Am WGT 2018 vorbei gefeiert! Ich erinnere mich dunkel

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Was soll ich nun anfangen mit all den Resümees zum WGT 2018? Ich lese den üblichen Abgesang auf die Szene, Lästereien über Pferde und andere Kostüme, Klagen über zu kleine Locations und zu viel Kommerz. Alles ärgerlich und ich stimme hier und da innerlich zu. Doch während ich Gemüse-Ravioli in memoriam an die letzten Tage kalt aus der Dose esse, fällt mir auf, dass all das eigentlich gar nicht zu meinen Erinnerungen gehört, die kleben geblieben sind.

Wir waren auf der Agra, haben reichlich gekauft und viele „Kostüme“ gesehen. Wir sind wegen Überfüllung nicht ins Heidnische Dorf gekommen und auch Rosa Crux fiel wegen Einlass-Stop aus. Aber all das würde ich gar nicht erzählen, wenn mich jemand fragt, wie mein WGT war. Was würde ich denn erzählen? Ich fang mal vorne an:

Wir kamen am Mittwochnachmittag in Leipzig an und die Stadt begrüßte uns mit heftigem Regenguss, Wind und dunklen Wolken. Prima. Ich sah mich schon die nächsten Tage mit Zopf und nassem Samtsack durch die Stadt huschen – von einem Dach zum nächsten – und was würde aus dem Spontis-Treffen werden? Während der Regen aufs Autodach plästerte und wir wegen einer kleinen Panne nicht sofort in die Ferienwohnung konnten, besprach ich mit Robert einen Plan B. Wir könnten ins Bahnhofsgebäude ausweichen. Doch was, wenn die unsere 200 Spontis-Besucher da rausschmeißen? Moritzbastei ist zu klein. Nächstes Jahr eine Location mieten? Aber das Picknick-Flair ist doch gerade schön… War irgendwie gemütlich bei Regen zu zweit im Auto am Straßenrand irgendwo in Leipzig. Ein Ergebnis gab es trotzdem nicht.

WGT 2018 – Pizza essen bei Ronny Rabe

Da wir noch immer nicht in die Wohnung konnten, fuhren wir mit Mone und Rabe – auch in diesem Jahr wieder unsere WG-Genossen – zu Ronny Rabe, ohne vorher auszuladen. Ronnys Wohnung in Leipzig ist ein Erlebnis. Eigentlich müsste man sich einen Tag frei nehmen, um alle kleinen und großen Schätze an den Wänden zu entdecken und anzuschauen. Ein unvergessliches Grufti-Museum mit Sarg in der Mitte, auf dem dann nach einiger Zeit auch endlich die weltbeste Pizza landete.

Das WGT hatte begonnen. Später bezogen wir dann unsere Ferienwohnung und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Das ist mal ne schöne Wohnung gewesen. Haben wir auch gleich fürs nächste Jahr wieder gebucht.

Im Gegensatz zum letzten Jahr hab ich beim Münze-werfen auch das Zimmer gewonnen, das ich haben wollte. Ätsch!

WGT 2018 – Donnerstag: Gleich am zweiten Tag bekamen wir uns in die Haare

Der Donnerstag begann damit, dass ich den Rabenhorst ziemlich früh aus dem Bett schmeißen musste, weil ich nach guter alter Arbeitnehmer-Manier wach war und Langeweile hatte. Immerhin hatte ich den Frühstückstisch gedeckt. Danach bekamen wir uns in die Haare. Wir machten uns ans Kreppen und Toupieren, wobei Herr Forst nicht überzeugend genug den Untalentierten spielte und unter des Raben strengen Blicken mein glänzendes Haar in einen toupierbaren Haufen Bretter verwandelte. Als wir fertig waren, war es schon später Nachmittag und wir wollten noch die WGT-Bändchen holen, um anschließend zu Jen und Holger zu fahren, die uns zum Grillen eingeladen hatten.

WGT 2018
WGT 2018 – Ein interessanter Abend bei Jen und Holger

Was für ein toller Abend! Zu Beginn fremdelte ich ein wenig. Ich bin ja nicht gerade der Meister der Sozialkontakte und kannte dort niemanden. Außerdem war wegen der internationalen Gäste Englisch die Sprache des Abends. Eigentlich kein Problem, aber eben auch ein Faktor, der einen nicht sicherer macht. Was soll ich sagen? Jen schaffte es innerhalb einer halben Stunde, mir alle Scheu und Unsicherheit zu nehmen und Holger tat seinen Teil dazu, uns willkommen zu heißen und uns das Gefühl zu geben, unter Freunden zu sein. Vielen Dank an dieser Stelle. Wir lernten viele tolle Menschen aus aller Welt kennen und jeder einzelne war eine Bereicherung für unser WGT 2018.

Nach mehreren Stunden quatschen und Blödsinn machen und lachen und essen machten wir uns auf zur Gothic Pogo Party, wo wir die üblichen Verdächtigen aus dem Freundeskreis trafen.

WGT 2018 – Freitag: Vom zaghaften Versuch, einen Programmpunkt wahrzunehmen

Noch im Bett ein kurzer Blick aufs Programm. Der wird auch von Jahr zu Jahr halbherziger. Wir schaffen es ja eh nie rechtzeitig irgendwohin.

Wir beschlossen, den Freitag zum Shopping zu benutzen. Robert wollte nach einem neuen Hemd Ausschau halten und ich nach einer Hose. Heraus aus dem Gothicmarkt auf der Agra kamen wir mit drei Halstüchern, einem Paar Schuhe, drei Handtaschen und einem Portemonnaie. Da wir es in den vergangenen beiden Jahren nicht geschafft hatten, besuchten wir diesmal das Heidnische Dorf. Ich liebe die Atmosphäre, wenn dort noch nicht so viele Leute sind. Wir bummelten über den Markt und kehrten schließlich im Tee-Zelt ein. Hier hatten wir schon bei unserem ersten gemeinsamen WGT 2011 gesessen. Wir versuchten, die gleichen Bilder wie damals zu machen. Ging aber nicht, weil wir jetzt viel schöner sind. 😉

Es folgte ein zaghafter Versuch, ein Angebot des offiziellen Programms wahrzunehmen: Merciful Nuns im Täubchenthal. Es kam, wie es kommen musste. Wir trafen viele Bekannte und Freunde, aßen Käsepommes und trafen wieder Freunde und quatschten und machten Fotos und ganz ehrlich: Ich weiß nicht einmal, welche Band wir auf der Bühne NICHT sehen konnten, weil es zu voll war, als wir kurz das Experiment eines Konzertbesuchs unternahmen. Aber ich habe ein Foto gemacht.

Wie immer ließen wir den Tag auf der Gothic Pogo Party ausklingen. Das klingt vielleicht doch etwas zu harmlos… also es war laut, lustig und als wir nach Hause kamen, um kalte Ravioli aus der Dose zu essen, war es hell draußen und wir rochen streng.

WGT 2018 – Samstag: Zu viele Heiden im heidnischen Dorf

WGT 2018 – Samstag: Der Tag begann mit einem kurzen Abstecher zur Synth Robots Dance Invasion vor dem Werk 2

Es war brüllend heiß am Samstag. Gemeinsam mit dem Rabenhorst wollten wir ins Heidnische Dorf, um uns dort im Schatten eines Baumes von den Strapazen der vergangenen Nacht zu erholen. Blöderweise wollten das alle anderen Leute im Umkreis von etwa 150 Kilometern auch und deshalb kamen wir nicht rein in die Welt des Mittelalters. Also wichen wir auf die Konsummeile nebenan aus und machten die Agra unsicher.

Hier strandeten dann nach und nach weitere Leute aus dem Bekanntenkreis, die den gleichen Plan hatten und so saßen wir in illustrer Runde beisammen und vertrieben uns die Zeit. Etwas seltsam war die Begegnung mit einer un-szenigen Dame, die offensichtlich unsere Nähe suchte, Fotos machen wollte und fragte, ob sie meine Pommes probieren dürfe. Sie war sehr freundlich, aber ich fühlte mich unwohl, zumal sie mir ständig über den Arm streichelte, um Sachen zu fragen. Ich bin ja normalerweise nicht jung, nackt und interessant genug, um von Fotografen verfolgt zu werden, deshalb kenne ich diese Erzählungen nur in der Theorie. In diesem Moment dort auf der Bank hatte ich jedoch eine Ahnung davon, was die Erzähler dieser Geschichten meinen. Man möchte keinen Kontakt zu „Normalos“ und muss trotzdem freundlich sein. Und auch wenn man sich Mühe mit dem Outfit gegeben hat, so hat man es nicht für die Welt außerhalb der Szene gemacht.

Wir hörten auf allen Kanälen, dass die Locations überfüllt seien und so reizte uns das offizielle Programm wieder nicht besonders. Wenn gar nix mehr geht, geht Gothic Pogo Party. Am Samstag machten wir uns schon recht früh – zusammen mit Ronny – auf den Weg ins Werk 2.

WGT 2018 – Sonntag: Der traurige Blick eines Mannes, dessen Lasagne kleiner ist als seine Handfläche

Den offiziellen Aufzeichnungen nach hatten Robert und Ralf am Sonntag gegen 14 Uhr einen Lach-Flash am Frühstückstisch und um 17 Uhr standen wir an irgendeiner Tramhaltestelle rum.  Was davor und danach geschah, ist irgendwo in den Tiefen unserer WG verschollen. Wahrscheinlich haben wir wieder stundenlang Quizduell gegeneinander gespielt. Ich weiß nur, dass wir uns hatten überreden lassen, zu Rosa Crux zu fahren und dass wir zwei Stunden vor Beginn dort waren.

Eine riesige Warteschlange schreckte uns ab und so gingen wir erstmal schön essen, wobei der Rabe seine Miniportion Lasagne nicht wirklich als Essen bezeichnete. Anschließend stellten wir uns in die Warteschlange, bis zum offiziellen Konzertbeginn. Wir kamen nicht rein.

Also machten wir Blödsinn und Videos und fuhren … richtig — zur Gothic Pogo Party. Im Morgengrauen verließen wir die unheiligen Hallen, um vorm Spontis-Treffen wenigstens noch ein paar Stunden zu schlafen.

WGT 2018 – Montag: In der Jahnallee gibt es eine Pizzeria!

Der Rabenhorst hat extra durchgemacht, um am nächsten Tag um 14 Uhr bereit fürs Spontis-Treffen zu sein. Und sie haben durchgehalten! Etwas verpeilt zwar und mit Sonnenbrillen, aber sie haben es gepackt. Das Spontis -Treffen erhält hier im Blog natürlich wieder einen Extra-Artikel, deshalb nur ein kurzes Fazit: Ihr seid Wahnsinn! So viele Leute und ich freue mich immer wieder sehr darüber, denn Robert gibt sich das Jahr über so viel Mühe und es ist eine so schöne Bestätigung, dass so viele Leute am Treffen teilnehmen, ihm persönlich Hallo sagen und andere Blog-Leser kennenlernen. Vielen vielen Dank an alle, die dort waren.

Nach dem Spontis-Treffen gehen wir immer essen. Diesmal in unserer Lieblingspizzeria in der Jahnallee. Vorher mussten wir allerdings noch für einen kleinen Abstecher zur Agra.

Nachdem ich auf dem Spontis-Treffen allen Leuten erzählt habe, dass sie unbedingt am Abend auf die Gothic Pogo Party kommen sollen, um mit uns den Abschied vom WGT 2018 zu feiern, haben WIR es natürlich abends nicht geschafft. Wir waren TODMÜDE! Zack, umgefallen, eingeschlafen!

WGT 2018 – Dienstag: The day after … all!

Dienstagmorgen gab es eigentlich nur wildes Gewusel in der WG. Wir sind ein eingespieltes Team und nach einer Stunde waren die Koffer gepackt und die Wohnung war tipptopp aufgeräumt. Wir machten uns auf den Weg, um mit Freunden den Abschied vom WGT bei einem Frühstück zu teilen.

Was ist nun mein eigenes Resümee? Es kann natürlich sein, dass uns irgendwo und irgendwann an den WGT-Tagen Menschen in Pferdekostümen begegnet sind oder solche, die sich nur für das Festival verkleidet haben. Vielleicht waren die Locations zu voll und die Preise zu hoch und vielleicht wird das WGT nach und nach von der Szeneveranstaltung zum schwarzen Karneval. Aber wir haben an diesen Dingen einfach vorbei gefeiert und fast eine ganze Woche gequatscht, gelacht, getanzt und das Gemeinsame gefunden. Ich erinnere mich ausschließlich dunkel. Es war wieder toll!

 

Orphi Eulenforst – impulsiv, pragmatisch, weniger optimistisch! Prädestiniert für den “Hexenfluch”. Außerdem großer “The Cure”-Fan und überzeugte Schriftstellerin. Sabrina wurde 1971 in Duisburg geboren und beschäftigt sich vornehmlich mit den kulturellen Aspekten der Szene. Darüber hinaus macht sie sich als Muse und Gegenpol unbezahlbar.

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Heili
Gast
Heili

Was soll ich da sagen, treffend formuliert, wir haben auch nur drei Konzerte erlebt und ein wunderbares WGT gehabt. Küchenpartys gehören eben auch dazu und natürlich wie immer, dass letzte, wenn auch wie immer kurze Highligt, SPONTIS TREFFEN….. Danke an Eure aufopfernte Arbeit das Jahr über…..

ArminR
Gast
ArminR

Aber ist das der Sinn und Zweck des WGT? Oder muss ein WGT Sinn und Zweck haben. Muss man dafür nach Leipzig fahren. Ich erinnere mich noch wo in Köln die Domplatztreffen stattfanden. Eigentlich das selbe Feeling (wenn ich das hier so lese). Halt nur 1 Tag und für lau! Und abends dann z.B. ins Fall wo die Hütte brannte und total überfüllt war. Das waren noch Zeiten wo man das WGT zwar wahrgenommen hat aber nicht unbedingt da hin fahren musste (oder wollte). Lieber fuhr man nach Herford ins Seven Inch inkl. abschliesender Villenparty, Oder in den Schlachthof nach Bremen. Oder man traf sich zu Autobahnbrücken-Parties.

Wenn ich soviel Geld für z.B. Konzerte ausgebe dann will ich nicht der in der Schlange sein der nicht mehr hereinkommt. Ich finde es toll das Ihr soviel Spaß hattet, aber braucht man dann überhaupt WGT Bändchen? Das WGT ist für mich nur noch Karneval in Schwarz. Die Zeiten haben sich halt gewandelt. Aber Ey, solange man Spass hat. Denn um das ging es doch früher und heute!

Ronny Rabe
Gast
Ronny Rabe

So, nun ist wieder alles vorbei . Fangen wir mal mit dem positiven an . Es war sehr schön viele alte und neue Freunde / Bekannte wieder getroffen zu haben – nette Gespräche geführt , wenn auch oft zu kurz 😘 .
Geile Partys gehabt – GPP – definitiv am besten.
Alte Gewohnheiten wieder durchgeführt – Cafe Wagner – zu Ehren Klaus 🖤.
Highlight für mich war eben neue und alte liebe Menschen getroffen zu haben , die GPP und das Spontis Treffen.
Hausschuh Pikes erstanden 😉 und noch ein paar Kleinigkeiten.

Jetzt zum negativen – mit den überfüllten Bahnen , das ist nix neues – ein paar mehr im Einsatz hätte so manches erleichtert. Taxipreise – ohne Worte , es wird schamlos ausgenutzt. Überfüllte Konzert Orte – lange Warteschlangen – keine Luft in den Lokationen usw. Zum VIC PIC – sage ich lieber nix , nur Schade was daraus geworden ist . Wenig Schlaf ( aber das gehört dazu ) . Manchmal zuviel Trubel – für manches bin ich einfach nee mehr jung genug 😉
Ich finde es ist wirklich sehr sehr schade , was aus dem urspünglichen WGT geworden ist . Komerzieller gehts ja schon fast nicht mehr . Meine Unterstützung bekommt das WGT 2018 definitiv nicht mehr – diese geschäfte Macherei , unterstütze ich nicht mehr . Dinge verändern sich – und nicht (leider)zum positiven 😞

StefanS
Gast
StefanS

Ich fand das WGT eigentlich ganz toll. Außer, dass man langsam alt wird und ein WGT mit eigenem Kind ganzschön stressig sein kann. Konzerte gab es für mich nur im Stadtbad und die Parties im Täubchental habe ich leider aus oben genannten Gründen nicht geschafft. Leider hat das auch mit dem Spontistreffen nicht geklappt, dabei hatte ich mir fest vorgenommen, zu kommen.

Karl Klammer
Gast
Karl Klammer

Danke für den schönen Bericht. Wir haben neben Freundetreffen und Straßenbahnfahren noch so manche Band erleben können. Dank der guten Vorausplanung mit dem Reinhören in JEDE uns unbekannte Band (Danke dem Schöpfer der WGT-Guide-App!) konnten wir sogar an einem Tag im Volkspalast ständig zwischen beiden Konzertbühnen pendeln und ohne Unterbrechung Post-Punk und Artverwandtes hören können. Das waren dann wohl nahezu 10 Bands am Stück, die sich für uns größtenteils als Neuentdeckungen lohnten und deren Kreativität durch Geldabgabe am Merch-Stand entlohnt wurde. Das waren an einem Tag mehr Bands, als an so manch kompletten Wochenende. Apropos entlohnen: Da fällt mir ein, dass ich sowohl Spontis für Zeitschrift und Button und dem WGT-App-Programmierer noch was spenden wollte… das Sponti-Treffen liefen wir zu spät an, aber es reichte immerhin noch für einige nette Gespräche und neue Kontakte. Danke an Robert und alle Mitorganisierer!

Das Fazit bei mir und Jeannette ist das übliche: Die fünfte Jahreszeit der schwarzen Szene war wie immer schön und 2019 wird freudig erwartet. Das die Preise steigen ist nicht schön, aber normal, und dass sich Pferde und Verkleider unter die Besucher mischen lässt uns (momentan noch) herzlich kalt.

Tanzfledermaus
Autor

Na, da hat sich die Karte für Euch ja wirklich kaum gelohnt… schade, aber Ihr habt ja immer ein paar Alternativen gefunden und Langeweile kam auch keine auf (außer beim Warten auf Mone) ;-)

Mein WGT bestand zum einen Teil aus reichlich Programm und zum anderen aus bewusster Auszeit und Entspannung. Im Vorfeld hatte ich mir auch jede Band angehört, die mir nichts sagte, und dabei wieder einige interessante neue Musik entdeckt. Trotzdem war meine Liste derer, die ich mir ansehen wollte, im Verhältnis zu den vielen Ankündigungen okay (12 auf jeden Fall, 20 eventuell), was eine Planung im Vorfeld erleichterte.

Leider ergab es sich, dass der Freitag immens vollgepackt war mit Bands, die ich gerne sehen wollte, und die sich auch meistens überschnitten. Hinzu kam, dass die Anreise erst am Nachmittag erfolgte und ja auch noch das leidige Bändchen-Abholen anstand. Letzteres ging zum Glück schnell vonstatten, nach 15min war ich durch! Die ersten beiden Bands die ich vorgemerkt hatte, ließ ich dennoch sausen und begab mich erst zu 19 Uhr zu The Eden House in die AGRA – das war schonmal ein sehr guter Auftakt. Das sollte auch meine einzige Stippvisite in der AGRA gewesen sein. Es war seltsam, wieder dort zu sein, das letzte Mal war ich 1999 auf dem Gelände, also in diesem Jahrtausend noch nicht zuvor. Zum Glück hab ich kaum welche von den Kostümierten gesehen, dafür einige Oldschool-Grufts, was meine Stimmung schnell hob. Das blieb auch die meiste Zeit so, lag vermutlich an den Konzerten, die ich mir ausgesucht habe. Insgesamt habe ich sehr viele echte Augenweiden im alten Stil gesehen und mich daher recht wohl gefühlt.
Das Täubchenthal war anschließend etwas zu voll, ich schaffte es noch zu den letzten 4 oder 5 Songs von den Merciful Nuns und anschließend Skeletal Family, zur Aftershowparty war dann meine Energie leider schon ziemlich weg und daher bin ich relativ zeitig wieder gegangen.

Am Samstag hatte ich erst am Nachmittag etwas vor, ich wollte auch nicht wieder abends früh schlapp machen und ließ mir daher jede Menge Zeit zum Fertigmachen und schaute erstmal das Rahmenprogramm im Pfingstboten durch (davon hab ich allerdings gar nichts mehr geschafft in den vier Tagen, die Konzerte und Partys reichten mir). Erst fuhr ich ins Stadtbad mit Hapax (gut), Crying Vessel (klasse) und Confrontational (bis auf diese komischen Animationsversuche des Sängers an das Publikum recht gut), anschließend ging’s dann rüber in die Moritzbastei, erstmal was Leckeres futtern, meine Leute wiedertreffen und dann zu den Traitrs, die ganz schön mit Technikproblemen kämpften, sonst aber gut und sympatisch waren. Black Light Ascension hab ich mir geschenkt, es war zu laut und irgendwie sprachen sie mich doch nicht so an.
Anschließend ging’s dann zur Gothic Pogo Party, wo ich wieder einige Leute traf, aber musikalisch enttäuscht war. Außerdem war es ziemlich kalt und ich wurde durch’s Rumsitzen nur fröstelig und müde. Also wieder zeitig los… Was mich aber wieder schwer beeindruckt hat, waren die aufwendigen und kreativen Stylings vieler GPP-Besucher. Ich fühlte mich fast ins London der späten 70er bis mittleren 80er versetzt – und kam mir in meinem oldschool-Grufti-Look verhältnismäßig brav und unscheinbar vor ;-)

Der Sonntag hatte ein klares Highlight, was auch das schönste Erlebnis für mich bei diesem WGT war: Arcana in der zauberhaften Kirchenruine Wachau. Eine wunderbare Location und der Auftritt der Band war ebenfalls toll, ich hatte immer wieder heftige Gänsehaut-Schübe.
Danach war wieder Entspannung und Energie tanken angesagt, ich klinkte mich aus und legte mich ein paar Stündchen auf’s Ohr, um dann noch ein paar Konzerte und die Gothic Pogo Party mitzunehmen. Da mein Smartphone sich urplötzlich vollends verabschiedete, konnte ich leider niemanden mehr erreichen und lief auch erstmal etwas orientierungslos herum, fand dann aber doch zum Volkspalast. Actors und The KVB haben sich auf jeden Fall gelohnt, beide Auftritte waren toll. Die Gothic Pogo Party entsprach dann auch meinen Erwartungen, diesmal stimmte alles, auch wenn es mir zwischendurch ein bisschen zu voll auf der Tanzfläche war. Endlich kam ich dazu, ausgiebig zu tanzen und mein Knie, das vor ein paar Wochen verletzt wurde, spielte zum Glück auch wunderbar mit.

Der Montag raste nur so davon, ich erwartete noch einen guten Freund, der extra noch aus Berlin angereist kam und dann ging es zum Spontis-Treffen. Ich freute mich, fast alle Leute aus dem letzten Jahr wieder zu sehen, mit denen ich damals ins Quatschen gekommen bin. So viele Menschen auf einmal überfordern mich auch immer schnell, ich würde mir schon gerne Zeit für jeden nehmen, aber das klappt wie auf der eigenen Party mit vielen Gästen oft nicht. Da war es schön, als wir in überschaubarer Runde wieder anschließend in der Moritzbastei einkehrten, um noch etwas zu essen und weitere Pläne zu schmieden. Für mich ging es dann erstmal ins Haus Leipzig, wo es zum Glück noch nicht zu voll war. Später, als ich herauskam, standen die Leute an Einlass fast bis zur Tramhaltestelle an! Nach Silent Runners und Modern English (beide sehr gut, beide mit zu Späßen aufgelegten Sängern) habe ich mich aber wieder aufgemacht. Meine Lieblingsband, die Chameleons, habe ich schon so oft gesehen, daher bin ich dann wieder in die Moritzbastei zu Principe Valiente und Still Patient? gefahren. Beide wollte ich unbedingt sehen, beide sah ich dann mit gemischten Gefühlen. Principe Valiente waren einfach zu laut, die Gitarre fehlte mir, später wurde es aber besser. Still Patient? verbinde ich immer mit meinem ersten WGT-Besuch 1993, wir hörten sie damals im Auto und da lernte ich ihre Musik kennen. Die letzten Veröffentlichungen hatten mir nicht mehr so zugesagt, zu Rock-/Metal-lastig in meinen Ohren. Und so war auch das Konzert, mit etwas mehr „wumms“ und Rock-Attitüde, als es mir lieb war. Dennoch beeindruckte mich der Sänger gesanglich. Leider hatte ich danach keine Energie mehr für die Blaue Stunde oder die Abschluss-GPP. Packen war angesagt, am Dienstagvormittag ging es dann zurück in die Hauptstadt… Müde, aber zufrieden.

Anne
Gast
Anne

Danke für den schönen Bericht! Ich hatte auch ein tolles WGT und einige hervorragende Abende auf der GPP.
Das spontis Treffen war sehr schön und ich habe mich sehr gefreut ein paar neue leute kennengelernt zu haben ☺☺

Wiener Blut
Gast
Wiener Blut

Freitag bei Mark Benecke gestanden, bald ne Stunde vor Beginn, keine Chance. Im Cafe Ludwig das Elend Schlange angesehen. Samstag für Lydia Benecke angestanden. Luci van Org komplett gesehen (Konzert vor Lydia) Lydia selber no Chance, weil draußen unverständlich. Ab zur Sixtina. Für Qntal gewartet, über ne Stunde eher da, geht man güst gegenüber was essen, danach keine Chance mehr…. 2 Schlangen rechts und links bis ums Eck, ab zur Sixtina. Sonntag Mark Benecke Blauer Salon, min 30 Minuten vorher da, erst stand die Schlange nur bis zum Marktplatz, später quer drüber, keine Chance. 2 Konzerte gesehen, Beauty of Gemina und Rome. Sowohl Täubchental wie auch Kuppelhalle voll. Bei einem stand oben die Luft voll Wärme und Feuchtigkeit, beim anderen klebte der Boden… wo sollte man sonst sitzen bei den paar Stehtischen. Musikschule So Mittag war auch gut, aber nicht wirklich WGT. Ernst Horn iner Petruskirche?! war auch toll, auch nicht WGT (durch Zuschauerspenden bezahlt). Tram war ok, Essen auch… wenn man sich in der Stadt etwas umgeschaut hat nach Gastro. Sind die Stände in der Agra weniger geworden? War das WGT damals (Nuller Jahre) nicht „schicker“ von den Gästen her? War die Moritzbastei schon immer so schlecht vom Markt?… Sa Abend war die Stimmung da auch echt…. trunkend negativ…. schlechtes Karma. Sixtina war toll, es gab tolle Gespräche… und der alte Brite der Sa? Abend gespielt hat war echt gut und witzig. Die Leipziger, die Gastro, und die anderen Touristen waren sehr nett. Auch da nette Gespräche. HeiDo Mo ganz nett und nicht zu voll… blablabla…. Resüme: Das mit dem Anstehen für nichts muss geregelt werden. Und wenn man die Plätze für Konzert XYZ errechnet und einen Tag vorher Chips pro Platz und Person ausgibt. Das ging auf dem Mera 2017 bei Mark Benecke auch, und man stand nicht für nix an. Ansonsten denken wir an WGT ohne Bändchen in Zukunft. Sparen lässt sich nicht wirklich viel dabei… 4Tage Öffis, Eintritte etc zusammen gerechnet, aber diese Orga ist einfach nur sch…lecht für viele die wenig oder garnichts von Konzerten haben. Ansonsten werden wir wohl eher weiter nach Hameln zum Autumn Moon fahren, das Owls n Bats ausprobieren… usw und das WGT wieder für X Jahre streichen. P.S. Ich hab das Theater Zeitmaschine im Blauen Salon vergessen…. das war gut, aber auch nicht wirklich gruftig und damit wohl auch nur gut besucht, nicht überlaufen.

Rene
Gast
Rene

Deckt sich so ziemlich mit unseren (Ich und meine besser Hälfte) Erfahrungen.

Wir haben uns allerdings (auch im Nachhinein) sehr gut vorbereitet. Über die WGT-Guide App haben wir uns jedes Soundbeispiel beim Mittag- oder Abendessen über Spotify reingezogen und bewertet.
Will ich sehen, klingt evtl. interessant, tut nicht weh und finde ich so grausam, daß ich mich erschießen möchte. Zunächst die ausländischen Bands, welche man ja nicht jederzeit sehen kann, dann die Deutschen. Kurz vor dem Festival, habe ich mir den Programmplan nach Spielstätten sortiert, ausgedruckt und farblich nach unserer WGT-App markiert. Dann dementsprechend Punkte vergeben… 3 2 1 und -1.
Punkte pro Spielstätte zusammengerechnet und jene mit der höchsten Punktzahl, sollte dann die werden, wo wir hauptsächlich bleiben werden. Um nicht durchs hin und her fahren zu viel Zeit zu verplempern.
Natürlich hat die Methode den Nachteil, daß man nicht alle Kracher sieht. Es gibt aber auch gewichtige Vorteile. Meine Freundin und ich kommen uns gar nicht erst in die Haare, weil der eine oder andere auf irgendwas Verzichten muss. Trotzdem kann man hier und da sicherlich einen Kompromiss einbauen. Das haben wir z.B. am Montag so gemacht, wo wir zwei sehr nah beieinanderliegende Spielstätten besucht haben.
Diese Art der Planung zwang gewissermaßen dazu, sich auch mal das ein oder andere Unbekannte reinzuziehen und so neues zu entdecken.
Ich habe dann alles was nicht mehr zum Plan gehörte, wieder aus der App gelöscht. Damit Freunde und Bekannte auch wirklich nur das angezeigt bekommen, was wir ernsthaft auf jeden Fall machen wollen oder überlegen hinzugehen. Und auch die Kulturveranstaltungen, welche nicht in den Zeitplan passten. Das führte dazu, das wir jeweils voll durchgeplante Tage hatten, mit freier Wahl des Kulturprogramms vor und nach den Konzerten. Außerdem hatten wir noch am Donnerstag selbiges Grillen geplant wo Orphi und Robert, wie ich jetzt erfahre, offenbar auch eingeladen waren.
Es ist ein und derselbe grosse Klüngel in der Szene ;)
Später sind wir dann zum Pre WGT Dinner im Ratskeller, um alte Freunde von meinem ersten WGT wieder zu treffen. Ich habe dies bereits im Artikel zu meinem ersten WGT niedergeschrieben.

Eine chronologische Darstellung

1. Tag Nachts um 3 mit dem Wagen losgefahren. Um 9 Uhr angekommen. Um 9.30 Uhr den Zeltplatz aufgesucht und die beiden Zelte platziert bis 15.00 Uhr << Ich fluche dabei regelmäßig, weil ich immer vergesse, wie ich die beiden völlig inkompatiblen Zelte zu einem zusammenbaue. Um mich dann wiederrum zu freuen, wie clever ich das doch wieder hinbekommen habe (Typische Informatiker Krankheit) ;)
15:30 Uhr haben wir dann erfahren, das die Kollegin wegen der wir zum Grillen wollten, nicht kommen wird, weil sie in Berlin ihren Ausweis verloren hat und erstmal die amerikanische Botschaft aufsuchen musste. Da sie die Einzige war, von der wir wussten, das wir sie dort kennen würden, haben wir das Grillen dann lieber sausen lassen, um uns etwas auszuruhen. Wir waren ja auch schon beide länger, als 24 Stunden, wach.
Um 21 Uhr waren wir dann beim Essen im Ratskeller, wo besagte Freundin zwar auch nicht war, aber ich wusste das zwei andere Bekannte vom ersten WGT dort sein würden. Wir sind dann innerhalb von 2 – 3 Stunden, immer wieder an unterschiedlichen Tischen gewesen und haben eine Menge netter Leute (9) kennengelernt und über Smalltalk bis zum tiefgründigeren Gespräch alles erlebt.
Ich hatte 2 Pils meine Freundin 2 Doppelbock.
Dann ging es zur Moritzbastei, mehr schlecht als recht, weil unser englischer Begleiter damit irgendwie nicht wirklich klar kam. Und mein Handy keinen Saft mehr hatte. Letztenendes sind wir aber doch noch dort wohlbehalten eingetroffen nachdem ich Passanten gefragt habe. Ich konnte mich nach 8 Jahren einfach nicht mehr erinnern.
Nach gefühlten 20 Mal im Kreis laufen und kaum durch die Massen kommend, bemerkte meine Freundin das ihr der 36 Stunden Schlafentzug und die zwei Doppelbock jetzt nicht wirklich bei der Orientierung halfen und wir vllt. doch besser schlafen gehen.
Also zurück zur Agra. Ins Zelt kriechen. Augen zu machen und Fledermäuse zählen. Ich bin dann auch um 4 etwa eingeschlafen ;)

2. Tag 8 Uhr Wach. Ist ja immer schön laut morgens auf dem Zeltplatz. Zum halbwegs wach werden, erst mal Facebook nach den Kontakten der letzten Nacht durchforstet. Geschaut was das Programm sagt, eine Kleinigkeit gefrühstückt, duschen, verabreden.
Erster Programmpunkt Museum für Musik Instrumente im Grassi besuchen, bei DM noch Sonnenmilch besorgt. Beides eine schöne Sache.
Zweiter Programmpunkt Formalin im Westbad, hat mir sehr gut gefallen. Danach bis abends Haus Leipzig. Tanzen bis die Füße/*Heißklebepistolen geklebten Stiefel* qualmen. Niemanden getroffen. Irgendwann um 2 Uhr geschlafen.

3. Tag Irgendwann wach geworden.
Für um 12 in der Sixtina mit Freunden aus Dortmund verabredet, zu Nietzsche and the Wagners.
14:30 Uhr Schauspielhaus Benecke Vortrag. War ganz nett und lustig, aber halt auch eher breit gestreut vom Niveau, weil sich vllt. nicht jeder schon näher mit dem Thema auseinandergesetzt hat oder sich nur noch dunkel an das erinnert was er mal bzgl. Biologie in der Schule gelernt hat.
16 Uhr dann Stadtbad, bis 22 Uhr. Einziges Debakel Zanias… brrr danach zur Agra Wardruna.
Naja auch nicht unsres, aber wir haben dann noch zwei vom Essen am Donnerstag getroffen und bis um 2 Uhr beim Bierchen gequatscht.

4. Tag Etwas ruhiger angegangen.
Wieder die Kollegen aus Dortmund getroffen und das Heidnische Dorf unsicher gemacht.
Leider sind dann Suld irgendwie nicht so richtig aufgetreten oder wohl verspätet. Da mussten wir leider schon los, zum nächsten Spielort, zum Glück mit dem Wagen des Kollegen.
Zu meiner Schande muss ich gestehen wir haben uns ziemlich ins Heidnische Dorf rein gemogelt. Indem wir uns seitlich angestellt haben, aber ich habe auch in Erinnerung das es vor 8 Jahren so war, das nur die Leute ohne Bändchen anstehen mussten. Die Leute mit Bändchen, quasi durch eine Art Fastlane kamen und ich da umsonst angestanden hatte. (Man darf sich auch mal, zu seinen Gunsten, evtl. falsch erinnern)
Des weiteren bezahle ich da für die gesamte Veranstaltung und hab entsprechend mehr zeitkritische Konflikte, als Jemand der einen Tag ins Heidnische Dorf möchte. Der verliert insgesamt ja jetzt nicht so viel, wenn er da 20 Minuten oder auch länger anstehen muss. Würde ich dann auch machen und mich nicht beschweren. Das Heidnische Dorf ist ja Teil des WGT. Wäre es eine Parallelveranstaltung, würde ich vermutlich nicht mal hingehen. (Ich geh ja auch nicht aufs Stadtfest, wenn das wie im letzten Jahr?) stattfindet.
Danach war Täubchental angesagt. Iirgendwie ging es da aber nicht so recht in die Füße. Glücklicherweise haben wir dann draußen wieder Jemanden vom Essen getroffen und über diese Person ganz viele Leute, die nicht mal weit weg von uns im Ruhrgebiet wohnen, kennengelernt. Haben dann auch die letzten 2 Bands gar nicht richtig wahrgenommen, sondern vielmehr draußen etwas gegessen und gequatscht. Um dann gemeinsam mit der Bekannten, vom Essen, noch zur Agra zu fahren und Jesus and the Mary Chain zu sehen. Da bin ich tänzerisch nochmal so richtig eskaliert.
Man hat sich voneinander verabschiedet ist zum Zelt. Hat sich noch erkundigt ob man dem alkoholisierten Mädel von nebenan, irgendwie Hilfe besorgen sollte.
„Ne alles gut… -Ok gute Nacht dann…“

5. Tag Wir haben es sehr langsam angehen lassen. Sogar so langsam, das wir relativ spät zu unserem ersten Spontis Treffen erschienen sind. Zunächst mal bei Robert vorstellig geworden. Supernett und sanft… (ein Softie… ohne jegliche negative Konnotation weiss nicht wie ich das männlicher umschreiben soll) keine Ahnung ob er das jetzt so lesen mag, aber ich mag Menschen, welche ich so wahrnehme.
Haben uns dann unter die Leute gemischt (8). Ich muss noch den ein oder anderen nach Fotos fragen, die gemacht wurden. Eigentlich hatten wir nicht sooo viel Zeit, weil wir zu Sarin im Volkspalast wollten. Haben uns dann aber doch recht fest gequatscht und uns dann etwas später zugunsten von Scarlet and the Spooky Spiders im Täubchental wieder von der Gruppe gelöst.
Natürlich nachdem wir uns nochmal von Robert verabschiedet (mit mindestens 2 mal drücken eheh) und uns ausführlich bedankt haben. Und ich mir fest vorgenommen habe nun auch etwas aktiver auf Spontis zu werden. Hey das ist jetzt schon mein zweiter ewig langer Beitrag ;)
Nach Scarlet and the Spooky Spiders ging es für Silent Runners und Modern English ins nahegelegene Haus Leipzig und wieder zurück in Täubchental. Wo dann The Other nochmal richtig aufdrehten.
Draußen beim Pommes holen, haben wir dann noch eine weitere Gruppe Engländer getroffen, die offenbar auch bei dem Essen war und mit denen wir dann nach verzehrter Pommes, richtung Moritz Bastei unterwegs waren. Allerlei Quatsch machten und einfach noch einen netten Abend hatten.
Schlussendlich haben wir in der Moritzbastei dann auch endlich die Freundin (8 Jahre nicht gesehen, aber sofort wiedererkannt und in die Arme gefallen) aus den USA getroffen die wir eigentlich Donnerstag schon treffen wollten.
So wirklich lange haben wir es dann in der Moritz Bastei nicht mehr ausgehalten. Meine Freundin war müde und meine Füße dermaßen kaputt, das ich mir etwas Sorgen über den Abreisetag machte. Hatte hier schonmal Jemand knirschende angeschwollene Achillesfersen?

6. Den Campingplatz haben wir fasst pünktlich ca. um 12 Uhr verlassen.
Noch ein wenig für die lange Fahrt nach Hause eingekauft (günstiger als an jeder Raststätte eine Kleinigkeit) und waren dann schließlich etwa um 22 Uhr zu Hause. Die Klamotten liegen immer noch unausgepackt hier herum, während ich das schreibe. Da wir uns jetzt erst mal zwei Tage erholt haben. Und uns mehr um die neuen Kontakte gekümmert haben.

Mein Fazit ist:
Wir haben alles gemacht was wir wollten.
Wir hatten mit niemandem Stress.
Wir haben lauter nette Leute kennengelernt sowohl einheimische wie ausländische. Die man hoffentlich bald wieder sieht und den ein oder anderen Kontakt vertieft.
Alte Bekannte wiedergesehen.
Mit dem Wetter hatten wir durchweg Glück.
Bei der Musikauswahl hatten wir eigentlich nur 1-2 Rohrkrepierer.
22 Bands haben wir gesehen.
Mit der Bahn haben wir uns auch nicht verfahren.
Dem Schaulaufen wie blöden Fotografen konnten wir auch entgehen, wobei mich eh keiner Fotografiertm, bin viel zu unauffällig. Nur wegen meiner Freundin, musste ich einmal sagen nein danke, das wurde aber dann auch respektiert.
Natürlich hatten wir mit vielem sehr viel Glück. Aber ich bilde mir ein, das wir durch Organisation und innerer Einstellung auch einen gehörigen Anteil daran hatten, das wir eine gute Zeit hatten.
Es gilt halt doch auch oft die alte Binsenweisheit, das etwas so gut oder schlecht ist wie man sich etwas daraus macht. Damit möchte ich jetzt keineswegs jene in ein schlechtes Licht rücken, die entweder weniger Glück hatten oder die Dinge anders betrachten.
Mir geht es eher darum am konkreten Beispiel darzulegen welche Möglichkeiten es gibt, um aus der ein oder anderen Situation schon im vornherein negatives auszuschließen. An welchen Stellen es günstig ist, Gelassenheit walten zu lassen und wiederum an anderen Stellen, man auch etwas tun muss, damit man diese Gelassenheit walten lassen kann, ohne befürchten zu müssen das immer gleich alles über einen hereinbricht und man hinterher enttäuscht zurück bleibt.
Das gilt aus meiner Erfahrung heraus eigentlich für fasst alles. Wir haben z.B. darauf verzichtet uns groß herauszuputzen, weil uns die Musik und Leute wichtiger waren. Auch das kann man natürlich anders sehen. Aber ich denke doch das dies etwas substanzieller ist und uns bei unserem Umgang mit Anderen weiter bringt, sowohl in der persönlichen Entwicklung, als auch wenn es darum geht neue Eindrücke zu sammeln und auf sich wirken zu lassen.
Bilder von hübschen Menschen kann ich mir jeden Tag anschauen. Tolle Gespräche mit, das mag etwas arrogant klingen, Gleichgesinnten kommen im Zweifel eher selten vor.
Auch in der Szene ;)
Weshalb mir diese besonders wichtig erscheinen

Aristides Steele
Gast

Ein schöner Bericht von Eurem WGT – da ich ja heuer wo anders rumgesprungen bin, war ich schon gespannt auf die Berichte und Eindrücke aus Leipzig.

Deckt sich soweit mit meinen Erfahrungen nach 12 Jahren – das Programm wird irrelevanter, entweder schafft man Konzerte nicht nicht oder man kommt eh nicht rein und meine letzten zwei Jahre ohne Band waren auch gut und keinesfalls ohne angemessenes Programm verlaufen. Ebenso die Erkenntnis daß man eben an den Massenauflaufpunkten sehr gut vorbeifeiern kann – den Zirkus kann man umschiffen und sich einfach „seine“ Plätze suchen.

Ich habe auch die Bilder von euch via Facebook verfolgt und muss ehrlich sagen, ums Spontis-Treffen tat es mir wirklich leid, ich hätte euch alle gerne da gesehen, hätten wir in Bonn einen funktionierenden Transporter gehabt, wäre ich mal vorbeigekommen :D – auch wenn ich dann fürchterlich unpassend und fehl am Platz ausgesehen hätte :D

Noch auf meiner Rückfahrt hab ich mich durch etliche Texte aus der WGT-FB-Gruppe gelesen und muss da sagen daß ich innerlich den Kopf geschüttelt habe wie vorher noch nie – im direkten Vergleich mit den FedCon Nerds, die seelig derweil dem Con-Blues auf der Heimfahrt frönten und man zusammen noch immer über einige der Panels gelacht hat, gabs aus der WGT-Gruppe gefühlt einfach nur Gemecker und nur sehr negative Stimmung.
OK, man kennt das von den Vorjahren, sind meistens die gleichen Punkte. Über manche hat man sich auch selbst schon aufgeregt, andere kann man immerhin nachvollziehen, andere nerven jedes Jahr wieder, aber so genervt wie heuer hat mich das Gezeter noch nie – dabei war ich ja nichtmal da! Oder es lag eben erst daran daß mich Bonn so überwältigt hat was die ganze Stimmung und die Leute dort angeht daß der Kontrast für mich so krass war diesesmal – da dachte ich mir echt was da heuer wohl passiert sein musste, daß irgendwie nur so unangenehme Stimmung rüberkommt – wohl wissend natürlich, daß solche Eindrücke immer sehr subjektiv sind und natürlich ein WGT was ganz anderes als eine FedCon ist.

Eins muss ich aber sagen – zumindest meine Freunde von der Con sind vom Duchhaltevermögen her nicht mit Grufties zu vergleichen :D – da strichen die auf der Party am Samstag doch um kurz nach 12 schon die Segel, bis auf zwei weitere, viel später hüpfte ich grinsend, immernoch im Data-Outfit zu Depeche Mode über die Tanzfläche und war grad mal warm … und in Leipzig machen die Altgrufties durch :D – echt, nichts mehr gewohnt, die Jungen von heute …

Jedenfalls, meinen FedCon-Bericht gibts die Tage dann noch ;)

Robert
Webmaster

@ArminR: „Autobahnbrückenparties“ *kicher* Ja, die kenn ich auch noch. Gerade in Rheinnähe sehr beliebte Treffpunkte „damals“. Der Sinn und Zweck des WGT heiligt die Mittel. Seien wir doch mal ehrlich: Aufgrund des ganzen Zirkus, der vielen unterschiedlichen Splittergruppen, der hunderten von Bands, die spielen, lockt Leipzig jedes Jahr rund 20.000 Grufties aus ALLER Welt zu sich. Das schafft sicherlich kein Domplatten-Treffen. Und gerade in einer vernetzten Welt sind doch die meisten von uns mit Leuten aus aller Welt befreundet. Und die trifft man einmal im Jahr eben zum WGT. Man muss ja nicht zwingend ein Bändchen haben und trotzdem an der ganze Atmosphäre partizipieren. Und genau: Es geht um das Spaß haben! … aber pssst!

@Ronny Rabe: Ich glaube aber, dass sich im Rahmen des WGT immer mehr „Nebenschauplätze“ bilden, die das alte Gefühl zurückgeben können. Ronny-Home-Parties zum Beispiel, Grillen in Leipzig, GPP, Spontis-Treffen, Glitter + Trauma, … Wir unterstützen das WGT auf unsere Art, denn nicht fernbleiben ist die Devise, sondern selbermachen :) Aber ja, ob wir nächstes Jahr nochmal ein Bändchen nehmen, bleibt fraglich.

@Karl Klammer: Hach, die Klammers! Gerne hätte ich mit Euch noch über die Flitterwochen gequatscht, aber nach 4 Stunden-Hardcore-Leute-Kennenlernen bin ich einfach durch :) Made some new Friends? Ich freue mich auf jeden Fall auf Euren Bericht.

@Tanfledermaus: Das ist schön! Es freut mich wirklich sehr, dass Du wieder da gewesen bist und Kontakte, die du im letzten Jahr knüpfen konntest, intensiviert hast. Es hat mich auch sehr gefreut, dass Du am Montag mit Darius dagewesen bist, obwohl ich – wie immer – viel zu wenig Zeit mit Euch verbringen konnte. Da ich aber in absehbarer Zeit wieder nach Berlin kommen wollte, können wir sicher nochmal ein „privates“ Treffen veranstalten, bei dem wir uns intensiver mit allem auseinandersetzen können.

gagates
Gast
gagates

das WGT hat mir heuer genau das gegeben, was ich gebraucht habe, ua. guerre froide, boy harsher, glitter+trauma, autobahn, schonwald, modern english und trisomie 21 (bei denen musste ich anstehen, kam aber nach bangem warten noch rein)

Axel
Gast

Ich finde es fast schon schade, dass ich dieses Jahr nicht in Leipzig war. Aber auch nur fast, weil ich endlich in Finnland sein konnte! <3

Dann wiederum hatte ich dieses Jahr tolle Menschen näher kennengelernt, wo es toll gewesen wäre diese auf dem WGT persönlich zu sehen. Sei es diverse Musiker, Sarah Rose und ihr Mann William aus Chicago oder einfach Hörer. Naja, nächstes Jahr dann.

Bändchen bräuchte ich seit Jahren nicht mehr. Allein mit Sixtina, Gothic Christ, Heidi oder Blaue Stunde war man ja immer schon extrem ausgelastet. Allein FrNk und seine Leute hatten dieses Jahr an quasi jedem Tag irgendeine Veranstaltung. Von Kino über Geheimkonzert bis hin zu nächtlichen Führungen…

Seb
Gast
Seb

Vielen Dank für diesen schönen Bericht! Am WGT vorbeifeiern — besser kann man es nicht machen.

Ich selbst war bislang nur einmal da (2016) und fand es in fast jeder Hinsicht fürchertlich.
Fürchterlich nicht auf Geschmack oder Bandauswahl oder sonstige ästhetische Belange bezogen. Darüber ließe sich sicherlich auch genug reden.

Nein, fürchterlich vor allem aus einem einzigen Grund: Dem »Festivalstress« derjenigen, mit denen ich das WGT besucht habe.

Mit Festivalstress meine ich diese irrationale Fremdbestimmung durch die in ›Reihe geschalteten‹ Konzerte und Veranstaltungen, die leider wirklich jeden meiner WGT-Mitbesucher mit einer Effizienz und Energie von Termin zu Termin hetzen ließ, die den einen oder anderen Unternehmensberater sicherlich zu Tränen gerührt hätte.
Es gab sogar Excel-Tabellen(!), die eigens für eine gut getaktete Planung angelegt wurden. Vom wochenlangen Prozedere der Wahl des richtigen WGT-Outfits einiger meiner Begleiter (männlich wie weiblich) gar nicht erst zu reden. »Effizienz Uber Alles«. Tolle Freizeit.

Kurzum: Dieser Festivalstress machte weder vor meiner Freundin halt, noch vor Freunden aus meiner alten Heimat, die ich endlich mal nach längerer Zeit wieder im reallife treffen wollte. Ich dachte, man könnte sich ja mal einen Nachmittag zusammen irgendwo in einem Café oder Park oder wo auch immer treffen und reden, sich gegenseitig austauschen, inspirieren, gemeinsam sich was anschauen, was man eben so macht, als menschliches Wesen. Tja, ich wurde eines Besseren belehrt. Anspruch und Wirklichkeit.

Dass das WGT wohl eher für soziale Interaktionen ungeeignet ist, die über das übliche kollektive Besäufnis oder den üblichen, unnötigen Smalltalk hinaus gehen, war mir auch schon vorher klar. Dafür sind Festivals sicher nicht der richtige Ort.

Ich war dann aber doch trotz allem enttäuscht feststellen zu müssen, dass die sich selbst den Mainstream-Mechanismen der Kulturindustrie überdrüssig wähnenden, vermeintlich tiefgründigen Szenegänger nichts mit dem Wort »Treffen« verbinden.

Eigentlich können die Veranstalter des WGT auch das »T« im Namen weglassen und durch »M«, wie Markt, oder einfach »I«, wie Inszenierung ersetzen. Oder durch »S« wie Simulation. Simulation von sozialer Interaktion abseits von Alkohol oder Plattitüden.

Das ist so mein Fazit zum WGT. Und ich rede noch nicht mal von den Bands, dem »Spirit« oder was auch immer Leute damit so assoziieren (die machen sich eh nur was vor).

Am schlimmsten fand ich diesen Festivalstress, diese Getriebenheit ohne Sinn und Verstand. Das betraf ja nicht nur diejenigen, mit denen ich dort war — darunter auch einige »Altgrufties« (schreckliches Wort). Ich hatte den Eindruck, dass auch bspw. meine Kommilitonen und deren Leute davon betroffen waren.

Um das mal zu illustrieren: Da treffen wir nach langem und vollkommen hirnrissigen Hin-und-Her via Whatsapp dann doch endlich mal mehr oder weniger zufällig uns einander vor der Agra-Halle, zwischen zwei Konzerten. Timeslot 45 Minuten, maximal, denn man muss ja noch die Fahrzeit mit einplanen. Eher 30 Minuten. Also schnell sich ein Bier geholt! Mit Platzsuchen, Schlangestehen und Pfand wegbringen gehen ja auch schon wieder an die 8 Minuten drauf. Dann endlich zusammen herumstehen, weil in der überfüllten Halle ja kein Platz mehr. Nach knapp 15 Minuten angesichts der Umstände nur oberflächlicher Plauderei dann immer mehr der Blick zu Uhr. »Sorry, ich aber muss bald los, die Tram ist sonst wieder so voll und ich komme nicht rechtzeitig zum Konzert rein. Aber wir können uns ja sonst heute Nacht noch auf der Party im Täubchental unterhalten«. »Ja, kein Ding. Bis heute Abend dann!«.

Gegen ca. 1:30 Uhr hat man sich dann noch mal wieder gesehen, im stickigen, überfüllten Täubchental, wo alle fertig waren vom Konzertmarathon des Tages, vom Abarbeiten der Tabellen und Listen, von der ja so alternativen und tiefgründig-individuellen Getriebenheit des ›Bloß-nichts-verpassen-wollens‹, denn man ist ja so dermaßen Indiependent, also Unabhängig, frei, individuell, man lässt sich ja nur ungern in ein Schema pressen.

Und doch ›müssen‹ so manche auf dem WGT sich diesen Stress machen. Und sei es nur deswegen, weil ja das Ticket so viel Geld gekostet habe, das müsse man dann ja auch möglichst maximal ausnutzen, da sonst Geldverschwendung etc. pp. Dieselbe Logik derjenigen, die nur deswegen ins Kino gehen, weil der Film gratis ist; vollkommen egal, was für ein Film, Hauptsache gratis! Fremdbestimmung, Festivalstress.

Warum tut man sich so was auch noch freiwillig an? Warum Geld für etwas ausgeben, dass einen daran hindert, seine Freizeit im Wortsinne ›frei‹ zu gestalten? Warum die Familie, Freunde und Bekannte der Programmgestaltung anderer unterordnen? Um was genau geht es da noch mal beim WGT? Um Treffen?
Um die Musik?

Keine Ahnung, um was. Vermutlich die Musik. Und natürlich um Saufen. Für manche vielleicht auch um das ›T‹ hinter dem WaveGotik. Wohl leider zu wenige.

So, wie das ›T‹ im Titel des Ganzen erst ganz am Ende steht, so setzen es auch viele der Besucher erst ganz ans Ende. Ist jedenfalls mein Eindruck.

Ich finde es jedenfalls sehr traurig und armselig, wenn Leute, die sich selbst gerne als ›anspruchsvoller‹ oder gar ›elitärer‹ als die ›Mainstreamgesellschaft‹ inszenieren, am Ende sich noch schlimmer verhalten als die ›Stinos‹ selbst. Schlimmer insofern, als dass sie sich so Fremdbestimmen lassen, ohne jede Selbstachtung sich diesem alljährlichen Festivalstress aussetzen und dabei ihr soziales Umfeld dem Ganzen Bullshit unterordnen. Vielleicht habe ich auch nur schlechten Umgang, wer weiß. Aber mich beschleicht aus Gründen das Gefühl, dass ich nicht der Einzige bin, der das so sieht.

So, genug gejammert. Seit 2016 gehe ich zu so was nicht mehr hin. Um ehrlich zu sein war ich noch nie Fan solcher Massenevents — Stichwort Kulturindustrie und so — aber manchmal macht man ja auch etwas mit, damit andere sich freuen. Oder um andere wiederzusehen. Wie auch immer, das WGT ist meiner Meinung nach nichts für sozial eingestellte Menschen. Einfach der falsche Ort.

Holger
Gast
Holger

Ein sehr schöner Bericht, sehr schön geschrieben, Danke!! Mehr davon!

Tanzfledermaus
Autor

@Robert:
Hey, das wär toll, wenn es mit einem weiteren Berlin-Besuch klappt. Ich muss auch endlich mal zu Potte kommen und meine Sommer-Reiseplanung mal angehen. Jetzt weiß ich von fast allen, die ich besuchen will, wann sie Zeit haben (und wann nicht) – eine Freundin in Göttingen fehlt noch, die vor kurzem noch im Umzugsstress war. Wenn die sich zurückgemeldet hat, kann ich Nägel mit Köpfen machen. Natürlich gebe ich Euch einige Zeit vorher Bescheid, bevor ich Euch heimsuche ;-)