6 September

Gothic Friday September – Im Schatten des Netzes

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 12 Kommentare
Spontis Thema

Das Internet ist ein mittlerweile nicht mehr wegzudenkender Bestandteil unseres Alltags, was am Ende des 20. Jahrhunderts in einer Blüte aus zahlreichen Internetforen und Chatrooms kulminierte. Mit dem neuen Jahrtausend stiegen die sogenannten „soziale Medien“ aus dem Nebel hervor und verstärkten die Verknüpfung des realen Lebens mit dem Internet. Das bekannteste und zugleich kontrovers aufgefasste […]

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20 September

The Second Wave – Thomas Thyssen über seinen Sampler auf Kassette

von Kategorie: InterviewsDiskussion: Keine Kommentare

Thomas Thyssen - The Second WaveAm 23. September erscheint der neue Sampler von Thomas Thyssen (Pagan Love Songs, Zwischenfall) auf Kassette: 23 Bands aus dem Tape-Underground. Spontis führte mit ihm ein Interview über seine eigene Vergangenheit, nostalgischen Firlefanz und die Gegenwart düsterer Musik.

Kennt ihr das noch? In meiner Jugend, irgendwann 1986, hockte ich stundenlang vor der Anlage meiner Eltern und nahm Kassetten mit meinen Lieblingsliedern auf, damit ich die im Walkman unterwegs hören konnte, bei meinen Freunden mit den neuesten Errungenschaften angeben oder der ersten Freundin einen Liebesbeweis schicken konnte. REC und PLAY gleichzeitig drücken, die Pause-Taste im Anschlag und immer schön den Index aufschreiben, damit man Kassette später entsprechend beschriften konnte. Natürlich waren die Lieder thematisch aus einem Guss und aufeinander abgestimmt, je seltener ein Song und je exklusiver der Remix umso besser. Die Hülle der Kassette und die Kassette selbst liebevoll beschriftet und verziert, vorzugsweise mit Kreuzen, Spinnen, Fledermäusen und Totenköpfen. Schädel sahen bei mir allerdings etwas komisch aus, die konnte ich nicht so gut.

Thomas ist ebenfalls ein Kind dieser Tage, denn sein neuer Sampler “The Second Wave” ist eine Hommage an eine Ära, in der auch viele deutsche Bands die günstige Reproduzierbarkeit nutzten und ihre Alben auf Kassette herausbrachten. Eine Zeit, in der man deutschen Wave und Goth sowieso kaum beachtete, weil alles was toll war, aus England kommen musste. Sein Sampler beschäftigt sich daher ganz gezielt mit der Zeit zwischen 1985-1996 in der es eine sehr aktive deutsche Musikszene gab, die seiner Ansicht nach völlig unterrepräsentiert ist.  Was lag also näher als eine Zusammenarbeit mit dem so treffend genannten Label Aufnahme + Wiedergabe um eine kleine Schatztruhe deutscher Underground-Musik auf  200 Kassetten zu bannen? Den ganzen Artikel lesen… »


18 September

Spontis Wochenschau #5/2016: Los ihr Mädchen! Klettert höher!

von Kategorie: WochenschauDiskussion: 6 Kommentare

Spontis WochenschauMein Bauch gehört mir!” Anfang der 70er gingen die Frauen auf die Straße, um für das Recht auf Abtreibung zu kämpfen. Sie gewannen und 1974 wurde Paragraph 218 ersatzlos gestrichen. Sie kämpften um Gleichberechtigung und angeblich haben sie “…viel erreicht. Frauen haben mehr Selbstbewusstsein und bessere berufliche Chancen als vor 40 Jahren.” Rechtlich haben sie viel erreicht, doch in den Köpfen herrscht immer noch keine Gleichberechtigung. Und warum? Weil es uns anerzogen wird.

Neulich war ich mit dem Hund unterwegs, schlenderte am Spielplatz vorbei und lauschte, was eine Mutter zu ihrer Tochter sagte, die sich im kindlichen Leichtsinn anschickte das Klettergerüst zu erobern: “Nicht so hoch, Schatz. Das ist gefährlich!” Ich ging weiter, bis ich zur Schaukel kam und hörte, wie ein junger Vater seinen Sohn ermutigte, noch ein bisschen höher zu schaukeln: “Klasse gemacht, Finn!“. Mädchen wird nicht zugetraut was Jungs können und Jungs sollen nicht das machen, was Mädchen so machen. Lasst Euren Sohn mal einen mit einem Puppenwagen oder rosa Strumpfhosen durch die Gegend laufen, dann wisst ihr was ich meine. Jungs sehen so aus, wie Jungs hald so aussehen und Mädchen sehen so aus wie Mädchen. Ich verstehe jedes Elternpaar, dass trotz guter Vorsätze aufgibt, ihre Kinder geschlechtsneutral zu erziehen. Kampf gegen eine Industrie, die immer mehr Spielzeuge und Produkte geschlechtlich trennt um den Profit zu erhöhen und Kampf gegen die Erwartungshaltung des Umfelds, die mit diesem Bild aufgewachsen ist. Caya, unser Hund, ist ein Mädchen. Bis auf den Fakt, dass sie sich beim pinkeln hinhockt, sieht man ihr das nicht unbedingt an. Sie hat die gleiche Hundeleine wie ihre männlichen Artgenossen, frisst das gleiche Futter und spielt mit dem selben Spielzeug. Da hat der Hund es deutlich besser als der Mensch.  Den ganzen Artikel lesen… »


17 September

Musikperlen – Allein im tiefsten Nebelmeer (Tauchgang #34)

von Kategorie: Back to the RootsDiskussion: 2 Kommentare

Musikperlentaucher…den Blick zum Discjockey, so stehst du an dem Tresen, wieder nicht einmal getanzt, so ist’s immer schon gewesen, doch plötzlich hörst du deinen Sound, die Tanzfläche ist leer du gehst bis ganz nach vorn, versinkst im Nebelmeer” so, wie Ben Bloodygrave in seinem Song “Minimal” die Situation beschreibt, ging es mir neulich auch. 80er, Wave, Synthie und Minimal stand auf dem Flyer, eine Mischung, die mich rund 100km ins Ruhrgebiet lockte. Gut, ich wurde gewarnt, der Discjockes, der dort auflegte, zweifelte, ob die Musik, die an einem solchen Abend dort gespielt werden würde, nach meinem Geschmack wäre. Ich schlug seine Zweifel in den Wind und fand mich, zwar nicht am Thresen, sondern am Rand der Tanzfläche wieder und beobachtete die Leute, die sich zur Musik bewegten. Schlecht war die Musik jetzt nicht, aber auch nicht wirklich gut – jedenfalls war nichts dabei, was mich aus der Reserve lockte und die Pikes auf Betriebstemperatur brachte.

Es ist dem Schicksal geschuldet, dass ich 3 Stunden vorher auf der Facebook-Seite der Veranstaltungen einen Musik-Wunsch aussprach, der Discojockey hinter dem Plattenteller mich wohl am Rand der Tanzfläche entdeckte und das gewünschte Stück auch noch dabei hatte. Es dauerte keine 2 Worte, bis ich das Stück erkannte und mich auf der Tanzfläche, die sich kurioserweise wie auf Befehl leerte, wiederfand. Okay, Nebelmeer war da nicht, hab ich hald die Brille ausgezogen und die Augen fast geschlossen, ist dann so ähnlich. Den ganzen Artikel lesen… »


15 September

Campus Noir VI – Schwarz, Bleich, Lebendig ist Ilmenau

von Kategorie: VeranstaltungenDiskussion: 4 Kommentare

campus-noir16Von Thüringen weiß man nicht viel, von Thüringen kennt man nicht viel. In Thüringen fängt die Wildnis in der Regel unmittelbar hinter der Stadtgrenze an und windet sich in verschlafene Dörfer und kleine Nester. Leipzig, Dresden, Berlin sind die Städte, die einem in den Sinn kommen, denkt man an den Osten – Ilmenau ganz sicher nicht. Ilmenau kennt man, wenn man Strecken fährt, die dort vorbei führen oder wenn man bei der Suche nach einem Studium auf die technische Hochschule dort gestoßen ist – oder wenn man den Campus Noir kennt. Ein Festival zum lieben – klein, fein, familiär und mit sehr viel Herzblut auf die Beine gestellt. Mehr als genug Gründe um hier vorgestellt zu werden und mit den Veranstaltern zu quatschen. Den ganzen Artikel lesen… »


13 September

Gothic Friday September: Diskussionen enden meist unter der Gürtellinie (Ronny)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: Keine Kommentare

Ronny Rabe - WGT 2016Nachdem Robert sich in die unendlichen Weiten des Weltnetzes begibt und Sabrina sich eher als Gefangene sieht, schildert Ronny Rabe quasi auf dem Sprung in die Nachtschicht in aller Kürze seine Gedanken zum Thema des Gothic Friday im September.

Soziale Medien:
Ich nutze generell Facebook und WhatsApp – jetzt allerdings eher mehr Threema, Instagram nur mehr sporadisch… Ersteres um Kontakte zu pflegen und Neuigkeiten zu erhaschen oder um auch mal abzulästern – aber immer über der Gürtellinie! Den ganzen Artikel lesen… »


12 September

Gothic Friday September: Gefangen im Netz! (Sabrina)

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 8 Kommentare

Gefangen im Netz - (cc) Mike PowellDieser Gothic Friday ist eine ganz hervorragende Möglichkeit, einmal kundzutun, wie sehr mir das Internet auf den Zeiger geht. Ich habe schon so oft versucht, der digitalen Welt den Rücken zu kehren, mich in die Ruhe einer natürlichen Welt zurückzuziehen, fernab von Informationsfluten, von Profilneurotikern, von Aluhüten, Verschwörungstheorien, rechten linken und sonstwelchen Spinnern und und und… . Sie verkleistern mir das Hirn, klauen mir Zeit, nerven mich und halten mich davon ab, mich zu regenerieren und mich Sachen zu widmen, die mir gut tun. Mein Hirn, das ohnehin in Dauerschleife auf Hochtouren läuft, bekommt durch das Internet ständig Input, was sicher nicht zu meinem Wohlbefinden beiträgt.

Blöderweise ernährt mich das Netz zum größten Teil, denn mein Beruf verlangt mittlerweile eine nahezu permanente Präsenz im Netz, um Informationsfluten entgegenzunehmen und zu sortieren, Informationsfluten zu erzeugen und zu verteilen. Den ganzen Artikel lesen… »


11 September

Gothic Friday September: Das Internet, unendliche Weiten…

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 1 Kommentar

computerumgebung-bei-spontis…wir schreiben das Jahr 2016. Doch für diesen Artikel habe ich intensiv in meiner Vergangenheit gewühlt und erstaunliches zu Tage gefördert: 1986, also genau vor 30 Jahren habe ich meinen ersten Computer bekommen. Die Quittung über 1.498 DM habe ich noch, den C-128 von damals leider nicht mehr. Den ersten ernst zu nehmenden Internetzugang schaffte ich mir 1995 an, ein 56K Modem, dass bei der Einwahl diese heute schon nostalgischen Geräusche machte. Als 1999 dann ADSL das Modem zum schweigen brachte und das Netz in einer annehmbare Geschwindigkeit verfügbar war, bin ich dem Internet verfallen. Daher erschien mir das Thema des Gothic Friday im September zunächst leicht, um dann doch irgendwie schwierig zu werden. Was es leicht machte war die Tatsache, dass ich ja irgendwie mit dem Internet aufgewachsen bin. Ich kenne nahezu alles, was es zu bieten hat und finde es schön, mich darin zu bewegen, auszutoben oder berieseln zu lassen. Es sollte also kein Problem sein, einen Rundgang durch “mein Internet” mit Euch zu machen. Allerdings blogge ich seit 2008 genau darüber. Über Seiten, auf denen ich mich bewege, die ich mal schön und auch mal schrecklich finde. Die Kategorie “Fundgrube” legt im Grunde ein gutes Zeugnis darüber ab, was mich am und im Netz bewegt. Die “Wochenschau” vermittelt darüber hinaus eine umfangreiche Liste von Seiten, die ich regelmäßig besuche und die ich schätze. Den ganzen Artikel lesen… »


30 August

Real Gothic FC – Zwei gruftige Fußballteams aus England und Brasilien

von Kategorie: ReportagenDiskussion: 16 Kommentare

Real Gothic Brasil - MendesEs gibt Dinge, die wollen einfach nicht zusammen passen. Fußball und Gothic zum Beispiel. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich nie Fußball gespielt habe und auch sonst kein Fan dieser Sportart bin. Und das wiederum liegt bestimmt daran, dass ich schon in der Schule nie in eine Mannschaft gewählt wurde und auch hinsichtlich der Verwendung meiner Füße völlig talentfrei war. Ich schweife ab. Offensichtlich habe ich mich geirrt, denn Sport und Subkultur scheinen ganz prima zusammenzupassen. Die beiden Fußball-Mannschaften, die in England und Brasilien beheimatet sind und sich beide Real Gothic FC nennen, haben mich dann doch irgendwie davon überzeugt, dass die Subkultur der Melancholiker und Sportart der Fußakrobaten doch zusammen passen. Irgendwie jedenfalls.
Zusammen mit Malte, der nicht nur nur mit vielen Geschichten und Bildern aus Vergangenen Zeiten aufwarten kann, sondern auch über fundierte Kenntnisse der portugiesischen Sprache verfügt, habe ich mich zusammengesetzt, um beide Mannschaft vorzustellen und dem Leser die Entscheidung zu überlassen, ob Gothic und Fußball letzten Endes dann doch zusammenpassen. Den ganzen Artikel lesen… »


24 August

Guldhans Kolumne: Ein Blick in die (Unter)Welt.

von Kategorie: AnsichtssacheDiskussion: 8 Kommentare

Guldhans Kolumne - 256Das Weltall, unendliche Weiten. So oder so ähnlich schwadronierte vor zweieinhalb Generationen eine melancholisch philosophische Stimme in den jungen Star Trek Himmel. War doch so oder? Denn ehrlich gesagt kenne ich mich da nicht aus. Und fand das Ganze, abgesehen von dem sympathisch unterkühlten »Faszinierend«, zum Erbrechen öde.
Aber dessen ungeachtet träumte auch ich von der unendlichen Weite. Wenn auch damals einzig im Star Wars Universum. Nichts ahnend, dass diese zum heutigen Tage nicht einmal nur mehr passiv über den Flatscreen flimmert, sondern zum aktiven erkunden lockt. Und das nicht etwa in dem tristen Dunkel des Kosmos, sondern innerhalb des schillernden Bunts des Internets. Gibt es somit einen besseren Grund um übermütig zu werden… Den ganzen Artikel lesen… »