Ich bin schockiert und sprachlos. Bruno Kramm ist tot. Er wurde nur 58 Jahre alt. Wie spanische Medien berichten, starb er nach einem Auftritt im spanischen Granada. Die eintreffenden Rettungskräfte, die ihn in der Garderobe behandelten, konnten nur noch seinen Tod feststellen. Die Veranstalterin schrieb auf Instagram: „Leider konnten wir nichts mehr für ihn tun.“
Der Abend in Granada gehört zu einer Tour, die die Band seit ihrem jüngsten Album „Fanal”, das am 31. Oktober 2025 erschien, durch die Welt führt. Unter anderem waren sie in den USA, im August beim Orus Fest in Mexiko-Stadt und Mitte September in Zamora und Madrid. Die nächsten Termine standen bereits fest: Am 9. Oktober sollte die Band in der Rockfabrik in Übach-Palenberg auftreten, einen Tag später in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin. Im November waren Mannheim und das Helsinki Industrial Festival geplant, im Dezember Hannover. Auch für das M’era Luna 2027 war die Band bereits angekündigt.
Aus dem Leben gerissen.
Bruno Kramm war eine der prägendsten Figuren der deutschen Gothic-Szene. Er hat die Szene nicht nur als Mitbegründer der Band „Das Ich” musikalisch und inhaltlich geprägt, sondern auch als Betreiber des Labels „Danse Macabre” und als Herausgeber von „NEGAtief”. Er gab unzähligen Bands ein musikalisches Zuhause, förderte, formte und unterstützte sie als Produzent und Komponist. Bruno Kramm war darüber hinaus ein Mensch, der mit seinem politischen Engagement und seiner Expertise rund um die Themen Urheberrecht und künstliche Intelligenz für mich immer eine wichtige Bezugsperson war, der ich zugehört habe, den ich bewundert und ernst genommen habe.
Sein Tod hinterlässt eine unfassbar große Lücke in der deutschen Gothic-Community, in der deutschen Musiklandschaft und auf der politischen Bühne. Die Welt verliert einen großartigen, freundlichen, kommunikativen und tiefgründigen Menschen. Viel zu früh.
Für einen anständigen Rückblick auf das Lebenswerk des Künstlers fehlen mir aktuell die Gedanken, die sich zwischen Trauer, Fassungslosigkeit und Ungläubigkeit im Kreis drehen.
Für mich ist die Realität heute schwerer zu ertragen als sonst.



Das Ich gehörte zu den ersten Bands aus der Szene, die mir „begegneten“ und war daher recht prägend für mich. Bruno Kramm war ein Anker und eine der zentralen Figuren der deutschen Szene, sein Tod ist ein großer Verlust.
Ruhe in Frieden, Bruno!
Ich habe vorhin auch einen sehr großen Schock bekommen als ich den ersten Post dazu gelesen habe.
Wenn man in den heiligen Hallen des ehemaligen Top Acts in Zapfendorf daheim war, dann konnte man dem Bruno dort auch immer mal begegnen, und so ist auch ab und zu ein Gespräch zustande gekommen, er war so ganz privat ein sehr lieber und sehr intelligenter Mensch.
Nicht daß ich ihn richtig gut gekannt habe, aber so war eigentlich immer mein Endruck von ihm, ganz zu schweigen davon daß „Das Ich“ natürlich einer der ikonischsten Bands der Szene der 90er war – und noch ist. Ein sehr großer Verlust …
Das ist sehr traurig und hat mich auch schockiert, als ich es mitbekommen habe. Gerade mit Fanal haben „Das Ich“ mich besonders gepackt. Ich hatte darauf gehofft, sie am 17.10. beim Dark Void in Lindau zu sehen.
Ruhe in Frieden, Bruno!
… … … Scheiße :‘-(
Danke, daß ich Dich auf dem WGT nochmal voller Energie auf der Bühne sehen durfte.
Danke für Deine Lieder, die mich seit Jahrzehnten begleiten und mein Leben lang begleiten werden.
Und danke für Deinen unermüdlichen Einsatz für die schwarze Szene – und weit darüber hinaus.
Ich bin fassungslos. Ich konnte die Band beim WGT leider nur zum Teil sehen und hatte gehofft, sie in Mannheim in einer kleineren Location nochmal erleben zu können.
Welch ein Verlust..:-(
Das ist ein harter Schlag für die ganze Szene. In rund drei Wochen sollte Das Ich bei uns auftreten und ich habe mich schon darauf gefreut mit den Leuten mal das eine oder andere Wort zu wechseln. Manche hat es erwischt kurz nachdem sie bei uns waren. Jetzt trifft es jemanden, der kurz davor stand bei uns aufzutreten. Es ist hart und macht mich traurig. Bei manchen rechnet man wegen des Alters eh damit, dass sie jeder Zeit von uns gehen und hat sich innerlich schon darauf vorbereitet. Aber bei Bruno Kramm gab es keinen Anlass auch nur im entferntesten daran zu denken und das erschüttert um so mehr. Möge er im Jenseits mit allen anderen Musikern die schon dort sind die beste Jam Session machen.
R.I.P.
Ich habe „Das Ich“ nur einmal gesehen, im Rahmen eines Zillo-Festivals in der Frankfurter Batschkapp, dürfte Anfang der 90er Jahre gewesen sein.
Aber ich erinnere mich noch gut daran, daß mich das damals schwer beeindruckt hat.
RIP, Bruno, viel zu früh!
Ein Künstlertod, der ihn viel zu früh ereilt hat. Furchtbar, mit 58! Es hat mich gestern echt geschockt, als ich es mitbekommen habe, ansonsten hast du Robert in Kürze bereits gesagt, was er für die Schwarze Szene bedeutete und welch immense Lücke er hinterlässt. Wieder einmal wird uns vor Augen geführt, wie schnell es vorbei sein kann, wie wichtig es ist, im Moment zu sein, ihn, ja das Leben insgesamt zu genießen, auch wenn’s nicht immer leicht ist, denn so sehr wir den Tod auch thematisieren und in Text und Ton mit ihm arbeiten, über ihn schreiben, so sehr trifft es uns, wenn er einen der unseren so plötzlich mit sich nimmt. Ruhe in Frieden.
Auf der ganzen Welt jedes Gernre jeder der Ihn oder mit ihm zu tun hatte als Künstler oder Freund. Ist in tiefer Trauer gefallen. FB wurde geradzu überschwemmt.
Auf dem Stella Nomine 26 Anfang August war ich als Bühnen-Crew eingeteilt. Nach dem Auftritt von Night in Athens habe ich mich noch mit der Künstlerin unterhalten. Plötzlich stieß Bruno zu uns.
Er war richtig erleichtert und freute sich darauf, zum Herzensfestival zu fahren, um dort seinen Gig als DJ wahrzunehmen.
Wir wechselten gemeinsam ein paar Worte miteinander, reichten uns zur Begrüßung die Hände und wünschten ihm viel Spaß sowie viel Erfolg als DJ.
Dass er jetzt gegangen ist, schmerzt tief. Einen so aufgeweckten, freundlichen und herzlichen Menschen nicht wiederzusehen, ist wirklich schwer zu begreifen.
Ich empfinde große Trauer darüber.
Auch durch die Stella-Crew ging ein Ruck.
Jeder ließ sich etwas einfallen, jeder wollte dem anderen die Hand reichen. Das war wirklich herzerwärmend.Ruhe in Frieden, Bruno. Du wirst fehlen.
:‘-(
RIP, Bruno Kramm.
Du warst einer meiner ganz großen Helden.