Nach dem die letzte Formel Goth – Graveyardqueen Edition ganz im Zeichen des WGT stand, wird es Zeit sich den Neuentdeckungen zu widmen. Ein weiteres Mal liegt der Fokus auf (mir) unbekannten Künstlern. Und da mir Qualität lieber ist als Quantät, ist es dieses Mal auch nur eine kleine Ausgabe. Ich hoffe aber, dass ihr genauso Gefallen darin findet, wie bei den XXL Ausgaben.
Cold Union – Lost In Black
Bei Cold Union könnten Fans von Twin Tribes oder She Past Away auf den Geschmack kommen. Das Duo, bestehend aus Julie & Charles Morose, verbindet in ihrer Musik kühlen Gesang mit Klängen aus Synth und Post Punk. Die gemeinsame Leidenschaft für Musik aus den 80ern führte 2022 zur Gründung in Polen. Inzwischen haben die Zwei sich in den Niederlanden niedergelassen. Das Stück „Lost In Black“ stammt aus dem gleichnamigen Album, welches die beiden im Frühjahr 2026 veröffentlichten.
Terminal Serious – Every Time You Cry
Mit Terminal Serious wird es melodischer. Das italienische Dark Wave Projekt von Luigi Buonaiuto feierte 2021 mit dem Album „Love Was Lies“ sein Debüt. Frisch veröffentlicht, ist hingegen das Video zu „Every Time You Cry“. „Sweet and dramatic“ sind die Worte, die Buonaiuto dafür findet. Symbolschwanger sage ich. So ist ein Stein der stille Begleiter einer jungen Frau, die sich ganz offensichtlich in einer Leere befindet. Herbeigeführt von Trennungsschmerz. Der Gedanke, dass der Stein die Last dieser unsichtbaren Empfindungen widerspiegelt, liegt nah. Aber schaut selbst. Zu finden ist der Track übrigens auf dem 2025 erschienen Album Tear You Away.
Mouth Ulcers – Prevail
Rhythmisch geht es mit Mouth Ulcers weiter. Hierbei handelt es sich um einen waschechten Newcomer! Denn die Band gründete sich erst im vergangenen Jahr. Und ich muss ehrlich sagen, endlich Mal wieder klassischer Gitarrensound. Ich hatte die Hoffnung, zwischen all den Synth Sounds, fast schon aufgegeben. Passender Weise kommt das Projekt um Sänger und Gitarrist Zak Watson aus England. Und wenn man dem Internet glauben schenken kann, werden die Vier jetzt schon als heiße Favoriten gehandelt! Wer neugierig geworden ist, kann ein Ohr in deren Debüt EP Silent Pictures werfen. Die offizielle Veröffentlichung, ihres Werkes, ist am 10. Juli 2026.
Raskolnikov – I Vow To Thee My Fury
Vorletzter Act, unserer kleinen Entdeckungsreise, ist Raskolnikov. Sie selber bezeichnen ihre Musik als eine Mischung aus Post Punk, Coldwave und Shoegaze. Und wie schon bei Mouth Ulcers, sieht man auch hier, dass Musik ganz ohne Synth auskommen kann. Vorallem ihr kantiger Gitarrensound ging mir sofort ins Ohr. Sanfter Pendant bildet der Gesang. Ihre Text stets zwischen Wut, Angst, Schmerz oder Vergessen. „I vow to thee my fury“ ist Vorbote für das geplante Album, zu dem die Infos aktuell noch rar sind. Wer sich aber einen Live Eindruck verschaffen möchte, hat am 26.09.2026 in Münster die Gelegenheit dazu. Dort treten sie dann beim Minicave auf.
Modele – Heaven’s Eye
Alle guten Dinge sind Drei! Und genau deswegen möchte ich euch, zum heutigen Abschluss, eine letzte Band ans Herz legen, die ebenfalls den traditionellen Goth aufleben lässt. Nicht nur optisch, sondern auch musikalisch, spürt man den Vibe der 80er. Modele vermischt klassische Post Punk Klänge mit Goth Rock. Das Duo kommt aus Toronto und besteht aus Sänger Chris Huggett und Nathan Wiltshire. Ihr Debüt Album Pleasure For The Holy veröffentlichten sie 2025 über das Label Young and Cold. Und schon jetzt kann man auf einen Nachfolger gespannt sein. Mit ihrer neusten Liedveröffentlichung treffen sie auf jeden Fall ganz meinen Geschmack!


