Gott doch kein Popstar: Sänger von Oomph! findet seinen Glauben wieder

Es wirkt wie eine Werbeveranstaltung für Gott, was der selbst ernannte „Christfluencer“ Chris Schuller jüngst in einem Interview mit Dero Goi, dem Sänger der Band Oomph! ablieferte. Der hat nämlich jetzt im Glauben gefunden, was ihm das Leben als Rockstar nicht geben konnte. Frieden. Wer das nicht glaubt, so resümiert das christliche Duo, ist noch manipuliert. Von der dunklen Seite der Welt.

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Gott ist (k)ein Popstar

Auf die Fragen nach den Texten, die er einst mit Oomph! ins Mikrofon brüllte, muss er weiter ausholen, wie er sagt. Da ist von Missbrauch in der Familie die Rede, von Gewalt und Alkohol. Dinge, für die er letztendlich Gott verantwortlich macht. „Es scheint Dich ja nicht zu geben, wenn ich Dir so egal bin.“ In seinen Texten verarbeitet er dann seine Distanz zu Gott, hinterfragt die Institution Kirche und geht provokativ mit dem Thema um. Zum Atheisten ist er allerdings doch nicht geworden, „ich war Suchender, hab überall mal reingeschnuppert“ Buddhismus, Hinduismus ein bisschen Koran und einen Hauch Esoterik. So weit, so Gothic. Religionsbricolage nannte das Birgit Richard mal in ihrem Buch „Todesbilder“.

Mit dem Glauben an Gott hat Dero seine Suche jetzt beenden können. Er ist nach eigenen Angaben ein wiedergeborener Christ. Auf seine Bandkollegen wirkt er seiner Einschätzung nach „befremdlich„, doch das war eine Sache, auf die hatte er sich bereits eingestellt, weil „die Welt dominiert wird von der Gegenseite„. Wir sind also alle tragische Gestalten und Sklaven der dunklen Seite, erkennen die Wahrheit nicht und werden auch niemals Frieden finden, denn „Echter, wahrer Frieden gibt es nicht auf der Erde. Wahren Frieden gibt es nur von Gott selbst.“ ergänzt „Christfluencer“ Schuller bedeutungsschwanger.

Für Fans der Band kündigt der Sänger einige Veränderung an, denn einige Texte würde er als wiedergeborener Christ nicht mehr singen. So der Sänger.

„Augen auf, ich glaube!“

Natürlich respektieren wir Dero Gois Wiedergeburt als Christ. Erlaubt ist, was glücklich macht und den besagten „inneren Frieden“ in uns auslöst. Wenn das der Glaube an Jesus Christus ist, warum nicht?

Es liegt wohl in der Natur des Glaubens, jede andere Überzeugung als „fehlgeleitet“ oder schlichtweg als „falsch“ anzuprangern, doch für mich bleibt ein bitterer Beigeschmack. Ich halte nichts davon, seinen Glauben oder seine Überzeugung vor laufender Kamera als allgemeingültig hinzustellen und als einzigen Weg zum inneren Frieden zu bewerben.

Ich stelle mir auch die Frage, welche Wirkung das auf die Fans der Band hat. Inwieweit hat die neu gewonnene religiöse Überzeugung des Sängers der Band Oomph! Einfluss auf seine Popularität und Glaubwürdigkeit? Wenn sich Fans in den Texten der Band wiederfanden und jetzt sinngemäß hören könnten: „Alles Quatsch, nur der Glaube an Jesus Christus ist das Wahre!“

Damit dürften solche Werke wohl bald der Vergangenheit angehören:

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Robert Forst
Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

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Tanzfledermaus
Tanzfledermaus (@guest_60020)
Vor 5 Monate

Diese ganzen „Ich war früher so krass drauf, aber nun bin ich geläutert und ein ganz anderer Mensch und trage das in die ganze Welt hinaus“-Outings gehen mir sowas auf den Zeiger!
Wenn jemand der Meinung ist, plötzlich doch an einen „lieben Gott“ oder was auch immer zu glauben, dann bitteschön, soll er doch, aber bitte ohne damit hausieren zu gehen. Dieser Missionierungs-Drang dahinter ist fast noch schlimmer.

Nachvollziehen kann ich sowas nicht, nicht in unserer aufgeklärten Zeit.
Früher, als alle möglichen Geschehnisse noch nicht erklärbar waren (Krankheiten, Seuchen, Missernten, Heuschreckenschwärme, Wetterphämomene, Naturkatastrophen usw.), war es ja noch verständlich, dass die Menschen sich irgendeine Erklärung dafür schufen und auch dachten, wenn sie jemanden anbeten, würde sich ihr Schicksal zum Guten wenden.
Dass das leider nicht funktioniert, sollten wir inzwischen geschnallt haben.
Aber scheinbar legen doch immer noch Leute ihr Schicksal statt in die eigenen lieber in fremde Hände und auch die Verantwortung dafür. Das finde ich schlimm, auch wenn ein Halt im Leben sicher nicht verkehrt ist. Aber muss es denn unbedingt eine nicht mal in kleinster Form nachweis- und belegbare Kopfgeburt der Menschheit sein?

Letzte Bearbeitung Vor 5 Monate von Tanzfledermaus
Graphiel
Graphiel (@guest_60021)
Antwort an  Tanzfledermaus
Vor 5 Monate

Diese ganzen „Ich war früher so krass drauf, aber nun bin ich geläutert und ein ganz anderer Mensch und trage das in die ganze Welt hinaus“-Outings gehen mir sowas auf den Zeiger!

Wenn jemand der Meinung ist, plötzlich doch an einen „lieben Gott“ oder was auch immer zu glauben, dann bitteschön, soll er doch, aber bitte ohne damit hausieren zu gehen. Dieser Missionierungs-Drang dahinter ist fast noch schlimmer.

Das sehe ich ähnlich, obwohl ich noch nicht einmal Atheist bin sondern mich dem Deismus nahe stehend fühle. Wenn jemand an eine höhere Macht glauben will, weil ihm das irgendwie Halt gibt, bitte schön. Kein Problem, solange er damit niemandem weh tut und andere die davon nichts wissen wollen in Ruhe lässt. Was dieser ganze Quatsch jedoch soll sich als „geläutert“ wahrzunehmen und dann missionierend umher zu ziehen und auf sein altes Leben zu spucken entzieht sich mir jedoch völlig. Schließlich müsste doch selbst dem Geläuterten irgendwie auffallen, dass er ohne seinen damaligen Weg erst gar nicht zu dieser Erleuchtung gekommen wäre. Aber das ist vermutlich schon wieder zu viel verlangt. Allerdings gehen mir missionierende Menschen jedweder Form eh auf den Sack. Ich ziehe ja auch nicht um die Häuser und reibe jedem mein zugegebenermaßen etwas misanthropisches Weltbild unter die Nase, bei dem Menschen und Nagetiere weit weniger von einander entfernt liegen, als die meisten Leute es wahrhaben wollen. :D

Letzte Bearbeitung Vor 5 Monate von Graphiel
Henni
Henni (@guest_60024)
Vor 5 Monate

Vollkommen egal. Wer hört denn heute noch Oomph! ? Mal ehrlich, ja ich fand die auch ganz nett iwann 200x, aber ist doch mittlerweile sehr irrelevant.

Norma Normal
Norma Normal (@guest_60025)
Vor 5 Monate

Zum einen befürchte ich das Missionieren ein immanenter Bestandteil der meisten Religionen/ Glaubensrichtungen ist. So wie es Robert beschreibt „es liegt wohl in der Natur des Glaubens…“ . Aber nicht nur das, es ist oft auch in religiösen Schriften verankert, das es eine Pflicht ist. Nun bin ich kein Religionsexperte, weiß allerdings das es diesen „Frömmigkeitsanspruch“ , ein Glaubensbekenntnis oder Missionierungen zumindest in der Altägyptischen Religion nicht gab. Vielleicht ist auch das ein Grund warum diese bei einigen Gruftis Interesse geweckt hat. Zumindest kenn ich das von früher.
Zum anderen könnte ich mir vorstellen das bei jemandem der sich erweckt, erleuchtet oder extrem geläutert fühlt auch ein psychologischer Effekt, eine Art Sendungsbewusstsein entsteht. Vermutlich sind diese Menschen der tiefen inneren Überzeugung wenn sie ihre Erfahrungen mit möglichst vielen Menschen teilen, würden sie etwas gutes tun. Oder es ist schlicht Eitelkeit, nach dem Motto: guck mal, ich hab die „Wahrheit“ gepachtet und du nicht…
Wobei Eitelkeit und Glaube sich eigentlich widersprechen, aber das kennt man ja, Bigotterie eben.

Graphiel
Graphiel (@guest_60026)
Antwort an  Norma Normal
Vor 5 Monate

Ich fürchte für das was du da beschreibst sind klassische Religionen gar nicht notwendig. Schau dir doch beispielsweise mal unsere Wirtschaftsmärkte an. Da hast du auch ganz ohne einer klassischen Gottesvorstellung im Grunde genommen alles was zu eine anständigen Religion gehört. Inklusive Propheten, welche dir anhand von minimalen Schwankungen Einblicke in die Zukunft zu gewähren versuchen, sowie fleißige Prediger welche dein Vertrauen in die Allmacht des Marktes stabilisieren möchten und dich dazu anhalten an die Weisheit des Kapitalismus zu glauben. Und da die Menschen in vielen Fällen auch einfach keine andere Wahl, wenn sie sich und ihre Familie versorgen möchten, verhalten sich noch immer sehr viele Leute wie die Lämmer in der Kirche. Wie man es auch dreht und wendet: Irgendwie ändert es sich halt nie. Ich würde daher vielleicht sogar sagen „Es liegt wohl in der Natur von jedweder Ideologie….“ ;)

Norma Normal
Norma Normal (@guest_60027)
Antwort an  Graphiel
Vor 5 Monate

Menschengemachte Systeme, zu denen ich Religionen ebenso wie Wirtschaft zählen würde, ähneln sich vermutlich in ihren Strukturen. Aber gleichsetzen würde ich diese nicht unbedingt. Wobei, zugegebenermaßen Konsum schon für viele eine Art Ersatzreligion ist. Und dieser in vermeintlich guten und schlechten/bösen Konsum unterteilt wird. Also gut, gibt doch so einige Überschneidungen ; )

Kate Noire /Krähe von Nebenan
Vor 5 Monate

Religion hat ihn ja immer schon auffällig stark beschäftigt. Dass jemand, der mit dieser Sozialisation, der stark in diesen Bildern denkt, trotz „rebellischer Phase“ doch bei bestimmten Krisen oder Erlebnissen doch noch von Saulus zum Paulus wird, liegt nahe. So hat mich die Nachricht zwar überrascht, jedoch nicht verwundert.

Gestern habe ich es mal gewagt, auf Deros Twitter-Profil zu schauen und war schockiert über die rechten Postings, die er teilt. 2019 hatte er ja schon so einen Ausrutscher. Trotz Alldem freuen sich die Christen in den Kommentaren des verlinkten Videos über das neue Schäfchen und behaupten, dass sich Fans aufgrund seiner neu entdecckten Religiösität abwenden. Bekommen sie nichts mehr oder ist es ihnen egal?

Ich würde es gerne als Midlife-Crisis bezeichnen, rechne aber nicht damit, dass er von seinen VT-Tripp runterkommt. Das passt ja zur Religiösität wegen der Irrationalität und Konservatismus.

Manu
Manu (@manu)
Vor 5 Monate

Also entweder der Mann hat ein wirkliches Problem mit beiden Beinen im Leben zu stehen, dann sollte man ihm Hilfe anbieten oder es ist ein von langer Hand geplanter PR-Streich, der noch aufgeklärt wird. Ich befürchte ersteres. Da sollte sich eine Szene auch gegenseitig stützen.

Manu
Manu (@manu)
Antwort an  Robert Forst
Vor 5 Monate

Hallo Robert,
ich bin auch der Meinung, dass er verunsichert nach Hilfe sucht. Nach meiner Ansicht kann jemand der Hilfe sucht, nicht gleichzeitig mit beiden Beinen im Leben stehen. Das schließt sich gegenseitig aus. Ich bin kein Psychologe, für mich sieht es jedoch nach Geltungssucht aus und dies ist eine Sucht, wie jede andere auch. Da hilft eventuell für den Anfang die Notfall Seelsorge. So wie ich die Sache verstanden habe, lehnt er ja die Kirche als Institution trotzdem ab. Also wird er eventuell auch einen Pfarrer ablehnen. Es müsste ihm ein Vertrauter, wie z.B. ein anderes Bandmitglied, Freund*in, Frau, Produzent oder alle gemeinsam mal in Richtung (Sucht-)Psychologe bringen. Dabei können noch vorhandene Fans durchaus über soziale Netzwerke ihren Beitrag leisten. Damit wäre gleichzeitig auch den sozialen Netzwerken geholfen, die ja mittlerweile meist für das Gegenteil genutzt werden. Das was du blöd findest (ich übrigens auch), ist ja nur ein Produkt jener Hilflosigkeit und Orientierungslosigkeit, die aus dieser digitalen Welt entsprungen ist. Wenn jemand, wie Anne Clark, eine Krebserkrankung hat, stehen wir ihr alle bei. Was wir uns hoffentlich auch ewig beibehalten werden. Nur wenn es jemand mit dem Kopf hat, dann kriegen wir als Gesellschaft zu selten den Bogen, um dem Betroffenen zu helfen.

Norma Normal
Norma Normal (@guest_60043)
Antwort an  Manu
Vor 5 Monate

Ich vermute das Robert im Kommentar ein „nicht“ vergessen hat, also das er eben nicht wie jemand wirkt, der verunsichert nach Hilfe sucht. Korrigiere mich Robert, wenn ich mich irre.
Ausserdem ist nicht jeder gleich krank nur weil er eine extreme Weltanschauung hat. Er trägt wohl schwer an seinem Päckchen, aber er erwähnt ja auch das er es mit Therapien aufgearbeitet hat, wenn auch nicht für ihn zufriedenstellend.

Manu
Manu (@manu)
Antwort an  Robert Forst
Vor 5 Monate

Kein Problem. Verschreiberlinge passieren.

Bei der Kritik des Weges, den Dero hier geht, bin ich völlig bei euch, auch, dass jeder mit seinen Dämonen letztendlich selber klarkommen muss. Selbst wenn man Hilfe in Anspruch nimmt.

Ich kenne Dero nur aus der Publikumssicht und das ist bei mir auch 20 Jahre+ her. Auf mich macht seine ganze Art und Weise derzeit nicht den reflektierten und klaren Eindruck. Aber gut, die Ansichten können gern unterschiedlich sein. Ich bin der Meinung, dass da viel „Schauspielerei“ dabei ist, die er selbst eventuell nicht mitbekommt. Denn er kennt die Situation genau, wenn eine Kamera angeht, etwas selbstbewusst rüberzubringen. Ob das jedoch hinter Kulissen auch noch so ist, bezweifle ich gerade. Die Zukunft wird uns eine Antwort bringen. Ich möchte da auch nicht tiefer mutmaßen, das bringt nichts und steht mir nicht zu.

Martin N.
Martin N. (@guest_60031)
Vor 5 Monate
Eldin
Eldin (@guest_60032)
Vor 5 Monate

Ich frage mich gerade, ob dieser oberflächliche Bericht sein musste? Dero Goi und seine musikalischen Mitstreiter haben zum einen mit der heutigen Gothic-Szene nichts mehr zu tun und zum anderen hätte man vielleicht eher seine merkwürdigen politischen Ansichten/Sympathien -> https://twitter.com/officialgoi?lang=de thematisieren können. Welche Wirkung haben sie auf die Fans? Kann man das Werk vom Künstler trennen? Welche Veränderungen erwartet die Fans, eventuell Oomph! im Duett mit Nena oder Xavier Naidoo?

Daniel
Daniel (@guest_60039)
Vor 5 Monate

Mal provoziert nachgefragt: tragen wir nicht alle einen kleinen Dero in uns? Wie viele Gruftis habe ich kennen gelernt, die mir erklären wollten wie „schwarz leben“ funktioniert und was die Vorzüge daran sind. Und wie unbarmherzig sie mit „Abtrünnigen“ umgegangen sind (ich habe lange Diskussionen beispielsweise darüber geführt, warum Deine Lakaien oder Wolfsheim trotz der breiten medialen Akzeptanz der Szene angehören). Da kommen auch schon fast fundamental-religiöse Ansätze zum Vorschein, die man vielleicht so gar nicht erwartet.

Es liegt tatsächlich in der Natur der Sache, dass Menschen eine Überzeugung welcher Art auch immer, stets nach außen tragen, um sich in der Gesellschaft zu positionieren. Manche tun dies auffälliger, wie eben Dero, andere besitzen ein nicht so starkes Sendebewusstsein.

Letzte Bearbeitung Vor 5 Monate von Daniel
Tanzfledermaus
Tanzfledermaus (@guest_60041)
Antwort an  Robert Forst
Vor 5 Monate

Genau sowas wollte ich auch schreiben, dass weder ich jemals irgend eine Art von „Missionierung“ betrieben noch bei anderen Gruftis das je erlebt hätte. Was sollte das auch bringen? Es geht ja nicht darum, andere Menschen von der angeblich falschen auf die vermeintlich richtige Seite zu ziehen, auch wenn wir uns durchaus in manchen Punkten oft „anders“ fühlen und diejenigen im Konsumrausch oder mit Dauer-Happy-Welt-Getue belächeln oder gar verachten. Ebenso wie ich in meiner Art und Ansichten toleriert werden möchte, versuche ich auch, anderen Menschen ihre Art/Ansichten zu tolerieren (sofern diese nicht andere beeinträchtigen oder gar gefährden, da mache ich durchaus auch mal den Mund auf – aber das hat nichts mit meiner Szenezugehörigkeit zu tun).

Oomph! habe ich selbst nie als sonderlich szenerelevant wahrgenommen. Ich kenne zwar den einen oder anderen Song, aber weder in den Clubs, in denen ich mich bisher aufhielt, wurden sie regelmäßig gespielt noch sind sie mir auf den Festivals begegnet, die ich besucht habe. Eher Randfiguren aus dem NDH-Bereich aus der Szene-Peripherie, würde ich sagen, zumindest meiner Wahrnehmung nach. Mein Fall waren sie jedenfalls nie…

Letzte Bearbeitung Vor 5 Monate von Tanzfledermaus
Wiener Blut
Wiener Blut (@guest_60050)
Vor 5 Monate

Guten Morgen. Ich find’s jetzt grade besonders witzig hier, weil ich diese Woche die Unterschrift vom Pastor zu meinem Wiedereintritt bekommen habe. Und nein, ich arbeite nicht für die Kirche, möchte nicht taufen, heiraten etc, wie das manchmal als Grund da ist. Und da ich sowohl Mandatsträger wie auch bewusst wieder in die Kirche Eingetretener bin, muss ich sagen: Für mich ist vieles viel zu aufgeladen und grenzt an Populismus/Marketing bzw ist da schon weit drüber. Dies YouTube Video zB: Man erfährt nichts über Herrn Schuller, auch nicht auf seiner Homepage. Keine Ausbildung, kein Studium, keine Konfession. (Ja, mir ist wichtig welche Strömung (Katholiken, Lutheraner, Reformierte usw usw, welches Studium, welche theologischen Vorbilder) dahinter sitzen, weil man dann schauen kann warum die so oder so reden und handeln) Das Impressum habe ich auch nicht gefunden. Wohl aber das man ihn finanziell unterstützen kann, und das er trotz Corona „tourt“. Ich persönlich würde über meine Beweggründe nie ein 20Minuten Interview machen, und auch nicht über Gnade, Gewissen und ich bin jetzt ein anderer Mensch schwadronieren. Ein „Gebetbuch“ macht keinen anderen Menschen, ein Parteibuch auch nicht. Einen guten Teil bringt man mit, der Rest ist halt was man daraus macht. Ich werde auch einen Teufel tun, und wie Dero über hell und dunkel, Raustreten aus dem Dunkel, und Manipulationen… uuund „die die da noch drin stecken“ mich auszulassen. Was ist das für eine Sicht auf Menschen?! Und zuletzt, was immer wieder angeführt wird, sehe ich anders: Glaube/ Religion ist für mich kein Weg aus unsicheren Verhältnissen, Krisen, wirklich kritischen Fragen usw. Da sollte man komplett sein Umfeld überdenken und ggf umgestalten. Und wer psychisch wirklich so unsicher ist, der sollte da studierte professionelle Hilfe nehmen. Da muss anderes aufgefahren werden. Da gibt es professionelle Möglichkeiten, und das schwerste ist für viele wohl die Notbremse zu ziehen, und diese professionellen Angebote auch zu nutzen, auch langfristig. Religion greift da oft natürlich viel niedrigschwelliger und sanfter rein, „Verspricht“ oft viel, kann aber oft auch nicht mehr verrichten „wie Homöopathie“. Religion würde ich da höchstens leicht begleitend, oder wenn man wieder solide da steht empfehlen. Ansonsten müssen wir in einer Welt, in der man nicht einen Krümel verändern kann, ohne alles zu verändern, und in der sich alles teilt, bewegt, pulsiert, nunmal mit ständig neuen und ungewissen Gegebenheiten leben. So, jetzt hab ich mehr getippt als ich wollte. Und Ende.

Letzte Bearbeitung Vor 5 Monate von Wiener Blut
Didelduu
Didelduu (@guest_60084)
Vor 4 Monate

Ich verstehe ihn und finde die Interviews über seinen Glauben authentisch und ehrlich. Was sich da alle so aufregen….aber liegt wohl daran das ich selber christ bin. 😛

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