3 Dezember

Blog Rückblick 2009

Verfasst von Diskussion: 7 Kommentare

Blog-Rueckblick-2009-LogoEine Jahresrückblickparade! Immerhin ein gelungene Abwechslung zu dem medialen Mist und eigentlich nur eine Frage der Zeit, den ein Jahr als Blogger ist, so habe ich gelernt, ähnlich aufregend wie das eines kleinen privaten Nachrichtensenders. Immer wieder gibt es Neuigkeiten in allen Sparten und dazu eine persönliche Kolumne. Ein Mischung aus Tagesschau und Sex in the City. Sascha von gesichtet.net möchte anlässlich der Blogparade wissen, an welche 3 eigenen Beiträge wir uns ganz besonders erinnern und welche 3 Beiträge anderer Blogs uns ganz besonders in Erinnerung geblieben sind. Das mit der Erinnerung wird ab 30 so eine Sache, aber ich habe mein bestes versucht.

Ich gebe zu, das es schwierig ist sich für nur 3 Beiträge zu entscheiden, denn es gibt weit mehr Beiträge die mir am Herzen liegen. Deshalb habe ich mich weiterer Parameter bedient um mir die Suche etwas zu erleichtern. In seinem Artikel zu diesem Jahresrückblick beschreibt er die Rahmenbedingungen sehr ausführlich. Es sei angemerkt, das ich bei der Auswertung der verwertbaren Daten darüber gestolpert bin, das der am häufigsten angeklickte Artikel seine Klicks nicht über den Inhalt sondern über die Google-Bildersuche verdankt, kurios. Aber dazu erzähle ich in einem anderen Artikel mehr.

  • Subkultur! – Visual Kei
    Mein Beitrag zu dieser Form der Subkultur gehörte 2009 du den am häufigsten kommentierten Artikeln. Aus einer einfachen Darstellung  einer Jugendbewegung entbrannte eine Diskussion um Abgrenzung, Toleranz und Identifikation. Ob es sich um eine rein optische Erscheinung handelt oder ob mehr dahinter steckt ist weiterhin strittig. Während die Visu’s von der breiten Masse durch ihre Collage der Modestile anderer Szene-Kulturen hangeln, schreiben ihnen andere auch einen eigenen Lebensstil zu oder ziehen parallelen zu Welt der Cybers. Mit 81 Kommentare übrigens der meist diskutierte Artikel auf diesem Blog.
  • Eine Postkarte, glänzende Gurken und windige Brücken
    Zum Ende des Sommers 2009 bin ich nach London gefahren und habe mir gedacht, ich binde meine Leser kreativ mit ein und lasse diese Aufgaben stellen, die ich in London zu erledigen habe. Es sind einige sehr Fantasiereiche Vorschläge eingegangen, dessen Erfüllung mich an Orte geführt hat, die ich so sicherlich nicht besucht hätte.  Die Recherche zu manchen Aufgaben erwies sich als sehr nervenaufreibend und zeitaufwendig, aber das Ergebnis, mit dem ich persönlich zufrieden bin, entschädigt mich für den Aufwand. Ein bisschen stolz macht mich die Tatsache, das diese Idee Schule gemacht hat und von einigen Bloggern adaptiert wurde. (Hier bei Julia zum Beispiel)
  • Schwarze Zeitzeugen
    Ein Artikel, oder besser gesagt eine Artikelreihe, die mir besonders am Herzen liegt ist die der schwarzen Zeitzeugen. Als ich einige alten Bilder aus den 80ern fand auf denen sich Waver, Goths und ähnliche Zeitgenossen präsentierten war die Idee geboren. Ich schrieb unzählige Leute an und führte einige interessante Interviews. Dazu musste ich feststellen das mein Englisch verbesserungswürdig war, mit der Übersetzung habe ich mich sehr schwer getan. Von einer “studierten” habe ich mich fachmännischen Rat dazu geholt und fast 5 Monate von der Idee bis zu Verwirklichung gebraucht, was aber primär an meiner Faulheit lag und nur sekundär an der Schwierigkeit des Themas. Außerdem habe ich so ein paar wirklich interessante Menschen kennengelernt.

Artikel auf anderen Blogs, die mir in Erinnerung geblieben sind?  Das ist noch viel schwieriger als die eigenen Beiträge, denn die Fülle von Beiträge auf Blogs die ich verfolge ist wahrlich groß. Ich sollte mir die guten Beiträge wirklich mal konsequent bookmarken. Immerhin entspringen meinem löchrigen Geist doch noch 3 Artikel. Böse Zungen könnten behaupten, das ich froh bin überhaupt drei Artikel zusammen zu bekommen, aber nein, das stimmt natürlich nicht.

  • Blogger als Sammelkarte
    Obwohl ich mir meine oder andere Karten nicht ausgedruckt, aufgehangen oder in die Geldbörse gesteckt habe, ist mir diese Parade in besonders positiver Erinnerung geblieben. Die Erstellung meiner Karte war eigentlich ein grandioses Stück Selbstunterhaltung. Ich glaube ich habe 400 Versuche gebraucht um letztendlich dann doch das erst beste Bild zu nehmen. Eine äußerst erfolgreiche Aktion auf für Konna, der ein hiermit ein eindrucksvolles Beispiel für Blogvernetzung liefert und die Idee einer Blogparade definiert.
  • Ska – Die erste, zweite und dritte Welle
    Ich finde es bekanntlich sehr schwer, Jugendbewegungen zu beschreiben. Denn der Knackpunkt liegt darin, wenn man eine Bewegung beschreibt, steht sie still. Umso erfreuter bin ich gewesen, als sich Tobias von Red Flog dazu durchgerungen hat ebenfalls eine Szenen aus seiner Sicht zu beschreiben. Die 4-teilige Artikelreihe zum Ska dürfte ich daher als sehr gelungen kennzeichnen, zeigt sie mir doch eine bekannte und bis dato unbeachtete Szene und ein musikalisches Genre in einem neuen und spannenden Licht.
  • Hellenischer Radioterror und Twitter und so
    Ja dieser Postpunk. Der alternde Musikliebhaber verschrobener Genre beweist sich immer wieder auf’s neue durch seine äußerst liebreizend und komplex formulierten Artikeln. Ich lese gerne, wenn sich jemand mit Wortwitz der deutsche Sprache bedient, die es wie keine andere Sprache ermöglicht, eine gleiche Sache auf unterschiedliche Arten zu beschreiben. Und genau diesen Wortwitz schätze ich an ihm. Der ausgesuchte Artikel steht nur stellvertretend für meine persönliche Ansicht, aber einen ganzen Blog zu nennen halte ich für Arschkriecherei.

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Letzte Aktualisierung: — Kategorie: Vernetzt — Schlagworte:

7 Kommentare

  1. Herrlich, wie deine Urlaubsidee Schule gemacht hat! Und auch deine Serie über schwarze Zeitzeugen hat mich einer bisher unverständlichen Subkultur näher gebracht. Diesen Sender werde ich also auch nächstes Jahr noch abonnieren ;)

    PS: Dein Trackback war der 11.000ste Kommentar bei mir – “Glückwunsch” dazu.

  2. danke für die nennung meiner ska-serie – sehe ich als großes lob an!

  3. Danke für deine Teilnahme an der Aktion. Mit 30 lässt also die Erinnerung an die eigenen Blog-Artikel nach? Na, das ist doch nur ein Grund mehr für eine solche Parade^^ Allzu weit bin ich ja auch nicht mehr von der “magischen 30” entfernt.

  4. Ok, Danke! Wie besprochen … Du bekommst das Bier dafür! :-)

  5. @juliaL49: 11.000 Kommmentare? Das passt sehr gut zu meinem Bild von Dir, was in diesem Fall natürlich nicht abwertend zu verstehen ist. Dann von dieser Stelle aus herzlichen Glückwunsch zu einer so reichen Anzahl an Kommentatoren, die ohne deine Beiträge wohl nicht auf die Idee gekommen wären überhaupt zu kommentieren.

    @tobi: Ja, so sollte es auch ankommen :)

    @Sascha: Schlagartig. Sobald du 30 bist wirst du dich nicht mehr an den ganzen Unsinn erinnern, den du so in deinem Leben verzapft hast. Ich habe es damals als Chance angesehen nochmal ganz von vorne anzufangen :)

    @Postpunk: Als alter Straight Edger verabscheue ich natürlich jede Bewusstseinsverändernden Substanzen, nehme das besprochene Bier um damit meine Pflanzen abzureiben, dann glänzen die Blätter so schön :)

  6. Echt? Straight edge? Dann kannst du mir ja sicherlich sagen was Fugazi momentan treiben!

  7. @Postpunk: Straight Edge hat ja erstmal nichts mit Fugazi oder einem Musikgenre zu tun, obwohl ich deren Musik ganz gut finde auch wenn es manchmal ein bisschen Richtung Emocore geht. Leider kann ich daher auch nicht mehr sagen als das Internet hergibt :)

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