Blogparade: Video killed the Radiostar

Das ist nicht nur ein Titel für ein eben solches Video von den Buggles, sondern auch Motto für eine neue Blogparade der Hasenfarm. Videos töten die Radiokultur, prophezeite die Band 1979, sie sollten recht behalten. Doch mittlerweile sind wir wieder weiter. Die Musiksender können nicht mehr von dem abspielen von Musikvideos leben, die Werbeeinnahmen brechen weg und immer wieder versucht man sich mit Handywerbung und neuen größtenteils schwachsinnigen Formaten über Wasser zu halten. 2005 hätte die Buggles mit Youtube killed the Videostar vielleicht einen neuen Hit landen können.

Die Hasenfarm möchte, das ich meine echten Videoschätzchen auf YouTube mit anderen Nutzern teile und in einen Beitrag einbinden. Dabei spielt es keine Rolle, welcher Art das Video ist, sei es Stummfilm, Comic oder was auch immer. Das ich in meinem Fall sofort an ein Musikvideo gedacht habe, liegt auf der Hand. Die Suche nach Schätzchen der Videokunst ist einer meiner Zeitfresser Nummer Eins, bei einem Besuch empfehle ich mir regelmäßig die Uhr genau im Blick zu behalten, kommt es doch öfter vor das ich die Zeit vergesse. Ich habe es mir nicht leicht gemacht, ein entsprechendes Fundstück auszugraben um einen adäquaten Beitrag leisten zu können, viel zu groß scheint die Auswahl. Manchmal ist der erste Gedanke doch der Beste und so habe ich mich für Bettina Wegners – Kinder entschieden, das mir aus irgendeinem Grund gleich in den Sinn gekommen ist.

Wer? Genau. Ich nehme an, viele kennen dieses Lied von seiner Melodie her, aber diese Präsentation der Songschreiberin selbst, die sie 1978 zum besten gegeben hat, ist immer noch die authentischste. Ist zwar äußerst melancholisch, aber trotzdem wunderschön – seine Aussage zeitlos und immer aktuell. Außerdem bildet es einen schönen Kontrast zur Diskussion um die Sperrung von Internetseiten, den das Internet hat nicht nur schlechte Seiten. Dieses Video ist mit Sicherheit ein gutes Beispiel dafür.

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Robert Forst
Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.
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Vizioon
Vizioon (@guest_2647)
Vor 12 Jahre

Ich mache mir vielleicht jetzt Feinde, aber das ist ein Hoch auf den Pathos. Klar darf es keine Gewalt gegen Kinder geben, aber das ist ein Hochlied auf regellose Erziehung. Womit es keine Erziehung ist.

Vizioon
Vizioon (@guest_2661)
Vor 12 Jahre

Nun, warum sollte ich es nicht wörtlich nehmen, denn so war nun mal der Text. So let it be written, so let it be done (Creeping death, Metallica).
Und ich stehe auch gegen die Meinung, daß mit Kindern alles wunderschön wird, und daß Kinder grundsätzlich in ihrem Tun das Natürliche und die Wahrheit darstellen.
Ich habe absolut nichts gegen Kinder, das sollte ich wohl auch mal sagen.

Vizioon
Vizioon (@guest_2668)
Vor 12 Jahre

Genau, denn jedes Kind ist anders als das andere, und nicht zu vergessen, auch die Eltern. Soziales Umfeld etc, lasse ich jetzt mal heraus. Gerade das stört mich ja an dem Song, aber ich gestehe, daß ich vielleicht nicht die Fähigkeit habe, zwischen den Zeilen zu lesen. Mir persönlich ist das zu pathetisch und zu einfach.

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