Dark Wave Highlights 2025: Mit Graveyardqueen endet das Jahr gefühlvoll

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, perfekt für meine Dark Wave Highlights 2025. Man blickt auf viele Ereignisse und persönliche Veränderungen zurück. Der Wunsch, innezuhalten und kurz durchzuatmen, wächst. Da kommt die neue Ausgabe der Formel Goth Graveyardqueen Edition genau richtig! Ein letztes Mal verlässt die Königin der Friedhöfe ihre Gruft und nimmt euch mit auf musikalische Entdeckungsreise. Lasst euch verzaubern von Projekten wie White Birches, Faded Pulse oder The Occasion.

Doch bevor wir die Fledermaus-Umhänge anlegen und uns von den Klängen durch die Nacht tragen lassen, möchte ich noch kurz zwei, drei Worte in eigener Sache loswerden.

Schon länger stand für mich die Überlegung im Raum, 2026 mit dem Schreiben aufzuhören. Wenn ich aber ehrlich bin, liebe ich es viel zu sehr, meinen Gedanken und Gefühlen beim Schreiben freien Lauf zu lassen. Dennoch werde ich nächstes Jahr etwas kürzertreten und das Autorenteam von Spontis nicht mehr in gewohnter Weise unterstützen. Statt regelmäßig Konzertrückblicke unter Zeitdruck zu schreiben, möchte ich mich lieber Themen widmen, die weniger zeitgebunden sind, und Spontis dafür in seiner Vielfältigkeit unterstützen. Wie gut das gelingt, wird sich zeigen.

An dieser Stelle möchte ich auch den Lesern meiner Artikel und denen, die bisher Gefallen daran gefunden haben, DANKESCHÖN sagen. In Zeiten, in denen Bilder mehr Aufmerksamkeit bekommen als Worte, weiß ich dies sehr zu schätzen!

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Hören, Stöbern und Entdecken!

HxvsFly & Ivan Paul – Love Cuts

Den Anfang macht das aus Nashville kommende Dark-Wave-Projekt HxvsFly. Mit „Love Cuts“ hat er ein Stück geschaffen, das vielfältiger nicht sein könnte. Ein Beat, der zum Tanzen einlädt und in seiner Dynamik wechselt. Dazu ein Gesang, der in einem Moment monoton erscheint und im nächsten von Gefühl geprägt ist. Unterstützend greift Musiker Ivan Paul in die Saiten. Er entlockt ihnen sanfte Töne, zu denen man die Augen schließen möchte. Und gerade als man sich diesem hingibt, kommt mit dem Refrain der Bruch.

White Birches – Breathing

Track Nummer 2 ist „Breathing“ und kommt von dem schwedischen Dark-Wave-Projekt White Birches. Gegründet hat sich das Duo im Jahr 2013. „Breathing“ ist geprägt von einem dumpfen und brachialen Sound. Sanftmut verleiht die Stimme von Sängerin Jenny. Diese wechselt zwischen einem zarten Hauchen und einem kraftvollen Ausruf. Zu finden ist das Stück auf dem Album „A New Reign„.

Jochen K. & Johnny W. – Blame Game

Perfekt in die Reihe passt Entdeckung #3. Das Schweizer Dark- und Synthwave-Duo animiert ebenfalls zum Tanzen. Während sich die Beine dem treibenden Beat hingeben, entführt ein gefühlvoller Gesang die Seele. Man spürt förmlich den Schmerz und die Verzweiflung, die darin enthalten sind. Ausgekoppelt wurde das Lied von der CD „Of Idols and Ghosts“ und ist zwischen den synthlastigen Liedern das einzige Stück seiner Art.

Faded Pulse – Fallen

Mit Lied #4 möchte man sich weiter auf der Welle treiben lassen. Das Projekt Faded Pulse, hinter dem sich der Washingtoner Künstler Faeryn Johnson verbirgt, bietet traumhaften Post-Punk. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es trifft ein sanfter Gesang auf tanzbare und verträumte Klänge. Unterstützt wird das Ganze von rauem Gitarrensound. Aber auch hier verrät ein genauer Blick hinter das Projekt, dass es von Vielseitigkeit geprägt ist. Freunde des gepflegten 80er-Synthsounds können ruhig mal ein Ohr in das Album Submission werfen.

The Occasion – A Shame That Shouldn’t Be Mine

Kraftvoller und wesentlich tanzbarer ist Titel #5. „A Shame That Shouldn’t Be Mine“ heißt das Stück und kommt von dem deutschen Projekt The Occasion. Es steht den bisher vorgestellten Musikstücken in Nichts nach. In ruhiger Tonlage ordnet sich die zarte Stimme von Vanessa dem Sound des Liedes unter. Und schon im Refrain gewinnt sie an Dynamik und Kraft. Dabei verliert sie nichts von ihrer Sanftheit. Neugierige können den Track auf dem Album „Songs of the Night“ finden. Dort bekommt man noch mehr traumhafte Werke. Diese sind nicht nur von Gefühl geprägt, sondern enthalten eine gute Mischung aus Post-Punk, Synth und Dark Wave. Wer sich in die Nacht entführen lassen möchte, ist da genau richtig!

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Kommentare

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Marquis
Marquis(@marquis)
Vor 15 Tagen

Liebe Graveyardqueen, ich habe Deine Artikel immer sehr gerne gelesen und Deine Musiktips sehr genossen. Ich hätte nicht gedacht, daß sich Musikgeschmäcker so ähneln können. Ganz ganz dicken Dank dafür!
Vielleicht trifft man sich beim Spontistreffen 2026.
Alles Gute
Matthias

Marquis
Marquis(@marquis)
Antwort an  graveyardqueen
Vor 14 Tagen

Dann mag ich guter Dinge sein und hoffe auf weitere Formel Goth von Dir :-) .

Maren
Maren(@maren)
Vor 15 Tagen

Hallo Graveyardqueen, auch von mir vielen Dank für das Teilen deiner Darkwave Highlights zum Abschluss des Jahres. Die Zusammenstellung ist wirklich dafür geeignet, einen mit ihren Klängen durch die Nacht zu tragen. Ich habe das gerade auf dem Sofa genossen. Die Songs sind gut aufeinander abgestimmt um eine schöne Atmosphäre zu schaffen. Dass du nicht unter Zeitdruck schreiben möchtest, ist verständlich. Meiner Meinung nach ist Freude beim Schreiben wichtig und dass die im Prinzip vorhanden ist, merkt man ja daran, wie du deine Einleitung geschrieben hast. Man darf gespannt sein, was du weiterhin machst. Durch deine Artikel habe ich „Ein Kessel Schwarzes“ für mich entdeckt und das Album „Asylum Lullabies „ von Lebanon Hanover. Auch dafür ein großes Dankeschön!

Black Alice
Black Alice(@blackalice)
Vor 14 Tagen

Danke für die Musikvorschläge. Meine Freundin und ich haben uns das mal durch gehört. Wir kamen zu einer Gesamtbewertung von 4 von fünf Sternen. Meine Freundin meinte noch, dass sich bis auf White Birches, alles gleich anhört. Ich finde alles OK. ;-)

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