17 Oktober

Festivalbericht: Not so young, but cold – Young and Cold 2017

von undKategorie: Vor OrtDiskussion: 6 Kommentare

YoungandCold FestivaltagebuecherDas Young&Cold Festival jährte sich im September zum fünften Mal und wieder waren verschiedenste Künstler aus dem breitgefassten Wave-Bereich vertreten. Neu hingegen war, dass die Veranstaltung bereits am Donnerstag begann und an jedem Tag in einer anderen Location stattfand. Zudem waren dieses Jahr Tagestickets zu erwerben.

Für Autorin Flederflausch war es bereits das dritte Mal in Augsburg, Svartur Nott, den einige vielleicht noch als fleißigen Helfer vom Gothic-Friday in Erinnerungen haben, sollte dieses Jahr seine Young&Cold Jungfräulichkeit verlieren. Was lag da näher als ein gemeinsames Festival-Tagebuch zu erstellen und abwechselnd die Eindrücke und Erinnerungen zu beschreiben, nebeneinander und gegenüber zu stellen? Den ganzen Artikel lesen… »


30 Juli

Amphi in der Lanxess-Arena – Mit dem Charme eines Luftschutzbunkers

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lanxess arena

Die Lanxess-Arena. Neue Heimat für das Amphi-Festival?
© Eckhard Henkel, Wikimedia Commons, CC by-sa

Bei der Premiere des Amphi-Festivals in der Kölner Lanxess Arena ging es stürmisch zu. Sturmtief „Zelijko“ sorgte am Samstag dafür, dass die Außenbereiche geschlossen blieben, der Ablaufplan durcheinandergewirbelt wurde und etliche Bands ersatzlos ausgefallen sind. Immerhin profitierte das Festival bereits vom Umzug in die große Arena, denn am Tanzbrunnen hätte es wohl noch eingeschränkter stattfinden müssen, wenn es nicht sogar abgesagt worden wäre. Einige andere Festivals in der Region hatten weniger Glück: Das Juicy-Beats Festival im Dortmunder Westfalenpark wurde abgesagt. Tausende Fans warten nun auf eine Rückerstattung. Am Sonntag konnte das Amphi dann aufdrehen, die Außenbereiche wurden wieder geöffnet und auch das Wetter zeigte sich von seiner freundlicheren Seite.  Doch wie war die Atmosphäre auf dem Amphi? Konnte der Veranstalter den Erwartungen der Gäste gerecht werden? Eignet sich die Lanxess-Arena überhaupt für solch schwarze Musikspektakel? In den sozialen Kanälen gehen die Meinungen weit auseinander und auch die Presse spiegelt dieses Bild wieder. Im Kölner Stadtanzeiger wird Besucherin Dagmar zitiert: „Ihre Stimmung hielt sich in Grenzen: „Eine Atmosphäre zwischen Flughafenhalle und Eishockey. Das passt überhaupt nicht zur Szene“, sagt die 35-Jährige. Sie trauert dem Tanzbrunnen nach.Den ganzen Artikel lesen… »


6 Juni

Rückblick: WGT Besucher 2013 – Zwischen Schein und Sein?

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Mademoisell Karma: Mein Pfingstwochenende steht jedes Jahr aufs Neue im Zeichen düsterer Ästhetik (c) Marcus Rietzsch

Mademoisell Karma: Mein Pfingstwochenende steht jedes Jahr aufs Neue im Zeichen düsterer Ästhetik
Bild (c) Marcus Rietzsch

Für alle Daheimgebliebenen, Verhinderten und Unabkömmlichen hier der erste Teil des WGT-Specials. Mein Artikel über die Besucher des Wave-Gotik-Treffen 2013 aus dem Pfingstgeflüster. Dabei handelt es sich um die Essenz aus rund 50 Fragebögen, die den Fotografierten mitgegeben wurden. Wer möchte, kann sich auf der verlinkten Seite des Geflüsters noch Exemplare der Vergangenheit sichern und geduldig darauf warten, dass die 2014er Ausgabe erscheint. Die Rechte der Bilder liegen bei den jeweiligen Fotografen.

Das WGT ist vorbei. Ich sitze an meinem Schreibtisch, höre Musik und reise in meinen Erinnerungen. Ich denke an Momente – wie die schwarze Masse sich durch die Stadt zog oder wie die Tram unzählige kuriose Gestalten an die Haltestellen erbrach. Die Möglichkeit, Menschen wiederzusehen, zu denen sich der Kontakt sonst auf Buchstaben beschränkte, neue „Gothics“ mit den gleichen Leidenschaften und Interessen kennenzulernen. Ich werde ein wenig melancholisch. Sicher ist das die Sehnsucht nach einem Platz, an dem man in seiner Andersartigkeit nicht allein war. Ein fünftägiger Erholungsurlaub im schwarzen Meer.

Einen Augenblick lang stutze ich in meinen Gedanken. War das wirklich „schwarz“, was ich in Erinnerung habe? Was ich gesehen habe, war vielmehr eine bizarre bunt-schwarze Mischung aus Subkulturen, Stilen und Szenen. Seit einigen Jahren fällt das Wort „heterogen“ immer wieder im Zusammenhang mit der Gothic-Szene. Das Wort spricht von der Uneinheitlichkeit der Dinge und meint damit die Vielzahl der Stile, die sich zu Pfingsten in der Stadt und an den zahlreichen Veranstaltungsort einfinden. Den ganzen Artikel lesen… »


4 Juni

WGT-Special 2014 – Für die Daheimgebliebenen

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Auf dem WGT werde ich kritisch prüfen, ob mein perfider Plan aufgeht.

Auf dem WGT werde ich kritisch prüfen, ob mein perfider Plan aufgeht.

Hektisch durchforste ich bereits zum fünften mal meinen Kleiderständer. Hab ich alles dabei? Eigentlich eine sinnlose Aufgabe, denn irgendwie befindet sich der gesamte Inhalt bereits in Taschen, Koffern und Beuteln. Morgen ist es soweit, wir treten die Reise zum WGT 2014 an, der Jahreshauptversammlung unseres schwarzen Vereins. Aus der ganzen Welt strömen schwarz-bunte Gestalten nach Leipzig um sich, ihre Musik und ihre Szene zu zelebrieren. Die ganze Gothic-Szene ist in Leipzig! Die ganze Gothic-Szene?

Im aufgewirbelten Staub der Reisenden blicken einige schwarze Gestalten traurig in die roten Rücklichter der Autos. In dunklen Gemäuern hocken die Unbelehrbaren trotzig vor ihren Plattensammlungen und verspotten im Geiste die schwarzen Massen. Freudig spitzen die Anderen ihre Pikes, denn seit Wochen freuen sie sich auf ein Wochenende, in denen der schwarze Tanzschuppen nur ihnen allein gehört. Es sind die Daheimgebliebenen. Facebook haben die meisten für 5 Tage abgeschaltet, gibt ja sowieso nur ein Thema und auf den meisten Newsseiten und Foren ist entweder nichts los, oder alles dreht sich um das Fest mit den drei Buchstaben.

Und Spontis? Der hockt auf irgendeiner Wiese mit den anderen Spinnern, isst Kekse und versucht wieder jedem ein Gespräch aufzuzwingen. Bleibt es hier im Blog also auch wieder still. Nein! (Diabolisches Lachen im Hintergrund) Nicht dieses Jahr! (Blitze zucken vom Himmel, während der Donner die Stille zerreißt.) Ganz exklusiv für die Daheimgebliebenen werden die nächsten Tage einige Artikel zu einer Uhrzeit veröffentlicht, in der die Leute auf dem WGT ihr geschundenen Körper in die Horizontale bringen. Wie von Geisterhand erscheint jeden Tag ein Artikel mit neuem dubiosen Inhalt und da Frau Eulenforst auf dem WGT auf ihren Wizard aufpasst, werden die Texte vor Rechtschreibfehlern nur so überquellen! Wie früher. (Der Verfasser kichert.) Natürlich hoffe ich, dass mein Plan auch funktioniert und die Technik nicht wieder macht, was sie will.  Den ganzen Artikel lesen… »


1 März

WGT 2013 – Parsifal am Völkerschlachtdenkmal

von Kategorie: Vor OrtDiskussion: 81 Kommentare

Richard und Cosima Wagner

Schon jetzt ächzt die Stadt Leipzig unter der bevorstehenden Doppelbelastung zweier Großereignisse, die auf einer Seite nicht unterschiedlicher und auf der anderen Seite nicht artverwandter sein könnten. Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner veranstaltet die Stadt vom 16. bis zum 26. Mai die Richard-Wagner-Festtage, zu denen Tausende Liebhaber klassischer Musik aus aller Welt erwartet werden, um einen der berühmtesten Leipziger und seine Hinterlassenschaften zu feiern. Etwa zur selben Zeit, um genauer zu sein vom 17. bis zum 20. Mai versammeln sich Tausende Liebhaber düsterer Klänge und Klamotten aus aller Welt, um sich selbst, ihre Musik und das 22. Wave-Gotik-Treffen zu feiern.

Eine unglückliche Konstellation oder gar eine schicksalhafte Fügung? Es liegt wohl auf der Hand, dass Richard Wagner und die Gothic-Szene nicht viele Gemeinsamkeiten haben. Spießigkeit gegen Individualismus, Klassik tönt gegen Gothic und die Genießer des Establishments treffen auf die Erben der Punk-Bewegung. Oder passt das am Ende doch irgendwie zusammen? Richard selbst sagte einmal: „Der Blick über die Welt hinaus ist der einzige, der die Welt versteht.Den ganzen Artikel lesen… »


19 Dezember

Neue Party in der KuFa Krefeld: Kultur in Schwarz

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SchwarzKultur - The Sound of UndergroundKrefeld im November 2012. In Nordrhein-Westfalen ist die Dichte von musikalischen Veranstaltungen die mehr zu bieten haben als schwarzen Mainstream recht dürftig. Schwarzkultur nennt sich eine neue Veranstaltung, die genau diesen Anspruch erhebt. Ob sie dem gerecht wird, hat Gastautor Izzie Adams am eigenen Leib erfahren. Er warf einen Blick hinter die Ankündigung „The Sound of the Underground“ und war überrascht. 

Die Kulturfabrik (KuFa) in Krefeld ist den Meisten vermutlich eher aufgrund der dort häufig stattfindenden Konzerte verschiedenster Coleur ein Begriff. Neben diesen finden auch regelmäßig diverse Parties und Veranstaltungen statt, die sich bisher jedoch zumeist eher dem breiten Publikum des Mainstream gewidmet haben. Vor wenigen Monaten aber machte man einen Schritt auf die schwarze Szene zu – mit der SchwarzKultur, einem Event mit dem erklärten Ziel „etwas mehr als nur Party“ sein zu wollen, das zum Ende jedes Monats stattfindet. Gelockt wird die geneigte schwarze Seele mit Versprechungen eines „Anlaufpunkts für die schwarze Szene“ deren Gast-DJs „nicht nur auf eine musikalische Stilrichtung festgelegt“ seien. Aha? Den ganzen Artikel lesen… »


7 Oktober

Esoterikmesse in Köln – Im Reich der Geister oder …reich durch Geister

von Kategorie: Vor OrtDiskussion: 24 Kommentare

Esoterikmesse in Köln

Es wird Herbst – genau die richtige Zeit, um an meinem Roman weiterzuarbeiten, der nun schon viel zu lange in der Schublade liegt. Die Figuren, die mir seit Ewigkeiten im Kopf herum spuken,  wollen Leben eingehaucht bekommen, sie brauchen ein Äußeres, innere Konflikte, Macken und Persönlichkeit. Was macht die Schreiberline also in so einer Situation?

Ganz klar: Sie fährt zu einer Esoterikmesse, um sich inspirieren zu lassen. Zumindest dachte ich, dass es eine gute Idee ist. Skurrile Charaktere, verrückte Ideen und eine Portion Spiritualität – ideal zur Inspiration. Nach der Rückkehr dann die bittere Erkenntnis: Die Realität ist bekloppter als alles, was man sich ausdenken kann.

Spirituelle Rückenschule, geistige Wirbelsäulenaufrichtung, Gedankendiät, spirituelles Coaching zur Transformation, Vitamine aus der Luft, heilendes Kristallwasser – mit jedem Stand mit jedem „Heiler“ mit jedem Infoblatt eine neue Möglichkeit, sich zu befreien, Blockaden zu lösen, Erkenntnisse zu gewinnen, gesünder, erleuchteter, schöner und vor allem ärmer zu werden. Wer seine Seele in höhere Gefilde heben möchte, der muss erst einmal tief in die Tasche greifen.

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30 Mai

Hexenfluch: WGT 2012 – Gemotze

von Kategorie: Vor OrtDiskussion: 39 Kommentare

Das 21. Wave-Gotik-Treffen ist Geschichte und bevor die Klamotten in die Wäsche kommen, die Pikes geputzt werden und die Bilder im Kopf verblassen, werden noch schnell Erinnerungen, Eindrücke und Erlebnisse in Worte gepackt. Wie jeder persönliche Rückblick ist auch dieser hochgradig subjektiv und garantiert nicht vollständig. Dafür aber vielleicht etwas differenzierter als die Berichte in den – gefühlt – 3 Millionen Zeitungen, die vom größten Kostümfest Deutschlands sprechen und Fotos von Cybers mit der Bildunterschrift „Medusa-Outfit“ versehen.

Ich war in diesem Jahr – bei meinem zweiten WGT-Besuch – nicht mehr so schockiert wegen der Möchtegerns und Geschmacklosigkeiten, die zum WGT durch Leipzigs Straßen schlendern. Ich wusste ja schon, was mich erwartet, und habe das Augenmerk auf diejenigen gerichtet, die meiner Meinung nach zum WGT gekommen sind, weil es IHR Treffen ist. Besonders am Freitag und am Montag waren davon viele zu sehen, während das Wochenende teilweise durch Fotografen und die dazugehörigen Poser grenzwertig war. Ich möchte keineswegs nur meckern, doch beim Herunterschreiben sind doch einige Kritikpunkte aufgetaucht, die den Beitrag zu lang machen würden. Deswegen gibt es jetzt erst den Hexenfluch mit großen und kleinen Kritikpunkten und in einem zweiten Beitrag dann die schönen Erlebnisse. Hier also das Gemotze. Den ganzen Artikel lesen… »


24 August

Opernplatztreffen, Horror Highschool und schwarze Zusammenkunft

von Kategorie: Vor OrtDiskussion: 1 Kommentar
Opernplatztreffen Frankfurt 2010

Mit Schatzi und Freunden auf dem Opernplatz

Ein ultraschwarzes Wochenende liegt hinter mir. So fühlt es sich jedenfalls an, nachdem ich doch einige Zeit nicht wirklich mit dem werten Podex hochgekommen war. Gerüchten zufolge sollte es das letzte Sommerwochenende dieses Jahr sein und passenderweise fand gerade da in unserer Gegend viel statt, sodass es sich mehr als nur anbot, da noch einmal richtig ins Getümmel zu springen. Es folgt also ein kleines Review – ein reichlich subjektives natürlich.

Also hieß es für mich Pikes polieren und endlich mal wieder die in den letzten Wochen so schändlich vernachlässigte volle Kriegsbemalung auflegen, während Schatzi sich Locken drehen lässt und den Lidschatten farblich auf das Korsett abstimmt. Ergebnis: Volle Zufriedenheit – wir finden uns hübsch und denken, das dürfen wir auch mal. So.

Und dann ab nach Frankfurt – Opernplatztreffen. Angefangen hat das offenbar als Forentreffen von Schwarzes Rhein/Main, aber es ist wohl generell zu einem einmal im Jahr stattfindenden Szenetreffen der Region geworden. Interessant ist es zwar, vor der Oper einen Auflauf von Schwarzkitteln vorzufinden und auch auf dem Weg dahin schon überall Schwarzvolk herumlaufen zu sehen, aber so richtig weiß ich noch immer nicht, was ich davon halten soll. Den ganzen Artikel lesen… »


13 August

Mera Luna 2009 – Abreise und Fazit

von Kategorie: Vor OrtDiskussion: 2 Kommentare

Banner-MeraLuna-2009Montag, 10.08.2009, 08:00 – Ein riesengroßer Ameisenhaufen aus schwarz gekleideten Menschen ist damit beschäftigt Zelte abzubauen, verlorenes zu suchen und ihr persönliches Hab und Gut zum Auto zu schleppen. Trotz des Abreisestresses mache ich erstmal einen Kaffee auf dem mittlerweile geliebten Gaskocher, der immer noch mit der ersten Kartusche brennt, was mache ich bloß mit den anderen drei?

Die Nacht war relativ ereignislos, das liegt wohl daran, das viele auf den Alkohol verzichteten um am morgen nicht noch volltrunken von der Polizei angehalten zu werden, die hatte die Nächte zuvor viele Zufahrtsstrassen in ihre Gewalt gebracht um die Festivalheimfahrer zu kontrollieren. Unsere Zeltnachbarn Edith & Lars mussten überstürzt abreisen, schade eigentlich, irgendwie haben wir die beiden ins Herz geschlossen.

10:00

mera luna 2009 heimfahrtAuch wir haben unsere Sachen gepackt und das Zelt von mein-zelt-steht-schon abnehmen lassen, toll das wir uns nicht damit rumärgern müssen. Eins wird klar, die besten Klamotten sollten man nicht mitnehmen, alles, aber auch wirklich alles ist von einer dünnen Staub und Sandschicht bedeckt und bedarf nach der Rückkehr einer intensiven Reinigung. Die Müllrückgabe der vollen Säcke klappt problemlos, auch die 5€ Pfand bekommen wir wie versprochen ausgezahlt. Ein letzter Blick zurück, dann setzen wir uns in das ebenfalls staubige Auto und fahren los. Den ganzen Artikel lesen… »


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