Solina Tuuli: Künstliche Intelligenz macht Gothic-Musik

Solina Tuuli ist eine Art künstliche Sängerin auf der Basis einer KI, die von Bruno Kramm (Das Ich) und Vasi Vallis (Frozen Plasma) erschaffen wurde, um dieses „neue Betätigungsfeld für elektronische Musiker“ für sich zu nutzen. Mittlerweile ist mit „Lost“ auch das erste Stück herausgekommen, das dazu einlädt, sich ein Eindruck zu verschaffen, was wir in Zukunft zu hören bekommen könnten. Werfen wir auch einen Blick auf die Frage, wie moderne Technologien unsere musikalische Wahrnehmung und auch die Szene-Musik beeinflussen könnten.

Künstliche Intelligenz macht jetzt Musik

In den letzten Monaten hat künstliche Intelligenz (KI) für einen wahren Sturm auf den Ozeanen der virtuellen Welt gesorgt. Plattformen wie „ChatGPT„, die mit ein paar Stichworten quasi aus dem Nichts Inhalte erschaffen oder auch „Dall-E„, die anhand von Texteingaben Bilder generieren, sind in aller Munde. Schon nach wenigen Wochen ist klar, wir stehen erst am Anfang dessen, was KIs zu leisten vermögen. Wer mehr darüber wissen möchte, findet auf Tech-Plattformen wie Heise.de einige Antworten und die Zeitschrift c’t hat dazu einige hilfreiche Videos gemacht.

Es liegt auf der Hand, dass künstliche Intelligenz auch dazu genutzt werden kann, Musik zu erschaffen, es existieren bereits einige Tools, die in der Lage sind, Sounds, Klänge und selbst Gesang zu erzeugen.

Bruno Kramm (Das Ich) und Vasi Vallis (Frozen Plasma) haben die Zeichen der Zeit erkannt und experimentieren mit ebendieser künstlichen Intelligenz. Als erstes „Lebenszeichen“ dieser Zusammenarbeit ist „Solina Tuuli“ entstanden, eine KI-generierte Künstlerin, die jetzt mit „Lost“ ihr erstes Stück fertiggestellt hat. Wenn man das so sagen kann.

Auch wenn ich nicht unbedingt begeistert und sprachlos bin, bleibe ich jedoch erstaunt zurück, in welcher Form sich eine KI nun am kreativen Schaffensprozess moderner Musik beteiligt und ihn sogar übernimmt. Für Bruno Kramm und Vasi Vallis ist das nur die logische Weiterentwicklung ihren Schaffens und ein Instrument, das man ausprobieren sollte. In der Presserklärung zu Solina Tuuli schreiben sie:

Elektronische Musik steht immer auch im Spannungsverhältnis zu neuentechnologischen Revolutionen. New Wave und Synthpop hätten nie denSiegeszug ohne die ersten erschwinglichen Computer angetreten, Industrialund Hiphop wären ohne Sampling kaum so stilprägend gewesen. KünstlicheIntelligenz ist somit nur ein neues Betätigungsfeld für moderne elektronischeMusiker, zumal die gesellschaftlichen Umwälzungen, welche von dieserTechnologie zu erwarten sind, kaum abzuschätzen sind.

In der Tat können wir nicht abschätzen, wohin uns diese Form der künstlichen Intelligenz tragen könnte und wie weit sie sich schon in unser musikalischen Leben geschlichen hat, wenn es nicht so offensichtlich geschieht, wie es Bruno und Vasi machen. Es ist jedenfalls eindrucksvoll, welche Qualität Musik aus der „Retorte“ bereits jetzt hat.

Wird diese Form der Musik unser Leben verändern?

Das glaube ich nicht. Es handelt sich hier um einen technologischen Fortschritt, der unbestritten ein Teil unseres digitalen Lebens werden dürfte. Dass es die Musik und ihre Erschaffung grundlegend verändert, halte ich allerdings für unwahrscheinlich. Bereichern? Möglicherweise. Beeinflussen? Mit Sicherheit.

Werden wir in Zukunft künstliche Musik bejubeln?

Obwohl die Koreaner mit „ETERN!TY“ schon voranpreschen, bleibt Musik für mich stets auch eine identifikationsstiftende Kunstform, die uns an Künstler*Innen und ihre Ausdrucksform bindet. Auf der Bühne einer künstlichen Gestalt glauben, sie empfinde Schmerz, Traurigkeit oder Sehnsucht, während sie ein tiefschürfendes, berührendes und emotionales Lied zum Besten gibt? Wird für mich nicht funktionieren. So gut die Musik auch sein mag, wenn es niemanden gibt, dem ich abnehme, was er da singt oder niemand da ist, den ich anhimmeln oder anfeuern kann, fehlt für mich etwas.

Allerdings muss das nicht für Generationen gelten, die nach mir kommen, für die künstliche Intelligenz ein völlig normaler Bestandteil ihrer Erlebens- und Unterhaltungswelt wird. Schauen wir uns nur einmal an, was CGI mit dem Kino gemacht hat.

Sollten sich Musiker mehr mit künstlicher Intelligenz beschäftigen?

Unbedingt. Nicht zuletzt, um auch als Gegenströmung wahrgenommen zu werden, die die Entwicklungen kritisch hinterfragt. Es nutzt nichts, diese Dinge von sich wegzuschieben, denn sonst läuft man als Musiker, der sich regelmäßig an elektronischen Hilfsmitteln bedient, Gefahr, abgehängt zu werden. Möglicherweise zieht man ja auch Betracht, sich helfen zu lassen, etwa beim Mastering oder der Optimierung von Harmonien und Rhythmen. Es muss ja nicht gleich eine ganze Band sein.

 

 

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Gruftwurm
Gruftwurm(@christian)
Vor 1 Jahr

Wahnsinn wie weit die KI-Entwicklung voranschreitet. Angefangen von der Erstellung von Bildern, über das schreiben von allen möglichen Texten und jetzt sind wir schon bei der Musik angekommen. Ich bin sehr gespannt, was die Zukunft noch so bringen wird. Sprachlos macht mich das musikalische jetzt auch nicht. Aber es ist schon sehr interessant, wohin die Möglichkeiten gehen. Die virtuelle Band Gorillaz hat doch damals irgendwie schon den Anfang gemacht. Wenn auch in etwas anderer Form.

Zum Thema KI und Bilder ist nun auch Adobe (war irgendwie zu erwarten) dabei, mit „Adobe Firefly“ auf dem Markt von Bildgeneratoren zu konkurrieren. Er soll Bild- und Texteffekte und später auch Vektorgrafiken und Videos erzeugen können. Der KI-Dienst soll aber als eine Art Co-Pilot für Kreative zu verstehen sein. Also den Umgang zwischen Computer und Creator vereinfachen. Dazu soll man mehr Einfluss auf die erstellten Bilder haben, als man es z.B. bei Midjourney gewohnt ist. Beachtenswert ist hier auch das Thema Urheberrechtsverletzungen, womit sich Adobe auseinandersetzt. Firefly wird mit Daten von Adobe Stock und Inhalten wo das Urheberrecht bereits erloschen ist trainiert. Somit soll das Risiko von Urheberrechtsverletzungen minimiert werden.

Gruftwurm
Gruftwurm(@christian)
Antwort an  Robert
Vor 1 Jahr

Was ich vor kurzen gesehen habe, das die KI-Generator selbst den Stil von bekannten Fotografen mit in die Bilder übernehmen können. Allein hier könnte man sich schon fast über das Urheberrecht streiten, oder?

Heute sind wir bereits auf einem Level, auf dem wir Realität und CGI kaum noch voneinander unterscheiden können

Die Entwicklung lässt sich besonders bei Videospielen beobachten. Es ist schon interessant, wie realistisch die Welten in Games werden.

Gruselig diese ganze Entwicklung? Ja, und wo wird das hinführen. Vorallem wo die KI anfängt alles über den Menschen mehr und mehr zu lernen. Wird Skynet (Terminator-Filme) irgendwann doch zur Realität? :)

Heute habe ich zum Thema KI Bildgeneratoren wieder einen interessanten Artikel gelesen. Vielleicht macht er auch Dich neugierig.
Bei den Sony World Photography Awards 2023 hat in der Kategorie kreativ wieder ein KI-Bild von dem deutschen Fotokünstler Boris Eldagsen gewonnen. In dem Artikel wird nun auch mal auf die Gefahren solcher KI eingegangen.
In dem Interview spricht sich der Fotokünstler außerdem für separate Wettbewerbe und Kategorien für KI-generierte Bild aus, was ich persönlich ebenfalls unterstützen würde.
KI gewinnt Award mit sensationeller Fotografie – [GEO]

Norma Normal
Norma Normal (@guest_62346)
Vor 1 Jahr

Das sich Musikschaffende und andere Kreative mit KI ausseinander setzen müssen, da führt kein Weg dran vorbei. Es von vorneweg zu verteufeln wäre schade, es steckt ja schon viel Potenzial darin. Zumal wenn man sich näher mit etwas befasst auch viel zielgerichteter Kritik üben und evtl. etwas verbessern kann. Ich find alles rund um KI schon sehr faszinierend. 
Daher finde ich es sehr gut, das man hier so schnell auf den Zeitgeist eingegangen ist und sich ausprobiert, auch wenn es jetzt nicht meinen persönlichen musikalischen Geschmack trifft. 
Einen großen „objektiven“ Kritikpunkt habe ich allerdings schon: ich verstehe nicht das man für das Musikprojekt ein kindliches Avatar gewählt hat, das aussieht wie ein minderjähriges Mädchen. Das kommt bisschen creepy, finde ich. Praktischerweise liesse sich das ja einfach ändern/überarbeiten, es sei denn man möchte bewusst Mitte 50-jährige incels damit ansprechen, eww ; )
Und ganz allgemein, warum müssen wir eine KI überhaupt in ein binäres Geschlechtskonstrukt zwängen!?

Tanzfledermaus
Tanzfledermaus(@caroele74)
Antwort an  Norma Normal
Vor 1 Jahr

Das sich Musikschaffende und andere Kreative mit KI ausseinander setzen müssen, da führt kein Weg dran vorbei. 

Warum bist Du Dir da so sicher?
Bestimmt nicht jeder Musiker will sind von KI ins Handwerk pfuschen lassen.
Für viele Künstler ist Musik immer noch Ausdruck des eigenen Schaffens, der eigenen Kreativität. Ist es denn überhaupt noch das eigene Werk, wenn man dies allein einen Computer erschaffen lässt? Ich denke nicht. Genausowenig wie von KI gemerierte Bilder das sind, was man selbst produziert hat. Allenfalls eine Idee dafür kann man selbst liefern, was dann damit geschieht, hat man nicht mehr selbst in der Hand.

Letzte Bearbeitung Vor 1 Jahr von Tanzfledermaus
Norma Normal
Norma Normal (@guest_62348)
Antwort an  Tanzfledermaus
Vor 1 Jahr

Sich damit auseinanderzusetzen heißt nicht, diese Technologien auch selbst einzusetzen. Das sind zwei paar Schuhe und jeder trägt das was gefällt, natürlich. Und ein Rezipient hat im Gegenzug das Recht das zu konsumieren was ihm/ ihr zusagt. Das steht außer Frage. 
Dennoch, das was gerade passiert ist schon ne Form von kreativem Umbruch. Wenn man das leugnet ist man weltfremd. Man kann es schlecht finden, es kritisieren, aber es ist jetzt nunmal Teil unserer Welt. Wenn man im kreativen Bereich tätig ist, muss man sich früher oder später dazu positionieren und das geht nur wenn man sich vorher damit befasst hat. 

Letzte Bearbeitung Vor 1 Jahr von Norma Normal
Gruftwurm
Gruftwurm(@christian)
Antwort an  Norma Normal
Vor 1 Jahr

Also ich bin gerne Weltfremd :) :P.
Natürlich hast Du schon recht, das besonders kreative Künstler sich früher oder später damit auseinandersetzen werden. Trotzdem wird es noch Menschen geben, die komplett darauf verzichten. Das findet man selbst heute noch in der Fotografie wieder. Besonders bei der Entwicklung der Kameras, gibt es immer noch Fotografen die auf alte Gerät im manuellen Bereich bleiben und auch da lässt sich oft ein kleiner Markt erschließen. Ich denke es kommt darauf an, was man eben bewirken will und umsetzen möchte.

Ich persönlich stehe der Bildgenerierten KI auch recht skeptisch gegenüber, aber sehe langsam auch die neuen Möglichkeiten, die sich damit für Designer, Grafiker oder Fotografen eröffnen.
Zum Beispiel das kombinieren aus den eigenen Fotos mit Elemente aus KI generierten Bildern, womit sich neue kreative Möglichkeiten eröffnen. Ähnlich wird es sich auch auf die Musikbranche und deren Entwicklung früher oder später übertragen.

Norma Normal
Norma Normal (@guest_62358)
Antwort an  Gruftwurm
Vor 1 Jahr

Ich glaube ich habe mich vielleicht etwas missverständlich ausgedrückt. Ich gehe NICHT davon aus das irgendwann jeder Künstler auf KI zurückgreift. Es gibt ja eben auch immer den Retrotrend, den Robert und du auch ansprechen. Und „handgemachte“ Kunst wird nochmal nen ganz neuen Stellenwert bekommen. Hoffentlich wird dadurch die Welt der Kunst noch vielfältiger. Die Kreativität von Menschen ist schon immens und ich denke auch das man neue Technologien eher als Werkzeug denn als Ersatz oder Gefahr per se sehen sollte. 
In der Kunst und Kulturgeschichte haben neue Medien oft zu neuen künstlerischen Strömungen geführt, bzw. sich wechselseitig beeinflusst. Es bleibt also spannend. Aber um eine valide Prognose abzuliefern fehlt mir die Expertise. Wir können nur spekulieren und nach persönlichen Empfindungen beurteilen. 
Bei aller Begeisterung finde ich dennoch, das eine gewisse Skepsis sehr nachvollziehbar und nicht völlig unbegründet ist, um das noch mal klar zustellen ; )

Gruftwurm
Gruftwurm(@christian)
Antwort an  Tanzfledermaus
Vor 1 Jahr

 Ist es denn überhaupt noch das eigene Werk, wenn man dies allein einen Computer erschaffen lässt? Ich denke nicht. Genausowenig wie von KI gemerierte Bilder das sind, was man selbst produziert hat

Dieser Gedanke ist eigentlich fast eine Diskussion wert.
Wenn ich z.B. zum Fotografen gehe und möchte ein schickes Portrait von mir haben. Dann gebe ich ihm vielleicht auch gewisse Ideen und Wünsche. Das produzierte Endergebnis kommt vom Fotografen und laut Gesetz ist der Urheber immer der Fotograf.

Norma Normal
Norma Normal (@guest_62359)
Antwort an  Gruftwurm
Vor 1 Jahr

Ja in der Tat, das wäre eine interessante Diskussion, der Raum in den Kommentaren ist da natürlich sehr limitiert. Das denke ich mir öfter auch bei anderen Themen hier. Ich alte Quasseltante könnte auch ohne Punkt und Komma referieren… :D

Durante
Durante(@durante)
Antwort an  Norma Normal
Vor 1 Jahr

Daher finde ich es sehr gut, das man hier so schnell auf den Zeitgeist eingegangen ist

Das ist interessant, mir geht es genau umgekehrt… ;)
Natürlich wird das Thema „KI“ (bewusst in Anführungszeichen) das Leben von allen Menschen langfristig mehr und mehr beeinflussen (ob es ihnen im Einzelfall bewusst ist oder nicht), das wäre mir auch klar wenn ich nicht aus der IT kommen würde…
…aber dass ich in meiner „kuschligen schwarzen Ecke“ jetzt auch einen Artikel über das aktuelle „Hype-Thema“ sehe lässt mich jetzt nicht direkt in Begeisterung verfallen.
Das ist eher so ein Cäsar-Moment für mich: „Auch du, Robert??“ ;)
Erst sprach gefühlt das ganze Internet über Kryptowährungen/Bitcoin/Blockchain-Technik, dann über NFTs, jetzt über „KI“ bzw. primär halt Chat-GPT… neulich war in der „LARP-Zeit“ ein Artikel über LARP-Planung mit Chat-GPT. Uff. Bin ich der einzige den so Hypes inzwischen primär nerven? oO
(Ja, wie gesagt ich bin mir der langfristigen Bedeutung von AI’s durchaus bewusst, darum gehts nicht.)

Norma Normal
Norma Normal(@normanormal)
Antwort an  Durante
Vor 1 Jahr

Haha, kann voll verstehen was du meinst. Interessant wie unterschiedlich Empfindungen so sind. 
Anderes als z.b. die von dir genannten gehypten Themen, von denen ich durch die Bank weg null Plan habe (Asche auf mein Haupt…), interessiert mich KI weil es eben auch Auswirkungen auf die Welt der Kreativität/ Kunst hat. Ich bin ja an sich kein Technik/Technologie-afiner Mensch, aber diese Sache fasziniert mich aus irgendeinem Grund. Vielleicht deswegen???
Ich finde es gut wenn man sich als Kreativer mit dem Zeitgeist befasst, aber klar, manchmal ist es auch nur ein Aufspringen auf einen „Trend“. In diesem Fall finde ich ja leider den Output nicht so gelungen. Aber ich bin trotzdem gespannt was die Zukunft noch so bringt, auch in Sachen „Gegenbewegung“, handgemachte Musik, oder, oder. Und vor allem die Frage wie sich das ganze kulturgeschichtlich manifestiert, aber da muss man noch ein paar Jährchen/ Jahrzehntelchen warten um das beurteilen zu können. 

Durante
Durante(@durante)
Antwort an  Norma Normal
Vor 1 Jahr

Anderes als z.b. die von dir genannten gehypten Themen, von denen ich durch die Bank weg null Plan habe (Asche auf mein Haupt…)

Ach, sei froh dass das an dir vorübergangen ist… ;)
Die Einflüsse des Themas „KI“ auf die Gesellschaft werden aber definitiv interessant. Und ich wähle hier bewusst den wertneutralen Begriff „interessant“… wird in dem Bereich einiges positives aber auch viel negatives geben. Ich hoffe dass letzteres nicht langfristig überwiegt.

Eora from Mordor
Eora from Mordor (@guest_62363)
Vor 1 Jahr

Wow! Dieser Artikel über die Verwendung von künstlicher Intelligenz zur Erstellung von Gothic-Musik ist einfach unglaublich! Ich bin beeindruckt, wie kreativ und innovativ KI bei der Musikkomposition sein kann.

Ich finde es wirklich faszinierend, dass die KI die Strukturen und Elemente der Gothic-Musik analysieren kann, um neue Kompositionen zu erstellen, die sowohl originell sind als auch die Codes des Genres respektieren. Es ist wirklich erstaunlich, wie gut die KI die Techniken und Stile der Gothic-Musik nachahmen und ihr gleichzeitig einen modernen Twist verleihen kann.

Ich denke, diese Innovation öffnet wirklich die Tür zu neuen Möglichkeiten des musikalischen Schaffens in der Gothic-Szene. Mit Hilfe von KI können Musiker neue Wege der Kreation und des Ausdrucks erkunden und gleichzeitig den Wurzeln und der Ästhetik der Gothic-Musik treu bleiben.

Zusammenfassend denke ich, dass der Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Schaffung von Gothic-Musik ein wichtiger Schritt in der Entwicklung der Gothic-Musik ist, und ich kann es kaum erwarten zu sehen, was die Zukunft in Bezug auf innovative und faszinierende Musikkompositionen bereithält.

Letzte Bearbeitung Vor 1 Jahr von Eora from Mordor
Tanzfledermaus
Tanzfledermaus(@caroele74)
Antwort an  Eora from Mordor
Vor 1 Jahr

Hmmm… Gitarrenklänge scheinen mit KI aber nicht zu funktionieren, da wird es schwierig, die Wurzeln nachzuahmen ;-)

Durante
Durante(@durante)
Antwort an  Eora from Mordor
Vor 1 Jahr

Ich bin beeindruckt, wie kreativ und innovativ KI bei der Musikkomposition sein kann.

Kann sie nicht behaupte ich. Heutige „AI’s“ (also mathematische Modelle zur Datensynthese) tun nichts weiter als Fragmente der Daten mit denen sie gefüttert wurden zu remixen/resamplen, gemäß den vom User vorgegebenen Parametern.
Auch menschliche Künstler schaffen ihre Kunst natürlich nicht im intellektuellen Vakuum (Stichwort „Inspiration“/“Einflüsse“), ABER: Der Mensch ist gelegentlich auch zu echter Kreativität bzw. zur Schaffung von etwas völlig(!) neuem fähig (natürlich nicht jeder und nicht ständig)… Eine heutige „KI“ jedoch (noch?) nicht. Sie reproduziert am Ende nur dann doch nur Teile ihrer unzähligen Trainingsdaten (in neu gemixter/gesampelter Form natürlich!).
Anders formuliert: Eine heutige „KI“ kann den Stil von Van Gogh imitieren, gut und schön… aber wenn es den Maler nie gegeben hätte, hätte sie DIESEN Stil auch an seiner Stelle ERFINDEN können? ;)
REIN TECHNISCH finde ich das übrigens auch interessant und irgendwie beeindruckend, aber mir fällt in letzter Zeit häufig auf dass Menschen beim Thema KI etwas hineininterpretieren das einfach (noch?) nicht da ist (was wir Menschen natürlich gerne tun, siehe auch „Vermenschlichung“ von Tieren oder gar Gegenständen).

Gruftwurm
Gruftwurm(@christian)
Antwort an  Durante
Vor 1 Jahr

 Heutige „AI’s“ (also mathematische Modelle zur Datensynthese) tun nichts weiter als Fragmente der Daten mit denen sie gefüttert wurden zu remixen/resamplen, gemäß den vom User vorgegebenen Parametern.

Hach schön, da kommt wieder der IT’ler Durante in Dir auf. Wie ich natürlich weiß, Du bist vom Fach. :) :)

Durante
Durante(@durante)
Antwort an  Gruftwurm
Vor 1 Jahr

Sorry, ich kann halt nicht anders… XD
Aber der von mir zitierte Begriff ist halt präzise und eine treffende Beschreibung. „Künstliche Intelligenz“ ist imho momentan einfach noch zu hoch gegriffen UND krankt daran dass es gar nicht so einfach ist „Intelligenz“ zu definieren (z.B. vermuten div. Forscher beim noch nicht öffentlichen NACHFOLGER(!) von Chat-GPT einen Zitat „Funken von Intelligenz“… aber bereits Chat-GPT wird allerorten immer unkritisch als „KI“ bezeichnet, was zeigt dass der Begriff „KI“ einfach ziemlich irreführend ist. ;)

Gruftwurm
Gruftwurm(@christian)
Antwort an  Durante
Vor 1 Jahr

Zum Thema Chat-GTP: Italien hat den KI-basierten Chatbot vorerst sperren lassen.

Künstliche Intelligenz: Italien sperrt ChatGPT | tagesschau.de

Tanzfledermaus
Tanzfledermaus(@caroele74)
Vor 1 Jahr

Hier geht’s zwar nicht um KI-generierte Musik, aber generell um Risiken durch die immer schneller stattfindende Entwicklung von KI:

https://web.de/magazine/wirtschaft/tech-experten-musk-wozniak-denkpause-ki-37985666

Letzte Bearbeitung Vor 1 Jahr von Tanzfledermaus
Durante
Durante(@durante)
Antwort an  Tanzfledermaus
Vor 1 Jahr

Die Forderung „erst Regeln aufstellen und die ethischen Fragen klären“ ist vernünftig… wird aber nicht passieren. Es geht am Ende nämlich auch beim Hype-Thema-„KI“ vor allem um Geld. :(
Und Skrupel/Ethik stehen dem Geldverdienen halt ggf. im Weg.

Durante
Durante(@durante)
Antwort an  Robert
Vor 1 Jahr

Möglicherweise wird es Jahre dauern, bis wir einen ethisch-moralischen Wertekompass hinsichtlich KI entwickelt haben…

Sofern dieser Wertekompass denn überhaupt kommt. Aber man kann natürlich hoffen…

Tanzfledermaus
Tanzfledermaus(@caroele74)
Vor 1 Jahr
Letzte Bearbeitung Vor 1 Jahr von Tanzfledermaus
Gruftwurm
Gruftwurm(@christian)
Antwort an  Tanzfledermaus
Vor 1 Jahr

Danke für den sehr informativen Link – definitiv sehr lesenswert. Die dort erwähnten Risiken sind bestimmt für Normalverbraucher / Anwender weniger bekannt. Ich denke auch, das trotz des derzeitigen Hype, das Thema mit einer gewissen Skepsis weiterhin betrachtet werden sollte.

In dem Artikel finden sich wirklich sehr interessante Punkte, die ich hier kurz erwähne.

Wollen wir eine Künstliche Intelligenz erschaffen, die wir zum einen nicht verstehen und von der wir nicht wissen wie sie gesteuert wird? Eine KI hat immer einen Besitzer und dieser Besitzer kann steuern, worauf die KI reagiert oder auch was sie bestraft. Dazu gehört etwa Rassismus, was für die meisten Menschen wichtig ist. Sie könnte aber auch konservatives oder liberales Denken befürworten, wenn man sich auf die politische Ebene bewegt, und dafür andere Sachen abstreiten.

Die Frage der Steuerung könnte man vermutlich noch lösen, aber wie genau die KI agiert, diese Black Box, die schon vorhanden ist, versteht man mittlerweile nicht mehr. Selbst der CEO von OpenAI, Sam Altman, hat in einem Podcast gesagt, dass er Menschen verstehen kann, die sehr große Angst haben, dass wir zu einer Künstlichen Intelligenz kommen, die nicht mehr steuerbar ist. 

Durante
Durante(@durante)
Antwort an  Gruftwurm
Vor 1 Jahr

Ja, das sind in der (Nicht-Tech-)Öffentlichkeit imho beides leider kaum beachtete grundsätzliche Probleme… :(
Viele Unternehmen wittern (mal wieder) das große Geld und viele Privatpersonen lassen sich von einem medialen Hype mitreißen und sind einfach nur vorbehaltslos begeistert…

Wobei das eigentliche Problem meines Erachtens nicht ist dass eine „KI“ – wie in dein Zitat korrekt erklärt – halt eben NICHT 100% objektiv ist, sondern dass die meisten Menschen ANNEHMEN werden sie WÄRE sicherlich 100% objektiv (weil „ist ja eine Maschine“)…
Die erwähnte fehlende Nachvollziehbarkeit/Transparenz wird i.d.R. noch viel weniger thematisiert. Um ein klassisches Beispiel aufzugreifen: Problem ist nicht dass eine „KI“ z.B. mal in 1 von 10 Fällen den Inhalt eines Bildes falsch interpretiert o.ä., sondern dass in der Praxis Fehlentscheidungen nicht immer bemerkt werden UND selbst wenn dann können z.B. gerade bei neuronalen Netzen im Einzelfall nicht mal die Entwickler nachvollziehen WARUM das System hier eine falsche Entscheidung getroffen hat…
Und solchen Systemen werden wir Menschen – und da hab ich leider nicht die geringsten Zweifel! – in Zukunft mehr und mehr Entscheidungen* blind anvertrauen… schöne neue Welt. :-|

(*Zuerst in der Wirtschaft und halt bei vermeintlich „kleinen“ Entscheidungen wie Personal(vor)auswahl/“Einladung zu Bewerbungsgespräch ja/nein?“ usw.
Es gab bereits den Fall dass ein entsprechendes experimentell eingeführtes System in einem Unternehmen Frauen und Bewerber mit Migrationshintergrund überwiegend abgelehnt hat, man hat das zwar bemerkt (weil eben glücklicherweise erstmal nur ein Experiment), konnte sich aber anfangs nicht erklären warum…
Grund war: Die alten Personaler der Firma haben früher auch jahrelang „weiße Männer“ bevorzugt, und das System hat einfach nur den Sexismus/Rassismus anhand der ihm zuvor vorgesetzten Trainingsdaten (vergangene Bewerbungsprozesse) übernommen und danach gehandelt. Aber versprochen hatte man sich im Vorfeld natürlich „völlige Objektivität“ weil ja „kein Mensch entscheidet“…)

Letzte Bearbeitung Vor 1 Jahr von Durante
Tanzfledermaus
Tanzfledermaus(@caroele74)
Vor 1 Jahr

ich hab mal wieder was zum Thema entdeckt, scheinbar ist KI dem Menschen in Sachen Kreativität (bsher) nicht wirklich überlegen:
https://www.tagesschau.de/wissen/forschung/ki-kreativitaet-101.html

hrh_ginsterbusch
hrh_ginsterbusch (@guest_62553)
Vor 1 Jahr

was mich ja hier noch viel mehr irritiert: es gibt immer noch keine (!) KI (= AI), nur IA = intelligent algorithms. Dass CGTP + Co. „menschlich“ wirken, liegt darin begründet, dass diese Large Language Models (LLM) explizit so konzipiert wurden, also mit der ZIelvorgabe: „soll ’so tun‘, als wäre es ein Mensch“ („the core function of a chatbot is to mimic a human conversationalist“). Im Prinzip nichts anderes Eliza / Alice, aber mit einem neuronalen Netzwerk als Basis dahinter.

cu, w0lf.

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