Dreieinhalb Minuten Flucht

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Momentan scheint ein Welle der sogenannten Timelapse-Filme durch das Internet zu fluten, Filme die aus unzähligen Bildern Stunden wie Sekunden erscheinen lassen, Tage wie Minuten. Mich faszinieren diese kleinen meist mit Liebe erstellten Meisterwerke, doch mich vor dem Bildschirm zu fesseln, das vermögen nur wenige.

Einer davon ist der Kurzfilm “Places around Dublin” von Mike Kacperski, der sich mit seiner Kamera in einem Radius von 50km um die Irische Hauptstadt bewegt hat um Eindrücke davon einzufangen, die das Land und die Stadt surreal und einzigartig erscheinen lassen. Im Hintergrund sorgt das Stück Boadicea 1Das Stück wurde 1996 von den Fugees  versampelt und wird dem geneigten Hörer unweigerlich an das Lied “Ready or not” vom Album The Score erinnern. von der irischen Künstlerin Eithne Patricia Ní Bhraonáin, die den meisten unter ihrem Kürzel Enya geläufig sein dürfte, für Gänsehautfeeling pur.

Ich muss gestehen ich bin leidenschaftlich vorbelastet. Zum einen war und bin ich immer von der irischen Landschaft fasziniert, nicht allein wegen der zahlreichen Legenden und Mythen die dort ein ums andere Mal einen Mittelpunkt finden, und zum anderen wegen meiner Vorliebe für düstere Synthieteppiche von denen Enya hier einige einsetzt. Wer ähnlich angehaucht ist, möge bitte die Lautsprecher einschalten und das Video in HD und im Vollbild anschauen um sich 3:33 vorübergehend aus dem Leben zu entführen. Bei mir hat es funktioniert – und wer dann den unweigerlichen Drang verspürt in die Hauptstadt der Iren zu reisen, der könnte mich bei meiner Drangerfüllung dort treffen.

(via KFMW)

Einzelnachweise   [ + ]

Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

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Madame Mel
Gast
Madame Mel

Da bin ich ähnlich angehaucht wink Du hast uns einen wunderbaren & stimmungsvollen Film vorgestellt, der die Magie Irlands im Zeitraffer-Modus in unser Heim transportiert. Perfekt dazu ist die Symbiose zwischen den malerischen Landschaften und Enyas mystischer Stimme. Das hat mich tatsächlich kurz von meiner vorweihnachtlichen Hektik abgelenkt, aber zu mehr bloggerei komme ich momentan nicht wink

Den Titel “Boadicea” kenne ich nicht nur als Verfremdung der Fugees, sondern auch aus King´s “Sleepwalkers”. They live for the Night…

Madame Mel
Gast
Madame Mel

Finde ich genauso, manchmal passt die gewählte Musik nicht zum Inhalt – die wirkt in diesem Fall irgendwie recht abstrakt. Aber für seltsame Filme bin ich generell immer wieder zu begeistern wink

Gänsehautfeeling bekomme ich jedes Mal bei Enyas “May it be”. Das Stück würde auch wunderbar zur Landschaft mit den düsteren Wolkenformationen harmonieren. Überhaupt: Diese Frau hat eine unglaubliche Stimme, die so klar wie ein Kristall ist und in mir irgendwie eine tiefe Sehnsucht weckt.

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.

Hatte gerade einen poetischen Anflug;-)

Marcus
Gast

Dreieinhalb Minuten, welche die Sehnsucht nach weiten, einsamen Landschaften und dem „perfekten“ Licht in mir geweckt haben. Ich musste mir sogleich Aufnahmen meines letzten Aufenthalts in Norwegen anschauen. In Erinnerungen schwelgen. Dies konnte die Sehnsucht aber natürlich auch nicht mindern…