Synthetics – Get the Bombs of Life

Genau so breit gefächert wie die dunkle Musik ist die Auswahl an dunklen Magazinen. Und da ich neugierig bin und alles ausprobieren muss hab ich mir gleich mal das neulich entdeckte Synthetics kommen lassen. Der Fokus liegt, wie der Name schon sagt, auf dem Synthie Bereich der schwarzen Musik. Synthie Pop, EBM, Wave, Independent, Gothic und Elektro sind in dem seit Dezember 1998 erscheinenden Magazin zu finden. Für den Preis von 2,90€ erhält man außerdem ein CD mit ausgewählten Musikstücken und ein paar Programmen für den Computer. In manchen Clubs soll es sogar kostenlos zur Verfügung stehen, gesehen hab ich es dort aber noch nicht.

Beim betrachten des Heftes fällt gleich das hochwertige Erscheinungsbild ins Auge und die sehr professionelle Aufmachung. Die Seiten zeigen sich sehr abwechslungsreich und wirklich gut gestaltet. Werbung hält sich sehr angenehm im Hintergrund und wirkt ohne zu stören. Die Zeitschrift teilt sich in 2 Bereiche, den Musikalischen Bereich und den Entertainment Bereich. Was für ein Bereich? Und in der Tat wird beim umdrehen des Heftes die zweite Hälfte sichtbar, die über Computersoftware, Filme und Bücher berichtet. Das umdrehen des Heftes und die strikte Aufteilung empfinde ich persönlich als sehr lästig. Nicht alles was neu und innovativ erscheint muss auch gut sein. Außerdem kann ich nicht nachvollziehen was Softwaretests und Filmtest in einem Musikmagazin zu suchen haben. Ist aber Geschmackssache.

Die Interviews und Geschichten über Bands wie Beispielsweise Illuminate, ASP, Peter Heppner, Depeche Mode und Gothminister heben sich für meinen Geschmack nicht allzu deutlich vom Konsenz der übrigen Musikmagazine ab, sind aber sachlich und einwandfrei strukturiert, schön finde ich jedoch die Fragen und die Betrachtungen der Internetseiten der Künstler, denn genau hier liegt die Zukunft.

Die teils kurzen Zwischenansichten über verschiedenen Neuerscheinungen auf dem Musikmarkt, sind jedoch sehr gut gelungen. Kurz und knackig wird hier über alles was Rang und Namen hat, oder auch verdient hat, berichtet. Überhaupt ist das Magazin sehr abwechslungsreich, manchmal wirkt es dadurch etwas überladen. Der Schreibstil ist durch gut, leider fehlt mir wie so oft auch hier der Biss. Es wird versucht objektiv über eine Sache zu berichten, die man nicht objektiv bewerten kann. Musik einer Band oder eines Künstlers findet man gut, oder eben nicht.

Die mitgelieferte CD finde ich jedoch echt klasse. Da sind ein paar echte Ohrwürmer drauf, wie Beispielsweise Mind Diode von The Dark Unspoken, die das Zeug zu mehr haben und ein paar Stücke das Bewusstsein und den persönlichen Blick zu erweitern! Auch mal anspielen sollte man Burncityburn von Psycho Candy. Beides schöne Synthiesongs mit viel Potential die Lust auf mehr machen.

(Bildquelle: Synthetics)
Robert Forst
Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.
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