18 Juli

Archiv der Jugendkulturen - Jetzt retten!

Kategorie: Ansichtssache11 Kommentare
Spontis Thema

Mehr­fach hatte ich schon über das Archivs der Jugend­kul­tu­ren geschrie­ben und auch aus mei­ner Mit­glied­schaft kei­nen Hehl gemacht. Doch so spie­ßig der Name auch klingt, umso wich­ti­ger ist seine Auf­gabe. Es sam­melt Wis­sen und Infor­ma­tio­nen über Jugend­kul­tu­ren und Sze­nen, enga­giert sich in Auf­klä­rung und Ver­mitt­lung, forscht sel­ber auf neuen und unbe­kann­ten Gebie­ten und hat sich in den letz­ten Jah­ren auch mit zahl­rei­chen Ver­öf­fent­li­chun­gen einen Namen gemacht. Das Archiv ist in Europa eine ein­zig­ar­tige Ein­rich­tung. die Arbeit mehr­fach aus­ge­zeich­net und die Biblio­thek ein­zig­ar­tig. Dar­über hin­aus bemüht man sich mit dem Pro­jekt Cul­ture on the Road das Wis­sen in die Repu­blik zu tra­gen. Und jetzt, nach 12 Jah­ren Arbeit steht es kurz vor dem Aus. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


1 September

Ohne Worte: Grace Jones

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Die schwarze Sti­li­kone der 80er ist die­ses Jahr ver­mut­lich 60 Jahre alt gewor­den, so ganz genau weiß das eigent­lich nie­mand. „Man möchte sie am liebs­ten als ein „Geschöpf“ bezeich­nen, als ein Wesen, des­sen erste Natur die Mas­ke­rade ist. Und das in „Warm Lea­the­rette“, ganz latex­hafte Künst­lich­keit, vor nun drei­ßig Jah­ren erschien, um auf einer LP die Losung „Let’s make love before we die“ eher als Dro­hung denn als Freund­lich­keit sprech­zu­sin­gen” (via faz.net, fuckye­ah­goths)


1 September

Laufzeitverlängerung

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Viel­leicht spiele die eige­nen Erfah­run­gen der Jugend eine Rolle, als man 1986 Spiel­plätze absperrte und den Salat aus den Ver­kaufs­re­ga­len der Läden nahm. Viel­leicht ist die seit über 20 Jah­ren andau­ernde Dis­kus­sion über den Aus­stieg aus der Kern­en­er­gie ermü­dend gewor­den. Wir resü­mie­ren:  Einige Atom­mei­ler ste­hen seit rund 40 Jah­ren und pro­du­zie­ren, obwohl sie anschei­nend unzu­rei­chend geprüft wer­den, wei­ter­hin Ener­gie mit einem unglaub­li­chen Wir­kungs­grad von 30–40%. Die Ener­gie­kon­zerne gewin­nen immer noch, Poli­tik wird offen­sicht­lich nicht im Bun­des­tag gemacht, son­dern in den Vor­stand­sit­zun­gen deut­scher Ener­gie­kon­zerne. Tscher­no­byl wird gerne als Argu­ment abge­wer­tet, weil so etwas in Deutsch­land ja nie­mals pas­sie­ren könne. Sagt man. Wie es so rund um den rus­si­schen Atom­mei­ler aus­sieht, haben 2005 ein paar Ama­teur­fil­mer auf­ge­zeich­net, The Sil­ver Dub­ber hat dazu einen düs­te­ren Ambi­ent Sound auf­ge­legt, der bes­ser nicht pas­sen könnte. Viel­leicht pas­sen­der als eine Dis­kus­sion um Geld und Macht durch eigene Gedan­ken zu kontaminieren.

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(via Kraft­fut­ter­mi­sch­werk)


30 August

Spontis Wochenschau #27

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Spontis WochenschauWir haben immer noch August und ich habe die Hei­zung wie­der ein­ge­schal­tet. Unge­müt­lich reg­ne­risch ist es drau­ßen, ganz so wie es die Unken ver­dient haben die noch vor ein paar Wochen über die Hitze jam­mer­ten. Jetzt habt ihr den Salat — das Dres­sing schmeckt sowieso immer anders. Im Hin­ter­grund läuft Bit­ters­weet Sym­phony von The Verve als musi­ka­li­sche Ein­stim­mung auf die erste Arbeits­wo­che nach mei­nem wohl­ver­dien­ten Urlaub der sich jetzt so jäh sei­nem Ende hin­gibt. „Kein Grund zum Jam­mern!” Stimmt. Denn merke: Im Urlaub hast du immer weni­ger Zeit für die Dinge, die Du wirk­lich machen willst. Eine wei­tere Erkennt­nis ist dazu­ge­kom­men, denn es ist defi­ni­tiv mög­lich auf das Inter­net zu ver­zich­ten ohne das es zu kör­per­li­chen Ent­zugs­er­schei­nun­gen kommt. Echt jetzt.
Doch die Strafe folgt auf den Fuß, denn ein wei­te­rer Tag Urlaub geht dafür drauf, mich durch 1000+ Feeds und viel zu viele E-Mails zu wüh­len. Die ers­ten Ergeb­nisse der Sor­tie­rung fol­gen auf den besag­ten Fuß, hier sind lesens– und sehens­wer­ten Bei­träge der letz­ten Tage. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


29 August

Ohne Worte: These Pikes are made for Walking

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These boots pikes are made for wal­king, and that’s just what they’ll do one of these days these boots pikes are gonna walk all over you.” — Nancy Sina­tra. (via Fuck Yeah Goths)


28 August

Mixtape-Wichteln endgültig

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Wenn ich nickend vor dem Bild­schirm sitze, hat das eigent­lich nur zwei Gründe. Ent­we­der höre ich ein gutes Lied zu dem ich mei­nen Kopf rhyth­misch bewege, oder ich ver­leihe mei­ner Zustim­mung für gele­se­nes einen kör­per­li­chen Aus­druck. So wie bei endgueltig’s Idee zum Mixtape-Wichteln, denn auch ich habe damals nach der Schule vor dem Radio geklebt, um mir die bes­ten Lie­der von WDR 1 (da hieß es noch nicht Eins­live) mitzuschneiden.

Ich habe mich immer ganz schreck­lich dar­über geär­gert, wenn der blöde Mode­ra­tor dazwi­schen gela­bert hat, oder der Anfang bzw. das Ende durch irgend­wel­chen Unsinn ver­stüm­melt wur­den. Ich glaube ich habe „Depe­che Mode — Not­hing” geschätzte 20-mal mit­ge­schnit­ten, bevor ich eine Ver­sion mein Eigen nen­nen konnte, die ich auch nur annä­hernd auf einem Mixtape prä­sen­tie­ren konnte.

Die schlechte Nach­richt: Lei­der fiel die­ses Tape einem über­hitz­ten Kassetten-Rekorder im Frei­bad zum Opfer, die gute Nach­richt: Einige Tage spä­ter belohnte mich meine Schwes­ter zu mei­nem 15. Geburts­tag mit der CD „Music for the Masses”.

Jetzt ist es Zeit das Mixtape in die Ver­sion 2.0 zu erhe­ben, was Sascha in sei­nem Blog wie folgt erklärt:

1. Jeder der Lust hat hin­ter­lässt ein­fach einen Kom­men­tar.
2. Wenn die Anmel­de­phase vor­bei ist (und dann ja ganz viele dabei sind) werde ich ein Thema bestim­men. Even­tu­ell kann ich auch abstim­men las­sen und ein­fach meh­rere Vor­schläge machen.
3. Dann gebe ich den Start­schuss und ihr mixt ein Tape (natür­lich eher eine CD) und brennt sie, tütet sie ein und
4. ver­sen­det sie.
5. Als Dank gibt es ein Mixtape für euch.

Bis zum 05.09. hat man Zeit bei End­guel­tig einen Kom­men­tar zu hin­ter­las­sen. Es sei dar­auf hin­ge­wie­sen, das nicht nur Blog­ger an die­ser Aktion teil­neh­men kön­nen, son­dern alle, die lie­ber Musik für sich spre­chen las­sen. Ob ich mit­ma­che oder nicht, könnt ihr euch sicher­lich denken.

(via free­Q­net)


28 August

Von Geeks und Nerds: Gamescom 2010

Kategorie: VernetztKeine Kommentare
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Ich habe mei­nen Urlaub genos­sen, es waren wirk­lich ein paar schöne Tage die wir an Ost­see und letzt­end­lich in Ber­lin ver­bracht haben. Es gibt jedoch eine Sache die mich per­sön­lich ärgert, die ver­passte Games­com 2010 am Wochen­ende vom 18. — 21. August 2010.  Dabei reizt mich nicht unbe­dingt die Ansamm­lung von Video– und Com­pu­ter­spie­len oder auch die neu­es­ten Errun­gen­schaf­ten der Unter­hal­tungs­elek­tro­nik son­dern auch die Men­schen, die man dort tref­fen kann. Spä­tes­tens seit dem Sie­ges­zug des C64 in den 80ern ent­wi­ckeln sich par­al­lel zu den musi­ka­lisch ori­en­tier­ten Jugend­kul­tu­ren auch tech­nisch ori­en­tierte Jugend­kul­tu­ren, die man land­läu­fig wohl am ehes­ten unter Geeks und Nerds kate­go­ri­sie­ren könnte.

Was hier oft in einem abfäl­li­gen Tenor genannt wird, ist jedoch viel­fach ein unter­schätz­tes Phä­no­men. Kein Wun­der also, das eine Computer-Spiele-Messe gerne als gro­ßer Nerd-Spielplatz gese­hen wird auf dem sich poten­ti­ell gefähr­li­che Amok­läu­fer die Anre­gun­gen für ihren nächs­ten Plan holen. Jugend­schutz besteht doch 2010 dar­aus, Dinge zu ver­bie­ten anstatt sie ver­ste­hen zu wol­len. Inte­gra­tive Ansätze wer­den sträf­lich ver­nach­läs­sigt und wer­den durch wei­tere Ver­bote im Keim erstickt. Ist ja auch irgend­wie leich­ter. Was ich nicht ver­ste­hen kann oder will ver­biete ich erst mal pau­schal um mein Kind vor den Gefah­ren zu schüt­zen. Klingt logisch? Den gan­zen Arti­kel lesen… »