23 August

Parallelwelt entdeckt! Exklusives Video vom Leben auf Gothic II

von Robert ForstKategorie: FundgrubeDiskussion: Keine Kommentare

cp 1919 an der uniWas zunächst als merkwürdig regelmäßige Wellenform von den Radioteleskopen aufgefangen wurde, klang für die Wissenschaftler merkwürdig. War das eine alte, längst vergessene musikalische Klangreihenfolge, die man vor rund 30 Jahren auf unserem Planeten entwickelte? Womöglich ein interstellares Echo, das die von uns ausgesendeten Signale zu uns zurückspiegelte? Analysen ergaben jedoch, dass es sich um ein stark verzerrtes und vereinfachtes Abbild der ursprünglichen Sequenzen handelte. Als hätte eine fremde Intelligenz die Funkwellen unseres Planeten aufgefangen, remoduliert und zu uns zurückgeschickt. Konnte das sein? Eine Botschaft?  Tiefere Analysen förderten zu Tage, dass eine verborgenen Trägerwelle in den Klangmustern mehr Informationen mit sich trug als sie für die Generierung von Tönen nötig gewesen wäre. Selbst Dechiffrierungsexperten aus aller Welt sahen sich nicht in der Lage, das komplexe Signal zu entschlüsseln. Einem Zufall ist es zu verdanken, dass das Signal nun doch entschlüsselt werden konnte. Praktikant New Dave war in seiner Nachtschicht gerade mit Reinigungsarbeiten beschäftigt, als er die immer noch laufende Übertragung in den menschenleeren Forschungsräumen hörte. Er schloss einen Fernseher an und koppelte das Signal mit dem Antenneneingang. Was dabei herauskam, war unglaublich! Den ganzen Artikel lesen… »


21 August

Liber Occulti: Die Menschenschlachter von Herxheim

von Robert ForstKategorie: Liber OccultiDiskussion: Keine Kommentare
Skelett

Verstreutes Skelett in Herxheim
(c) Universität Tübingen

Liber Occulti I/MMXIV – Archäologen machen grausige Funde in Herxheim. Knochen von rund 1000 Menschen werfen die Frage auf: Gab es Kannibalen in der Jungsteinzeit?

Was man zwischen 1996 und 1999 bei Ausgrabungen einer steinzeitlichen Siedlung im rheinland-pfälzischem Herxheim fand, gab den Archäologen schaurige Rätsel auf. In einer länglichen Grube fand man unzählige menschliche Knochen von rund 1000 Menschen jeden Alters und aus ganz Europa. Das sie teilweise aus Frankreich und dem Elbtal stammten, konnte man anhand von Keramikscherben nachweisen, die man zwischen den Knochenstücken fand.
Die Toten wurden kurz nach ihrem Tod fachmännisch zerlegt, das belegen Bruch- und Schnittspuren an den Knochen die den Spuren an geschlachteten Viehknochen sehr ähneln. Die Forscher vermuten sogar, das zeigen Indizien an den Überresten, dass die Leichenteile an einem Spieß gebraten worden sein könnten. Manche der Knochen sind so fein zerschlagen, dass man auch von Knochenmarkgewinnung ausgehen muss, womöglich um sie in einer Suppe auszukochen. Haben die Bewohner der kleinen Siedlung, die auf das Jahr 5000 v.Chr. zurückdatiert ist, Menschen gegessen? Den ganzen Artikel lesen… »


20 August

I am Providence – Glückwunsch, Herr Lovecraft

von Robert ForstKategorie: DokumentationenDiskussion: 4 Kommentare
Grabstein

Der eigene Grabstein für Howard Phillips Lovecraft
(cc-by) Will Hart

Heute vor 124 Jahre wurde Howard Phillips Lovecraft in Providence (Rhode Island) geboren. Schon früh förderte sein Großvater die literarische Neigung seines Enkels und schenkte ihm Bücher wie die” Geschichten aus Tausend und einer Nacht”. Zum Missfallen von Lovecrafts Mutter Sarah erzählte der Opa seinem Enkel auch selbsterfundenen Horrorgeschichten. Bereits mit 9 Jahren verfasste er handschriftliche Zeitschriften mit dem Titel “The Scientific Gazette” und “The Rhode Isalnd Journal of Astronomy”, die er unter seinen Verwandten und Freunden verteilte und in denen er sein Interesse an Geschichte und Astronomie auslebte. H.P. Lovecraft war ein begabtes Kind, dass sein Leben einer blühenden Phantasie widmete und einige der einflussreichsten Werke der Horror-Literatur verfasste. Seine Texte, Bücher und Werke, die zu Lebzeiten nie für ein anständiges Auskommen reichten, sind heute Legende, Mythos und Inspiration für viele weitere Künstler.

1937 starb Lovecraft an den Folgen von Darmkrebs. Er wurde im Familiengrab beigesetzt und sein Name wurden neben dem seiner Eltern eingemeißelt. 1977 setzten Verehrer des “Meisters” ihm einen eigenen Grabstein, auf dem der Spruch “I am Providence” steht, der aus einem seiner Briefe stammt. Fans, die das Grab besuchen, verzieren es immer wieder mit einem Zitat aus “The Nameless City”: “That is not dead which can eternal lie, and with strange aeons even death may die.” Meine Glückwünsche gelten einem Schriftsteller, der seiner Phantasie mit Worten beflügeln konnte und damit Geschichten schuf, die immer noch verstörend komplex bis unbegreifbar philosophisch interpretiert werden. Sie gelten einem Künstler der es wie kein Zweiter verstand, die dunkle Seite der menschlichen Phantasie so gekonnt in Szene zu setzen. Den ganzen Artikel lesen… »


18 August

Ohne Worte: Eine Nacht in den Katakomben, Zürich 1992

von Robert ForstKategorie: Dunkle Vergangenheit, FundgrubeDiskussion: 7 Kommentare

Der Magic Circle präsentiert: “Noel Noire”, Katakomben in Zürich 1992 (Danke! an Ernest Maerki für die Einsendung)
Früher war alles besser? “…wir lebten in den 90ern eine Utopie, unsere einmalige Utopie: Katakombe, Laby, Aera – zehn Stunden Glück, die mir den Kater wert waren. Zeitvergessenheit, Hormonwolken, ozeanische Gefühle. Und heute? Bügeln, Weiterbildung, Kinderwagen, Facebook. Wer’s verpasst hat, tut mir leid – was ist besser geworden?” (Aus den Kommentaren zum Artikel “Zürichs verschwundene Partytempel“)

 

 


13 August

Musikperlentaucher – Tauchgang #30

von Robert ForstKategorie: Back to the RootsDiskussion: 13 Kommentare

Shock Therapy – Hate is a 4-letter Word

What has changed me into something i dont know?” 1984 gründete der aus Detroit stammende Gregory John McCormick (Itchy) eine Band, die er nicht umsonst “Shock Therapy” nannte. Der Sänger, Gittarist und Pianist verbrachte viele Jahre in diversen Psychiatrien, seine dort gesammelten Erfahrung beeinflussten nicht nur den Bandnamen, sondern auch viele seiner depressiven Texte.  Mit der Band fand er die Möglichkeit, seiner Aggressivität ein kreatives Ventil zu verschaffen und so wundert es auch nicht weiter, dass der ein Jahr später geschriebene Song “Hate is a 4-letter-Word” zu den erfolgreichsten der Band zählt. In den USA fanden seine tiefgründigen Texte jedoch keine Beachtung, das erwünschte Feedback blieb aus, er beschließt, nach Europa zu gehen. Dem INTRO-Magazin verriet 1993: “Das amerikanische Publikum ist völlig leer. Sie stehen da und glotzen dich an. Niemand gibt sich die Mühe, in die Musik einzutauchen. Die Europäer, vornehmlich die Deutschen, sind da ganz anders. Sie konzentrieren sich auf das, was abgeht; sie wollen die Musik nicht nur hören, sondern auch verstehen.” Doch die Schatten des eigenen Selbst sind stärker. Nach einem 7-jährigen Gefängnisaufenthalt zeigt sich Itchy geläutert und kündigt sogar ein neues Album an. Von der Realität eingeholt stirbt er 2008 im Alter von 44 Jahren vermutlich an einer Alkoholvergiftung. “A classic Film of Yesterday ist just Today; once tomorrow, maybe never, i hate me.

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9 August

Manche Mädchen sterben einsam – Selbstmörderfriedhof Grunewald

von Robert ForstKategorie: Finstere OrteDiskussion: 4 Kommentare

Friedhof Grunewald - Tina HexchenBereits im Januar dieses Jahres besuchte Kath Traumtänzerin den Friedhof in Grunewald. Friedhofsführerin Tina Knaus brachte ihr und einigen anderen den Ort und seine Geschichten ein wenig näher. Schwer beeindruckt postete sie einige Bilder und Geschichtsfetzen bei Facebook, die dort aber im Nirvana des Zeitstrahls kaum Beachtung fanden. Ich fand das schade und animierte Kathi auf dem Spontis Treffen, mir ihre Eindrücke nochmal als E-Mail zu schicken, um dann gemeinsam mit ihr einen Beitrag daraus zu verfassen.

Es ist ruhig auf der Lichtung im Grunewald, keine trauernden Friedhofsbesucher, keine frischen Blumen auf gepflegten Gräbern und die meisten Grabsteine sind mit Efeu überwuchert. Der Schnee auf Wegen, Bäumen und Gräbern hüllt den Friedhof in ein sonderbare Stille, nur das Knirschen der Schritte ist zu hören. Deutschlands einziger Selbstmörderfriedhof  im Grunewald-Forst, auf dem seit über 100 Jahren alle die begraben werden, die ihrem Leben ein Ende setzen wollten, soll in 50 Jahren verschwunden sein. Die Grabsteine werden entfernt, die Gräber eingeebnet und die Friedhofsmauer wird abgerissen. Die zuständige Friedhofsverwaltung Charlottenburg-Wilmersdorf genehmigt kaum noch neue Bestattungen und möchte den Friedhof auslaufen lassen, eine Erhaltung des geschichtsträchtigen Ortes scheint nicht mehr finanzierbar. Dabei liegen nicht nur unzählige Namenlose dort begraben, sondern auch tragische Geschichten aus der deutschen Vergangenheit. Den ganzen Artikel lesen… »


7 August

Ohne Worte: Batgirl

von Robert ForstKategorie: FundgrubeDiskussion: 1 Kommentar

Batgirl 1939 - Museum Victoria

Now, when i Turn this Dial, the Electronic Ring will tighten about you — and you’ll be Doomed! – Don’t worry, Bat Girl will save you!” Im April 1961 hatte Bat Girl mit diesen legendären Worten in Heft #139 der Batman-Serie ihren ersten Auftritt. Alles gelogen, wie wir nun erfahren: Die echte Bat Girl trug nie rote, kurze Kleider und grüne Umhänge, sondern schwarze, gruftige Roben. Das belegt diese alte Aufnahme aus dem Jahr 1930. Außerdem war sie wohl Australierin. (Bildquelle: Museumvictoria)


5 August

H.P. Lovecrafts “The Dreamlands” – 700 Stufen des tiefen Schlummers

von Robert ForstKategorie: Filme und VideosDiskussion: 1 Kommentar

The DreamlandsH.P. Lovecraft sagte einmal: “The oldest and strongest Emotion of Mankind is fear, and the oldest and strongest Kind of fear is fear of the Unknown.” Die Angst vor dem Unbekannten ist überwunden, es ist geschafft! Am 3. August erreichte das Filmprojekt “The Dreamlands” von Regisseur und Autor Huan Vu das Crowdfundig-Ziel von 40.000€ auf der Plattform Indiegogo. Der Film basiert auf den Erzählungen von H.P. Lovecraft, die sich direkt oder indirekt mit der Parallelwelt “The Dreamlands” (Traumlande) beschäftigen. Bisher fristeten die Erzählungen eher ein Schattendasein unter dem dunklen Stern des Cthulhu-Mythos, denn trotz der melancholischen Grundstimmung wohnt den Dreamlands etwas schönes inne, das den typischen Leser des 1937 verstorbenen Querdenkers vermutlich abschreckt. Aus diesem Schatten will Huan Vu den Zyklus nun ins Zwielicht der Dämmerung hieven, Tageslicht wäre dann doch etwas zu grell.

Es geht in dem Film hauptsächlich darum, einer schrecklichen Realität zu entkommen und in eine Traumwelt zu fliehen“, erklärt Regisseur Huan Vu der Stuttgarter Zeitung. Doch diese Traumwelt ist nicht bunt und laut, sondern düster und malerisch. Hinter den Kulissen wartet auf den Reisenden – sofern dieser geneigt ist, sich auf die Fahrt einzulassen – eine Reise in das Abgründige der menschlichen Phantasie in dessen Grund aber etwas positives liegt. Das für Lovecraft recht ungewöhnliche Credo erklärt sich Huan Vu – so verrät er im Artikel – als eine Art Rettungsanker für Lovecraft, der sich damit  gelegentlich aus der eigenen dunklen Phantasie zu retten versuchte.

Ganz im Stil Lovecrafts Vorbilder Edgar Allen Poe und Lord Dunsany verliert er den “schwelgerischen phantastisch-traumhaften Stil des irischen Adeligen und erfolgreichen Schriftstellers anzueignen und begann so wie dieser die eigenen Träume als Grundlage für Ideen und Handlungen heranzuziehen“, wie die eigens eingerichtete Homepage zum Film offenbart. Den ganzen Artikel lesen… »


1 August

Ohne Worte: Strange little Girl where are you going?

von Robert ForstKategorie: FundgrubeDiskussion: Keine Kommentare

She’d run to the town one day | Leaving home and the country fair | Just beware when you’re there, strange little girl | She didn’t know how to live in a town that was rough | It didn’t take long before she knew She had enough | Walking home in her wrapped up world | She survived but she’s feeling old | ‘Cuz she found all things cold | Strange little girl where are you going?” (The Stranglers, 1982 – Im Video: Punks und New Waver in London, Liverpool Street und Cambridge Circus)

 


31 Juli

Spontis Wochenschau #07/2014

von Robert ForstKategorie: WochenschauDiskussion: 3 Kommentare

Spontis WochenschauWie sagt man so schön? “Wir üben uns in Toleranz!” Manchmal scheint mir, wir brauchen noch ganz viel Übung. Was wir ganz prima können, ist fremdschämen, ergötzen und herabsetzen. Kurz um: Wir lieben es, uns über andere zu stellen. Auch – oder vor allem – in der Szene. Es gibt sie überall, die Gothic-Proleten – gröhlend schwanken sie über das Festival-Gelände, sie quatschen permanent während des Konzerts, quetschen ihre übergewichtigen Körper in völlig unpassende Outfits oder stellen wahlweise ihre grotesken und braungebrannte Muskelberge in möglichst knappen Oberteilen zur Schau. Und wenn es auf irgendeinem privaten Fernsehsender eine Scripted-Reality-Soap mit Gothics gibt, dann kann man sich sicher sein, genau solche Gestalten dort vorzufinden – sie wissen nichts über die Szene, finden das alles eigentlich nur geil und meinen, ihren Partner mit einem Halsband über das Festival-Gelände zu führen wäre cool. Man selbst ist dann erleichtert und ein bisschen stolz: So schlimm bin ich nicht. So würde ich niemals benehmen. Meine Szene ist völlig anders. Das Prinzip erscheint immer gleich: Ich mache mich selbst besser, indem ich andere herabsetze. Habe ich das denn wirklich nötig? Ist mein Leben verpfuscht, mein Kindheit eine Katastrophe, hatte ich nie Zugang zu Bildung und muss ich 3 Putz-Jobs machen um mich über Wasser zu halten? Wir sind wohl chronisch unzufrieden und schlecht gelaunt und wir denken unsere Situation ist im Vergleich mit anderen immer ein bisschen schlechter. Das schlägt dann wohl auf die Toleranz, wie mir scheint. Beim Betrachten der vielen Bilder vom Amphi-Wochenende ist mir aufgefallen, dass ich wohl auch noch ein wenig Übung brauche mit dieser Toleranz. Andere können es nicht besser. Ich kann. Den ganzen Artikel lesen… »