5 Mai

Klaus Farin: Männer sammeln Platten, Frauen hören sie

Kategorie: Vernetzt — Jahrgang: 2010Keine Kommentare

Wie auf­merk­same Leser mei­nes Blogs bereits beob­ach­tet haben dürf­ten, ver­linke ich schon seit gerau­mer Zeit auf das Archiv der Jugend­kul­tu­ren e.V. in Ber­lin, die ich durch meine Mit­glied­schaft unter­stütze und so natür­lich auch von den dazu­ge­hö­ri­gen kos­ten­lo­sen Publi­ka­tio­nen und Recher­che­mög­lich­kei­ten pro­fi­tiere. »Das Ber­li­ner Archiv der Jugend­kul­tu­ren e. V. exis­tiert seit 1998 und sam­melt – als ein­zige Ein­rich­tung die­ser Art in Europa – authen­ti­sche Zeug­nisse aus den Jugend­kul­tu­ren selbst (Fan­zines, Flyer, Musik etc.), aber auch wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten, Medi­en­be­richte etc., und stellt diese der Öffent­lich­keit in sei­ner Prä­senz­bi­blio­thek kos­ten­frei zur Ver­fü­gung.« Klaus Farin, den man lie­be­voll Chef getauft hat, ist jetzt in einer Aus­gabe des Selbst­aus­lö­sers auf Spree­blick auf­ge­taucht und erzählt vom Archiv und der Arbeit und ist berich­tet damit anschau­li­cher über das Archiv, als es das geschrie­bene Wort über­haupt ver­mag. Wem auf dem Bild nur ein obsku­rer und wun­der­li­cher alter Mann auf­fällt, sollte sich die Zeit neh­men zu betrach­ten, was dahin­ter steckt. »Män­ner sam­meln Plat­ten, Frauen hören sie

Klaus Farin ist seit seiner frühesten Jugend begeisterter Sammler, nicht nur obskurer Punkplatten, sondern auch der zugehörigen Fanzines. Über die Jahre hat der Autor und Journalist quasi nebenbei eine einzigartige Fachsammlung aufgebaut, deren Umfang unaufhörlich heran wuchs. Als er nur noch mit der Verwaltung und dem Verleih seiner raren Schriften beschäftigt war und sie sie aus diesem Grund an Universitäten abgeben wollte, traf Klaus nur auf Unverständnis und entschloss sich, entgegen seiner ursprünglichen Absicht, die Hefte nicht ihrem Schicksal zu überlassen, sondern ihnen ein eigenes Archiv zu widmen. Und wie das heute, 12 Jahre später aussieht, erzählt Klaus, Gründer und Leiter des Archives der Jugendkulturen, dem Selbstauslöser. (Quelle: Spreeblick)

Mit eini­gen Wer­ken aus dem Archiv habe ich mich ja bereits ein­ge­hen­der beschäf­tigt, die Rezen­sio­nen für Die Gothics, 50 Jahre Bravo oder auch Keine Zukunft war ges­tern ste­hen noch aus, ebenso wie ein Besuch des Archivs in Ber­lin. Ich darf behaup­ten, der Mann kennt sich mit Jugend­kul­tu­ren aus und weiß auch dar­über zu erzäh­len — das kommt immer wie­der in den Bücher rüber, an denen er mit­ge­ar­bei­tet hat.  Das Archiv enga­giert sich dar­über hin­aus in zahl­rei­chen Pro­jek­ten auch für die För­de­rung des Jugend­ver­ständ­nis­ses, betreibt Auf­klä­rung an Schu­len und ande­ren Päd­ago­gi­schen Ein­rich­tun­gen. <werbung>Für 48€ im Jahr unter­stützt man nicht nur eine gute Sache, son­dern erhält dar­über hin­aus noch 2 Publi­ka­tio­nen des Archivs im Jahr kos­ten­los nach Hause. Unter­stüt­zens­wert finde ich das jeden­falls und würde mich freuen, wenn der ein oder andere das auch so sieht.</werbung>

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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