12 März

Underground Festival Guide 2015

von Kategorie: VeranstaltungenDiskussion: 16 Kommentare
Spontis Thema

Update im Underground Festival Guide 2015! Von August bis September sind wieder viele spannende Veranstaltungen dabei. Die Luft wird wärmer, es riecht nach Frühling und die ersten Sonnenstrahlen locken auch den schwärzesten Schwarzkittel aus seinen Mauern (wer das Gegenteil behauptet lügt!). Zeit also sich zu fragen, wie die erste Zeit des Jahres angemessen verbracht werden kann. Zumal schon seit vielen Jahren der Untergang des „wahren“ Gothentums beklagt wird, sich die großen Kassenschlager mit immer den gleichen Bands ins Zentrum der negativen Aufmerksamkeit rücken und das WGT den bitteren Beigeschmack einer glitzerbunten Modenschau und des oberflächlichen Konsums hat. Doch die Subkultur lebt und hat abseits der großen Festivals einiges zu bieten.

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3 August

1981: Deutsche Welle – Ein Film über verschmähte Perlen der 80ern

von Kategorie: Back to the RootsDiskussion: Keine Kommentare

Deutsche WelleWährend man die Wortschöpfung “New Wave” gemeinhin als Synonym für coole englisch-sprachige Musik aus den späten 70ern und frühen 80ern empfindet, so steht der deutsche Ableger, die “Neue Deutsche Welle (NDW)” doch eher unter dem Stern der Lächerlichkeit. Auf Bierzelt-Party-Sampler gebrannt, in deutschen Hitlisten zu Tode gedudelt und auf immer die gleichen 50 Stücke reduziert, fristet das Genre seit seinem Höhenpunkt in den frühen 80ern ein Schattendasein und ist allenfalls Grund, so manch abgehalftertem Musiker zu einem fragwürdige Comeback zu verhelfen. Zu Unrecht.

Die Deutsche Welle war ein äußerst ergiebige Zeit musikalische Kreativität. Der Geist des Punk, selber machen um jeden Preis, machte aus den zurückgezogen Nerds mit Synthesizern und zusammengewürfelten Schulbands mit Gitarre, Bass und Schlagzeug in atemberaubender Geschwindigkeit Bands. Einige davon mit beachtlichem Erfolg, denn zu Beginn der 80er lechzte die gebeutelte Musikindustrie nach frischem und leicht verdaulichen Sound. Sie fanden ihm im Überfluss: Wer kennt nicht Nena, Trio, Peter Schilling und Hubert Kah? Verkauft auf Teufel komm raus. Doch unter der Oberfläche der Hitparaden und unter dem Karnevalskostüm des Mainstream tummelten sich unzählige Perlen dieser Zeit. Wer kennt schon Bands wie Palais Schaumburg, Östro 430, Bärchen und die Milchbubies oder Brausepöter? Den ganzen Artikel lesen… »


30 Juli

Amphi in der Lanxess-Arena – Mit dem Charme eines Luftschutzbunkers

von Kategorie: Szene im BlickDiskussion: 16 Kommentare
lanxess arena

Die Lanxess-Arena. Neue Heimat für das Amphi-Festival?
© Eckhard Henkel, Wikimedia Commons, CC by-sa

Bei der Premiere des Amphi-Festivals in der Kölner Lanxess Arena ging es stürmisch zu. Sturmtief “Zelijko” sorgte am Samstag dafür, dass die Außenbereiche geschlossen blieben, der Ablaufplan durcheinandergewirbelt wurde und etliche Bands ersatzlos ausgefallen sind. Immerhin profitierte das Festival bereits vom Umzug in die große Arena, denn am Tanzbrunnen hätte es wohl noch eingeschränkter stattfinden müssen, wenn es nicht sogar abgesagt worden wäre. Einige andere Festivals in der Region hatten weniger Glück: Das Juicy-Beats Festival im Dortmunder Westfalenpark wurde abgesagt. Tausende Fans warten nun auf eine Rückerstattung. Am Sonntag konnte das Amphi dann aufdrehen, die Außenbereiche wurden wieder geöffnet und auch das Wetter zeigte sich von seiner freundlicheren Seite.  Doch wie war die Atmosphäre auf dem Amphi? Konnte der Veranstalter den Erwartungen der Gäste gerecht werden? Eignet sich die Lanxess-Arena überhaupt für solch schwarze Musikspektakel? In den sozialen Kanälen gehen die Meinungen weit auseinander und auch die Presse spiegelt dieses Bild wieder. Im Kölner Stadtanzeiger wird Besucherin Dagmar zitiert: “Ihre Stimmung hielt sich in Grenzen: „Eine Atmosphäre zwischen Flughafenhalle und Eishockey. Das passt überhaupt nicht zur Szene“, sagt die 35-Jährige. Sie trauert dem Tanzbrunnen nach.Den ganzen Artikel lesen… »


27 Juli

Cementiri de Montjuïc – Prunkvoller Friedhof in Barcelona

von Kategorie: Finstere OrteDiskussion: 1 Kommentar

Cementiri de MontjuïcMan hat mir erzählt, dass die Einheimischen den Friedhof auf Barcelonas Berg, dem Montjuïc, nicht mögen. Die Vorstellung, dass ein Friedhof eine Sehenswürdigkeit sein könnte, ist ihnen fremd. So ist es, nicht ganz unerwartet, menschenleer als ich den Eingangsbereich des Friedhofs erreiche, nur ein gelangweilter Wärter im klimatisierten Häuschen spielt mit seinem Smartphone. Ich freue mich auf einen ungestörten Tag auf dem Friedhof, der 150 Jahre spanische Gräberkultur präsentiert und den man anhand eines Tourplans auf drei unterschiedliche Routen erkunden kann. Auf der Suche nach den Plänen betrete ich das Gebäude der Friedhofsverwaltung. Der Infostand ist ebenfalls leer, nur eine lächelnde Putzfrau zeigt mir – sie ahnte wohl mein Begehren – die entsprechenden Ständer. Mit meinem Plan für die historische Route und meinem Fotoapparat bewaffnet, meistere ich die ersten Treppen, die den Eingang des Friedhofs markieren. Den ganzen Artikel lesen… »


24 Juli

Reportage: Faszination schwarze Szene – Alles, nur nicht bunt?

von Kategorie: Szene im BlickDiskussion: 16 Kommentare

Boettinger auf der SucheBettina Böttinger war auf der Suche nach der Faszination der Schwarzen Szene. Ist sie fündig geworden? Gestern Abend versammelten sich gegen 22 Uhr ungewöhnlich viele schwarz gekleidete Menschen vor dem Fernseher oder den Computerbildschirmen, um die Sendung “b.sucht” im WDR zu verfolgen. Wieder eine Reportage über die Schwarze Szene? Schon im Vorfeld der Sendung wurde bei Spontis darüber diskutiert, welches Bild man von der Szene zeichnet und ob man an einem erneuten Versuch die schwarze Subkultur zu erklären, erstickt. Die Erwartungshaltungen schwankten dann auch zwischen brennender Neugier, schwelender Skepsis und offener Ablehnung. “Ich verstehe irgendwie immer noch nicht, warum wir unsere Szene erklären sollen/wollen. Mir ist es schrecklich egal was die Leute da draußen tun und warum sie etwas tun und so tue ich etwas und es ist meine Sache und nicht die der ganzen Welt.” Die Frage, warum man sich den Medien immer wieder anbiedert, wurde da in den Raum geworfen. Sind also Hebamme Alexandra, Abiturient Valentin und Familie Mörkens-Köller geltungsbedürftige Selbstdarsteller?  Den ganzen Artikel lesen… »


14 Juli

Bettina Böttinger sucht die Faszination der schwarzen Szene

von Kategorie: DokumentationenDiskussion: 17 Kommentare
Ab dem 16. Juli zeigt der WDR die neue Folgen von "b.sucht" © WDR/Bettina Fürst-Fastré

Ab dem 16. Juli zeigt der WDR die neue Folgen von “b.sucht”
© WDR/Bettina Fürst-Fastré

Am 23.07.2015 um 22:00 Uhr strahlt der WDR die Reportage “Faszination Schwarze Szene” aus der Reihe “b.sucht” mit Bettina Böttinger aus. Bereits im März dieses Jahres nahm die Redaktion von Böttingers eigener Produktionsfirma Encanto TV Kontakt zu mir auf, um mich um Hilfe bei der Suche nach möglichen Protagonisten zu bitten. In der Sendung besucht Böttinger Menschen aus Nordrhein-Westfalen und stellt sie mit ihren ganz eigenen Geschichten vor. Für die neue Staffel, die nun ausgestrahlt wird, soll es auch um Menschen gehen, die sich innerhalb der schwarzen Szene bewegen. “Welche Gedanken treiben Anhänge dieser Kultur an? Mit welchen Vorurteilen haben sie zu kämpfen? Was finden sie in der Schwarzen Szene?” Das sind nur einige Fragen, mit denen sich die Reportage beschäftigen will. Eine ganze Weile habe ich mit mir gekämpft, um schließlich doch den Optimismus gewinnen zu lassen und meine Hilfe anzubieten.
Bisher konnte ich den bitteren Beigeschmack noch nicht aus dem Mund bekommen, denn bislang ist die Reportage noch nicht zu sehen gewesen. Ich möchte mit diesem Artikel den Transparenzgedanken hochhalten und einen kleinen Einblick “hinter die Kulissen” bieten, auch wenn ich selbst nicht bei der Reportage mitgemacht habe. Nun aber erstmal von Anfang an: Den ganzen Artikel lesen… »


11 Juli

Tagebucheintrag #7: Mein Leben im Kino

von Kategorie: AnsichtssacheDiskussion: 4 Kommentare

das schaurig schoene tagebuchIch liebe Filme. Keine Ahnung, wie viele ich schon gesehen habe, und wie oft ich manche Filme wiederholt angeschaut habe. Es müssen Tausende gewesen sein. Ganz besonders gerne gehe ich dafür ins Kino, vorausgesetzt der Film passt zum Kino. Es gibt sogar Filme, die sind meiner Ansicht nach nur fürs Kino gemacht. Twister, der Film mit dem Wirbelstürmen, zum Beispiel: Den kannst du zu Hause noch so laut stellen und auf einem noch so großen Fernseher genießen, es ist nicht zu vergleichen. Ich lasse mich lieber in die wohlige Dunkelheit des Kinosaals sinken und kralle mich in den Armlehnen fest, wenn im neuesten Mad Max die Fahrzeuge durch die Wüste rasen und einen Teil der Sinne völlig vereinnahmen. Ich erinnere mich noch ziemlich genau an meinen ersten Besuch im Kino. Im Grunde erinnere ich mich an viele Kinobesuche, vor allem dann, wenn sie mit kleinen Anekdoten aus schlechten und auch schönen Erinnerungen verbunden sind. Den ersten Kuss habe ich zum Beispiel im Kino genossen, meinen ersten Rausch im Kino ausgeschlafen und mich schon mal in eine Vorstellung für ältere reingeschmuggelt. Dies ist also kein Tagebuch-Eintrag über die besten und schlechtesten Filme meines Lebens, sondern mein Leben in Form von Kinobesuchen – dass ich noch nicht früher auf die Idee gekommen bin! Den ganzen Artikel lesen… »


3 Juli

Vampirfilm: Only Lovers Left Alive – Düsternis und Schwere mit seidiger Leichtigkeit

von Kategorie: Filme und VideosDiskussion: 4 Kommentare

Vampirfilm Only Lovers Left Alive

Ein sich drehendes Firmament. Kleine helle Punkte, die formiert im Schwarzen einen sanften Reigen tanzen. Schweife ziehen, Linien bilden und im Schwarz zu einer Schallplatte verschmelzen. Sqürl – Funnel of love. Ein Stück 60er. Verrucht und mystisch anmutende Gitarrenmusik. Leises Klingen und eine whiskeygeschwängerte, verrauchte Frauenstimme – „Here I go falling down, down, down. My mind is a blank. My head is spinning around and around, as I go deep into the funnel of love“ – breitet sich aus über eine sich sanft drehende Oberansicht eines Zimmers. Gedämpfte, warme Beleuchtung, dunkle, schwere Teppiche. Auf dem Boden vor dem Bett, umgeben von unzähligen Büchern, eine blasse, blonde Frau, die Hände neben sich gelegt, die Augen geschlossen. Wie im Rausch. Wie in einer anderen Sphäre auch der Mann auf dem antik anmutenden Sofa in den nächsten Bildern. In entspannter Haltung zurückgelehnt, eine Laute auf dem Schoß, die Hände daneben ausgebreitet. Beinah antike Elektrogeräte auf den alten Teppichen, fahles Licht. Düsterschwere Leichtigkeit und der Geschmack von damals, vor langer Zeit. „It’s such a crazy, crazy feeling, I get weak in the knees, My poor old head is a reelin’, As I go deep into the funnel of love.“

Kling. Den ganzen Artikel lesen… »


1 Juli

Friedhof Ohlsdorf – Eine beruhigende Lebendigkeit

von Kategorie: Finstere OrteDiskussion: 2 Kommentare

Engelskind ruht in Frieden - OhlsdorfEin Friedhof, auf dem Autos und Fahrräder herumfahren? Eine Unmöglichkeit, dachte ich bisher. Leserin Kerstin, die einige schon von ihren Bildern vom Frankfurter Hauptfriedhof kennen, empfindet jedoch genau diese Lebendigkeit auf dem Ohlsdorfer Friedhof als beruhigendes Element. Und schon verliert man sich in Gedanken über Pietät und das Verhältnis zum Tod, ob man will oder nicht. Ein Fernsehbeitrag vom NDR, auf den sie mich auch aufmerksam machte,Ihre Bilder – eine Mischung aus neuem und altem Material – hat sie diesmal mit ihren ganz eigenen Eindrücken versehen, die ein Stück ihre Faszination für diesen Friedhof erklären.

Der Hamburger Friedhof Ohlsdorf ist der größte Parkfriedhof der Welt. Auf einer Fläche von rund 391 Hektar wurden seit dem 1. Juli 1877 – heute feiert er seinen 138. Jahrestag – über 1,4 Millionen Beerdigungen durchgeführt unter anderem die von Gustaf Gründgens, Hans Albers, Inge Meysel und Heinz Erhardt. Doch bevor ich mich über einen Friedhof auslasse, den ich leider noch nicht besucht habe, lasse ich Kerstin zu Wort kommen. Den ganzen Artikel lesen… »


26 Juni

Zeltplatzidylle und WGT-Gefühle – Remember the days!

von Kategorie: VeranstaltungenDiskussion: 6 Kommentare

WGt 2015 - Tanzen bis ins MorgengrauenNachdem wir über unsere WGT-WG in Leipzig berichteten, in der wir nahezu unverschämt luxeriös in einer gemieteten Wohnung abgestiegen waren, ist es Zeit ein Blick über den Tellerrand zu werfen. Spontis-Autorin Flederflausch berichtet von “ihrem” Besuch in Leipzig – ein wunderbares Tagebuch zwischen sehnsüchtiger Melancholie und dem Gefühl “nach Hause” zu kommen.

Wave Gotik Treffen 2015. Mein sechstes. Alles schon besondere Routine sollte man meinen – ist es eigentlich auch – aber dieses Jahr ist etwas irgendwie…anders. War ich sonst die Woche vor Pfingsten schon mit Vorbereitungen beschäftigt und dank To-Do-Liste top vorbereitet, überrollt mich dieses Jahr ganz ungeniert das Alltagsleben und ich stelle Mittwochnachmittag leicht erschrocken fest, dass ich mich mit dem Packen mal etwas ranhalten sollte und habe gleich schon gar keine Lust mehr (ich gebe zu, die Hälfte der Zeit vor dem WGT und während des WGT bin ich immer ganz traurig, weil es bald wieder vorbei ist). Als wir (fröhlicher Mitcamper und freundlicher Fahrdienst Matthias und ich) Donnerstagmittag auf der Autobahn die erste vollbepackte Gruftikutsche sichten, packt mich dann doch die vollste Begeisterung und ich winke bei jedem Überholen freudig wie ein kleines Kind auf dem Weg in den Zoo. Coming home. Den ganzen Artikel lesen… »


24 Juni

German-Ness: Ein Reiseführer für Einsteiger zum WGT in Leipzig

von Kategorie: VeranstaltungenDiskussion: 2 Kommentare

Videoscreenshot German-Ness WGT 2015Neulich wurde ich von Expedia gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ihren alternativen City Guide “GERMAN-NESS” vorzustellen, denn die waren – so schrieb man mir – auch auf dem WGT 2015 in Leipzig unterwegs und haben sich unter anderem mit Chris Pohl von Blutengel unterhalten. Ich habe mir das Video natürlich gleich angeschaut, um meine schwelende Skepsis zu nähren und sie erwartungsgemäß zur Ablehnung wachsen zu lassen. Doch ich war überrascht, denn nicht nur die Moderatorin macht ihre Sache gut, sondern auch Chris Pohl, mit dem ich mich zugegebenermaßen noch nicht wirklich auseinandergesetzt habe. Ich finde ihn ganz sympathisch.  Ich sagte zu, das Video vorzustellen. Aber eins nach dem anderen. Den ganzen Artikel lesen… »