7 Mai

Spontis Family Treffen 2013 auf dem 22. WGT in Leipzig

von Robert ForstKategorie: Veranstaltungen41 Kommentare
Spontis Thema

Nun ist es soweit, hiermit kündige ich voller Vorfreude, Neugier und Spannung das Sponti-Family-Treffen auf dem 22. WGT in Leipzig an. Wieder sind alle Besucher, Kommentatoren Sympathisanten, Kritiker, Freunde und heimlichen Leser dieses Blogs dazu eingeladen, sich am Sonntag, den 19. Mai 2013 gegen 15:00 zu einem zwanglosen Treffen im Park hinter der Moritzbastei in Leipzig einzufinden. Es würde uns sehr freuen, wenn auch dieses Jahr wieder überraschende Besucher ohne Vorankündigung kommen, denn jeder ist eingeladen, die Menschen kennen zulernen die sich hier oder auf ihren eigenen Blogs herumtreiben. Wir sind offen, fröhlich und überhaupt nicht elitär, haben kaum Berührungsängste und sind für einen netten Plausch immer zu haben.

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14 Mai

Afro-Goth: Wie rassistisch ist unsere Szene?

von Robert ForstKategorie: Szene im Blick27 Kommentare
Ein ungewöhnliches Bild, doch werden "Andersartige" wirklich anders behandelt?

Ein ungewöhnliches Bild, doch werden Menschen mit anderer Hautfarbe wirklich anders behandelt?

Dieser Artikel wird ein Problem haben. Schon bevor ich überhaupt eine Zeile geschrieben habe beschäftigt mich ein Problem, dass sich so schrecklich deutsch anfühlt und dennoch eine englische Phrase verwendet: “Political Correctness”. Es geht, wie die Überschrift bereits verrät, unter anderem um den Afro-Goth, also um dunkelhäutige Mitglieder der Gothic-Szene. “Schwarze” wäre in diesem Zusammenhang irreführend, vielleicht auch witzig oder einfach nur peinlich. Und jetzt stecke ich im Dilemma. Habe ich die richtige Bezeichnung gewählt? Was darf ich schreiben uns was nicht? Wie spricht man von dunkelhäutigen Menschen, wenn es um die Hautfarbe geht? Uns fehlt offensichtlich der lockere Umgang mit heiklen Themen. Die “Politische Korrektheit” (wie man es im Deutschen nennen könnte) schwebt wie ein Damokles-Schwert über unseren Köpfen und droht ständig, uns bei einem verbalen Verstoß gegen eben diese nicht definierten Regeln als Rassist zu zeichnen. Halten wir fest: ”Afro-Goth” ist keine von mir gewählte Bezeichnung, sondern ein Begriff, der von den “Betroffenen” selbst verwendet wird. Viele der von mir verwendeten Links dürfen gerne als Beleg herangezogen werden. Genug Rechtfertigungen.

Ich gebe zu, dunkelhäutige Menschen als Mitglieder der Gothic-Szene sind für mich rein optisch ungewöhnlich. Sie fallen auf, weil sie in unsere Breiten selten sind und eher als “Ausnahme” gelten dürften. Vermutlich liegt das daran, das die Wurzeln des Gothic kalkweiß sind. Die Szene wurde irgendwann in England geboren und hat sich im Laufe der 80er Jahre erst nach Europa und später um die ganze Welt verteilt. Das damals so wenig dunkelhäutige Gothics waren, lässt sich womöglich ganz einfach erklären. Ich bin mir sogar fast sicher, dass es immer wieder welche gegeben hat, sie sind nur nicht aufgefallen, oder wurden nicht thematisiert. Minderheiten in Minderheiten sind die Stecknadeln im Heuhaufen. Mit anderen Worten: In England war der Anteil der weißen Bewohner deutlich höher als der der schwarzen Bewohner, die Anzahl der Gothic noch überschaubarer. Doch kommen wir zum Punkt. Den ganzen Artikel lesen… »


8 Mai

Die Besucher 2012 – Eine gemeinsame Reise zum WGT nach Leipzig

WGT 2012 - Die Besucher

Das Leipziger Stadtbad bietet die perfekte Kulisse für ein Fotoshooting einiger Besucher
(c) Markus Rietzsch – Pfingstgeflüster

In guter alter Tradition (immerhin habe ich das bereits einmal gemacht) möchte ich euch auf das kommende WGT einstimmen. Wie einige bereits wissen, habe ich einige Artikel  für das Pfingstgeflüster von Marcus Rietzsch beisteuern dürfen, in denen ich mich mit den Besuchern und ihren Gedanken beschäftige. Für die Ausgabe 2012 habe ich mit den Besucher eine Reise gemacht und zusammengefasst, was in vielen vielen Fragebögen an Reiseberichten zusammengetragen wurde. Wer das gedruckte Pfingstgeflüster 2012 noch nicht zu seiner Sammlung zählt, sollte HIER vorbeischauen und umgehend bestellen – es gibt keine bessere Reiselektüre für Pfingsten. Mein Dank für die freundliche Genehmigung und die tollen Bilder gehen an Marcus, dem Mann, dem nie die Friedhöfe ausgehen.

Die Besucher

Mit dem 21. Lebensjahr ist die Zeit des Heranwachsens vorbei. Man gilt nun vor sämtlichen Institutionen als Erwachsener. Das Wave-Gotik-Treffen ist schon lange vor seinem 21. Jahr erwachsen geworden. Manche behaupten sogar, es altert bereits. Dabei ist lediglich der Altersquerschnitt der Besucher immer breiter geworden. Mittlerweile tummeln sich drei Generationen auf dem WGT, es ist Normalität geworden, daß die Oma ihre Enkel trifft oder die Eltern mit ihren Kindern unterwegs sind. Und für kaum jemanden ist es das erste Treffen dieser Art.

Das Wave-Gotik-Treffen ist wie ein Zug, in den immer wieder Reisende ein- und aussteigen, während andere länger unterwegs sind und manche gar nicht wissen, wohin sie eigentlich wollen. 20000 schwarze Reisende auf der Suche nach ihrem Abteil, mit einer Reservierung für ihren Stammplatz oder auch als Passagier in einem der Großraumwaggons. Den ganzen Artikel lesen… »


1 Mai

Vita Nigra – Eine Dokumentation über das Leben in Schwarz

Vita Nigra - Leben in SchwarzEs gibt unzählige Dokumentationen und Reportagen über die Gothic-Szene und ganze Bücher beschreiben das, was einst als Jugendkultur begann. Manche Macher versuchen sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen, andere versuchen eine Erklärung zu finden und wieder andere malen ein möglichst sensationslüsterndes Bild um mit uns, den “Gothics”, Einschaltquoten zu generieren. Wie soll man auch etwas in 45 Minuten oder auf 300 Seiten beschreiben, dass seit über 30 Jahren wächst und gedeiht? Zumal jedes neueste Machwerk auf die Szene selbst trifft, die selbstverständlich alles bezweifelt, weil sie fürchtet, sich in eine Schublade stecken zu lassen.

Eine E-Mail brachte mich zum Staunen. Inga Siebert, 23 Jahre alt und seit knapp 9 Jahren Szene-Mitglied, möchte sich mit der Dokumentation “Vita Nigra” eben dieser Aufgabe stellen und eine Facette der Szene darstellen: “Hallo, ich bin gerade fleißig dabei eine Dokumentation über die schwarzromantische Szene zu erstellen. Diese wird extrem umfangreich sein und mindestens eine Stunde dauern.“ Die Dunkelromantiker, die ihre Wurzeln ebenfalls in den 80er Jahren finden dürften, von jemandem beschrieben, der sich erst seit 2004 zur Szene zählt? Der Alt-Gruft, der unzählige Bücher gewälzt hat und elitär die Nase rümpft spricht aus mir: “Niemals! Wie anmaßend!”, doch der extrem neugierige und leidenschaftliche Szenegänger freut sich: “Endlich eine frische Herangehensweise!” Ich bin verwirrt, doch die Neugier gewinnt. Eindeutig. Grund genug, einmal nachzuhaken, wer hinter der Dokumentation, die Ende Mai veröffentlicht werden soll, steckt. Den ganzen Artikel lesen… »


23 April

Spontis Wochenschau #05/2013

von Robert ForstKategorie: Wochenschau30 Kommentare

Spontis WochenschauWell, you wonder why I always dress in black. Why you never see bright colors on my back, And why does my appearance seem to have a somber tone. Well, there’s a reason for the things that i have on.” Angesichts der aktuellen Wochenschau möchte ich jedoch ein klein wenig daran zweifeln dürfen. Jedenfalls für mich persönlich. Da gibt es doch tatsächlich jemanden, der “Goth” ist und Blut trinkt. Eigentlich klar. Jeden Abscheulichkeit, die sich ein Mensch ausdenkt, wird irgendwo gelebt. Bevorzugt in Amerika, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Schließlich kommt die zitieren Textzeile aus dem gleichen Land: Johnny Cash sang “Man in Black”, weil ihn die Leute immerzu fragten, warum er hauptsächlichen schwarze Klamotten trägt. Herrje. Und dann gibt es da noch eine Bloggerin, die mir schon seit Ewigkeiten auf die Nerven geht. Ich meine, ich bin auch selber schuld, warum habe ich ihre Seite auch in meinem Feed-Reader? Womöglich um an das erinnert zu werden, was Gothic nicht ist: Ein reiner Kleidungsstil – und überhaupt, was für ein Stil?. Fast so schlimm wie dieses rumgepose mit den ganzen Leuten die sie trifft. Herrje. Ich reiße mich ja schon zusammen. Habe mir ja selbst aufgeschrieben, dass ich als Gegenbewegung zur Meckerkultur blogge. Gelegentlich muss ich mich selber daran erinnern. Tut gut. Genießt eure Woche mit handverlesenen Links zum schmökern, staunen und echauffieren (klingt besser als meckern).  Den ganzen Artikel lesen… »


18 April

UNICEF-Studie: Emotionaler Schrottplatz Deutschland

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache30 Kommentare
Blue Hair | cc by-nc-sa Mike Chaput

Blue Hair | cc by-nc-sa Mike Chaput

Unserer Jugend geht es endlich besser! Glaubt man einer internationalen Studie der UNICEF, so hat sich das Lebensumfeld für Kinder und Jugendliche in Deutschland verbessert. Im Ranking der 28 Industrie-Nationen belegen unsere Kinder einen respektablen sechsten Platz. Die Armut ist verschwindend gering, die Gesundheitslage ausgezeichnet und auch die Bildung hat wieder angezogen. Deutsche Schüler erreichen bei den Pisa-Tests bessere Ergebnisse und haben sich in die Top 3 gebüffelt, knapp hinter der Niederlanden und Belgien. Die Raucherecken auf den Schulhöfen werden immer leerer, in keinem der 28 Länder hat sich die Zahl der “coolen” Raucher so deutlich reduziert wie bei uns. Dafür werden die minderjährigen Racker immer übergewichtiger, aber das geht den meisten ehemaligen Rauchern so. Auch die Liebe zur Verhütung ist wieder gestiegen, die anzahl der Teenagerschwangerschaften ist nämlich gesunken. Die Gewaltbereitschaft sinkt, Alkohol und Drogen sind kaum noch der Rede wert und die meisten Jugendlichen gehen brav zur Schule. Ist also alles super?

Nicht ganz. Fragt man die Jugendlichen nach ihrer subjektiven Meinung, zeichnet sich ein ganz anderes Bild. Bei der Selbsteinschätzung der Lebenszufriedenheit fällt Deutschland wie kein anderes Land ab, auf Platz 22. Jeder siebte Jugendliche ist demnach mit sich selbst und seiner Situation unzufrieden. “Die deutschen Mädchen und Jungen stellen damit sich und ihrer Umgebung ein erschreckendes Zeugnis aus, das uns nachdenklich machen muss. Die einseitige Konzentration auf Leistung und formalen Erfolg führt dazu, dass sich viele Kinder und Jugendliche ausgeschlossen fühlen. Unsere an Ressourcen reiche Gesellschaft versagt offensichtlich dabei, allen Mädchen und Jungen Hoffnung und Perspektiven auf gerechte Teilhabe zu geben.” Den ganzen Artikel lesen… »


15 April

Super Goths, Satanisten und Vampire in London

von Robert ForstKategorie: Fundgrube11 Kommentare
Vampires of London

The London Vampire Monthly Meetup – (c) Vampires of London

Vor rund 30 Jahren war London eine Hochburg der zu dieser Zeit aufstrebenden Jugendkultur der “Goths”. Begeistert lauschten die Jugendlichen der Musik und nahmen das auf, was die Szene an Inhalten mitbrachte und entwickelte. Vampire, Okkultismus, Satanismus und Mythologie versprachen einen möglichen “Kick”  und luden dazu ein, sich auszuprobieren. Man spazierte auf Friedhöfen, rückte Gläser über eine Tischplatte, entzündete schwarze Kerzen und murmelte geheimnisvolle Texte. Für viele ein Phase, ein Stück ihrer Jugend, eine Erinnerung. Was jedoch passieren kann, wenn man aus einem Interesse und einer Leidenschaft eine Lebensweise oder gar Weltanschauung macht, zeigt eine kurze Dokumentation aus dem Jahre 2010. Offensichtlich haben “Super Goths”, “Real Life Vampires” und Satanisten vor 15 Jahren damit begonnen, sich in London zu organisieren und Gruppen zu bilden, in denen man sich austauscht und möglichen Aktivitäten okkulter Mächte beobachtet.

Haben hier ein paar Erwachsene nie aufgehört wild und rebellisch zu sein? Wie in der schwarzen Szene selbst, ist auch hier ein breiter Altersquerschnitt zu finden. Offensichtlich ist das Interesse für die Randbereiche zwischen Wissen und Glaube immer noch enorm groß. Das Devonshire Arms war und ist so ein Treffpunkt. Heute heißt der Pub Hobgoblin und ist eine der ältesten Gothic-Kneipen in London. Hier trifft sich unter anderem die London Vampire Meetup Group zum monatlichen Stell-Dich-Ein.

Interessant. Hier treffen sich Cyber, Steampunker, Goths und Neo-Romantics, weil sie ein Interesse haben. Vampire, Geschichten und Menschen mit den gleichen Leidenschaften. Völlig unabhängig von der subkulturellen Zugehörigkeit. Vorbildcharakter? Ohne vom Eigentlichen, der kurzen Video-Reportage, abzulenken möchte ich behaupten: Durchaus! Beobachtet man beispielsweise die Ausstellungen, Lesungen und Museumsführungen zum WGT in Leipzig wird deutlich, dass Interessen keine Differenzierung kennen.  Den ganzen Artikel lesen… »


10 April

Spontis Wochenschau #04/2013

von Robert ForstKategorie: Wochenschau19 Kommentare

Spontis WochenschauProvokation ist etwas, worüber wir uns aufregen. Provokation ist darauf angelegt eine Regung zu erzeugen und Gedanken und Emotionen zu vermischen. Erst neulich provozierte ein Artikel über die Jesus-Freaks eben solche Reaktionen. Ich hatte damit nicht gerechnet und war überrascht, wie provoziert ich mich durch die vielen Kommentare fühlte. Und ich sage euch, es ist gut, dass wir uns noch provozieren lassen, dass wir unsere Meinung sagen, uns aufregen, diskutieren und streiten. Was wäre die Alternative? Schweigend alles hinnehmen, was um uns herum passiert. Kein schönes Szenario. Natürlich, Provokation bewirkt nicht nur Gutes, sie kann auch Mittel zum Zweck werden, jemanden von seiner Meinung oder Ideologie zu überzeugen. Man hat es nicht leicht. Es gibt viel zu viele Menschen, die alles falsch verstehen. Lange Rede, kurzer Sinn. Ich werde auch weiterhin schreiben, was ich denke. Ich werde weiterhin den inneren Schweinehund besiegen und zugeben, wenn ich etwas falsch gemacht habe. Und natürlich werde ich auch weiterhin provozieren. Bewusst oder unbewusst. Bis dahin gibt es erstmal die aktuelle Wochenschau: Den ganzen Artikel lesen… »


1 April

Jesus, du bist ein turbogeiler Typ!

von Robert ForstKategorie: Ansichtssache102 Kommentare

Bravo 1993 - Jesus Freaks TeaserEine bizarre Welt! Doch nicht wegen der Erde selbst tragen wir in unserer Organisation schwarz, sondern wegen der vielen Menschen die unsere Welt zu diesem bizarren Platz machen. Wir glauben an die verrücktesten Dinge und lassen uns von anderen vorschreiben, was gut und böse ist. Eine ganz besonders gruselige Sekte, die uns auch in der Vergangenheit mehrfach wegen unseres stillen Protestes attakierte, feierte erst kürzlich ein bizarres Splatter-Ritual, über das der Postillon in einem Artikel berichtete.

Doch die Feierlichkeiten gehen weiter, denn kurz nachdem der bärtige junge Mann vor über 2000 Jahren starb, erweckte ihn eine “unsichtbare Macht” von den Toten und entführte ihn an einen angeblich “himmlischen Ort”. Als Symbol für diesen widernatürlichen Akt entwickelte man das Ei, dass als merkwürdiges Zeichen für Auferstehung von Millionen Menschen mit wirren Zeichen bemalt und dann auch noch verspeist wird! Verrückter Glaube!

Was bringt die Menschen trotz Aufklärung, Wissenschaft und Säkularisierung dazu auch heute noch an diesen Mythos zu glauben? Wieso verfallen immer noch Jugendliche trotz aller Warnungen dieser fragwürdigen Vereinigung? Die “Kirche”, wie sie sich lapidar nennt, hat dazu ein ausgefeiltes Rekrutierungssystem erschaffen, dass sich seit Jahrhunderten dem Zeitgeist anpasst und die jungen Menschen in ihren Cliquen anspricht. Ein Artikel aus einer Jugendzeitschrift aus dem Jahr 1993 zeigt beispielhaft, wie geschickt man vor rund 20 Jahren die Jugendlichen in einen Bann zog. Den ganzen Artikel lesen… »


26 März

10 Thesen über das Gothic-Dasein

von Robert ForstKategorie: Hintergründe52 Kommentare

10 Gothic ThesenEs war einmal. Vor rund 500 Jahren nagelte ein rebellischer Theologe ein paar Zettel an eine wehrlose Tür im beschaulichen Wittenberg und präsentierte seine 95 Thesen, mit denen er die christliche Kirche reformieren sollte. Jedenfalls hat er es versucht. Martin Luther sorgte mit seinem Wunsch nach Veränderung für eine neue Form des christlichen Glaubens, nicht für eine Veränderung der Kirche. Ganz so große Ansprüche habe ich nicht. Ich möchte jedoch etwas fortführen, was in unzähligen Beiträgen und Kommentaren schon seit gefühlten Ewigkeiten diskutiert wird. Das Beispiel Luthers ist nur Sinnbild für einen Veränderungsprozess, der in den Köpfen vieler Menschen stattfinden muss. Es braucht Zeit, bis Gewohnheiten, Rituale und gefühlte Sicherheiten aufgebrochen werden können und meist ist das ein schleichender Prozess, der von vielen nicht wahrgenommen wird. Doch was hat das mit “Gothic” zu tun?

Vor einiger Zeit titelte Sabrina in einem Artikel “Gothic – Kein Ziel und keine Richtung?” und sorgte damit  für die erneute Diskussion der Fragen, was Gothic nun ist und ob wir uns nicht über gemeinsame Ziele und Sichtweisen definieren sollten. Es gibt kein abschließendes Fazit, kein Ergebnis, keine Handlungsanweisung, nur eine Reihe von vagen Wünschen und Vorstellungen, wie man eine Szene, die einen wichtigen Teil des Lebens eingenommen hat, verändern, gestalten oder gar reformieren könnte. Ich möchte an dieser Stelle zehn Thesen aufstellen, wie Gothic ist, war und sein kann. Zehn nicht recherchierte Behauptungen, die sich zusammenhanglos zwischen Oberflächlichkeit und Tiefgang bewegen. Zehnmal die Möglichkeit, beizupflichten, nachzudenken und umzusetzen. Zehnmal die Möglichkeit, mich zu verurteilen, anderer Meinung zu sein oder zu meckern.
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