7 Januar
Gothic Friday - Januar: Wie bist Du in die Szene gekommen?
»Mind the Gap between the Train and the Platform!« Wer in London eine U-Bahn betritt oder verlässt, wird diese Durchsage kennen. Auch der Einstieg in die Gothic-Szene ist nicht ohne Gefahren und obwohl er zu den individuellsten Ereignissen überhaupt gehört, sind die Reaktionen im direkten Umfeld schnell auf einen Nenner zu bringen. Zwischen Unverständnis und Ablehnung tummeln sich auch vereinzelt Zustimmung und Anerkennung, im Freundeskreis trennt sich die Spreu vom Weizen und die Eltern sind verstört bis entsetzt.
Wie bist Du in die Szene gekommen?
Manche entscheiden sich ganz bewusst für diesen Schritt, verändern Outfit, Musikgeschmack und Bekanntenkreis während bei anderen von einem schleichenden Prozess gesprochen werden kann. Zuerst findet man die Musik gut, ist es großartig wie jemand aussieht oder kommt über das Interesse für das Morbide zu einem Sinneswandel. Während früher Zeitschriften und Freundeskreis für die Initialzündung verantwortlich gemacht werden konnten, gibt es heute weit aus mehr Medien die sich damit beschäftigen. Fernsehen, Internet, Zeitungen und Magazine berichten darüber, mehr oder weniger differenziert. Nicht immer bemerkt man die eigenen Veränderung, manchmal bleibt die Szenezugehörigkeit auch unsichtbar.
Zum Start des Projekts »Gothic Friday« gibt es wohl kein passenderes Thema als den Szeneeinstieg. Was war euer individuelles Ereignis, vielleicht ein Lied, ein guter Freund oder eine attraktive Band? War es die Art der Musik, der Inhalt der Texte oder die Wolke aus mystisch-okkultem? Schreibt eure Erfahrungen, Gedanken und Erinnerungen auf, veröffentlicht diese bis zum 21. Januar 2011 auf eurem Blog und setzt einen Link/Trackback zu diesem Artikel. Nicht-Blogger schicken ihren Text zu einem Blog der Unterstützer (sucht euch einen aus), die den Artikel dann für euch veröffentlichen:
- der-schwarze-planet.de
- sabrina-kirnapci.com
- otranto-archive.de
- spontis.de (gothic.friday@spontis.de)
Veröffentlicht von Robert
Robert berichtet über alle Facetten der schwarzen Szene und ist aktiver Verfechter der deutschen Meckerbewegung. Überzeugter Gruftie mit einem Hang zum Vergangenem, der jedoch unverbesserlich optimistisch ist und stets positiv denkt. Du findest mich auch
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Kategorie: Gothic Friday
Schlagwort: Gothic Friday, Januar, Szeneeinstieg


hat bereits 1753 Kommentare abgegeben und schrieb am 24. Januar 2011 um 23:51:
@shan_dark: Sehr aufmerksam — Dankeschön!
@schmetterding: Ich könnte Dir noch eine Menge gebrauchte Elektronik zukommen lassen, vielleicht machst du damit dann dein 1. Kollektion :) Sehr kreativ, wirklich!
hat bereits 17 Kommentare abgegeben und schrieb am 26. Januar 2011 um 17:49:
@Robert: Uhi :) Also besondere, bunte Teile nehme ich gerne — ich weiß aber nicht, ob ich davon wirklich was verkaufen könnte, weil oftmals die Teile doch recht scharfkantig sind. Entstanden ist das übrigens dadurch, dass ich fasziniert von der Steampunk-Bewegung war, aber die Farben einfach nicht meins sind. Und dann bekam ich das Innenleben eines Telefons… Ich werde dem aber noch mal einen eigenen Eintrag widmen :)
hat bereits 1753 Kommentare abgegeben und schrieb am 31. Januar 2011 um 18:05:
Ja, da ist was dran. Aber bei einer Szene, die sich spitze Nieten um Handgelenke und Hälse schnallt, dürfte das wohl nebensächlich sein. Wäre auf jeden Fall ein interessanter Artikel zum Thema, ich bleibe gespannt ;)
hat bereits 16 Kommentare abgegeben und schrieb am 23. Januar 2012 um 18:40:
2008 hat mir mein Onkel seine alten Gothic-CDs vorgespielt, unter anderem »Satanische Verse« von Das Ich. Daraufhin habe ich mich bei Wikipedia über Gothic Rock informiert und bin so auf Siouxsie and the Banshees, The Cure, Bauhaus und über Empfehlungen und Tag-Radios bei last.fm auch auf viele weitere Bands gestoßen, wie etwa Soko Friedhof. 2009 habe ich mir dann ein paar Mal Zillo gekauft. Die Musik war mir aber zu extrem und hatte wenig mit der Gesellschaftskritik der ersten Generation zu tun. Als ich neulich mal die Texte von Siouxsie and the Banshees und Bauhaus übersetzt habe, war ich auch etwas verstört. Naja, mit der Ästhetik des Gothic kann ich auch nicht viel anfangen, eher mit der Provokation von Siouxsie und der Verträumtheit von Robert Smith. Ansonsten ist mir Gothic zu negativ. Mir gefällt eher der emotionale Tiefgang und die Auseinandersetzung mit tabuisierten Themen. Themen wie Weltschmerz, Religionskritik, Gewalt, Wahnsinn und Isolation interessieren mich. Das ist für mich der Reiz am Gothic. Das Dunkle, Melancholische gefällt mir aber nicht so, nur in niedergeschlagenen Momenten. Vermutlich gefällt mir eher der Post-Punk. Am liebsten sind mir aber immer noch New Wave und Neue Deutsche Welle. Da sind ähnliche Themen, aber in einer positiveren Art und Weise.