Gothic Beauty 29

USA Magazin: Gothic Beauty #27

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Andere Länder, andere Sitten heißt es. Das es nicht nur in Deutschland Grufties gibt, dürfte mittlerweile als Allgemeinwissen gelten, aber wie es dort nun wirklich aussieht weiß ich auch nicht. Wollte ich aber wissen, deshalb habe ich mir eine Reihe Ausländischer Zeitschriften besorgt um den Blick über den Tellerrand zu wagen. Das Gothic Beauty Magazine, das gestern bei mir eingetroffen ist, brauchte erstaunlicherweise nur 4 Tage von der Bestellung bis zur Auslieferung in meinem Briefkasten, was ich als optimal einstufen würde, das kriegen deutsche Versender auch nicht besser hin.

Die Themenbereiche sind übersichtlich angeordnet und decken den ganzen Interessenbereich eines Szenegängers ab. Fashion – Beschäftigt sich mit neuen Designer und Modelabels und zeigen in 4 Ausgewählten Artikel vergangene und neue Trends. Showcase – Eine Form von Ausstellung, in der nicht nur Klamotten, sondern vor allem künstlerische ausgelegte Artikel die unzähligen Seiten Dunkler Kunst beleuchten, zu finden sind. Spannend ist in diesem Zusammenhang, das die Amerikaner wohl eine Leidenschaft für Gothic Puppen haben, das ist jetzt kein abwertendes Wort für Frauen sondern für eigenwillige Barbie-Verschnitte im Gothic Style. Wer sich selbst überzeugen möchte, sollte einmal evangelineghastly.com oder begoths.com besuchen, die in der Zeitschrift vorgestellt werden. Auch Skellramics, eine Manufaktur für Geschirr mit Totenköpfen ist sehr interessant. Unter Lifestyle finden sich Artikel verschiedener Autoren, die das schwarze Leben in all seinen Variationen zeigen, in dieser Ausgabe einen tollen Artikel über mexikanische Friedhöfe und die Kurzgeschichte A night in the Boneyard (Eine Nacht auf dem Friedhof). Profile gibt es nicht nur über Menschen wie eine amerikanische Gothic Künstlerin, sondern auch über den Film Repo! – The Genetic Opera und die Serpentines, eine Gothic-Bauchtanz Truppe aus Portland (siehe Bild).

Selbstverständlich bietet das Magazin auch die üblichen Music Interviews, wobei mir die meisten Bands auf den ersten Blick nichts sagen, was deutlich macht, das die Musik in der Szene lokalen Phänomenen unterworfen ist und es nur wenige schwarze und internationale Topacts gibt. Deshalb finden sich bei den obligatorischen Reviews auch die Werke eben angesprochener Künstler. New in Fashion zeigt in Kurzform eine interessante Neuerscheinungen aus der Modebranche, unter Event findet man unter anderem einen Report über den Gothic Cruise 2008, einer schwarzen Veranstaltung mit Kreuzfahrt – Klingt jetzt komisch, ist aber so, solltet ihr euch unbedingt mal anschauen. Unter Style findet man dann noch ein Interview mit einem Model, die wir ja auch schon von unseren Zeitschriften oder Magazinen gewohnt sind, aber eben nur eins.

Die Zeitschrift ist über die Internetseite der Zeitschrift direkt zu beziehen und kostet inklusive Versand 12€, wobei der Löwenanteil natürlich auf den Versand geht (9$) und die Zeitschrift selbst nur mit etwa 6$ zu Buche schlägt. Sicherlich keine Investition für jedermann, aber sicherlich interessant zu beobachten, was sich auf der anderen Seite der Welt abspielt, denn ich habe wie so oft den Eindruck, das uns die Amerikaner in vielerei Hinsicht einen Schritt voraus sind, sei es jetzt positiv oder negativ. Positiv ist der Inhalt der Zeitschift, der vielfältig ist und nicht nur aus aneinandergereihten Interviews mit Bands oder Models besteht, die nun wirklich keine Wurst mehr vom Brötchen ziehen.  Vielmehr wird versucht, für jeden etwas zu bieten, den Freizeitgoth, den Modegoth oder den Tradgoth. Dieser Spagat gelingt hier sehr gut, obwohl die Vielfalt auch zu Lasten der Artikellänge geht, was bei guten Texten dann doch sehr ernüchternd ist.

Ich habe versucht, euch durch zahlreiche Links in meinem Artikel die Zeitschrift und die amerikanische Gothic-Kultur ein wenig näher zu bringen ohne den Anspruch zu erheben, diese einzuordnen oder zu bewerten. Vielleicht hilft es dem ein oder andere ja bei der Kreation eines neuen Outfits oder einer Idee für einen Blogeintrag.

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Robert, Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Robert wurde 1974 in Mönchengladbach geboren und beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

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Heinrich
Heinrich

hi, hätte nicht gedacht das es für sowas sogar ne Zeitschrift gibt, echt abgefahren.
Ich steh aber eher nicht so auf Gothic-, aber auf Metal-style. Könnte mir jemand sagen ob es von sowas auch ne Zeitschrift gibt? ( NICHT EMP!! )
Danke