“Sterben ist schön!” – Der ewige Mythos von der Todessehnsucht der Gothic-Szene

Die Überschrift des Spiegel-Artikels “Sterben ist schön!” funktioniert ausgezeichnet, der sonst schweifende Blick über die Schlagzeilen der Zeitschrift ist wie erstarrt. Wieso sollte Sterben etwas Schönes sein? Der Mensch hängt doch an seinem Leben und versucht mit allen Mitteln, das Altern und Sterben möglichst lange hinauszuzögern. Wir lesen weiter: “Eine Serie von Selbstmorden und Selbstmordversuchen unter Jugendlichen beunruhigt die Bürger im nördlichen Sachsen-Anhalt. Okkultismus, Kontakte in die Gothic-Szene und das Chatten in den dunklen Foren des Internets fördern die Todessehnsucht.” Ist die Gothic-Szene schuld an Suiziden? Dieser Artikel im Spiegel wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Der Boulevard bringt uns diesen vermeintlichen Zusammenhang immer noch auf Tisch. Frank und Martin, von denen im Artikel die Rede ist, setzten ihrem Leben am 8. Juli 2000 ein Ende.

Gothics, die offensichtlich Todessehnsüchtigen

Der Traum vom ewigen Leben ist so alt wie die Menschheit selbst. Nicht ganz alt ist der Mythos von einer vermeintlichen Todessehnsucht innerhalb der Gothic-Szene. Eine Szene, die sich als Treffpunkt für Selbstmordgefährdete Jugendliche und Erwachsene gerade zu aufdrängt. Schwarze Klamotten, religiöse und okkulte Symbole und dazu eine Musik, die nicht nur traurig klingt, sondern sich auch in ihren Texten mit dem Tod beschäftigt. Die jugendlichen Gothics sind von all dem fasziniert und probieren neugierig alles aus, was ihnen im Zusammenhang mit der Szene verboten oder tabuisiert erscheint. Nachts auf Friedhöfen Partys feiern, mit Gläserrücken die Toten anrufen oder auch Pendeln, um die Zukunft vorherzusagen. Im gegenseitigen Wettbewerb werden die Outfits der Gothics immer aufwendiger und extremer, okkulte und religiöse Symbolik wird nicht nur in Form von Schmuck getragen, sondern schmückt auch Kinderzimmer und Wohnungen. In den 90ern mischen sich reißerische Berichterstattung, zunehmende Verbreitung und wachsende Bestrebungen andere Gothics in Sachen Extremität zu übertrumpfen, zu einer brodelnden Suppe.

1996 titelt der Stern zwar “Selbstmord ist out. Das Leben ist cool!”, doch der Stempel als Szene, in der sich hauptsächlich selbstmordgefährdete, todessehnsüchtige und satanische Gothics herumtreiben, war längst im Einsatz. Eine Sendung des Formats “Report aus München” (wir berichteten darüber 2013) schneidet sich Okkultismus und Gothic so zusammen:

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Der Spiegel stellt fest: “Die blaue Rose, ein Kultsymbol der Szene”

2000 erfasst eine rätselhafte Selbstmordwelle das Land Sachsen-Anhalt. In der Nähe von Klietz, dem Heimatort von Frank und Martin, nimmt sich im Oktober ein weiterer Jugendlicher das Leben. “Hinter den Selbstmorden stecke Okkultismus und eine Sekte namens “Blaue Rose”, wird im Ort gemunkelt.” Für die Eltern von Frank ist klar: “Wir sind uns gewiss, das andere Frank in den Tod getrieben haben“, einen Selbstmord schließen sie aus. Der örtliche Pfarrer spricht von okkulten Jugendgruppen, in einem verlassenen Jugendclub findet man Teufelsfratzen und umgedrehte Kreuze. “Bluttrinker” treffen sich angeblich im nahen Havelberg und letztendlich landen wir nach einer Reihe von hanebüchenen Assoziationsketten bei Okkultismus und dann bei Gothic. Mir ist schleierhaft, woher der Spiegel – den man durchaus als renommiertes Blatt werten dürfte – diese Informationen hatte.

  • Ein Wolfsheim-Songtext findet sich als letzter Gruß an der Todes-Gedenkstelle für den Anfang November gestorbenen 18jährigen Christian aus dem Klietzer Nachbarort Schollene und dessen Freund: “Viele Tränen habe ich zu geben, aber in dieser rasenden Welt ist kein Platz für mich.” Auf Christians Grab […] legten Freunde ein großes Gesteck mit blauen Rosen, ein Kultsymbol der Gothic-Szene.
  • Frank bekam von einem Arbeitskollegen aus Sandau schon seit Jahresbeginn die in der dortigen Jugendszene weit verbreiteten düsteren Musik-CDs mit Texten von Tod und Sterben. Bevorzugte Stilrichtung: Death-Metal. Sie führen Leichtgläubige direkt zu Gothic und Okkultismus.
  • “Dazu verschlang der Berufsschüler den “EMP”-Katalog, ein unter Jugendlichen weitverbreitetes Spezialitätenheft. Das emsländische EMP-Versandhaus versorgt die Szene in der Provinz mit satanischen Fanartikeln […] Frank entschied sich für eine “Alchemy Gothic Flagge, 14,99 Mark”. Darauf prangte ein Totenschädel, zwischen den Knochen eine blaue Rose.

Martin und Frank setzten den weißen Mazda in Höchstgeschwindigkeit vor einen Baum und ihrem Leben ein Ende. Die Eltern träfe keine Schuld, erklären sie in ihren Abschiedsbriefen, ihre Berufsschulklasse hätte allerdings Glück gehabt und sei einem Massaker entgangen. In einer SMS schreiben sie: “Wenn sich die Welt nicht ändern, wechseln wir die Welt.

Spiegel Artikel 51-2000 Auszug

Der hartnäckige Mythos von der Todessehnsucht

Es ist tragisch, einen Freund oder Familienmitglied zu verlieren. Unfassbar schmerzhaft ist es, wenn derjenige den Freitod wählt. Verzweiflung, Hilflosigkeit, Wut und Trauer legen sich wie ein trüber Film über die Wahrnehmung der Hinterbliebenen. Es wird nach Gründen gesucht, weil man offenbar niemanden für diese Entscheidung verantwortlichen machen kann. “Depressionen? Psychische Probleme? Nein, mein Kind war doch eine so lebenslustiger Mensch!” Da erscheint die Gothic-Szene mit all ihren Bildern, Musik und Klischees wie eine wohlige warme Badewanne der Erklärungen, in denen man sich wärmen kann, um die Trauer zu bekämpfen.

Dieser Mechanismus funktioniert auch heute noch, wenn man sich beispielsweise die Armbrust-Morde ins Gedächtnis ruft, bei denen die Beteiligten nach vagen Informationen in der Mittelalter-Szene unterwegs gewesen sind. Was folgt, sind die üblichen Rechtfertigungen und Erklärungen.

Es ist allerdings richtig, dass die Gothic-Szene auf Menschen mit Suizid-Gedanken wie ein Magnet wirkt, denn durch die Beschäftigung der Szene mit dem Tod in Kunst, Kultur und Musik erhoffen sich Betroffene eine Antwort auf ihre Fragen und hoffen Menschen zu treffen, mit denen sie sich in Augenhöhe austauschen können. Aktuelle Studien der Universität in Oxford bestätigen, das: “Goth teens could be more vulnerable to depression and self-harm.” 

Medien verstärken den Eindruck, als Selbstmörder in der Szene bestens aufgehoben zu sein. Nicht etwa, um etwas dagegen zu tun, sondern um den Todeswunsch in die Tat umzusetzen. Möglicherweise kommt es deswegen immer wieder zu Fällen, in denen Irrlichter, die in der Szene ein Refugium suchen und einen Katalysator finden, ihr Licht auslöschten.

Bewusster Leben statt den eigenen Tod zu fürchten

Dabei ist das Gegenteil der Fall. Für uns Gothics ist der Selbstmord keine reelle Möglichkeit die eigenen existenziellen Probleme zu lösen, sondern vielmehr ist Selbstmord das Scheitern, die eigenen Gefühle und Probleme, die häufig durch Tod, Trauer und Verlust ausgelöst werden, selbst zu bewältigen. Gothic ist keine Subkultur des Todes, wie es seit 40 Jahren von Medien und Politik behauptet wird, sondern ein Versuch, sich mit der eigenen Einsamkeit und der menschlichen Nähe zum Tod kritisch und im Kreis Gleichgesinnter auseinanderzusetzen.

Möglicherweise sind wir uns darüber im Klaren, dass wir nur im hier und jetzt leben und unsere Probleme bewältigen müssen, anstatt darauf zu hoffen, sie mit dem Tod zu lösen. Vielleicht haben wir auch eine andere Beziehung zum eigenen Tod, denn die große Angst davor, die große Teile der Gesellschaft lähmt, haben wir überwunden. Gothic ist vielmehr eine bewusstere Art zu leben, wenn man so möchte.

Trotz einer verbreiteten Faszination für okkulte und religiöse Symbol haben die meisten Gothics keinen traditionellen Glauben, wir verehren weder Gott noch den Satan und haben in Sekten, die religiöse Oberhäupter oder vermeintliche Anführer anbeten, ebenfalls keine Heimat. Wir glauben an den Tod. Er ist die übergeordnete Macht, der sich kein Mensch entziehen kann. Unsere Erscheinung, Interessen und Leidenschaften sind vielleicht so eine Art “Todesreligion”, die uns den Tod vor Augen führt, aber weder eine tröstenden noch entlastende Wirkung hat.

Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass die Szene bei Menschen, die mit sich mit Suizidgedanken beschäftigen, wie ein Katalysator wirken kann, sich noch mehr mit morbiden Dingen zu beschäftigen. Das Spiel mit dem Feuer der Thematik fordert unter den Leichtgläubigen und Verzweifelten auch seine Opfer. Fälle, bei denen der Mechanismus der Befreiung, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, nicht funktioniert. Möglicherweise gehörten Frank und Martin, die sich mit ihrem Mazda an einem Baum das Leben nahmen, dazu.

Selbstmord ist Out

Richtige Hilfe, in Form von Menschen, die Dir zuhören und Dir vielleicht einen anderen Weg aufzeigen können findest Du unter anderem bei:

  • Der Telefonseelsorge – Die ist 2020 nicht nur telefonisch unter 0800 – 111 0 111, sondern auch mittlerweile via Mail oder im Chat kostenfrei erreichbar.
  • Nummer gegen Kummer – Das Kinder- und Jugendtelefon ist unter 116 111 erreichbar, selbstverständlich auch online.
  • Freunde fürs Leben – Der Verein klärt seit 2001 Jugendlichen und junge Erwachsene über Suizid und seelische Gesundheit auf.  Auf der Homepage findest du umfangreiches Material und zahlreiche Hilfsangebote.

Roberthttps://www.spontis.de/author/robert-forst/
Wizard of Goth – sanft, diplomatisch, optimistisch! Der perfekte Moderator. Außerdem großer “Depeche Mode”-Fan und überzeugter Pikes-Träger. Beschäftigt sich eigentlich mit allen Facetten der schwarzen Szene, mögen sie auch noch so absurd erscheinen. Er interessiert sich für allen Formen von Jugend- und Subkultur. Heiße Eisen sind seine Leidenschaft und als Ideen-Finder hat er immer neue Sachen im Kopf.

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Kathi
Gast
Kathi

Danke Robert. Ein schöner Artikel, der nichts außer acht lässt.
Ich bin jedenfalls immer noch glücklich in die Subkultur gefunden zu haben.
Es ist leichter seit dem.

Graphiel
Gast
Graphiel

Bei dem Thema muss ich immer daran denken, was ein junger Grufti mir vor vielen Jahren einmal zum Thema Tod und Selbstmord mit auf den Weg gab: “Der Tod ist ein Geschenk.” Damals konnte ich damit noch nicht viel anfangen und fragte ihn, ob er damit meinen würde Selbstmordgedanken zu hegen. Er antwortete mir: “Wenn ich mir das Leben nehmen würde, dann würde ich doch mein Geschenk stehlen, ehe es mir zusteht. Ich bin aber kein Dieb und will auch keiner sein.” Das hat mich damals so sehr beeindruckt, dass ich dies über all die Jahre genau so für mich übernommen habe. Sich für den Tod zu interessieren, den Schrecken vor ihm zu verlieren und sogar etwas schönes darin zu entdecken heißt für mich also nicht automatisch selbstmordgefährdet sein zu müssen. Viel mehr bedeutet es für mich das eigene Leben bis zum Erhalt des Geschenkes namens “Tod” mit Sinn zu füllen und gleichzeitig die lähmende Furcht davor zu verlieren, ohne einfach nur zu verdrängen.

Wichtlhexe
Autor

Punkt 1: Der Stern-Artikel ist ja sowas von grottenschlecht. Es schmerzte beim Durchlesen. Furchtbar. Was soll das sein? Journalismus? Das hatte Bild-Niveau, nur ausführlicher. Aua!

Punkt 2: Okkultismus und Satanismus streifen die Gothic-Szene und umgekehrt. Das hat vermutlich mit der Ästhetik zu tun, oder weil man die generell die Mainstream-Gesellschaft, sowie institutionellen Religionen ablehnt.

Punkt 3: Es gibt immer bestimmte Bereiche, Dinge, Berufe oder Szenen, wo sich Menschen mit bestimmten Affinitäten hingezogen fühlen. Ich denke, das ist sogar relativ normal. Das Menschen mit suizidalem Verhalten/Gedanken sich von der Gothic-Szene angezogen fühlen, nur allzu verständlich. Lieber Robert, ich gebe dir in deinen Schlussfolgerungen absolut recht:

“Dabei ist das Gegenteil der Fall. Für uns Gothics ist der Selbstmord keine reelle Möglichkeit die eigenen existenziellen Probleme zu lösen, sondern vielmehr ist Selbstmord das Scheitern, die eigenen Gefühle und Probleme, die häufig durch Tod, Trauer und Verlust ausgelöst werden, selbst zu bewältigen. Gothic ist keine Subkultur des Todes, wie es seit 40 Jahren von Medien und Politik behauptet wird, sondern ein Versuch, sich mit der eigenen Einsamkeit und der menschlichen Nähe zum Tod kritisch und im Kreis Gleichgesinnter auseinanderzusetzen.
Möglicherweise sind wir uns darüber im Klaren, dass wir nur im hier und jetzt leben und unsere Probleme bewältigen müssen, anstatt darauf zu hoffen, sie mit dem Tod zu lösen. Vielleicht haben wir auch eine andere Beziehung zum eigenen Tod, denn die große Angst davor, die große Teile der Gesellschaft lähmt, haben wir überwunden. Gothic ist vielmehr eine bewusstere Art zu leben, wenn man so möchte.
Trotz einer verbreiteten Faszination für okkulte und religiöse Symbol haben die meisten Gothics keinen traditionellen Glauben, wir verehren weder Gott noch den Satan und haben in Sekten, die religiöse Oberhäupter oder vermeintliche Anführer anbeten, ebenfalls keine Heimat. Wir glauben an den Tod. Er ist die übergeordnete Macht, der sich kein Mensch entziehen kann. Unsere Erscheinung, Interessen und Leidenschaften sind vielleicht so eine Art “Todesreligion”, die uns den Tod vor Augen führt, aber weder eine tröstenden noch entlastende Wirkung hat.
Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass die Szene bei Menschen, die mit sich mit Suizidgedanken beschäftigen, wie ein Katalysator wirken kann, sich noch mehr mit morbiden Dingen zu beschäftigen.”

Achtung, jetzt wird´s sehr persönlich: Ende 2018 hab ich selbst gemerkt, das ich depressiv bin. Es hat mich fast über ein halbes Jahr gebraucht, um mich in Therapie zu begeben. Am meisten hat mich belastet, das ich das Morbide, das Düstere, das Dunkle und den Tod nicht mehr genießen konnte. Und ich hatte Glück, das meine Ärztin das verstanden hat. Endlich kann ich das wieder genießen, und endlich scheint der Mond wieder in meinem Leben. Endlich ist alles wieder schön schwarz.

Tanzfledermaus
Gast
Tanzfledermaus

“Dabei ist das Gegenteil der Fall. Für uns Gothics ist der Selbstmord keine reelle Möglichkeit die eigenen existenziellen Probleme zu lösen, sondern vielmehr ist Selbstmord das Scheitern, die eigenen Gefühle und Probleme, die häufig durch Tod, Trauer und Verlust ausgelöst werden, selbst zu bewältigen. Gothic ist keine Subkultur des Todes, wie es seit 40 Jahren von Medien und Politik behauptet wird, sondern ein Versuch, sich mit der eigenen Einsamkeit und der menschlichen Nähe zum Tod kritisch und im Kreis Gleichgesinnter auseinanderzusetzen.
Möglicherweise sind wir uns darüber im Klaren, dass wir nur im hier und jetzt leben und unsere Probleme bewältigen müssen, anstatt darauf zu hoffen, sie mit dem Tod zu lösen.

Das kann ich nur unterschreiben.

Vielleicht haben wir auch eine andere Beziehung zum eigenen Tod, denn die große Angst davor, die große Teile der Gesellschaft lähmt, haben wir überwunden.

Das leider nicht. Ich habe eine Scheißangst vor dem Tod, vor der Endgültigkeit. Es gibt so vieles im Leben, dass mir unheimlich viel bedeutet und das ich nicht missen möchte, z.B. die Schönheit der Natur oder das Schwelgen in Musik, auch ein paar sehr liebe Menschen oder Haustiere sind mir enorm wichtig. Da ich hier schon schlimme Verluste erlitten habe, verbinde ich den Tod (anderer) mit sehr viel Schmerz. Das Thema Tod war für mich noch nie positiv behaftet oder gar mit einer Sehnsucht verbunden. Im Gegenteil, seit ca. meinem 13. Lebensjahr habe ich immer wieder Momente, oft gerade wenn ich etwas unglaublich Schönes erlebe, dass sich darein die Trauer bis hin zu Panik mischt, das alles irgendwann für immer hinter mir lassen zu müssen. Das heißt, ich sehe den Schatten des Todes auch in sehr glücklichen Momenten, und das ist keine schöne Erfahrung.

Ich glaube auch nicht, dass nach dem Tod noch etwas kommen kann. Jegliche Wahrnehmung geschieht über Sinnesorgane, also den Körper. Auch das Bewusstsein ist an das Hirn und chemische Prozesse des Körpers gebunden. Es ist absolutes Wunschdenken, dass nach dem Tod noch so etwas wie eine Seele, ein Bewusstsein existieren sollte.

Es ist wie mit dem Glauben an einen Gott (oder gar mehrere Gottheiten): der Mensch konnte/kann sich manches nicht erklären oder hoffte darauf, sein Schicksal beeinflussen zu können. Daher ersann er höhere Mächte, in deren “Hände” er seine Hoffnung und sein Schicksal zu legen glaubt(e) und die er ggf. für Unerklärliches verantwortlich machen konnte. Ich glaube, der Mensch ist allein für sein Handeln verantwortlich und vieles, was früher nicht erklärbar war wie Naturgewalten oder Seuchen, hat die Wissenschaft mittlerweile enträtselt. Vieles wurde entmystifiziert, sogar Gefühle lassen sich z.T. biochemisch erklären.
Sogenannte Nahtod-Erfahrungen schreibt man mittlerweile auch eher Prozessen im Gehirn zu, die beim Sterben ablaufen.

Wissenschaftlich betrachtet schließe ich ein Leben oder Bewusstsein nach dem Tod völlig aus, und somit gibt es für mich keinerlei “Trost” im Gedanken an meinen eigenen Tod. Es ist sogar so, dass ich, wo ich nun schon gut die Hälfte meines Lebens hinter mir haben dürfte, oft in Panik verfalle, weil die Jahr(zehnt)e so schnell verfliegen und das Altern, der Verfall und der Tod so schnell näherrücken. Das macht mir große Angst und es gibt auch keinerlei Trost für mich. Nur die Option, den Jahren möglichst viel Leben=Inhalt zu geben. Und dasHoffen, dass der eigene Tod dereinst nicht mit Siechtum und Qualen verbunden sein wird. Auch hier kann man leider nichts beeinflussen (außer man fordert durch einen krasse Lebenswandel das Riskio heraus).

Ich habe bereits meine Eltern zu Grabe getragen, beide sind elendig gestorben. Für sie war der Tod eine Erlösung, ohne Zweifel. Aber eben nur die Erlösung von einem nicht mehr lebenswerten Leben, kein Übergang in etwas Gutes oder sogar Schöneres.

Auch wenn ich (vor sehr vielen Jahren) schon zweimal in extremen Situationen vorübergehend daran dachte, meinem Leben ein Ende zu setzen, so hielt mich doch die viel stärkere Furcht davon ab. Eine sehr nahe Familienangehörige von mir überlebte einen Selbstmordversuch, hat durch lange Therapie ins Leben zurück gefunden und ist heute froh, es damals nicht geschafft zu haben. Es war wohl damals auch mehr ein Hilferuf gewesen.

Wiener Blut
Gast
Wiener Blut

“Gothic ist keine Subkultur des Todes, wie es seit 40 Jahren von Medien und Politik behauptet wird, sondern ein Versuch, sich mit der eigenen Einsamkeit und der menschlichen Nähe zum Tod kritisch und im Kreis Gleichgesinnter auseinanderzusetzen.”

Dem kann ich mich voll und ganz anschließen.

Ergänzend möchte ich anhängen, dass es wohl immer Menschen geben wird, die ihre inneren ( natürlich auch in Kombination mit körperlichen Gebrechen) Probleme, mit und durch die Welt draußen verursacht, immer mal wieder auch nicht 100 Prozent ohne eigenes Zutun, anstatt konstruktiv zu lösen (Therapie, Veränderung des Lebensstyles, der Umgebung, der sozialen Kontakte, des Arbeitsumfeldes usw usw), in der Selbstschädigung bis zum Freitod, ausleben werden. (Oft ist das Umfeld ja auch nicht sofort dabei, dass zu erkennen und versucht gegen zu lenken.)

Und da ist in der Gothic Szene nur ein Teil dieser Menschen zu finden. Aber die Szene bietet nüchtern betrachtet 1. Viele junge Menschen in einem sowieso für sie schwierigen Abschnitt des Lebens. 2. Eine Möglichkeit für einfache Lösungen, für komplexe Zusammenhänge. (Warum sollte man sich Familie, Schule usw anschauen, wenn man “Schuld” auch kommod in der Szene…. von mir aus in den CDs die das “Kind” hört, finden kann. ) 3. Eine interessante Ausschmückung für den Vorfall. (Jugendlicher war jung, depressiv, verwirrt, und ist kurzentschlossen vor die Birke gebrättert. ENDE., ist ein Artikel, den nicht viele Redaktionen und Leser als lesenswert erachten.

“weder eine tröstenden noch entlastende Wirkung”

Auch hier schließe ich mich voll an. Persönlich finde ich diese Tatsache sogar um so angenehmer, je älter ich werde. Diese Tatsache, wie auch die Tatsache konstruktiv anstatt destruktiv mit Situationen umzugehen, würde ich persönlich sogar als äußerst wichtiges Indiz für die Reife eines Menschen heranzuziehen… unabhängig von der Szene in der er/sie/es sich bewegt. Menschen die soweit nie gekommen sind, können von mir aus 50/60/70 sein, ich empfinde sie oft sehr unreif und oft sehr nervig “in ihrer Welt”, wenn ich ihnen begegnen muss. Ich schalte dann auch schnell jedes Verständnis ab, oft wollen sie ja auch gar keine Änderungen ihrer Situation bzw suchen nur “Trost und Absolution” für ihren “Schiefstand”.

Blabla, zum Ende kommen… Ich bleibe Spiegel Abonnent troootz des Artikels. ;) 2. Ich empfehle die Geschichte vom Brandner Kaspar mit Michael Herbig zum Thema Tod. 3.
Zum Abschluss ein schöner Spruch aus meinem Lieblingsland:
“Ich hör schon das Gras wachsen, in welches ich beißen werd.”
Johann Nepomuk Nestroy (1801 – 1862), österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Bühnenautor

Daniel
Gast

Ich sage nur so viel: Sau => Dorf => jagen. Jetzt sind es mal wieder die Todessehnsüchtler. Das hatten wir schon ein paar Jahre zuvor mit dem Mord in Witten. Ermüdend, sowohl der Spiegel-Artikel, der an pseudointellektueller und journalistischer Idiotie nicht zu überbieten ist, als auch das ganze Gewese um die angeblich jenseitsaffinen Schwarzkittel.

Lox
Gast
Lox

Grüße in die Runde werf,

es dürfte offensichtlich sein das der Tod oder der Verlust des eigenen Lebens nicht das Ziel sein kann. Was ich als sehr gut befinde ist das Du Robert die Nummern gegen Kummer angegeben hast.

Wobei es mit einem lachenden Auge auch lustig sein kann, wenn manche schwarze Person von Freundschaften spricht und meinen diese auf Festivals zu finden. Vor dem Klischees haften Hintergrund dürfte klar sein, dieses wohl eher Problematisch ist, falls die Selbstaufgabe ein Ziel wäre.

Es ist aber bei weitem nicht so wie es oft aufgebauscht wird von den Medien. Die meisten schwarzen führen ein recht intensives Leben, sofern sie sich mit ihrer Sterblichkeit abgefunden haben. Der Umweltschutz und Tierschutz liegt vielen am Herzen.

Und warum ? Vielleicht weil nicht alle Energie verschwendet wird mit der Flucht vor der Sense. Weil ein möglicher Hass auf die Natur wegen der Sterblichkeit bei vielen nicht existiert.

Nun denn, vivitur parvo bene,

Lox

Nossi
Gast
Nossi

ein sehr schöner Artikel. Auch ich werde immer wieder auf solche Themen angesprochen. Ihr seid doch todesverliebt, neigt zum Suizid und Rauschgift. Ich wurde auf diese Art erst vor wenigen Wochen angesprochen. Ich konnte diesem Gespräch nicht ausweichen, da es beruflich geschah. Schwierig wird es, wenn man diese Vorurteile sogar einräumen muss. Ich habe bereits drei liebe Freunde verloren, die den Freitod wählten. Alle drei verband die Liebe zu dem, was wir Gothic oder Gruftie nennen. Aber ich sehe hier keine Mitschuld an der Kunst, Genus und Subkultur (was für ein blödes Wort). Wenn ich an mich und meinen Mondschein denke, wir geniesen dies Leben auf Erden, in vollen Zügen. Ist die Melancholie nicht essenziell um die wahren Werte, die Kurzlebigkeit, erfassen zu können?

Nossi
Gast
Nossi

Todeskult…. darin liegt viel wahres lieber Robert. Dieses Wortspiel, scheint mir aus vielen Gedanken hergehend gewählt. Wem mein letzter Kommentar noch seltsam vor kam, genau hier liegt die Krux. Wir leben einen Totenkult aus dem “sich selbst” bewusst sein. Dazu hat mir Sascha von Ghosting vor kurzem etwas gesagt, daran knabber ich noch heute. Es ist Philosophie auf einer ewigen Diskrepanz. Dieser Gedanke, zelebriert einen Hauch von trügerischer Hoffnung, der Trost sucht und spendet. Ich muss jetzt im Moment lächeln. War dies nicht der ursprüngliche Gedanke des christentums?

Spinnenkönigin
Gast
Spinnenkönigin

Einen herzlichen Gruss in die Runde. Wirklich ein guter Artikel, Robert.
Wie Nossi habe ich wohl auch das “Erklärbärgen” gepachtet und werde immer wieder in solche, oder ähnliche Gespräche verwickelt. “Ihr steht doch alle auf Tod, oder?” Meine Standartantwort ist darauf, dass “Wir” eher wissen, dass der Tod unser ganzes Leben lang mitfährt und dieses Wissen nicht verdrängen.
In den Artikeln und Beiträgen in den Medien merkt man immer wieder, wie viel Angst die “Bunten” vor dieser endlichen Sicht der Dinge haben. Da werden dann “Die Grufties” für Freitod und Okkultismus einiger Jugendlichen verantwortlich gemacht, wei lman ja einen Sündenbock braucht und sich auf keinen Fall an die eigene gesellschaftliche Nase fassen mag.

Creature
Gast
Creature

Ich empfinde die Todessehnsucht in der Szene nicht als Mythos – wenngleich möglicherweise als über die Jahre stark verblassten Szeneinhalt. Als ich in die Szene kam – das ist noch weniger lange her als bei manch altem Hasen hier, nämlich kurz nach der Jahrtausendwende – hat die Offenheit bei diesem Thema einen nicht unerheblichen Anteil an ihrer Attraktion für mich ausgemacht. Natürlich sind Presseberichte, die von Todeskult schwafeln quatsch. Es gab sicherlich keine Gruppendynamiken, die lebenswillige Szenegänger in Richtung Freitod gedrängt hätten. Aber es gab szeneintern immer die Bereitschaft, 1. überhaupt ausführlich über belastende Konfliktsituationen in einer Tiefe zu sprechen, die außerhalb der Szene verpönt war, und 2. bei aller Konfliktlösung zum Leben hin auch die andere Lösung mitzudenken, anzuerkennen und in letzter Konsequenz nicht zu verurteilen. Todessehnsucht wurde niemandem eingeimpft; aber wer sie empfand, dem wurde nicht Therapiebedürftigkeit zugeschrieben. Ich empfand das als sehr angenehm.

Dementsprechend halte ich einen Teil Deiner Beobachtungen, Robert, für absolut zutreffend:

“Vielleicht haben wir auch eine andere Beziehung zum eigenen Tod, denn die große Angst davor, die große Teile der Gesellschaft lähmt, haben wir überwunden. Gothic ist vielmehr eine bewusstere Art zu leben, wenn man so möchte.”

Ich glaube aber, dass aus dem Verlust der Angst vor dem Tod, aus der Enttabuisierung wie die Szene sie immer betrieben hat, auch ein entspannterer Umgang mit der eigenen Endlichkeit und einer möglichen freien Wahl ihres Zeitpunktes resultiert. Der Tod ist nichts schlimmes – und das Leben ist alles was wir haben. Also Leben wir bewusst genussvoll – und verlassen wir diesen Kerker freimütig, sollte uns das Leben je zu einem solchen werden. So habe ich das Credo der Szene immer verstanden. Es ist in jedem Fall meines und ich fühlte mich inmitten Schwarzer unter anderem deswegen immer gut aufgehoben, weil ich es dort anerkannt glaubte. (Heute mag das anders sein).

Das hier, jedenfalls:

“Für uns Gothics ist der Selbstmord keine reelle Möglichkeit die eigenen existenziellen Probleme zu lösen, sondern vielmehr ist Selbstmord das Scheitern, die eigenen Gefühle und Probleme, die häufig durch Tod, Trauer und Verlust ausgelöst werden, selbst zu bewältigen.”

geht mir zu weit. Der Selbstmord ist das Scheitern, die eigenen Gefühle und Probleme, die häufig durch Tod, Trauer und Verlust ausgelöst werden, selbst zu bewältigen; in der Tat. Aber auch dieses Scheitern ist absolut in Ordnung. Und ich habe eine Szene kennen gelernt, die das – reifliche Überlegung und die szenetypischen intensiven Gespräche untereinander vorausgesetzt – auch absolut in Ordnung gefunden hat. Vielleicht trifft das auf die Heutigen nicht mehr zu, aber ich habe Probleme damit, die explizite Ablehnung des Freitodes in toto als Szeneinhalt dargestellt zu wissen.

Graphiel
Gast
Graphiel

Robert Mit geringer Wertschätzung des eigenen Lebens hat das Geschenk des Todes für mich auch nicht unbedingt etwas zu tun. Eher im Gegenteil: Gerade WEIL das Leben endlich ist kann ich es wertschätzen und mit Sinn erfüllen. Damit wird der Tod für mich zu einem Geschenk, denn ohne ihn gäbe es dieses Ende ja nicht.

Für mich wäre die Unsterblichkeit auf lange Sicht betrachtet jedenfalls eine der schrecklichsten Vorstellungen, die ich mir ausmahlen kann. Wie fade und trostlos muss die Ewigkeit nach einer Weile wohl sein, wenn man niemals vergeht? Die ersten Jahre oder gar Jahrhunderte mag man noch mit Sinn erfüllt bekommen, aber die Ewigkeit? Das kann ich mir nur schwer vorstellen. Irgendwann wäre ich mir sicher der eigenen Existenz überdrüssig. Langfristig kann schließlich nur etwas neues entstehen, wenn altes dafür vergeht, was mit der Unsterblichkeit jedoch nicht mehr der Fall wäre. Unsterblichkeit würde somit also unweigerlich auch zum Stillstand führen.

Die Angst vor dem Tod als Zustand habe ich tatsächlich weitgehend überwunden. Angst habe ich lediglich noch vor dem Prozess des Sterbens, da ich nicht weiß ob das sterben selbst oder der Weg dahin schmerzhaft sein wird. Den Tod als finalen Zustand akzeptiere ich jedenfalls als festen Bestandteil des Lebens, so wie ich auch andere eher negativ behaftete Dinge als Bestandteile akzeptiere. Vielleicht hängt das bei mir auch damit zusammen, dass ich bereits einen Elternteil, sowie 2 weitere Familienmitglieder an Krebs verlor und somit leider bereits die Erfahrung machen musste, dass der Tod auch eine Erlösung und somit selbst jenseits von philosophischen Ansichten ein Geschenk sein kann. Dies heißt natürlich nicht, dass ich den Verlust eines geliebten Menschen oder Tieres deshalb nicht trotzdem als schmerzhaft empfinde. ;)

Wichtlhexe
Autor

Robert Das Ich das noch erleben darf. Danke! Ob mein Grenzgänger-Dasein sich hiermit erledigt hat, vermutlich nicht. Da hab mich schon zu sehr daran gewöhnt. :)

Die Szene/Subkultur in der wir uns befinden, habe ich nie als Todeskult verstanden, eher als gelebtes Memento Mori. Das ist für viele “Stinos” schon abstoßend und erschreckend genug. Den Tod auszublenden, zu verleugnen und wegzusperren ist erstmal leichter, aber wenn er an der Tür klopft, da wird einem schlagartig klar, das man das eben nicht auf Dauer kann. Dann kommt die Angst, und dann hamma den Salat. Klingt vielleicht etwas herablassend und provokant von mir, aber als Krankenschwester erlebe ich es tagtäglich, wie Menschen unter den unmöglichsten Situationen sterben. Es ist schrecklich, zu sehen, wie Leute aus Angst vor dem Tod und dem Sterben am Leben klammern und sich selbst (und auch den Angehörigen) unendliches Leid antun.

Wichtlhexe
Autor

Robert Ob ich für eine gesunde “Loslass-Kultur” einstehe und mich dafür einsetze? Absolut! Es ist ja nicht immer das (eigene) Leben oder die geliebten Mitmenschen, das man loslassen muss. Manchmal muss man eigentlich was anderes loslassen. Die Träume, die Wünsche, die Hoffnungen, etc. Das hat auch ganz viel mit Kommunikation zu tun. Ich habe Paare erlebt, wo jeder sich total zusammengerissen hat, wegen dem anderen. Da wurde zu jedem Schmarrn “ja und amen” gesagt, weil man dachte der andere braucht das zum “Loslassen”.

Als ich meine Tochter in die Kinderkrippe eingewöhnt hab, da musste ich irgendwann vorne im Eingangsbereich sitzen und warten. Irgendwann hab ich ein Kind schreien und weinen gehört. Eine Minute später kam eine Frau angeschlichen. Total fertig und kurz vorm Heulen. Da hab ich mich schon gefragt, wer jetzt wen hier nicht Loslassen kann.

Aus beruflicher Sicht kann ich viel erzählen. Von den Frauen, die mit jeder Wehe eine unbändige Kraft aufgebaut haben, um nicht ihr totes Kind zu gebären. Von Männern, die ihre todkranken Frauen liebevoll geküsst haben, gewaschen und versorgt haben, um Infusionen und Trinken uns gebeten haben, und dann in einer ruhigen Minute in Tränen ausgebrochen sind, warum ihre Frau so viel Leiden muss. Dann erzählt dir diese Patientin, das sie sich sorgen um ihren Ehemann macht und sie bestimmt wieder gesund wird.

Anfang des Jahres ist eine Patientin bei uns gestorben. Es war nicht einfach, weil man ihre Krebserkrankung auch stark gerochen hat. Das ist eine Herausforderung. In ihren letzten Stunden, wollten weder ihre Freunde, noch ihre Familie bei ihr sein. Die wollten nicht mal in Krankenhaus fahren, um ihre Sachen abzuholen.

Das mit der Angst. Das kann man sicherlich trainieren. Was hast du aber losgelassen? Von was hast du dich verabschiedet, das du diesen Test machen konntest? Das ist es nämlich. Von was muss man sich denn verabschieden. Was muss man selbst alles loslassen. Jeden Tag.

In einer Fortbildung (über Früh- und Spätaborte, sowie Totgeburten) sagte eine Dozentin mal, es ist wichtig, das die Frauen/Paare irgendwann mal den Schmerz loslassen, aber sie sollen nie die Liebe loslassen.

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