Start Schwarze Szene Ohne Worte: Zwischen Resignation und Hoffnung

Ohne Worte: Zwischen Resignation und Hoffnung

25
Ohne Worte: Zwischen Resignation und Hoffnung

Goth is what you make it

Während Google in Deutschland resigniert (oben), ist man anderswo bereit Fragen zu stellen und die Hoffnung nicht aufzugeben. Werden wir unserem Ruf gerecht Ideen des Netzes zu kopieren, umzusetzen und zu verbessern: „Gothic is what you make it.“ –  Gothic ist nicht tot, machen wir was draus!

Vorheriger Artikel Gothic Friday – Das Januar Resümee
Nächster Artikel Bloody Sunday: Es geschah an einem Sonntag
Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.
Kommentare abonnieren?
Benachrichtigung
guest
25 Kommentare
älteste
neuste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Schatten
Schatten (@guest_12439)
Vor 10 Jahre

Dazu fällt mir mein einer Spruch ein :D
Punk is dead!
Punk’s not dead!
Punk is undead undead undead undead!

Mit Bauhaus-Homage ;)

Uwe
Uwe (@guest_12441)
Vor 10 Jahre

Mhmhmh.. schwarze Fanta mit dem Slogan: Goth ist, was ihr draus macht.. ach Mist, Cola gibts ja schon :/

orphi
orphi(@orphi)
Editor
Vor 10 Jahre

Gothic lebt! Gothic steht sogar in der Blüte des Lebens – bestrahlt von Kameras und umjubelt von einem großen Publikum.

Lifestyle

https://www.chefkoch.de/forum/2,28,220904/Gothic-Make-up-was-brauchts-dafuer.html

Autos

Filme

Mode

https://www.anewmode.com/fashion-style/fashion-week-trend-glamour-goth/

TV und Show

Hoffentlich ist der Trend bald vorbei.

Melle Noire
Melle Noire (@guest_12444)
Vor 10 Jahre

Totgesagte leben ja bekanntermaßen länger.
Oder? ;)

Cookie
Cookie (@guest_12445)
Vor 10 Jahre

Naja so gesehen muss man ja leider sagen das es derzeit kaum neue Gothic Bands gibt..
Aber tot zu sein steht solch einer Szene eh gut ;)

Schatten
Schatten (@guest_12449)
Vor 10 Jahre

 Orphi
Filme: Ich finde das ja das Allerletzte. Kein 5 Jahre nach erscheinen, eine Neuverfilmung, nur, weil es nicht aus Amerika kommt. *kotz*

Mode: Wissen wir nicht alle, dass das herkömmliche Verständnis von Glamour und Goth sich ausschließen? ;)

TV und Show:
*grummel* Jedes mal wenn Marylin Manson als Goth-Rocker bezeichnet wird, stirbt in meiner Gedankenwelt ein unschuldiges Häschen >:(

Marcus
Marcus (@guest_12450)
Vor 10 Jahre

 Cookie: Es kommt wohl darauf an, wie man „Gothic“ definiert. Ich meine jedenfalls, dass es durchaus neue Bands gibt, die man rein musikalisch in die große Welt der schwarzen Szene einordnen kann. Man denke hierbei nur an das „Post-Punk-Revival “, welches einige interessante Bands hervorgebracht hat. Aber abgesehen davon: Wer braucht neue Bands, wenn die alten noch voller Leidenschaft und Hingabe musizieren?

Ein Film-Remake hat sicherlich seine Daseinsberechtigung, wenn die Erzählung aus einem anderen Blickwinkel beleuchtet wird oder man sie beispielsweise in eine andere Epoche transportiert, um dadurch eine neue Geschichte zu erschaffen. Leider geht es in Hollywood aber nicht um künstlerische Ansätze, sondern einzig um den finanziellen Erfolg. Man hätte natürlich das schwedische Original einkaufen und vermarkten können, aber ein vollkommen unbekannter schwedischer Schauspieler namens Michael Nyqvist lockt eben deutlich weniger Publikum ins US-Kino wie ein Daniel Craig. Mich erinnert das direkt an den Film „Vanilla Sky“, welcher ja auch ein Remake eines europäischen Films ist. Zwischen Original und Remake sind auch nur wenige Jahre vergangen. Das Verrückte: Penélope Cruz spielt in beiden Filmen die gleiche Rolle. Doch auch hier gilt für die Hauptrolle: Tom Cruise lockt mehr Menschen ins Kino als Eduardo Noriega.

orphi
orphi(@orphi)
Editor
Vor 10 Jahre

Da „Gothic“ ja nun offensichtlich von allen Mainstream Bereichen gut und gerne verwendet wird und als Trend/Mode/Lifestyle gilt, bin ich dafür, mal wieder den Mantel zu wechseln, unsere Szene umzubenennen und die Gothics zu verlassen. Was nehmen wir denn? Waver und Gruftis hatten wir ja schon. ;-)

Rosa Chalybeia
Rosa Chalybeia(@rosa-chalybeia)
Vor 10 Jahre

Ich kann mich eigentlich nicht mehr so sehr drüber aufregen, daß „Gothic“ vom Mainstream aufgenommenw ird, vor ein paar Jahren, ja freilich, da schon noch, aber inzwischen – es geht hier ja nicht um die Optik an sich, was in der Mode aufgegriffen wird ist die Interpretation eines rein oberflächlich betrachteten Stiles, das transportiert kein Gedankengut, keine persönlichen Hintergründe mit sich, und deswegen ists mir inzwischen ziemlich egal geworden, da ich eh kein Teil des bunten modischen Mainstreams bin. Auch das EInholen von Schminktips für den Goth-Look stört mich nicht, meiner Erfahrung nach wirken Leute die sich so mal ausprobieren eh verkleidet, und Goth-Elemente in der Mode lassen den hippen Träger trotz Nieten und schwarz auch nur modisch wirken, nicht gothic.
Ich musste neulich erst wieder in mich hinein grinsen als wir Entwürfe für Oberteile machen sollten, und wir uns an aktuellen Trends orientieren sollten. Momentan laufen die Goth-Anleihen da unter „Guerilla light“
Muss man sich mal genüsslich auf der Zunge zergehen lassen *kicher*

Madame Mel
Madame Mel (@guest_12456)
Vor 10 Jahre

Um den Gothic-Nachwuchs brauchen wir uns alle keine Sorgen zu machen – die tolle online-Plattform https://www.facebook.com/Gothicfamilynet ist hierfür der Beweis. Natürlich gibt´s auch das entsprechende Basic-Styling für Mini-Gothics (kann man z.B. über „punkbabyclothes“ beziehen). Also, ihr Eltern seid aufgefordert, eure Kids in die entsprechenden Bahnen zu lenken – und alle anderen: seid fruchtbar und vermehret euch ;-)

Melle Noire
Melle Noire (@guest_12459)
Vor 10 Jahre

Man kann als Angehöriger der
dunklen Subkultur auch durchaus
Nutzen daraus ziehen, daß Gothic
mal wieder so vom Mainstream
aufgegriffen wird – so findet man
auch in ganz normalen Klamottenläden
schöne Anziehsachen und Accessoires.
Und muß nicht unbedingt teuere Gothicshops aufsuchen.

Melle Noire
Melle Noire (@guest_12460)
Vor 10 Jahre

Und ich kam grad zu früh auf „Publish“…

Ich kaufe jedenfalls meine Klamotten
und meinen Schmuck ohnehin schon seit
jeher auch in ganz normalen Läden. Gern geh
ich zB zu H&M, Orsay und Pimkie, Accessoires
kaufe ich gern bei Bijou Brigitte, Claire’s oder
an Flohmarktständen oder an Weihnachtsmarktbuden
und ähnlichem. Hauptsache, es paßt zu meinem
eigenen Stil und läßt sich gut mit meiner restlichen
Kleidung kombinieren. :)

Was mir in den letzten 12 Jahren definitiv
positiv aufgefallen ist: Man wird als Gothic
auf der Straße weniger angepöbelt als früher
und weniger schief angeschaut. Es sei denn,
man kommt grad morgens um halb 5 in vollem
Style nach der Disco an einen Hauptbahnhof. LOL
Das ist nach wie vor der reinste Kulturschock. ;)

Ansonsten ist es mir eigentlich ziemlich egal,
ob Gothic in der Mode nun besonders angesagt
ist oder nicht, ob es im Netz Gothicschminktipps
gibt usw… Selbst die Emowelle rauschte irgendwie
fast komplett an mir vorbei. Ich lebe einfach
mein Leben in der schwarzen Subkultur – in der
ich mich wohl fühle und in die ich reingehöre,
die ein Teil meiner Identität ist und die mich immer begleitet.

Dunkle Grüße. :)
Melle

Epitaph
Epitaph (@guest_12463)
Vor 10 Jahre

Ich bin dafür, dass wir uns wieder Waver nennen;). Ist meines Erachtens eh viel aussagekräftiger als Goth, dass ja auch nur ne Kurzform von Goth Rock ist und somit alles nicht „rockige“ ja streng genommen ausschließt. Wave beeinhaltet Goth Rock genauso wie Neoklassik oder Neofolk, alles düstere Stile mit Tiefgang und Sinn dahinter. Ausserdem passen zu all diesen Stilen Pikes und die „Waver“ Hosen. (Pluderhosen, Aladinshosen, Haremshosen oder wie ihr die auch immer nennen mögt).

Back to Roots. Save the Wave;)

ASRianerin
ASRianerin (@guest_12468)
Vor 10 Jahre

Ich habe immernoch Hoffnung, dass Gothic nicht so ganz tot ist, wie man glauben mag. Ich treffe ab und an (auch wenn es leider meist nur per Internet ist) öfters auf Goths, die sich nach den „alten Werten“ orientieren (wollen) und ich habe das Gefühl, es lebt alles noch mal auf. Ein letztes Aufbäumen vor dem Tode? Ich hoffe nicht!

Was die Trends betrifft: Früher habe ich mich maßlos darüber geärgert, heute sehe ich es nicht mehr so eng. Dennoch muss ich gestehen, dass ich ab und in Situationen komme, in denen mich der Trend dann doch wieder etwas in Rage versetzt.

Schatten
Schatten (@guest_12477)
Vor 10 Jahre

@Epitaph
Naja Neo-Klassik/Folk is jetzt nicht unbedingt Wave, aber die seh ich da doch noch wesentlich lieber als „Industrial“ und „EBM“ ;)

Celina
Celina (@guest_12483)
Vor 10 Jahre

Naja, wenn ich so durchs Netz streife und auf Mädels stoße, die behaupten sie „gehören zur Schwarzen Szene“, aber nur von ihren tollen Klamotten bloggen, die halt zufälligerweise Schwarz und mit Spitze sind, könnte man schon fast meinen, es wäre tot. Da bin ja ich mehr Goth als diese Gören.

ASRianerin
ASRianerin (@guest_12488)
Vor 10 Jahre

Neuer Name? Wie wäre es mit „neo-wavige Pikesbewegung“?
:D

Epitaph
Epitaph (@guest_12491)
Vor 10 Jahre

@Schatten: Also besonders bei Neoklassik finde ich schon, dass diese Richtung zum Dark Wave gehört.
Gut beim Neofolk isses ein Streitthema (Als Beispiel auf der deutschen Wikipedia Seite steht es unter Dark wave, bei der amerikanisch-englischen unter Industrial;) ) Auf jedenfall gehört diese Richtung meiner Meinung nach zum Kern und sollte wieder vermehrt gespielt werden, da es tiefgründiger und „düsterer“ ist als 90% von dem was heute in Clubs gespielt wird.
Und Menschen die Industrial hören würde ich ja gerne mal paar mehr treffen, mal bisschen Haus Arafna, Throbbing Gristle und Einstürzende Neubauten wären echt mal ne schöne Bereicherung.

 ElisaDay: Fände ich gut;)

@Robert: 2 Beispiele für eine „echte Goth Band“ wären Nosferatu und Merciful Nuns;) *klugscheiß modus aus*

Melle Noire
Melle Noire (@guest_12492)
Vor 10 Jahre

@ Robert: Eher gut, denn ich werde heute
eher so akzeptiert wie ich bin, erfahre
mehr Toleranz, kann meinem schwarzes Leben
ungestörter nachgehen, kriege auf offener Straße
nicht mehr so viele dumme Sprüche zu hören
usw… Sicher provoziere ich hier und da trotzdem
immernoch aber heutzutage erfahre ich mehr
Verständnis von Nichtschwarzen und werde weniger mit Klischees konfrontiert. Ich kann
entspannter leben.

ASRianerin
ASRianerin (@guest_12493)
Vor 10 Jahre

Ich glaube nicht, dass es sich hierbei um Verständnis und Toleranz handelt. Ich glaube, man hat sich einfach daran gewöhnt, dass Goths, Punks etc. durch die Gegend laufen. Man läuft an ihnen vorbei und beachtet sich selten weiter. So wie es eben in der Gesellschaft üblich ist.

Melle Noire
Melle Noire (@guest_12495)
Vor 10 Jahre

Das sehe ich halt anders. Sicher gibt es
auch einen Gewöhnungseffekt in der
Gesellschaft. Aber ich werde als Gothic
heute anders behandelt als früher, die Leute
treten mir anders gegenüber. Verständnis-
und respektvoller. Ich muß mich nicht mehr
pausenlos rechtfertigen.

ASRianerin
ASRianerin (@guest_12496)
Vor 10 Jahre

Und auch da glaube ich, dass das an der Fülle liegt. Mittlerweile kennt jeder irgendwie jemanden der irgendwie Gothic ist. Es kommt ständig in den Medien und wird immer auf unterschiedlichste Weise dargestellt. Gothic ist präsent und alt.

wgi
wgi (@guest_12502)
Vor 10 Jahre

Ist ja sicher ein netter Aufhänger, aber kann man ernsthaft einen Trend anhand der Häufigkeit einer Anfrage in einer Suchmaschine stellen?
Insbesondere wenn man bedenkt das die Englischprachige Community deutlich größer ist und so auch relativ seltene Anfragen häufiger gestellt werden? :P

25
0
Auch eine Meinung? Her damit!x
()
x