Musikperlen – Sie wollten klingen wie eine Band von der Venus oder vom Mars (Tauchgang #08)

The Arch – Babsi ist tot

Ich habe mich immer schon gefragt, wer diese Babsi eigentlich ist, von dem die belgische Elektro-Wave Band The Arch (MySpace) da singt. 1987 veröffentliche die Band ihre erste Demo um gleich im Anschluss ihr Debüt-Album „As quiet as…“ rauszubringen, auf der auch der auch einer der bekanntesten Lieder vertreten ist. Als Anfang der 90er die Wave-Szene ein Neuauflage erlebte landete „Babsi ist tot“ schnell auf den Top-Listen der DJ’s, die Veröffentlichungen auf verschiedenen Underground Samplern Mitte der 90er sorgten für den letztendlichen Kultstatus. Doch zurück zu Babsi. Beim hören des Textes hatte ich eine Vermutung. Ich erinnerte mich an das Buch Christiane F – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo. Christiane’s beste Freundin Babsi (Babette D.) starb am 19.7.1977 im Altern von 14 Jahren an einer Überdosis Heroin und war zu diesem Zeitpunkt die jüngste Drogentote in Berlin. Wer dem Text lauscht wird vielleicht folgende Zeilen erkennen. „I see you seeking vains, You can’t find one, Time is running. You get angry, You’re body’s fusing. You get mad, The needle gets… Anywhere, Anywhere„.   Als der Song 1987 veröffentlicht wurde, zählte man auch den 10. Todestag. Wilde Theorie? Vielleicht.

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Gary Numan – Down in the Park

Nachdem Gary Numan sich so gelungen mit den NIN in Szene gesetzt hat und Postpunk mich an noch bessere Zeiten erinnert hat, habe ich bei YouTube ein grandioses Live-Video von Down in the Park gefunden. Gary Numan, der eigentlich Gary Webb heißt, wollte eigentlich mal Pilot werden. Glücklicherweise ist er der British Airway erspart geblieben und hat sich anstatt dessen dazu entschlossen, Musik zu machen. Unter dem Namen Valerian gründete er zusammen mit seinem Onkel Jess und dem Musik Paul Gardiner die Tubeway Army, die mit „Are Friends electric?“ 1979 einen Hit landeten. Auch solo und unter seinem Künstlernamen Numan war er mit seinen beiden Nachfolge-Alben sehr erfolgreich. Von seinem 1980 erschienenen Album Telekon ist das Stück Down in the Park mein persönlicher Favorit und eines der bedeutungsreichsten Stücke der Synthie-Welle und Einflussgeber vieler Künstler, die auch heute noch auf meiner Playlist zu finden sind.

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Tones on Tail – Performance

1982 gründeten Daniel Ash und Glenn Campling die Tones on Tail. Daniel Ash? Ja genau, der aus dem von Bauhaus. Tones on Tail ist ein Nebenprojekt des tüchtigen Daniel gewesen, der sich mit dem ewigen Roadie Glenn Campling zusammenschloss um mehr Synthielastige und experimentelle Musik zu machen. Bekanntlich trennten sich Bauhaus 1983, so das sie sich dem Drummer Kevin Haskins bemächtigten, denn der war ja jetzt arbeitslos. In ihrer kurzen Schaffensphase 1982-1984 brachten die Musiker eine Anzahl an schwer einzuordnenden Liedern heraus, denn sie selbst als Deep Dark Blue Sound bezeichneten. Zitat Daniel Ash: „We were a motley crew of individuals who essentially wanted to sound like a band from Venus or Mars!“ Das Stück Performance ist wohl das bekannteste, obwohl es erst recht spät die Gehörgänge einer breiteren Gemeinde erreichte, genauer gesagt als der Dark-Wave in der Mitte der 90er die erste Retro-Welle einläutete. Schon vor dem Ende der Tones on Tail widmete sich Ash seiner neuesten Idee: Love and Rockets. Fleißiger David.

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funkygog
funkygog (@guest_4286)
Vor 13 Jahre

Wiedermal ein toller Tauchgang.
Nach „Tones on Tail“ werde ich jetzt auch mal tauchen.

von Karnstein
von Karnstein(@karnstein)
Vor 13 Jahre

Dito… Der Song gefällt, gerade auch der Remix ^^

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