8 Februar

Spontis Wochenschau #4/11

von Robert ForstKategorie: Wochenschau11 Kommentare

Spontis WochenschauEine turbulente Woche. Jedenfalls in Webkultureller Hinsicht. Da werden Schlammschlachten geschlagen, Datenschutzdebatten losgetreten und in Ägypten schaltet man das Internet ab. Einfach so.  Es fällt mit schwer die Balance zwischen den Art der Meldungen zu bewahren, einige Meldungen und Geschichte habe mich sehr bewegt, während mich andere erheiterten. Ist es legitim sich nach der Geschichte von Julie über ein anderes Video zu amüsieren? Verlieren wir in der Flut der Informationen das Gefühl für richtig und falsch? Ich glaube ich bin heute etwas in düsterer Grundstimmung, ertrage auch gerade keine fröhliche Musik. Stundendepression nenne ich das mal. Kein Grund zur Panik, aber ich sehe mich außer Stande eine wertende Einleitung zu Erhaltung der Balance zu schreiben. Daher überlasse ich euch die Wertung, ich weiß ich kann mich auf euch verlassen. Den ganzen Artikel lesen… »


20 Dezember

Spontis Wochenschau #43

von Robert ForstKategorie: Vernetzt, Wochenschau2 Kommentare

Spontis WochenschauZielgerade. Während Deutschland im “Schnee-Chaos” versinkt schleicht sich unbemerkt die letzte Woche vor Weihnachten um die Ecke, grinst hinterlistig und verschwindet gleich wieder um Verwirrung stiften und Konzentration zu zerstören. Was muss ich noch? Was hab’ ich schon? Ich lasse mich aber nicht darauf ein, denn vergessen wird man sowieso etwas. Stattdessen stifte ich Unmut bei vielen Bekannten weil ich das Wetter wunderschön finde, lehne mich zurück und freue mich über die Hereinbrechende Dunkelheit, die die Stadt wieder in dieses diffuse Licht hüllt, wenn der Schnee die Lichtquellen reflektiert. Ich will aber ehrlich sein, als Autofahrer der vom fahren abhängig ist, mag das sicherlich kein Zuckerschlecken sein. Ich musste gestern Abend Spontilinchen vom Flughafen Düsseldorf abholen und dabei hat man echt keine Zeit sich auf die Landschaft zu konzentrieren. Den ganzen Artikel lesen… »


16 August

Die Geschichte der Zensur

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Die Zensur ist keine Erfindung von Ursula von der Leyen (CDU) und Wolfgang Schäuble (CDU), soviel ist sicher. Das es traurig ist, das in unserer heutigen Zeit immer noch etwas zensiert werden muss, brauche ich niemandem mehr zu erklären. Doch woher kommt die Zensur, was sind ihre Ursprünge? Im Mittelpunkt dieser Frage steht die Kirche, die in der düsteren Vergangenheit das Monopol für sich beanspruchte, die Welt zu erklären und den Menschen ihr Bild zu vermitteln. Schreiben und das verfassen von Bücher war ebenfalls fest in den Händen der kirchlichen Institutionen, Verfasser von Werken die mit dem Leitbild der Kirche nicht einhergingen wurden zensiert, verfolgt, verhaftet und sogar getötet. Spekulativ könnte man annehmen, Hexerei und Ketzerei sind eine Erfindung der Kirche um Menschen die ihre eigene Meinung kundtun bequem und Volkswirksam loszuwerden. Eine interessante Doku, die bei 3sat ausgestrahlt wurde erregte beim Kraftfuttermischwerk meine Aufmerksamkeit, ich fasse den Inhalt wie folgt zusammen:

Als im 15. Jahrhundert Gutenberg den mechanischen Buchdruck erfindet, gerät die Welt der Kirche ins wanken. 1450 werden Bücher gedruckt, eine Revolution. Auch gefährliche Inhalte und falsche Lehren im Sinne des christlichen Glaubens werden nun leicht und für jedermann zugänglich verbreitet. Die Kirche muss handeln, sonst läuft sie Gefahr ihre Rolle in der Gesellschaft aufzugeben. Zu allem übel kommt auch noch Martin Luther und klagt das bestehende System der Kirche an, Prunkbauten und das Monopol die Stimme Gottes niederzuschreiben. Papst Leo verpennt aber die Zeichen der Zeit und lässt Luther gewähren, die Lutherbibel wird ein Bestseller. 1541 ist Schluss mit lustig man beschließt die Zensur, ein Jahr später wird die Inquisition wird gegründet. Der Papst erlässt eine schwarze Liste mit Büchern, darunter natürlich auch die Luther Bibel, doch 1571 reicht das schon nicht mehr, man erfindet im Vatikan einen Arbeitskreis der für die nächsten 400 Jahre (!) das gute vom schlechten trennen soll.
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21 Juli

Milk, ein Film im Paralleluniversum

milk filmplakatGestern Abend kam ich den Genuss einen großartigen Film über den schwulen, amerikanische Bürgerrechtler Harvey Milk (1930-1978) zu sehen, der im gleichnamigen Film von Sean Penn dargestellt wird. Dabei beschreibt der Film der Werdegang des Lokalpolitikers bis zu seinem Mord durch seinen Stadtratskollegen Dan White. Der Film zeigt dabei ein erschreckendes Bild der amerikanischen Gesellschaft, das so aber auch in jedem anderen Land hätte stattfinden können. Erst in den 70er Jahren schaffte man ein Gesetz ab, das homosexuellen Geschlechtsverkehr als Sodomie bezeichnete und unter Strafandrohung verfolgt wurde.

Der Film beschreibt das Bestreben des Harvey Milk in den Stadtrat gewählt zu werden um etwas zu bewegen und seinen Kampf für Anerkennung, Toleranz und Gleichberechtigung. Dabei ist der Film immer wieder mit historischen Aufnahme gewürzt, die ihm eine sehr authentische Stimmung verleihen. Sean Penn, den ich eigentlich als Bad Boy des amerikanischen Kinos in Erinnerung habe, spielt hier grandios und sehr glaubhaft die Rolle des schwulen Politikers und nagelt seine Kritiker an die Wand des Schweigens.  Wer mit Gedanken spielt sich diesen Film anzuschauen, sollte seine Zweifel verwerfen und einen Blick auf die Produktion und ein Stück amerikanischer Geschichte werfen. Doch für mich hat der Film noch einen ganz interessanten Hintergrund, den ich euch kurz erläutern möchte: Den ganzen Artikel lesen… »


15 Juni

Ursula von der Leyen als Lügnerin entlarvt

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache3 Kommentare

Was wurde bislang nicht alles über die geplanten Seitensperrungen der Bundesregierung berichtet. So ungefähr das ganz Netz hat sich gefühlt damit beschäftigt, auch hier habe ich schon mehrfach darüber berichtet. Der November 2008 wird wohl dem ein oder anderen schmerzlich in Erinnerung bleiben, denn hier sprach Ursula von Leyen erstmals über die Pläne, Internetseiten mit Kinderpornographischem Inhalt vor dem Bundesbürger zu verstecken. In einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im März erzählt sie hochtrabend:

“Wenn man sieht, dass Internetanbieter in den skandinavischen Ländern, in der Schweiz, England und sogar in Italien das technisch beherrschen, dann muss man sich fragen, ob wir in Deutschland dazu nicht fähig sind…”

Halbwahrheiten, Wahlkampfgetöse und eine eiskalte Lüge. Wie im Handelsblatt berichtet wird, stellt die FDP Fraktion stellt eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung bezüglich der Sperrung von Webseiten mit kinderpornographischem Inhalt und erhält auch prompt Antwort mit erschreckendem Inhalt, auf Odem kann man dazu das ganze PDF-Dokument einsehen. Und das ist in meinen Augen keine Gute-Nacht Lektüre. Den ganzen Artikel lesen… »


28 Mai

Informationen zu Netzsperren und Zensur

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache8 Kommentare

ZensursulaKeine Ahnung? Keine Meinung? Nachdem ich bereits eindeutig zu Thematik Zensur von Kinderporno-Websites Stellung bezogen habe, möchte ich eine Informationssammlung zusammenstellen, die uninformierten oder unsicheren Menschen eine Möglichkeit bietet, eine eigene Meinung zu bilden. Ich versuche natürlich so objektiv wie möglich zu sein um halbwegs neutral Informationen zu veröffentlichen die alle Leser interessieren dürfte.  An der Karikatur links, die vom pantoffelpunk stammt, kam ich trotzdem nicht vorbei.

Die Petition an den Bundestag, die bald die 100.000er Marke geknackt haben dürfte ist sicherlich der erste Anlaufpunkt um passiv Partei zu ergreifen und seinen Standpunkt zu klären. Was die Abgeordneten verschiedener Parteien über die Zensurpläne denken und wie sie auf Fragen antworten hat der Webrocker in einem Artikel sehr schön zusammengefasst, dabei wird wieder einmal deutlich, wie differenziert die Thematik auch von Politikern betrachtet wird. Den ganzen Artikel lesen… »


10 Dezember

Brokeback Mountain in Italien zensiert

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache6 Kommentare

Als ich Brokeback Mountain 2005 zum ersten mal gesehen haben, war ich überrascht. Das liegt zum einen daran, das ich normalerweise den Film links liegen gelassen hätte da ich Western und die ganze Cowboy Romantik ganz furchtbar finde zum anderen interessierte mich die Kurzfassung der Story nicht sonderlich, ich hatte aber auch nur die ersten 2 Zeile gelesen. Glücklicherweise war es aber ein langweiliger und trister Tag, so entschloss ich mich den Film doch anzuschauen.

Er löschte mein Weltbild des harten Kerls dessen Leben so geradlinig verläuft wie seine sexuelle Orientierung endgültig aus meinen Gedächtnis. Der Film vernichtet das mythische Bild des Cowboys, handelt er doch von zwei zerrissenen Männern die ihre Homosexualität entdecken was im Amerika der 60er ein totgeschwiegenes Phänomen ist. Regisseur Ang Lee bekam einen Oscar für die beste Regie und der verstorbene Heath Ledger wurde nicht nur in der Schwulenszene zum Star sondern zeigte seine Qualitäten als Schauspieler.

Normalerweise gehörte dieser Film auf jeden Sendeplan öffentlich-rechtlicher Sendeanstalten, die sich zur Erfüllung ihres Bildungsauftrages um diesen Film reissen müssten. Das italienische Staatsfernsehen Rai Due beschnitt den Film am Montag um zwei Szenen, in denen zu sehen ist, wie sich die beiden Männer lieben. Wesentlich deutlichere heterosexuelle Liebesszenen sowie gewalttätige Szenen wurden nicht herausgeschnitten. Den ganzen Artikel lesen… »


8 Dezember

Briten blockieren Wikipedia Artikel der Scorpions

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache5 Kommentare

Seit Wind of Change kennt die Scorpions eigentlich jeder, die Hymne der deutschen Einheit gehört mittlerweile zu den tot gespieltesten Liedern meiner persönlichen musikalischen Zeitrechnung. Das dieser Wind der Veränderung die Alt-Rocker noch einmal mit Ihrer Vergangenheit konfrontiert, dürfte nicht nur innerhalb der Band für Aufsehen gesorgt haben. Stein des Anstoßes ist das Cover des 1976 erschienen Albums Virgin Killer (Jungfrauen Mörder), das ein nacktes und offenbar kindliches Mädchen hinter einen zersprungenen Glasscheibe zeigt. Wikipedia zeigt dieses Cover in ihrem englischsprachigen Artikel über dieses Album und wurde deswegen für die britischen Nutzer des Internets gesperrt.

Die 6 größten britischen Internetprovider sind der Empfehlung der Internet Watch Foundation (IWF) nachgekommen und haben den Zugang zu diesem Artikel blockiert, damit kann der größte Teil der britischen Bevölkerung diesen Artikel nicht mehr aufrufen.  Sie fürchten, mit dem Gesetz zum Schutz vor Kinderpornographie in Konflikt zu kommen. Schon 1976 sorgte das Cover international für Aufsehen und wurde durch einige Länder zensiert und durch die Darstellung der Bandmitglieder ersetzt, um den kommerziellen Erfolg nicht zu gefährden. Den ganzen Artikel lesen… »


16 November

Lutz Heilmann gegen Wikipedia: Zensur pur

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache6 Kommentare
Wikipedia Screenshot

Wikipedia Screenshot

Eigentlich wollte ich nur eine Zeitschrift kaufen, doch das Radio des Kioskbetreibers machte diese Pläne zunichte. Wie ich da hörte, geht es um einen gewissen Lutz Heilmann, Politiker der Linken und Mitglied des Bundestages der mit einem Eintrag zu seiner Person, die auf Wikipedia zu lesen ist nicht einverstanden war. Anstatt aber nur seinen Eintrag sperren zu schliessen hat sich dafür entschieden gleich die ganze Seite sperren zu lassen. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich der Meinung, das sei so einfach gar nicht möglich. Getäuscht habe ich mich, denn kaum zu Hause angelangt las ich auf der Internetseite von Wikipedia:

Mit einstweiliger Verfügung des Landgerichts Lübeck vom 13. November 2008, erwirkt durch Lutz Heilmann, MdB (Die Linke), wird es dem Wikimedia Deutschland e.V. untersagt, “die Internetadresse wikipedia.de auf die Internetadresse de.wikipedia.org weiterzuleiten”, solange “unter der Internet-Adresse de.wikipedia.org” bestimmte Äußerungen über Lutz Heilmann vorgehalten werden. Bis auf Weiteres muss das Angebot auf wikipedia.de in seiner bisherigen Form daher eingestellt werden. Der Wikimedia Deutschland e.V. wird gegen den Beschluss Widerspruch einlegen. (Quelle: wikipedia.de)

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