29 November

Gothic Friday November: Du musst dein Ändern leben (Kathi)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: Keine Kommentare

rainer-mariaKathi, die in ihrer Freizeit auch mal gerne Leute im Filmpark Babelsberg erschreckt, ist eine der treuesten Spontis-Leserinnen und Teilnehmerinnen des Gothic Fridays. Dass die Berlinerin, die immer wieder bei Demonstrationen in Berlin ihrer Meinung Nachdruck verleiht, zum aktuellen November-Thema etwas schreiben wollte, ja schreiben musste, liegt daher auf der Hand. Ich freue mich sehr, das sie es trotz einiger Unwägbarkeiten in ihrem Leben doch noch geschafft hat, ihre Sicht der Dinge beizutragen:

Ehe man andere beurteilt, sollte man bei sich selbst anfangen. So sehe ich das jedenfalls. Ich kann daher Rilkes Aussage, die auch die Überschrift zu meinem Beitrag spendet, zu hundert Prozent unterschreiben. Abgesehen davon, dass ich noch nicht lange genug dabei bin, um zu beurteilen, wie unsere Subkultur in Sachen Veränderungswillen aufgestellt ist. In der Gothic-Szene habe ich Solche und solche Menschen kennengelernt. Die meisten Menschen, die etwas verändern wollen, lerne ich auf der Straße bei Demonstrationen kennen und da sind die Gruftis eher in der Minderheit. Den ganzen Artikel lesen… »


27 November

Gothic Friday November: (Nur) Abgrenzung oder Gesellschaftskritik? (Majudi)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 3 Kommentare

Offensichtlich beschäftigt die Frage, ob in der Gothic-Szene Abgrenzung oder Gesellschaftskritik im Vordergrund steht, auch einige Leser, die bisher noch nicht in Erscheinung getreten sind. Umso mehr freut es mich, dass Majudi ebenfalls darüber nachgedacht hat und ihre Gedanken in schriftlicher Form in meinen virtuellen Briefkasten steckte. Doppelt beeindruckt war ich dann vom schieren Umfang ihrer Ausführungen, die einen sehr intensiven Gedankenprozess mit der Frage offenbaren. Was zum Beipsiel Che Guevara mit der Sache zu tun hat, erzählt Sie uns am besten selbst.

Steckt in „der“ Gothic-Szene Gesellschaftskritik und wenn ja wie viel, oder welche? … Puh … eine Frage, die ich mir immer wieder gestellt habe, eher zweifelnd in Bezug auf einen gesellschaftskritischen Gehalt der Szene. Eine Antwort für mich habe ich mittlerweile beziehungsweise für den Moment gefunden.   Den ganzen Artikel lesen… »


26 November

Gothic Friday November: Und ewig lebt der Selbstbetrug! (Orphi)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 7 Kommentare

Sabrina The Bat EulenforstIch finde, dieser Gothic Friday suggeriert, dass die Schwarze Szene sich gegen die Gesellschaft auflehnt und ihr durch rebellisches Verhalten etwas entgegensetzt. Das hat die Schwarze Szene aber noch nie auch nur ansatzweise gemacht.

Die Hippies haben der Gesellschaft eine Vision von freier Liebe und „Friede, Freude Eierkuchen“ entgegengehalten. Sie haben Kommunen gegründet, haben versucht, die Gesellschaft zu kritisieren und zu verändern.

Die Punks haben sich aktiv und aggressiv gegen das Establishment gestellt und sich deutlich nonkonformistisch verhalten, um bestehende Machtstrukturen zu zerschmettern und unter dem Motto „No Future“ auf ihre Perspektivlosigkeit hinzuweisen. Es gab radikale soziale und politische Forderungen. Den ganzen Artikel lesen… »


24 November

Gothic Friday November: Ein kleiner Funken bewusster Abgrenzung ist immer noch dabei (Lilia)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: Keine Kommentare
Gesellschafts und Szene-Kritik

Verkommen wir zur Party- und Selbstdarstellerkultur?

Aus der Stille der Mitleser springt Lilia über ihren Schatten ins schale Licht unseres kleines Mondes – was mich sehr freut – obwohl das wieder die Stimmung, die der Mond verzweifelt aufzubauen versuchte, zerstört. Für das Thema „Gesellschaftskritik“ des diesmonatigen Gothic-Fridays wollte sie etwas beitragen und hat mir ihren Text geschickt. Für Lilia ist immer noch einer kleiner Funke ihrer bewussten Abgrenzung dabei – nur einfach so zählt sie sich nicht zur Szene. Worin Ihre Abgrenzung liegt und warum sich solche Einstellungen immer weniger finden, könnt ihr selbst herausfinden:

Gesellschaftskritik

Mir war schon immer alles ein wenig zu schnell, zu laut und zu bunt. Heute ist es das oft mehr den je. An manchen Tagen bin ich es leid, in einer Gesellschaft zu leben, die von Egoismus, Schnelllebigkeit, Konsumwahn, Geld, Gewalt und Oberflächlichkeit dominiert wird. Es geht meinem Empfinden nach, nur noch darum, immer schneller der neuesten Technik und den aktuellsten Trends hinterherzujagen. Online-Shops und flexible Finanzierungsmöglichkeiten ermöglichen es uns, in Sekundenschnelle Kram zu erwerben, den wir eigentlich gar nicht benötigen. So etwas wie Wertschätzung gegenüber materiellen Dingen existiert immer mehr genauso wenig (Stichwort: Wegwerfgesellschaft), wie Respekt, Hilfsbereitschaft und Achtsamkeit gegenüber Mitmenschen. All das heiße ich nicht gut. Den ganzen Artikel lesen… »


19 November

Gothic Friday November: Misanthropische Tendenzen (Tanzfledermaus)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 7 Kommentare

Misantropische TendenzenFür Tanzfledermaus steht dieser Gothic Friday im Zeichen der Misanthropie, über die Schopenhauer schon so treffend schrieb: „So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab.“ Lest, welche Fehler Sie verabscheut und ihr Misstrauen stetig wachsen lassen.

Mein Menschenbild war eigentlich noch nie das allerbeste, aber aktuell befinde ich mich wohl in einer sehr misanthropischen Phase, ausgelöst durch ein paar sehr unschöne Erfahrungen im – vermeintlichen Freundeskreis. Begannen meine schlechten Erfahrungen in der Kindheit (von den Mitschülern in der Grundschule gedisst, in der Mittelstufe ignoriert, in der Oberstufe zwar akzeptiert, aber doch nur mit wenig engeren Kontakten), so kamen in den späteren Jahren immer wieder zum Teil schwere Enttäuschungen und Verletzungen hinzu. Inzwischen zähle ich nur noch sehr wenig Menschen aus meinem Umfeld als Freunde oder generell vertrauenswürdig. Ich habe auch nur noch wenig Lust, neue Menschen kennen zu lernen. Und auch langjährige Freunde und Bekannte entpuppten sich oft als falsch und respektlos. Den ganzen Artikel lesen… »


17 November

Grufti Haarkunst – Wie ging das denn damals so?

von Kategorie: Do-Goth-YourselfDiskussion: 22 Kommentare
Haare bauen - Mone früher

Das war so 1990 rum irgendwo im tiefsten Bayern. Ich vermute im Melodrom. Vielleicht erkennt ja wer den Hintergrund?

Vor rund einem Jahr schrieb Mone vom Rabenhorst von Türmen, Tellern und Iros aus längst vergangenen Zeiten und blickte etwas wehmütig auf die heutige Szene, die sich aus ihrer Sicht und aus welchen Gründen auch immer, mit „Perücken, Hüten, Hörner oder sonstige Headpieces, mal mehr oder weniger passend zu ihren Kleidern“ schmückt. Bei einer Haare-Bau-Session mit Orphi im heimischen Eulenforst wurde der Entschluss gefasst, die Angelegenheit mal zu dokumentieren und für die Nachwelt zu erhalten. Jetzt hat sich Mone ein hingesetzt und eine Art Foto-Love-Story über das Haare bauen verfasst:

Ich habe lange überlegt, genau genommen fast 2 Jahre, ob ein kurzer Artikel über das „Stellen von Haaren“ überhaupt Sinn macht. Angesichts zahlreicher Styling-Anleitungen bei YouTube fand ich einen weiteren Beitrag im Internet eher überflüssig, zumal es sicher heutzutage auch viele mehr Möglichkeiten oder Hilfsmittel (wie zum Beispiel Styling-Puder) gibt. Meine Erfahrungen und Praktiken sind hier doch eher Old-School, also locker über 25 Jahre alt, auch wenn sie natürlich nach wie vor funktionieren.

Ausschlaggebend für diesen Beitrag war dann jetzt aber doch die jüngste Nachfrage eines jüngeren Haarbau-Profis, wo man ein vernünftiges Kreppeisen herbekäme und wie das mit dem Kreppen eigentlich denn so funktioniert. Nun gut. Eine Foto-Story ist ja ein bisschen was anderes als ein Video und zufällig habe ich gerade etwas Zeit. Los geht’s, so war das also damals…. Den ganzen Artikel lesen… »


14 November

Neofolk – Eine Wahrheitssuche zwischen Vereinnahmung und Deutungshoheit

von Kategorie: BrennpunktDiskussion: 20 Kommentare
Douglas P. (Death in June)

Douglas P. (Death in June)
(c) Thorium Heavy Industries

Neofolk ist in vielerlei Hinsicht ein Zankapfel. Für die einen ist es die letzte Form echter musikalischer Rebellion, für die anderen, wie beispielsweise das Rolling Stone Magazin, der „Der Sound der Neuen Rechten“ und eine Einladung an rechte Ideologien. Viele Künstler dieses Genre fühlen sich missverstanden und die Menschen vor der Bühne in eine Ecke gestellt, in der sie nicht stehen möchten. So sind es Musikjournalisten und Kritiker, Bands und Künstler die die Deutungshoheit für Neofolk an sich reißen, doch das wird nicht den Fans gerecht, die dieses polarisierende Genre schätzen und durchaus in der Lage sind, sich differenziert mit dem Thema auseinanderzusetzen. Auch Spontis hat sich bereits in der Vergangenheit mit den Symboliken und Vereinnahmungsversuchen dieses Genre befasst, konnte sich jedoch nie in die Hörer versetzen, die Neofolk leidenschaftlich verfolgen. Autor +VLFBERH+T möchte diese Lücke schließen und lädt ein, seiner Annäherung zu folgen und sich selbst ein Bild zu machen.

But, What Ends When the Symbols Shatter?

Eigentlich wollte ich eine Artikelreihe über Neofolk schreiben, meine ganz subjektive Meinung zu Szene, Szenerie und so weiter. Aber der unsägliche Rolling-Stone-Artikel (das muss man dem RS lassen: Die klaren Worte von Jännerwein, welche sich im Widerspruch zum Artikel befinden, haben sie veröffentlicht) hat mir da dann doch einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mein Artikel wäre zu einem (zwangsläufig) unzureichenden Versuch verkommen, Neofolk möglichst multiperspektivisch zu erklären, was letztlich daran scheitern muss, dass es es zwangsläufig immer weitere Fragen aufwerfen würde, denn: Den ganzen Artikel lesen… »


11 November

Gothic Friday November: Wer resigniert, hat bereits verloren! (Teufelsweib)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 3 Kommentare

Gothic Friday - TeufelsweibBisher, so schreibt uns das Teufelsweib in ihrer E-Mail, war sie nur stille Mitleserin, möchte es sich aber nicht entgehen lassen, zum aktuellen Gothic-Friday ein wenig beizutragen. Das wir darüber hinaus ihre rettende Insel in der sonst so „ungothischen Welt“ sind, freut uns natürlich umso mehr – auch wenn das ja dem Klischee nach wieder ungothisch wäre.  Lest, warum Teufelsweib von unserer Versklavung spricht und was Sie ablehnt und bekämpft. Vielleicht trägt Sie ihren Kampf auch weiterhin im Gothic Friday aus und lässt uns an ihren Gedanken teilhaben.

Gothics … wieviel Gesellschaftkritik steckt dahinter? Wie seht ihr das?
Mein Eindruck ist der, dass zu aller Anfang Gesellschaftskritik und Distanzierung größtenteils Ausdruck der Szene war. In den letzen 10 – 15 Jahren ist diese jedoch leider zu einer überwiegend leeren Hülle, Maskerade beziehungsweise Verkleidung verkommen und teils dem üblichen Kommerz verfallen ist, in den Medien ausverkauft und prostituiert worden. Die Alteingesessenen mit entsprechender Einstellung und Kleidung/Frisur sind rar gesät, die Junggothen passen sich eher an, sind oft nur Freizeitgothen, von Rebellion kriege ich gar nichts mit. Stattdessen ein Sehen und Gesehen werden, dazugehören wollen – frei nach dem Motto „wer ist der/die Schönste im ganzen Land“ – auf der Fete am Wochenende oder am Festival mal Prinz oder Prinzesschen sein, das ist angesagt. Den ganzen Artikel lesen… »


9 November

Gothic Friday November – Ich habe genug Gründe, nonkonform zu sein (Svartur)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 5 Kommentare

Svartur Nott - StylingDas Novemberthema stand schon länger auf meiner Wunschliste für den Gothic Friday. Seit ich mich mit dem Phänomen der Schwarzen Szene und insbesondere mit dem Anteil „Gothic“ beschäftige, stelle ich mir genau diese Frage: Ist Gesellschaftskritik unabdingbarer Bestandteil von beiden, also Schwarzer- und Gothic (als Teil der Wave)-Szene? Und warum trenne ich das überhaupt?

Die Schwarze Szene ist für mich nur der schwammige Überbegriff einer äußerst heterogenen (Menschen)masse, welche musikalisch von Metal-Gitarren, über Dudelsack und Drehleier, bis hin zu technoiden Hoover-Sounds reicht. Ebenso vielfältig sind die Inhalte. Kann man ihr pauschal eine übergreifende gesellschaftskritische Haltung unterstellen? Ich behaupte, nein, das kann man nicht. Natürlich gibt es dort nicht wenige Künstler und Individuen, die eine solche Haltung haben, aber eben auch mehr als genug Hedonisten, welche das Ganze (am Wochenende) nur aus Spaß an der Freude mitmachen. Den ganzen Artikel lesen… »


4 November

Grufti-Fete 1993: Die unheimliche Kerstin feiert ihren 30. Geburtstag – Und alle kamen

von Kategorie: Dunkle VergangenheitDiskussion: 8 Kommentare

geburtstagsfeierWie war das eigentlich mit dem Kennenlernen, als noch keine sozialen Netzwerke gegeben hat? In meiner Jugend und bis in die späten 90er waren das unter anderen die sogenannten „Feten“, falls das Wort noch jemand kennt, die zu allen möglichen Gelegenheiten im elterlichen Party-Keller in angemieteten Jugend-Clubs oder den Sälen irgendwelcher Gaststätten stattfanden. Geburtstagsfeten waren großartigen Gelegenheiten, neue Leute kennen zulernen. Einen Teil der Leute kannte man meistens, während der andere Teil aus Unbekannteren bestand, die aus anderen Orten, Schulen oder sonstigen Cliquen kamen. Da war man einfach viel lockerer, weil man ja meistens ein paar Leute kannte, die wiederum ein paar andere Leute kannten mit denen man dann ins Gespräch gekommen ist, von denen man dann nicht selten ebenfalls eingeladen wurde. Gespräche waren sowieso wichtiger als Musik, die erst im Laufe der Nacht an Bedeutung gewann. Wie das damals so war, auf einer dieser Feten, erzählt uns Malte in seinem neuesten Artikel aus seiner „Dunklen Vergangenheit„.

Wir sind im Jahr 1993. Jeder von uns kannte Kerstin. Obwohl sie im eigentlichen Sinne keine Prominente ist, war sie in unserer Szene überall anzutreffen. Egal, wohin man fuhr, egal, wo etwas los war: Kerstin war schon da. Fast schon ein bisschen unheimlich, aber an Kerstin kam niemand vorbei. Im September (?) 1993 sollte Kerstin 30 Jahre alt werden und hatte zu ihrer Geburtstagsfeier eingeladen. Jeder wusste davon. Es konnte kommen, wer wollte und es war schon irgendwie eine große Ehre, von ihr persönlich eingeladen worden zu sein… Den ganzen Artikel lesen… »