Cosplayer in Halle – Verkleidung gegen die Schüchternheit

Interessierte Menschen wissen es bereits. Cosplay ist eine gewollte Form der Verkleidung, bei dem man versucht, einen Charakter aus Mangas, Anime, Computerspielen oder auch Film möglichst authentisch zu imitieren. Dabei steht nicht nur die Lust in eine andere Rolle zu schlüpfen im Vordergrund, sondern auch die Präsentation von Einfallsreichtum, handwerklichem Talent oder bekleidungstechnischen Fertigkeiten. Cosplay, das irgendwann in den 90ern zu uns schwappte, ist die japanische Abkürzung des englischen Begriffs “costume play” und könnte wohl mit “Kostüm-Spiel” am ehesten übersetzt werden.

Ingo Naumann, der jede Woche für die MDR-Sendung Querformat “in fremde Welten eintaucht” ist in Halle der Sache auf den Grund gegangen. Er möchte gemeinsam mit zwei “adrett gekleideten Frauen” der Szene in die Welt der Cosplay eintauchen. Dabei fördert er erstaunliches zu Tage. Er glänzt dabei nicht nur durch gewollt oder ungewollt oberflächliche Kommentare, sondern entlockt den beiden Cosplayerinnen auch durch mehr oder weniger geschickte Fragen die ein oder anderen Schlüsselweisheiten.

So scheint die Verkleidung der beiden nicht nur eine gewollte Form der Selbstdarstellung und Imitation eines Charakters zu sein, sondern auch die Möglichkeit, ihre Schüchternheit zu überdecken. “Wie ist das eigentlich, kompensierst du damit in einer gewissen Form etwas in deinem Leben, dass du dich in diese Klamotte schmeißt und damit in der Öffentlichkeit herumläufst?” Die Dame in Rot gesteht im “echten” Leben schüchtern zu sein und wünscht sich durch ihre Kleidung von niemandem erkannt zu werden. In ihrem Kostüm sei sie jemand anderes, der “wild und frech” erscheint. Auch die in Gelb gekleidete Dame gesteht, nachdem sie gemeinsam mit ein Straßenmusikern einen Song eines bekannten Mangas nachsang: “Das hätte ich niemals im Leben gemacht, dazu bin ich viel zu schüchtern und hätte mich niemals gewagt dort hinzustellen.

Kleiner Hinweis: Bevor sich Ingo Naumann ab Minute 3:10 mit anderen winkenden Cosplayer zum Eislaufen trifft, solltet ihr abschalten. Diese Szene (in doppelter Hinsicht) wirkt auf mich so grenz-debil und gestellt, dass ich mich frage, ob die Darsteller dafür Geld bekommen haben oder Ihnen die 30 Sekunden Präsenz auf der Mattscheibe als Lohn genügten.

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Kommen wir zum Kern der Sache. Verkleidung, so lernen wir, hilft den beiden dabei ihre Schüchternheit zu überwinden. Sie möchten frech und wild erscheinen und von ihrer eigenem, als minderwertig empfundenen Charakter ablenken. Da stelle ich mir doch die Frage, in wie weit das auf andere Szenen, insbesondere die Gothic-Szene zu übertragen ist.

Der überzeugte Gothic-Fan behauptet gerne, durch die schwarze Kleidung sein Innerstes auszudrücken und nur so zu sein, wie er sich fühlt. Man empfindet angepasste Kleidung, die im Alltag häufig unausweichlich erscheint, als Verkleidung. Oftmals gelingt es aber nicht, diese Beweggründe näher zu erläutern oder in Worte zu fassen, der einheitliche Tenor ist das “wohlfühlen”.  Weniger überzeugte Anhänger der schwarzen Szene gelingt durch die Verkleidung vermutlich, ein mögliches Minderwertigkeitsgefühl zu kompensieren um so aus sich herauszukommen und so zu sein, wie man es sich wünscht.

Forscht man in alten Szenearchiven, in den Jugendliche in den 80ern dazu befragt wurden, warum sie sich schwarz und “verrückt” kleiden und “Gothic” sind, stößt man auf ähnliche Argumente, die oftmals hinter rebellische Plattitüden verborgen werden. Die optische Angleichung an eine interessante Szene oder eine Gruppe von Menschen erleichtert den Kontakt, man fühlt sich zugehörig, möchte dabei sein und vielleicht auch über seinen eigenen Schatten springen. Später lernt man seine neue Seite kennen und überwindet womöglich durch eine anfängliche “Kostümierung” die eigene Schwächen, erlangt Selbstbewusstein und Selbstwertgefühl. Wer gegen den Strom schwimmt, lernt für sein “besseres ich” zu kämpfen?

Ein leicht kryptische und gewagte Theorie. Trifft sie zu, so ist die Verurteilung von vermeintlich “verkleideten” Nachwuchs-Gothics nichts anderes, als die Verleumdung der eigenen Anfänge. Sicher trifft das nicht auf alle zu, ich für meinen Teil kann das ein oder andere Argument nicht ausschließen. Wenn man sich anders fühlt, Werte und Aussehen der restlichen Gesellschaft ablehnt, verspürt man den Drang, das auch zu zeigen und Gleichgesinnte zu finden, die das Ganze ähnlich sehen und bei denen man mit seinen Ansichten und Sichtweisen nicht auf Ablehnung, sondern auf Verständnis und Anerkennung trifft.

Ist das so? Was ist dran an dieser Theorie? Es würde mich brennend interessieren, wie ihr die Sache seht.

Roberthttps://www.spontis.de/author/robert-forst/
Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

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Kommentare

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Tobikult
Tobikult (@tobikult)
8 Jahre her

In Zeiten, in denen es als rebellisch galt, auf ein Konzert der Rolling Stones zu gehen, mag die Abrenzung durch abweichendes Äußeres, insbesondere Kleidung und Musikgeschmack, funktioniert haben. Als Grufti oder Gothic rumzulaufen ist in der Gegenwart nur ein Mosaikstein im bunten Bild der weitestgehend frei wählbaren Outfits Keiner regt sich heute mehr über eine Gruppe Cosplayer in der Fußgängerzone auf. Wie auch, jeder Junggesellenabschied kommt unangepasster und wilder daher und ist doch von der Masse hoch akzeptiert. Die Klamotte kann es also nicht sein, die eine Selbstausgrenzung schafft. Und schon landen wir wieder bei persönlichen Haltungen und Einstellungen. Wie stehe ich zu Konsum, Leistungsgesellschaft und Meinungsmache, Tod und Teufel? Und schwupps ist das ganze keine partytaugliche Verkleidung mehr mit dem Potential maximaler Enthemmung einschließlich stimmungsvoll musikalisch untermalter Agression oder Todessehnsucht.

Ian Luther
Ian Luther (@guest_24870)
8 Jahre her

Ich frage mich die ganze Zeit, was Cosplay mit Gothic zu tun haben soll. Einige verwechseln da was ganz gewaltig. Es ist ein Unterschied, ob sich jemand verkleidet oder ob er sich so herrichtet und im normalen Leben auch so rumläuft. Aber ich glaube das Thema “Es muss so richtig schön glänzen” wiederholt sich hier wieder. Ich persönlich kann Cosplayer nicht ernst nehmen. Genauso wenig wie die Agra-Fraktion. Ist nicht meine Welt. Als Kind habe ich mich zu Fasching verkleidet, aber als erwachsener Mensch? Ich unterscheide da: Wenn ich mich verkleide, dann für Foto-Shootings oder wenn ich in einem Film mitspiele. Verkleidung ist das eine, Leben das andere. Im realen Leben trage ich schlichtes Schwarz, auch wenn so mancher “Szenegänger” einen dann nicht als “true” einstuft. Rüschen, Bondagehosen und Stiefel, ja sogar Pikes (auch wenn ich selbst gern welche hätte) stehen mir nicht und ich sehe sie auf mich bezogen als Kostüm. Zu anderen mag es passen, ich bin damit aber nicht authentisch. Die Authenzität wird meiner Meinung nach nicht durch Attribute wie Kleidung erreicht, sondern im Auftreten und der damit verbundenen Wirkung. Sie ist somit kein Forderungserfüller sondern Beiwerk. Die Farbe allerdings ist wichtig um zu unterstreichen, was man damit aussagt. Daher kann ich z.B. Damen in weißen Lackklamotten nicht einem schwarzen Wesen zuordnen. Cosplayer verstecken sich so hinter ihrem eigenen Charakter und verwirren so. In Bezug auf Junggesellenabschiede kann ich nur sagen: Nicht meine Welt.

Alsuna
Alsuna (@guest_24886)
8 Jahre her

Ich lese und sammle seit ungefähr 13 Jahren Mangas, mag Animes und japanische Popkultur. Cosplay wäre für mich persönlich nichts, abe ich finde es ganz nett…Yaoi-Fangirls finde ich dagegen lästig.

Ich wurde auch schon mal gefragt, ob ich einen “Gothic” cosplaye,sowas gibt es tatsächlich…und betreffende Person war dann verstimmt, weil ich mich nicht verkleidet hatte.

Alsuna
Alsuna (@guest_24887)
8 Jahre her

Ps…das “Winken” ist eine Tanzbewegung aus Caramelldansen link

Grabesmond
Grabesmond (@guest_24891)
8 Jahre her

Ich sehe das genauso wie Ian. Warum auch bspw. viele Cosplayer meinen, aufs WGT zu pilgern ist mir auch schleierhaft. Sicherlich steckt in vielen Kostümen viel Zeit und Arbeit- aber mein Ding war und wird Manga, Anime und Artverwandtes nie sein. Genauso wenig habe ich den Drang eine Comic- oder Filmfigur nachzumachen. Zuletzt habe ich das in der Grundschule gemacht, als ich unbedingt Prinzessin Fantaghiro und ebenso Ritterin sein wollte. :D

Ian Luther
Ian Luther (@guest_24918)
8 Jahre her

Sicherlich dient eine Verkleidung im Kindesalter ein wenig zur Bewusstseinsprägung, in welche Richtung es mit einem denn mal gehen würde. So habe ich mich zu Grundschulzeiten immer als Zauberer, viel öfter aber als Vampir verkleidet. Letzteres Thema hat mich nie wirklich losgelassen – die Ästhetik des romantischen Blutsaugers hat mich wohl letztlich zur schwarzen Szene geführt, bei der ich (Gottseidank) feststellte, dass der Großteil derer nicht wirklich verkleidet rumläuft. “Verkleidung” kann ein Weg sein, mit gewissen Merkmalen einer Sache zu spielen und Außenstehende zu beeindrucken. Beispiel Anzüge. Muss es aber nicht. Ich nehme da optisch ein für viele sehr unangenehmes Beispiel: Der Graf von U.H. ist früher stets klischeehaft in langem Mantel, Rüschenhemd und mit weißen Kontaktlinsen rumgewandelt. Im Nachhinein betrachtet finde ich ihn jetzt (bis auf einige für mich persönlich peinliche TV-Ausrutscher) wesentlich authentischer. Vielleicht liegt das an der Reduzierung des einstigen Overdressing zum aktuellen schlipstragenden Dreieckstagebart. Wir werden sehen. Aber das ist bloß meine Meinung, ja nicht überbewerten und zu ernst betrachten.

Herbstlaubrascheln
Herbstlaubrascheln (@guest_24933)
8 Jahre her

“Verkleiden” hat für mich immer einen etwas miesen Beigeschmack. “Verkleiden” – das machen Menschen, die (ich sage es nun bewußt etwas überzogen) sich selbst für eine Weile “verstecken” wollen. Ich möchte keinem Cosplayer unterstellen, Minderwertigkeitskomplexe oder was auch immer zu haben, aber von dem Begriff “Verkleiden” distanziere ich mich ganz stark. Ich verkleide mich nicht – das habe ich noch nie so gesehen. Ohne nun von diesem ganzen Japan-Kult großartig viel Ahnung zu haben, behaupte ich schlicht und einfach, dass für viele solcher Menschen die Verkleidung fast schon befreiend ist. Es ist ein “alles ablegen können”.
Inwiefern man das ganze auf die schwarze Szene übertragen könnte, kann ich pauschal nicht sagen. Auf mich jedenfalls nicht. Was mir noch einfällt, weil meine Vorredner von dem für Kinder recht typischem Verkleidungswunsch berichteten: Ich fühlte mich immer unbehaglich, wenn ich verkleidet war. *lol* – Wahrschenlich deine Seltenheit unter Kindern.
Was Cosplay mit Gothic zu tun hat? Mittlerweile gibt es wohl doch die eine oder andere Gemeinsamkeit…die Verkleidung am Wochenende, um den ganzen Stress der Woche abzubauen und mal so richtig die Sau raus zu lassen.

Rosa Chalybeia
Rosa Chalybeia (@rosa-chalybeia)
8 Jahre her

Das ist ein sehr schwieriges Thema – gerade weil es sehr individuell ist. Beim Thema “Kleidung” ist man schnell dabei, nur den oberflächlichen Aspekt daran wahrzunehmen, aber egal worin man sich persönlich wohl fühlt, Kleidung ist immer irgendwo ein Statement und nach aussen getragene Persönlichkeit.

Was die “Verkleidung” angeht – wie die meisten Mit-Kommentatoren sehe ich Verkleidung als solche, wenn man in eine andere Rolle schlüpft beim Tragen eines “Kostüms”, sein Verhalten ändert. Leider muss ich sagen daß gerade in der Romantik-Fraktion sowas auch nicht so selten ist – zumindest scheint es seit einigen Jahren zuzunehmen, da sind Leut im großen Fummel plötzlich ganz anders drauf als in Strassenklamotten. Das kenn ich so jetzt auch nicht und ich kann damit auch nichts anfangen.

Ich persönlich denke nicht daß Kostümierung wirklich das Selbstbewusstsein stärkt. Man verstect sich doch zu sehr hinter einem fiktiven Charakter. Wahrscheinlich trauten sich die Mädels das Mitsingen mit den Strassenmusikanten aus der “Reportage” nicht unbedningt deswegen weil sie tatsächlich selbstbewusster sind im Kostüm, sondern weil man das Verhalten auf die Rolle abstreifen kann – man hat sowas ja nicht als man selbst gemacht. Ich finde auch nicht daß es besonders selbstbewusst ist, sich zu trauen auf offener Strasse zu singen wenn man das eben einfach nicht mag – Menschen sind doch verschieden, manche finden das vielleicht geil, manche nicht (ich singe nicht mal wenn ich besoffen bin und kann damit gut leben).

Selbstbewusstsein bekommt man indem man mit sich selbst zufrieden ist, egal welche Schwächen und Fehler man hat. Die hat jeder Mensch. Die Natur mag keine Perfektion und ich finde es ist eine Lebensaufgabe sich selbst in allen Facetten annehmen zu lernen. Für mich ist eine Verkleidung da kontraproduktiv – zumindest in dem Sinne in dem es die Damen aus dem Filmchen an den Tag legen. Grad das Mädel in gelb scheint bissl echtes Selbstvertrauen nötg zu haben …

Ich mag deswegen das Wort “Kostüm” in Bezug auf meine Kleidung nicht, weil es für mich das eben nicht ist. Ich wechsle nicht mein Verhalten wenn ich im Reifrock stecke und weiß angemalt bin. Natürlich fühlt man sich anders – bedingt durch die Art der Kleidung. Man bewegt sich in großen Kleidern und stark versteiften Korsetts zwangsweise anders. Aber für mich ist das wie mit Sonntagskleidung oder “normaler” Abendgarderobe – wer geht schon im Frack oder dem modernen Abendkleid zur Arbeit?

Manche mögen die Abendkleidung, manche halt nicht, beides ist völlig OK. Die “Kleiderordnung” ist nicht mehr so strikt wie früher mal, und das ist auch ganz gut so. Wir können die Sonntage in Schlunzklamotten verbringen wenn wir Bock drauf haben, oder ganz altmodisch die guten Klamotten rausholen. Mal als Beispiel – gilt für mich eher fürs Tanzen gehen denn für Sonntage :) – aber prinzipiell sehe ich das mit den nicht alltagstauglichen Klamotten so. Ich renn aber auch alltags gern *anders* herum – das reicht von Pluderhosen und Pikes bis zum unterbaubefreiten Tournürenrock. Das ist eben meine Auffassung “normaler” Klamotten – und darin fühl ich mich wohl. Für mich ist das normal, das rosa Blüschen wäre dieses definitiv nicht …

Das Wohlfühl-Gefühl schwarzer Klamotten ist vielleicht schwer zu beschreiben, weil man sich oft eher instinktiv so wohl fühlt. Auch wenn nicht jeder um die Farbsymboliken Bescheid weiß, es ist kulturell in uns eingegraben daß gewisse Farben für gewisse Dinge stehen und gewisse Assoziationen auslösen – rot ist die Liebe, blau ist beruhigend … sehr oberflächliche Zuordnungen, aber ich behaupte mal daß diese Standard-Zuordnungen in jedem von uns abgespeichert sind. So hat auch schwarz seine Symbolik (ich hatte das ja mal in einem meiner Blog-Artikel ausgezuzelt ;) ). Es ist wohl oft auch eine Gefühlssache die eben schwer rational beantwortet werden kann.

Ian Luther
Ian Luther (@guest_25201)
8 Jahre her

Für mich ist Schwarz eine ziemlich positive “Farbe” ;-) Aber die ist ja bekanntlich von Kulturkreis zu Kulturkreis verschieden. In vielen asiatischen Gegenden trägt man z.B. als Trauerfarbe Weiß. So gesehen ist da was dran, das unsere (Sub)kultur was Eigenständiges ist und für viele von uns die Farbsymbolik allgemein eine gänzlich andere sein kann als in der typischen mitteleuropäischen Gesellschaft. Was von außen als düster und deprimierend empfunden wird, ist für eine Menge Leute (die unter uns weilen) eine ziemlich lebensbejahende und attraktive “Farbe”. Ein Symbol allerdings für Abgrenzung gegen die karnevalistische aggressiv freundliche Gesellschaft. So gesehen ist zumindest für mich dies keine Verkleidung. Auf Cosplayer bezogen: Da müssen diejenigen, die sich damit wohl fühlen, selbst damit klar kommen. Ich selbst fühle mich in Verkleidung unwohl. Und das kann einerseits die Manga-Verkleidung aber andererseits die Mittelalterklamotte sein.
In den Worten von Rosa: “Es ist wohl oft auch eine Gefühlssache die eben schwer rational beantwortet werden kann.”

Chris Juracid
Chris Juracid (@guest_25276)
8 Jahre her

Wo wir gerade bei Szenearchiven sind…

..eine gute Seite für Archivmaterial (Bilder, Interviews, Berichte etc) speziell über die dunklen 80er Jahre, wäre mal was richtig Feines. Dazu finde ich nämlich kaum was im Netz. hast du da einen Tipp bzw. ne Seite für mich parat? ;)

Ian Luther
Ian Luther (@guest_25346)
8 Jahre her

Chris Juracid: https://www.tumblr.com/privacy/consent?redirect=http%3A%2F%2Fnowthisisgothic.tumblr.com%2Farchive Ich finde diese Seite immer wieder inspirierend… ich hoffe, ich habe sie nicht zu oft gepostet.

Irmin
Irmin (@guest_25378)
8 Jahre her

[Mir geht es] darum, ob “Verkleidung” ein Mittel zur Kompensation einer vermeintlich Charakterschwäche ist. In Kleidung in der wir uns gefallen, fühlen wir uns besser, sicherer und vielleicht sogar selbstbewusster. Sie kann uns dabei helfen eventuelle Barrieren zum eigenen Ich abzubauen.

Wollen wir uns ausleben? Oder spiegeln wir damit ein Stück unseres innersten?

Ich weiß nicht, mir ist die Unterscheidung zwischen Verkleidung und Kleidung, in der man sich gefällt, zu unscharf. Damit meine ich nicht, dass eine willkürliche Grenze beim Grad des Abweichens zur “Normalität” gezogen werden sollte, sondern mehr die Absicht, mit der man sich auf eine gewisse Art und Weise anzieht. Verkleidung ist für mich automatisch gleichbedeutend damit, dass man in eine Rolle schlüpft und zumindest zu einem gewissen Teil nicht mehr sich selbst spielt (der Begriff “sich selbst spielen”, also Erwartungen von außen gerecht werden, der Umwelt eine gewünschte Sicht auf das Ich zeigen, etc. ist hier durchaus absichtlich gewählt, aber das noch zu beleuchten, führt zu weit). Verkleidung legt man im vollen Bewusstsein an, jetzt eine andere Figur zu repräsentieren. Gerade Cosplay ist ja schließlich auch das Nacheifern bekannter Figuren. Selbstverständlich ist es möglich, durch die Wahl der Figur eine gewisse Aussage, auch über sich selbst, zu transportieren, aber die Betrachter sollen ja vor allem die Figur sehen.

Kleidung, die einem gefällt, legt man im Gegensatz dazu an, um eine Aussage exklusiv über sich zu machen. Jeder Betrachter sieht die Kleidung als Attribute des Ichs, nicht als Überlagerung oder Ersatz davon. Was man dann im Einzelfall mit der Kleidung aussagen möchte, ist ganz verschieden – ob jetzt eine Gruppenzugehörigkeit, Hobbys, Geschmäcker, politische Aussagen oder das böse Wort mit “L” am Anfang und “ebenseinstellung” am Ende. Oder auch gar nichts, weil einem die Kleidung einfach (optisch) gefällt.
Man kann natürlich argumentieren, dass man auch in dieser Kleidung in eine Rolle schlüpft, nämlich in eine, in der man sich gerne von der Öffentlichkeit sehen lassen möchte. Und dass dann die Rollen nicht unbedingt spezifische Figuren, sondern eben auch eine allgemeine Gruppenzugehörigkeit sein können: “Oh, der läuft ganz in schwarz rum und trägt einen Bart, der ist bestimmt voll der Satanist oder wie die sich nennen!” oder “Oh, der läuft zur EM mit Deutschlandtrikot durch die Gegend, der ist bestimmt begeisterter und langjähriger Fußballfan!” können dann mehr oder minder gewünschte Reaktionen sein. Dem stimme ich auch durchaus ein Stück weit zu, es ist aber meiner Meinung nach dennoch etwas anderes als Verkleidung, die viel eindeutiger ist und nicht auf einem gewissen Schubladendenken beruht.

Aus meiner persönlichen Sicht möchte ich noch hinzufügen, dass ich Verkleidungen immer gehasst habe, genauso wie auffällige Kleidung. Beides selbstverständlich nur an mir selbst. Tatsächlich bewundere ich Leute, die sich viel Mühe mit Verkleidungen oder Kleidung, die sie tragen, machen, und sich dann auch “trauen”, so rumzulaufen – zumindest, wenn es einigermaßen kreativ ist (was ~95% der Karnevalsverkleidungen ausschließt) und nicht so tut, als sei es etwas, was es nicht ist (Verkleidungen, um irgendwo dazuzugehören). Für mich war das noch nie etwas und wird es wohl auch nie werden (ich meine, wenn man sich schon als Kind nicht gerne verkleidet, wird das jenseits der 20 sicherlich auch nichts mehr ;)). Wenn ich von der Masse unbeobachtet in unauffälligem Schwarz durch die Gegend laufen kann, wunderbar. Wenn “Eingeweihte” eines meiner Bandshirts erkennen, umso besser. Mehr als meinen guten Musikgeschmack für Leute mit ebenfalls gutem Musikgeschmack sichtbar zu machen, brauche ich auch nicht ;)

(Zumal ich mich ansonsten erst mal entscheiden müsste, ob ich lieber in die Metaller- oder die Goten-Schublade gesteckt werden würde – na gut, die Entscheidung wäre dann wohl doch nicht so schwer… ;))

Ian Luther
Ian Luther (@guest_25429)
8 Jahre her

Irmin: Ich muss dir echt recht geben.

Irmin
Irmin (@guest_25451)
8 Jahre her

Was ich eigentlich noch sagen wollte und weswegen ich Robert auch zitiert habe:

Durch den meiner Meinung nach vorhandenen Unterschied zwischen dem Verkleiden und Kleidung, in der man sich wohlfühlt, fällt es mir etwas schwer zu glauben, dass einem ersteres tatsächlich dabei helfen kann, selbstbewusster zu werden und noch weniger, sich dem eigenen Ich zu nähern. Ist man denn wirklich selbstbewusster, wenn man in eine andere Figur schlüpft?

Anerkennung von anderen Leuten bezüglich eines gelungenen Kostüms kann natürlich das Selbstwertgefühl steigern, das möchte ich gar nicht in Abrede stellen. Und das ist ja vermutlich – neben dem Spaß an der Arbeit am Kostüm – der Sinn und Zweck von Cosplay. Sehen und gesehen werden. Wogegen ja nichts spricht, im Gegenteil, als Zuschauer kann ich davon ja nur profitieren. Wenn das natürlich dabei hilft, dass man sich selbst sagt “Ich tauge ja doch zu etwas” – okay, Robert, dann gebe ich dir in dieser Hinsicht völlig Recht, dass auch Verkleidung dem Selbstbewusstsein dienlich sein kann.

Allerdings besteht dann für mich immer noch ein Unterschied zu dem, was du im ursprünglichen Artikel als Theorie erwähnt hast:

Die optische Angleichung an eine interessante Szene oder eine Gruppe von Menschen erleichtert den Kontakt, man fühlt sich zugehörig, möchte dabei sein und vielleicht auch über seinen eigenen Schatten springen. Später lernt man seine neue Seite kennen und überwindet womöglich durch eine anfängliche “Kostümierung” die eigene Schwächen, erlangt Selbstbewusstein und Selbstwertgefühl. Wer gegen den Strom schwimmt, lernt für sein “besseres ich” zu kämpfen?

Wenn man sich einer Gruppe zugehörig fühlt, verkleidet man sich nicht. Weil man ja nicht mal eben in eine andere Figur schlüpfen möchte, sondern mehr sein Inneres nach außen sichtbar machen will, wenn ich das mal so ausdrücken darf.

Rosa Chalybeia
Rosa Chalybeia (@rosa-chalybeia)
8 Jahre her

Passend zum Thema hat eine gut bekannte Schnittmusterfirma in der neuen Kollektion bei den Faschingskostümen das Modell “Gothik-Girl” aufgenommen:

Man mag gespannt sein ob dieses wirklich sehr kostümige Schnitt-Modell tatsächlich auch mal beim WGT zu sehen sein wird …

Ich habe fast den Eindruck, die Kluft zwischen szeneinternem “Back to the Roots” und lustiger Öffentlichkeitswahrnehmung wird immer größer – heute hielt mir ein Mädel meiner Klasse an der Modeschule ein Set Zeichenstifte unter die Nase auf dem ein Mädchen, gezeichnet im Manga-Stil und erschreckend ähnlich gekleidet wie auf dem oben verlinkten Schnittmuster – das Set welches eine nette Sammlung von Rot- Violett- und Grautönen enthielt war dann auch mit “Anime Art – Gothic” betitelt.

Soviel zum (zugegeben arg herbeigezogenen) Bezug von Cosplay (was ja der japanischen Popkultur entstammt) zur Szene. Sowas verstärkt bei Aussenstehenden natürlich den Verkleidungs-Eindruck über die Klamotten hinaus, indem wie zB bei den Zeichenstiften auch auf anderer Ebene Assoziationen gemacht werden – auch wenns nur Marketing-Tricks sind (goth, BWL hat Spuren hinterlassen *decke über kopf zieh* )

Um zur eigentlichen Frage zurück zu kehren – ich denke solche “Produkte” schrecken gerade Leute ab die mehr in ihren schwarzen oder auffälligen Klamotten sehen als Verkleidung, weil es einen einfach irgendwo verletzt und beleidigt, da es das was man selbst fühlt und lebt ad absurdum zieht.

Sicher ist es auch manchmal sehr schwer in Worte zu fassen, was man in sein optisches Erscheinungsbild an Hintergründen legt, und wenn man es schafft sind manche Aspekte vielleicht für den Zuhörer auch mal zu spinnert und verschwurbelt. Oder man fühlt sich so selbstverständlich wohl in monochrom, daß es auch da mehr eine emotionale Ebene ist als bewusst konstruierter Grund. Ich finde aber nicht daß das dann mangelnde Aussage ist sondern doch eher das Gegenteil davon. Aufgrund der Tatsache daß Farben kulturell verankerte Bedeutungen haben denen man sich nicht immer bewusst sein muss, aber latent sind sie in unserem Denken vorhanden.

Schlimmer finde ich da die Burschen die im 08/15 Katalogfummel vor einem stehen und auf die Frage nach den Beweggründen dafür abgedroschene Phrasen rauswerfen oder gar zugeben daß die das nur am Wochenende zum Feiern tun.

Ian Luther
Ian Luther (@guest_25720)
8 Jahre her

Rosa: Genau darum habe ich auch keine Faschingsklamotten von Xtrax und Co., dann muss ich mich auch für nichts rechtfertigen :-) Und ich finde es wirklich so, wie du sagst, manche Dinge wie die Verpackung der Zeichenstifte sind ziemlich verletzend, genauso wie gewisse “Gothic”-3D-Charakte als Jamba-Klingeltöne. Ich fühle mich bei sowas immer an der Nase herumgezogen und einfach entwürdigend wenn man mit diesem ganzen Emo-Hype mit rein geschmissen wird. Ich empfinde das als Frechheit: Gewisse religiöse oder kulturelle Gruppen werden schließlich auch nicht in den Medien als Witzfiguren missbraucht. Dann sollen die ihre Finger auch von (Sub)Kulturen wie der unseren lassen. Man sollte die mal daran erinnern, dass es ein “Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz” in der BRD gibt. Wir wurden schon mehrmals aus öffentlichen Parks verwiesen, weil wir ein optisches Ärgernis seien, die trainingsanzugtragenden Orang Utans durften aber ungestört weiter Leute anpöbeln. Wie kann sowas sein?

Death Disco
Death Disco (@guest_25733)
8 Jahre her

Es gibt keine BRD. *g*

Herbstlaubrascheln
Herbstlaubrascheln (@guest_25834)
8 Jahre her

Um mal eben noch was einzuwerfen:
Kostüme werden, meiner Meinung nach, doch eher nur zu bestimmten Anlässen getragen. Während ein alternativer Kleidungsstil einen auch im Alltag begleitet. Sage ich nun mal ganz wage.

Ian Luther
Ian Luther (@guest_25900)
8 Jahre her

Ja. Sozusagen kann man Priester- oder Richtertalare auch als Kostüme bezeichnen.
Stimmt… Die Abkürzung heißt D… ich bin doof :-P

Xasch
Xasch (@guest_25908)
8 Jahre her

Priester- und Richtertalare fallen wohl eher unter Arbeitskleidung ^_-

Eine Freundin von mir gehörte vor ein paar Jahren noch zur CosplaySzene:
ihr ging es immer mehr ums Nähen und Erstellen des Kostüms, nicht direkt darum in eine andere Rolle zu schlüpfen, zumindest habe ich das so verstanden. Das “Ausführen” und Fotos machen war dann einfach zum stolzen präsentieren der Arbeit gedacht.

Zu den Bericht:
Ich weiss nicht so recht wie es jemanden mehr Selbstbewusstsein geben kann sich als Pokemon zu verkleiden. (Was das rote Mädchen sein soll weiss ich leider nicht, aber ich kenn mich auch kaum aus in dem Bereich.)
Es gehört doch auch ein bisschen Selbstvertraun dazu überhaupt verkleidet rauszugehen. Oder hebt sich das auf, wenn man auf Veranstaltungen geht wo es viele Kostümierte gibt?

(Oh, und Hallo erstmal. Ich lese schon seit eine ganze Weile mit. Und mag die Seite und die Kommentare sehr.)

Alva Katharina
Alva Katharina (@guest_25985)
8 Jahre her

Die Sache mit der Kleidung… Ich mag den Kommentar von Tobikult und Rosa Chalibeiya verwendet irgendwo das Wort “instinktiv”, was mir sehr gut geällt.

Ich denke schon, dass szenetypische Kleidung nach wie vor ganz gut funktioniert, um sich von “der Masse” abzuheben, auch wenn die Reaktionen der Mitmenschen früher anders waren. Die Sache mit der Annäherung an die Szene mittels Kleidung mag ich gerne bisschen zerpflücken:
Was ich schon oft mitbekommen habe sind Anfeindungen der Junggothen untereinander, besonders dann, wenn “die Schlampe genau das gleiche trägt!!” (zitiert, irgendwann im Connex aufgeschnappt). Es geht nicht immer hauptsächlich darum, dazuzugehören, sondern dem implantierten Gedanken nach bedingungsloser Individualität zu gehorchen- die Szene ist da bloß Präsentationsfläche. Schaut mal in eine typische Jugend/Mädchenzeitschrift, man bekommt dort ständig suggeriert, dass Mode der Schlüssel zur Einzigartigkeit ist (und die Großkonzerne stehen dabei gerne gegen Bares zur Seite). Im Gothentum ist das nicht wirklich anders, oder? Warum sollte man sich mit Einstellungen, Haltungen, Meinungen auseinandersetzen, wenn man seine Zugehörigkeit/Ticket zum freien Ausleben ganz bequem kaufen kann? Auf solche Leute hab ich in meiner Freizeit schlichtweg keine Lust, aber es sind genau die, die unbedacht konsumieren und nicht wissen, dass es Musik abseits von Blutengel und Combichrist gibt oder tolle Künstler aus diesem Umfeld und das es manchen Menschen mehr bedeutet, als sich schwarz anzuziehen und geil Party zu machen.

Die Szene ist sehr breit aufgestellt und hat ihre Formen des Mainstream entwickelt (was ich aber manchmal sogar ganz gut finde). Vielleicht ist es genau das, was es ermöglicht, dass man durch ein Outfit Zugang erhält. In den Anfängen war das möglicherweise anders, als noch alles so überschaubar war, dass man einigermaßen sagen konnte “du darfst mitspielen, du aber nicht”, oder so…

Abgrenzun zu den “Normalos” funktioniert, aber heute reicht es jedenfalls nicht mehr aus, als Erkennungsmerkmal den Bondagerock und das Rüschenhemdchen (oder was auch immer) anzuziehen, um auf offener Straße ins Gespräch zu kommen, zumal sich die Genre sehr krass voneinander abgrenzen und brav meiden. Da muss es schon spezieller sein (Bandshirts, wie bereits irgendwo erwähnt). Cyber und Batcaver…? Oh weia… Für den einen gehört der andere nicht zur Szene und der Cyber weis vielleicht gar nicht, dass dieser ominös gekleidedete Typi auch dazu gehört. Eigentlich schade, dass das so ist (und ich selbst kann mich nichtmal davon ausnehmen).

Ich für mich betrachtet bin einigermaßen stolz, um inwzischen sagen zu können: ich bin viel zu gerne ich selbst, als das ich auf die Idee käme mich zu verkleiden oder Kleidung zu tragen, die ich als unpassend zu meinem Inneren empfinde.

Xasch: wenn man unter “seinesgleichen” unterwegs ist und bequem mit dem Strom schwimmen kann, ist die Hemmschwelle vermutlich niedriger, als wenn man im Alltag versucht durch eine Verkleidung etwas zu kompensieren.

Daher glaube ich auch nicht, dass man mittels Verkleidung in das Selbstbewusstsein der gespielten Rolle hereinwächst- das Selbstwertgefühl ist an die Verkleidung gekoppelt und das Kostüm wird nur auf bestimmte Zeit in definiertem Rahmen getragen. Mag sein, dass es bei manchen Menschen anders ist, aber richtig vorstellen kann ich mir das nicht.

Shanti
Shanti (@guest_47383)
7 Jahre her

Das ist ja wirklich ein pokemon! (dem Plüschtier zufolge Pikatchu ) Ich habs erst für die Biene Maja… sorry, was ganz anderes gehalten

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