Undead, undead, undead – Glückwunsch, Peter Murphy, du Godfather of Goth!

Der war schon so was wie der gruftige Bowie, damals in den späten 70ern.“ denke ich mir, als ich mir seine Videos anschaue. Peter Murphy, Sänger und Frontmann der legendären Band Bauhaus wird heute 57 Jahre alt.  Zwischen 1978 und 1983 prägte er zusammen mit der Band das Genre Gothic, was ihm den Spitznamen „Godfather of Goth“ einbrachte. Das populärste Stück „Bela Lugosi’s Dead“ ist seit nunmehr 35 Jahren einer der musikalischen Inbegriffe einer ganzen Musikrichtung und gilt als erstes Lied des Gothic-Rock. Doch nicht nur die Musik beeinflusste die Jugendkultur, sondern auch das Auftreten der Band.

Murphys markante Gesichtszüge – man achte auf die ausgeprägten Wangenknochen – der Stil sich zu schminken sind nicht nur Vorlage für das Idealbild des Goth sondern inspirierten James O’Barr auch zur Comicfigur Eric Draven in „The Crow“ die wiederrum ein paar Jahre später erneut den Stereotyp des „Gothic“ beeinflusste.

In den letzten 30 Jahren nach der Auflösung von Bauhaus versuchte sich Murphy in einer Band namens „Dali’s Car“, veröffentlichte einige Soloalben und erforschte fernöstliche Mythologie. Er konvertierte in den 80ern zum Islam, heiratete und lebt heute mit seiner Familie in Ankara. 2011 veröffentlichte er das hochgelobte Album „Ninth“, dass eine Brücke zwischen damals und heute bilden soll, bevor er 2013 in Californien unter Drogeneinfluss Fahrerflucht begang und zu 3 Jahren auf Bewährung verurteilt wurde. Zur Zeit befindet er sich auf einer ausgedehnten Tour.

Seit 1983 lebt der Mann von seinem Mythos, den er mit Bauhaus auf der Bühne prägte. Vermutliche beeinflusste seine Bühnen-Performance sogar die blutjungen Goths zu adaptiven Tanzstilen, wie man in diesem Video sehr gut sehen kann:

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So richtig als Goth fühlte sich Murphy aber nie, er hielt Sängerin Nico eher dafür, wenn er sich an einen gemeinsamen Auftritt 1982 erinnert: „Nico was gothic, but she was Mary Shelley gothic to everyone else’s Hammer horror film gothic. They both did Frankenstein, but Nico’s was real.“ Auch wenn Ian Astbury vom Souther Death Cult im Buch von Dave Thompson behaupet: „The Goth tag was a bit of a joke,“ insists Ian Astbury. „One of the groups coming up at the same time as was Sex Gang Children, and Andi — he used to dress like a Banshees fan, and I used to call him the Gothic Goblin because he was a little guy, and he’s dark. He used to like Edith Piaf and this macabre music, and he lived in a building in Brixton called Visigoth Towers. So he was the little Gothic Goblin, and his followers were Goths. That’s where Goth came from.“

Gothic pur also, als Bauhaus und Nico in Salsbury 1982 gemeinsam auftraten. Christa Päffgen, wie Nico richtig hieß, war bei dem Auftritt deart zugedröhnt, dass Murphy sie während ihres Gesangs stützen musste, wie sich Ian Asbury erinnert: „Nico just ended up in Manchester on heroin. Southern Death Cult supported Bauhaus at Salford University when she did ‘Waiting for the Man’ with them, and Pete Murphy had to hold her up, she was so smacked out!” Sie starb 1988 an den Folgen dieses Lebenstils.

Muss nicht sein, das Murphy den selben Mist baut. Mit 57 sollte man so ganz langsam mal kürzer treten. Was er heute so für Platten kaufen würde kann man sich hier mal anschauen:

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