Depeche Mode: Dynamic Pricing treibt Ticketpreise für 2024 erneut in die Höhe

Am Montag, dem 17. Juli 2023, beginnt der reguläre Vorverkauf für die Depeche Mode Tournee 2024. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Tickets zeitnah ausverkauft sein werden, denn bereits völlig überteuerte Karten beim amerikanischen Anbieter Ticketmaster, deren Vorverkauf am 14. Juli startete, sind zurzeit sehr nachgefragt. Angesichts von Preisen jenseits der 300€, die dort für die Konzerte aufgerufen werden, drängt sich der Verdacht auf, dass es den meisten Konzertbesuchern völlig egal ist, zu welchem Preis sie die Band sehen können.

Obwohl der offizielle Vorverkauf über die Plattform Eventim erst am Montag beginnt, ist die Aufregung um die Ticketpreise in den sozialen Netzwerken jetzt schon groß. Grund sind Vorverkäufe durch das amerikanische Unternehmen Ticketmaster, bei denen Tickets bereits jetzt zu atemberaubenden Preisen gekauft werden konnten.

Screenshot - Depech Mode Hamburg Screenshot

Dynamic Pricing ist der amerikanische Trend zur Gewinnmaximierung

Nach und nach versucht Ticketmaster, amerikanische Verkaufspraktiken auch in Deutschland durchzusetzen. SWR-Kultur schreibt dazu: „Dazu gehören Praktiken wie das Dynamic Pricing, bei dem es nicht mehr nur „den einen“ Ticketpreis für ein Konzert gibt. Die Preise sind, wie der Name suggeriert, dynamisch und orientieren sich nach Angebot und Nachfrage, „wie bei Flügen und Hotels„, so Ticketmaster.“ Sind die Tickets stark nachgefragt, so wie aktuell bei Depeche Mode, steigt auch der Preis. Das sorgt seit dem Vorverkauf der kommenden Deutschland-Konzerte für großflächigen Unmut. Beim Musikexpress wird ein Eintrag bei Facebook zitiert:

Um 10 Uhr gestern Unterrang Tickets für 154 Euro, um 12 Uhr kosteten sie schon 249 Euro und nannten sich Platin Tickets und heute sogar 329 Euro!

Trotz massiver Beschwerden gegen dieses System ist es vielen Fans erschreckend egal, wie hoch die Preise sind: „Mir war das egal, Hauptsache ich habe Karten bekommen. Ob die hundert Euro mehr oder weniger kosten ist doch letztlich egal, Depeche Mode live zu sehen ist mir jeder Preis recht.

Allerdings verkauft Ticketmaster auch über Eventim Tickets für die Depeche Mode Konzerte und das zum normalen Preis, offensichtlich erkennt man Eventims Monopol-Stellung in Deutschland an, wir der SWR berichtet: „LiveNation, die Firma hinter dem Ticket-Tool Ticketmaster, erkennt die Vormachtstellung von Eventim an und bietet längst zahlreiche Tickets auch via Eventim an: Zu groß wären die Verluste, wenn man die Käuferschichten dort nicht anspräche.

Zwar könnte man bei Eventim Tickets für Plätze im Unterrang für etwa 80€ bekommen, doch es ist davon auszugehen, dass diese günstigen Tickets kaum verfügbar sein werden, wenn jetzt schon Fans Preise von über 300€ zahlen. Für mich ist es auch nur eine Frage der Zeit, bis der deutsche Anbieter sich zu „amerikanischen Verhältnissen“ hinreißen lässt, denn bereits in der Vergangenheit hat Eventim einen fragwürdigen Kurs eingeschlagen, wie man in diesem Artikel lesen konnte. Wie sich ja zeigt, bezahlen Fans auch diese astronomischen Preise.

Dynamic Pricing? Ich will Kultur um jeden Preis!

Zugegeben, ich hatte nie ein Fan-Gen, war also nie jemand, der eine Band oder einen Künstler bis zur Selbstaufgabe angehimmelt hat, auch als Jugendlicher nicht. Ich habe versucht, meine Perspektive zu wechseln, doch es mangelt mir nach wie vor an Nachvollziehbarkeit. Es wäre daher spannend zu erfahren, warum man so viel Geld für einen vergänglichen Moment, den man eingepfercht zwischen tausenden von Leuten erlebt, auszugeben bereit ist.

Abgesehen davon, ob man Depeche Mode – oder Konzerte im Allgemeinen – nun als „kulturelles Gut“ betrachtet, wird offensichtlich, dass in der musikalischen Kulturbranche eine gravierende Schere klafft. Zwischen den wenigen Cent, den man für einen Stream seines Lieblingsalbums ausgibt, bis zu den Live-Auftritten, die sich einige für mehrere hundert Euro leisten wollen.

Der Protest des Einzelnen oder das Solidarisieren von Fangruppen gegen eine Abzocke an der Konzertkasse zerschellt an stets ausverkauften Tourneen der Weltstars. Woran liegt das? Ist das ein klassisches Gefälle zwischen „Arm“ und „Reich“ oder eine freie Auslegung eigener Prioritäten?

Künstler hätten es in der Hand

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Künstler es selbst in der Hand hätten, an diesen Verhältnissen etwas zu ändern. Die Band „Pearl Jam“ untersagte Ticketmaster jüngst, das „Dynamic Pricing“ auf ihre Tickets anzuwenden. Der Godfather of Goth, Robert Smith hatte bereits im März dieses Jahres einen ähnlichen Eklat ausgerufen, wie ich an dieser Stelle berichtet habe. Er untersagte ebenfalls die dynamische Preisgestaltung und gilt als prominentester Vertreter einer „Gegenbewegung“. Das ZDF schreibt dazu:

Laut Ticketmaster wird von den Veranstaltern gemeinsam mit den Managements der Künstler*innen bestimmt, ob und wie viele Tickets über Dynamic Pricing verkauft werden. Auch legen diese die Festpreise sowie die Unter- und Obergrenzen für das Dynamic Pricing fest. Stars wie Taylor Swift haben also auch einen Einfluss darauf, wie viel Geld ihre Fans für die Konzerte ausgeben müssen.

Ein „Fürsorgepflicht“ haben die Künstler freilich nicht, aber es spricht schon Bände, wenn populäre Bands stillschweigend hinnehmen, ihre Fans auf diese Art und Weise schröpfen zu lassen. Während der Löwenanteil der Musiker und Bands um Fans und Konzertbesucher kämpfen müssen, greifen die „Superpopulären“ 10% dieser Branche vermutlich den Großteil des Kunst-Budgets der Besucher ab.

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das H.Gen
das H.Gen(@hagen)
Vor 7 Monate

Die Leute kaufen für acht Euro eine Crepes beim WGT, für 15 Euro Currywurst mit Pommes an der Ostsee, sechs Euro für einen Milch-Kaffee mit Caramelfluffyduffy, fünf Euro für ein Brötchen mit Käse und Salatblatt, stehen stundenlang für ein Eis an was pro Kugel zwei Euro und mehr kostet, fliegen für das doppelt was sie sonst gezahlt haben in den Urlaub. Also, Geld ist da und das wird den Leuten aus der Tasche gezogen. Egal wer, egal wie, es gibt genug die bezahlen. Und die die nix haben müssen sehen wie sie damit klar kommen. Und solange Konzerte trotz der Preise ausverkauft sind wird sich das vermutlich nicht mehr ändern. Darum: Wer heute wirklich anders und „crazy“ sein will unterstütz kleine Festivals und Veranstaltungen.

Graphiel
Graphiel(@michael)
Antwort an  das H.Gen
Vor 7 Monate

Eine nüchterne und daher leider absolut korrekte Feststellung, wie ich finde. Dem Markt sind Unterschiede zischen arm und reich egal. Solange die Kassen bei Konzerten wie diesem deutlich genug klingeln wird sich da gar nichts ändern. Ausnahmen wie Robert Smith, die mir mit ihrer Einstellung unglaublich sympathisch sind, sind dabei eben genau das: Ausnahmen.

Da bleibt wirklich nicht mehr viel übrig, als dem ganzen die Stirn zu bieten, indem man vorwiegend kleine Festivals unterstützt und eventuell ergänzend dazu lieber auf ein The Cure Konzert geht, anstatt zu Depeche Mode. Damit kann man als Konsument durchaus noch ein Statement setzen. In diesem Falle eines im Sinne von: „Nicht der Umstand das Künstler XY inzwischen so populär ist, dass er von seiner Kunst gut leben kann ist unser Problem. Unser Problem ist dass Eure Preise so unverschämt hoch sind, dass es offensichtlich nicht mehr nur darum gehen kann eure Kosten zu decken und dem Künstler auf der Bühne einen schönen Lebensunterhalt zu ermöglichen.“

McCoyle
McCoyle (@guest_63249)
Antwort an  Graphiel
Vor 7 Monate

Lieber zu „The Cure“ anstatt zu „Depeche Mode“ hinkt aber schon ein bissi ;)

Graphiel
Graphiel(@michael)
Antwort an  McCoyle
Vor 7 Monate

Wenn du das jetzt noch begründen kannst, fände ich das echt hilfreich. ;-)

McCoyle
McCoyle (@guest_63256)
Antwort an  Graphiel
Vor 7 Monate

Ich mag Depeche Mode, finde The Cure aber eher mittelmäßig. Geschmackssache, klar. Deswegen gehe ich aber auch auf ein DeMo Konzert und nicht zu The Cure, selbst wenn das Ticket dort nur 10€ kosten würde. Oder habe ich dich vielleicht nur falsch verstanden? 🤔

Graphiel
Graphiel(@michael)
Antwort an  McCoyle
Vor 7 Monate

Oder habe ich dich vielleicht nur falsch verstanden? 🤔

Ja, das glaube ich auch. ;-)

Den persönlichen Geschmack hatte ich pauschal ausgeklammert, denn es sollte wohl jedem klar sein dass dieser eine, wenn nicht DIE entscheidende Rolle in der Wahl der besuchten Konzerte spielt.

Mir ging es hier jedoch um das Statement. Wenn man (wie ich) sowohl Depeche Mode, als auch The Cure mag kann man meiner Meinung nach durchaus ein Statement damit setzen, dass man aufgrund der hohen Preise künftig The Cure den Vorzug gibt und auf Depeche Mode verzichtet. Das Beispiel The Cure erschien mir hier nur besonders passend, da Robert Smith wohl auch eher keine Sorgen haben muss, wie er seinen Lebensunterhalt verdient und sich trotzdem mit den Fans gegen die unverschämte Preispolitik solidarisiert.

Übertragen auf deinen persönlichen Geschmack hieße das: Wenn du dem Ticketwahn um Depeche Mode zeigen möchtest, dass mit der überzogenen Preispolitik nicht länger einverstanden bist, so setze ein Statement indem einer anderen Band deines Geschmackes deine finanzielle Unterstützung bietest. Schau nach ob es nicht auch andere Bands aus deinem Geschmack und in ähnlicher Größenordnung gibt, die mit der Preispolitik der Tickets nicht einverstanden sind. Und wenn du keine findest, dann ist das eben so und du kannst immer noch der ganz großen Bühne den Mittelfinger entgegen strecken und stattdessen kleinere Konzerte und Festivals besuchen, so wie das H.Gen das vorschlug.

Durante
Durante(@durante)
Antwort an  McCoyle
Vor 6 Monate

The Cure aber eher mittelmäßig

Blasphemie!!!! 8-O

(Ja ist eine reine Geschmacksfrage, ich weiß ich weiß ;) – Aber Robert Smiths Statement zu dem Thema der explodierenden Ticket-Preise war trotzdem klasse da muss ich Graphiel hier einfach nochmal zustimmen!)

McCoyle
McCoyle (@guest_63248)
Antwort an  das H.Gen
Vor 7 Monate

Es kommt halt immer auch darauf an, wofür man sein Geld ausgeben möchte. Ich vermute, die wenigsten werden alles so machen, wie von dir aufgezählt. Ein paar, die nicht wissen wohin mit ihrem Geld, werden es wahrscheinlich aber genau so machen. Ich zähle mich eher zu denen mit nicht ganz so viel Kohle. Da fanden wir es auch unverschämt, bei Disney on Ice, also einer Veranstaltung für in erster Linie Kinder, für einen Piccolo, also wirklich nur 0,2l Sekt in einem billigen Plastikbecher, 7,50€ zahlen zu müssen. Das ist auf „Erwachsenenkonzerten“ schon recht viel, bei Kinderveranstaltungen aber einfach mal Abzocke – gekauft aber trotzdem. Warum? Weil es nur mal für dieses Ereignis war und wir dafür auf was anderes verzichtet haben, um denen nicht noch mehr in den Rachen zu werfen. Von außen betrachtet würde man uns somit wohl auch zu deiner Liste dazu zählen, dabei war es nur ein Teil und eben die besagte Ausnahme. Oder anders, einer kauft ein Motorrad, ein anderer ein Auto. Beide hätten gerne beides, können es sich aber nicht leisten, während ein Sozialhilfefall denken könnte, „die können sich alles leisten“. Ist immer eine Frage des Betrachtungswinkels. Dennoch finde auch ich solche Preise unverschämt, besonders bei Künstlern, die eigentlich durch ihren Erfolg dafür sorgen könnten, dass ihre Tickets günstiger werden denn immer teurer, da sie die Kohle eh nicht mehr brauchen. Durch die eher spärliche Anzahl an Konzerten, wird der Bedarf bei solchen Bands aber einfach viel zu hoch bleiben, als dass sich der Preis von selbst runter reguliert – wie du ja selbst auch erwähnt hast.

Yttrium
Yttrium(@yttrium)
Antwort an  McCoyle
Vor 7 Monate

Da fanden wir es auch unverschämt, bei Disney on Ice, also einer Veranstaltung für in erster Linie Kinder, für einen Piccolo, also wirklich nur 0,2l Sekt in einem billigen Plastikbecher, 7,50€ zahlen zu müssen.

Ja gut, ich könnte Disney on Ice vermutlich auch nur volltrunken ertragen, aber überraschen tut mich der Preis nicht im geringsten. In geschlossenen Venues sind die Preise eigentlich sowieso oft etwas höher. 7,50 find ich da komplett im Rahmen. Wieviel zahlt Ihr denn sonst so für Sekt? In Bars und so? Ich trinke den beim Weggehen eigentlich nicht, drum hab ich da nicht den allerbesten Überblick über die Preise. Ich hab hier nur mal schnell in ein paar Läden nachgeschaut, und da waren eher 10 oder 11 Euro für 0,2 Liter Standard. Ist aber halt auch Großstadt, in einer kleinen Bar auf dem Land sind die Preise da sicher niedriger.

Und Plastikbecher muss sein, wegen der Bruchgefahr. Sehe ich vollkommen ein wenn da viele Kinder rumhüpfen. Um ehrlich zu sein bin ich sogar ein wenig überrascht, dass da überhaupt Alkohol ausgeschenkt wird – das hätte ich nicht erwartet.

Ich versuche hier jedenfalls grade alle mir zur Verfügung stehende Empathie aufzubringen, aber „Der Sekt ist zu teuer, mimimi!“ klingt für mich viel zu sehr nach einem Luxusproblem um da auch nur einen Hauch Mitgefühl zu entwickeln. Sorry!

Ist immer eine Frage des Betrachtungswinkels.

Nein, ist es nicht. Es gibt Daten über Einkommensverteilung. Da kann man eigentlich sehr gut nachschauen, wo man hingehört. Dürfte für die meisten Leute ein wenig überraschend sein.
War das nicht Friedrich Merz, der sich mal als „Mittelschicht“ gesehen hat? XD

McCoyle
McCoyle (@guest_63257)
Antwort an  Yttrium
Vor 7 Monate

Ja, das mit dem „wo man hingehört“ ist tatsächlich für viele überraschend. Dennoch schaut ja nicht jeder vor einem (Vor-)Urteil erst in einer Statistik nach. Dadurch ist es eben doch erstmal, und für viele wahrscheinlich auf Dauer, „ihr“ Bertrachtungswinkel zu der einen oder anderen Sache. Ich finde ja auch, wir sind ein nach wie vor unheimlich reiches Land, wo man nicht Jammern muss. Und trotzdem gibt es eine ganze Reihe von Menschen, die Angst vor Einwanderern/Flüchtlingen haben, weil es uns ja auch ohne die schon ach so schlecht geht. Und das mir den billigen Plastikbechern war so gesagt, da es genau das war. Also kein Plastiksektkelch oder dergleichen. Ein schnöder Becher, in dem man dann noch wunderbar sehen konnte, für wie wenig man nun 7,50 zahlen musste ;) Und klar ist der Preis für ein Konzert leider „normal“, aber dort? Und welche Läden? Wirklich Laden, also Supermarkt etc.? Dort geht’s ab etwa 1,60 los. In der Regel sind ja Cocktails teurer, was sie auf dem echt teuren DeMo Konzert auch waren, dennoch gab’s selbst die für 15€ den halben oder 28€ dem ganzen Liter. Ich empfinde 7,50 für 0,2l Sekt auf einer Kinderveranstaltung da schon als vergleichbar teuer. Aber ist halt subjektiv.

Yttrium
Yttrium(@yttrium)
Antwort an  das H.Gen
Vor 7 Monate

Darum: Wer heute wirklich anders und „crazy“ sein will unterstütz kleine Festivals und Veranstaltungen.

Ich geh ja wirklich auf viele kleine Konzerte, im Schnitt so ein bis zwei pro Woche, in dieser Woche sind’s sogar mal drei. Ich glaube aber eher nicht, dass mich das automatisch anders oder gar „crazy“ macht. Warum sollte ich das auch sein wollen? Ich find mich eigentlich ziemlich gewöhnlich, verglichen mit anderen Leuten.

Und ja sicher, abhängig von der Location sind auf Konzerten ab und zu durchaus ein paar wunderliche und kaputte Gestalten dabei, was ich auch sehr schätze. Ich komme mit denen oft deutlich besser klar als mit Leuten mit eher orthodoxen Lebensentwürfen. Aber leicht haben die es wirklich nicht, und ich möchte nicht mit denen tauschen.

Die waren allerdings auch schon „anders“ bevor sie auf die Konzerte gegangen sind. Und ein biederer Familienvater mit langweiligem Job und Eigentumswohnung wird nicht auch auf einmal „crazy“ nur weil er nicht mehr zu Depeche Mode sondern auf kleinere Konzerte geht.

Yttrium
Yttrium(@yttrium)
Antwort an  Robert
Vor 7 Monate

Jein. Vielleicht können wir uns auf „privilegiert“ einigen. Obwohl das technisch gesehen auch nur halb stimmt, ich bin in die hiesige Situation ja nicht hineingeboren worden.

Im Endeffekt ist das ganze aber schlicht und ergreifend das Ergebnis von sehr lang andauernder ziemlich roter Lokalpolitik. Ordentliche billige Öffis, Fördermittel für Kultur stabil (und damit ist nicht nur Oper gemeint sondern auch Techno oder Volksmusik). Zwei der erwähnten Konzerte sind sogar komplett kostenlos – das hat sich zu Coronazeiten entwickelt, die Stadt hat da kurzerhand ganz viele kleine Open-Air-Events organisiert, um den Kulturschaffenden finanziell unter die Arme zu greifen und gleichzeitig die Infektionsgefahr niedrig zu halten, und das kam so unglaublich gut an dass sie das einfach beibehalten haben. Und gegen den Zuschauerschwund hilft es obendrein.

Theoretisch ist das auch in anderen Regionen möglich, sofern sie dicht genug besiedelt sind jedenfalls und die Leute die richtigen Volksvertreter wählen. Ob dann aber so viel Düster-Zeug dabei wäre wie hier ist aber fraglich, glaub ich. Die Stadt hat einfach manchmal eine etwas morbide Atmosphäre, das schlägt sich naturgemäß auch in der Musik wieder. Nicht nur bei Grufti-Zeug sondern bei allem.

Jacqueline
Jacqueline (@guest_63214)
Vor 7 Monate

Es ist zum Ko…. Ich bin seit 40 Jahren Fan und in Black Swarm. Ich bin eine von Denen, die die Band anhimmeln. Aber was hier abgeht ist katastrophal. Das hätte die Band nicht nötig. Ich finde es schade, dass Fans das mitmachen. Wir hätten es in der Hand. Aber wie Sie es schon sagten, vielen ist der Preis egal. Was machen die Fans, die sich das nicht leisten können? Nie wieder zu einem Konzert gehen? Ich wäre so gern in Paris dabei. Dort bin ich zu meinem Geburtstag und die Band tritt an diesem Tag auf. Das wäre die Krönung gewesen in allen Konzertjahren. Auch dort bin ich noch nicht an Tickets gekommen. Schade. Ich bin bitter enttäuscht und habe Angst was folgt.

Hättig
Hättig (@guest_63215)
Antwort an  Jacqueline
Vor 7 Monate

Hallo mein erstes Konzert von Depeche Mode war Anfang der 80ziger. In Essen damals war die Karte im Innenraum ganze 20 Dmark. Wahnsinn was heute abgeht. Aber ich bin in Köln 2024 dabei 🖤🖤🖤 wer weiß wie lange Depeche Mode noch auf Tournee geht. Wie heißt es so schön MEMENTO MORI

Adrian
Adrian (@guest_63220)
Antwort an  Jacqueline
Vor 7 Monate

Das ist wirklich schade… Heutzutage ist ein Ticketvorverkauf unglaublich mit Stress verbunden. Der Zeitdruck und die Bange tagelang auf Tickets oder gar Registrierung für den Ticketverkauf zu warten.
Hättig stimmte ich da leider zu, lieber zahle ich eine größere Summe… den wer weiß wie lange DM noch auf Tour geht.

Cloud
Cloud (@guest_63223)
Antwort an  Jacqueline
Vor 7 Monate

Hallo Jaqueline, wenn Sie sowieso vor Ort sind lohnt es sich immer am Konzerttag vor der Venue zu schauen. Ich habe noch kein einiges Konzert erlebt an dem nicht neben Scalpern auch ganz normale Fans noch zu normalen Preisen ein Ticket einfach loswerden wollten. Ich würde es persönlich definitiv versuchen und wünsche viel Erfolg und einen schönen Geburtstag.

Klaus
Klaus (@guest_63242)
Antwort an  Cloud
Vor 7 Monate

Soll sie quasi einfach mal nach Paris fliegen und kucken und wenn es nicht klappt wieder nach Hause fliegen oder wie? Super Plan.. :D

McCoyle
McCoyle (@guest_63247)
Antwort an  Klaus
Vor 7 Monate

Sie ist doch schon vor Ort, deswegen ist der Vorschlag gar nicht mal schlecht. Tickets kriegt man tatsächlich oft noch vor dem Einlass, die Erfahrungen mache ich auch immer wieder. Nur hatte ich persönlich noch keinen Bedarf oder Grund mein Ticket so zu erwerben, von daher keine Ahnung welche Preise es da gibt. Oft werden auch, auch gerade von Fans, Tickets noch kurz vorher auf entsprechenden Portalen angeboten, wo man tatsächlich noch mit etwas Glück zu seinem Ticket kommt zudem noch oft viel günstiger, weil der eigentliche Eigentümer nicht mehr kann aber wenigstens einen Teil seines Ticketpreises zurück bekommen möchte. Alles nur kleine Chancen aber in diesem Fall, wenn eh schon in Paris, einfach mal versuchen. Viel Glück dabei.

Andrea Breul
Andrea Breul (@guest_63218)
Vor 7 Monate

Ja, kann aus eigener Erfahrung zustimmen und ja, Fans zahlen fast jeden Preis. Den Anfang der hohen Ticket Preise schreibe ich dem Konzept Golden circle / FOS1 zu, das seit einigen Jahren praktiziert wird. Das hat wohl nicht genug Geld in die Taschen der Verantwortlichen gespielt. Mit dynamic pricing ist das nächste Level erreicht. Was kommt danach? Welche Zusatzleistung muss in Zukunft erbracht werden, um einen der angesagten Künstler/Bands live erleben zu dürfen? Ich finde es außerordentlich bedauerlich, daß Depeche Mode diesem Abzocke Verfahren zugestimmt und keine Gegenmaßnahmen ergriffen hat. Sind doch sonst angeblich ihren Fans sehr nah. Bei der ganzen Tour habe ich mittlerweile das Gefühl, Management von Depeche Mode trifft alle Entscheidungen ohne Rücksprache mit Gore, Gahan und Co.

Mit freundlichen Grüßen

Graphiel
Graphiel(@michael)
Antwort an  Andrea Breul
Vor 7 Monate

Ich kenne die Unternehmensstrukturen dahinter nicht, doch wenn wir einfach mal die grundlegenden Regeln von Unternehmen zu Hilfe ziehen, dann haben wir es hier mit einer ganz einfachen und nüchternen Sachlage zu tun: Unternehmen die nicht der Gemeinnützigkeit dienen sind nicht gegenüber dem Kunden, der Band oder sonst wem verpflichtet sondern nur gegenüber sich selbst, ihren eigenen Interessen und Anteilsnehmern. Das ist schlichter, einfacher Kapitalismus. Alles was nicht einem dieser drei aufgeführten Punkte dient ist für das Unternehmen irrelevant. Somit halt auch moralische Werte oder Vorstellungen von Fans und/oder Künstlern. Finde ich zwar auch blöd, aber so funktioniert der Kram halt. Leider.

Adrian Righi
Adrian Righi (@guest_63219)
Vor 7 Monate

Also das die Ticketanbieter untereinander ihre Tickets zuschieben ist echt schon Schweinerei. Aber das der Unterrang für um die 80€ bei Eventime verkauft werden und ich knappe 400€ zahlen muss ist unglaublich. Wusste ich tatsächlich nicht. Zumal ich war Punkt 10 Uhr morgens im Pre Sale auf der Website und habe versucht Tickets zu bekommen. Zu den enormen Preisen kommt noch dazu das die Websiten gefühlt in dem letzten Jahrhundert stecken geblieben ist. Es ist doch zu erwarten das ein gewisser Ansturm an Nutzern an einem Vorverkaufstermin kommt. Das ist mehr als unfair, denn viele Fans hätten den frühen und günstigen Preis bekommen wäre die Webiste und das halbe Internet nicht abgestürzt.

Klein Grün
Klein Grün (@guest_63221)
Vor 7 Monate

Ich habe am Freitag versucht, an Tickets zu kommen, aber dieses dynamische Preissystem von Ticketmaster macht mich dermaßen wütend, dass ich mich kaum beruhigen konnte. Es ist wirklich unglaublich 😣Und dass tausende Fans den Mist immer wieder mitmachen, ist für mich unfassbar… Aber das auch die Künstler da keinen Riegel vor schieben macht mich traurig. Bei mir gibt es bei Ticketpreisen eine Schmerzgrenze, die ich nicht überschreite. Allein die Regelung mit den FOS1-Bereichen ist schon schräg. Vor Jahren bin ich zu großen Konzerten einfach früh hingefahren und habe mich in den vorderen Bereich gestellt, weil ich rechtzeitig da war. Das hat immer wunderbar geklappt. Und für Cure sitze ich halt nachmittags in der Schlange und bekomme einen wunderbaren Platz ganz vorne… Da ist dann der nette Nebeneffekt, dass man lauter nette Menschen trifft, die genauso bekloppt sind wie man selbst 😁Ich schätze kleine Konzerte und Festivals sehr, aber wenn ich meine großen alten Lieben sehen will, muss ich gucken, wie ich an bezahlbare Tickets komme….

Legal1
Legal1 (@guest_63224)
Vor 7 Monate

Es tut mir leid, bei Ticketpreisen größer 150 Euro für: Anreise im Stau, überteuerte Parkgebühren, anstehen beim Einlass, durchdrängeln bis zum Mini-Sitzplatz, schlange stehen bei überteuerten Getränken, schlechte Sicht auf die Bühne und Megastau bei der Abreise bin ich definitiv raus. Das ist für mich in dieser Preiskategorie kein (Fan)Erlebnis.

Letzte Bearbeitung Vor 7 Monate von Legal1
das H.Gen
das H.Gen(@hagen)
Antwort an  Legal1
Vor 7 Monate

Du sagte es. Darum war ich bei der letzten The Cure Tour in Köln auch nicht mehr dabei. Das ist einfach alles nur noch Stress. Da halte ich mir meine Lieblingsbands lieber so in Ehren wie ich sie vor Jahren zum letzten Mal gesehen habe und „stürze“ mich auf neuere Bands bei kleinen Festivals.

Ela
Ela (@guest_63236)
Antwort an  Legal1
Vor 7 Monate

Da gebe ich dir vollkommen Recht da kann ich DM Fan sein wie ich will aber bei den gesalzenen Preisen hört der Spaß definitiv auf. Zumal man vorher gesehen hat das es günstige Tickets gab bzw. die Preise noch i.o. waren.

Gruftwurm
Gruftwurm(@christian)
Editor
Antwort an  Legal1
Vor 7 Monate

Die Erfahrung mit DM dieses Jahr live in München haben mir persönlich gereicht. Auch wenn ich für den Stehplatz letztes Jahr 100 € für das Ticket ausgegeben habe, so war der Tag irgendwie die Hölle.
Angefangen bei der Abreise mit langen Staus in der Stadt, 30 Grad Hitze, Parkplatzsuche in irgendwelchen Viertel weit weg vom Stadion, weil alles schon dicht war und vom Konzert fast die Hälfte schon verpasst. Von der Bühne kaum was gesehen und wenn dann nur der Blick auf eine riesen Mattscheibe vor der Nase. Von den Ausgaben für Getränke und das Gefühl zweiter oder dritte Klasse zu sein, weil man das Geld für 300 € „Platin Platz“ nicht leisten kann oder will, muss ich hier nicht weiter ansprechen. Es war zwar schon ein interessantes Konzert, aber von der Band habe ich irgendwie (außer der Musik) nicht viel erleben oder besser genießen können. Also definitiv kein wirkliches (Fan) Erlebnis.

Niggels
Niggels (@guest_63225)
Vor 7 Monate

Den Eindruck, dass viele DM-Fans die erhöhten Preise bereitwillig zahlen würden, kann ich nicht bestätigen. Ich bin seit Jahren/Jahrzehnten gut vernetzt in der DM-Welt und alle sind am abkotzen! Außer die Amis, die kennen das Elend schon seit mehreren Tourneen und bei denen sind die „dynamischen Preise“ bei dieser Tour mittlerweile im vierstelligen Dollarbereich für beste Plätze vor der Bühne. (dort sind die Innenräume bestuhlt)
Für mich als Hardcore-Fan (je 10-15 Konzerte pro DM-Tour) ist das Maß voll! „Platintickets“ werde ich niemals kaufen und diese künstliche Verknappung durch Ticketmaster ist zutiefst amoralisch.

Tanzfledermaus
Tanzfledermaus(@caroele74)
Antwort an  Niggels
Vor 7 Monate

Also ganz ehrlich, wenn man bei jeder Tour mehrere Konzerte mitnimmt, dann ist man doch auch mit Schuld an der hohen Nachfrage, Verknappung und Preisentwicklung der Tickets. Kann man sich denn nicht mit einem, maximal 2 Konzerten begnügen und die restichen Tickets den Leuten überlassen, die die Band noch nicht gesehen haben und vielleicht unbedingt gerne mal hingehen würden? Man kann es mit dem Fan-Kult auch echt übertreiben, finde ich. Und, ganz ehrlich, bei DEN Ticketpreisen gleich mehrfach Geld ausgeben, nur weil einem EIN Konzert nicht reicht, ist doch auch irgendwie völlig absurd. Ich beziehe mich hier nicht nur auf Dich, sondern da ich mitbekommen habe, dass das wohl viele Fans so machen, ist es schon kein Einzelphänomen mehr.

Letzte Bearbeitung Vor 7 Monate von Tanzfledermaus
T. Wunder
T. Wunder (@guest_63227)
Vor 7 Monate

Sicherlich die Ticketpreise sind extrem enttäuschend. Aber es ist halt die Nachfrage da und in der Marktwirtschaft bestimmt die Nachfrage den Preis. Ich neide niemand sein Ticket, persönlich könnte ich mir so ein Ticket ohne Probleme leisten, mache es aber nicht, da ich den Preis für das was geboten wird für masslos zu hoch halte. Ewig stehen, überteuerte Gastronomie,mega Staus bei An- und Abreise, der ÖPNV ist auch überlastet. Das ganze für zwei Stunden Konzert?? Da kaufe ich mir die Blu-ray vom Konzert packe sie auf den Beamer,dazu 5.1 Soundanlage ein paar Kisten Bier besorgen und zehn Kumpels einladen, wird auch ein mega super Abend.
Übrigens kleinere Bands und/oder Festivals kosten ein Bruchteil machen genauso viel Spaß,nur ohne den ganzen negativen Stress.

Spierling
Spierling (@guest_63228)
Vor 7 Monate

Wenn keiner hingeht dann gehen auch die Preise runter

Nordmanntanne
Nordmanntanne (@guest_63234)
Vor 7 Monate

Ich liebe diese Band seit 40 Jahren, war seit der Masses-Tour immer dabei, manchmal 2-3 Mal. Aber jetzt ist Schluss. Ich zahle nicht mehr Geld für ein Konzert als für ZeltlagerFerien meiner Kinder. Und um mal Klartext zu reden: Depeche Mode melken ihre Fans seit Ewigkeiten. Single-boxen ohne Ende, ne DVD zu jeder Tour usw., das schafft nicht mal Metallica.

Ela
Ela (@guest_63235)
Vor 7 Monate

Eckelfaft und Erschreckend zu gleich wie sich hier AUSNAHMSLOS ALLE Ticket Verkäufer die Taschen voll machen. Tickets werden um das doppelte bis dreifache teurer verkauft als der übliche „Normalpreis“ PFUI !!

Andy
Andy (@guest_63238)
Vor 7 Monate

Leute Leute Leute……es ist wie es ist. Bezahlt oder lasst es. Wir Leben im Kapitalismus. Falls ihr das vergessen habt….. die Nachfrage regelt den Preis. Wir haben es gestern auch versucht. Uns waren EURO. 154,00 in HH auch zuviel. Aber dann lässt man die Finger von. Bin seit 1981 Fan und werde es immer sein. DM Love forever❤️

Yttrium
Yttrium(@yttrium)
Vor 7 Monate

Depeche Mode kooperieren werbemäßig mit Hublot, einer Luxus-Uhren-Marke. Das Logo sieht man auch auf dem Poster für die Tour. Ich finde das ja etwas überraschend, normalerweise assoziiert man so protzige Marken eher mit diversen Rappern, aber anscheinend gibt es im Publikum von Depeche Mode tatsächlich überdurchschnittlich viele konsumfreudige, wohlhabende Menschen. Dass die Band dann auch an der Stellschraube für die Preise dreht bzw. drehen lässt ist nur logisch.

Ich hab ja absolut nichts gegen sie. Sie waren früher durchaus einflussreich, und die Musik an sich ist nett und gefällig. Ich hab auch nichts gegen ihre Fans. Große, spektakuläre Shows haben ganz sicher auch ihren Reiz, ich will da nichts schlechtreden. Und so viele Menschen anzusprechen wie sie das geschafft haben ist auch eine Leistung. Trotzdem fand ich, dass Depeche Mode immer eine Art „Einsteiger-Band“ waren. Das ist auch nichts schlechtes, sie haben sicher vielen Leuten den Weg in die Szene geebnet, keine Diskussion. Aber wenn jemand nach 20, 30 Jahren immer noch so extrem auf DM fixiert ist find ich das schon seltsam.

Manchmal frag ich mich allerdings schon, ob Leute, die zu große Stadien-Konzerten gehen, überhaupt an kleinen Konzerten Interesse haben. Also, ob das für sie eine Alternative darstellt. Umgekehrt wäre das für mich nämlich überhaupt nicht der Fall. Und so wie ich meine Gründe habe, warum ich lieber zu obskuren Bands in runtergekommenen Kaschemmen geh haben andere sicher ihre Gründe weswegen sie lieber zu etablierten Bands in Stadien gehen. Ich glaube fast, dass das ganz fundamentale Unterschiede in der Persönlichkeitsstruktur sind.

Kann natürlich auch sein, dass mir große Konzerte dadurch verleidet worden sind dass mich meine Eltern da mit hingeschleppt haben. Halt zu Zeug was ihrem Geschmack entsprochen hat – Rolling Stones, Sting, Bryan Adams und ähnlicher biederer Altherren-Rock. Für mich waren das immer herzlich uncoole Events mit Massen von alten, etablierten, uncoolen Leuten. XD

Letzte Bearbeitung Vor 7 Monate von Yttrium
Nicole
Nicole (@guest_63244)
Vor 7 Monate

Hi, ich bin eine von sehr vielen tausend frustrierten Fans, die keine Tickets bekommen hat. Ticketsmaster, Viagogo, Ticketbande etc blockieren absichtlich Tickets um sie dann willkürlich für eine vielfach höhere Marge zu verkaufen. Dieses dynamische Preissystem muss weg, DAS muss illegal sein. Helft bitte mit und wendet euch an die Verbraucherzentrale! Sie wollen gern helfen, es müssen sich aber bitte alle dort melden, da einer allein nur wenig bewegen kann. Vielen Dank!

Daniela
Daniela (@guest_63245)
Vor 7 Monate

„War nie jemand, der … bis zur Selbstaufgabe angehimmelt hat“.

Da hast du definitiv was verpasst. Was du als anhimmeln bezeichnest, ist Leidenschaft. Schonmal von gehört? ;)

Es gibt kaum was nichts Schöneres, als wenn ein Lieblingssong live gespielt wird und man mitten in der Menge steht und das empfundene Glücksgefühl mit Gleichgesinnten teilen kann.

Yttrium
Yttrium(@yttrium)
Antwort an  Daniela
Vor 7 Monate

Geschmäcker sind halt unterschiedlich. ;) Das heißt aber noch lange nicht, dass da eine/r „richtig“ und der/die andere „falsch“ liegt.

Manche Leute mögen eine große Gemeinschaft, manche sind glücklicher allein oder in kleinen Gruppen. Manche bevorzugen neue Dinge, manche bevorzugen Vertrautes. Beide Extreme (und natürlich alles dazwischen) sind vollkommen okay.
Ich find es jedenfalls deutlich netter, wenn ich zusammen mit einer kleinen Gruppe eine Band hör die mir eine vollkommen neue musikalische Erfahrung verschafft. Das macht mich aber keinesfalls „besser“ als jemanden, der lieber in einer großen Gruppe die Sachen hört die alle bereits kennen und lieben. Aber auch nicht schlechter, und schon gar nicht weniger leidenschaftlich. Ganz im Gegenteil, wenn ich eine besonders coole Band entdecke werde ich glatt missionarisch und drücke sie jedem auf’s Auge der oder die nicht schnell genug wegrennt.

Phoenix
Phoenix(@phoenix75)
Vor 6 Monate

Dynamic pricing wird durchaus von den Künstlern beeinflußt. Die legen nämlich die untere und obere Grenze der Ticketpreise in Übereinstimmung mit den Ticketanbietern fest. Das hatte ich neulich in irgendeinem Artikel in der FAZ oder der Zeit gelesen. Nur finde ich den leider nicht mehr, sonst hätte ich ihn verlinkt. Insofern ist hier durchaus eine Mitschuld bei den Künstlern zu suchen, was diesen Ticketwucher angeht.
Ich persönlich halte ohnehin nichts von großen Konzerten und von den Eventim-Abzockern erst recht nicht. Kleine, feine und familiäre Konzerte, ohne großartiges Gedränge und Eintrittspreise, die human sind, sagen mir da weit mehr zu.

Yttrium
Yttrium(@yttrium)
Antwort an  Phoenix
Vor 6 Monate

Ich persönlich halte ohnehin nichts von großen Konzerten und von den Eventim-Abzockern erst recht nicht. Kleine, feine und familiäre Konzerte, ohne großartiges Gedränge und Eintrittspreise, die human sind, sagen mir da weit mehr zu.

Ja dann, auf zum Spontis-Veranstaltungskalender und dort besagte kleine Konzerte eintragen! Wenn Du viel auf solche gehst hast Du ja da einen guten Überblick. :)

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