schon beurteilt werden können, denke ich mir. Letztlich geht es doch immer nur um das eigens empfundene tendenziell Richtige oder Falsche. Die Suche nach dem „Place to be“ bleibt doch eh stets nur Suche. Irgendwann kommt sowieso wieder die Frage, ob ich alles richtig gemacht habe. Das Stellen dieser Frage impliziert deren eigene Verneinung. Ich sollte also lieber aufhören, irgendwo ankommen zu wollen. Sich treiben lassen wäre wohl gesünder.

Der Zweifel hat mich schon wieder, es passiert einfach so, ungewollt. Brauche ich vielleicht doch noch ein allerletztes Totschlagargument? Ah, ich hab’s: Pathologisierung. Alles fügt sich von alleine, ich kann gar nichts dagegen tun. Sonst wäre ich ja nicht (mehr) in der Szene. Es wird schon seine Folgerichtigkeit haben und ist psychologisch herzuleiten, könnte ich doch ungezählte Gründe nennen, weshalb für mich Pessimismus die bessere Alternative darstellt. Ich sollte mein Sein in der Szene also als Symptomatik verstehen. Dann brauche ich mich also nun nicht weiter um Verantwortlichkeit, freien Willen und sonstige in Frage zu ziehende Unannehmlichkeiten des Geistes kümmern. Wieder entfernt zu dem gekommen, was sich volkstümlich als Besinnung umschreiben ließe, fällt mir das eigentlich Erschreckende wie Schuppen von den Augen: Auf der akribischen Suche nach dem göttlichen Argument habe ich ganz vergessen, zu genießen.

Schnell umschalten, nachher verlerne ich es noch. Oh nein, was tue ich da? Zwinge ich mich etwa, zu genießen, und relevante Fragen links liegen zu lassen? Was genau ist eine relevante Frage, wenn kein Maßstab vorhanden? Immer Einzelfallentscheidung, Präzedenzfall, jedes Mal. Der Paranoia-Generator summt wieder.
Aber ich will nicht mehr nach Argumenten suchen, die Sisyphos-Müdigkeit überkommt mich. Es muss ein Nutzen her. Und zwar schnell. Nutzen? Ich habe es. Ja, das ist es. Benutzen. Ich benutze die Szene. Ganz egoistisch.

Um mich zu sättigen. Um mir Selbstvertrauen zu geben. Um Schwermut und Verzagtheit zu highlighten. Um mich zu etikettieren, zu elitarisieren. Um besonderer zu sein. Um den ausgestreckten Mittelfinger zu verlängern. Um zu fühlen. Um zu spüren. Um etwas zu haben, ginge alles verloren. Um einen Panic-Room zu haben. Wenn auch nur um des Habens willen. Um ein Netz zu haben zwischen etwas. Was über dem Netz und unter ihm ist, weiß ich nicht. Aufgefangen werden wollen. Vielleicht bin ich so in die Szene gekommen.

Robert
Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

17
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
 
Foto und Bilder Dateien
 
 
 
Audio und Video Dateien
 
 
 
  Abonnieren  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich bei:
Tanzfledermaus
Autor

Faszinierend, verstörend, irritierend, nachdenklich machend… auf jeden Fall ein interessanter Betrachtungswinkel!

Kathi
Gast
Kathi

Ja.
Irgendwie überkommen mich genau diese Fragen, wenn ich in meinen düsteren Stunden grübel.

Ist es wegen dem Nutzen? Ich denke nicht verharrt man aus Angst? Vielleicht.

Aber, ist nicht auch so etwas Sein? Möglich.

Schwarz ist ein Gefühl. Heimat für mich auch, wenn ich inzwischen eher Dunkelbunt bin. Man sagt oft man soll seinem Herzen folgen, der Intuition. Bleibe so lang es sich gut anfühlt?
Man weiß es nicht.
Man wird sehen.

Für mich bleibt die Antwort Schwarz.
Zum größten Teil.

Katrin
Gast
Katrin

Faszinierend wortgewaltig. Ich bin beeindruckt und erschrocken zugleich. Nachdenkzeit.

Gruftfrosch
Gast
Gruftfrosch

Mal eine etwas andere Herangehensweise und recht starker und nicht so rasch verdaulicher Stoff. Gute Frage…Gesetzt den Fall, „die Szene“ (ich setze das bewusst in „“, weil ich mit diesem Begriff so meine Schwierigkeiten habe) gäbe es nicht mehr, wäre ich dann „bunt“, würde ich melancholische Musik nicht gut finden, usw.? Wäre die innere Einstellung eine andere? Wie bedingt und beeinflusst es sich gegenseitig? Ist es letztendlich fast wie Henne und Ei? Verwirrend diese Gedankenkonstrukte und Theorien, schrecklich ;-P…

Sequest(a)r
Gast
Sequest(a)r

Tut mir leid. Das beeindruckt mich nicht. Pubertäre Gedankenwelt hochgestochen formuliert. Auf diese und ähnliche Fragen sollte jeder kommen, dem an ernsthafter Selbstreflektion gelegen ist.

Würde die Szene nicht exitieren, wäre ich trotzdem, was ich bin. Ich bin doch nicht Grufti, nur weil die Szene existiert. Das ist ja lachhaft. Einzig die Terminologie wäre wohl anders, nicht aber ich.

Ebenso wenn die Szene ihre Regeln ändert. Das heißt doch nicht, dass ich mich ändere, das wäre ja verlogen. Ich muss den Joghurt nicht aufessen, wenn er mir nicht schmeckt – mal bildlich gesprochen. Ich muss gar nichts.

Für mich gilt: Wo ich bin, ist Szene, nämlich meine eigene, und das sollte meiner Meinung nach für Jeden gelten. Denn daraus ergibt sich erst das gesamte Potpourri sowie Reiz und Potenzial der Schwarzen Szene.

Ich bin selbstbewusst, weil ich es bin, die da an der Haltestelle steht und nicht, weil irgendwo andere Schwarzgewandte herumlaufen und meinem Sein dadurch Berechtigung geben. Also bitte.

Gruftfrosch
Gast
Gruftfrosch

*räusper*

Vielleicht hätte ich das „;-P“ fett machen sollen ;-))). Natürlich wäre ich So, wie ich bin, auch ohne Szene…is doch klar. Meine Fresse.

Katrin
Gast
Katrin

Das beeindruckt mich nicht. Pubertäre Gedankenwelt hochgestochen formuliert. Auf diese und ähnliche Fragen sollte jeder kommen, dem an ernsthafter Selbstreflektion gelegen ist.

Dann ist ernsthafte Selbstreflektion pupertär? Und wo Du bist, ist Szene? Kernkompetenz Schuhe oder wie? Jedem seine Welt. Deine „Haltestelle“ ist meine nicht. Nur weil Du Dich um Dich selbst drehst, bist nicht Du zwangsläufig die Wahrheit.

;-) <- fett

Guldhan
Autor

Wo ich bin, ist Szene, nämlich meine eigene, und das sollte meiner Meinung nach für Jeden gelten. […]Ich bin selbstbewusst, weil ich es bin, die da an der Haltestelle steht und nicht, weil irgendwo andere Schwarzgewandte herumlaufen und meinem Sein dadurch Berechtigung geben. Also bitte.

Davon mal abgesehen, ich finde in dieser Aussage steckt die Wahrheit. Hier hopst doch niemand im Einheitstakt herum, nur weil es ihm die Szene vorschreibt. Oder sich Schwarze nur innerhalb des Rudels so plötzlich wie chamäleonartig schwarz färben. Abgesehen von den charakter- wie phantasielosen. Sondern diese Szene existiert, weil es eine ganze Horde mal toll fand, im gleichen Rhythmus zu tänzeln.
Von daher ist es weder anmaßend, noch überheblich, zu behaupten, dass man selbst die Szene ist. Vor allem nicht als Repräsentant/in. Denn selbst ein Teil des Ganzen vertritt eben dieses und ist somit das große Ganze.

Und ich kann dem gegenüber wohlwollend zunicken, weil er die gleiche Musik hört. Die gleiche Zierte trägt und mittels der Band-Schriftzüge auf der Klamotte dieselbe Grundeinstellung zu teilen scheint, aber deswegen muss ich ihm nicht gleich brüderlich um den Hals fallen und abknutschen.
Ich kann es ebenso auch lassen. Anteilnahmslos an diesem vorbei gehen. Und wenn der mir zudem unsympathisch erscheint, diesen dabei noch anrempeln. Weil ich die Musik eigens für mich höre. Die Zierte einzig meine Persönlichkeit darstellt und das Bandshirt einzig mit meinem Leben verbunden ist.

Zudem… jeder dreht sich nur um sich selbst. Das braucht man nicht zu leugnen. Selbst Solidarisierung entsteht aus Eigennutz. Ebenso Ehrenamtlichkeit. Und wenn es einzig das gute Gefühl für einen persönlich ist. Wer dieses nicht wahrhaben will, der blicke in die komplexen Staatsformen, die versuchten, den Menschen zum reinen Allgemeinwesen zu formen. Das letzte, beispielsweise innerhalb dieser Landesgrenzen, erlebte selbst ohne groß angelegten offenkundigen Krieg gerade einmal die dritte Generation. Der Mensch will keinem Wir dienen, sondern sein Ich leben. Und wenn er dafür das Wir anstrebt bzw. akzeptiert, dann nicht in erster Instanz.

Gruftfrosch
Gast
Gruftfrosch

Jetzt mal vom Inhalt abgesehen, meinst du Zierde oder was soll Zierte heißen?

Guldhan
Autor

Wenn schon so gefragt wird, dann definitiv „Zierde“. Pardon, ich neige beim Tippen schnell zur grammatikalischen Betriebsblindheit. Doch würde das den Inhalt in solch grundverschiedene Bahnen lenken?

Gruftfrosch
Gast
Gruftfrosch

Nö, würde es nicht.

Ansonsten (und deswegen setzte ich das bei meinem Beitrag bewusst in „“) weiß ich gar nicht mehr, was aktuell noch unter „DER“ Szene zu verstehen ist. Was manche darunter zählen (siehe Musik: Cyberkram, Vulgär-Utz-Utz, Düsterschlager, oder das Zurschautragen sexueller Präferenzen, siehe Bondage, BDSM usw), gehört für mich zum Beispiel nicht dazu. Das, was ich darunter verstehe, ist wohl irgendwo um die Jahrtausendwende stehen geblieben. Alles weitere Hinzukommende mag Schnittpunkte mit dem Kernkreis haben, artverwandt sein, es tangieren, aber dazugehören? So richtig? Interessiert mich aber auch nicht mehr wirklich. Bin kein Disco- und kein Partygänger und bin sonst auch sehr wählerisch, wenn’s mich doch mal irgendwohin verschlägt.

Ich komme klar und das allein. Im Freundeskreis bin ich eh der Exot unter lauter „Bunten“. Das heißt nicht, dass ich der Kommunikation mit anderen schwarzen Seelen abgeneigt bin, ganz und gar nicht. Ich habe auch durchaus Vorlieben, die mit der Szene (in meinem Sinne) nix oder nur wenig zu tun haben. Wurscht, wen interessiert’s? Wem wäre ich auch eine Rechenschaft schuldig? Die besten Gespräche kann ich mit einem älterem Kollegen auf Arbeit führen. Der ist zwar optisch bunt, aber rein von der Gedankenwelt und seinen Standpunkten gruftiger als manch Eisbrecher-Klatscher.

Von daher, hast schon recht.

Guldhan
Autor

Ansonsten […] weiß ich gar nicht mehr, was aktuell noch unter “DER” Szene zu verstehen ist.

Dahingehend mache ich es mir schon allzulange recht einfach. Ich definiere dieses ganze Treiben recht nüchtern als »Schwarze Szene«. Was immer dort mit reinfällt, ob zu Recht oder zu Unrecht, ob nur einseitig eingefallen oder mit Zustimmung der Alteliten aufgenommen, das sei mir dabei völlig egal. Denn ob ich das selber für gut befinde oder nicht, das steht zumindest in dem Fall nicht zur Debatte.
Und »Gothic« ist für mich nur Gothic, sind einzig die Grufts, die Goten, die Schwarzkittel innerhalb dieser schwarzen Meuten, dieser Szene. Und sind, trotz gemeinsamer Spielwiese, eben keine Neofolker, EMBer, Electro-Prolls, Punks, Metalgrenzgänger oder was auch immer.
Mit dieser Trennung im Kopf lässt es sich ganz gut argumentieren, wie ich finde, und solide die Genre-Grenzen abstecken. Zumindest bei der Frage: Was ist das eine und was das andere. Denn Gothic ist durchaus mit die Szene, aber die Szene ist nicht alleine Gothic. Ob »nicht mehr« oder »nie gewesen«, das könnte man mal die Geschichtsversierten fragen. Doch letzten Endes: Cui bono?

Gruftfrosch
Gast
Gruftfrosch

Cui Buno…eben. Dennoch, klingt plausibel.

Sequest(a)r
Gast
Sequest(a)r

Selbstreflektion ist mitnichten pubertär, wohl aber die hier angesprochenen Gedankengänge. Auf solcherlei kommt man, meiner Meinung nach, doch eher in der jugendlichen Selbstfindungsphase. Aber ich gebe zu: Die hat der Eine wohl früher, der Andere später und wieder der Nächste nie.

Guldhans Ausführungen zu meinem Kommentar kann ich so unterschreiben. Sehr schön zusammengefasst. Vielen Dank.

Kernkompetenz Schuhe – einzig da musste ich herzlich lachen. Denn was die jetzt mit dem Ganzen hier zu tun haben, nur weil ich mich vor Wochen einmal dazu äußerte… aber scheint ja nachhaltig zu beeindrucken.

Katrin
Gast
Katrin

Den hier klau ich mir – Gruftfrosch schrieb:

Meine Fresse.

Guldhan
Autor

Seid ihr Kinder dann damit fertig, euch einfach nur zu zanken…