4 April

4. April 1775 - Deutschlands letzte Hexe wird zum Tode verurteilt

Kategorie: Hintergründe — Jahrgang: 201114 Kommentare

Schiltacher Flugblatt zur HexenverbrennungWegen Teu­fels­buhl­schaft wurde der Haus­magd Anna Schwe­ge­lin am 4. April 1775 der Pro­zess in Kemp­ten im All­gäu gemacht. Sie wurde vom freien kai­ser­li­chen Land­ge­richt zum Tode mit dem Schwert ver­ur­teilt, das am 11. April voll­streckt wer­den sollte. Doch dazu ist es nie gekom­men.
In ihrem Pro­zess sagte sie aus, mit dem Teu­fel im Bunde zu ste­hen, bestritt aber, jemals einen Scha­dens­zau­ber aus­ge­übt zu haben. Gestützt auf die Con­sti­tu­tio Cri­mi­na­lis Caro­linabefand das Gericht sie der Teu­fels­buhl­schaft für schul­dig und ver­ur­teilte sie. Dem Ein­fluss eines Beicht­va­ters ist es wohl zu ver­dan­ken, dass der Ter­min zunächst ver­scho­ben und dann auf­ge­ho­ben wurde. Sie ver­blieb bis zu ihrem Tode 1781 im Gefäng­nis Kemp­ten.
Erst 1995 fand man her­aus, dass die Voll­stre­ckung des Urteils aus­ge­blie­ben war, denn die Ori­gi­nal­ak­ten befin­den sich seit dem in Ori­gi­nal­be­sitz und waren über einen lan­gen Zeit­raum nicht zugäng­lich. Anna Maria Schwe­ge­lin ist dem­nach nicht das letzte Todes­op­fer der Hexen­ver­fol­gung in Deutsch­land und den­noch steht ihre Ver­ur­tei­lung sym­bo­lisch für das Ende der Hexen­ver­fol­gung.
Die Hexen­ver­fol­gung hat in Deutsch­land bis dahin ein bei­spiel­lose Tra­di­tion, so schätzt man das rund 25.000 Men­schen1 auf­grund ver­meint­li­chen Hexen­wer­kes ver­ur­teilt und hin­ge­rich­tet wur­den. Man berief sie dabei auf die Schrif­ten der Bibel die besa­gen, »Ihr sollt nicht Wahr­sa­ge­rei noch Zau­be­rei trei­ben»2 und unmiss­ver­ständ­lich zur Ver­fol­gung und Tötung auf­ru­fen: »Eine Hexe sollst du nicht am Leben las­sen.»3
Immer wenn man nach Erklä­run­gen für Dinge suchte, die man nicht ver­stand, wur­den Schul­dige gesucht. Allein leben­den Frauen, die sich durch ihren Stand von der Gesell­schaft aus­grenz­ten, eig­ne­ten sich in den Augen der Bevöl­ke­rung am bes­ten. Beson­ders wäh­rend des 30-jährigen Krie­ges (1618−1648) wütete die Hexen­ver­fol­gung. Seu­chen, Krieg und Zer­stö­rung, Miss­ern­ten und ein beson­ders kal­ter Win­ter sorg­ten für Hys­te­rie in der Bevöl­ke­rung die aus Angst in Zügen bei­spiel­lo­ser Selbst­jus­tiz Hexen »ent­larv­ten« und der Obrig­keit zuführ­ten.
Um her­aus­zu­fin­den, ob es sich tat­säch­lich um eine Hexe han­delte, führt die Obrig­keit obskure Tests durch, die soge­nann­ten Hexenproben:

  • HexenprobeWas­ser­probe
    Im soge­nann­ten Hexen­bad wur­den ange­klagte Frauen gefes­selt und in Seen und Flüs­sen ver­senkt. Schwamm die Beklagte oben, so war sie schul­dig, denn man ging davon aus, das Hexen Was­ser absto­ßen würden.
  • Feu­er­probe
    Man fügte der Hexe Ver­let­zun­gen in Form von Ver­bren­nun­gen zu. Blieb die Hexe unver­letzt, oder heilte ihre Ver­let­zung bin­nen kür­zes­ter Zeit, so galt ihre Schuld als bewiesen.
  • Nadel­probe
    Bei der Hexe wurde das soge­nannte Hexen­mal gesucht, bei dem es sich um eine auf­fäl­lige Kör­per­stelle han­deln könnte. Man ging davon aus, das die Hexen mit dem Teu­fel im Bunde stan­den und der sei­nem Bünd­nis­part­ner ein Zei­chen auf­ge­drückt hatte. Die Kör­per­stelle sollte schmer­zu­n­emp­find­lich sein und man behaup­tete, aus ihr könne kein Blut flie­ßen. Fand man bei einer Beklag­ten ein sol­ches Mal, wurde es durch den Scharf­rich­ter mit Nadel trak­tiert. Floß kein Blut oder emp­fand die Hexe kei­nen sicht­ba­ren Schmerz, war sie schuldig.
  • Trä­nen­probe
    »Hexen kön­nen nicht wei­nen.« Diese Ver­mu­tung wurde auf die Probe gestellt und die Hexen auf­ge­for­dert zu wei­nen. Kam es nicht zum erwar­te­ten Trä­nen­fluss, so galt die Hexe als überführt.
  • Wie­ge­probe
    Auf der Hexen­waage wog man die Frauen, um sie als Hexe zu über­füh­ren. Ent­sprach das Gewicht nicht einer vor­her fest­ge­leg­ten Zahl, kam es zur Anklage. Dabei war es uner­heb­lich, ob die Hexe schwe­rer oder leich­ter war. War sie schwe­rer, so sagte man, der Teu­fel hätte die Waage ver­hext, war sie leich­ter, so war sie eben­falls als Hexe über­führt, ging man doch davon aus, das Hexen oben schwim­men (Was­ser­probe) und dem­nach so leicht wie Holz sein müssten.
Hexenverbrennung 1571

Hexen­ver­bren­nung 1571

War der die Hexe im Sinne der Anklage schul­dig, musste sie nur noch geste­hen4 — was durch Fol­ter meist erreicht wurde — um dann auch noch Mit­schul­dige zu nen­nen. Denn meist ging man von »Hexen­meis­tern« aus, unter deren Ein­fluss die Frauen stan­den. Die unter wei­te­rer Fol­ter erzwun­ge­nen Namen führ­ten zu wei­te­ren Ver­ur­tei­lun­gen (Ket­ten­pro­zesse). Letzt­end­lich wur­den die Hexen auf dem Schei­ter­hau­fen ver­brannt, als Akt der Gnade sah man das vor­he­ri­gen Ent­haup­ten, die Erdrosselung oder das Umhän­gen eines mit Schwarz­pul­ver gefüll­ten Säckchens.
Schon früh formte sich auch inner­halb der Kir­che Wider­stand, so schrieb bei­spiels­weise  Johann Mey­fart, Theo­loge und Päd­agoge 1632: »Jet­zige Pro­zesse machen viel Tru­ten (Hexen) […]Ist denn der Leib des Men­schen so ein schlech­tes Geschöpff[…]? Daß er ohne Beden­cken leicht­lich zu ver­stöh­ren und ihr darzu rathen dürffet? Ich erzit­tere fast in mei­nen Glie­dern, wann ich in mei­nem Sin­nen heim­lich nach­for­sche,  wie doch einem armen Manne oder Weibe das in ihrem Gewis­sen der Unschuld ver­si­chert ist, zu Gemüte sey. Mir ist nicht anders zu Sin­nen, als wenn Gott mir armen Die­ner saget: Errette die, so man töten will.« Seine und viele andere Schrif­ten fie­len aller­dings der Zen­sur der Kir­che und spä­ter der Wei­ge­rung der Ver­lage, diese zu dru­cken, zum Opfer.
Und obwohl die meis­ten Gräu­el­ta­ten zwi­schen 1450 und 1750 statt­fan­den, ist das Schema der Hexen­ver­fol­gung bis heute in einige Län­dern wei­ter­hin aktiv. Zwi­schen 1998 und 1999  wur­den in Indo­ne­sien 120 Men­schen als Hexen ermor­det. In Indien wur­den zwi­schen 2001 und 2006 rund 400 Men­schen unter Hexe­rei­vor­wür­fen umge­bracht und im Januar 2007 wurde drei Frauen im mehr­heit­lich katho­li­schen Ost­ti­mor als Hexe beschul­digt und ermor­det.
Die Kir­che hüllt sich in Schwei­gen. Johan­nes Paul II. schloss zwar in sei­ner Schuld­er­klä­rung im Jahr 2000 »Mea Culpa« alle ein, denen im Name der Kir­che Unrecht getan wurde, aber bis auf eine Stel­lung­nahme der Evangelisch-Lutherischen Kir­che in Bay­ernaus dem Jahr 1997 ist bis­lang nichts zu fin­den. Immer­hin tra­gen die Medien seit etwa 1964 zur Roman­ti­sie­rung des Hexen­tums bei, in »Ver­liebt in eine Hexe« (1964−1972) oder auch in jugend­lich getrimm­ten Hexen­ver­kör­pe­run­gen wie »Sabrina — total ver­hext!«, »Buffy« oder »Char­med« wer­den Hexen meist als lie­bens­werte und harm­lose Men­schen dar­ge­stellt, die sich mit ihrer Macht für das Gute ein­set­zen und das Böse bekämpfen.

  1. Lese dazu auch den Arti­kel bei Wiki­pe­dia, der zwar nicht aus­rei­chend belegt erscheint, aber den­noch einen guten Über­blick aus sta­tis­ti­sche Sicht bie­tet — Abge­ru­fen am 3.4.2011 — http://de.wikipedia.org/wiki/Hexenprozess []
  2. 3. Buch Mose 19,26; bibleserver.com []
  3. 2. Buch Mode 22,17; bibleserver.com []
  4. Zu die­ser Zeit musste ein Ange­klag­ter seine Taten geste­hen um über­haupt ver­ur­teilt oder hin­ge­rich­tet wer­den zu kön­nen []

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Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch auf Facebook und Google+ oder auch bei Twitter.

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14 Kommentare

  1. Sehr inter­es­san­ter und infor­ma­ti­ver Artikel :)

  2. Sehr infor­ma­tiv.
    Ich emp­fehle Dir die aktu­elle (oder doch die erste?) Zillo Medi­eval. Da ist ein gro­ßer Bericht zum Hexen­tum drin (und in der ande­ren Aus­gabe etwas über Artus)

  3. Ers­ter Gedanke bei der Über­schrift: Sie hat­ten die Fal­sche!
    Die echte Hexe lebt noch und unter­rich­tet an mei­ner Schule das Fach Deutsch!

    (Ja, das war unproduktiv.)

  4. @ARSianerin

    …unpro­duk­tiv, aber lus­tig :-) (Das war jetzt auch unproduktiv)

  5. Wer sich noch mehr in die Mate­rie hin­ein­le­sen möchte und wis­sen will, wie­viele leh­rende Weibs­bil­der auch in Wirk­lich­keit Hexen sind, dem emp­fehle ich die Lek­türe des Mal­leus Male­fi­carum, dem sog. »Hexen­ham­mer« des Domi­ni­ka­ners Hein­rich Kramer.

    Ein allzu amü­san­tes Büch­lein über ein weni­ger amü­san­tes Kapi­tel christ­li­cher Vergangenheit.

    (Das war schon wie­der etwas produktiver)

  6. Die Hexen­pro­ben sind echt krass. Man hatte ja wirk­lich kaum eine Chance! Und dass man als Hexe nicht wei­nen kann ist mal ein ganz neuer Punkt. Man könnte damit ja den Grauzone-Song neu ver­to­nen: »Hexen müs­sen nie wei­nen…»
    Wirk­lich infor­ma­ti­ver Bei­trag — danke!

    (auch nicht son­der­lich produktiv)

  7. Vie­len Dank für eure Kom­men­tare, es freut mich immer sehr, wenn auch infor­ma­tive Bei­träge Gehör fin­den, auch wenn die eher zwi­schen unpro­duk­ti­vi­tät und Pro­duk­ti­vi­tät schwan­ken, doch das Urteil über­lasse ich dem geneig­ten Leser. Viel­leicht wer­den wir zu einem geeig­ne­ten Zeit­punkt einige Pro­ben an sich anbie­ten­den Kan­di­da­tin­nen aus­pro­bie­ren. Frei­wil­lige vor.

    (total unpro­duk­tiv, wollte nur höf­lich sein)

  8. Inter­es­sant in die­sem Zusam­men­hang ist auch die Frage warum der Ver­fas­ser des Hexen­ham­mers über­wie­gend Frauen der Hexe­rei beschul­dig­ten und weni­ger die Män­ner als Hexer … z.B.: laut alten Urkun­den zufolge häuf­ten sich im 15./16. Jahr­hun­dert die Auf­lö­sun­gen von Ehe­ver­spre­chen. So sah es Kra­mer als erwie­sen an das Män­ner öfter Opfer von Behe­x­un­gen waren, weil beim Mann natur­ge­mäss die geschlecht­li­che Betä­ti­gung leich­ter zu ver­hin­dern ist als bei der Frau … die Hexen­ver­fol­gun­gen sind für mich ein kran­ker Mas­sen­wahn aus­ge­löst durch see­li­sche Aus­nah­me­zu­stände und ver­brei­tet durch »geis­tige« Ansteckung.

    (wollte auch mal pro­duk­tiv kommentieren)

  9. […]weil beim Mann natur­ge­mäss die geschlecht­li­che Betä­ti­gung leich­ter zu ver­hin­dern ist als bei der Frau[…]

    So etwas kann man auch nur als Mönch von sich geben. Wel­che Ver­hin­de­rung da wohl gemeint war…

    […]die Frage warum der Ver­fas­ser des Hexen­ham­mers über­wie­gend Frauen der Hexe­rei beschuldigten[…]

    Das ver­stärkt von Hexen gespro­chen wird, wird dann schlüs­sig, wenn man ein­mal die Frau­en­rol­len wäh­rend der gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lung hin zu der unse­ren ver­folgt. Auch wenn sich die Argu­mente an der Ober­flä­che wan­del­ten, so war die Frau doch im Kern seit vie­len Epo­chen nur ein Geschöpf zwei­ter Klasse. Wobei, was sage ich »war«. Schaut man selbst heute noch in so man­che Köpfe, so könnte sich die Frau glück­lich schät­zen, wenn sie über­haupt die zweite Klasse innehätte.

    Die Hexen­ver­fol­gung oder über­haupt das Instru­ment der Inqui­si­tion war vor allem eines: lukra­tiv. So wie jede groß­flä­chige Brand­ro­dung auf­grund blo­ßer Beschul­di­gung. Schließ­lich brauchte man sich bei der Argu­men­ta­tion für die Schuld kaum Mühe geben. Eben­so­we­nig bei dem Ver­such seine Unschuld zu beweise. Wurde ein­mal auf einen gezeigt, so war man ohne­hin schon tot. Und brauchte sich nur noch über­le­gen, wie das gesche­hen soll.

    Zumal diese sys­te­ma­ti­sche Hetze, die sich auf Miss­gunst und Panik­ma­che einer domi­nan­ten Obrig­keit stützt, die Kir­che nicht allein als Patent besitzt. Bei den 50´er-Jahre-Amerikanern war es die Beschul­di­gung als Kom­mu­nist, die Aus­bür­ge­rung oder Inhaf­tie­rung aus­löste. Im Frank­reich der Revo­lu­tion brand­markte man Riva­len als wohl­ha­bend, um sie vom Feil­beil ent­sorgt zu wis­sen. In Deutsch­land genügte eine jüdi­sche Nase, um unfrei­wil­lig sei­nen Besitz und Leben dem Staate zu spen­den. Im zeit­glei­chen Russ­land ein ver­meint­lich kri­ti­schen Wort. Irgendwo bei Kam­bo­dscha rode­ten die Roten Khmer über jene, die mit der Schuld zum Intel­lekt ver­se­hen wurden…und so weiter…und so fort. Ich möchte nicht lang­wei­len. Son­dern nur sagen, dass kran­ker Mas­sen­wahn und geis­tige Anste­ckung keine Aus­nah­me­zu­stände sind. Die­ses bro­delt immer und überall.

    Doch zurück zum Thema. Berichte bezeuge ja, dass ver­meint­li­che Hexen durch­aus einen gerech­ten Pro­zess beka­men, um ihre Unschuld zu bezeu­gen.
    Wie in jenem Fall: http://www.youtube.com/watch?v=zrzMhU_4m-g

  10. @guldhan: Tref­fend for­mu­liert alter Freund :) Ich hätte es nicht bes­ser, nein… ich könnte es nicht bes­ser aus­drü­cken. Die Eman­zi­pa­tion der Frau ist noch lange nicht in alle Teile des Glo­bus gedrun­gen und selbst hier­zu­lande gibt es dies­be­züg­lich auch noch eini­gen Nach­hol­be­darf. Und im Unter­grund for­mie­ren sich schon wie­der gegen­läu­fige Modelle, in denen die Frau wie­der unge­hemmt ihrer mit­tel­al­ter­li­chen Rolle fröhnt. Dem­nach lässt sich die Rolle der Frau im Zei­chen der Hexe von meh­re­ren aktu­el­len Sei­ten betrach­ten. Neh­men wir Wicca, die Jung­he­xen und Neu­he­xen, die sich bewusst mit Ritua­len und Mythen der Hexen beschäf­ti­gen und aus dem Wis­sen her­aus sich in einen Rand­be­reich der Gesell­schaft stel­len in dem sie ste­hen möch­ten. Dann haben wir die Frauen, die immer noch den­ken das die Nach­ba­rin eine merk­wür­dige Per­son ist und unter­be­wusst mit dem Begriff Hexe koket­tie­ren. Ja, selbst Frauen tun das. Und als letz­ten Bereich gibt es die Frauen, die Wis­sen was Hexen sind und unter­be­wusst auch auf­ge­klärt sind, sich aber bewusst in eine Frau­en­rolle fügen, die sich eher mit dem zwei­ten Typus zu iden­ti­fi­zie­ren scheint.

    Wie ist das eigent­lich bei Hex­ern? Gel­ten die als beson­ders männ­lich oder trei­ben sie die Rolle des Man­nes in gefähr­lich ver­ruchte Kanäle?

  11. Beim Faschings­um­zug in Düs­sel­dorf, den ich heute am 20.2.12 im Fern­se­hen sah, wurde gesagt, dass im Jahr 1956 in Düs­sel­dorf die letz­ten zwei »Hexen« ver­brannt wur­den. Das ist doch unfassbar!!!

  12. Inter­es­san­ter Arti­kel, der das ziem­lich gut zusam­men­fasst wasi ch nir in mühe­volls­ter Klein­ar­beit zusam­men­ge­sucht habe. Wäre damals schon­mal ne gute Orie­tie­rungs­hilfe gewe­sen für meine MSA Prü­fung. Schade eigentlich^^

  13. @Heidi Stolle: Gibt es zu der Behaup­tung ent­spre­chende Quel­len? Ich kann mir im Moment nur vor­stel­len, dass es sich hier um eine symbolisch-karnevalistische Ver­bren­nung gehan­delt hat, bei der even­tu­ell die zu die­ser Zeit weit ver­brei­te­ten Hexen­fi­gu­ren auf Umzugs­wa­gen ver­brannt wurden.

    Der letzte Hexen­pro­zess in Düs­sel­dorf fand 1738 statt. Die 14-jährige Helene Cur­tens und ihre Nach­ba­rin Agnes Olmanns wur­den von Zeu­gen belas­tet, als Hexen tätig zu sein. Helene Cur­tens gibt zu, einen Bund mit dem Teu­fel ein­ge­gan­gen zu sein. Agnes Olmanns wird gefol­tert, bis auch sie eine ähnli­che Aus­sage gemacht. Ein Gericht in Düs­sel­dorf ver­ur­teilt bei­dem zum Tode durch Ver­bren­nen. (Quelle: http://www.duesseldorf.de/stadtmuseum/sammlung/anlagen/museumszeitung04.pdf)

    @Kathi: Du soll­test Dich inten­si­ver mit spontis.de beschäf­ti­gen :) Hexen­ver­bren­nung für eine Prü­fung ist ein inter­es­san­tes Thema, ich nehme an, du hast bestanden?

  14. Hallo Robert, das kann ich dir nicht sagen, ob es Quel­len zu die­ser Behaup­tung gibt. Lei­der habe ich das nicht selbst gehört, son­dern mein Mann.
    Ich selbst ver­mute auch, dass es mehr mit dem Kar­ne­val zu tun hat, aber wer weiß…?

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  1. […] April steht bei Spon­tis ganz im Zei­chen der Hexen, 1775 wurde in Deutsch­land die letzte Hexe ver­ur­teilt, die nur knapp ihrem töd­li­chen Schick­sal ent­kom­men ist. 200 Jahre spä­ter ist nicht […]