4 September

30 Jahre 4AD - Ein Rückblick

Kategorie: Dunkle Klänge15 Kommentare

Hätte es eine Abon­ne­ment für ein Plat­ten­la­bel gege­ben, ich hätte das von 4AD genom­men. In der 80ern eines der wich­tigs­ten Independent-Label in Eng­land, bei dem Bands wie Bau­haus, Birth­day Party, Coc­teau Twins, Xmal Deutsch­land, Dead can Dance oder auch der Clan of Xymox unter­ge­kom­men sind. Grün­der Ivo Watts-Russell und Peter Kent arbei­te­ten bei Beggar’s Ban­quet und soll­ten sich Demo-Tapes von jun­gen eng­li­schen Bands anhö­ren und Poten­tial erken­nen. Wir schrei­ben das Jahr 1980 und die Musik­szene ist durch den Punk ordent­lich durch­ein­an­der­ge­wir­belt wor­den und New Wave scheint gut zu funktionieren.

Doch der atmo­sphä­ri­sche und dich­tere Sound auf den bei­den ste­hen, passt nicht so ganz zu dem Bild ihres Arbeit­ge­bers. So lei­hen sie sich 2000 Pfund von ihrem Arbeit­ge­ber und grün­den ihr eige­nes Label 4AD. Das war am 29.August 1980 — Happy Birth­day 4AD (nach­träg­lich). Zum Jubi­läum habe ich mich hin­ge­setzt und die aus mei­ner Sicht ein­fluss­reichs­ten Werke der 80er Zusam­men­ge­fasst und möchte in 10 Videos die Bands zei­gen, die hier groß gewor­den sind. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


17 August

Geschichten aus der Gruft - The Hunger (1983)

Quiz­frage: Zu wel­chem Film läuft das Stück »Bela Lugosi’s Dead« von Bau­haus  im Vor­spann? Rich­tig, ein ver­kann­ter Klas­si­ker der vom Spie­gel einst als »schick, leer und lang­wei­lig« und des­sen »deko­ra­ti­ver Ästhe­ti­zis­mus« als Kitsch beschrie­ben wurde. Ein Film mit David Bowie, Susan Saran­don und Cathe­rine Deneuve der einer der ers­ten Mei­len­steine von Blockbuster-Regisseur Tony Scott wer­den sollte und der sich in Düs­ter­heit und Atmo­sphäre von Blade Run­ner, dem Werk sei­nes Bru­ders Rid­ley Scott, inspi­rie­ren ließ.

Um wel­chen Film es geht? Auf­merk­sa­men Lesern dürfte die Über­schrift erste Hin­weise geben, denn wäh­rend er sich im bri­ti­schen Ori­gi­nal­ti­tel »The Hun­ger« nennt, wurde er bei sei­ner Deutsch­land­pre­miere 1983 Begierde genannt und ist vie­len viel­leicht unter die­sem Titel bekannt.

Hand­lung? Das New York der 80er Jahre. Die bei­den Prot­ago­nis­ten des Films, Miriam und John Blay­lock, sind seit meh­re­ren Jahr­hun­der­ten unsterb­lich. Das ein­zige was sie dafür tun müs­sen, ist das Trin­ken von mensch­li­chem Blut. Eines Tages bemerkt John bei sich erste Anzei­chen des Alterns. Von Miriam erfährt er, dass all seine Vor­gän­ger in Miri­ams Gunst nach eini­gen Jah­ren anfin­gen rapide zu altern und Miriam sich letzt­end­lich von ihnen abwandte. Sei­nen Tod vor Augen wen­det er sich an die Geron­to­lo­gin Dr. Sarah Roberts die zunächst keine Zeit für ihn hat. Erst als John nach eini­gen Stun­den gehen will merkt sich, das er wäh­rend die­ser Zeit geal­tert ist und will ihn auf­hal­ten, ohne Erfolg. Die neu­gie­rige Ärztin macht sich auch die Suche nach dem mys­te­riö­sen John und begibt sich damit in höchste Gefahr. Den gan­zen Arti­kel lesen… »


24 März

Musikperlentaucher - Tauchgang #12

Kategorie: Dunkle Klänge19 Kommentare

Bauhaus - Bela Lugosi's Dead

Defi­nie­ren sie das Genre Gothic anhand eines Musik­ti­tels. Sollte diese Frage ein­mal auf­tau­chen, kann es fast nur eine Ant­wort geben. Mit Bela Lugosi’s Dead schuf die Band Bau­haus einen der berühm­tes­ten Titel ihrer musi­ka­li­schen Kar­riere und legte damit im August 1979 einen Grund­stein für das, was Musik­kri­ti­ker als Gothic defi­nie­ren soll­ten. Der Song ist dem unga­ri­schen Schau­spie­ler Bela Lugosi gewid­met, der 1931 den Dra­cula im gleich­na­mi­gen Film spielte und bis heute das Bild eines Vam­pirs als gut geklei­de­ten Her­ren mit Umhang prägt. Doch nicht nur das Stil­mit­tel des Vam­pirs macht die­sen Song zur Legende, son­dern auch sein Sound. Luf­tige Gitar­ren und ein Baß mit nach unten zie­hen­den Tri­to­nus ste­hen dem knar­zen­den und strai­gh­ten Beat wie ein Bru­der zur Seite. »Es dau­ert, bis end­lich Mur­phys Stimme ein­setzt. Lachen ist ver­bo­ten. Mas­ku­lin und her­risch treibt er die tan­zen­den Krea­tu­ren der Nacht vor sich her, die sich ein­ge­fun­den haben, um Bela Lugosi die letzte Ehre zu erwei­sen« Die Büh­nen­prä­senz der Band muss auch heute noch für die dama­lige Defi­ni­tion eines Goth her­hal­ten, denn es dau­erte nicht lange bis aus den Fans Jün­ger wur­den, die die Musik, die Prä­senz, den Stil und die Geschichte auf­saug­ten um dar­aus den Pro­to­typ einer Jugend­be­we­gung zu formen.

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7 März

Gothic - Die Geschichte eines Wortes (1)

Kategorie: Schwarze Szene4 Kommentare

Gothic - Nomen est OmenNomen est Omen? Die Bedeu­tung eines Wor­tes hängt immer von des­sen Ein­satz­zweck ab. Ein Stuhl wird auch noch in 1000 Jah­ren einen Stuhl beschrei­ben, weil das Wort eine sim­ple und recht unver­än­der­li­che Sache beschreibt. Beschreibt aber ein Wort eine Chro­no­lo­gie, also eine Zeit­spanne, Epo­che oder ein zeit­li­che defi­nier­tes Ereig­nis, wird die Sache schon deut­lich schwie­ri­ger. Dehnt man das noch auf Per­so­nen in einem Jugend­kul­tu­rel­len oder musi­ka­li­schen Zusam­men­hang aus wird es bei­nahe abs­trakt und lässt sich nicht mehr so ein­fach ablei­ten. Das Bild für das Wort Gothic ist eben nicht nur schwarz, son­dern beinhal­tet unzäh­lige Mög­lich­kei­ten dar­auf zu bli­cken, manch­mal muss man einen Schritt zurück tre­ten und das ganze Bild betrachten.

Ich möchte ver­su­chen die Ursprünge des Wor­tes Gothic in all sei­nen For­men zu beleuch­ten, sei es als Begriff für eine Szene, eine Jugend­be­we­gung, eine Musik­rich­tung, einen Bau­stil, für Lite­ra­tur, einen Lebens­stil, ein Zeit­al­ter oder sogar der Begriff für ein Volk, die Goten. Im heu­ti­gen ers­ten Teil die­ses Arti­kel beleuchte ich die musi­ka­li­sche Her­kunft und die Über­tra­gung des Wor­tes auf reelle Per­so­nen, denn dies ist meine ganz per­sön­li­che Sicht der Dinge. Den gan­zen Arti­kel lesen… »