Dass Partys meistens sehr spät anfangen und in der Regel erst rund um Mitternacht so richtig in Fahrt kommen, nervt mich persönlich ja schon manchmal. Darum finde ich es gar nicht mal so schlecht, wenn die Startzeit etwas nach vorne rückt. Andererseits lebt ja gerade unsere Szene vom Zauber der Nacht. Darum geht bei Tanztee-Veranstaltungen am Nachmittag vermutlich schon eine Menge Atmosphäre flöten.
Diesen Achtsamkeits-Trend jetzt in die Clubs zu tragen, ist aus meiner Sicht schon eine schräge Nummer. Ausgehen und Party bedeutet für mich auch immer ein Stück weit Exzess. Meiner Beobachtung nach hat Feiern gehen bei einem Großteil der Gen Z aber ohnehin längst nicht mehr die Bedeutung wie bei vorherigen Generationen. Nach Sex, Drugs & Rock ’n‘ Roll klingt dieser Trend auf jeden Fall nicht.
Übrigens wurde bei uns in der Region gerade erst eine große Gothic-Party eingestampft. Und zwar mit der Begründung, dass die Schwarzen einfach zu wenig konsumieren, sprich: trinken. Denn Clubs finanzieren sich nun mal zu einem Großteil über Getränke.
Ein anderer Club in Bielefeld bietet dafür neuerdings genau das an, was Robert in seinem Artikel beschreibt: den „Kaffeeklatsch into the Dark“. Einmal im Monat, sonntags ab 17 Uhr. Ich war bisher noch nicht da, um zu berichten, ob das Konzept funktioniert. Um die Zeit schlafe ich noch, um mich von der Partynacht vom Samstag zu erholen. ;-) Wenn ich es mal hinschaffe, werde ich für Spontis berichten!