18 Dezember

Besuch auf Deutschlands schönstem Friedhof Lauheide

von Robert ForstKategorie: Finstere OrteDiskussion: Keine Kommentare

Verwitterte GrabsteineAnimiert durch den Bericht von “Gruftfrosch”, der seine Eindrücke vom Eliasfriedhof in Dresden schildert, verspürte auch “Irmin” die unstillbare Lust über seinen Besuch auf Deutschlands schönstem Friedhof zu schreiben. Ich habe mich wieder einmal sehr darüber gefreut, dass sich Leser hinsetzen um ihren Eindrücke und Gedanken aufzuschreiben um sie hier zu veröffentlichen. Eine wunderschöne Entschleunigung zur Schnelllebigkeit geschriebener Nachrichten in den sozialen Netzwerken. Lange Rede, kurzer Sinn – Hier der Artikel von “Irmin” über seinen Besuch auf dem Waldfriedhof Lauheide:

Was es nicht alles für Auszeichnungen gibt: Der Waldfriedhof Lauheide wurde zum „Schönsten Friedhof Deutschlands 2014“ gewählt. Und das nicht von irgendwem, nein, sondern vom „Online-Portal bestattungen.de“. Von wem nicht so alles Auszeichnungen vergeben werden. Ich muss zugeben, dass ich vom Friedhof zwar schon gehört, ihm aber nie eine besondere Beachtung geschenkt hatte. Wie jedem Friedhof in Münster, und das, obwohl ich hier schon einige Jahre mein Dasein verbringe.

Wie dem auch sei, ein „Award des Online-Portals bestattungen.de“ (welch’ höhere Weihen könnte es geben?) ist doch zumindest ein Grund, diesen Friedhof einmal zu besuchen. Der Name „Lauheide“ leitet sich aus der ursprünglichen Heidelandschaft her, die dieser Wald einmal war, sowie der Tatsache, dass hier Gerberlohe gesammelt wurde (im Münsteraner Platt „Lau“ genannt). Im 19. Jahrhundert kam dann erstmals die Idee auf, einen naturnahen Waldfriedhof hier, im äußersten Nordosten Münsters, anzulegen. Tatsächlich geschah dies aber erst Mitte des 20. Jahrhunderts. Dennoch ist der Friedhof nicht nur jung: Im Norden befinden sich einige Hügelgräber, die schon Jahrtausende überstanden haben. Den ganzen Artikel lesen… »


14 Dezember

Spontis Wochenschau #11/2014

von Robert ForstKategorie: WochenschauDiskussion: Keine Kommentare

Spontis WochenschauGestern war für mich endlich Weihnachtsstimmung. Denn entgegen jüngster Behauptungen hatte ich IHN noch nicht gehört. Ich bin ehrlich, die ganze multimediale Befeuerungen mit den weihnachtlichen Unmöglichkeiten prallt an meinen Synapsen ganz einfach ab, solange DER Schlüsselreiz noch nicht wahrgenommen wurde. Nun könnte man annehmen, ich wäre auf einem Weihnachtsmarkt, beim Einkaufsbummel in der Innenstadt oder im Supermarkt in Höhe der Käsetheke darauf gestoßen, doch diesmal war es anders. Es kam quasi unerwartet und hinterhältig und ereilte mich im Fitness-Tempel. Ihr wisst ja, dass ich Sport mache. Nun muss ich ja 20 Minuten an die Geräte, um anschließend kostenlos schwimmen zu gehen (ist so ein Mitgliedschafts-Ding) – was mache ich nicht alles für den alternden Körper. Doch heute wurde ich nicht von theatralischen Stöhnern penetriert, sondern von einer Weihnachtsfeier zwischen Hantelbänken und Dings-Da-Maschinen. Da hüpften Menschen in Weihnachtsbaumkostüm (!) und Engeloutfit (mit Lametta!) herum und verteilten Fitnessriegel mit Weihnachtsgeschmack (vermutlich, ich lehnte ab). Schnell in die letzte Ecke verkriechen, an die Dings-Da-Maschine wo man die Arme so seitlich hochdrücken muss. Ruhe! Oder auch nicht, denn ich vergaß die flächendeckenden Lautsprecher, die die sportive Masse mit hämmernden Beats zu immer neuen Höchstleistungen animieren soll. Nur gestern nicht, denn da traf ich auf IHN. Ein gehauchtes “Last Christmas” von George Michael in der 80er Version von Wham. Ein bisschen erleichtert war ich ja schon. Hier die Links für spannenderen Inhalt: Den ganzen Artikel lesen… »


12 Dezember

Ohne Worte: Mad World

von Robert ForstKategorie: FundgrubeDiskussion: 1 Kommentar

And I find it kind of funny, i find it kind of sad, the dreams in which i’m dying are the best i’ve ever had, i find it hard to tell you, i find it hard to take, when people run in Circles it’s a very very – Mad World” (Text: Tears for Fears – Mad World | Video via KFMW)


9 Dezember

10 düstere Songs für ein stilvolles Gothic Weihnachten

von Robert ForstKategorie: Dunkle KlängeDiskussion: 6 Kommentare
1984: Melissa und Lisa, die zu Weihnachten ihre schwarzen Wurzeln kurzerhand invertieren.  c) Melissa aus London

1984: Melissa und Lisa, die zu Weihnachten ihre schwarzen Wurzeln kurzerhand invertieren, sich an der Deko vergreifen und als Eisprinzessinnen gelten wollen. (c) Melissa aus London

Na? Schon in Weihnachtsstimmung? Oder schon längst im Weihnachtshass? Am besinnlichsten aller Feste scheiden sich die schwarzen Geister. Viele Gothics lehnen Weihnachten schlichtweg ab und schmücken noch nicht einmal die Yucca-Palme, andere dekorieren ihre Wohnung dezent mit glitzernden Totenköpfen und blutrotem Lametta während andere sich dem Fest ungeniert hingeben und sich einen von diesen unschuldigen Bäumen ins Wohnzimmer stellen.  Spätestens seit dem ersten Advent ist es unmöglich, sich dem kollektiven Wahnsinn zu entziehen. Nicht nur beim einkaufen locken immer neue weihnachtliche Absonderlichkeiten, sondern mittlerweile gibt es auch an manchen Tankstellen für jede Tankfüllung eine Christbaumkugel gratis, von den meisten Biersorten gibt es auch eine Wintersorte, die nicht knallt sondern klingelt und selbst in den dunkelsten Tanzschuppen der Republik lauern Weihnachtsmänner aus Schokolade auf ihre wehrlosen Opfer. Wenigstens bleibt man sich in seiner Freizeit musikalisch treu. Wenn man es dann schafft, beim schon obligatorischem “Last Christmas”, das aus rund 658 Millionen Lautsprechern auf diesem Planeten plärrt, auf Durchzug zu schalten.

Die Top 10 der düsteren Songs für ein stilvolles Weihnachten ist angetreten, den hartnäckigen Mythos, dass alle Gothics zu Weihnachten das Weihnachtsalbum von Unheilig rauf und runter hören, aufzubrechen. Denn tatsächlich ist die Szene musikalisch so breit aufgestellt, dass viele Stücke denkbare und stilvolle Weihnachtsbeschallung abgeben könnten obwohl es sicherlich geschmackliche Kontroversen gibt. Frau Eulenforst wettert im Hintergrund bereits über weibliches Gejaule und freut sich über Edward mit den Scherenhänden, Type O Negative und Alien Sex Fiend. Den ganzen Artikel lesen… »


4 Dezember

Ohne Worte: Menschen und ihre Masken

von Robert ForstKategorie: AnsichtssacheDiskussion: 2 Kommentare

Goth Colleague - Tommy Forbes Den ganzen Artikel lesen… »


29 November

Gräber im Dornröschenschlaf – Eliasfriedhof Dresden

von Robert ForstKategorie: Finstere OrteDiskussion: 6 Kommentare

EliasfriedhofStefan, den einige Leser unter dem Namen “Gruftfrosch” schon in den Kommentaren lesen konnten, hat eine Leidenschaft für Dresden und seine Friedhöfe. Vor einer Weile war er auf dem Eliasfriedhof unterwegs um Eindrücke zu sammeln und einen kleinen Text über seinen Rundgang zu verfassen. Schön, dass er seine Eindrücke mit Spontis teilt um den Leser den beschaulichen Friedhof in Dresden näherzubringen:

Etwas unscheinbar liegt er da, flankiert von Güntz- und Ziegelstraße unweit des Sachsenplatzes – am Übergang der Johannstadt zur Pirnaischen Vorstadt – einer der schönsten und ältesten erhaltenen Friedhöfe Dresdens: Der Eliasfriedhof. Rauschen draußen noch die Autos hektisch an einem vorbei, wird es schlagartig still, wenn man durch das Tor in der Ziegelstraße tritt. Ganz so, als ob der dichte Baumbestand den Lärm unsrer Zivilisation abschirmen würde. Dann tritt man in eine andere Welt. Alte sandsteinerne Grabmale, von der Patina geschwärzt, teils schief, halb oder ganz kaputt durch jahrzehntelange Vernachlässigung oder Kriegseinwirkung vom 13.Februar 1945, pittoresk von Efeu und Farnen überwuchert, mal mehr mal weniger schmuckvoll, aber ganz einfach wunderbar in der Gesamtheit. Den ganzen Artikel lesen… »


26 November

Mittelalter für ein Wochenende – Zwischen Fantasy und Living History

von Robert ForstKategorie: HintergründeDiskussion: 9 Kommentare

Screenshot Jetzt mal ehrlichAuch 2014 war der “Trend” Mittelalter ungebrochen. Nicht nur Gothics lieben die Reise in die Vergangenheit, die Besucherzahlen vieler Veranstaltungen sprechen dafür, dass die Faszination für die Vergangenheit auch die übrige Bevölkerung in ihren Bann gezogen hat. Rund 1500 Veranstaltungen in ganz Deutschland hat es im letzten Jahr gegeben, die meisten davon sind jedoch ohne historisch korrekten Charakter. Mittelaltermärkte oder Fantasyspektakel, wie das Spectaculum, haben mit dem tatsächlichen Mittelalter nichts zu tun und sind vielmehr aufwendig inszenierte Feste, die Unterhaltung und Kurzweil bieten. Seit den Fantasy-Filmen über den “Herr der Ringe” oder Serien wie “Game of Thrones” erleben wir einen regelrechten Ansturm auf alles, was irgendwie mittelalterlich scheint. Die dunkle Epoche zwischen Antike und Renaissance ist längst zur kommerziellen Alltagsflucht mutiert, das wird auch immer wieder von den Mitglieder der Mittelalterszene kritisiert, die sich um eine möglichst authentische Darstellung des Mittelalters bemühen. Den ganzen Artikel lesen… »


25 November

Schluss mit der Herrschaft Satans! Missionare auf dem WGT 2014

von Robert ForstKategorie: FundgrubeDiskussion: 11 Kommentare

Grabesmond Nocturnaum ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbteil unter denen, die durch den Glauben an mich geheiligt sind!” (Aposteln 26:17) Habt ihr sie bemerkt? Fühlt ihr euch anders? Habt ihr IHN bemerkt? Auf dem Wave-Gotik-Treffen in Leipzig war eine starke, christliche Macht anwesend. Wie ich durch dunkle Kreise erfahren habe, sind auf dem WGT 2014 Missionare der “European Initiative” unterwegs gewesen um herauszufinden, ob die Besucher des Wave-Gotik-Treffens an Gott glauben. Dabei ist erschreckendes ans Licht gekommen! Kaum einer der Befragten konnte sich mit Gott, dem christlichen Glauben oder einer Religion identifizieren. Das deckt sich mit dem Eindruck der Initiative, dass Europa ein christliches Armenland ist. Die auf ihrer Internetseite (könnt ihr selber googeln) präsentierten Statistiken sind besorgniserregend: Weniger als 4% der Europäer besuchen die Kirche regelmäßig, die europäische Selbstmordrate ist höllisch hoch und geboren wird hier auch kaum jemand. 85% der Deutschen – also wir – haben keine Hoffnung für die Zukunft! Europa ist verloren! Europa ist krank! Den ganzen Artikel lesen… »


23 November

Spontis Wochenschau #10/2014

von Robert ForstKategorie: WochenschauDiskussion: 6 Kommentare

Spontis WochenschauDie Welt steht Kopf! Jedenfalls meine kleine schwarze Welt. Ich treffe doch immer mehr auf “Grufties”, die dem Sommer hinterhertrauern! Ich finde das ganz schön skandalös, habe ich doch den Herbst und vor allem den Winter für die gruftigsten Jahreszeiten gehalten. Vergänglichkeit, Tod, Kälte, Melancholie, Dunkelheit sind zum einen typisch gruftige Begriffe und zum anderen die perfekte Umschreibung für die Monate Oktober bis März. Wenn die Blätter so von den Bäumen fallen und in einem letzten Aufbäumen die ganzen Farbenpracht präsentieren bevor sie äußerlich kahl und tot erscheinen, das ist irgendwie schön. Die empfundene und tatsächlich anwesende Kälte erlaubt endlich wieder mehr wallende, weite und vielschichtige Kleider und kommt damit meiner Leidenschaft für schöne Verpackungen näher als der hautbetonte Sommer. Ach was bin ich froh, dass es endlich wieder soweit ist! Wären da nicht die schwarzen Nörgler, die dem Sommer hinterhertrauern. Wärme, braune Haut, der Geruch von Schweiß, endloses Tageslicht, schlaflose Nächte. Seid ihr verrückt?  Bin ich denn der Einzige, der sich auf Schnee, Kälte und kahle Bäume freut? Glücklicherweise nicht, denn Shan Dark hält ebenso wie Buntschwarz die Fahne in den Wind. Und kommt mir jetzt nicht mit euren Ausreden! Ich höre hin, wenn ihr jammert. Über die Kälte, das viele Laub, die viel zu dicken Klamotten, über zu wenig warme Pullover, die kalten Füße in Pikes, steigende Heizkosten und glatte Straßen. Den Winter mag ich noch viel lieber als den Herbst, vor allem liebe ich den Schnee, auch wenn er weiß ist.  Den ganzen Artikel lesen… »


17 November

Mein schaurig schönes Tagebuch – Episode 5: Für immer Punk!

von Robert ForstKategorie: AnsichtssacheDiskussion: 4 Kommentare

das schaurig schoene tagebuchFür immer Punk möchte ich sein, für immer Punk, willst du wirklich immer Hippie bleiben?” Im Herbst wachsen keine Zitronen. Der Gehsteig ist unter Blättern verborgen und seit rund 100m Fußweg versuche ich krampfhaft, eines der Platanen-Blätter mit den Spitzen meiner Pikes aufzuspießen. Zusammen mit Silvia bin ich an diesem Samstagabend auf dem Weg zum ZAKK in Düsseldorf, um einem ganz besonderen Konzertereignis Gehör zu schenken: Fehlfarben und DAF in einem legendären Doppelkonzert erinnern an wilde Nächte im Ratinger Hof, als der Schweiß von der Decke tropfte und der Gitarrist mit Senf beschmissen wurde. Für immer Punk!

An diesem herbstlich milden Novembertag stehen wir nun vor der Konzerthalle auf der Fichtenstraße, die kurioserweise mit Platanen gesäumt ist und warten auf Einlass. Direkt vor der Tür halten im Minutentakt Taxis und entlassen Menschen jenseits der 50 in die kleine Schlange der Wartenden. Lange Mäntel bedecken umgekrempelte Jeanshosen die in Halbschuhe mit gelber Naht enden, modische Kurzhaarfrisuren die sich mit völliger Haarlosigkeit abwechseln. Den ganzen Artikel lesen… »