Jahresrückblick 2009: Alea iacta est – Dieses Jahr rollen die Würfel wieder

Die Würfel sind gefallen, jedenfalls für das scheidende 2009. Nachdem ich gestern keinen anständigen Artikel verfassen konnte, da mich eine Erkältung dahingerafft hat, muss ich das heute nachholen. Und nein, mein Thema ist nicht Männer sind wehleidig, sonst würde ich euch mit meiner Nahtoderfahrung langweilen. Zunächst erstmal und für die meisten nochmals eine frohes neues Jahr(zehnt), das sich so anfühlt als müsste all das was in diesen 10 Jahren passiert ist, erst noch aufgearbeitet werden. Schließlich waren die 80er auch nicht schon 1990 Kult, kann ja alles noch werden.

Dafür sind die 00er das Zeitalter der Multiinformellen Verarbeitung, man muss nicht mehr dafür sorgen überhaupt Informationen zu bekommen, sondern die relevanten von den nicht relevanten zu sondieren. Ein Jahrzehnt, in dem jeder, der einen Computer mit Internetzugang besitzt zum potentiellen Straftäter gestempelt wurde, in dem der Staat in seiner Hilflosigkeit Gesetze erlässt, die niemandem nützen. Immerhin habe ich 2008 angefangen zu bloggen, 2009 war mein erstes volles Blogjahr.

Gelegenheit einmal das zusammenzufassen, was ich mir 2009 rein Blogtechnisch zum Ziel gemacht hatte und was ich davon letztendlich eingehalten habe:

365 Beiträge?

Mein ehrgeiziges Ziel war, das ich jeden Tag einen Beitrag verfassen, das ich aber leider nicht einhalten konnte. Qualität und Quantität sind als Freizeitblogger nicht unter einen Hut zu bringen und so habe ich zu Lasten der Quantität lieber Beiträge verfasst, mit denen ich mich auch wohlfühle.  Letztendlich ist man selbst sein größter Kritiker und steht sich dabei ein ums andere mal selbst im Weg, der Begriff der geistigen Kastration machte hier die Runde. Ein guter Beitrag braucht Zeit und jeder, der selbst bloggt kann nachvollziehen wie viel Zeit für das eigene Blog benötigt wird. Ein Beitrag will geschrieben und recherchiert werden um nicht nachher vor Menschen mit Klugscheissersyndrom dumm da zu stehen, natürlich möchte man ihn auch noch entsprechend im Form bringen und schnibbelt ein hübsches Bild zurecht. Quellen und Verweise wollen sauber verlinkt werden und letztendlich ist da auch noch ein gewisser Anspruch an die deutsche Rechtschreibung. Ich weiß nicht wie lange Ihr braucht und ehrlich gesagt weiß ich noch nicht mal, wie lange ich brauche, aber eine dicke Stunde brauche ich immer.

Kommentare!

Sind das Salz in der Suppe. Hab’ ich mal irgendwo gelesen und fand es auch noch äußerst passend. Ich wollte die Leute zu kritischen Kommentare ermuntern und habe mich bemüht den Artikel auch einen Diskussionsbedarf zu verschaffen. Natürlich ist auch das ein Plus an Arbeit, denn ich erhebe den Anspruch alle Kommentare zu beantworten. Die Arbeit hat sich gelohnt, selten konnte ich meinen Weitblick so schärfen wie durch die kritischen und konstruktiven Kommentare meiner Besucher. Die eigene Kritik- und Diskussionsfähigkeit zur verbessern ist für mich persönlich eins der wichtigsten Ziele. Dazu haben auch die vielen Kommentaren beigetragen, die sich darauf eingelassen haben und ihre Meinung teilweise sehr wortgewaltig kund getan haben.

Menschen…

Hinter jedem Text und hinter jedem Kommentar steht ein Mensch. Ich kann nicht behaupten ich würde meine Kommentatoren und Besucher kennen, man kann den Menschen eben doch nur vor den Monitor gucken und nicht dahinter. Aber jeder Blogger und jeder Kommentator verrät ein bisschen von sich selbst und sorgte damit für ein Bild, das frei von äußeren Erscheinung einen kleinen Einblick in den Menschen vor dem Monitor gibt. Ich bin immer sehr fasziniert jemanden dann im Bild zu Gesicht zu bekommen oder wie im Falle von Karnstein persönlich kennenzulernen. Ich bin und bleibe eben ein neugieriger Mensch.

Danke!

Ein Dank an alle die in diesem Blog für Ideen, Kommentare, Anregungen und Kritik sorgten, an die vielen schwarzen Seelen die in den Kommentare wortreich ihre Meinung schrieben, ihr seid meine Inspiration. Ein Dank an alle die, die sich bereitwillig meinen Fragen stellten und immer ein offenes Ohr für meine Anliegen hatten. Vielleicht schaffe ich es auch 2010 wieder, meine Leser zu begeistern oder zum mitdiskutieren anzuregen. Mir wäre es ein Ehre.

Roberthttps://www.spontis.de/author/robert-forst/
Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

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