Spontis Wochenschau #13/2011

Einleitungen entstehen immer aus dem Zusammenhang mit den verlinkten Artikeln, sie geben darüber hinaus auch einen kleinen Einblick in meine Woche. Doch heute gibt es nichts einzublicken, die Woche ist rum und ich habe es einfach nicht gemerkt, ich habe mir nichts gemerkt. Leer und Stumpf versuche ich in dem was andere als Erinnerung beschreiben zu wühlen, nach dem Ereignis, das es Wert wäre, hier erwähnt zu werden.

Das tolle an der Tatsache darüber zu schreiben, ist die automatische Füllung eines sonst leeren Feldes für die Wochenschau. Bevor ich beginne schreibe ich immer „Einleitung“ zuerst, um dich daran zu erinnern, genau das hier zu tun. Eine Einleitung zu schreiben. Eine Liste ohne Einleitung finde ich nämlich doof und auch das linksbündige Bild der Wochenschau würde sonst mit der Liste kollidieren und um eben das zu vermeiden, habt ihr jetzt bis hier hin gelesen.

  • Blixa Bargeld: „Andere sind reich, ich bin legendär“ | Die Zeit
    Wer ihn heute zu seinen musikalischen Einflüssen zählt, ist angesagt. Er selbst ist legendär. Nicht, das mir seine Musik besonders gut gefallen hätte, es ging um die Radikalität um das, was er ausdrückte und darstelle. Er gab der Kunstform Musik eine ganze neue Bedeutung. In einem Interview berichtet über den Begriff Kunst und seine Bedeutung für die Einstürzenden Neubauten: “ Künstlerisches Schaffen ist immer Reaktion. Ich bin kein Demiurg, und auch fast alle anderen Künstler sind Menschen, die auf etwas reagieren. Da liegt auch einer der großen Fehler im geltenden Urheberrecht, insbesondere in seiner amerikanischen Ausprägung: Man kann gar nicht mehr auf etwas reagieren! Macht man heute zum Beispiel einen Trickfilm, in dem man Mickey Mouse parodiert, kriegt man gleich Probleme mit Walt Disney.
  • Rezension: Charles Baudelaire – Die künstlichen Paradiese. Ein Hörspiel | BLACK Online
    Nach Sartre war Baudelaire der Mensch, der die Bedingungen seines Menschseins am tiefsten empfand und abgöttisch bestrebt war, sie vor sich selbst zu verheimlichen, denn greisenhaft nach vorn über gebeugt, sah er immer nur sich selbst – ähnlich wie Narziss. Sieben Jahre vor seinem Tod, im Jahre 1860, erschien nach „Die Blumen des Bösen“ sein wohl bekanntestes Werk: das Essay „Die künstlichen Paradiese“ (…) Der Autor Kai Grehn legt hier eine Vertonung vor, die sich den Gedankensplittern des französischen Beschwörers bizarr-rauschender Landschaften widmet. Musikalische Unterstützung erhält er dabei von durchaus illustren Gästen. Zu nennen wäre da: Anne Clark, Alva Noto, Matt Elliott, Nouvelle Vague, Tuxedomoon und Ulver. Seine Arbeiten wurden u.a. von der hr2-Hörbuchbestenliste ausgezeichnet.“ Weitere Worte wären überflüssig.
  • Die polnische Alternative | Werturteilsfrei
    Ein paar ernstzunehmende und dennoch amüsant bis zynische Gedanken zu Selig-Sprechung macht sich Tobikult: „Lange konnten Katholiken zur Anbetung nur unter 6650 Heiligen und Seligen auswählen. Mit ihrem aktuellen Sondermodell Jo PP II erweitert die Kirche ihre Angebotspalette und rundet sie nach unten hin ab. Auch für scharf kalkulierende Kirchengänger, die tote Menschen mit 0 bis 1 Wunder anbeten wollen, kann der Vatikan ab sofort eine echte Alternative zu oft übereifrigen aber ebenso toten Wunderwirkern anbieten. (…) Im direkten Vergleich mit dem bisherigen Topmodel treten die Vorzüge der polnischen Alternative sofort zu Tage, in der ein wohlgenährter, umfassend bekleideter Senior-CEO als Kontrast zu einem halbnackten, verzottelten Mittdreißiger-Rebellen präsentiert wird.“ Für Tobikult von Spontis: Eine musikalische Widmung.
  • Alantropa – Das Mittelmeer trocken gelegt | Clockworker
    Der deutsche Architekt Herman Sörgel hatte 1928 eine “fantastische” Idee: Der Atlantik liefert ständig Wasser ins Mittelmeer nach, dass dort deutlich schneller verdunstet. Würde man den Zufluss an der Straße von Gibraltar stoppen, so könnte man Land gewinnen. Mit vier gigantischen Staudämmen sollte das Wasser zurückgehalten werden.“ Visionen in den falschen Köpfen sorgten bereits vor dieser Idee für Verwirrung. Die Frage: Was wäre wenn? Liefert den Stoff für Geschichten und Phantasien – wer vermag die Vision weiter zu verfolgen und darüber zu erzählen. Eine fantastische Geschichte.
  • Eine Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied | Rex Martin
    Sprichwörtern, Redensarten und Weisheiten schonungslos auf den Grund gegangen ist Rex Martin in seinem Kanal bei Vimeo, in dem er Worte in Bilder verwandelt.
Vimeo

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Vimeo.
Mehr erfahren

Video laden

  • Toilettenreinigung auf höchstem Niveau | stadt-bremerhaven
    Entweder, und fliegen die Rohre um die Ohren, oder es ist alles sauber! Ich freu mich schon, Alter!“ Alter schützt vor Torheit nicht.

YouTube

Miit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Robert Forst
Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.
Ähnliche Artikel

Kommentare

Kommentare abonnieren?
Benachrichtigung
guest
2 Kommentare
älteste
neuste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
stoffel
stoffel (@stoffel)
Vor 10 Jahre

You made my day!!! Das Video zur Toilettenreinigung ist der Hammer … wie kommt man solche verkorksten Ideen?

Aktuelle Diskussion

Projekte

Friedhöfe

Umfangreiche Galerien historischer Ruhestätten aus aller Welt

Dunkeltanz

Schwarze Clubs und Gothic-Partys nach Postleitzahlen sortiert

Gothic Friday

Leser schrieben 2011 und 2016 in jedem Monat zu einem anderen Thema

2
0
Auch eine Meinung? Her damit!x
()
x