Video-Love-Story: Jaci und Martin beim legendären Simple Mode Konzert

12

Die beiden Gruftis Jaci und Martin haben schon vor Monaten von dem bevorstehenden Konzert von Simple Mode in Leipzig gehört und verzweifelt versucht, Karten für das Konzert zu ergattern. Mit der Band sind sie aufgewachsen! Mit Simple Mode haben sie zu sich gefunden und wurden Gruftis! Endlich wollen sie die Gelegenheit ergreifen, ihre Helden, die Jaci noch nie live, hautnah zu erleben. Doch am Tag, an dem der Vorverkauf startet, läuft alles schief und es dauert nur Minuten, bis alle Tickets restlos vergriffen sind. Die beiden sind am Boden zerstört. Es scheint aussichtlos!

In der Sachsenklinik in Leipzig ist Dr. Globisch derweil aus dem Häuschen. Bei einem Gewinnspiel hat sie zwei Karten für Simple Mode gewonnen, die Band, die sich in ihrer Jugend gründete und die sie über all die Jahre irgendwie musikalisch begleitet haben. Die nochmal Live sehen? Euphorisch sucht Dr. Globisch nach Begleitung, doch niemand ihrer Kollegen in den weißen Kitteln scheint Interesse zu haben. In einem letzten Akt der Verzweiflung bietet sie die Karten im Internet zum Verkauf an, in der Hoffnung, wenigstens jemand anderen glücklich zu machen…

Hier scheinen sich die Wege der Schicksale zu kreuzen, denn Martin findet die Karten von Dr. Globisch im Internet und schlägt diesmal direkt zu, um nicht schon wieder leer auszugehen. Noch am selben Tag wird eine Abholung vereinbart. Zufälligerweise ist ein Kamerateam anwesend, das den Alltag im Krankenhaus dokumentieren will und filmt Dr. Globischs Dilemma und die beiden glückliche Gruftis aus Leipzig. Als ich folgende Aufnahmen in der Serie „In aller Freundschaft“ dann sah war klar, dass ich Jaci und Martin zu einem Interview bekommen musste!

Das Interview – Wie war das Konzert?

Spontis: Ihr seid ja glühende Fans von Simple Mode, der legendären Kultband der 80er Jahre und wart bestimmt heilfroh, als ihr noch Karten bekommen habt. Was verbindet ihr mit „Eurer“ Band und wie habt ihr Euch gefühlt, als der Traum in Erfüllung ging?

Martin: Simple Mode verfolgen mich seit meiner grauen Jungendzeit. Die erste Platte erreichte mich mit 14 Jahren und mit den Liedern „Owl and the Cave“ oder ‚‘She go away“ eroberten sie mein Herz. Leider fanden es meine Eltern nicht besonderes dolle, dass ich nicht als schnösiger normaler Bürger heranwuchs… mein Kleiderschrank wurde immer mehr in tiefen dunklen Sachen getauft. Du hättest Mal mein Zimmer sehen sollen, überall hingen Poster von Simple Mode und natürlich umgedrehte Kreuze und Grablichter. Sogar meine 3 Mäuse hatte ich nach ihnen benannt. Meine Eltern rieben sich an jedem Klischee das ich erfüllte, doch dies ließ mich kalt. Mit 18 fühlte ich mich dann endlich frei! Das erste Konzert an der Küste direkt am Strand – Simple Mode starteten ihr Konzerttour von dort aus! Es gibt keine Worte, es zu beschreiben, man muss es einfach erleben. Seit dem Konzert begleitet mich diese Band in allen Lebenslagen. Als ich Jaci auf einer kleinen Wave/Post Punk Party kennenlernten, wurde uns klar, wie viel uns mit Simple Mode verbindet.

JaciBereits mit 13 fing ich an Simple Mode zu hören damit meine Eltern wahnsinnig zu machen. Ich zog mich schwarz an, schminkte meine Augen dunkel und traf mich mit „viel zu alten Freunden“, wie es meine Eltern immer mahnten, um gemeinsam bei Kerzenschein den Klängen von Simple Mode zu lauschen. Die Band begleitet mich seitdem durch alle Lebenslagen. Ich glaube, als Martin und ich uns kennen lernten und heraus fand, dass er ebenso ein großer Fan ist, wusste ich, dass er der Richtige ist. Seitdem vergeht kein Abend, an dem wir nicht die alten Scheiben auflegen!

Martin: Wir hörten beide in unserem Lieblings-Clubs davon, dass sie bald in Leipzig spielen würden. Nachdem wir den Vorverkauf so unglücklich verpasst hatten, weinte Jaci innerlich. Das konnte ich spüren, obwohl sie äußerlich versuchte die Fassung zu wahren. Ich setzte ich alles auf eine Karte, durchforste das Internet bis in die letzten dunklen Ecken. Dann machte es plötzlich „Bing“ und Im Browser erschien eine Nachricht, es sind zwei Konzertkarten bei Eventschummel.de vorhanden. Klick Klick Klick… Meins! Voller Vorfreude rief ich Jaci an, um diese exklusive Neuigkeit mit ihr zu teilen. Sie hüpfte und kreischte förmlich durchs Telefon! Übergabeort war dann am Konzerttag bei der Sachsenklinik, eine Dr. Globisch sollte uns empfangen. 

Jaci: Ja, es war wirklich ein Traum, der in Erfüllung ging, als Martin entdeckte, dass Frau Dr. Globisch die Karten im Internet los werden wollte! Simple Mode haben das letzte Mal in Deutschland gespielt, als ich leider noch zu jung war und mich meine Eltern nicht auf das Konzert haben gehen lassen, sodass ich meine absolute Lieblingsband noch nie live sehen durfte! Als wir nun auch den Vorverkauf für das Konzert in Leipzig verpasst hatten, war ich am Boden zerstört! Umso glücklicher war ich, als Martin mich am Tag des Konzertes vormittags anrief und mir sagte, er hätte im Internet zwei Karten gefunden! Und als wir die am Ende sogar von der netten Ärztin geschenkt bekamen, war ich so erstaunt und happy, dass ich kein Wort mehr heraus bekam. 

Spontis: Jetzt mal raus mit der Sprache! Wie war denn das Konzert?

Jaci: Das Konzert war einfach fantastisch! Simple Mode haben die ganzen alten Klassiker gespielt – von „Don’t you enjoy the silence?“ über „Alive and Kicking Jesus!“ Aber mein Highlight war natürlich als Sänger Dave Kerr sein Hemd auszog – das war zum Dahinschmelzen! Schließlich habe ich schon, seit ich 13 bin immer davon geträumt ihn mal live zu sehen und vor allem als Teenie seinen Bravo Starschnitt über dem Bett angehimmelt! Es war ein einmaliges Erlebnis mit tausenden anderen Fans die 80er aufleben zu lassen und ich hoffe, Simple Mode werden irgendwann nochmal nach Deutschland kommen – schließlich sind sie auch nicht mehr die jüngsten!

Martin: Das Konzert war einfach wunderschön, diese familiäre Atmosphäre unter Gleichgesinnten…wow! Simple Mode spielten nicht nur Klassiker, es gab auch richtige Diamanten. Bei einem der Lieder packte sich jeder der Bandmitglieder einen schwarzen Blumenstrauß und warfen diese in die Menge. Leider nicht in unsere Richtung. Schade. Simple mode ließen die 80’er förmlich aufleben, ein wirklich beeindruckendes Konzert. Wir zwei sind gespannt und hoffe, wann und wo das nächste Konzert stattfindet.

Anmerkung: Wer Spontis jetzt anschreibt und wissen will, wo Simple Mode das nächste mal spielt, wird entgruftet. Jaci und Martin habe eine kleine Gastrolle in der ARD-Serie angenommen, die Gegenstand dieser Geschichte ist. Ich bedanke mich bei Beiden, die diesen Spaß mitgemacht haben und sich ihre Interview so kreativ ausgedacht haben.

Spontis Treffen 2017 - Orphi Eulenforst
Gruftis haben viele Schokoladenseiten – Jaci und Martin auf dem Spontis-Treffen 2017
Robert
Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

12
Hinterlasse einen Kommentar

avatar
 
Foto und Bilder Dateien
 
 
 
Audio und Video Dateien
 
 
 
  Abonnieren  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich bei:
The Drowning Man
Gast
The Drowning Man

Aaah….Simple Mode! F…ng Awesome and veeery underrated!

T.S.
Gast
T.S.

Ach ja, das waren noch Zeiten! Aber komischerweise konnte ich mit denen nie wirklich richtig was anfangen, da waren mir Duran Talk und Joy Order irgendwie näher. Wenn die mal wieder live auftreten würden, dann würde ich meine Konzertkarten aber gleich bei Dr. Brinkmann in der Black Forest Clinic ordern – sicher ist sicher…
Um dann bei authentischen Welthits und Szene-Fetzern a la „Living in another film“, „Hungry like a shame“ und/oder „Blue will tear us apart“ und „She’s lost faith“ abzugehen – ach, wär des schee…
Ob ich das noch mal erleben darf? Ich grufte mich auch dafür wieder mal auf, großes Goth-Ehrenwort!
Und wenn sich noch jemand erinnert, Siouxsie Boa & The Mercy Chain waren ja auch mal absolut kultig, damals…
Naja, aber letztendlich alles nix gegen Fraktus, die ja bekanntermassen elektronische Musik und NDW in Deutschland erst möglich machten…
Knorke!

Tanzfledermaus
Autor

Hmmm… also als Video-Love-Story geht das hier aber nicht durch…
Da hab ich doch etwas mehr erwartet als die paar Sekunden Einblendung der beiden. Schade eigentlich, da hätte man ihrer Begeisterung mehr Raum geben sollen, dass sie nun doch die ersehnten Karten bekommen haben – und dazu auch nichts zu zahlen brauchen. Einfach einstecken und mal kurz schmunzeln, dass es gratis war, da kommt für mich zu wenig echtes „Fan-Sein“ durch ;-)

Tanzfledermaus
Autor

Gerade gesehen: das Video wurde inzwischen auch aus Urheberrechtsgründen gesperrt…

Markus
Gast
Markus

Hurra. Nun sind „wir“ endlich auch in Vorabendserien des öffentlich-rechtlichen angekommen, salonfähig, gleichberechtigt und voll gesellschaftlich integriert. Ein Meilenstein soziokultureller Entwicklung, gefördert mit Geldern der Gebührenzahler, die vor Jahrzehnten noch ihre Rundfunkgebühren lieber dafür aufgewendet hätten, uns durch gezielten Aufkauf von Haarspray-Konzern-Aktien die Lebens…äh…Styling-Grundlage zu entziehen.

Nun sind sie vorbei, die Zeiten hämischer Hetze von BILD!, Bravo, Quick und Bunte, in denen wir zu Satansjüngern, Teufelsanbetern, Katzenschlachtern und pubertierenden Rebellen herabgewürdigt und denunziert wurden. All die Jahre voller verschreckter, schiefer, grimmiger Blicke ungnädiger Mitbürger, die wir ertragen mußten, wenn wir mit klirrendem Blechschmuck und langen, toupierten Ponyfransen im Gesicht mit nadelspitzer Fußkleidung durch Einkaufszentren und Fußgängerzonen schlichen – sie waren es wert. Endlich sind wir zielgruppentauglich geworden, massentauglich, vorzeigbar. Und doch noch immer der kleine, exotische Anblick, der den aufgeklärten Zuschauer wohlig erschauern läßt – solange nur der eigene Sohn, die eigene Tochter SO nicht nach Hause kommt. Und das alles nur ganze 30 Jahre nach dem Höhepunkt schwarzer Subkultur! Die ARD bereitet unserem Martyrium ein Ende! Welch eine Errungenschaft, welch ein Fortschritt der Menschheit! Und sie bewegt sich doch! Simple Mode sei Dank! Es lebe die Republik! *gähn* *Ironiemodus aus* :o)

Für alle, die Arztserien unerträglich finden: Bei Min. 15:07 geht’s los. An die beiden Protagonisten: Schicke „Trad“-Outfits. Da möchte man ja gleich selbst noch mal. Ich hab da doch, irgendwo im Kleiderschrank… *seufz*

Markus
Gast
Markus

PS: Ich freue mich jetzt schon auf Spontis-Artikel und Hintergrundberichte in 20, 30 Jahren, in denen wir dann endlich erfahren werden, daß Jaci und Martin tatsächlich keine Satanisten sind, sondern eigentlich ganz normale Leute mit Job und Schule und so. Nur, daß sie halt voll auf Simple Mode abfahren, aber wirklich im Bett und nicht im Sarg schlafen. Und die Inspiration für ihre „flippigen Outfits“ bestimmt aus den Anfängen des Gothic in den seligen 80ern ziehen, der sich – wie wir alle dank modernem Journalismus ja inzwischen wissen – aus dem ehemaligen Ost-Punk der DDR entwickelt hat. ;o)

black_bat
Gast
black_bat

Danke noch einmal an Robert, für den tollen Artikel von Martins und meinem begeisterten Auftritt und der Chance, auch hier unsere Erfahrung beim Konzert und der Band teilen zu dürfen! ;)

Markus: Danke für die Komplimente – ja, wir sehen wirklich so aus, da war keine Maske oder ähnliches im Spiel. :)
Und, es ist tatsächlich kein Vorabendprogramm, sondern wurde um 21 Uhr auf der ARD ausgestrahlt. „IaF“ erfreut sich vor allem beim älteren Publikum großer Beliebtheit, wie die Einschaltquoten durchblicken lassen. Und tatsächlich wurde ich um das eine oder andere Mal auf den Auftritt angesprochen von Leuten, mit denen ich vorher noch kein Wort gewechselt hatte… ;)
Tatsächlich war es am Set wirklich eine Erfahrung und „gesellschaftsfähig“ sind wie, „die Gruftis“, meiner Emfpindungen nach – vor allem in Leipzig – schon längst geworden. Aber vielleicht liegt dies auch am alljährlichen WGT und dem Wissen der Leipziger, dass die „Schwarzen“ zu Pfingsten, doch „ein sehr friedliches Völkchen“ sind…

T.S.
Gast
T.S.

Wie schon angeführt, da war die alte legendäre Ost-(Post)punk-Truppe Duran Talk (die schliesslich als tru-e Initiatoren des Gothic-Movements gelten, wohlgemerkt!) mit ihrer gloom’n’doomfetzigen Nummer „Living in another film“ ja ganz schön an der Realität dran, oder? Dank des relativ aktuellen Remakes dieses Klassikers namens „Goths on film“ von Blutheilig (seit 13 1/2 Wochen Nr. 1 der aktuellen Hasenscharts) drängt sich doch eine „schwarze“ TV-Doku-Soap zur primetime geradezu auf, nicht wahr?
Und voila, kaum erdacht, schon gemacht (und schnell gefunden): Die Schwarzens, perfekte Vertreter der Fliesentischgrufti-Generation, nette und rustikal-schaurig liebenswerte Nachbarn in einem kleinen Dorf im Umland von Leipzig. Drei Kinder (Bela, Lucrezia und das „weisse Schaf“ der Familie, die blonde Jaqueline – von Mama Morticia, die eigentlich Doreen heisst, wahlweise liebensgewürzig „Schaggeline“ oder „Dusseltrine“ gerufen), die bereits besagte Mutti, treusorgende Hausfrau und eine Ausbildung zur Hairdesignerin durchlaufen, und schliesslich Papa Ronny, etwas wortkarger und in sich gekehrter, aber trinkfester Kfz-Schraub…, äh, Mechatroniker, der früher mal waschechter „Metaller“ war, aber jetzt glühender Nachtstein-, Bono Inc.- und Saltatios Töchter-Fan ist.
Einmal im Jahr zu Pfingsten fährt die ganze Family zur „grossen Sause“ in die nahe gelegene Großstadt, um dort mit dem vom Munde abgesparten Geld (und Muttis ausschweifenden „vampyr-victorianischen“ Phantasie-Kostümen – so zumindest lt. ihres eigenen Dafürhaltens so genannt…) ausgestattet, mal anlässlich des TGW (Treffen der Göthicweefer) die schwarze Sau rauszulassen. Sehr zum Unmut von „Dusseline“, die in ihrer bauchfreien pink „casual“ Streetwear lieber zum „Pfingsthop-Battle“ nach Bautzen gefahren wäre. Familienstreit am Horizont in Sicht. Aber was solls, die TV-Kameras sind schon scharf geschaltet, um die einzig wahren Nachfolger der Addams Family zum mega Event zu begleiten – und die Filmfritzen halten schon beim schiefen Haussegen im Vorfeld händereibend voll drauf…

…und dann passiert’s: die Schwarzens gewinnen den Lotterie-Jackpot, den Schein haben sie übrigens an einem Freitag, den – ätsch – 12. ausgefüllt und erst Samstag, den 13. abgegeben… Anyway, Papa Ronny, der sich jetzt „Lotto-Graf“ nennt, kauft sich gleich als erstens seinen Traum auf vier Rädern, einen doch stark reparaturbedürftigen GAZ-13 Tschaika-Leichenwagen aus russischer Produktion, der einst (angeblich) einem hohen sowjetischen Genossen gehörte, der heute eine aussergewöhnlich staatstragende Position im „neuen“ Russland innehaben soll… – und Mama Dore…, äh Morticia flippt frontal aus!
Alles weitere sehen Sie, verehrte Voyeu…, äh, Zuschauer, demnächst in unserer Serie „Die Schwarzens – eine erschreckend nette Familie“. (Fast) so welche so wie du und ich und denen von nebenan und Hinz’n’Kunz von vis-a-vis… (Herz und Schmerz und Video Love ;-) kommen auch nicht zu kurz, versprochen!)

Flederflausch
Editor

Ich werde […] Jaci und Martin in 20-30 Jahren zu ihrer Vergangenheit befragen :-) Das wäre dann 2038, oder? Gibt es dann eigentlich das Internet noch?

Wir schreiben das Jahr 2038, während autonome mobile Fluggeräte uns zu jeder Zeit in unglaublicher Geschwindigkeit von a nach b bringen und die ersten Kolonien im All gegründet wurden, ist das Internet zu einer zweiten Realität entwachsen, in der Menschen mit ihren Astralkörper wandeln und sich begegnen. Die Grenzen zwischen Realität und der virtuellen Ebene verschwimmt. Dort treffen wir Jaci und Martin, immer noch jung geblieben in einer Endlosschleife auf einem immer fulminanterem Simple Mode Konzert. „Dieses Konzert war so ein besonderer Moment für jeden von uns persönlich und für uns als Paar, dass wir ihn immer wieder erleben wollen.“ sagt Jaci. Martin ergänzt: „Dieses Konzert hat etwas in mir ausgelöst, was ich nicht in Worte fassen kann, was mich ganz tief berührt hat“. Sie grölen nicht mehr nur im Publikum mit, sondern auch von der Bühne. Sie sind selbst Stars der zweiten Ebene der Wirklichkeit geworden. Im Bühnengraben und im Backstagebereich finden sich noch weitere Martins und Jacis. Doch wer ist wer? Ist Martin bei der richtigen Jaci? Ist Jaci beim richtigen Martin? Die Situation wird unübersichtlich. Mit wem haben wir gesprochen? Wo sind wir eigentlich? Wer sind wir eigentlich? Und warum liegt hier Stroh?

gagates
Gast
gagates

wenn ich mich recht erinnere, hat in einer episode das wgt schon mal ne rolle gespielt, in der dann auch die familie heilmann zu nem wgt konzert gegangen ist. und dass sich in der folge dann auch ein goth geritzt hat. soviel zur klischeedarstellung und was man sich so reinzieht, um sein mittagsschläfchen zu halten… zu „simple mode“ die depeche mode cover band für anfänger??? ^^
jetzt kann sich die ard wenigstens auf die fahnen schreiben, den bildungsauftrag erfüllt zu haben und dem durchschnittszuschauer trad goths gezeigt zu haben. ist ja nicht jede stadt leipzig.