18 April

Doku: Schwedische Depeche Mode Fans im Porträt

von Kategorie: FundgrubeDiskussion: Keine Kommentare

film of faith and devotionLeser, die nicht unsterblich in die Musik von Depeche Mode verknallt sind, habe die freie Auswahl sich rund 1000 Artikel ohne entsprechenden Inhalt anzuschauen. Die anderen bleiben und werden feststellen, dass es Schweden leichter haben. Jedenfalls hinsichtlich der 45-minütigen Dokumentation “A Film of Faith and Devotion”, die von der schwedischen Produktionsfirma Hillbay Media online gestellt wurde, denn die ist im schwedischen Originalton gehalten. Glücklicherweise hat man gleich ein paar Untertitel dazu gestellt, die man durch klicken auf das rechteckige Symbol unter dem Video aktivieren kann. Hier und da gibt es ein paar Lücken, aber den echten Devotee schreckt das nicht ab, schließlich geht es um das Lebensgefühl gleichgesinnter wenn auch nicht mehr ganz jugendlicher Anhänger von Depeche Mode. Gedreht wurde die Dokumentation – so Sven Plaggemeier in seinem Artikel auf depchemode.de – von einem Götheburger Fanclub, wo die Doku bereits im letzten Spätsommer Premiere feierte.  Den ganzen Artikel lesen… »


16 April

Post-Punk Magazine vor dem Ende?

von Kategorie: FundgrubeDiskussion: 1 Kommentar

post-punk magazineEine Seite, die peinlicherweise bisher völlig unter meinem Radar flog, ist Alex Bakers post-punk.com, die nicht nur durch hochwertigen Content trumpfen kann, sondern auch gleich noch exklusive Interviews, Videos und Podcasts bietet. Das Video der März-News zum Beispiel ist dann auch an mir vorbeigerauscht und ließ mich völlig fasziniert zurück. Auf einer kurzen Recherche stolperte ich über die bewegte Vergangenheit. Ursprünglich 2004 von Joshua Pfeiffer gegründet, fasste Alex Baker Ende 2012 den Plan, die Idee und die Seite neu zu beleben. Er startete gleich eine Kickstart-Kampagne über 85.000$ um ein hochwertiges Magazin herauszubringen, dass sich mit Post-Punk, Gothic und Wave beschäftigt und dem “Kern” der Musik eine neue Plattform bietet. Bei rund 7.000$ war allerdings erstmal Schluss, dieser Anlauf scheiterte. Kurze Zeit später dann eine neue Crowdfunding-Kampagne bei Indiegogo, diesmal mit deutlich niedrigerem Ziel von 25.000$. Leider war auch hier bei rund 4.000$ Schluss. Beide Kampagnen liefen aus, die Unterstützer erhielten ihr Geld zurück. Den ganzen Artikel lesen… »


11 April

Musikperlentaucher – Tauchgang #31

von Kategorie: Back to the RootsDiskussion: 4 Kommentare

Solitairen Effekten – Kleines Astronautenmädchen

Die Band “Solitairen Effekten”, manchen besser bekannt unter ihrem alter Ego “Solitude FX“, ist das Gemeinschaftsprojekt von Marc Schaffer und Orpheo Weidelz-Baur, die sich in ihrer Musik einer Neuinterpretation der “Neuen Deutschen Welle” verschrieben haben könnten. Sie selbst nennen ihre Musikrichtung “Melancholic minimal analogue electronic pop” und erschlagen damit so ziemlich jeden Stil, unter den man die Band einordnen könnte. Bei mir löst die Musik eine Form von wohlig warmen Erinnerungsschauern aus, die ich immer dann erlebe, wenn ich Klassiker der NDW Revue passieren lasse und mich dabei an Kinderzimmertage vor Lego-Bergen und C64 erinnere. Der Song ist simpel, eingängig, tanzbar und herzerweichend schön, fehlt nur noch der Tag, an dem ich dazu die Tanzfläche eines Dunkelschuppens rocken kann. Zuhause ist mir das immer ein bisschen unangenehm. Wer möchte, kann sich beim Label Enfant Terrible die Stücke der LP “unsere Liebe ist für andere gänzlich unbekannt” herunterladen und in seine nächste Playlist einbauen. Den ganzen Artikel lesen… »


5 April

1999: Eine Bildertour über den Hauptfriedhof Frankfurt

von Kategorie: Finstere OrteDiskussion: 7 Kommentare

SehnsuchtLeserin Kerstin – alias Hexenstern von Horn – hat eine besondere Leidenschaft für Friedhöfe, schon seit Jahren ist sie unterwegs, um Eindrücke mit ihrer Kamera festzuhalten. Als die Wahl-Hamburgerin vor rund 15 Jahren in Frankfurt lebte, erforschte sie den Hauptfriedhof, einer der eindrucksvollsten und größten Friedhöfe Deutschlands. Beim stöbern in diesen alten Aufnahmen entschloss sie sich, sie Spontis – und damit einer breiten Menge ästhetisch gleichgesinnter Menschen – zur Verfügung zu stellen. Eine schöne Entscheidung, denn mich haben die Bilder gleich gepackt, sei es wegen der Wahl der Motive oder wegen dieser angenehmen Patina, die auf den alten und rauschigen Bilder ruht und diese Art der Wärme versprühen, die man auch beim knistern alter Schallplatten spüren kann. Den ganzen Artikel lesen… »


2 April

Spontis Wochenschau #03/2015

von Kategorie: WochenschauDiskussion: 6 Kommentare

Spontis WochenschauÜberrascht haben mich in den letzten Wochen meine Posteingänge. Der virtuelle und der reale. Im virtuellen Postfach landete eine E-Mail einer Redakteurin die für den WDR eine Sendung aus der Reihe “b.sucht” recherchiert und Protagonisten aus der schwarzen Szene sucht und sich von mir Hilfe dabei versprach. Die Nachricht war ausführlich und durchaus plausibel, das Format halbwegs ansprechend. Nach einigem zögern willigte ich ein, bei der Suche zu helfen. Ich wollte die Gelegenheit ergreifen, endlich ein paar Menschen vor die Kamera zu bringen, die etwas von dem repräsentieren, was ich schwarze Szene nennen würde. Also legte ich mich in Zeug, sprach einige Menschen an, fragte nach ihrem Einverständnis, trug Informationen zusammen und schickte eine entsprechende Liste zurück. Ich weiß leider noch nicht, wer mit dabei ist und wer nicht und bleibe gespannt was dabei herauskommen wird. Meine Erfahrungen werde ich in einem Artikel zusammenfassen, wenn der entsprechende Bericht im Sommer gezeigt wird. Ich verbleibe pessimistisch. Warum, zeigte mein echtes Postfach. Kurz nachdem ich die Mail abschickte, leerte ich den echten Briefkasten, der eine Postkarte aus Meldorf offenbarte, die ein Foto von Wellen zeigt, die an Steinen zu Gischt zerschellen. Einfach so eine Postkarte, nur ein Absender und liebe Grüße. Ihr könnt euch vorstellen, welches Kopfkino losging: Meine Vorstellungen von einem guten Bericht zerschellen zu salzigem Schaum. Großartig. Ich werde den Leser auf dem laufenden halten. Den ganzen Artikel lesen… »


30 März

Neue, alte Videos von The Cure

von Kategorie: FundgrubeDiskussion: 6 Kommentare

Cure - CaterpillarEigentlich schaue ich bei Youtube nur noch nach Live-Auftritten von „The Cure“. Die offiziellen Videos habe ich alle gefühlte 3 Millionen Mal gesehen und die selbst zusammengebastelten Fan-Videos finde ich meist langweilig. Neulich jedoch grinste mich Robert Smith auf dem Standbild eines Videos zu „Caterpillar“ an. Den Song findet man wahrlich nicht oft als Video und das Foto kam mir auch unbekannt vor. Also klickte ich es an – in der Vermutung, dass jemand Cure-Bilder zum Song zusammengeschnitten hat. Doch weit gefehlt! Herr Smith bewegte sich inmitten der Kulisse der „Kew Gardens“ in London: Den ganzen Artikel lesen… »


29 März

Zartschmelzende Klänge und weiche Knie – Melting Sounds 2015

von Kategorie: VeranstaltungenDiskussion: 3 Kommentare

P1010621Gastautorin Flederflausch, die neulich erst eine feine Auswahl von recht unbekannten Festivals in ihrem Underground Festival Guide 2015 vorgestellt hat, dachte sich, es wäre eine gute Idee, ein vorgestelltes Festival am eigenen Leib zu erfahren, um sich so ein noch umfassenderes Bild zu machen. Einen Nagel mit Kopf später fand sie sich in Bochum wieder und entschloss sich, über ihre Erlebnisse zu schreiben. Gute Idee!

Es gibt ja so Ideen, bei denen man sich nicht so sicher ist, ob es die beste Eingebung seit langem, oder die bescheuerste seit einer großen Weile ist. Zum Melting Sounds zu fahren war so eine. Nach der Erstellung des Festival Guides 2015 hatte mich unweigerlich das Festival-Fieber und das Verlangen nach livemusikalischer Beschallung gepackt und nachdem hier durchschnittlich nicht so wirklich viel geht, hatte ich spontan den Entschluss gefasst, dass ich hier mal raus und was für meine düsterschwarze Seele tun muss. Also Festivalticket gebucht und die Fahrt klar gemacht – mit dem ersten Zug nach Hause – und hier setzen meine Bedenken ein, aber Leben findet nun mal außerhalb der Komfortzone statt.

Freitagnachmittag, gegen 15 Uhr. Ich stehe in der Innenstadt in der frühlingswarmen Luft und warte auf meine Mitfahrgelegenheit und werde mir der seichten Nervosität, die ich schon seit dem Kauf des Tickets verspüre so richtig bewusst. Hoffentlich lohnt sich das. In der Sonne fahren wir durch Wiesen und Feldern, irgendwo da, wo die Zivilisation zu Ende, aber die Welt wunderschön  ist. Vor Bochum begrüßt mich die orangeuntergehende Sonne im Licht gefärbten Nebel über den Wäldern. Hesses „Im Nebel“ fällt mir ein. Was für ein grandioser Auftakt des Abends! (Was für ein Jammer, dass ich so sehr vom Anblick gefesselt war, dass es nicht für ein Foto gereicht hat) Den ganzen Artikel lesen… »


20 März

Drache frisst Sonne – Finsternis in Deutschland

von Kategorie: Bewusst SchwarzDiskussion: 5 Kommentare
Totale Sonnenfinsternis

Sonnenkorona bei der totalen Finsternis am 11. August 1999
CC by-sa 3.0 Luc Viatour via Wikipedia

Heute wird Europa von einer partiellen Sonnenfinsternis heimgesucht. Eine totale Sonnenfinsternis wird es nur irgendwo im Norden geben, Enthusiasten reisten schon im Laufe der Woche nach Tórshavn auf die Färöer-Inseln. Die nächste totale Sonnenfinsternis gibt es Deutschland erst wieder 2081, das fällt vermutlich nicht mehr in meinen biologisch machbaren Zuständigkeitsbereich. Doch das beeindruckende Spektakel bleibt: Es wird zu einer Uhrzeit dunkel, an der es sonst nicht dunkel wird!
Die alten Chinesen sahen das ganze viel mythologischer, romantischer, schöner – denn damals glaubten sie, ein Himmelsdrache würde die Sonne fressen und versuchten ihn von seinem perfiden Plan durch Geschrei und Getöse abzubringen. Erfolgreich, denn nur kurze Zeit später spuckte der böse Drache die Sonne wieder aus. Thales von Milet, der eine 581 v. Chr. eine Sonnenfinsternis vorausgesagt haben soll, schlichtete damit einen Krieg zwischen den Medern und den Lydern, denn die Gegner erschraken während des Kampfes und schlossen Frieden. Christen können sich hingegen erleichtert zurücklehnen, denn die Sonnenfinsternis zur Kreuzigung Jesu Christi kann – da sind sich Forscher einig – keine natürliche Erscheinung gewesen sein und muss sich daher eine von Gott gewollte Verdunklung gehandelt haben. Den ganzen Artikel lesen… »


12 März

Underground Festival Guide 2015

von Kategorie: VeranstaltungenDiskussion: 15 Kommentare

Festival Guide 2015Ich bin hocherfreut und glücklich, euch einen Artikel von “Flederflausch” präsentieren zu können, die sich angeboten hat die Festivals abseits des schwarzen Mainstreams zusammenzutragen, um den Lesern von Spontis ein paar interessante Alternative zu Mera Luna, Amphi oder Blackfield zu präsentieren. Ich finde es großartig, wenn Leser sich aktiv einbringen wollen und unterstütze jeden Neugierigen und Interessenten nach besten Kräften. Meldet euch!

Livemusikalisch unterlegtes Rumgruften in den ersten Kalendermonaten

Die Luft wird wärmer, es riecht nach Frühling und die ersten Sonnenstrahlen locken auch den schwärzesten Schwarzkittel aus seinen Mauern (wer das Gegenteil behauptet lügt!). Zeit also sich zu fragen, wie die erste Zeit des Jahres angemessen verbracht werden kann. Zumal schon seit vielen Jahren der Untergang des „wahren“ Gothentums beklagt wird, sich die großen Kassenschlager mit immer den gleichen Bands ins Zentrum der negativen Aufmerksamkeit rücken und das WGT den bitteren Beigeschmack einer glitzerbunten Modenschau und des oberflächlichen Konsums hat. Doch die Subkultur lebt und hat abseits der großen Festivals einiges zu bieten. Den ganzen Artikel lesen… »


11 März

Lene Lovich auf Tour durch Deutschland

von Kategorie: Back to the RootsDiskussion: 6 Kommentare

Lene LovichDie bunteste aller schwarzen Seelen kommt nach Deutschland. Eine spannende Vorstellung, dass die Lichtgestalt meiner Jugend in Fleisch und Blut vor mir stehen könnte. Ein paar Jahre nach ihren großen Erfolgen in den späten 70ern hörte ich sie zum ersten mal 1988, als ihr “Bird Song” einige Gruftis aus unserem Jugendclub auf die Tanzfläche zog. Was für ein verrückter Song, der mit seit dem nicht mehr aus dem Kopf ging. 27 Jahre später sollte es soweit sein, Lene kommt am 7. April 2015 mit ihrer Band ins FZW nach Dortmund. Es dauerte Sekunden bis ich Karten für das Konzert bestellte. Ich und Lene Lovich im gleichen Raum!

Der Schnelldurchlauf: Mit 13 Jahren zog Lili-Marlene Premilovich von Detroit ins beschauliche Hull nach Großbritannien, bevor sie mit 19 Jahren in die britische Hauptstadt London ausbrach. Hier änderte sich alles. Um ihren Abschluss an der Kunsthochschule zu finanzieren, arbeitete sie als Straßenmusikerin, Gogo-Tänzerin und Schauspielerin – der Künstlername Lene Lovich wird wohl aus dieser Zeit stammen. Im November 1977 traf sie den BBC-DJ Charlie Gilett, der ihre erste Schallplattenaufnahmen zu “I think we’re alone now” sponserte und damit den Weg für ein sehr spannende Karriere legte. Den ganzen Artikel lesen… »