NatronSoda Flyer - BW

Natron&Soda: Ein Nachruf auf das wohl einflussreichste DIY-Forum der Gothic-Szene

7

In wenigen Tagen wird die Webseite von Natron&Soda endgültig vom Netz genommen. Das 2001 eröffnete Forum, bei dem man sich hauptsächlich über Nähanleitungen und Schnittmuster subkultureller Mode und Accessoires austauschte, war für über 15 Jahre die wichtigste Institution in Sachen DIY und möglicherweise auch der Schmelztiegel einer neuen, Neo-Romantischen Welle in der Szene. Für viele stirbt damit ein wichtiges Stück Szenegeschichte, das der Subkultur beim Kopfsprung in das neue Jahrtausend wieder zu neuen Einflüssen und Entwicklungen verholfen hat. Im Laufe der Jahre begegnete ich immer wieder Menschen, die über dieses Forum und der damit verbundene Community ihren Weg in die Szene gefunden haben.

Zum Jahresende wird diese Webseite endgültig vom Netz genommen. Wir sagen noch mal Danke für die vielen Jahre, in denen ihr das Projekt mit Leben gefüllt habt. Es war uns eine Freude und Ehre. Jetzt ist es an der Zeit, Tschüss zu sagen. Alles Liebe euch!

Grund genug einen Nachruf zu verfassen. Nicht nur auf eines der einflussreichsten DIY-Foren der Szene, sondern auch auf ein Stückchen Kommunikationskultur vor dem Siegeszug sozialer Medien. Ich habe Natron&Soda interviewt und auch einigen Stimmen der Community eingefangen.

Natron&Soda – Das Interview

Spontis: Warum habt ihr eigentlich Natron & Soda gegründet?
Natron&Soda: Wir wollten damals gerne irgend eine Art von Webpräsenz haben, hatten aber kein Interesse an einer klassischen „Homepage“ mit persönlichen Fotos, Tagebuch oder ähnlichem. Da wir gerade das Nähen für uns entdeckt hatten, war es nur logisch unsere Begeisterung darüber zu teilen. Es war ein Projekt, was vor allem uns beiden Spaß machen sollte. Über Nutzerzahlen haben wir damals nicht nachgedacht und ehrlich gesagt auch nicht mit viel Resonanz gerechnet.

NatronSoda - Interview
Ich bin nicht der Erste, der Natron&Soda um ein Interview gebeten hat.
(c) Natron&Soda

Hättet ihr damals mit dem nachhaltigen Erfolg des Forums gerechnet?
Ein klares Nein. Wir hatten gute Reaktionen auf die Page, viele Menschen haben mitgemacht, ihre Fotos und eigene Anleitungen geteilt. Zum ersten Geburtstag der Seite haben wir dann ein kleines Forum eingerichtet, damit sich die Leute auch untereinander austauschen konnten. Dass das Interesse so groß war und immer wieder unserer damals ziemlich eingeschränkten technischen Möglichkeiten gesprengt hat, das hat uns definitiv überrascht.

Auf dem WGT gab es Treffen der N&S Community, welches Gefühle und Erinnerungen habt ihr daraus mitgenommen?
Das Treffen sollte zuerst nur eine Möglichkeit sein, anderen Communitymitglieder mal „in echt“ begegnen zu können, ist aber schnell zu einer Art inoffiziellem WGT-Programmpunkt am Samstag geworden. Es hat Fotografen und Schaulustige angelockt und wurde viel größer, als wir erwartet hatten.

Es war jedes Mal überwältigend und auch ein wenig surreal, diese vielen Menschen, die man hauptsächlich über ihre Textbeiträge im Forum „kannte“ an einem Ort versammelt zu sehen. Das war immer wieder etwas Besonderes und ich denke, dass Soda und ich nicht die einzigen waren, die sich dafür extra in Schale geworfen haben. Etwas unheimlich oder sogar bisweilen unangenehm war es mir nur, wenn ich dabei in die Rolle einer „Celebrity“ gedrängt wurde. Personenkult ist mir fremd und gerade bei diesem Event stand immer die Community im Vordergrund.

NatronSoda Treffen WGT
Das Natron&Soda Treffen auf dem Wave-Gotik-Treffen
(c) Natron&Soda

Warum habt ihr das Forum 2015 aufgegeben?
Ich würde eher sagen, wir haben es abgegeben. In den fast 15 Jahren haben wir uns verändert, unsere Lebensumstände und nicht zuletzt auch das Internet. Natron&Soda war immer ein arbeitsintensives Hobby, wir haben es gerne gemacht und wir haben auch viel zurückbekommen. Es war uns von Anfang an wichtig, die Seite werbefrei zu halten und Chef im eigenen Haus zu bleiben. Allerdings haben wir dadurch nicht einen Cent mit dem Projekt verdient. Irgendwann kam der Punkt, an dem die Community nicht mehr nebenbei zu managen war und wir uns entscheiden mussten: Machen wir aus dem Hobby einen Job oder ziehen wir einen Schlussstrich. Dadurch, dass jemand aus der Community das Forum übernehmen und weiterführen konnte, haben wir, glaube ich, für alle eine sehr gute Lösung gefunden.

Natron&Soda wird jetzt unter neuer Regie und unter naehromanten.net weitergeführt. Aktuell finden sich auf Eurer alten Internetseite zahlreiche Nähanleitungen. Warum wird sie zum Ende des Jahres abgeschaltet?
Ich habe die Webseite nach Weitergabe des Forums online gelassen, aber da sie nicht mehr gepflegt wird, veraltet die Technik schnell. Das ist zum einen ein Sicherheitsrisiko, zum anderen habe ich auch den Eindruck, dass eine Seite wie diese nicht mehr in das Internet von heute passt. Wir haben inzwischen ganz andere Möglichkeiten uns zu vernetzen, und auch was die Inhalte angeht, gibt es jetzt deutlich professionellere Nähseiten. Natürlich ist auch ein wenig Wehmut dabei, aber ich habe lieber einen klaren Schlussstrich, statt nur aus Nostalgie funktionsuntüchtige Reste der Webseite im Internet herumgeistern zu lassen. Damit wäre sicher niemandem geholfen.

NatronSoda - PersonWie habt Ihr Euch durch das Forum im Laufe der Jahre verändert oder entwickelt?
Zu Beginn hatten wir keine Ahnung, weder vom Nähen noch davon wie man eine Community aufbaut oder pflegt. Das haben wir uns Stück für Stück erarbeitet. Aber erst mit dem Abstand der letzten Jahre ist mir so richtig klar geworden, wie stark wir von den Erfahrungen als Admins im Forum auch persönlich profitiert haben. Es war eine ungeheuer spannende Zeit, in der wir – ohne es zu merken – enorm viel über Konfliktmanagement, Gruppendynamiken und vor allem über Geduld in stressigen Situationen gelernt haben. Wir haben den Wert eines respektvollen Miteinanders schätzen gelernt und auch wie man selbiges verteidigt.

Wie hat sich die Szene in den letzten Jahren Eurer Ansicht nach entwickelt?
Die Community stand ja allen offen und obwohl viel in Schwarz genäht wurde, ist uns eine Bindung an die “Szene” immer nebensächlicher geworden. Insofern fällt es mir auch schwer, Gothicthemen zu bewerten. Natürlich haben wir immer wieder Trends, vor allem modische, kommen und gehen sehen, aber ich persönlich bin zu lange raus aus der Szene um da noch ein qualifiziertes Urteil abgeben zu können.

Welche schönen Ereignisse sind Euch in Erinnerung geblieben?
Als wir das erste Mal ein Kleid nach unserer Anleitung im echten Leben gesehen haben (vermutlich WGT 2002), das war auf jeden Fall ein Highlight. Toll waren auch die verschiedenen Modenschau-Events, die wir über die Jahre gemacht haben. Die Unterstützung und Begeisterung der Communitymitglieder vor Ort war immer wieder beeindruckend. Wir haben Freunde gefunden und Kontakte geknüpft. Am meisten berührt hat es mich aber immer, wenn eine mir völlig fremde Person auf die eine oder andere Art von unserem Projekt profitiert hat. Immer wieder haben wir erfahren, dass der Rückhalt der Community Menschen in schwierigen Lebenssituationen geholfen hat, oder die Freude und Bestätigung durch das Nähen jemandem Halt in einer Krise gab. Einen positiven Effekt auf das Leben anderer gehabt zu haben, das ist das eigentlich das Beste, was Natron&Soda geleistet hat.

NatronSoda - Person (2)Welche negativen Erfahrungen sind Euch in Erinnerung geblieben?
Es gab in der ganzen Zeit erstaunlich wenig Hatemail und kaum Trolle. Das Forum hatte so seine Themen, die regelmäßig eskaliert sind und schwer zu moderieren waren. Und natürlich sind auch die Höhen und Tiefen des Lebens nicht unbemerkt an der Community vorbeigezogen. Es gab einen Trauerfall, es gab Themen die betroffen gemacht haben. Wir hatten auch eine Zeit lang Ärger mit einer hartnäckigen rechtsradikalen Person, die versuchte sich in der Community zu positionieren. Im Großen und Ganzen hat es das Schicksal aber gut mit uns gemeint.

Was würdet Ihr der Community, die sich im Laufe der Jahre immer weiter verändert hat, auf den Weg mitgeben?
Wenn man sich im Internet umguckt, kann man schnell den Glauben an das Gute im Menschen verlieren. Diskriminierung, Hass, Hetze. Unsere Community war immer ein Beispiel dafür, dass es auch anders geht. Dass man freundlich und respektvoll miteinander umgehen kann. Dass verschiedene Lebensrealitäten und Ansichten nebeneinander stehen können. Es waren die Communitymitglieder, die diesen Spirit gelebt haben. Ich denke, dass sie darauf stolz sein können, auf ihr gutes Miteinander und die Gemeinschaft die sie geschaffen haben (und natürlich auch auf die Korsett, die sie genäht haben). Und ich wünsche mir, dass sie diese Hilfsbereitschaft und Offenheit in ihren Alltag weitertragen, denn die Welt braucht Menschen die fair und aufgeschlossen sind.

Natron&Soda war ein besonderer Ort und hat uns gezeigt, dass ein positives Miteinander möglich ist. Wenn wir das im Hinterkopf behalten, können wir einen Unterschied machen.

Erinnerungen und Zeitgeist zu Grabe getragen

Für viele ist die letztendlich Schließung des Forums auch ein Tribut an die sich verändernde Kommunikationskultur. 2001 waren Foren ein wichtiges Mittel, sich über gleiche Interessen auszutauschen. Mit der zunehmenden Verbreitung sozialer Medien verlagerte sich der Austausch vieler Szene-Mitglieder dorthin. Die Möglichkeit, sich individuelle Szene-Kleidung weltweit mit ein paar Klicks nach Hause zu holen, machte Selbermachen letztendlich unattraktiv.

Geblieben sind Erinnerungen und ein völlig neue Generation von nähbegeisterten Menschen, die die Szene möglicherweise nicht nur um die Neo-Romantische Bewegung und die opulenten Victorian-Goths bereichert haben, sondern vielleicht auch ein Stückchen dafür verantwortlich sind, dass sich Verkleidungen innerhalb der Szene ausbreiten konnten. Aber so ist das eben. Eine Medaille hat immer zwei Seiten. Welche Ihr schöner findet, dürft ihr selbst entscheiden.

Wie passend, dass ich auf Facebook – dem Sargnagel der Foren-Kultur – einige Menschen um Ihre Erinnerungen mit Natron&Soda gebeten habe. Zusammengekommen ist ein Nachruf auf die wohl einflussreichsten DIY-Plattform der Szene-Geschichte.

Alana Abendroth: “Ich fand Natron & Soda unglaublich inspirierend und habe mir so manches Teil nachgenäht.

Buntschwarz: “Ich sehe in Natron und Soda nicht nur einen Teil der Szene sondern auch gleichsam einen Teil des „alten Internets“ mit seinen Seitenlayouts und der Forenkultur, die mir heute in nostalgischen Momenten manchmal fehlt.

Dagmar K.: “Mut zum Individualismus und Aufforderung zur Kreativität, Anleitungen verständlich erklärt und dazu eine Community, die gemeinsam lernte und das dann auf den Forentreffen ausgelebt hatte. War schon eine coole Sache und viele Forenmitglieder sind ja dann auch später professionell durchgestartet. Ich habe für mich einige Freundschaften fürs Leben geschlossen und neue Materialien entdeckt und es war cool seine Projekte Leuten zu zeigen, die genauso getickt haben. Ein Nachfolgeforum gibt es noch immer, aber die Zeit der Foren ist durch SocialMedia irgendwie vorbei.

Vanessa V.: “Ich habe mich zu Schülerzeiten ewig lang auf der Seite rumgedrückt. Ohne das nötige Kleingeld war das ein schöner Weg, um von netten Kleinigkeiten bis zum opulenten Outfit, auch als blutiger Laie, alles hinzuzaubern […] manche Schnitte und Vorlagen dienen mir noch heute, mein halbes Leben später, für gelegentliche hochtrabende Projekte.

Adrian Stahl (Steelrose): “Ich war da auch lang unterwegs, war anfangs wirklich ein schönes Forum mit vielen tollen Ideen und oft richtig kreativen Leuten, auch die ganzen Anleitungen waren in der Grundidee sehr DIY-Goth Mit der Zeit hatte ich ebenso das Gefühl dass besonders die Initiatorinnen sich von ihrer “Jugendsünde Goth” distanzieren wollten – das soll jetzt wertungsfrei hier stehen, […] aber ich bin dann immer weniger dort gewesen da ich mich auch nicht mehr so ganz heimisch gefühlt hatte.

Adelheid Schwarz: “Ich habe meine Jugend bei Natron & Soda verbracht […] anfangs war nur der Teil mit den Nähanleitungen interessant. Meine erste Nähmaschine bekam ich mit 14 geschenkt, vorher nähte ich per Hand mit Anleitungen von Natron und Soda. Später war auch die Foren Community spannend, wo man nicht nur an Swaps teilnehmen konnte, sondern auch emotionale Problemgespräche beratschlagen oder still lesen und darüber nachdenken konnte.

YoungBAT: “In meiner Pubertät mein Mittel zur Kommunikation mit der Szene. Meine ersten Szeneklamotten waren DIY nach Anleitungen von N&S. […] Es wurden Verarbeitungsfragen beantwortet, Anleitungen geschrieben, Material gemeinsam bestellt, Swaps veranstaltet, Treffen organisiert. Es war interessant die „Trends“ innerhalb der Szene zu beobachten. Ich denke zu dieser Zeit hat das Forum seinen ganz eigenen Teil dazu beigetragen, bedauerlicherweise wahrscheinlich auch zur fortschreitenden Kostümierung auf dem WGT. Oft steckten in den aufwendigsten WGT-Outfits N&S User mit vielen schönen kreativen Ideen, die aber schnell von anderen übernommen und zum Trend gemacht wurden. Die N&S Treffen auf dem WGT wurden irgendwann von Fotografen überrannt. Die Aufwändigkeit schien wichtiger als die Individualität. Das Forum wuchs unaufhaltsam. Man verlor den Überblick und der Fokus auf gruftige Kleidung schwand. Die kreativen Köpfe wurden weniger. Die Gespräche flacher. Das Klima unpersönlicher. Das war für mich die Zeit das Forum zu verlassen. Trotz allem hat mich das Forum entscheidend geprägt. Es war die Grundlage für meinen späteren Berufsweg. Heute bin ich Massschneiderin und habe mein eigenes kleines Szenelabel.

ミコ 松本: “Mein erstes selbstgenähtes Teil, ein Fishtail-Rock mit Bahnen, entstand durch eine Anleitung und ein Schnittmuster von Natron&Soda und selbst in der Ausbildung zur Bekleidungstechnischen Assistentin hab ich mir die ein oder andere Inspiration von der Seite geholt. Jetzt in Zeiten des Internets, wo man ja wirklich alles aus der ganzen Welt herkriegt, fand ich Natron&Soda eine schöne Anlehnung an die Ursprünge der Schwarzen Szene, wo -so hat man mir erzählt- ja sehr viel DIY war.

 

Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

7
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
 
Möchtest du eigene Bilder anhängen?
 
 
 
Möchtest du Videos oder Musik anhängen?
 
 
 
  Kommentare abonnieren?  
neuste älteste beste Bewertung
Gruftzuckerl
Gast
Gruftzuckerl

Es ist schade, dass diese Facette meiner Jugend stirbt…. man merkt dann erst wie alt man wird. Ich hab mit NuS nähen gelernt und dort meine ersten gruftigen Schritte gemacht. Das war damals eine schöne Zeit…

Fantôme noir
Gast
Fantôme noir

Schade drum. Aber immerhin hat das WaybackArchive, wie es scheint, ganze Arbeit geleistet – zumindest die für mich wichtigen Seiten sind zu 100% unter http://web.archive.org/web/20190318063220/http://www.natronundsoda.net/main.html abrufbar. Richtiges HTML läßt sich eben gut archivieren :-)

denocte
Gast
denocte

wird immer meine Jugend und mein erwachsen – werden sein, Danke <3

Claudia
Gast
Claudia

Oh nein, wie schade. Ich bin mit 19 Jahren auf das Forum gestoßen damals und habe mir auch so manches selbst genäht. Ich habe mich auf der Seite immer sehr wohl gefühlt.

Kathrin
Gast
Kathrin

Huhu :) danke für den Artikel, jedoch ist der Link für das weitergeführte Forum falsch – es ist unter: https://www.naehkromanten.net/forum zu erreichen und nach wie vor aktiv.

Adrian Stahl
Gast

Ich bin ja schon zitiert worden ;) – trotzdem kann ich wohl auch hinzufügen daß die Jahre in denen ich bei NuS unterwegs war mit dazu beigetragen haben, daß aus dem Hobby dann ein Beruf wurde, zu der Zeit dachte ich schon dran zumindest neben meinem damaligen Studium ein kleines eigenes Gewerbe aufzuziehen, die ersten kleineren Aufträge haben sich dort im Forum schon ergeben, ich hatte auch auf meiner damaligen Homepage eine Anleitung zum Korsett-Nähen geschrieben (auf die ich heute noch angesprochen werde, so in unregelmässigen Abständen kommen tatsächlich immer noch Mails rein mit Nachfrage, ob ich das war und ob die Anleitung noch online wäre) – und die war im NuS Forum in einem angepinnten Post verlinkt, bis meine alte Seite dann offline ging.

Für mich war das “Selbermachen” auch von Anfang an ein fester Bestandteil meines Grufti-Daseins, ich kann heute noch die Anzahl der “im schwarzen Fachhandel” gekauften Klamotten locker an einer Hand abzählen.

Vielleicht liegt es an meiner persönlichen Filterblase, aber soweit es solche DIY-Anleitungen betrifft habe ich nicht das Gefühl daß das Interesse da weniger geworden ist, in den angeschwärzelten Näh-Gruppen auf Facebook, in denen ich mich noch rumtreibe, ist eigentlich immer was los. Es ist nur allgemein alles größer und unübersichtlicher geworden, da gehen die Selbermacher wohl auch eher unter als vor Jahren noch.