Musikperlen – Nachts sitz ich draußen und fühle mich allein (Tauchgang #31)

Bal Paré – Palais d’Amour

Das “elektronische Trio” Kirsten Klemm, Matthias Schuster und Jan T.Krahn gründeten 1981 die Band mit dem geläufigen Namen “Jeannette & das Land Z” und feierten erste Erfolge mit einer Cover-Version des France Gall Klassikers “Poupee De Cire, Poupee De Son”, mit dem sich sich vor allem im Paris einen Namen machten.  1982 kehrten sie aber Paris und ihrem alten Bandnamen den Rücken, nannten sich Bal Paré und veröffentlichten in Hamburg ihr erstes Album. Doch irgendwie ist dann ein Zusammenarbeit mit dem Label Phonogram gescheitert, so dass man sich entschloss das Label “Konkurrenz” zu übernehmen und weiterzuführen. Da erschien dann auch das Album “Metamorphose” auf dem das Stück Palais d’Amour zu hören ist. Wer übrigens gleich nach dem Astronautenmädchen den Track hier startet weiß, was ich mit “Erinnerungsschauer” meine.

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Nachtanalyse – Scan mich ein

Die Band Nachtanalyse lernte ich beim Young & Cold Festival in Augsburg kennen, kein Wunder denn Barbara Fahsig (alias Babsi per Du), Daniel Hallhuber (alias Daniel Düsentrieb) und – damals noch – Bastian Wagner (alias Fantasi Wagner) sind ein Teil der “Augsburg-Connection”, die sich nicht nur als Veranstalter des Festivals, sondern auch als Gründer zahlreicher Bands und Nebenprojekte einen Namen gemacht haben. Interessanterweise drang das Lied erst nach dem eigentlichen Festival in meine Ohren, als ich in der nächtlichen After-Tanz-Party die Tanzfläche bearbeitete. So bin ich gleich zum Plattenaufleger geeilt, um zu hinterfragen, was da meine Beine zur Bewegung animierte. Erstaunlich wie facettenreich und vielfältig die Minimal-Wave-Szene doch ist und dennoch klein und überschaubar bleibt. Das Stück “Scan mich ein” ist auch schon ein bisschen älter, auf dem Album “Sternentaufe” 2013 erschienen und wurde dann auch 2014 in einem Videoclip umgesetzt.

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Solitairen Effekten – Kleines Astronautenmädchen

Die Band “Solitairen Effekten”, manchen besser bekannt unter ihrem alter Ego “Solitude FX“, ist das Gemeinschaftsprojekt von Marc Schaffer und Orpheo Weidelz-Baur, die sich in ihrer Musik einer Neuinterpretation der “Neuen Deutschen Welle” verschrieben haben könnten. Sie selbst nennen ihre Musikrichtung “Melancholic minimal analogue electronic pop” und erschlagen damit so ziemlich jeden Stil, unter den man die Band einordnen könnte. Bei mir löst die Musik eine Form von wohlig warmen Erinnerungsschauern aus, die ich immer dann erlebe, wenn ich Klassiker der NDW Revue passieren lasse und mich dabei an Kinderzimmertage vor Lego-Bergen und C64 erinnere. Der Song ist simpel, eingängig, tanzbar und herzerweichend schön, fehlt nur noch der Tag, an dem ich dazu die Tanzfläche eines Dunkelschuppens rocken kann. Zuhause ist mir das immer ein bisschen unangenehm. Wer möchte, kann sich beim Label Enfant Terrible die Stücke der LP “unsere Liebe ist für andere gänzlich unbekannt” herunterladen und in seine nächste Playlist einbauen.

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Roberthttps://www.spontis.de/author/robert-forst/
Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

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Flederflausch
Editor

Erst war ich ja skeptisch, ich mag Musik mit deutschen Texten in der Regel nicht so, wegen, weil halt. Aber das finde ich tatsächlich klasse und hab damit mal wieder Musikperlen, die ich in meiner Sammlung noch vermisst habe, ohne zu wissen wonach ich suche.

Gruftfrosch
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Gruftfrosch

Ich steh auf diese “minimalistische Zeug” ^^ sehr schön… :)

Wombel
Gast
Wombel

Matthias Schuster hat vor Bal Parè einige immer wieder gern gehörte Minimal-Klassiker hervorgebracht, z.B. “Ich war da, leergebrannt” von seinem Projekt “Im Namen des Volkes”, aber auch “Ritual IV” oder “Über alles auf der Welt”. Viel zu schöne Musik, um vergessen zu werden. :)

Svartur Nott
Gast
Svartur Nott

Goth, “Scan mich ein” ist einfach nur Klasse… ich bin hin und weg.
Vielen Dank an den Tauchmeister! Schade, dass die Karten für das Y&C schon weg waren… Vielleicht nächstes Jahr.

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