1985: Business Punks auf der Kings Road in London

Das der ablehnende Teil der Gesellschaft der sich unter dem Oberbegriff Punk versammelt nicht gerade für ihren finanziellen Reichtum bekannt ist, sollte nichts unbekanntes sein. So ging ich bei einer Begegnung in der hiesige Stadt von einer klaren Situation aus. „Haste vielleicht noch ’n bisschen Kleingeld über?“ fragte mich der am Boden sitzende Mensch mit bunten Haaren und einem Becher in der Hand. Als ich gerade meine Hand in die Hosentasche versenken wollte, klingelt das IPhone. Nicht meins, denn ich habe kein Handy. So tauscht der Mensch mit den bunten Haaren den Becher gegen sein IPhone, wirft einen Blick auf das Display und geht ran: „Ey Alter, was geht?“ – Ich gehe weiter und denke nach.

Business Punk? Nein, das wäre doch eine Beleidigung des Begriffes, deshalb ein Mensch mit bunten Haaren der am Boden sitzt und Geld schnorrt. Business Punks gab es 1983 schon, so taufte eine australische Fernsehcrew ein Gruppe von Punks, die in London den Leuten Fotos mit sich anboten und dafür 2 Pfund verlangten. Denn rund 7 Jahre nach ihrer Entstehung waren aus den Punks eine Touristenattraktion geworden. Was können wir daraus lernen? Menschen mit bunten Haaren sind noch lange keine Punks und echtere Punks können auch Geschäftstüchtig sein, das war immer schon so.

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Robert Forst
Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.
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Tears
Tears (@guest_2816)
Vor 12 Jahre

Man hat schon von Leuten gehört, die in Flicken auf der Straße gesessen sind und am Abend dann in eine Stretchlimo inkl. Fahrer gestiegen sind. Betteln, richtig durchgeführt, scheint sich teilweise zu lohnen und die ARGE merkt davon nichts. Bei einem Tageslohn von teilweise über 30 – 40 Euro (frag mich jetzt nicht nach ner Quelle :P ) lohnt sich das doch. Rechnet man Hartz IV dazu und bedenke, dass man während der Arbeitszeit Alkohol in beliebiger Menge konsumieren kann – warum nicht? Die Tatsache, dass Punk nicht mehr das ist, was es einmal war muss ich dir alten Hasen wohl nicht erzählen, oder?

flexilla
flexilla (@guest_2885)
Vor 12 Jahre

Die schnorrenden Hundepunks kattegorisiere ich erstmal unter assis und nicht unter punks. Die typen habne für gewöhnlich keine politische meinung oder ahnung von punkrock oder überhaupt ne meinung zu irgendetwas. Man kann nicht ernsthaft gegen eine gesellschaft oder ein system sein nur weil man zu blöd ist daran teilzunehmen… Schnorrer-punks mit iphone sind glaube ich ein ganz schönes beispiel dafür (gegen das iphone kann man nichts sagen… schoenet spielzeug)

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