1993 - Frank Rummeleit bei Elf 99

Elf99: Frank Rummeleit vom Zillo erklärt Gothic [UPDATE]

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Nun liebe Kinder gebt fein Acht, ich hab euch etwas mitgebracht.” Und was? Ein wirklich “aufschlussreiches” Video, in dem Frank Rummeleit 1993 den Moderatoren von ELF99 erklärt, was Gothic ist und sich den knallharten Fragen die in der Redaktion sicherlich stundenlang ausgearbeitet wurden, dabei begann ELF99 alles verheißungsvoll.

Die ehemalige Jugendsendung des DDR-Fernsehens, die nach dem Berliner Stadtteil Adlershof benannt wurde, ist ein Opfer der Wende. Kritische Berichterstattung, eine angeschlossene Serie und eine Mischung aus jugendorientierten Nachrichten, Sportberichten und Musikvideos, sorgte nach dem Mauerfall für den Bambi. Vor allem die kritische und reflektierte Beleuchtung der Wende aus jugendlicher Sicht ist vielen noch in Erinnerung. Als RTL das Format 1992 kaufte, ließ man die Sendung (die von dort an nur noch via Satellit zum empfangen war) verkommen, bevor sie 1994 endgültig eingestellt wurde.

1993 ist Frank Rummeleit vom Zillo zu Gast und soll den beiden Moderatoren erklären was Gothic ist und was denn nun diese Grufties so machen, dabei drückte man ihm wohl einen Totenkopf in die Hand um eine gekonnt inszenierte Atmosphäre zu schaffen.

Elf 99: Frank Rummeleit (Zillo)

Ein typischer Gruftie ist jemand der gerne melancholische Musik hört, sich dunkel anzieht, Mystik liebt, die Riten des Mittelalters und alle Dinge die finster sind und von den normalen Leute eigentlich mit einem ängstlich Auge angeschaut werden.” heißt es da in seiner Eröffnung, geschickt geht die Moderatorin direkt auf das Wort Riten ein, wohlmöglich in der Hoffnung endlich etwas über schwarze Messe zu erfahren. Also der ebenso kreischend bunte Moderator mit dem Satz “Frank. du schreibst für die Zeitung Zillo, das ist ‘ne Gruftie-Zeitung, was steht denn da drin, wann zum Beispiel der nächste Termin für die nächste Friedhofsparty ist?” Der Zillo war übrigens nie eine solche Gruftie-Zeitung, sondern stets als Independent-Magazin ausgelegt, die darin enthaltenen Kleinanzeigen ersetzten das noch fehlende Internet und mutierte zum Sprachrohr der deutschen Wave-Szene, das betonte Rainer Ettler, der 1997 verstorbene Gründer des Magazins, auch im Editorial immer wieder.

Es fällt mir schwer mich bei diesem Bericht zu konzentrieren, so haarsträubend sind manche Dinge, die hier angesprochen werden. Anstatt wirklich etwas Licht ins Dunkel zu bringen, legt es die Sendung darauf an, möglichst viele Klischees unter einen Hut zu bringen, bei dessen Entkräftung sich Rummeleit nicht wirklich mit Ruhm bekleckert. Mit 25 sterben? Immerhin, auch für mich wieder eine neue Erfahrung.

Die Lehren von Crowley anzusprechen erweist sich als fatal, denn diese dürfe keinesfalls losgelöst von ihrem Kontext betrachtet werden, denn sonst wirken sie in Ohren, die nicht wissen, was sie damit tun sollen. “Tu, was du willst.” ist nur ein Bruchstück des Sinnspruches, der eigentlich lautet: “Tu, was du willst, soll sein das ganze Gesetz. Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen.” Crowley war es immer wichtig, das der Mensch zuerst erforschen muss, was sein eigener Wille überhaupt ist um dann die daraus resultierenden Handlung durchzuführen. Der Satz sollte nicht suggerieren: “Tue, wozu du auch immer Lust hast.“, denn Lust und Wille sind in diesem Zusammenhang deutlich voneinander getrennt.

Ich denke, man sollte für eine oberflächliche Betrachtung “Was sind Grufties?” unbedingt oberflächliche Klischees entkräften (was Rummeleit auch recht vehement versucht) und nicht durch das Verwenden umstrittener These neue Klischees erzeugen, denn Werke umstrittener Autoren erschließen sich nun mal nicht innerhalb einer Fernsehsendung.

Update: In Kommentar Nummer 10 hat sich Frank Rummeleit selbst zu Wort gemeldet, was ich persönlich ganz großartig finde, denn eine Münze hat bekanntlich immer zwei Seiten, die es zu betrachten gilt:

Easy Ett­ler rief mich sei­ner­zeit an. Elf 99 wäre an ihn her­an­ge­tre­ten. Sie wür­den ihn gerne zum Thema Gothic inter­viewen. Er gab das Thema an mich ab, weil ich mich damit ja bes­ser aus­ken­nen würde. So reiste ich nach Ber­lin an. In dem Out­fit, das im Video zu sehen ist. Da wurde nichts getürkt. Ich durfte authen­tisch sein. Vor der Sen­dung quetsch­ten mich die bei­den Mode­ra­to­ren aus. Sie waren inter­es­siert, hat­ten aber von Gothic außer den spä­ter geäu­ßer­ten Kli­schee­vor­stel­lun­gen keine Ahnung.
Sie sag­ten mir, dass das Inter­view ca. 5 Minu­ten dau­ern würde. Es wurde live ausgestrahlt.30 Sekun­den bevor das Rot­licht anging, drück­ten sie mir den ech­ten Toten­schä­del in die Hand, damit ich nicht mit den Hän­den rumfuchtel. Das ich in der Kürze der Zeit nicht eine ganze Bewe­gung erklä­ren konnte, liegt wohl auf der Hand. Crow­ley zu erwäh­nen, hatte ich mir nicht vor­ge­nom­men, das geschah spon­tan.
Aber auch hier konnte ich nur stich­punkt­ar­tig argu­men­tie­ren und nicht in die Tiefe gehen. Ja, ich habe mich bemüht, die übli­chen Kli­schee­vor­stel­lun­gen zu ent­kräf­ten. Und das Gothics keine Klone son­dern Indi­vi­duen sind, liegt auf der Hand, also kann ich keine Mei­nung, die alle tei­len, äußern. Also bezog ich mich auf die größ­ten gemein­sa­men Nenner. Und die Ein­blen­dung »schreibt nicht nur Grab­in­schrif­ten« ist nicht auf mei­nem Mist gewachsen.
Im übri­gen fand ich es schon gut, dass immer­hin fünf Minu­ten gezeigt wur­den, denn damals gab es noch nicht solch einen Informations-Overkill wie heute. Ich sagte vor der Aus­strah­lung noch, »ich hoffe, ihr zeigt nicht Sis­ters Of Mercy mit More«. Damn, genau das hat­ten sie sich ausgesucht. Als ich im Stu­dio ein­traf, wurde ich gefragt, ob ich in dem Out­fit Stra­ßen­bahn gefah­ren wäre. Das sei sei mutig gewe­sen, denn wenn ich Pech gehabt hätte, hätte ich auch die Bekannt­schaft mit dem ein oder ande­ren Base­ball­schlä­ger machen kön­nen, denn davon wäre der Stadt­teil doch sehr infiltriert. Ich weiß nicht, ob ihr nach­voll­zie­hen könnt, wel­chen Anfein­dun­gen man zu der Zeit noch aus­ge­setzt war.
So wurde ich bei­spiels­weise mal von einem schwar­zen She­riff (welch Iro­nie) aus einem Kauf­haus beför­dert mit dem Hin­weis »wir wol­len euch hier nicht haben«. Ich denke schon, dass Zillo der Szene för­der­lich war. Und auch meine Bemü­hun­gen, sowohl als Zillo-Schreiber als auch als Musik-Liebhaber und als Mensch zwi­schen Gothic und Punk Ver­ständ­nis der »Ängst­li­chen« zu wecken, haben einen klei­nen Teil dazu beige­tra­gen, dass Gothics heute wesent­lich mehr in der Gesell­schaft akzep­tiert sind als noch frü­her.
Damals muss­ten man zudem schon sehr lange suchen, bevor man etwas über Indie-Musik zu lesen bekam. Was mich aller­dings immer noch stört, ist, dass Gothic so gerne Tole­ranz für sich ein­for­dern, ande­ren gegen­über sel­bige ver­mis­sen las­sen, oder warum bekommst du, Rosa, ein pel­zi­ges Gefühl auf der Zunge wegen der Ballonseidenjacke? Im übri­gen tue ich immer noch, frei nach Crow­ley und mir, was ich will, »Drei mal Drei macht Vier, widde widde wid, und drei macht Neune, ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt.»
In die­sem Sinne,
der Rummeleit

Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

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Aristides Steele
Redakteur

Mal abgesehen vom Inhalt an sich – die Ballonseidenjacke der Dame macht mir n pelziges Gefühl auf der Zunge *hust*

Was Crowley betrifft hast Du völlig recht, gerade der Satz mit dem “Tue was Du willst” ist so oft falsch ausgelegt worden wie nur möglich. Crowleys Werk ist kein einfacher Stoff, man muss da schon tiefer reingehen um zu verstehen was er mit manchen Dingen wirklich sagen wollte. Der Zusatz mit dem “Liebe unter Willen” kam später hinzu nachdem Crowley selbst bemerkt hatte wie falsch das zu seinen Lebzeiten schon verstanden wurde.
Auf dem Konzept der Liebe unter Willen beruht Crowleys Paradigma des Thelema (griechisch für “Willen”) – zu dem hat Rodney Orpheus, der hinter “Cassandra Complex” steht mal ein recht schönes Buch verfasst.

http://rodneyorpheus.com/writings/abrahadabra/

Da gibts nen Link für die deutsche Übersetzung als freien Download – falls es wen interessiert smile

Ansonsten stelle ich fest daß ich als Grufti wohl was falsch gemacht haben muss, jetzt bin ich Ü30 und lebe immer noch. So ein Mist aber auch *gröhl* grin

Epitaph89
Gast
Epitaph89

…bei des­sen Ent­kräf­tung sich Rum­me­leit nicht wirk­lich mit Ruhm bekle­ckert…
Genau den Gedanken hatte ich auch. Und das Hr. Rummeleit hier selbst mit Begriffen wie Dämonen und Hexenmeister hantiert, ohne genauer auf sie einzugehen halte ich schon für fatal.

Crowley als Gottvater der Grufties hinzustellen finde ich auch sehr gewagt. Genauso wie eine feste Meinung bei allen “Angehörigen” über das Verhältnis zum Tod kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

Netter Versuch, leider nicht sonderlich gut rübergebracht. Trotzdem danke für das ausgraben.

ixiter
Gast
ixiter

Nun, das Interview war so flach, wie man es von dem Sender erwarten darf. Schade dass Rummeleit sich so hat einfangen lassen und offensichtlich etwas unvorbereitet war und das Heft und Richtung des Interviews nicht in die Hand genommen hat.

Ich selber bin kein Grufti, Goth oder was auch immer in schwarzer Kutte. grin Aber ich bin intelligent genug, um das Interview als oberflächlich, ungenau und mit viel zu wenig Zeit und Raum zu erkennen.

Wie gesagt, ich bin keine Schwarzer. Witzig fand ich deshalb die Bands die genannt wurden. Cure, Sisters of Mercy und im Kommentar oben Cassandra Complex. Alles Sachen die ich gut finde und damals auch viel gehört habe.

Autor

Der blonde Robin Hood ist ja putzig! Wunderbar, was das Netz alles konserviert. Mist, die Telefonnummer funktioniert nicht mehr sad

Aristides Steele
Redakteur

*gg* oder wie man bei uns sagt: “Unkraut vergeht net!”

Nochmal zu Crowley: ich stimme zu daß es vermessen ist, Meister Perdurabo als Goth-Ikone darzustellen, freilich. Manche Schwarzkittel haben null Interesse an Okkultkram, andere halt schon. Letztenendes ist das Rummeleits persönliche Auffassung, nicht die aller Goths. Das muss man wohl im Auge behalten, was aber nur schwer gelingt bei so flachen Reportagen. Der geneigte 08/15 Zuschauer denkt ja auch selten weiter als bis dorthin wo solche Beiträge gehen.
So ganz auf einen Nenner kann mans ja auch nie bringen, stellts einen x-beliebigen Goth vor die Kamera, der zwar mit Überzeugung schwarz trägt – man findet immer Dinge wo man selbst nicht mit übereinstimmt.

Was Robert noch anmerkte finde ich gut beobachtet: schlimmer als die Falschauslegungen von Crowleys Werk finde ich die Mißinterpretationen der Bibel. Ich bin generell nicht gegen den christlichen Glauben solang man mir den nicht aufschwatzen will wink aber das Bodenpersonal hat seit dem Mittelalter so viel Scheiß gebaut und über Biegen und Brechen das über die Bibel legitimiert daß einem schlecht werden könnte.
Als Mensch hätte ich Crowley beileibe wohl nicht ausstehen können, aber in seinem Werk sind viele sehr faszinierende Ansätze zu finden, die Welt wahrzunehmen.

Karnstein
Autor

…wobei man aber auch teils mal von der Vorstellung der bösen, bösen katholischen Kirche loskommen sollte, die eine Gräueltat nach der anderen begangen und systematisch die Menschheit unterdrückt hat.
Ich denke da an solche Schlagworte wie Christianisierung und Hexenverbrennung, die gerne in diesem Kontext herangezogen werden und mit denen es in der Realität garnicht sooo dramatisch aussieht.

Death Disco
Gast
Death Disco

Absolut korrekt. Ein Blick in die Zillo-Ausgaben zeigt uns von jeher ‘ne breite Palette zwischen Indie-Pop und Grunge. Zillo war an sich nur ein weiterer Spex-Epigone und ganz sicher keine Grufti-Zeitschrift.

Wer sich retrospektiv mit Szenemedien auseinandersetzen will, sollte öfters bei eBay vorbeischauen und nach Heften wie Glasnost, Epitaph, Gift, Aeterna, Gothic Press etc. Ausschau halten. Die wurden eben deshalb nicht so bekannt, weil sie sich tatsächlich dem Gothic-/Wave-/Electro-/Industrial-Umfeld widmeten und nicht dem gesamten Independent-/Alternative-Spektrum.

Zillo war schon zur Zeit des obigen Interviews als Indie-BRAVO verschrien. Darüber machte selbst das New Life Soundmagazine seine Scherze. Gothic Press erlaubte sich sogar mal ‘nen ganz üblen Tiefschlag und bezeichnete Easy Ettler als Easy Hitler (in welchem Zusammenhang das war, weiß ich heute allerdings nicht mehr). smile

Frank Rummeleit
Gast
Frank Rummeleit

Hallo,

da möchte sich der Rummeleit doch mal persönlich melden.

Interessant, welche Wirkung so ein kurzer, immerhin schon 18 Jahre alter Bericht immer noch hat.

Ein paar Hintergründe:

Easy Ettler rief mich seinerzeit an. Elf 99 wäre an ihn herangetreten. Sie würden ihn gerne zum Thema Gothic interviewen. Er gab das Thema an mich ab, weil ich mich damit ja besser auskennen würde.

So reiste ich nach Berlin an. In dem Outfit, das im Video zu sehen ist. Da wurde nichts getürkt. Ich durfte authentisch sein. Vor der Sendung quetschten mich die beiden Moderatoren aus. Sie waren interessiert, hatten aber von Gothic außer den später geäußerten Klischeevorstellungen keine Ahnung.

Sie sagten mir, dass das Interview ca. 5 Minuten dauern würde. Es wurde live ausgestrahlt.30 Sekunden bevor das Rotlicht anging, drückten sie mir den echten Totenschädel in die Hand, damit ich nicht mit den Händen rumfuchtel.

Das ich in der Kürze der Zeit nicht eine ganze Bewegung erklären konnte, liegt wohl auf der Hand. Crowley zu erwähnen, hatte ich mir nicht vorgenommen, das geschah spontan. Aber auch hier konnte ich nur stichpunktartig argumentieren und nicht in die Tiefe gehen.

Ja, ich habe mich bemüht, die üblichen Klischeevorstellungen zu entkräften. Und das Gothics keine Klone sondern Individuen sind, liegt auf der Hand, also kann ich keine Meinung, die alle teilen, äußern. Also bezog ich mich auf die größten gemeinsamen Nenner.

Und die Einblendung “schreibt nicht nur Grabinschriften” ist nicht auf meinem Mist gewachsen.

Im übrigen fand ich es schon gut, dass immerhin fünf Minuten gezeigt wurden, denn damals gab es noch nicht solch einen Informations-Overkill wie heute.

Ich sagte vor der Ausstrahlung noch, “ich hoffe, ihr zeigt nicht Sisters Of Mercy mit More”. Damn, genau das hatten sie sich ausgesucht.

Als ich im Studio eintraf, wurde ich gefragt, ob ich in dem Outfit Straßenbahn gefahren wäre. Das sei sei mutig gewesen, denn wenn ich Pech gehabt hätte, hätte ich auch die Bekanntschaft mit dem ein oder anderen Baseballschläger machen können, denn davon wäre der Stadtteil doch sehr infiltriert.

Ich weiß nicht, ob ihr nachvollziehen könnt, welchen Anfeindungen man zu der Zeit noch ausgesetzt war. So wurde ich beispielsweise mal von einem schwarzen Sheriff (welch Ironie) aus einem Kaufhaus befördert mit dem Hinweis “wir wollen euch hier nicht haben”.

Ich denke schon, dass Zillo der Szene förderlich war. Und auch meine Bemühungen, sowohl als Zillo-Schreiber als auch als Musik-Liebhaber und als Mensch zwischen Gothic und Punk Verständnis der “Ängstlichen” zu wecken, haben einen kleinen Teil dazu beigetragen, dass Gothics heute wesentlich mehr in der Gesellschaft akzeptiert sind als noch früher. Damals mussten man zudem schon sehr lange suchen, bevor man etwas über Indie-Musik zu lesen bekam.

Was mich allerdings immer noch stört, ist, dass Gothic so gerne Toleranz für sich einfordern, anderen gegenüber selbige vermissen lassen, oder warum bekommst du, Rosa, ein pelziges Gefühl auf der Zunge wegen der Ballonseidenjacke?

Im übrigen tue ich immer noch, frei nach Crowley und mir, was ich will, “Drei mal Drei macht Vier, widde widde wid, und drei macht Neune,
ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt.”
In diesem Sinne,
der Rummeleit