Eine KI gibt Antwort auf die Frage, was nach dem Tod passiert

Die Frage, was nach dem Tod kommt, beschäftigt die Menschheit seit Jahrtausenden.
Das Online Magazin Gentside France wollte wissen, wie eine künstliche Intelligenz wie Chat GTP ein Leben nach dem Tod vorstellt. Auf die Frage „was geschieht nach dem Tod“, gab die KI einen Überblick darüber, wie das Leben nach dem Tod in den unterschiedlichen Kulturen und Religionen aussieht. Die Antwort gab die Sichtweisen des Christentums mit Himmel und Hölle, der Islam und das Paradies oder den Buddhismus mit ihren Karma und der Wiedergeburt an. Auch auf das Thema Nahtoderfahrungen ging die KI in den gesammelten Daten ein.

Doch wie sieht es mit der eigenen Vision der künstlichen Intelligenz aus? Hier mussten die Journalisten ihre Worte besser wählen und die Aufforderungen verfeinern, damit Chat GTP ein passendes Ergebnis ausspuckte. Die Antwort klingt wirklich recht beeindruckend:

„Nach dem Verlassen dieser physischen Welt wird der Mensch einen Zustand des Übergangs in eine spirituelle Welt oder Ebene erleben. Dieses Reich könnte eine nicht physische Realität sein, in der die Grenzen von Raum und Zeit, wie wir sie auf der Erde kennen, nicht mehr existieren. Hier könnten die Seelen eine größere Dimension der Realität finden, in der Wahrnehmung und Verständnis über die Beschränkungen des irdischen Lebens hinausgehen.“

„In diesem Leben nach dem Tod könnten die Seelen wieder Zugang zu unendlichem Wissen, tiefem Verständnis und transzendenten Erfahrungen finden. Sie könnten telepathisch interagieren und kommunizieren und Ideen, Emotionen und Erfahrungen ohne die Beschränkungen von Sprache oder physischen Formen austauschen.“

Die KI bot noch eine weitere Annahme an, wenn das oben erwähnte Konzept aufgegriffen wurde:

„Das Leben nach dem Tod könnte den Seelen auch die Möglichkeit bieten, wichtige Momente aus ihrem früheren Leben noch einmal zu erleben, die Folgen ihres Handelns besser zu verstehen und sich von emotionalen Schmerzen oder Traumata zu erholen. Vielleicht können sich die Seelen in dieser fiktiven Realität für eine Reinkarnation entscheiden, wenn sie es wünschen, um ihr spirituelles Wachstum fortzusetzen und auf unterschiedliche Weise zur Evolution des Universums beizutragen.“

Wir haben darüber hinaus versucht, eine Bild-KI mit entsprechenden Daten zu füttern, um herauszufinden, wie die das Leben nach dem Tod bebildern würde. Es sind tatsächlich ein paar spannende Ergebnisse dabei, je nachdem, mit welche zusätzlichen Informationen man den sogenannten „Prompt“ füttert.

Der Tod an der Schwelle
So stellt sich die KI die letzten Sekunden des Lebens vor. Der sterbende Mensch bekommt Besuch vom Tod. Eine fotorealistische Version wird allerdings nicht kreiert, weil die KI das für „unangemessen“ hält. So bleibt es bei der künstlerischen Verarbeitung.
Skelette versammeln sich um ein Bett mit einem Skelett
Ich habe der KI nicht gesagt, dass da ein Totenkopf leuchten soll. Allerdings könnte man das Bild auch philosophisch sehen, denn auch den Trauernden um das Sterbebett steht der Tod bevor. Früher oder später.
Das Paradies.
Wie sieht denn nun ein Leben nach dem Tod aus? Hier kommt die spirituelle, nicht religiöse Antwort der KI, die wohl am ehesten dem Klischee nach einem Paradies nahekommt.
Willkommen im Himmel
Konkreter wird es, wenn man Religion mit ins Spiel bringt, denn da bedient die KI genau das, was man sich wohl unter Himmel…
Die Hölle und der Teufel
…oder in der Hölle aussieht. Eigene Vorstellungen von dem, was uns nach dem Tod erwartet, hat die KI nicht, denn es mangelt ihr an Phantasie. Sie greift lediglich die Konzepte und Quellen auf, die bereits erschaffen wurden.

 

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Tanzfledermaus
Tanzfledermaus(@caroele74)
Vor 2 Monate

Interessanter Artikel und Bilder – die Bilder sind wirklich erstaunlich.

Ich persönlich glaube an keinerlei Form von Existenz nach dem Tod, ich glaube auch nicht an Seelen.

Wir haben ein Bewusstsein, aber das hat jede höherentwickelte Kreatur, und sobald das Gehirn nicht mehr versorgt wird, erstirbt jegliche Empfindung und alle Gedanken. Daher kann man dann weder denken, fühlen noch irgendwie kommunizieren. Alle Empfindungen sind an den Körper gekoppelt. Ohne diesen gibt es auch kein Bewusstsein mehr.

Alles was mit einem „Leben“ oder „Weiterextistieren“ nach dem Tod zu tun hat, ist meiner Ansicht nach reines Wunschdenken der Menschen. Sie wollen sich (verständlicherweise) nicht damit abfinden, dass sie endlich sind und es kein „danach“ mehr gibt. Sie klammern sich daran, ob durch Religion (und damit verbundene Versprechen von Himmel/Wiedergeburt) oder durch weiter gefasste Spiritualität.

Obwohl die Wissenschaft mittelweile in der Lage ist, fast alles, was früher göttlichen Wesen oder Schicksal zugeschrieben wurde (wie Krankheiten/Seuchen, Dürren, Unwetter, Scheintod usw.), rationell zu erklären, klammern sich immer noch etliche an einen oder meherer Götter und die Vorstellung, durch ihr Handeln im Diesseits einen Aufenthalt im angeblichen Jenseits beeinflussen zu können. Das ist zum einen verwunderlich, aber vermutlich lebt es sich leichter damit, sich etwas vorzumachen, als die Endgültigkeit des Todes zu akzeptieren…

Das ist ja auch kein leichtes Thema, mich beschäftigt es auch sehr oft und lässt mich verzweifeln – aber das einzige, was ich für mich draus ziehen kann, ist die mir verbleibende Zeit möglichst sinnvoll, schön und aktiv zu gestalten, anstatt sie womöglich zu vergeuden.

Letzte Bearbeitung Vor 2 Monate von Tanzfledermaus
John Doe
John Doe(@arno-siess)
Antwort an  Tanzfledermaus
Vor 2 Monate

Ich sehe das genauso so wie du.
Es hat sehr lange gedauert, bis ich an diesem Punkt war. „From Catholic to zero“ sozusagen.
Es ist für mich manchmal nach wie vor ein ziemlich frustrierender Gedanke, daß ich eines Tages einfach erlöschen werde und daß nichts mehr von mir bleiben wird, als eine verblassende Erinnerung in den Köpfen anderer Menschen.
Aber wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann komme ich immer wieder zum selben Schluss.
Das „weiße Licht“ oder sonstige Nahtoderfahrungen von denen immer wieder die Rede ist, sind wahrscheinlich ein letztes Geschenk unseres Körpers, um uns das Sterben etwas zu leichter zu machen.

Tanzfledermaus
Tanzfledermaus(@caroele74)
Antwort an  John Doe
Vor 2 Monate

Ja, vermutlich passiert im Moment des Todes so eine Art Ruck oder plötzliche Leere im Körper, die nochmal chemische und elektrische Reaktionen verursacht, die dann als Nahtoderfahrungen empfunden werden.

Das H. Gen
Das H. Gen(@hagen)
Vor 2 Monate

Es muss ein Leben nach dem Tod geben. Das Bild vom Paradies hat hundertprozentig Bob Ross im Himmel gemalt und an die KI gesendet.😏

Letzte Bearbeitung Vor 2 Monate von das H.Gen
Dismas
Dismas(@dismas)
Vor 2 Monate

Man wird von einer KI keine Antworten erwarten können, denn die KI hat ja nur Zugang zu den Quellen der Thematik, die KI von den Menschen bekommt, und die sind erstens spärlich und zweitens umstritten, eine Überprüfung mit naturwissenschaftlichen Methoden ist nicht möglich. Somit kann uns auch die KI bei der Frage nach ewigem Erloschensein, Reinkarnation oder Auferstehung jenseits unserer Raumzeit nicht beantworten.

Die entstandenen Bilder sind jedenfalls spannend, die Darstellungen von Himmel und Hölle wirken aber recht naiv.

Black Alice
Black Alice (@guest_64047)
Vor 2 Monate

Lustig was die KI da zusammen gesucht hat. Ich selber glaube weder an Himmel noch an Hölle. Eben so wenig glaube ich an Dämonen oder an einen Teufel. Und wenn es einen Gott gibt, dann muss es mehrere Götter geben, weil nichts in diesem Universum ist einzigartig. Die meisten Religionen kennen keinen Teufel. Es gibt Götter die eigentlich recht gut drauf sind und andere die auch mal nen miesen Tag haben. Aber so ein Dauerböser, den kennen wohl fast nur die Christen. Zumindest gibt es nicht viele die einen solchen haben. Und der Tod ist schlicht das Ende der biologischen Maschine Mensch.

Man versuchte schon immer dem Menschen etwas besonderes anzudichten und er muss ja unbedingt eine Seele haben, was ihn vom Tier unterscheidet. Inzwischen merkt man, das Tiere gar nicht so blöd sind wie man immer dachte, dass einige von ihnen sogar so etwas wie eine Sprache haben (z.B. Raben haben in ihrer Gruppe Namen, mit denen sie sich gegenseitig gezielt zurufen), was man nur Menschen zugetraut hatte. Das Alleinstellungsmerkmal des Menschen schwindet immer weiter dahin…

Black Alice
Black Alice (@guest_64060)
Antwort an  Gruftwurm
Vor 2 Monate

Ja die Christen. Angeblich wird man schon mit einer Sünde geboren. So ein Schwachsinn. Ich jedenfalls war komplett unschuldig. Was hätte ich als Baby schon anstellen sollen um zur Sünderin zu werden? Gehts noch? Dieser Jesus (per Definition eigentlich ein Halbgott, so wie z.B. Hercules usw) war eigentlich ein Revoluzer, der dem religiösen Establishment gehörig auf der Nase herum getanzt hat. Von dieser Geisteshaltung ist bei den Christen rein gar nichts zu sehen.

Meles M.
Meles M.(@melesm)
Vor 1 Monat

Vielen Dank für den spannenden Artikel, der sehr gut zeigt, was KI aktuell leisten kann und was wir daraus lernen sollten.

Ich stimme Dismas zu: KI nutzt ausschließlich menschengemachte Erzeugnisse (Texte, Bilder etc.) und gibt im Grunde „nur“ das wieder bzw. fügt zusammen, was von Menschen erzeugt wurde. Insofern kann KI aber auch als kritisches Spiegelbild für die Menschheit dienen und kann uns aufzeigen, was für Überzeugungen, Meinungen, (Falsch-)Informationen etc. die Mehrheit der Menschen verinnerlicht haben.

Im Artikel sieht man deutlich, dass zumindest basierend auf den von der KI online genutzten Texten der Großteil der Menschen an ein wie auch immer geartetes Fortbestehen der Seele nach dem Tod glaubt. Ob diese mehrheitliche Meinung auch mit wissenschaftlichen Erkenntnissen oder Wahrscheinlichkeiten übereinstimmt sei mal dahin gestellt. Schließlich überprüft KI leider nicht, ob die Mehrheitsmeinung auch die wissenschaftlich wahrscheinlichste oder eben die ethisch vertretbarste oder humanste Überzeugung ist.

Daher schrieben die ersten Chatbots (die ausschließlich von menschlichem Nutzerverhalten lernten) auch fürchterlich hasserfüllte Dinge. Ein nicht sehr positives, aber leider auch wenig überraschendes Spiegelbild, das sich da vor der Menschheit zu öffnen beginnt.

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