14 April

Wochenschau #2/2017: Der Karfreitag und die gotische Subkultur.

von Kategorie: VernetztDiskussion: 5 Kommentare

Spontis WochenschauKarfreitag. Ein besonders wichtiger Feiertag, wenn man der christlichen Lehre folgt, denn hier wird unmissverständlich definiert: „In der katholischen Kirche ist er ein strenger Fast- und Abstinenztag. Unter Einbeziehung des Gründonnerstagabends ist der Karfreitag der erste Tag der österlichen Dreitagefeier, die in ihrer Gesamtheit in allen christlichen Konfessionen das höchste Fest des Kirchenjahres darstellt…“ Doch der Blick aus dem Autofenster offenbart für mich ein anderes Bild. Der Bäcker hat geöffnet und verkauft wartenden Kunden frische Brötchen, die Bauern bestellen eifrig ihre Felder, an den Tankstellen ist der Teufel los, weil man sich für den Ausflug noch mit Sprit und Leckereien eindecken möchte und überall Jogger, Walker, Fahrradfahrer und sonstige Fitnessliebhaber, die übereifrig den freien Tag nutzen. Selbst die Wahlhelfer der AfD, die ja bekanntlich unsere christlichen Werte in Gefahr sehen, hängen Wahlplakate auf. Besonders hoch, versteht sich. Offenbar sehen viel weniger Menschen eine Gefahr für das Abendland, als bisher angenommen.

Wir Gruftis, sagt man, haben ja weder mit Politik noch mit Religion viel am eingeflochtenen Haarteil und geben uns ganz ungeniert dem Genuss all der Dinge hin, die andere tunlichst meiden sollten. Wir finden es deshalb natürlich auch ausgesprochen doof, dass wir heute nicht tanzen dürfen, weil der Karfreitag ja ein „stiller“ Feiertag ist. Mein Goth, wenn ihr schon nicht tanzen dürft und auch nicht wisst, wie ihr euch sonst an diesem Feiertag verhalten sollt, dann gibt es hier wenigstens was zum klicken:

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6 April

Mein schaurig schönes Tagebuch #14: Auf der Suche nach der Szene

von Kategorie: AnsichtssacheDiskussion: 7 Kommentare

London - Auf der Suche nach der SzeneLiebes Tagebuch, nachdem ich Dir ja schon von meinem Wochenende in London erzählt habe, will ich Dir auch die folgenden Tage nicht vorenthalten. Entgegen jedes kosmopolitischen Anspruches an mich selbst, habe ich dann doch die altmodischen Kladde zur Hand genommen, um mir Notizen zu den einzelnen Erlebnissen zu machen. Ob das so eine brillante Idee gewesen ist, wage ich in diesem Augenblick zu bezweifeln. Wenn ich nur eine bessere Handschrift hätte! Ich bin mir sicher, dass eben dieses Kladde, sollte sie einmal verloren gehen und Jahrtausende konserviert verschüttet bleiben, die Grundlage für die Entdeckung einer neuen Sprache sein wird. Ganz so, wie der Rosetta-Stein, den ich im britischen Museum bewundern durfte und der für die Entschlüsselung der ägyptischen Hieroglyphen verantwortlich gewesen ist.

In dem kleinen Cafe in Kentish Town warte ich an einem halbwegs sonnigen Montag Morgen darauf, dass die gehetzten Berufstätigen in der U-Bahn verschwunden sind, denn als Tourist im Urlaub habe ich es einfach nicht nötig, mich in übervolle Waggons zu quetschen. Heute, so mein Plan, besorge ich mir mein London-Szene-Gefühl. Diese Emotion ergreift mich immer ein bisschen, wenn ich in London durch die Straßen der Vergangenheit ziehe. Überall liegt diese vibrierende Spannung in der Luft, denn an jeder Ecke schlummert ein wenig von dem, was heute legendär erscheint. Den ganzen Artikel lesen… »


3 April

Die modische Zukunft unserer Subkultur: Harajuku Street Fashion

von Kategorie: VernetztDiskussion: 17 Kommentare
Bercerk Street Fashion - Screenshot Tokio Fashion

Ist das unsere stilistische Zukunft?
(c) Tokiofashion.com

Tokio ist nicht nur die Hauptstadt Japans, sondern auch einer der interessantesten subkulturellen Schmelztiegel auf diesem Planeten. Rein äußerlich versteht sich. Hier wird alles, was an Mode-Stilen existiert mit japanischen Traditionen und der dortigen Popkultur zur einer Kombination vermischt, die ihres gleichen sucht. Die Stadtteile Harajuku, Shinjuku, Shibuya und Ikebukuro sind bekannt für ihre ausgefallenen Läden und Labels und für die Menschen, die ihre Form der Individualität auf die Straßen tragen. Klassische Stereotypen findet man dort nicht, in Tokio regieren völlig andere und für uns unbekannte Stile das Modebewusstsein der dortigen Jugend.

Gyaru, Lolita, Visual Kei, Dolly Kei, Mori Kei oder auch Fairy Kei vereinen äußerliche Splitter etablierter Subkulturen, die mit typischerweise überzeichnet mit Stilen, die aus Mangas und Animes stammen, vermischt werden. Der Wille zur Individualität scheint grenzenlos zu sein und macht auch vor dem eigenen Körper nicht halt und scheint einem Dogma der ewigen Jugend unterworfen zu sein. Da werden die Zähne für ein kindliches Lächeln angeschliffen, die Augenform operativ verändert und schon als junger Erwachsener Unmengen von Botox unter die Haut gespritzt. Das die meisten Japanerinnen häufig x-beinig stehen, um kindchenhaft zu wirken, ist noch die harmloseste Unart. Tokio, das Zentrum für alle diese Dinge, ist voller Widersprüche, Kuriositäten oder Absurditäten – eine Stadt für deren Beschreibung Worte nicht ausreichen. Jedenfalls nach unserem Empfinden.  Den ganzen Artikel lesen… »


30 März

Kasseler Kulturverein Schwarts bringt der Szene Griechenland näher

von Kategorie: VeranstaltungenDiskussion: 7 Kommentare
Parthenon

Das Parthenon in Griechenland
Onkel Tuca!, Parthenon, CC BY-SA 3.0

Kaliméra! Das Griechenland nicht nur in der Antike mit Kultur geglänzt hat und uns nicht nur durch die negativen Schlagzeilen der jüngeren Vergangenheit auffallen sollte, möchte uns der neu gegründete Kasseler Kulturverein Schwarts eindrucksvoll näherbringen. Am 5. und 6. Mai präsentiert man das diesjährige Partnerland im Panoptikum in Kassel in einem schwarzen Kaleidoskop (auch griechisch) mit Bruchstücken aus Kunst, Musik und Kultur. Eigentlich wollte ich dieses Mini-Festival „nur“ in unserem entsprechenden Kalender präsentieren, aber die Idee, die schwarze Szene in einer länderspezifischen Sichtweise zu präsentieren, finde ich mehr als gelungen.

Mir ist klar, das diese Veranstaltung nur einen regionalen Teil meiner Leser ansprechen dürfte, doch gerade hinsichtlich des schleichenden Szene-Pessimismus halte ich diese Art von kreativer Macher-Tätigkeit für mehr als interessant und empfinde sie als Steilvorlage für andere Engagierte. Zur Veranstaltung:

Schon am Freitag beginnt man ab 18:00 mit einer Kunstausstellung, die beispielsweise Werke der in Athen geborenen Fotografin Marilia Fotopoulou präsentiert die sicherlich spannende Einblicke in die dortige Szene geben. Auf schwarts.de heißt es: „Diese Ausstellung präsentiert „Schnappschüsse“ welche in den letzten 5 Jahre, den sogenannten „Krisenjahren“ aufgenommen wurden. Ungeachtet der turbulenten Zeiten hat die Szene ihre Kreativität beibehalten können, welche sie ästhetisch mit Ihrem Objektiv festhalten konnte.“ Der ebenfalls aus Athen stammende DJ Rise&Fall, der auch den Internetradiosender „Die Seele“ betreibt, legt für den anschließenden Abend ein Set aus griechischen Darkwave, Coldwave, Synth und Experimental zurecht, das er zudem aufnehmen wird, um es dann in seiner Sendung „Transmission“ zu präsentieren. Den ganzen Artikel lesen… »


23 März

Musikperlen – Masken tanzen Einsamkeit (Tauchgang #35)

von Kategorie: Back to the RootsDiskussion: 4 Kommentare

MusikperlentaucherLicht tanzt auf meinem Gesicht, Schatten an der Wand, mein Stammplatz ist der Notausgang, halt mich fest, ich bin allein. Zukunft gibt’s keine hier, keine Liebe, kein versteh’n. Worte, wo ist der Sinn? Total anonym, total allein.“ Ich habe keine Ahnung wer die Band Tabu ist, von der dieses Liedzeile stammt und doch ist sie der Beweis, dass noch Dinge zwischen Musik, Text, Subjektivität und Objektivität existieren, die einen Song zu dem machen können, was er für einen geworden ist. Tief aus dem Keller der Neuen Deutschen Welle scheint dieses Werk zu stammen, es riecht ein wenig modrig, ist staubig und wirkt in gewisser Weise antik. Es hatte nie einen besonderen Glanz und vermochte nicht, mit dem Funkeln der NDW-Sterne aus jener Zeit mitzuhalten. „Sternenhimmel“, „Fred vom Jupiter“, „Hurra, hurra die Schule brennt“ prägen das Jahr 1982, bestimmen die Ohrwürmer auf den Schulhöfen, sind die Lieblingsplatten der Tanzpaläste und irgendwie auch ständig im Radio oder im Fernsehen seiner Zeit.  Der Song „Allein“ von der Band Tabu verhallt offenbar ungehört im Nirwana der Belanglosigkeit. Möglicherweise lag es daran, dass er melancholisch klingt. Wütend schreit der Sänger seine Einsamkeit ins Mikrofon, während er fast zärtlich von der Zukunftslosigkeit erzählt.

Das Stück polarisiert. Entweder man findet es schlecht oder man liebt es. So kommt es mir vor, als einige der Hörer auf einem Tanzflächenabend in Werk II in Leipzig beim jaulen der letzten Strophen das Gesicht schmerzverzerrt verziehen und fluchtartig den Raum verlassen. Die anderen stehen hingebungsvoll da, bewegen Türme, Iros und Teller wiegend zum Takt der Musik, haben meist die Augen geschlossen und scheinen mit sich selbst und ihrer Welt beschäftigt zu sein. Hätte ich auch so gemacht, doch ein innerer Drang zwang mich dazu, durch die leicht geöffneten Augenschlitze zu spähen. Ich liebe diesen Song. Er bringt alles das in ein 4 Minuten langes Requiem, was die 80er in meiner schöngefärbten Erinnerung gewesen sind. „Alleine“ ist der damit freilich nicht, wie dieser Tauchgang des Musikperlentauchers zu zeigen versucht: Den ganzen Artikel lesen… »


8 März

Mein schaurig schönes Tagebuch #13: London, endlich wieder die Gap minden

von Kategorie: AnsichtssacheDiskussion: 4 Kommentare

Liebes Tagebuch. Für meinen Bericht aus der britischen Hauptstadt wollte ich kosmopolitisch wirken, das urbane Leben einer Metropole spiegeln und wie so ein neuzeitlicher Schriftsteller und Autor rüberkommen. Kurz gesagt, ich wollte cool sein. Ich schnappte mir also das mitgebrachte Laptop und betrat ein Café mitten in der Londoner Innenstadt, nachdem ich mich wendig wie eine Katze durch das montägliche Chaos der Großstadt geschlängelt habe. Ich orderte einen großen Milchkaffee, suchte mir einen gemütlichen Tisch, richtete das kostenlose WiFi ein und wartete darauf, dass mein Blog aufgerufen wurde. Die Beine lässig übereinander geschlagen, die glänzenden Spitzen der Pikes zum Schaufenster ausgerichtet, rührte ich den Zucker in den Milchkaffee. Ich beobachtete die Menschen, die gehetzt vorbeizogen und all die anderen genauso coolen Leute, die auch im Café über ihren Computern brüteten. Ich wollte die Inspiration, die Energie und die beinahe atemberaubende Geschwindigkeit dieser Stadt in mich aufsaugen, um sie in Worte zu verwandeln die sich wie ein pulsierender Strom literarischer Schönheit auf dem Bildschirm manifestieren sollten. Den ganzen Artikel lesen… »


7 März

Bilder gesucht!

von Kategorie: InternDiskussion: Keine Kommentare

traurigkeitsgeniesserAm 05. Januar 2017 war es soweit. Spontis wurde für die marginal fehlerhafte Verwendung eines Bildes, das unter Creative Commons Lizenz gestanden hat, abgemahnt. (Hier gehts zum Artikel dazu). Ein teurer und sehr nervenaufreibender Vorgang, der sich nicht wiederholen sollte. Daher habe ich alle Bilder, die hier im Blog mit einer CC-Lizenz eingebunden waren und nicht unbedingt notwendig erschienen, entfernt. Leider habe ich keine andere Möglichkeit gesehen, da ich nicht darauf warten will, beim kleinsten Fehler wieder zur Kasse gebeten zu werden. Das hinterlässten in vielen Artikeln Lücken und Textwüsten, die oftmals ohne Bilder völlig undenkbar erscheinen. 

Hier sind wir auf Eure Hilfe angewiesen. Im Folgenden findet ihr Links zu „leeren“ Artikeln, die ihrer Grundlage – den Bildern – beraubt wurden. Solltet ihr in Eurer Sammlung Bilder finden, die den Suchbegriffen entsprechen oder Orte besucht habt, von denen wir nur noch berichten können, oder eine Subkultur darstellen könnt, meldet Euch in den Kommentare oder über das Kontaktformular. Vielleicht können wir ja mit Eurer Hilfe diese Lücken wieder füllen!  Den ganzen Artikel lesen… »


27 Februar

Clubsterben: Vom Tod der Clubs und der Suche nach ihren Mördern

von Kategorie: BrennpunktDiskussion: 49 Kommentare

ClubsterbenEs vergeht kein Monat ohne Hiobsbotschaft. Irgendwo meldet ein Club Insolvenz an, eine engagierte Party-Reihe wird nicht mehr fortgesetzt und reihenweise Discothekenbetreiber und Konzertveranstalter schmeißen die Flinte ins Korn. Kein Publikum mehr vor der Bühne, keine Leute auf den Tanzflächen und die Vorräte in den Kühlschränken der Theken stehen kurz vor dem Verfallsdatum. Schwarze Tanztempel schließen ihre Pforten, werden nicht wieder aufgebaut oder wechseln ihre musikalische Ausrichtung, um zahlungswilliges und ausgehwilliges Publikum anzulocken. 2015 war erst vom Sterben der Großraumdiscotheken die Rede, jetzt ist der Begriff „Clubsterben“ auch bei mittleren und kleiner Läden angelangt. Allerorts wird über die möglichen Gründe spekuliert. Betreiber, DJs und Besucher schieben sich gegenseitig die Schuld in die Pikes, ein gemeinsames Feindbild scheint es nicht zu geben. Außer die Anderen, die sind ja eigentlich immer schuld. Spontis begibt sich auf Spurensuche nach den Mördern der Clubs, sammelt Fakten, spricht mit Zeugen und fragt sich: Warum war früher alles besser und ist heute wirklich alles zum scheitern verurteilt? Den ganzen Artikel lesen… »


23 Februar

Video der Woche: Tod der Demokratie! Sie sind Massenhysterie!

von Kategorie: VernetztDiskussion: 43 Kommentare

Massenhysterie - Ein Bild aus ihrem Facebook-ProfilIch weiß es doch auch nicht, liebe Leser. Die schicken mir sowas! Ob das ein perfider Plan zu Eroberung der Goth-Herrschaft ist? Die Infiltration einer schleichenden sexistischen Seuche? Wieder möchte ich dem neugierigen Leser eine Band präsentieren, das Fragezeichen in den Gesichtern der Sehenden zurücklassen wird und das mich in eine moralisch schwierige Position bringt. Der Grund: Joanna von der Band Massenhysterie schrieb mir jüngst in einer E-Mail, dass sie sich über ein Berichterstattung freuen würden und sie gespannt auf ein Feedback seien. Ein paar Klicks auf angehängte Videos und Bilder später dachte ich: „Das machen die doch extra!“ Mein leerer Blick gleitete hilflos durch den Raum. Die Helden von Einst blickten von ihren Postern streng auf mich herab. Wie hat Bauhaus damals für Aufmerksamkeit gesorgt, ist die Nazi-Armbinde von Siouxsie Sioux mit einem ähnlichen Hintergrund in Szene gesetzt worden? Was sollte ich tun? Darüber berichten und Aufmerksamkeit generieren oder freundlich absagen und die Sache totschweigen? Ich fasse mich dieses mal kurz: reden ist Silber und Gruftis tragen kein Gold.  Den ganzen Artikel lesen… »


20 Februar

Wochenschau #1/2017: Wir sind Touristen unserer eigenen Jugend

von Kategorie: VernetztDiskussion: 6 Kommentare

Spontis WochenschauUm 23:00 soll die Vorstellung beginnen. Ein Blick auf die Uhr verrät, es ist soweit. Ein Blick auf die Eintrittskarte versichert: Wir sitzen im richtigen Kino und auf den richtigen Plätzen. Trotzdem ist der Saal leer. Im Foyer dachte wir noch anders: Menschenmassen vor den Kassen, das Popcorn in der ersten Tankstelle für Kinogänger war schon so gut wie leergefegt und die Toiletten waren nicht mehr als solche zu erkennen. Doch wir sitzen vor unzähligen leeren Sitzreihen. Das Interesse an Trainspotting 2, dem Nachfolger des legendären und prägenden englischen Anti-Drogen-Films der 90er Jahre, ist gering. Kurz bevor die Werbung endet, gesellen sich noch ein paar End-30er dazu, ein Betrunkener direkt vor uns und ein Paar 2 Reihen weiter vorne. Doch die zwei haben sich bestimmt vertan, was ihnen auch selber auffällt, als sie 30 Minuten später das Kino verlassen. Möglicherweise dachte man: „Komischer Anfang von dem 50 Shades of Dinges Nachfolger!„, der ganz nebenbei erwähnt gleich in 2 Kinos lief und restlos ausverkauft war.
Zugegeben. An das Original reicht der zweite Teil nicht heran, zu bemüht erscheint mir die Idee, die Geschichte der 4 Protagonisten fortzuführen. Es fehlt die düstere Frische, der Hauch Todessehnsucht, die Hoffnungslosigkeit und das Bestreben wieder einen Zeitgeist festzuhalten, der sich damals genau so breit gemacht hatte. Interessanterweise erkennt das der Film auch selbst und einige seiner Dialoge und Monologe sind druckreif für die Geschichtsbücher der Selbstreflexion. Warum also ist das Kino so leer? Die Erklärung erscheint simpel. Niemand hatte das Original wirklich gesehen. Für die meisten Jugendlichen von damals war Trainspotting der Song „Born Slippy“ von Underworld und die Kenntnisse des Inhalts beschränken sich auf die Inhalte des Musikvideos. Für meinen Sitznachbarn war es jedenfalls eine Erfahrung, denn mit ihm hatte ich den ersten Teil noch einige Stunden vorher auf einem „Pervers großen Fernseher“ gesehen, bevor ich ihn in die Fortsetzung entführte. Wir sind eben Touristen unserer eigenen Jugend. Den ganzen Artikel lesen… »