5 Februar

Gothic Friday 2016: Wie bist Du in die Szene gekommen?

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 27 Kommentare
Spontis Thema

Der Gothic Friday im Februar fragt: Wie seid ihr in die Szene gekommen oder wahlweise, warum ihr immer noch in der Szene seid. Das ist der zweite Gothic Friday bei Spontis, der versucht, die Szene so zu zeigen wie sie ist. Das geht bekanntlich nur, wenn man die Menschen fragt, die sich ihr zugehörig fühlen. Ein Jahr lang gibt es jeden Monat eines neues Thema, mit dem sich die Leser auseinandersetzen können. Mitmachen kann jeder, der Lust hat zu schreiben.

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11 Februar

Gothic Friday Februar: Mein schwarzes Wunderland

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 3 Kommentare

8 Darmstadt Zimmer mit SchreibmaschineOst-Berlin. Nachdem ich irgendwann Anfang der 80er aus der ehemaligen DDR wieder in das ehemalige Jugoslawien gezogen bin, war da erstmal eine Art Heimweh. Das klingt seltsam, denn lange hatte ich mich im damaligen Ost-Berlin nach meiner Heimatstadt Skopje gesehnt. Nach vier Jahren war ich wieder zurück, doch in der Zeit habe ich Berlin und meine Freunde dort lieb gewonnen.

Es war der Beginn der Pubertät, eine schwierige und doch spannende Zeit. Wir haben in Ost-Berlin Radio aus West-Berlin gehört, saßen an bestimmten Abenden vor den Kassettenrekordern bereit und konzentrierten uns, um im richtigen Moment auf die Record-Play-Knopfkombination zu drücken. Am Ende der Songs war es wichtig, rechtzeitig auf Stop zu drücken, sonst musste man ganz schnell zurückspulen und die Kassette für den nächsten Song vorbereiten. Am nächsten Tag haben wir uns in der Schule darüber ausgetauscht, was uns besonders gut gefallen hat. Darunter waren Kajagoogoo, Depeche Mode, Ultravox, Talking Heads, Madness, aber auch Vertreter der Neuen Deutschen Welle. Wir hatten nur das Radio und Fernsehen aus West-Berlin als Quellen, und wenn wir einen Song von einer weniger bekannten Band verpasst hatten, konnten wir nur hoffen dass es jemand von den Freunden aufgenommen hat. Den ganzen Artikel lesen… »


10 Februar

Gothic Friday Februar: Schwarzes Werden und Sein

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 3 Kommentare

Caro 1992Zwar überschneidet sich mein Beitrag naturgemäß mit meinem Bericht über meinen “schwarzen” Werdegang und die Szene in Berlin, aber ich habe mich entschlossen  – auch für diejenigen, die den anderen Artikel nicht kennen – alles auszuführen. Auch hatte ich schon zu einem früheren Gothic-Friday-Thema “Ist Gothic (d)ein Lebensstil?” einen bislang unveröffentlichten Artikel verfasst, den ich zum Teil mit einfließen lasse. Lebensstil, Lebenseinstellung, Lebensgefühl… die beiden letzteren Begriffe fallen ja häufig, wenn jemand versucht, zu erklären, warum er ausschließlich schwarz trägt und dunkle Musik hört. Ich würde “Lebensstil” als etwas definieren, was auch äußerlich sichtbar ist (die Schale). Lebenseinstellung bzw. Lebensgefühl würde ich als etwas einordnen, das eher im Inneren stattfindet und nicht automatisch sichtbar nach außen dringt (der Kern). Beides bedingt einander nicht, aber es kann sich auch kombinieren, und wenn es dann auch stimmig ist, das Ergebnis – z.B. eine Szenezugehörigkeit – von längerer Dauer sein. Den ganzen Artikel lesen… »


9 Februar

Gothic Friday Februar: Dude, where is my scene?

von Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 6 Kommentare
Their hearts discharge beats of love...

Their hearts discharge beats of love…

Um meinen musikalischen Weg irgendwie darzustellen versuche ich es hierüber: Ich verteile ‘ne Menge YouTube- und Bandcamp-Links im Text zu Bands die irgendwie meinen Weg beeinflusst haben. Die Reihenfolge ist durcheinander gewürfelt, aber das passt irgendwie zu meinem Musikgeschmack…

Kann man in meinem Fall überhaupt davon sprechen, dass ich „in” der Szene bin? Drumherum orbitierend trifft es wohl eher, mal näher, mal ferner.

Und welche Szene? Irgendwie ist ja „meine” Szene eher irgendwo im Feld (Harsh) Noise/Industrial/Dark Ambient/Neofolk zu verorten. Drauf gebracht wurde ich von einem Protagonisten der deutschen Neofolk-Szene, mit dem meine musikalische Überschneidung bis dato vor allem obskurer Black Metal war. Zwar waren mir vorher schon die wohl bekanntesten Vertreter des Neofolk (Death in June) ein Begriff, aber so wirklich reingehört hatte ich nie. Den ganzen Artikel lesen… »


8 Februar

Gothic Friday Februar: Ronny Rabes Szeneeinstieg

von und Kategorie: Gothic FridayDiskussion: 2 Kommentare

Ronny Frank Rabe - SzeneeinstiegHallo, mein Name ist Ronny, ich zähle nunmehr 39 Jahre und komme aus Leipzig. Für den Gothic Friday im Februar möchte ich kurz erzählen, wie ich in die Szene gekommen bin.

Mein Einstieg in die Szene begann durch einen Freund, der sich 1993 Lacrimosas Album “Einsamkeit” kaufte. Wir haben es zusammen gehört und ich war sofort hin und weg. Die Vertonung der Texte und die Aufmachung der Band, für mich eine Offenbarung – ich war fasziniert. Ich habe davor schon Gedichte und Gedanken für mich niedergeschrieben, welche ich eben in den Texten von Lacrimosa wiedergefunden habe. Mich faszinierte nicht nur die Musik sondern auch der Mensch Tilo Wolff – und so begann ich alles zu sammeln (bis jetzt sind es alle Alben, Auslandsveröffentlichungen, Artikel über die Band und auch 3 Lacrimosa Tattoos) und mein Äußeres zu verändern. Ich färbte mir die Haare schwarz, fügte eine blonde Strähne hinzu und änderte meinen Kleidungsstil. Die Farbe schwarz zog ein, mein damaliges Zimmer veränderte sich in eine dunkle Höhle – trotzdem blieb ich ein fröhlicher und geselliger Zeitgenosse. Den ganzen Artikel lesen… »


4 Februar

Guldhans Kolumne: Sadismus für schwarze Singles

von Kategorie: Szene im BlickDiskussion: 13 Kommentare

Guldhans Kolumne - 256 Guldhan ist der grünste aller Gruftis. Wortreich, meinungsstark und provokant präsentiert er den Lesern von Spontis in regelmäßigen Abständen seine Kolumne. Er beleuchtet die typischen Verhaltensmuster der schwarzen Gemeinde, analysiert das Paarungsverhalten geschlechtsreifer Gruftis, sinniert über Musik und Bedeutung und nimmt auch netzaffine Gothics unter die Lupe. Spontis warnt: Ungeschönte Sprache gefährdet möglicherweise Deine Moralvorstellung.

Alle elf Minuten verliebt sich ein Single. Fragt sich nur wo. War es »Parship« gewesen, die mit einer derartigen Motivationsphrase protzten? Gute Frage, habe ich wohl spontan verdrängt. »Schwarzes Glück« oder »Gothic Singles« kann es jedenfalls nicht gewesen sein. Diese besitzen immerhin noch Pietät genug, um nicht aus jedem menschlichen Abgrund noch Kohle pressen zu wollen. Oder zumindest spucken die einem nicht bewusst derartige Werbetäuschungen vor die Füße. Zumal mir dieser scheiß Slogan allzu hämisch von einem großkalibrigen Außenplakat herabgriente. Man kennt ja diese Bereicherungen des städtischen Straßenbegleitgrüns, die wenigstens stilsicher zu Auffahrunfällen führen und einen schon zum schlechten Gewissen bewegen, wenn der eng-geleinte Schleifenfiffi kurz das darunter liegende Brachland düngte. Den ganzen Artikel lesen… »


2 Februar

Preis(und)Wert? Ein Pamphlet zum WGT Ticketpreis 2016

von Kategorie: Szene im BlickDiskussion: 39 Kommentare

WGT Bändchen (Ronny Frank Rabe)Eigentlich wollte ich dazu nichts schreiben, denn eigentlich finde ich das furchtbar albern und eigentlich finde ich auch, dass Robert in seinem Beitrag zum Dark Munich Festival bereits alles gesagt hat. Eigentlich. Uneigentlich geht mir diese Mentalität so gegen den Strich, dass meine Finger von alleine über die Tasten fliegen.

Gestern hat das Wave Gotik Treffen den Kartenverkauf für die Veranstaltung zu Pfingsten 2016 eröffnet. Bei mir sorgt diese Ankündigung in der Regel für einen riesen Schwung Vorfreude, so auch dieses Jahr. Der Beginn des Kartenverkaufs bedeutet, dass die Anzahl der Tage bis zur fünften Jahreszeit der Gruftis zweistellig werden. Er bedeutet, dass mehr und mehr Bands und andere Veranstaltungen bekannt gegeben werden. Er bedeutet, dass der März und damit der Versand der Karten nicht mehr weit ist. Er bedeutet, dass man sich ernsthaft Gedanken machen sollte, ob man alles Beisammen hat oder manche Anschaffung besser längerfristig plant (um nicht wie mein Mitcamper Thomas am Donnerstag vor Pfingsten bei der Post zu stehen und seine Zeltherringe nicht in Empfang nehmen zu können und sich damit zur Zielscheibe des Spots zu machen). Kurz: für mich ist der Beginn des Kartenverkaufs für das Wave-Gotik-Treffen ein Meilenstein im Jahresablauf, wie für andere der Valentinstag oder Ostern. Den ganzen Artikel lesen… »


31 Januar

Gothic Friday 2016 – Das Grablicht ist entzündet

von Kategorie: AnsichtssacheDiskussion: 9 Kommentare

Gothic-Friday-2016Vor ziemlich genau 5 Jahren dachte ich: “Kann es denn möglich sein? Seit ich blogge nehme ich von Zeit zu Zeit und voller Begeisterung an Blogparaden und Projekten Teil, habe aber noch nie wirklich ein eigenes Projekt gestartet. Es musste erst ein Impuls von außen her, um mich endlich damit auseinanderzusetzen.” Den letztendlichen Impuls gab damals Shan Dark vom schwarzen Planeten, mit der ich die Idee zum Gothic Friday entwickelte und umsetzte. Ein ganzes Jahr lang arbeiteten wir uns durch die unzähligen Beiträge, die uns in ihre Länge und Qualität völlig überrascht hatten. Ein bisschen froh waren wir ja, als die Aktion endete, es konnte ja keiner damit rechnen, das die Aktion so positiv von den Lesern aufgenommen wurde. Obwohl damals ziemlich die Luft raus war, sind wir sehr glücklich mit dem Ergebnis gewesen, denn so intensiv hatte sich noch niemand mit Szene beschäftigt. Den ganzen Artikel lesen… »


28 Januar

Porträt einer Ikone – Zu Gast im Kopf von Tim Burton

von und Kategorie: Theater und AustellungenDiskussion: 7 Kommentare
Balloon Boy

Das eine ist ein Wesen mit riesigem Kopf, das andere der “Balloon Boy”

Eine dunkle Gefängniszelle. Das kleine, vergitterte Fenster ist unerreichbar fern. In ihr sitzt ein Mann in einem gestreiften Shirt und ohne Füße vor einem Zeichentisch, das einzige Licht, das ihn erhellt, ist das Gegenlicht seiner Zeichnung. Mit einem manischen Blick ist er tief und eifrig in der Auftragsarbeit gefangen. Er – das ist Tim Burton, das Gefängnis ist das „Animation Dept.“ (die einzige Randnotiz auf der ansonsten unbetitelten Zeichnung) von Disney. Der Zeichner ist Tim Burton selbst.

Diese im Jahr 1983 entstandene Selbstdarstellung ist nur eines von 10.000 kuratierten Werken, welche die Tim Burton-Sammlung enthält. Knapp 500 davon konnte man in der Tim Burton-Ausstellung des Max Ernst-Museums in Brühl betrachten. Die erste Überraschung befand sich schon vor dem Eingang: Eine lange Besucherschlange wartete am Museum auf Einlass – die Ausstellungsräume waren zu klein, um alle Besucher auf einmal hineinzulassen. Auffällig war der hohe Anteil diverser Subkulturen. Gothics, Emos, Punks und alles dazwischen war vertreten.

An dieser Stelle ein besonderer Dank an das Museum, welches die „rasenden Reporter von Spontis“ nicht nur an der Schlange vorbei lotste, sondern auch eine unglaublich spannende und informative Führung anbot. Doch warum sind die Werke von Tim Burton in Subkulturen (insbesondere der Gothicszene) so beliebt? Die Antwort darauf findet sich sowohl in seiner Biografie, als auch in seinem Stil, wobei letzterer die Konsequenz seiner Biografie ist. Den ganzen Artikel lesen… »


25 Januar

Szene-Musik endlich wieder vulgär: Diene meinem Penis!

von Kategorie: Schwarze SzeneDiskussion: 47 Kommentare
"Hassorgasmus" nennt die Band Unterschicht ihr neuestes Album. Wer das alles aufwischt? (c) Unterschicht / Danse Macabre

“Hassorgasmus” nennt die Band Unterschicht ihr neuestes Album. Wer das alles aufwischt?
(c) Unterschicht / Danse Macabre

Die ungeschönte Wahrheit, die aus meinem Mund ejakuliert.” Goth, wie lange habe ich darauf gewartet, endlich wieder einen Grund zu finden, um hemmungslos mit anrüchigen Worten um mich zu schmeißen. Gerade in der Gothic-Szene scheint das  ja ein neuer Trend zu sein. Der Sonic Seducer beglückt den Leser mit dem Gothic-Fetisch Kalender, auf mindestens einer Party am Wochenende wird jemand in entsprechendem Outfit an der Hundeleine durch den Club geführt und aus den Lautsprecher der Tanztempel dröhnt entsprechender Moll-Techno für die angedüsterten Hundeleinen-Raver. Ja, das sind jetzt keine brandaktuellen Neuigkeiten, dass Szene-Musik (und ich bringe jetzt absichtlich den plattgelatschten Gothic-Begriff nicht mit ins Spiel) sich mit immer neuen Provokationen und Geschmacklosigkeiten ins Gespräch bringen will. Blöd, denn in gewisser Weise mache ich dieses Spiel ja mit, in dem ich Band und dem Titel eine Plattform biete. Nachdem es der Song jedoch in die DAC Charts im Dezember geschafft hat und auch in der aktuellen Ausgabe des NEGAtief Magazins ein Interview mit der Band zu finden ist, kann ich nicht anders. Den ganzen Artikel lesen… »