Frankreich: Cimetière du Père Lachaise in Paris (1804)

Der Cimetière du Père Lachaise in Paris ist wahrscheinlich einer der bekannteste Friedhöfe der Welt. Jedes Jahr besuchen rund 3,5 Millionen Touristen die Begräbnisstätte. Ein beeindruckend romantischer Ort, auf dem auch zahlreiche Berühmtheiten ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Der Name des Friedhofs geht auf François d’Aix de La Chaise zurück, den Beichtvater von König Ludwigs XIV. Er befindet sich im 20. Arrondissement in Paris und erstreckt sich über eine Fläche von rund 44 Hektar. Er ist eine einzigartige Mischung aus einer Art englischem Landschaftsgarten und einem Ort des Gedenkens und der Trauer. Neben gotischen Gräbern und Haussmann-Gruften findet man auch zahlreiche Mausoleen. Die Liste der auf diesem Friedhof begrabenen Persönlichkeiten ist lang und eindrucksvoll: Honoré de Balzac, Guillaume Apollinaire, Frédéric Chopin, Colette, Jean-François Champollion, Jean de La Fontaine, Molière, Yves Montand, Simone Signoret, Jim Morrison, Alfred de Musset, Edith Piaf, Camille Pissarro und auch Oscar Wilde liegen hier begraben.

Das Krematorium ist auch heute noch in Betrieb. Die Asche der Verstorbenen wird auf den dafür vorgesehenen Wiesen des Friedhofs verstreut. Leider hat man es versäumt die entsprechenden Wiesen deutlich zu kennzeichnen, daher kommt es in der Praxis häufig vor, dass Touristen sich auf den Wiesen niederlassen und ganz besonders morbide Picknicks zu veranstalten.